MV Bickel, Djuricin, Hickersberger

 

Der Klub der Freunde des S.C. Rapid begrüßte das Trainerteam zu einer sehr interessanten Gesprächsrunde.

Die Herren mussten sich immer wieder gegenüber der Volksseele rechtfertigen, weil wir als Zuschauer meist nur die Tore und Siege als Leistungsmaß verwenden und es nicht akzeptieren wollen, dass man auch als deutlich bessere Mannschaft durch Zufälligkeiten verlieren kann.

Aufgaben des Sportdirektors

Besonders die Rolle des Sportdirektors ist Anlass für Missverständnisse. Fredy bekommt bis zu 100 Mails pro Tag mit mehr oder weniger guten Ratschlägen. 

Die Stimmung im Saal bei den Ausführungen von Fredy Bickel würde ich so beschreiben: die ruhige, sachliche, wertschätzende Art, auch bei schwierigen Personalfragen ist gegenüber den ziemlich angriffigen Wortmeldungen so etwas wie deeskalierend. 

Das Wichtigste ist, dass wir, die Anhänger, wenig bis nichts über die Randbedingungen von Transfers wissen und uns Fredy Bickel versucht hat, einige Hintergründe zu vermitteln.

“Zwei Stürmer müssen her”

Das ist ein Satz, der sowohl von den Rängen als auch von der Sportpresse immer wieder ausgesprochen wird. Wir Anhänger meinen, dass es das vordringliche Ziel eines Sportdirektors sei, Spieler zu holen. Und es natürlich gibt es auch solche Situationen. Fredys Aufgabe ist derzeit aber eine genau umgekehrte, denn er muss Spieler abbauen. Er arbeitet an Altlasten, für die er nicht verantwortlich zeichnet. Er berichtet über einen Stand von maximal 34 Spielern, der für jede Fußballmannschaft unerträglich ist. Wir sehen ja immer nur die elf, die spielen; aber die – in diesem Fall 23 – Tribünensitzer verlieren mit jedem Nicht-Einsatz an Motivation, Routine und natürlich auch an Wert. 

Die Vorgabe des Rapid-Vorstands für den Sportdirektor war eine Kaderreduktion auf 25 Spieler (bei Einzug in einen internationalen Bewerb) und auf 23 Spieler (wenn der internationale Platz verpasst wird, was wir natürlich nicht hoffen wollen). 

Aktuell umfasst der Kader 26 Spieler. Transfermarkt berichtet über 25 (Mujakic fehlt dort).

Man muss bedenken, dass im Sommer drei (sind es nicht mehr?) Leihspieler zurück kommen, das ergäbe 29 Spieler. Folgende Verträge enden: Steffen Hofmann Thanos Petsos, Mario Pavelic, Andi Kuen und Joelinton. Es wird nicht sehr falsch sein anzunehmen, dass vier tatsächlich ausscheiden und man sich um eine Verlängerung von Joelinton bemühen wird. Das ergäbe dann insgesamt genau 25 Spieler. 

Ausländerquote

Auf die Gelder, die man für die Bevorzugung von Inländern bekommt, kann Rapid nicht verzichten, daher wird in Zukunft zunehmend die Aufmerksamkeit des Scouting auf inländische Spieler gelegt. Fredy Bickel hat auch schon schon eine Reorganisation des Scouting veranlasst. Die bisher sechs für das Ausland abgestellten Scouts fallen weg, weil eben die Zahl der ausländischen Spieler schon jetzt zu groß ist. 

Ivan Močinić

Sonderbarerweise hat die langwierige Verletzung von Ivan Močinić auch den Vorteil, dass das Gedränge der ausländischen Spieler um ihre Quotenplätze etwas entspannt ist. 

Finanzen

Obwohl das Thema “Finanzen” nicht direkt angesprochen wurde, kann man doch an der Art der bisherigen Transfers sehen, dass der finanzielle Spielraum für Einkäufe von Spielern sehr eingeschränkt ist. Wie man am Beispiel von Thanos Petsos sieht, muss man in Hinblick auf die Rückkehrer im Sommer mit Leihspielern das Auslangen finden. 

Überhaupt dürfte das Publikum die stolzen Budgetzahlen mit dem Finanzrahmen für den Spielerkader verwechseln. 

Admira

Gspaßig waren die Betrachtungen über den Höhenflug der Admira mit vergleichsweise geringen Mitteln sowohl was die Finanzen betrifft als auch den praktisch nicht vorhandenen Anhang. Rapid hat beides und liegt sportlich hinter der Admira. 

Die Lockerheit, mit der junge Spieler bei der Admira aufspielen können, durchaus auch einmal ein Leistungstief haben können und dennoch gesetzt sind, ist eine Tugend der geringen Mittel und insofern bietet die Admira sehr gute Ausbildungsbedingungen, indem sich die Spieler praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit entwickeln können. Zu diesem Konzept ist der burschikose Trainer Ernst Baumeister eine ideale Besetzung.

Die Situation bei Rapid ist mit dem enormen Erwartungsdruck und auch der starken Konkurrenz im Kader eine ganz andere und viele Talente können sich bei Rapid wegen der allzu großen Ungeduld nicht so gut gut entwickeln wie bei einem “Dorfklub”, Beispiele gibt es genug. 

Boli

Besonders im Block West dürfte es Stimmen gegen Boli geben. Der Wert dieser Stimmen entspricht etwa dem Wert der Stimmen für Steffen als den letzten Retter gegen den LASK.

Aber ansonsten ist das fußballerische Talent von Boli den meisten Beobachtern nicht entgangen. 

Bolis Wechseltendenzen für die kommende Transferzeit sind etwa die: Sollte er ein Angebot eines Vereins aus einer der großen Ligen mit einem internationalen Startplatz bekommen, wird er wohl Rapid verlassen, auch dann, wenn Rapid international spielen sollte. Andernfalls bleibt er aber bei Rapid. 

Unser Trainer

Meine Meinung, dass wir mit Goran einen Glücksgriff gemacht haben, teilten wohl nicht alle Zuhörer bei der Mitgliederversammlung. Das macht aber nichts. In einem Punkt sind wir wohl alle einig: sollte am Ende ein Titel stehen – egal welcher – wird es diese Meinungen wieder zusammenführen. Da aber alle diese Hoffnungen zum Beispiel auch von Stangenschüssen begraben werden können, ist nicht einmal Gorans Vertragsverlängerung gesichert. Das konnten wir den verklausulierten Worten des Sportdirektors entnehmen, als er sagte, dass er mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung noch zuwarten will. Natürlich haben alle diese Jobs – auch sein eigener – Schleudersitzcharakter, weil alles vom Spielerfolg abhängt. 

Was mich sehr beeindruckt ist Gorans frühere Familiensituation mit 10 Geschwistern. Da seine älteste Schwester bereits 67 Jahre alt ist und er selbst 43, waren nie alle Geschwister in einem gemeinsamen Haushalt. Aber die Maximalbelegung in der Zimmer-Küche-Wohnung waren die zwei Eltern und vier Geschwister in einem Schlaf-Wohn-Zimmer. 

Anti-Star Thomas Hickersberger

Thomas ist eine interessante Mischung aus Bescheidenheit und Expertentum. Im Vordergrund zu stehen, ist nicht seine Sache. Umso intensiver fällt das Lob seiner Trainerkollegen aus, wenn es um seine taktischen Kenntnisse rund um den Fußball geht. Unsere vergleichsweise oberflächlichen Diskussionen dringen auch nicht in die Details der fußballerischen Taktik vor. 


Es war ein sehr langer Abend und die Gäste verweilten noch lange beim Unterschreiben von Autogrammkarten, bei gemeinsamen Fotos und dann auch noch bei vielen kleinen Diskussionsrunden.

Ich habe mir natürlich nicht alle Aspekte der Diskussion gemerkt und lade Euch daher ein, bei diesen tollen Abenden des “Klubs der Freunde des S.C. Rapid” vorbeizukommen. Es lohnt sich!

Wir bedanken uns bei den Gästen für den tollen Abend und freuen uns schon auf…

Unsere nächste Mitgliederversammlung

Wappenzeremonie des SK Rapid

Mir gefällt das Wappenzeremoniell von Rapid sehr gut, viel besser als die Salzburger Kopie deutscher Fahnenwachler. Der wichtigste Grund ist, dass bei Rapid die Mitglieder eine schöne Aufgabe übertragen bekommen und Teil des Fußballspiels sein können.

Ich staunte nicht schlecht, als ich bei der Wappenzeremonie beim Spiel gegen den LASK Gregor als einen der Wappenträger erkannt habe. Wahrscheinlich war das der Grund für den klaren Sieg! Aber es war auch der Anlass, zu fragen, ob man nicht auch selbst einmal dabei sein könnte. 

Boli steht im Weg

am Weg zur Mitte

angekommen!
 

zurück zum Start


In der aktuellen Saison 2017/18 wurde am Beginn eines jeden Heimspiels, etwa 15 Minuten vor Spielbeginn eine Wappenzeremonie eingeführt, bei der je sechs Mitglieder das älteste und das aktuelle Wappen in die Mitte des Spielfelds tragen. Begleitet wird dies durch das gleichzeitige Absingen der Rapid-Hymne im Stadion.

Nach der Hymne werden die Wappen abgelegt und nach dem Einlaufen und gegenseitigen Begrüßung der beiden Mannschaften werden die beiden überdimensionalen Wappen wieder vom Feld getragen.

Anmeldung

Anmelden können sich alle Rapid-Mitglieder (1 x pro Saison) unter folgendem Link:
https://www.skrapid.at/de/startseite/mitgliedschaft/mitgliedschaft/wappenzeremonie/

Nach der Anmeldung bekommt man ein Email mit einem vorgeschlagenen Termin, dieser kann nach Rücksprache aber auch alternativ gewählt werden, sollte man an diesem Tag keine Zeit haben

Treffpunkt

Der Treffpunkt ist jeweils eine Stunde vor Anpfiff, beim Eingang zum Platz West1 neben der Röhre.

Betreuung

Man wird von einem Mitarbeiter des SK Rapid betreut. und erhält von ihm beim Eingang eine Akkreditierung. Nach Erhalt der Akkreditierungen wird man am Trainingsplatz entlang zur Ecke Nord/Haupttribüne gebracht.

Instruktion

“Knapp bevor unsere Mannschaft zum Aufwärmen ins Stadion kommt betreten auch wir das Spielfeld um die beiden Planen mit den Wappen vorzubereiten. Danach gibt es eine gewisse Wartezeit, diese kann genutzt werden um Fotos zu machen, oder einfach nur die Atmosphäre zu “inhalieren”. Mit dem Beginn der Rapid-Hymne werden dann die beiden Wappen zu ihren am Feld vorgesehenen Plätzen gebracht, und dort bis zum Ende derselben möglichst gespannt in der Luft gehalten. Danach werden die Wappen auf den Boden gelegt, währenddessen bleibt man einfach am Platz stehen.

Ein tolles Erlebnis, da hier noch die Aufwärmphase voll im Gange ist, und die Mannschaft um dich herum trainiert.

Nachdem die Mannschaften vom Schiedsrichterteam aufs Feld geführt wurden, und die Teams das traditionelle “Handshake” absolviert haben, werden die Wappen am kürzesten Weg von den Wappenträgern vom Spielfeld gebracht. Danach bleibt noch knapp Zeit, die gewohnten Plätze auf den Tribünen einzunehmen.

Fotos

Fotos während der Zeremonie sind nicht erlaubt!


Es ist eine Schande, dass wir da noch nicht dabei waren! Wir werden das noch in der laufenden Saison nachholen!

Alle Wappenzeremonien 2017/18

Bis zum Heimspiel gegen St. Pölten im Oktober 2017 trug man die Wappen an der Längsseite, danach an der Querseite. Bei den Bilder fällt auf, dass das überdimensionale Rapid-Trikot nur bei fünf von 13 Spielen zu sehen war.

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Rapid-LASK

2:0 (1:0)

Deutlich drückt die Statistik die Kräfteverhältnisse aus:

RAPID LASK 
   2    0  Tore
  54%  46% Ballbesitz 
  22   12  Schüsse
   9    3  Eckbälle
   2    2  Abseits
  17   15  Fouls
   2    6  Gelbe Karten

Es war ein rundherum zufriedenstellendes Spiel. Dass Rapid nicht nur überlegen war, sondern auch Stürmertore erzielte, hätten wir in der Vergangenheit schon oft in dieser Form sehen wollen. Umso mehr freuen wir uns mit Georgi Kvilitaia, dass ihm zwei tolle Tore gelungen sind. Und dabei es fühlte sich das Spiel in der Hälfte schon so an als würde sich Rapid durch den Aluminiumtreffer weiter als Weltmeister der Fast-Tore verbessern und nicht durch Zählbares. Glücklicherweise kam es anders. 

Der Schiedsrichter

Mit Christopher Jäger begrüßen wir als Schiedsrichter einen wahren Rapid-Freund. Von bisher 12 Spielen die Herr Jäger geleitet hat, wurden 10 gewonnen, eines war Unentschieden und eines (Cup-Aus gegen die Admira, 2015) wurde verloren. Er bestätigte die Statistik, aber bei seinen Entscheidungen hatten wir nicht den Eindruck, als würden sie irgendwie zu Gunsten von Rapid ausfallen, im Gegenteil. Auch sollten wir solche Statistiken, die auf 12 Spielen beruhen, nicht überbewerten. Aber der Mensch freut sich, wenn die Karten der Zahlen auch einmal richtig liegen.

Prognosen vor dem Spiel

Die Quoten von tipico: 2,2 : 3,2 : 3,4.

Rapid-Fans prognostizieren in abseits.at “Glasner wird das Trainer-Duell gewinnen”.

Prophet zu sein, ist ein Geschäft, dessen Schwierigkeitsgrad zuweilen nur vom Fußball übertroffen wird. Man kann aus dieser Prognose das mangelnde Vertrauen des Anhangs in so ziemlich alles herauslesen, vor allem auch geringes fußballerisches Verständnis, denn es wurde ja im Februar nicht verloren, weil man schlecht gespielt hätte. Sogar die Quoten drücken das fehlende Vertrauen des Anhang aus, waren sie noch vor dem Derby 1,45 : 4,0 : 6,0 verrückt optimistisch und jetzt, vor dem LASK-Spiel unverständlich pessimistisch. 

Freistöße

Das folgende Bild zeigt eine Freistoß-Situation in der zweiten Hälfte in der zweiten Hälfte. Rapid ist die angreifende Mannschaft. Alle Spieler sind auf kleiner Fläche am Strafraum versammelt:

 

Als Angreifer sollten wir gar kein Interesse an einem dicht besetzten Strafraum haben. Sollte man nicht Spieler in die rot markierten Bereiche abstellen, um die Verteidiger in ein Dilemma zu versetzten? Bleiben die Verteidiger in der Mitte stehen, dann können die außen stehenden Angreifer den Ball bekommen und die Verteidigung von der Seite aufreißen (grün). Folgen sie den am Rand stehenden Angreifern im Sinne einer Manndeckung, entsteht in der Mitte mehr Platz.

Ich finde, dass eine Versammlung aller Spieler in der Mitte der Angreifer den Vorteil vergibt, die Kette der Verteidiger auseinander zu ziehen. Wenn alle in der Mitte stehen, sind die Verteidiger im Vorteil.

Choreografie

Vor dem Spiel wurde gebetsmühlenartig nach Steffen Hofmann gerufen und der Trainer hat den Chor nicht überhört und Steffen in der Schlussphase ins Spiel gebracht. Hier eine laut beklatschte Aktion, ein Corner, getreten von Steffen Hofmann. Wir sollten das genießen!

Statt einer Choreografie gab es viele Transparente aus dem Rapid-Fanblock:

“Es fehlt Rapidgeist und -mentalität.
Auf der Trinüne sitzt einer, der weiß wie’s geht!
Steffen in die Startelf”

An die Gäste aus Linz gerichtet war: 

“Die Fresse groß, die Eier klein,
Abschaum ja, Stahlstadt, nein!”

“In der Hausverbote-Lotterie zeigt der Gartler sein Genie…
…doch reine Willkür und volle Härte zeugen nicht von großer Stärke!”

“Blumen und Punkte verschenken,
die letzte Legende versenken
GmbH 1 – SCR 0″

und aus dem LASK-Fanblock:

“21.2.2016 – Brate siehst Du was passiert?
Tränen, Siege, Heldentaten – der LASK regiert”

Der Autor Franz ist ein Fan von Steffen Hofmann seit er bei Rapid spielt. Wir haben dies in einer eigenen Seite für Steffen Hofmann dokumentiert. Es kann sein, dass ein anderer Trainer Steffen in seinem letzten Jahr als Spieler etwas häufiger eingesetzt hätte (um den Fans zu gefallen). Aber wären wir selbst Trainer, dann müssten wir auch entscheiden zwischen dem Einsatz junger Spieler, die mit jeder Spielminute mehr Erfahrung sammeln können und längerfristig zum Steffen von morgen reifen können und dem Einsatz eines alten Spielers ohne Perspektive, ganz egal wie seine Verdienste gewesen waren, denn seine Leistungen von gestern schießen heute keine Tore mehr. Und diese wenigen Einsätze sind keineswegs eine Geringschätzung seiner früheren Leistungen!

Wir haben bei dem Spiel gegen den LASK drei Top-Spieler vorgegeben: Stefan Schwab, Louis Schaub und Steffen Hofmann.(weil ja Steffen laut Forderung des Blocks in die Startelf gehört. Gibt es nicht Hoffnung, dass wir mit einer derart geschwächten Mannschaft klar gewonnen haben gegen einen LASK, der mit drei Siegen in die Frühjahrssaison gestartet ist und dabei unseren Stadtrivalen auswärts klar besiegt hat? Unsere Zukunft sind Ljubicic, Mujakic, Murg und Schobi! Und Steffen unser Ehrenkapitän!

Links

Aktuelles

  • Zu einer interessanten Diskussion lädt der Klub der Freunde für Montag, 26.2. 19:00 (Einlass ab 18:30) mit Fredy Bickel, Goran Djuricin und Thomas Hickersberger. Ortsunkundige Interessenten rufen 0677-1899 5070 (Franz).

Abseits vom Fußball

Wir verstehen den Zufall nicht

Der Mensch sucht auch im Sinnlosen nach Sinn. Dazu kreiert er Hypothesen, die ihm die Dinge erklären. Und auch wenn diese Erklärungen ganz falsch sind, hält er daran fest, umso mehr als es sich um tradiertes, also seit Kindertagen tief verwurzeltes, Verhalten handelt. 

Sinnsuche: “Der Mensch ist ein Wesen auf der Suche nach einem Sinn” (Viktor Frankl) Man hat Probanden beauftragt herauszufinden, wie man zwei Tasten betätigen muss, um bei einem Glücksspielautomaten maximalen Erfolg zu haben. Die Probanden kamen alle auf eine Lösung, wenn auch alle zu einer anderen. Die richtige Antwort wäre aber gewesen, dass es gar keinen Zusammenhang gibt, denn die Tasten standen in keiner Weise mit dem Glücksspiel in Verbindung.

Hypothesen: In einem eindrucksvollen Experiment mit Publikum im Wiener Stadtsaal zeigte Elisabeth Oberzaucher (Science Busters), wie leicht man auf esoterische und andere Behauptungen hereinfallen kann und es besser wäre, den Dingen auf den Grund zu gehen – oder eben zu schweigen, wenn man es nicht weiß. Ein Holzbalken wurde auf einem Tisch ausbalancierter und war in Schwebe. Die linke und rechte Saalhälfte wurde aufgefordert, mit tiefen beziehungsweise mit hohen Tönen zu summen. Nach wenigen Augenblicken neigte sich der Balkan auf die Seite der hohen Töne. Prompt gab es auch diesbezügliche Theorien des Publikums, die mit “Resonanz” und “Schalldruck” zu tun hatten; Erklärungen zwar, aber alle nicht richtig, denn im Holzbalken befand sich eine zähe Flüssigkeit, die sich nach dem Austarieren des Holzbalkens im Inneren verteilt hat und daher den Balken nach einigen Augenblicken zum Kippen brachte. 

Was hat das mit Fußball zu tun?

Alles!

Wir wollen es einfach nicht wahrhaben, dass Dinge auch einmal ohne konkrete Ursache nicht so verlaufen, wie wir uns das vorstellen. (Sinnsuche) Wenn wir dann darunter leiden, dass Spiele nicht gewonnen oder gar verloren werden, dann erfinden wir die tollsten Ursachen für die sich zufällig ergebenden Torfolgen, die zu unseren Ungunsten ausfallen. (Hypothesen)

Es ist ein schmaler Grat zwischen Sieg und Niederlage, besonders, wenn – wie im modernen Fußball – die Ausbildung der Spieler und Trainer auf einem gleichmäßig hohen Niveau erfolgt. Wie ein Spiel dann schließlich endet, entscheiden nicht die erworbenen Fähigkeiten allein, denn der Zufall spielt eine wichtige Rolle, wenn nicht die Hauptrolle.

Ich weiß, dass viele diese Meinung nicht teilen. 

Es gibt jene, die nach 2 Punkten in drei Spielen so ziemlich alle Beteiligten schuldig sprechen und es selbstverständlich immer schon gewusst haben, dass vom Präsidenten abwärts und diesen auch gleich eingeschlossen so ziemlich alle unwürdig sind, für Rapid zu arbeiten. Eine Art Kollektivschuld. Und im Grunde sind diese Anschuldigungen nichts anderes als Ausdruck von Hilflosigkeit. Es kommt mir so vor, als würde man auf See in einem Unwetter dem Kapitän und der Mannschaft die Kompetenz absprechen und meinen, man selbst wüsste, wie man das Steuerrad zu drehen habe, damit das Schiff nicht kentert. Dabei kann man aber als Landratte nicht einmal Backbord und Steuerbord unterscheiden. 

Es gibt jene, die meinen, so ein Tor zu schießen, das wäre doch keine Sache, man muss es nur wirklich wollen. 

Und dabei wäre doch alles so einfach. Hätten wir auch nur eine der Chancen gegen die Admira verwerten können, wäre nicht gegen Sturm Aluminium – wie so oft in diesem Jahr – im Weg gestanden usw., wir würden über alles andere lachen.

Aber es ist nicht so. Und niemand kann diese Zufälligkeiten erklären, weil sie eben solche sind. Man muss sie nicht weiter deuten, jedenfalls nicht als einen Ausdruck von Unfähigkeit, denn genauer als exakt an die Stange kann man einen Ball nicht platzieren und dort soll er ja auch hin. Ein solcher Schuss ist ein Zeichen von höchster Präzision, nicht von Unvermögen.

Wir neigen alle dazu, Vergangenes zu verklären. Immer wieder denke ich an Spiele mit Zoki zurück, die uns besser gefallen haben, verdrängen aber, dass wir vor zwei Jahren gleich zwei Mal zu Hause gegen die Admira kläglich gescheitert sind, dass wir im Februar 2016 alle drei laufenden Bewerbe verspielt haben und dass damals die Stimmen gegen den Trainer nicht so feindselig waren wie heute.

Nehmen wir an, Rapid und Sturm sind sportlich gleichwertige Teams. Dann ist das Ergebnis offen. Das Ergebnis ist zufällig. Wenn eines der Teams Vorteile durch die Qualität der Spieler hat (Kaderwert), dann ändert sich die Siegwahrscheinlichkeit zugunsten dieses Teams. Wenn daher Rapid gegen die Admira spielt, ist Rapid der Favorit. Aber das ändert nichts daran, dass ein Klärungsversuch in der letzten Minute auch einmal ins eigene Tor gehen kann. 

Es ist, als würde man mit einem leicht auf die 6 gezinkten Würfel spielen. Es kommen alle Zahlen, nur die 6 kommt ein bisschen häufiger. Ja, aber bei einem einzelnen Spiel weiß man das nicht, das bemerkt man erst nach 20 Spielen. Und hier liegt auch das Problem: wir haben nicht so viel Zeit, das auch wirklich zu erleben. Würden wir so lange warten, sind wir vielleicht schon abgestiegen; nicht weil wir gar so schlecht spielen, nein, weil der Zufall unerbittlich sein kann.

Es kommen zwei schwere Spiele auf uns zu; LASK und Ried. (Bei Ried plädiere ich für eine Verschiebung um 14 Tage, weil wir mit Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt rechnen müssen und der Zeitpunkt für die Cupspiele nicht so wichtig ist.) Wenn sich das Drama von vor zwei Jahren wiederholt, rutschen wir auf den 5. Platz zurück und scheiden im Cup aus. Wie sagt der Slogan: “Alles ist möglich!”

Du spielst Roulette und es kommt: rot – rot – rot – rot – rot – rot – ? Und was kommt jetzt? Es wäre Zeit – meinst Du, dass einmal schwarz kommt und Du setzt auf schwarz. Aber es kommt rot! Es ist wie verhext. Leider unterstützen Tageszeitungen die Meinung, man könne dem Zufall ein Schnippchen schlagen. Die Krone publiziert die Häufigkeit alle Lottozahlen und die Lottospieler meinen, eine Zahl, die schon lange nicht an der Reihe war, müsse nun endlich wieder einmal gezogen werden. Es wird aber keine Regel verletzt, wenn es auch in den nächsten 10 Runden nicht der Fall ist. 

Und weil das niemand versteht (sonst wäre es kein Zufall), aber niemand auf die zufällige Trendwende warten kann, müssen die Vereinsverantwortlichen irgendwann handeln, auch wenn diese Entscheidung nicht unbedingt rational ist. 

Diese geringen Erfolge – auch wenn sie tatsächlich rein zufällig wären – haben leider die fatale Konsequenz, dass sie auf die zum Erfolg verdammten Akteure zurückwirken und tatsächlich ihre Motivation untergraben können. Wenn man die ganze Woche hart an etwas arbeitet und das Tor gelingt nicht und man kassiert umgekehrt eines durch einen Eigenfehler, dann wird man zunehmend mutlos, das kann ich mir gut vorstellen. Mir passiert das nicht! Wenn mir etwas nicht gelingen will, kann ich mehr Zeit in das aktuelle Projekt investieren und Dinge so oft korrigieren, bis sie einer gewünschten Qualität entsprechen.

Genau das können Spieler nicht. Sie haben keine Zeit für weitere Versuche. Nach 90 Minuten ist Schluss. Sie haben ihre Leistung gebracht, waren aber glücklos. Die Reaktion des Sportdirektors zeigt auch eine gewisse Nervosität, unter der wir alle leiden. Dass er sich dazu hinreißen ließ, Philipp Schobesberger zu kritisieren, das kann ich nicht verstehen. Natürlich wollte Philipp dem Siebenhandl den Ball zwischen die Beine spielen aber der ist auch ein alter Hase und hat damit gerechnet. So ist das eben im Spiel mit einem ebenbürtigen Gegner. 

Glück des Tüchtigen?

Es kommt vor, dass Trainer mit ihrer Mannschaft einen Höhenflug erleben. Man freut sich und meint, das sei deshalb, weil eben die eigene Arbeit durch Siege belohnt wird. Das stärkt das Selbstvertrauen und lässt das Interesse erfolgloser Teams an den Akteuren steigen. 

Was aber, wenn Siege (oder Titel) eben einfach “passiert” sind? Dann ziehen die Verantwortlichen die falschen Schlüsse! Sie schließen vom Erfolg eines Trainers auf dessen Qualifikation. (Siehe Abwerbung von Josef Hickersberger durch den ÖFB und von Damir Canadi durch Rapid).

Und genauso müssen umgekehrt ein paar erfolglose Spiele nicht gleich bedeuten, dass die Akteure ungeeignet sind.

Fußball ist ein Spiel und kein Hundertmeterlauf

Wir können die Goldmedaillen von Marcel Hirscher nicht gut mit Meistertiteln vergleichen. Marcel ist eine außergewöhnliche Begabung, ein Lionel Messi unter den Schifahrern. Er unterliegt aber den Zufälligkeiten des Lebens ebenso. Wäre er zum Beispiel an einer Grippe erkrankt, wäre es nichts mit den Goldenen und er wäre trotzdem der Beste. 

Eine Disziplin, bei der es auf ein bestimmte Leistung ankommt, genügt es, der Schnellste zu sein, einen gegebenen Gegenstand möglichst weit zu werfen, den eigenen Körper möglichst hoch oder weit zu bewegen. Das ist im Fußball nicht der Fall. Wir können das auch daran ablesen, dass es keinen Sinn macht, Fußballer zu dopen. Das Doping hilft nämlich nichts, wenn der Ball an die Stange geht. Daher ist Doping im Fußball auch kein Thema.

Fußball misst keine Leistung. Fußball misst den zufälligen Umstand eines Torerfolgs. Damit dieser passieren kann, muss eine gewisse Leistungsfähigkeit, Technik und Begabung (Liganiveau) vorhanden sein und diese Fähigkeiten sind in den verschiedenen Mannschaften sicher ganz verschieden verteilt. Würde es immer die Summe diese Eigenschaften sein, die den Ausschlag für einen Sieg ergeben, niemand würde sich Fußballspiele anschauen. Und genau deshalb, spielt der Zufall eine ganz wesentliche Rolle, weil er stärker ist als alles, was wir an Vorbereitung in einen Saison und in ein Spiel investieren können – zumindest bei Vereinen auf Augenhöhe. 

Ein geplant herausgespieltes Tor darf – aus der Sicht des Gegners – nicht passieren. Wenn es dennoch gelingt, muss wirklich alles passen. Ein gut geplanter Angriff mit genau einstudierten Spielzügen ist herrlich anzuschauen. Aber er ist sehr selten. Wie viele erfolglose Szenen müssen wir erleiden, bis ein solches Meisterstück passiert! 

Die meisten Tore sind auch gar nicht herausgespielt. Sie passieren durch eine ungeplante Verkettung von Ereignissen. Wäre der zufällig zu Boli gelangte Ball und dessen Weitschuss beim Spiel gegen Sturm in die Wolken gegangen, wen hätte es gewundert, es hätte zu dem gepasst, was wir immer schon über unser Team gedacht haben.

Ein Fußballspiel ist wie ein Glücksspiel mit drei möglichen Ausgängen, die aber nicht gleich wahrscheinlich sind, weil alle Investitionen die Wahrscheinlichkeiten verschieben aber insgesamt nichts an dem zufälligen Charakter des Ergebnisses ändern. Wie groß diese Zufallskomponenten sind, wissen wir aus liga-übergreifenden Cupspielen, die den Underdog das eine oder andermal lachen sehen. Nicht oft, aber es kommt vor; so wie ein auf die Sechs gezinkter Würfel auch nicht immer auf die Sechs fällt.

Auch Titel sind Zufall

Titel passieren oft wie ein Stochertor, dass eben bei einem Team in einer Saison alles passt, wenige Verletzte zu beklagen sind und das Glück mitspielt. Ein dann stattfindender Erfolgslauf wirkt dann dem Zufall entgegen, indem er zusätzliche Motivatoren freisetzt, die bei durchschnittlichem Erfolg nicht gegeben sind. Meist entstehen aber Meistertitel wenn ein Team zu einer bestimmten Zeit gegenüber allen anderen aus irgendeinem Grund auszeichnet, zum Beispiel eine einmalige Konstellation begabter Spieler oder viel Geld, um solche Spieler kaufen und halten zu können.

Dass also Salzburg Serienmeister ist, widerspricht der Zufälligkeit von Titeln nicht, weil der Spielwürfel auf eine geradezu unanständige Art mit eine 100 Millionen-Budget gezinkt ist und es daher kein Wunder ist, wenn diese Truppe alle anderen hinter sich lässt.

Das Feng-Shui der Veränderungen

Wenn es im Fußball talwärts geht und die Gründe sind nicht festzumachen (ausgenommen die vielen Teamchefs, die das dennoch ganz genau zu wissen glauben), wird oft eine unsichtbare Reißleine gezogen und der Trainer ersetzt. Oft hilft das auch! Es kann aber dieselbe Wirkung sein, die sich nach einer Feng-Shui-Beratung und umgestellter Wohnungseinrichtung einstellt. Eine Veränderung, die sich auf die eigene Psyche auswirkt, und tatsächlich etwas bewirkt. Aber es war mehr die Veränderung, die gut getan hat  und weniger die vorher ungeeignete Aufstellung der Wohnungseinrichtung. 


Zum Titel

Franz Lackner, Bischof in Salzburg, meinte am 20. Jänner, “Ich verstehe Gott zuweilen nicht”. Bei “Gott” dürfte er ja Spezialist sein, im Leben dagegen weniger. Es würde genügen, sich etwas mehr mit der Welt auseinander zu setzen – und wenn es nur die des Fußballs ist – er würde rasch merken, dass nicht alles einen Grund hat und dass da niemand sonst die Finger im Spiel hat als Gott Zufall.

Cuprunde wetterbedingt verschieben

Die Wetterprognose für die kommende Woche kündigt für den Westen Wiens Nachttemperaturen von -13 Grad und in Graz von bis zu -19 Grad an.

Wien-Weidlingau

Graz

Gestern berichtete die Kleine Zeitung über eine “längere Eiszeit” in der kommenden Woche mit Nachttemperaturen bis unter -20 Grad. Da sich zu den tiefen Temperaturen auch noch Wind dazugesellt, macht die Temperaturen noch weniger erträglich.

Bei solchen Bedingungen beginnt es am Fußballplatz ungemütlich zu werden, ganz egal, in welcher Rolle. 

Eine Rückfrage bei Andy Marek hat ergeben, dass er meine Befürchtungen teilt, dass es aber in dieser Sache keine Hoffnung gibt, dass der ÖFB einlenken könnte. Wahrscheinlich wäre es zuviel verlangt, dass der ORF sein Programm ändert, denn einen anderen Grund kann ich nicht so recht erkennen.

Die Austragung der Spiele der kommenden Cuprunde schaden angesichts der zu erwartenden Temperaturen den Spielern, dem Publikum und auch dem Cup-Bewerb. 

Wie ist es in der Regionalliga?

Da die Regionalliga nicht so seltsam unflexible Partner hat, ist es dort überhaupt kein Problem, die komplette 19. Runde des kommenden Wochenendes wetterbedingt abzusagen. Bericht Rapid

Wie ist es in Deutschland?

In Deutschland dürfte das dortige Fußballregelwerk schon etwas ausgefeilter sein, denn dort gibt es eine Minus-15-Grad-Regel, die Spielabsagen unter derartigen Bedingungen rechtfertigt: Siehe Bericht vom 2.2.2012, allerdings läge das dort im Ermessen der Schiedsrichter.

Die einschlägige Regel findet sich bei “zusätzlichen Erläuterungen des DFB” (Zitat aus weltfußball.at): Fußball soll bei Temperaturen ab minus 15 Grad, bei starkem Wind ab Temperaturen von minus 10 Grad nicht mehr gespielt werden. Bei starker Kälte muss der Schiedsrichter auf die angemessene Bekleidung der Beteiligten achten.

Wir könnten ja ein Bisschen von der ansonsten so angesehenen deutschen Fußballkultur in unser Regelwerk miteinfließen lassen. 

Ein Appell

Im Sinne der Gesundheit aller Beteiligter plädiere ich für eine Verschiebung der kommenden Cuprunde um 14. Tage. 

Sollte die Wetterlage bei den Verantwortlichen nicht Berücksichtigung finden, sollte man an tribünen- und stadionübergreifende Aktionen gegen die Verantwortlichen denken, die zwar im Fernsehen durch deren Kameraführung nicht zu sehen sein werden, über die aber in den sonstigen Medien durchaus berichtet werden würde; und ausnahmsweise wären einmal nicht nur Rapidler im Fokus.


Rapid-Sturm

1:1 (0:1)

Der Charakter des Spiels war wie erwartet. Rapid macht das Spiel, Sturm lauert auf Konter – und auf Fehler von Rapid. Der erste Koordinationsfehler war, dass Schobesberger beim vermeintlichen Führungstreffer von Rapid im Abseits stand und der Treffer daher nicht gegeben wurde. Der zweite Fehler kam von Richard Strebinger, indem er beim Auswurf übersehen hatte, dass sich noch sehr viele Gegner in Tornähe befunden haben. Der Ball ging verloren und der Führungstreffer der Grazer war praktisch aufgelegt.

Doch insgesamt kann man Richard Strebinger – neben Boli – durchaus als “Man of the Match” bezeichnen, der uns durch tolle Paraden zum Schluss das 1:1 gerettet hat. Zum auffälligsten Spieler entwickelt sich aber Boli. Abgesehen von dem sehenswerten Weitschuss zum 1:1 eroberte und behauptete er immer wieder den Ball und trug insgesamt sehr zum Ballbesitz und schließlich auch zum Punktgewinn bei.

Unverständlich die Pfiffe in der Pause und die Verweigerung der Verabschiedung durch den Block.

Leistung

Immer wieder wird der Satz gesagt, dass man selbst mit einer solchen Leistung gekündigt werden würde. Das ist ein Satz, der zeigt, wie wenig wir Fußball verstehen, obwohl wir es jede Woche aufs Neue versuchen.

Unsere Spieler tun ihren Job, und das tun sie sehr intensiv. Wir tun das auch auf unserem Arbeitsplatz. 

Wir verlangen von den Spielern einen Sieg. Aber auf unserem Arbeitsplatz verlangt niemand einen “Sieg” (zum Beispiel über Aktenberge, über eine Baustellenarbeit oder was auch immer der Job ist). Man verlangt, dass die Arbeit erledigt wird. Und wenn sich etwas nicht ausgeht, dann wird am nächsten Tag weitergemacht. Aber es gibt daneben keine zweite “Baustelle”, wo ein Konkurrent sitzt, dasselbe macht und man müsste schneller sein als dieser.

Man erledigt seine Arbeit. Man kann damit eventuell beeindrucken (oder auch nicht), aber “Sieger” ist man nicht.

Die zweite Baustelle, mit dem man sich vergleichen kann, gibt es schon, allerdings ist sie von der eigenen durch den Markt “entkoppelt”. Man selbst kämpft höchst indirekt um den Erfolg seines Produkts und hin und wieder kommt es in diesen Wettbewerb am Markt auch zu Niederlagen, durch die man den Job verliert und dabei eventuell selbst auch einen Anteil daran hatte – wie bei einem Spiel.

Aber die Zeitkonstanten sind ganz andere. Es geht im Alltag um langsame Prozesse, aber nicht um 90 Minuten und auch nicht darum, Entscheidungen in in Bruchteilen von Sekunden zu treffen bei denen es um “Tod oder Leben” geht. Niemand von uns steht im Alltag unter einem so intensiven Entscheidungsdruck wie es bei Fußballspielern der Fall ist. 

Wir sollten daher unsere Arbeit nicht mit einem Fußballspiel vergleichen.

Wenn wer meint, die Leistung der Mannschaft wäre schlecht, dann irrt er. Die körperliche Leistung ist immer noch, das eigene Körpergewicht in 90 Minuten etwa 10 km zu bewegen. Die fehlenden Tore sind nicht nur Unvermögen, wie das Publikum gerne meint. Man muss sich damit abfinden, dass in der Disziplin des Toreschießens der Zufall die Hauptrolle spielt.

In der Nachbesprechung des CL-Spiels Real-PSG war Roman Mählich sichtlich nicht mit dem Ergebnis zufrieden und deutete praktisch alle Tore von Real als eine Folge von Zufällen. Tore sind immer – wie auch der gesamte Ablauf des Fußballspiels – (fast reiner Zufall). Wir können sie nicht voraussagen. Auch bei sehr starken Mannschaften kann es passieren, dass sie einmal kein Tor schießen, nur ist die Wahrscheinlichkeit dazu gering. 

Der Einwand, dass wir daher genau so gut würfeln könnten, um ein Ergebnis zu bekommen, gilt nicht, weil wir die Wahrscheinlichkeiten des Wurfes beim Würfel genau kennen aber beim Fußballspiel sich am Ende einer längeren Spielphase aufgrund der 36 Ergebnisse die Spielstärke aufgrund der Tor- und Sieghäufigkeit ergibt.

Die Qualitäten (und Mängel) unserer Mannschaft bestimmen nicht die Tore, sondern die Wahrscheinlichkeit für Tore. In der aktuellen Saison sind wir mit einer Torquote von 1,7 pro Spiel nicht gerade bei den Spitzenreitern und bei Heimspielen mit 1,6 sogar noch schlechter als auswärts. Da Rapid auch zu Hause mehr Tore kassiert als auswärts (heim 1,4 und auswärts 1,0), könnte man das so formulieren, dass Rapid im eigenen Stadion noch nicht angekommen ist. Von der einst plakatierten “Grünen Hölle” kann keine Rede sein. Die furchteinflößenden Bilder im Bereich der Auswärtsmannschaft dürften für die Gäste eher motivierend sein. Wahrscheinlich ist es aber die Stimmung, die den Gästen zwei Mal pro Saison ein unvergessliches Highlight bietet, das mehr anregend als beängstigend ist.

Zusammenfassung: Ergebnisse von Fußballspielen sind zufällig, wobei die mittlere Torquote jeder Mannschaft durch eine Unzahl von Faktoren bestimmt wird, an denen Trainer und Mannschaft tagtäglich arbeiten. Aber warum das einzelne Ergebnis eines Spiel so ist wie es ist, das kann man weder voraussagen noch stellt es ein Leistungsmaß dar. Praktisch ist die physische Leistung einer Mannschaft bei jedem Spiel näherungsweise dieselbe; nur der Erfolg, der sich zufällig einstellt, gefällt uns nicht immer. 

Sammlung für die Gruft

Wir sind dem Aufruf gefolgt und haben nicht mehr verwendete Kleidung zur Sammlung gebracht. 

Gedenkminute

Für den verstorbenen Präsidenten Hans Rinner gab es eine Gedenkminute, alle Spieler hatten eine schwarze Armbinde.

Die Grazer Gäste gedachten ihres früheren Präsidenten mit einem Transparent.

Choreografie

Nicht ganz schlau geworden bin ich aus dem Thema der Choreografie. 

Stadionzeitung

Neben der offiziellen Stadionzeitung, die bei den Links zu finden ist, gibt es die übliche Kommunikation des Block über Transparente:

“Anstatt vor den Medien und der Gesellschaft zu kapitulieren, solltet Ihr das Ende des sportlichen Stillstands forcieren.”
“Die Wahrheit biegen, bis sie bricht, das scheint des Journalisten Pflicht!” 

Taktisches Rätsel

Es schaut immer sehr gut aus, wenn eine hoch stehende Mannschaft – wie heute Rapid – ausgekontert wird. Besser gesagt, Rapid schaut dabei schlecht aus. In einem dieser Konter beim Stand von 0:1 stand Max Hofmann allein vier Gegnern gegenüber. Wir sahen den Ball schon im Netz. Zum Glück war der ballführende Gegner egoistisch genug, die Szene erfolgreich zu Ende spielen zu wollen – und scheiterte an Richard Strebinger. Hätte er abgegeben…

Ich wollte damit nur sagen, das der Angreifer Räume braucht. Hat er sie, dann schauen die Verteidiger schlecht aus. In diesem Fall hatten wir ausnahmsweise Glück.

Es ist also die Aufgabe des Verteidigers, die Räume eng zu machen, damit es keine Schlupflöcher zwischen den einzelnen Positionen gibt. Sturm spielte mit 5 Verteidigern, manchmal mit bis zu 8. 

Die Aufgabe des Angreifers, wäre es, das Spiel breit zu machen, um die Verteidiger-Kette auseinander zu ziehen. Denn sind die Abstände größer, gibt es mehr Chancen auf ein Durchkommen.

Hier eine – aus dieser Sicht – unverständliche Freistoß-Situation (eine von vielen):

Kein einziger Rapid-Spieler steht in den leeren Räumen links oder rechts von der Mitte. Man hat den Eindruck, als müssten die Rapidler Manndeckung betreiben. Was würde geschehen, wenn ein Grüner im freien Raum abgestellt wird? In er Regel zieht er dadurch einen Gegner aus der Mitte ab, vielleicht sogar zwei. Warum macht man das nicht? Man würde damit die gegnerische Verteidigung auseinander ziehen, wenn man sich selbst möglichst breit aufstellt.

Links

Rapid-Soziologie

Wie stark sich Rapid in die Biografien seiner Protagonisten einmischt, sieht man an folgendem Beispiel:

Paul ist Abonnent im Block-West. Paul ist Mitarbeiter beim Samariterbund. Und Paul studiert Soziologie. In seiner Bachelor-Arbeit schreibt er über: “Der soziostrukturelle Wandel im Fußball” die Veränderungen in der Zusammensetzung der Zuschauer am Beispiel von Rapid.

Die Kapitel der 55 Seiten:

  1. Einleitung
  2. Die Geschichte des Fußballs
  3. Fußball als Arbeitersport und Profession
  4. Fußballfans im Laufe der Zeit
  5. Auswertungen der Experteninterviews zum SK Rapid Wien
  6. Fazit
  7. Quellenverzeichnis

In der Arbeit wird untersucht, “inwiefern sich der Fußballsport und sein gigantisches Umfeld weg von einem Gemeingut hin zu einer Ware, welche ausschließlich der Verwertungslogik des Kapitalismus unterworfen ist, entwickelt hat und ob diese Entwicklungen die soziale Zusammensetzung des Stadionpublikums verändert haben.” 

Bei Rapid hat zwar kein Komplettaustausch des Stadionpublikums stattgefunden hat, aber die Symbolik geht allerdings in eine deutliche Richtung (Stichwort „Allianz Stadion“ und VIP-Tribüne).

Es wird beschrieben, dass solche Veränderungen in anderen Ländern sehr wohl stattgefunden haben aber in der Zusammenfassung lesen wir den Ist-Zustand bei Rapid so: “Der Verein ist sich jedoch weiterhin seiner starken Wurzeln in der Wiener Arbeiterbewegung bewusst und stellt deshalb auch – anders als die anderen Vereine Österreichs – eine Art Zufluchtsort für die sozial schwächsten der Gesellschaft dar.”

Lesenswert!

Auch ein wichtiges Dokument für das Rapid-Museum/Archiv!

Rapid-Viertelstunde

150. Rapid-Viertelstunde vom 16.2.

  • Höhepunkte und Hoppalas
  • Rapid-Fans spenden Wärme
  • Rapid-Spieler verteilen Rosen
  • Drei Rapidler feiern Geburtstag
  • Überraschung für Fredy Körner
  • Link zum Video

Bereits beim Heringsschmaus konnte das Bild von Alfred Körner als das 13. Portrait in der Reihe der Jahrhundertelf bewundern. (Im Hintergrund das Bild von Josef Uridil).

Wir gratulieren aus Anlass dieses Jubiläums dem Team von W24 zum gelungenen Redesign der Webauftritts. 

Einladung zu Vorträgen

Es könnte ja sein, dass sich unter den Lesern des Tagebuchs auch Computer-Interessierte befinden. Wie die meisten wissen, ist der Autor Franz Mitorganisator zweier Computerclubs und wir versuchen in jedem Monat drei Vorträge aus unserem Fachgebiet zusammenzustellen. Die Teilnahme ist kostenlos, der Link führt zur Anmeldeseite: 

21.02. 18:00 Digital Society Digitale Hausdurchsuchung aka "Bundestrojaner"
22.02. 18:00 ClubComputer    Braucht man ein NAS? 
06.03. 18:00 ClubComputer    Reparatur und Herstellung von PCs (techbold)
14.03. 18:00 Digital Society Souveräne digitale Identität
22.03. 18:00 ClubComputer    Netzwerk
03.04. 18:00 ClubComputer    Elektroautos
11.04. 18:00 Digital Society Das Fahrzeugnotrufsystem eCall

Digital Society: Graben 17/10, 1010 Wien
ClubComputer: Kulturschmankerl, Simmeringer Hauptstraße 152, 1110 Wien

Heringsschmaus

Die Rekordmeisterbar lud zum Heringsschmaus und Food-Affairs konnte seine Küche von der besten Seite präsentieren. Und so kam “etwas” Abwechslung in die ansonsten einfache Küche in unserer Favoritner Vorstadt. An unserem Tisch, vlnr.: Arnold, Florian, Friederike, Hannes

Gesprächsthema – wie könnte es anders sein – die aktuellen Fanprobleme und die glücklosen Spiele in der Südstadt; mit dem Motto: “5 Leute, 6 Meinungen”. 

Wir bedanken uns beim Team der Rekordmeisterbar, angeführt von Stefanie und bei unserer Kellnerin Cara für die wie immer sehr freundliche Bewirtung. 

Menü

Couvert

  • „Butter-Bonbon” | Olivenöl ofenfrisches Gebäck

Vorspeisen am Buffet

  • Hausgebeizter Norwegischer Fjordlachs: Senf-Dill-Sauce | französischer Gemüsesalat | Oberskren getoastetes Schwarzbrot
  • Heringssalat „Hausfrauen Art”: Apfel | Zwiebel | Essiggurkerl | Ei
  • Heringssalat „Matjes”: Preiselbeere | roter Pfeffer | Kräuter
  • Heringssalat „Steirisch”: Käferbohnen | Kemöl | Senf
  • Frittierte Baby Calamari im Stanitzel | Sauce Aioli | Zitrone | Baguette
  • Gefüllte Eier | „Herings-Kaas” Kresse & Knäckebrot
  • Matjes-Terrine | Röte Rüben Kren | Sprossen
  • Salat als erste Frühlingsboten: Feta | gepoppter Wildreis

Brotstation

  • Französisches Baguette Zwiebelbrot | Krustenlandler

Suppe als Zwischengericht

  • Misosuppe | Venusmuscheln | Chittlöäen

Hauptspeisen am Buffet

  • Gegrillte Riesengarnelen I weißes Bohnenragout mit Erdäpfel | Krustentier-Jus
  • Aus der Riesenpfanne I Octopusgulasch Gnocchetti | Oliven Paradeiser | Petersilie
  • Saltimbocca vom Seeteufel Grammelrisotto l Zwiebel-Jus
  • Geschmorter Lammnacken l Maiscreme gegrillte Pastinaken | Rosmarin & Salbei
  • Aus der hauseigenen Pastamanufaktur | frische Pappardelle | Ragout von Ofentomaten | Artischocken | Pecorino sardo

Dessertbuffet

  • Süße Vollkorn-Pflaumenravioli
  • Nuss-Crunch | Pflaumenwein-Creme
  • Gratiniertes Kokoseis | Baiserhaube
  • rauchiger Ananassalat l Zuckerwatte
  • Topfen-Oberscreme im Glas
  • Blutorangenkompott Schokoladen-Trüffelschnitte | Kahlüa
  • Auswahl an Wiener Naschereien & Mini-Krapfen

Zum Drüberstreuen

Dinnerpreis pro Person EUR 49,-

Alle Bilder

Admira – Rapid

2:1 (0:0)

Die letzten 11 Spiele der beiden Mannschaften zeigen nach dieser Rapid-Niederlage eine ausgeglichene Bilanz S:U:N = 5:1:5. Mit einer im Schnitt etwa um ein Jahr jüngeren Mannschaft mit einem Drittel des Marktwerts von Rapid hat sich Ernst Baumeister wieder einmal durchgesetzt. 

Was dieser Ernst Baumeister allwöchentlich aus dem Hut zaubert, das könnte Rapid vielleicht auch. Rapid könnte auf die nachrückenden jungen Spieler setzten (Mujakic), tut es aber nicht. Admira probiert es, und gewinnt mit einem Tor des 18jährigen Marco Hausjell.

Diesen Start in das Frühjahr haben sich wohl alle Beteiligten – wir inklusive – anders vorgestellt. 

Trainer Djuricin war krankheitsbedingt nicht auf der Bank.

Würde es nur bei diesem einen Spiel so sein, dass man tolle Chancen vernebelt; es ist leider verdammt oft der Fall.

Ambiente

Die Zuschauerzahl war mit 3200 die geringste seit dem Jahr 2002 (abgesehen von einem Geisterspiel nach dem Platzsturm). Der Rapid-Anhang hat total ausgelassen.

Den Südstädtern kann man kaum einen Vorwurf machen; das Zuschauerpotenzial der Schlafstadt dürfte schon bei 100 ausgeschöpft sein. Wir waren etwas zu früh dran und meinten, im Südstadt-Einkaufszentrum einen Kaffee trinken zu können. Wir haben schon lange keine so triste Umgebung gesehen. Alles geschlossen!

Der Auswärtsblock war dagegen – wie immer – gut gefüllt und präsentierte sich mit einer schönen Choreografie der Lions gedenkend des 92. Geburtstags von Alfred Körner. Der Goleador steht mit seinem 65. Geburtstag am selben Tag etwas im Schatten des greisen Körner

Weiters wurden folgende Spruchbänder präsentiert:

  • “Zusammenhalt gegen die Staatsgewalt.”
  • “Dem Woamen platzt a Wimmerl auf, und Ihr macht’s an Skandal daraus.”
  • “Euer Skandaljournalismus kost’ uns an Locha.”

Die Admira-Fanecke übte sich auch in Pyrotechnik, sowohl bei Spielbeginn, als auch in der Pause.

Ein nachdenklicher Geschäftsführer Wirtschaft nach dem Spiel.

 

Florian und Arnold beim kleinen Imbiss am Hauptkiosk der BFZS-Arena.

 

Links

EwkiL: Bilder · News vom Tage · Statistik

Schmerzliche Grenzerfahrungen

  • Es wird nichts geworfen! Außer einer akustischen und optischen gibt es keine sonstige “Kommunikation” mit dem Spielfeld. 
  • Was erleben wir hier? Verspätete Grenzerfahrungen.
  • Wer ist mitverantwortlich? Die Eltern und das soziale Umfeld während der Sozialisierung.
  • Wir erleben Schuld eines Einzelnen aber auch Schuld der Gruppe, sodass Strafen in beide Richtungen zu erwarten sind.
  • Ich befürworte keine Stadionverbote, man kann seine Kinder auch nicht vor die Tür setzen, wenn sie etwas anstellen, oder?
  • Nein, ich habe natürlich auch keine Lösung, aber Kreativität wäre beim Umgang mit den Problemzonen gefragt.

Wie war es bisher?

Die beiden Jahre im Happel-Stadion können wir in dieser Frage der Feuerzeugwürfe ausblenden. Aber ich erinnere mich gut, dass bei hitzigen Partien Ivica mit einem Ottakringer-Sonnenschirm in der Nord-West-Ecke des Hanappi-Stadions gestanden ist, um die Bier- und Feuerzeugdusche vom gegnerischen Spieler abzuwenden. Weitere Konsequenzen, außer vielleicht eine Ermahnung seitens des Stadionsprechers, hatte das damals nicht.

Ich habe meine Bildersammlung nach einer solchen Situation durchsucht aber leider nichts gefunden. Aber es gibt YouTube und dort fand ich nach einem Hinweis im Forum rapidfans.at ein Video, das die damalige Handhabung ähnlicher Vorfälle zeigt. Am 16.3.2013 fand ein Heimspiel gegen die Admira statt. Nach dem Führungstor von Rapid in der 53. Minute erzielte Quedraogo kurz danach das Tor zum 1:1. In dem fast schon historischen Video können wir fast alle Aspekte des “Skandal”-Derbys vom Sonntag erkennen, nur war damals alles etwas entspannter. Der Admiraner freute sich natürlich über das Tor und zeigte diese Freude demonstrativ vor dem Block. Die Folge war eine heftige Bierdusche. Seine Freude über das Tor überwog den Ärger über die Bierdusche bei Weitem und er ertrug sie mit Humor. Auch der Schiedsrichter machte den Eindruck, als wäre er froh, dass die Sache nicht weiter hochgespielt wurde. Sogar der Vorwurf der Provokation durch den Spieler wird angesprochen, also alles Elemente, die wir bei den vergangenen zwei Heimderbys wieder erlebt haben. Link zum Video.

Der Block hat sich seit diesen Tagen sicher nicht extrem verändert. Viele, die gerne im Block stehen, sind dazu gekommen. Die Feuerzeugwerfer von heute setzten nur ein Verhalten fort, das sie vom alten Hanappi-Stadion kennen. Nicht sie haben sich verändert sondern der Anspruch der Öffentlichkeit ist ein anderer geworden.

Schiedsrichtern wurden vor der laufenden Saison die Weisung erteilt, dieses Publikumsverhalten besonders zu ahnden. Ich kann mich nicht erinnern, dass man diesen Umstand im Vorfeld gegenüber den Fans besonders kommuniziert hätte. (Dass man Feuerzeuge nicht auf Spieler wirft, will ich damit nicht entschuldigen, doch “dem Kind” muss das erst einmal klar gemacht werden.)

Wie ist es anderswo?

Bei unseren Fahrten nach England, in das Mekka der Fußballer, wurden unsere Erwartungen enttäuscht. Ja, die Stadien sind voll, der Besuch ist deutlich höher als bei uns. Die Organisation war damals, vor 10 Jahren etwa so wie wir sie heute in Hütteldorf erleben. Aber der Fansupport eines Block-West ist in England nicht gegeben. Unsere späteren Auswärtsfahrten nach Birmingham zeigten, dass die dortigen Ordner mit der österreichischen Auffassung von Fansupport überfordert waren. Vielleicht wären dort auch Feuerzeuge geflogen aber man war einfach zu weit weg vom Geschehen.

Aber dass die englische Szene ach so gesittet wäre wie die Journalisten immer meinen, nein so ist das dort auch nicht. Wenn wir nämlich davon ausgehen, das Fußball für alle da sein soll, dann ist er das in England sicher nicht, wenigstens nicht der in dern oberen Ligen.

Ende der 80er-Jahre, nach der Heysel-Katastrophe und der Hillsborough-Katastrophe wurde der englische Fußball komplett umgekrempelt. Durch enorm hohe Preise und rigorose Aussperrungen ist der englische Fußball der oberen Ligen “clean” und frei von Feuerzeugwerfern. Was wir bei uns als Fangruppierungen kennen, konnten wir dort nicht erkennen, denn Fahnen und Transparente sind in England sehr selten zu sehen. Aber natürlich sind die weniger handlichen Schichten immer noch existent, sie wurden nur in die unteren Ligen verbannt. Die Bild-Zeitung vom 9.2.2008 berichtet mit “Hooligans werfen schlechtes Licht auf englischen Fußball” über das Cupspiel Westham-Millwall, bei dem Augenzeugen über kriegsähnliche Zustände in der Vorstadt berichtet wird. Und die Kinder der Heysel-Generation, ausgesperrt vom Fußballgeschehen, ziehen plündernd und prügelnd durch die Vororte der Großstädte in England. (Siehe auch “Vor dem Spiel des Jahres” vom 29.8.2012 im Tagebuch.)

Wenn also die soziologisch Uninteressierten Journalisten und die Bundesliga radikale Aussperrungen verlangen, dann bedeutet das das Ende des “Fußballs für alle”. Die Ausgesperrten sind dann zwar nicht im Stadion aber sie werden in Deine und Meine Wohnumgebung jene Unruhe hineintragen, die sie im Stadion nicht mehr ausleben können.

Und in Deutschland? Die Fankultur in Deutschland liegt der unsrigen viel näher. Der Fanblock von Rapid ist der einzige in Österreich, der sich mit jenen in Deutschland messen kann. Und die Probleme sind da wie dort sehr sehr ähnlich. Die Phase der Feuerzeugwerfer dürfte man in Deutschland schon überwunden haben, doch an anderen Fronten fühlen sich die Verhältnisse in Deutschland nicht viel anders an als hier in Österreich. Spiegel-Online vom 6.2.2017 berichtet über “Asoziales, widerliches Gewaltverhalten” beim Spiel BVB-Leipzig.

Wenn uns also Journalisten erklären wollen, dass es anderswo besser wäre, dann ist das eher ein ungeeignetes Argument.

Aussperrungsmaßnahmen erinnern an den Unterschied zwischen Gesamtschule und differenzierender Schule. Wenn ein Schüler im Gymnasium nicht entspricht – warum auch immer – gibt es mit der Hauptschule immer noch eine Schublade weiter unten, in die er abgeschoben werden kann, die wieder verschiedene Leistungsstufen kennt und wenn es dann gar nicht geht, ab in die Sonderschule. Na, und Kinder mit Beeinträchtigungen kommen in diesem Konzept überhaupt nicht vor. Genau so funktioniert Gesamtschule nicht, eine echte Herausforderung für die Schule aber mit dem großen gesellschaftlichen Vorteil, dass Schüler (und Lehrer) viel eingehender lernen, was in einer Gesellschaft alles möglich ist und man bereits als Kind lernt, mit allen diesen Facetten umzugehen.

Wie werden Rapidler sozialisiert?

Wir, auf der Osttribüne fragen uns, wie es passieren kann, dass jemand so durchdreht, dass er etwas auf Spieler wirft. Man meint, man wäre selbst ganz anders. Nun, einige Reihen vor mir steht ein Typ immer wieder auf und deutet drohend in Richtung Auswärts-Fanblock. Es wird geschimpft, die Gesten sind eindeutig. Man ist erregt, die vier Bier, die man intus hat, erleichtern es, sich etwas anders als im Alltag zu benehmen. Meine Schätzung: würde man diesen schon etwas angeheiterten Zuschauer in die Zone stellen, wo er einen Spieler treffen könnte, ich glaube er wäre mit von der Partie. Also es sind sicher nicht nur “die auf der West”; das Potenzial dazu steckt möglicherweise in allen von uns. Ob das dann ausbricht, hängt auch vom Umfeld ab, dass solche Reaktionen erschwert (wie auf der Ost, denn dort macht bei diesen aggressiven Gesten praktisch niemand mit) oder erleichtert (wie auf der West, denn dort ist die Relation genau umgekehrt, dort sind nämlich die Besonnenen eher in der Unterzahl).

Würden wir durch organisatorische Maßnahmen dafür sorgen, dass das Stadionpublikum durchmischt ist, dass es also keine Konzentration von “Grenzüberschreitern” auf den Tribünen gäbe, nichts würde je geworfen werden. Das ist ganz ähnlich wie bei der sozialen Durchmischung in Wien, die von der Gemeinde seit 100 Jahren mit großem Erfolg praktiziert wird.

Dass der Block Rapidler anzieht, das sieht man am großen Ansturm um vergleichsweise schlechte Plätze. Für einen solchen Stehplatz muss die eigene Biografie passen. Meine passt nicht.

Man muss schon einen leichten Hang zur kontrollierten Anarchie haben, wenn man sich dem Block in einer der Gruppierungen anschließt. Warum “kontrollierte Anarchie”? Meine Interpretation der Funktion dieser Gemeinschaften ist, dass hier kollektive Grenzüberschreitungen praktiziert werden, die etwas nachholen, was andere in ihrer Kindheit straffrei hinter sich gebracht haben. Die Einsicht, dass es Grenzen gibt, an die wir uns zweckmäßigerweise halten sollen, hat sich zu ihnen nicht durchgesprochen. Sie suchen daher diese Grenzen ziemlich verspätet und finden sie in der Entrüstung des Publikums beim Werfen von Feuerzeugen und Schütten von Bier. Sie suchen diese Grenzen natürlich auch anderswo, teilweise auch im Rahmen der sonstigen Abenteuer des Blocks, aber das sind alles Grenzüberschreitungen in Richtung “illegal” wie zum Beispiel Graffiti, Drogen, Alkohol, Pickerlmanie, Nazidiktion usw.

Sagt nicht, dass es nicht so ist. Hier nur zwei Beispiele:

“Gegen Alle und Jeden”

“Es muss eskalieren!”

Weiter hinten ist noch ein besonders unappetitliches Beispiel dieser Auswüchse herausgegriffen.

Solltest Du im Block stehen und meinen, dass das in Deinem Fall nicht so wäre, dann gebe ich Dir recht, allerdings nur statistisch, denn selbstverständlich passt dieses Modell durchaus nicht auf jeden, der dort steht, aber im Großen und Ganzen deuten alle Aktivitäten in diese Richtung.

Was die Feuerzeugwerfer tun, entspricht dem “Geschäftsmodell der kollektiven Grenzüberschreitungen” der Fangruppen im Block-West und wird durch die Gruppen gedeckt, ja gut geheißen. Deshalb steht man ja auch im Block. Deshalb gibt es auch seitens der Capos keinen Ordnungsruf. Schauen wir in die Zukunft, nachdem Stadionverbote und Strafen ausgesprochen worden sind. Wir können jetzt schon die Plakate sehen, die da lauten “Gegen Stadionverbote”, “Ausgesperrte mit uns” oder “Diffidati”. Und das bedeutet, dass der Block natürlich solidarisch mit den Feuerzeugwerfern ist.

Würden wir die Macht haben, die Werfer in den ersten Reihen wie durch Zauberhand zu entfernen, sie würden nahtlos durch die Nachrückenden in den hinteren Reihen ersetzt werden.

Leider kennen wir nicht allzuviele Möglichkeiten, solche Verhaltensweisen von einem Tag auf den anderen zu ändern. Auch wenn wir gar nichts tun, würde das nächste Heimspiel gegen Sturm mit einer ziemlichen Sicherheit keine solchen Probleme wie beim Derby zeigen.

Geldstrafen und Stadionverbote mögen eine gewisse abschreckende Wirkung haben aber nur, wenn die Verurteilung publikumswirksam zelebriert wird. Hinter verschlossenen Türen abgehandelt, sind solche Maßnahmen aber wenig erfolgversprechend.

Stadionsperre oder Sektorsperre

Nach den Ausschreitungen in Saloniki im August 2012 wurde Rapid von der UEFA mit einem Geisterspiel (+75.000 Euro) bestraft.

Nach dem Platzsturm beim Heimderby am 22.5.2011 hat die Bundesliga ebenfalls ein Geisterspiel verordnet, obwohl doch eindeutig zu erkennen war, dass ausschließlich Besucher aus dem Block-West dafür verantwortlich waren.

Nach dem “Skandal”-Derby vom letzten Wochenende kann man etwas Ähnliches erahnen, doch scheint mir ein Geisterspiel – so wie 2011 – wenig treffsicher, denn dass der Block eine Mitverantwortung für die Werfer hat, ist ja offensichtlich an dessen Reaktionen ablesbar.

Späte Sozialisierung

Kinder loten immer wieder ihre Grenzen aus. Und es ist die Pflicht der Eltern, ihren Kindern zu sagen, was geht und was nicht geht und auch in diesem gesellschaftlichen Kleinmodell der Familie gibt es alles das, was wir jetzt, mit etwas Verspätung in Hütteldorf erleben. Der Präsident (=die Eltern) spricht aus, dass die rote Linie überschritten wurde und dass jetzt durchgegriffen wird. Grenzen eben.

Aber warum erleben wir das gerade jetzt?

Ich schätze, dass es eine Folge der 1968er-Bewegung und der danach folgenden Phase der antiautoritären Erziehung ist. Weil die Eltern (damals als Gegenbewegung zu einer autoritären gesellschaftlichen Haltung) nicht bereit waren, ihren Kindern Grenzen aufzuzeigen, bedeutete ja nicht, dass diese die Suche nach Grenzen aufgegeben hätten, und sie suchen nach der Abnabelung vom Elternhaus nach Grenzen, die sie bis dahin nicht erlebt haben und tun das in Gemeinschaften, deren Mitglieder eine ähnliche Sozialisation erlebt haben.

Das könnten die Kondensationskeime der ersten Generation von Block-West-Stehern vor 30 Jahren gewesen sein. Wir können also das Verhalten des Blocks als eine solche späte Suche nach Grenzerfahrungen interpretieren.

Die Kinder des Blocks

Es gibt einerseits eine Zuwanderung in den Block, anderseits sorgt der Block selbst für Nachwuchs. Es vergeht fast kein Spiel, dass nicht ein Kevin oder eine Sarah willkommen geheißen wird.

Die Ultras feiern in diesem Jahr ihr dreißigstes Bestandsjahr und das erinnert uns, dass die damals halbwüchsigen Gründer heute die Elterngeneration darstellen und bereits ihre Kinder das Blockverhalten “mit der Muttermilch” mitbekommen haben. Ein Erlebnis bei Autobusfahrten hat mir das bewusst gemacht. Mutter und Sohn, beide Block-West-Steher. Der Sohn, ausgerüstet mit Unmengen an Pickerln, sorgt dafür, dass niemand die Rapid-Duftmarken an den Parkplätzen, den WC-Anlagen übersehen kann. Und die Mutter hat dazu rein gar nichts zu sagen, denn sie ist ja selbst diesem Biotop entsprungen.

Man wird sozialisiert, ob man es will oder nicht. Die Frage ist nur, durch welches Umfeld.

Wortspenden

Allein die undifferenzierten Beurteilungen der Situation bei Rapid oder gar Wortspenden unseres Gegners sind ziemlich entbehrlich. Keiner aus dem Kreis der Besserwisser kann auf irgendwelche Qualifikation in der Fanarbeit in dieser Größenordnung hinweisen. Absurd muss die Situation in der Bundesliga sein, wenn 9 Vereine, die solche Probleme nicht kennen, sich über die “Zustände” bei Rapid entrüsten.

Hans Krankl zum Beispiel meint in Österreich Rapid hat bei der Fan-Problematik viel zu lange nur zugesehen. Da ich ja alle Heimspiele und viele Auswärtsspiele besuche, weiß ich nicht, was genau da gemeint ist. In den letzten 100 Spielen wäre mir nicht aufgefallen, dass Handlungsbedarf bestanden hätte. Aber vielleicht sind es ja eher Kleinigkeiten, über die man gerne hinweg sieht, die dann aber in eskalierenden Situationen ihre indirekte Wirkung haben. Im nächsten Abschnitt wird so eine “Kleinigkeit” beschrieben.

Es sind alle aus demselben Holze geschnitzt!

Für einen Nicht-Block-Steher sind gewisse Derby-Gesänge nur schwer auszuhalten. Ginge es beim eigenen Besuch nicht darum, Rapid zu unterstützen, man müsste eigentlich aus Protest das Stadion verlassen, um diese von niemandem, weder vom Vorstand noch von der Presse  in irgendeiner Form widersprochenen, unappetitlichen Nazi-Rülpser anhören zu müssen.

Beginnen die Gäste mit “Rapid verrecke” dauert es nicht lang, dass der Block mit “Schlagt die Austria tot” antwortet.

Hier ein Auszug aus dem Buch “Wie lange dauern Tausend Jahre?” von Vera Studier, 2002:

ERSTES KAPITEL
„SCHLAGT DIE JUDEN TOT!“ Der Kurfurstendamm hallte wider von den Schreien der Männer, die mit hoch erhobenen Knüppeln vorwärtsstürmten. Der Ruf ertönte, wie von einem Echo zurückgeworfen, auch aus den Nebenstraßen, schien ganz Berlin zu erfüllen in dieser Nacht des Terrors. Seit Stunden standen die Horden bereit und hörten nun ohne Trauer, vielmehr frohlockend: der Legationsrat der Deutschen Botschaft. Emst vom Rath, in Paris von einem jüdischen Attentäter niedergestreckt, ist seinen Verletzungen erlegen. Nun war endlich die Zeit gekommen, die halbherzigen Maßnahmen zu beenden und das einzig richtige Mittel im Kampf gegen die Juden anzuwenden: Gewalt!
..SCHLAGT DIE JUDEN TOT!“ Steine ftogen in die Fenster jüdischer Läden, und das Knirschen der stampfenden Füße auf dem verstreuten Glas bildete die Begleitmusik zu den lärmenden Stimmen. Juden, die versuchten, ihr Eigentum zu verteidigen, wurden niedergeprügelt und dann gezwungen, vor den Zerstörern herzumarschieren. Ihre Gesichter zeigten die unterschiedlichsten Empfindungen: Fassungslosgkeit, Ekel, Zorn.
Und Angst.
Angst, die sie lähmte, gehorchen ließ, sie hilflos jeder Demütigung preisgab.

Hier ein Auszug aus einem Bericht der Zeitzeugin Gerda Lott “Von der Machtergreifung Hitlers bis zur Kristallnacht”:

… Juden sind der “Todfeind der arischen Menschheit” hatte Adolf Hitler in “Mein Kampf” geschrieben.
“Deutschland erwache! Juda verrecke!” rief die SA, wenn sie auf Lastkraftwagen durch die Straßen fuhr.
In unserer Straße waren alle vier Leipziger Tageszeitungen ausgehängt, vor denen sich Gruppen von Arbeitslosen versammelten, um sich über die Tagesneuigkeiten zu informieren. Lange vor der Machtübernahme war eine fünfte dazu gekommen, vor der ich aber selten Leser stehen sah. Es war der “Stürmer”, in dem Juden in Wort und Bild diffamiert wurden. Ein übles Blatt, fand ich. Nicht so der Direktor unserer Hochschule, der uns dessen Lektüre als Arbeitsmittel für das Fach “Rassenkunde” wärmstens empfahl.
Eine Episode aus der Zeit der Boykottierung jüdischer Geschäfte:
Eine der großen Schaufensterscheiben des Kaufhauses “Uri” – am ehemaligen Königsplatz zwischen Wächterstraße und Nonnenmühlgasse gelegen – war eingeworfen worden, was ich meiner Mutter aufgeregt zurief. Plötzlich drehte sich ein Zivilist in dem Menschenstrom um, versperrte mir den Weg und wies mich scharf zurecht: “Da ist eine Schaufensterpuppe umgefallen!” Ich war erschrocken, mehr aber noch verblüfft. Was für eine törichte Begründung , die keiner glaubt, dachte ich.

Es wir eindeutige Nazi-Diktion verwendet aber man sollte daraus nicht den Schluss ziehen, dass in deren Köpfen Nazi-Ideologie steckt. Ich interpretiere das als eine jener Grenzüberschreitungen, die seit Jahrzehnten praktiziert wird und die bisher niemand zuerst verboten und dann bei Nichteinhaltung sanktioniert hätte.

Ja, Tausenden kann man schwer Stadionverbot erteilen. Wenn sich dann aber eine kleine Gruppe zu Rapid II verirrt und wiederholt, was sie im Block gelernt haben, dann gibt es Sanktionen. Aber wo sind die Sanktionen gegen solche Sprüche? Nach jedem Derby! Seit Jahrzehnten!

Und man sieht an der “gerechten” Verteilung der Widerlichkeiten auf violett und grün, dass zwischen diesen Blöcken keinerlei prinzipielle Auffassungsunterschiede bestehen. Sie sind alle aus demselben Holze geschnitzt.

Pharisäer

Doppelt so viele Meldungen. Nahaufnahmen vom fliegenden Jägermeisterflascherl und vom sterbenden Schwan. Pauschalverurteilungen von Fans und Vorstand. Die Auflagen der Montagszeitungen und Seitenzahlen im Sportteil deutlich erhöht. Was könnte den Medien besseres widerfahren als ein “Skandal”-Derby.

Dem steht gegenüber, dass sich die Medienvertreter in der Pressekonferenz fast könnte man sagen als Sittenwächter aufspielen, was denn der Rapid-Vorstand nicht alles verabsäumt hätte und dass das alles ganz schrecklich sei – in Hütteldorf.

Wo waren denn die warnenden Stimmen in den letzten 27 Partien im Allianz-Stadion. Was genau konnte man da beobachten, was alles falsch gelaufen wäre? Genau nichts. Die Fankurve war – insbesondere in der sehr schwierigen Saison 2016/17 außergewöhnlich loyal gegenüber der Mannschaft und dem Verein. Nicht, dass etwas aufgefallen wäre, was einen Anlass dazu gegeben hätte, etwas verbessern zu müssen.

Und dann die Vertreter der Gastmannschaft, allen voran der Trainer: “Fink fordert Stadionsperre für Rapid”

Nun, ich behaupte, dass Fußballfans dieser Welt einander ähnlicher sind als es die unterschiedlichen Farben vermuten lassen. Fackeln hüben und drüben, unappetitliche Gesänge, Grenzüberschreitungen in allen Farbschattierungen. Ich habe nicht den Eindruck, als würden sich die Anhänger von Barcelona, Rapid, St.Pölten oder Retz prinzipiell unterscheiden. Aber die Menge macht es, wie sich Einzelne in der Masse fühlen und was sie im Schutz der Gleichgesinnten alles bereit sind zu tun. Bei Retz oder St.Pölten kann man noch nicht von “Masse” sprechen. Aber in einem 7.000-er-Block zu stehen, unterstützt durch eine ordentliche Bierunterlage, da kommen schon Kräfte auf und niemand denkt da an einen möglichen Regress im Falle einer Strafzahlung.

Was man als Amateursoziologe weiß, ist das angedrohte Strafausmaß gar nicht direkt maßgebend für eine eventuelle Unterdrückung eines Vergehens. (Die USA haben einer der höchsten Mordraten und mehr als Todesstrafe geht ja bekanntlich nicht.) Zum Zeitpunkt einer Straftat im Bierrausch oder Affekt  dürfte so ziemlich alles im Hirnkastel abgeschaltet sein, was diese Handlung verhindern könnte.

Denn das Feuerzeug wird nur im Zustand der Empfindung der eigenen Mächtigkeit geworfen, weil man meint, man wäre die 7000 und nicht ein Einzelner. Um viel weniger mutig und reuig klingt das Interview der Flitzer vor der Kamera, wenn sie des kollektiven Rückenwinds der Masse beraubt sind. Fragt einmal einen der Werfer allein in einem Gespräch. Nie würde er werfen, im Block tut er es aber schon.

Das Versäumnis der Capos

Unser Präsident hat den während der Spielunterbrechung weitersingenden Block, der in keiner Weise auf die Ermahnungen von Andy Marek reagiert hat, in Schutz genommen. Es mag sein, dass der kontextlose Gesang der Ultra-Idelogie das so fordert. Man geht ja auch während dem Spiel in keiner Weise auf das Geschehen ein, es sei denn, dass man den “Ausgleich” nach einem Gegentor fordert. Wollte man mit dem Weitersingen andeuten, dass die Werfer ja gar nicht zum Block gehören? Ein Lied ist ja irgendwann zu Ende. Hätte man nicht durch einen Aufruf mit dem Megafon, den Werfern Einhalt gebieten können?

Nein, man hätte nicht! Und zwar deshalb, weil eben Grenzübertretungen aller Art – und dazu gehört eben auch der Feuerzeugwurf – zum Repertoire der “schützenswerten Verhaltensweisen” des Blocks gehören. Man übertritt und dann beschimpft man diejenigen, die sich nicht mehr anderswie als durch Sanktionen zu helfen wissen. Die von Trainer Djuricin geforderte “Selbstreinigung” kann bei kooperativen Gruppen (wie zum Beispiel einer Schulklasse) funktionieren, in einer Gemeinschaft, die ihr Zusammengehörigkeitsgefühl aus dem Sich-Reiben an den Normen der Gesellschaft bezieht, kann man das nicht erwarten.

Im Gegenteil erwartet die Gemeinschaft des Blocks (unausgesprochen) von den anderen Stadionbesuchern und auch von der Vereinsführung Duldung aller ihrer Eskapaden als Gegenleistung zu den durchaus beachtlichen Aufwendungen des Supports und ihres ebenso beachtlichen sozialen Engagements.

Bestrafung

Die Feuerzeugwerfer zeigen uns, dass im Fußball Rechtssprechung weiter geht als in der Welt außerhalb. Ja, der Werfer ist schuld, schließlich kann er ja nicht leugnen, geworfen zu haben. Aber auch der Block ist schuld, denn er toleriert und begünstigt sogar unangepasstes Verhalten, es ist ja sein “Geschäftsmodell”.

Man kann durchaus vermuten, dass eine absichtlichen Durchmischung des Publikums statt der gegebenen kastenartigen Aufteilung solche Handlungen verhindern würde.

Die Rechtssprechung kann von den Verhältnissen in einem Stadion aber auch lernen, weil man bei genau solchen Vorfällen sowohl von der Schuld eines Einzelnen als auch von der Verantwortung der Gruppe sprechen kann und daher beide, den Werfer und die Gruppe bestrafen kann und soll.

Genau das findet aber in der sonstigen Rechtssprechung nicht statt. Verurteilt werden Einzeltäter aber man weiß, dass der Schuldanteil ihres sozialen Umfeldes ebenso gegeben ist, aber das ist nicht bestrafbar. Fast hat man den Eindruck, als sollten Maßnahmen für den Strafvollzug und Maßnahmen für die Beseitigung sozialer Sümpfe aus demselben Geldbeutel finanziert werden müssen, um eine Balance zwischen diesen zusammenhängenden Gebieten zu erreichen.

Ein Dokument, das diese Mitschuld der Gesellschaft in beeindruckender Weise zeigt, ist die Verteidigungsrede des Räuberhauptmanns Grasel, nachzulesen in der Speisekarte der Graselwirtin am Rande des Waldviertels, kurz von Horn:

“Hätte mich damals die Herrschaft zu einem rechtschaffenen Manne in die Erziehung gegeben, der mir etwas hätte lernen lassen, so wär ich in mein gegenwärtiges Unglück nicht gekommen, denn ich hätte des böse Beyspiel meines Vaters, meiner anderen Anverwandten und Kameraden nicht gesehen; so aber bin ich ganz in meiner Erziehung vernachlässigt worden, denn mein Vetter in Serowitz war nicht im Stande, mir irgendeinen Unterricht in der Religion, im Lesen. Schreiben und dergleichen zu ertheilen, sondern ich musste mit ihm und seiner Mehm betteln herumgehn, so wie ich dieses mit meiner Mutter that” Johann Georg Grasel bei seinem Verhör am 20 2 1816

Aus diesem Grunde der kollektiven Mitverantwortung einer Gruppe ist eine Bestrafung der Werfer aber auch der Gruppe anzuraten.

Was hätte man besser machen können?

Wenn wir das Gesellschaft-Eltern-Kind-Modell als Bundesliga-Verein-Fanblock abbilden, dann haben die Eltern nach den ersten Feuerzeugwürfen im ersten Heimderby nach dem Laissez-Faire-Prinzip gehandelt und eine Strafe der Gesellschaft für das Vergehen der Kinder hingenommen und die Kinder in keiner Weise an dem Problem beteiligt.

Stellt Euch vor, Rapid hätte damals für das nächste Spiel gegen Sturm eine Sperre des Block verfügt – also ganz ohne Zutun der Bundesliga. Die Kosten wären überschaubar gewesen, die “Kinder” hätten geschmollt, vielleicht bei den folgenden Spielen die Choreografie ausgesetzt, aber es wäre ein Lernprozess eingeleitet worden.

Das ist aber nicht geschehen, und je mehr Zeit ohne Reaktion vergeht, desto schmerzlicher der Lernprozess – für beide, für Verein und Block und eventuell sogar für Unbeteiligte wie die Ost-, Nord und Westtribüne.

Rapid-Austria

1:1 (0:0)

Wenn die Spieler so nervös waren wie wir Zuschauer nach fast zweimonatiger Spielpause, kann man vielleicht verstehen, warum wir eine insgesamt schwache erste Halbzeit gesehen haben. Dass  dann noch Stefan Schwab vor der Pause verletzt vom Platz musste, ließ schon das Schlimmste für den Spielausgang befürchten. Aber der eingewechselte Thanos Petsos hat seine Sache gut gemacht. 

In der Pause sehnten wir uns nach einem Tor, damit sich das Spiel belebt. Genau so war es dann auch. Aber so haben wir uns das natürlich nicht vorgestellt. Wir dachten eher an ein Führungstor von Rapid. Doch durch einen unkontrollierten Abpraller landete der Ball ziemlich zufällig von der Füßen von Monschein. Es war, als ob Rapid erwacht wäre. Der Ausgleich gelang postwendend durch Ljubicic und im Schlussteil des Spiels hatte Rapid noch drei tolle Chancen von Schobesberger, Joelinton und Petsos,  die aber keine Punkte bringen und bestenfalls Hoffnung geben, dass es irgendwann doch klappen könnte; mit einem Heimsieg gegen die Austria.

Mit dem Ergebnis kann Rapid besser leben und liegt weiterhin 8 Punkte vor der Austria, die vom LASK überholt wurde und nunmehr auf Platz 6 abrutscht. 

Feine Choreografie

Eine tolle zweiteilige Choreografie des Block-West leitete das Spiel ein. 

Die Spruchbänder waren für das Publikum uninteressant bis unverständlich.

Das Jubiläumsjahr der Ultras beginnt, denn das Vorsängerpodest ziert bereits ein Transparent “30 Jahre Ultras Rapid”.

Provokateure, zu Gast in Hütteldorf

Ich erinnere mich an das Spiel gegen den LASK in Pasching, als ebenfalls Feuerzeuge gegen unseren Tormann geworfen wurden, er diese seelenruhig aufgehoben und aus dem Spielfeld befördert hat. Es fand keine weitere Erwähnung in der Presse. 

Warum das bei Spielen gegen die Austria so nicht funktioniert, liegt wahrscheinlich auch an den acht Punkten Abstand und dem damit verbundenen Druck. Wäre es umgekehrt, könnte man vielleicht mit einer gewissen Großzügigkeit des Stärkeren über diese Kleinigkeiten hinwegsehen. So aber muss man alle Möglichkeiten nutzen, um eventuell zu einem unerwarteten Punktgewinn zu kommen. Dazu gesellt sich die Persönlichkeit des Raphael Holzhauser die für solche Szenen wie geschaffen ist. Daher setzte sich der Arbeitsstil des R.H. in bereits vom letzten Heimderby bekannter Weise fort. 

Ecke 1: 193 cm groß, 88 kg schwer, gerade frisch von ein-monatigen Training topfit zurückgekehrt; dieser Riese geht nach einer Berührung mit einem Feuerzeug zu Boden wie nach einem Haken von Mohamed Ali

Ecke 2: Ein Becher landet am Spielfeld, gar nicht von der “bösen” Süd- sondern von der “guten” Ost-Tribüne. Der Schiedsrichter sieht den Becher zuerst gar nicht. Statt ihn einfach in Out zu kicken, wird auf den schrecklichen Gegenstand am Spielfeld hingewiesen, worauf das Spiel unterbrochen wird. 

Kein anderer Violetter macht ein solches Theater, bei keinem anderen Violetten gibt es solche Probleme. Nach dem kommenden Auswärtssieg von Rapid im Happel-Stadion am 15.4.2018 wird die Zeit das Holzhauser-Problem gelöst haben. 

Natürlich haben alle diese Gegenstände nichts am Spielfeld verloren. Ich erinnere mich an die damals mit Ottakringer-Sonnenschirmen abgefangenen Bierduschen in der Nord-West-Ecke des Hanappi-Stadions. Neu ist das nicht, gescheit ist es nicht. Aber man hat es sich noch nicht abgewöhnt. Von den vielen Möglichkeiten zu lernen, wählen die Unbelehrbaren den beschwerlichsten Weg, den, der Sanktionen nach sich zieht, weil dem Verein dazu leider nichts anders einfällt, weil die Appelle ungehört zu verhallen scheinen. Einen Plärrer aus dem Megafon des Vorsängers habe ich auch vermisst. Wie unkooperativ der Block in seinen Gesängen verharrt ist und auf die Ermahnungen von Andy Marek nicht reagiert hat, deutet fast auf eine Art Machtkampf hin. Vielleicht eine kreativ-destruktives Verhalten zu emotionalen Dekoration des 30-Jahr-Jubiläums?

Quoten

Wenn sich unsere Erwartungshaltung in den Quoten der Buchmacher niederschlägt, dann ist es weiter nicht verwunderlich, wenn wir das Stadion enttäuscht verlassen. 1,45 : 4,00 : 6,00 lautete die Prognose.

Mit etwas mehr Realismus, wäre die Enttäuschung nicht gar so groß.

Bei diesem Spiel wäre auch jeder andere Ausgang möglich gewesen   , vom Abbruch und daher klarem Sieg für die Austria, bis zu einem klaren Sieg für Rapid, denn das Gegentor war wegen des für alle Beteiligten nicht vorhersagbaren Querschlägers nicht zu verteidigen. Und wenn nur eine dieser drei Großchancen verwertet worden wäre…

Fußball ist ein Hätti-Wari-Spiel. 

Links

Rapid möge gewinnen

Vor dem Spiel

Bei Rapid ist es vielleicht so ähnlich wie bei Dortmund, nur in kleinerem Rahmen. Ein vergleichsweise großer Verein bringt seine PS nicht so ganz auf den Rasen. Die beiden letzten Derby-Siege waren zwar wohltuend, aber man hat nicht immer so viel Glück.

Wenn jemand  – wie die Austria – in der ständigen Position des Zweiten ist (und das ist sie auch dann, wenn sie einmal ein Derby gewinnt), dann muss er versuchen, mit unorthodoxen Mitteln zum Erfolg zu kommen. Und die Austria macht genau das, sie provoziert. Egal, ob es die Rekordmeister-Debatte ist oder die Spielchen von Raphael Holzhauser. In dieser Hinsicht haben sich die Austrianer enorm „verstärkt“ und mit Stangl einen zweiten Provokateur geholt. Stangl hat in einem Interview gesagt, die 24.000 Zuschauer würden nur wegen ihm kommen. Nicht, dass er das ganz ernst gemeint hätte, aber wenn man im Hintertreffen ist, muss man eben versuchen, auf anderen Ebenen zu punkten.

Wir waren beim Stammtisch und unser Kapitän hat sich sehr gelassen gegeben. Mein Eindruck ist, dass man bei Rapid sehr großen Wert auf den Charakter der Spieler legt. In ihnen liegt auch ein großes gesamtheitliches Erziehungspotenzial für die Anhänger. (Insofern sind Ausrutscher wie die Aktion von Dejan Ljubicic besonders unerwünscht.)

Fanblöcke

Wenn ich die beiden Fanblöcke charakterisieren sollte, dann fällt mit dazu folgendes ein: der Rapid-Fanblock wirkt auf die eigenen Fans anziehend, der Austria-Fanblock auf die eigenen Fans abstoßend. Der Grund für die Akzeptanz bei Rapid dürfte die unpolitische Grundtendenz sein, die Ablehnung bei der Austria die Präsenz extremer Ideologien. Eine unmittelbare Folge ist, dass sich durchschnittliche Austria-Anhänger nicht in den Auswärtsblock stellen und dieser daher peinlich leer ist und man den Eindruck hat, als müssten diese Fans 1000 Kilometer anreisen.

Warum ist das so? Grundsätzlich wollen ja alle Gruppierungen wachsen, also auch ein Fanblock. Bei Rapid hat man nach ziemlich extremen Anfängen erkannt, dass Politik im Block nichts verloren hat, will man nicht von extremen Gruppen vereinnahmt werden. Vielleicht hat sich sogar aus den Versuchen des rechtsextremen Gottfried Küssel in den 1980er Jahren, den Rapid-Fanblock zu dominieren, auch die Ultras-Bewegung gebildet, die diesem Versuch entgegengetreten ist. Genau das dürfte bei der Austria nie gelungen sein.

Vielleicht hat aber die Zusammensetzung des Austria-Fanblocks den historischen Grund, dass die Austria – wie im folgenden Wirtschaftsvergleich gezeigt wird – mehr Sponsoren hat, obwohl diesen Sponsoren nicht annähernd jene Öffentlichkeit geboten wird wie sie bei Rapid gegeben ist. Diese bessere Vernetzung der Austria mit der Wirtschaft dürfte in die Anfänge des Vereins (damals im wohlhabenden Hietzing beheimatet) zurückreichen und wurde in der Zeit von Joschi Walter in den 1960er Jahren vertieft, mehr als das damals bei Rapid der Fall gewesen sein dürfte. 

Dieser historische Vorteil des besseren wirtschaftlichen Standing hat dann möglicherweise den ebenso historisch gewachsenen Nebeneffekt als Nachteil, dass es dem Verein nicht notwendig war, sich besonders um Fans kümmern zu müssen, denn das Geld war da, auch ohne Fans. Für diese Sichtweise spricht, dass die Austria kein wirklicher Anhängerverein ist, weil nur eine kleine Gruppe von etwa 300 Personen tatsächlich stimmberechtigt ist. (Siehe Wikipedia-Eintrag FK Austria Wien, Abschnitt Vereinsstruktur).

Druck liegt auf der Austria

DerStandard, 2.2. Fredy Bickel: “Sollte es schiefgehen, würden wir nicht daran zerbrechen. Richtungsweisend ist sie für die Austria, die hat den Druck.”

Kadervergleich

  Austria Rapid
Marktwert
nach Transfermarkt
27 Mio 25 Mio

Marktwerte >= 2 Mio

4,00 Louis Schaub
3,00 Raphael Holzhauser
2,50 Philipp Schobesberger
2,25 Felipe Pirez
2,25 Lucas Venuto
2,00 Stefan Schwab
2,00 Alexander Grünwald
2,00 Domink Prokop

Wirtschaftsvergleich

DerStandard vom 30. 1. titelt, “Rapid hat die Mitglieder, Austria die Sponsoren”. Auch so eine Vereinfachung. Wenn man die im Artikel angegebenen Wirtschaftszahlen etwas anders darstellt, hat man den Eindruck, als würde beim Derby ein David gegen Goliath auftreten. Beim Sponsoring liegt die Austria zwar um 20% voran, aber bei den Mitgliederzahlen übertrifft Rapid die Austria mit 520%, bei den Einnahmen sogar um 614%,

  Austria Rapid      
Gewinn 0,16 2,3   Millionen 1.338%
Eigenkapital 1,4 12,5   Millionen 793%
Mbeiträge 0,21 1,5   Millionen 614%
Mitglieder 2.500 15.500     520%
Umsatz 32 42   Millionen 31%
Mitarbeiter 140 150     7%
Sponsoring 12 10   Millionen -20%

Nüchterner betrachtet, ist es aber so, dass man Rapid mit der bereits zweiten Saison im neuen Stadion mit einer Austria mit Baustelle vergleicht. Daher kommen also die meisten der riesigen Unterschiede und es wird interessant sein, diese Zahlen in zwei Jahren wieder zu vergleichen.

Ein alternativer Titel wäre gewesen: “Austria, ein erfolgreicher Verein ohne Zuschauer”. Es dürfte an der Zeit der letzten 50 Jahre liegen, wahrscheinlich aber noch weiter zurück reichen, dass unser Stadtrivale beste Beziehungen zur Wirtschaft hat und von dort Gelder lukriert, die nicht unbedingt ihren Gegenwert in einem Werbeeffekt suchen. Auch der unterstützende Bürgermeister ist eine nicht unerhebliche Hilfe. Aus diesen Gründen erscheint es der dortigen Vereinsführung nicht das wichtigste, viele Anhänger zu haben, denn Geld gibt es genug, auch ohne Zuschauer. 

Zuschauer bringen Geld, nicht umgekehrt

Wenn ich das Phänomen “Fußball” bisher richtig verstanden habe, sind Zuschauer das wichtigste Element beim Fußball überhaupt, nicht das Ergebnis oder das Geld. Das Geld wir durch das Interesse, also durch das Einschalten des Fernsehers, durch den Stadionbesuch und eine gewisse Opferbereitschaft generiert. Fußball, der die Massen in seinen Bann zieht! Das ist es. Egal, ob mit oder ohne Geld in der Vereinskasse. Fußball ist erfolgreich, wenn er den Wettbewerb mit den vielen anderen Freizeitbeschäftigungen für sich entscheidet und die Menschen in das Stadion oder wenigstens vor den Fernseher bringt. Und genau dabei kann er seine Botschaften an das Publikum aussenden, die da lauten: Fairness, Respekt, Toleranz, Religionsneutralität, Antirassismus, Kameradschaft. Diese Botschaften werden durch Teile des Publikums nicht in dieser Form gelebt aber irgendwie gilt: “Steter Tropfen höhlt den Stein”

Ohne Publikum ergibt Fußball keinen Sinn.

“Die Wahrheit liegt am Platz”

Aber das alles ist Theorie, denn “die Wahrheit liegt am Platz” (Otto Rehhagel) und diese Wahrheit wird morgen am Spielfeld ausgehandelt. 

Vergessen sind die wirtschaftlichen und historischen Unterschiede, es kämpfen elf Grün-Weiße gegen elf Violette und Journalisten neigen zur Präambel: “der Bessere möge gewinnen”. Aber so sehen wir das natürlich nicht, denn es gilt natürlich: “Rapid möge gewinnen”.

Pressemeldungen

Wenn Du die Pressemeldungen im Vorfeld des Derbys zusammengefasst haben willst, hier bitte als Link mit einem Kurztext:

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Rapid-Viertelstunde vom 2.2.

  • Zum Video
  • Vorschau auf das 325. Wiener Derby
  • Rapidler räumen Auszeichnungen ab
  • Die SK Rapid Fantour
  • Das Jahrhundertderby
  • Thomas Hickersberger im Interview  

Mit Gogo und Schneckerl…

… zu Gast in der Rekordmeisterbar.

Zwei sehr authentische Persönlichkeiten mit einem Traumjob in einem partnerschaftlichen, fast kameradschaftlichen Verhältnis. Warum wir gerade diese beiden Rapidler eingeladen haben, kann man so deuten: beide kamen nicht als “Die Superstars”, die man gezielt ausgesucht hat, aber beide haben sich als ein Glücksgriff erwiesen, der eine als Spieler, der andere als Trainer.

Stephan Auer

“Schneckerl” spielte in dieser Saison in 2 von 3 Cupspielen und in 18 von 19 Ligaspielen. Nur der Kapitän hatte um zwei Einsätze mehr. Das ist kein Zufall, das beruht auf einer Top-Leistung und auf gegenseitiger Wertschätzung. Stephans Marktwert kletterte von 450.000 in den beiden letzten Saisonen auf nunmehr 600.000. Auf Stephans konstante Leistung kann sich sein Trainer verlassen. Bemerkenswert ist auch die schnörkellose Laufbahn von Stephan: Schwechat -> Admira -> Rapid.

Goran Djuricin

“Gogo”, unser Trainer, ist durch eine Verkettung von Zufällen – wie so oft im Leben – im Wettstreit um den begehrtesten Trainerposten in Österreich aus einer praktisch chancenlosen  Ausgangssituation als Trainer in Ebreichsdorf durch einen Achtungserfolg gegen Altach im Cup zuerst zum Co-Trainer bei Rapid an der Seite des von ihm besiegten Damir Canadi aufgestiegen und nicht zuletzt durch die kostenintensive Pleitensaison 2016/17 zuerst als Interimstrainer und danach auch als Cheftrainer eingesetzt worden.

Das Ergebnis nach einer halben Saison kann sich sehen lassen. Rapid erspielte unter Gogos Leitung 1,85 Punkte pro Spiel, einen Wert, den keiner der Trainer der letzten 20 Jahre erreicht hat. (Eine Ausnahme bildete Heribert Weber, der mit genau diesem Punkteschnitt, nämlich 1,84 und auf dem dritten Platz liegend gehen musste; auch so ein Fußball-Rätsel im Rückblick.) Dass dieser Wert 1,85 nicht zur Tabellenführung gereicht hat, liegt daran, dass die beiden führenden Teams außergewöhnlich viele Siege eingefahren haben, etwas, was nicht unbedingt in dieser Tonart weitergehen muss. Hier der Punktevergleich der Trainer der letzten 20 Jahre:

Trainer von bis Spiele
 S
Punkte pro Spiel
Barisic Z. 2013 2016 151 77 36 38 1,77
Barisic Z. 2011 2011 10 4 2 4 1,4
Büskens M. 2016 2016 25 11 8 6 1,64
Canadi D. 2016 2017 17 3 6 8 0,88
Djuricin G. 2017 2017 33 18 7 8 1,85
Dokupil E. 1994 1998 173 89 39 45 1,77
Dokupil E. 2000 2001 51 25 14 12 1,75
Hickersberger J. 2002 2005 154 70 38 46 1,61
Krankl H. 1989 1992 131 68 24 39 1,74
Matthäus L. 2001 2002 32 9 9 14 1,13
Pacult P. 2006 2011 210 109 48 53 1,79
Persidis P. 2001 2001 6 2 1 3 1,17
Schöttel P. 2011 2013 82 37 21 24 1,61
Weber H. 1998 2000 98 53 21 24 1,84
Zellhofer G. 2006 2006 23 7 4 12 1,09

Ich finde, dass dieser Umstand den meisten Zuschauern und vielleicht sogar den Akteuren verborgen geblieben ist. Natürlich kann man ins Treffen führen, dass wir erst auf 33 Spiele zurückblicken. Da wir aber voller Zuversicht das kommende Frühjahr erwarten, könnte sich dieser Punkteschnitt – wenn die Zuversicht keine falsche war – ja sogar noch verbessern.

Noch ein Detail ist interessant, dass nämlich Gogo mit Ebreichsdorf sogar 2,1 Punkte in vier Saisonen erzielt hat. Wenn also Damir Canadi etwas Gutes für Rapid getan hat (denn an der Punktefront lag er an allerletzter Stelle aller Trainer), dann ist es seine strategisch richtige Entscheidung, Gogo als Trainer ins Boot zu holen, denn Gogo war bisher eine Erfolgsgeschichte für Rapid. 

Interview mit Schneckerl und Gogo:

  Goran Stephan
Leistung Mit 1,85 Punkten pro Spiel (Ebreichsdorf 2,1) besser als alle unmittelbaren Vorgänger (siehe Tabelle oben) 18 Einsätze, nur Kapitän Schwab und Richard Strebinger haben 19. (In den vorigen Saisonen 18 bzw. 19  insgesamt). Universellst einsetzbarer Spieler.
Geburtsort Wien (Abstammung Kroatien 2. Generation), 11 ! Geschwister Wien (Urwiener)
Geburtsdatum 16.10.1974 (43) 11.01.1991 (27)
Haarfarbe braun brünett
Familienstand verheiratet in einer Beziehung
Kinder 2 Kinder  
Wohnort Wien 22 Wien 23
Hobbies Radfahren verschiedene Sportarten
Lieblingsspeise Mediteran Wiener Küche
Lieblingsmusik FM4, Balkan-Stil Charts, R&B (Rythm & Blues)
Handy iPhone iPnone
Computerspiel  keine Zeit Playstation
Automarke VW (Kamper) Mercedes
Anfahrt zum Stadion mit dem Auto mit dem Auto
Familie beim Spiel dabei? immer  immer
Alternativberuf 17 Jahre Pensionsversicherung, derzeit ruhend Abschluss der Admira-Akademie mit Matura. Ab 30 ein Studium der Wirtschaftswissenschaften geplant.
Stationen PSV-Wien, Rapid-Jugend, Austria, Steyr, Würnitz, St. Andrä Wördern, Kapellerfeld, Donau. Karriereende 2007 (33). Als Trainer Rapid U19, Pasching, Donau, Parndorf, Österreich U20, U18, U19, Favoriten, Mannsdorf, Österreich U20, Neuaigen, Ebreichsdorf (4 Jahre) Rapid (2017) Schwechat, Admira II, Rapid (2015)
Beste Freunde im Team   Louis (Zimmerkollege), Schwab, Dibon (also alle ehemaligen Admiraner)
Vertragsende 30.6.2018 30.6.2020
Marktwert   600.000

Die Ausgeglichenheit, die Spieler und Trainer ausstrahlen, sollte uns zuversichtlich stimmen.

vlnr.: Gogo, Arnold, Florian, Franz, Christian, Stephan

Ablauf vor einem Heimspiel um 18:30

Die Antwort auf die Frage, was denn Spieler vor einem Heimspiel tun, stellte sich als ziemlich kompliziert heraus und ich habe mir sicher auch nicht alles gemerkt.

  • Treffpunkt beim Stadion
  • Fahrt ins Hotel Mauerbach
  • Auflockerungstraining
  • Entspannung
  • Mittagessen
  • Schlafen
  • Spaziergang
  • Besprechung (Erst hier wird die letzte Entscheidung über Spiel oder Bank getroffen)
  • Abfahrt ins Stadion
  • Massage/Kraftkammer
  • Aufwärmen
  • Spiel

Wer schließlich zum Einsatz kommt, wird erst bei der Besprechung am Nachmittag bekannt gegeben. (Der Trainer hat angemerkt, dass schlaue Spieler das aber auch dann schon vorher wissen, weil sie es an den vorangegangenen Trainingstagen aus dem konkreten Trainingsplan geschlossen haben, auch wenn es nicht explizit gesagt wurde.)

Bei Spielen, die am Nachmittag stattfinden, also so wie das Derby, ist dieser Ablauf nicht einzuhalten und daher haben die Spieler die Aufgabe, diese Abfolge zu Hause zu absolvieren. Man trifft sich dann ca. 90 Minuten vor Spielbeginn im Stadion.

Anlass

Es bleibt schließlich die Frage, was denn der Anlass für dieses ungewöhnliche Treffen war.

Ihr wisst, dass es bei den verschiedensten Veranstaltungen immer wieder eine Gelegenheit gibt, solche privaten Treffen zu ersteigern, und genau das haben wir getan. Die Kosten für das Abendessen haben wir selbst übernommen und bedanken uns für den Besuch !

Wir haben auch nicht vergessen, bei unseren Gästen auf unsere gemeinsame Herkunft, den “Klub der Freunde des S.C. Rapid” hinzuweisen. Bei dessen Mitgliederversammlung am 26.2. haben wir wieder die Gelegenheit, mit dem Trainer zusammenzutreffen und vielleicht kann er uns dann sagen, ob ihm die Bonboniere von der Kurkonditorei Oberlaa (aus dem 10., dem besten Wiener Bezirk!) auch geschmeckt hat, die wir als Geschenk mitgebracht haben. Gogo meinte, dass die Donaustadt, also Transdanubien der beste Bezirk wäre. So kann man sich irren!

Grünzeug-590

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951)
46. JAHRGANG/JÄNNER 2018/Nr.590/Versand 29.1.2018

Unsere nächste MITGLIEDERVERSAMMLUNG findet am
MONTAG, dem 26. FEBRUAR 2018, um 19 Uhr statt.

Eingeladen haben wir diesmal die Herren

  • Fredy BICKEL (GF Sport des SK Rapid),
  • Goran DJURICIN (Cheftrainer des SK Rapid) und
  • Thomas HICKERSBERGER (Co-Trainer des SK Rapid).

 

Einlass um 18.30, Gäste herzlich willkommen! Wir ersuchen um zahlreichen Besuch! 

ALTES, ABER WAHRES WIENERLIED: „NUA A GÖHD, NUA A GÖHD…

… is des Häxte auf da Wöhd. Waumma’s aa ned fressn kau, umso leichta bringt ma’s au!“ Sehr richtig, in unserem speziellen Fall zum Beispiel für Klublokalmiete, Heizung, „Grünzeug“- Versand und, und, und den Nachwuchs des SK Rapid. Daher erstens: Um all diesen finanziellen Verpflichtungen trotz, gelinde gesagt, stagnierender Mitgliederzahl auch weiterhin nachkommen zu können, ersuchen wir hiemit alle am Fortbestand unseres uralten Anhängervereins Interessierte um Beachtung des dieser Nummer beiliegenden Zahlscheins bzw. um möglichst umgehende Begleichung ihres Mitgliedsbeitrags plus etwaigem Rückstand. Für Ihre Klubtreue bedankt sich neben dem Kassier der gesamte Vorstand!

Zweitens: Danke außerdem auch für Ihre bereits bisherige bzw. noch folgende Teilnahme an unserer 41. Aktion „Weihnachtsfeier für den Nachwuchs“! Dafür nehmen wir natürlich weiterhin Spenden in beliebiger Höhe entgegen, die selbstverständlich bis auf den letzten Cent an die SCR-Jugend weitergeleitet werden. Fehlende Zahlscheine fordern Sie bitte bei uns an (siehe Impressum). Die Liste mit den Namen sämtlicher Spender(innen) erscheint voraussichtlich in der April-Nummer.

HERBST 2017: FAMOS IN DER FREMDE, ABER ALLIANZ-ALLERGIE

Ob mit Star-Protagonisten wie Krankl, Savicevic und auch schon Steffen Hofmann oder unter den Meistermachem Baric, Hickersberger und Pacult — seit die oberste österreichische Spielklasse „Bundesliga“ heißt, und das ist bereits seit 1974/75 der Fall, hat Rapid noch nie mit so vielen Auswärts-Punkten wie heuer überwintert (unter Berücksichtigung der Drei-Punkte-Regel, versteht sich). Und das unter einem Cheftrainer, den noch vor anderthalb Jahren nur Regionalliga-Freaks kannten, und mit einer Mannschaft, die nicht nur von Nichtsympathisanten bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit durch den Kakao gezogen wurde („Eiergoalie, kein torgefährlicher Stürmer, Krise, Krise, Krise“ usw. usf. blablabla). Trotzdem kann sich diese famose Bilanz in fremden Stadien sehen lassen: 10 Spiele, 5 Siege, 4 Unentschieden, 1 Niederlage (in der Südstadt, siehe unten), 19 Punkte, 18:9

Tore

Überhaupt eroberte Rapid in ihrer BL-Historie bis zur Winterpause nur ein einziges Mal (2014) auswärts mehr Zähler als daheim, damals waren es aber nur 15 aus zehn Partien.

Auch wenn den Grün-Weißen das Happel-Stadion, die Stätte zweier Derbysiege binnen vier Tagen (was seit der Gründung der Austria noch nie da war), nicht wirklich fremd ist, muss positiv herausgestrichen werden, dass sie nicht einmal zur „Halbzeit“ ihrer BL-Meisterjahre (1982, 1983, 1987, 1988, 1996, 2005, 2008) auswärts so erfolgreich waren wie heuer.

Wie aber schaute das daheim, in diesem tollen Stadion und mit diesem überragenden Anhang im Rücken, aus? 10 Spiele, 4 Siege, 3 Unentschieden, 3 Niederlagen, 15 Punkte, 17:15 Tore- das mutet vergleichsweise ziemlich besch..eiden an.

Und da gibt es noch diese Admira mit einer durch regelmäßige Abgänge scheinbar geschwächten Truppe, die sicher nicht besser ist als die Rapids, und mit einem Stadion, in das sich zu sämtlichen Heimspielen kaum mehr als zu einem einzigen des SCR verirrten. Trotzdem gewannen die geradezu bewundernswerten Burschen des urigen Emst Baumeister sieben ihrer zehn Heimspiele (eines davon gegen Rapid) und verloren lediglich eines, was bei 21:10 Toren sensationelle 23 Zähler ergab. Ist die Unterstützung durch die Fans also wirklich sooo wichtig?

Vielleicht gibt es für die Hütteldorfer Heimschwäche nur eine medizinische Erklärung: Die Mannschaft reagiert auf das volle Allianz-Stadion womöglich noch allergischer als der (im Süden angesiedelte) Block West auf diesen Namen der Arena. Was wäre da zu machen? Eine neuerliche Abrissparty ist bestimmt kein Thema, eine Verlegung sämtlicher Matches in irgendein fernab von Hütteidorf liegendes Stadion ebenfalls nicht. Also warten und darauf hoffen, dass sich vielleicht ja schon im Frühjahr alles ändert! Aber nur das mit den Heimspielen, bitte sehr!

Ein P.S. zu Rapids eher magerer Heimbilanz: Als Richard Strebinger am 21.8.2017 unser Gast war, verneinte er die Frage, ob sich der Erwartungsdruck durch die vielen, nach Erfolgen lechzenden Anhänger für die Mannschaft nicht zu hoch wäre. Ob das aber auch stimmte, bleibe dahingestellt…

tipico-Tabelle zur Winterpause

1.Sturm 20/44 (39:24)
2.Salzburg 20/43 (40:14).
3.Rapid 20/34 (35:24)

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, 16.RUNDE (26.11.): SALZBURG (H) 2:3 (1:1)

In Minute 7 riss Miranda alleine auf weiter Flur den ihm enteilenden Schobesberger nieder, sah aber nur „Gelb“. Schade, denn wir hätten gerne gesehen, ob die Bullen ihre unbestreitbaren Vorzüge, speziell im unangenehmen Pressing auf dem gesamten Feld, zu zehnt auch so überzeugend hätten ausspielen können, wie sie es gegen die niemals aufsteckenden Rapidler nun taten. Der SCR leistete sich rund um den Pausenpfiff (mit dem der „unbesiegbare“ Torschütze Ljubicic mit Gehirnerschütterung w.o. geben musste) einen bedauerlichen Blackout, der letztendlich die Entscheidung in diesem tempogeladenen, hochbrisanten Topspiel bedeutete. Leider gelang Kvilitaia das vermeintliche 3:3 nicht per Kopf, sondern nur mi der „Hand Giorgis“ (81.).

SCR: Strebinger; Auer, M.Hofmann, Galvao, Bolingoli; Ljubicic (46.Petsos), Schwab; Murg, Joelinton (67.Kvilitaia), Keles (56.Schaub); Schobesberger.– Tore: Ljubicic (28.), Kvilitaia (76.); Hwang (45./+2), Ulmer (46.), Yabo (51.).Gelbe Karten: M.Hofmann, Galvao, Auer, Joelinton, Kvilitaia; Miranda, X.Schlager, Hwang, Ulmer.- Allianz-Stadion, Hameter, 25.300.

BL, 17.RUNDE (30.11.): ALT ACH (H) 1:2 (0:0)

Heimvorteil im schönsten und bestbesuchten Stadion Österreichs? Schon wieder nicht, auch nicht gegen die biedere Altacher Maurerpartie. Viele Ausfälle (Auer und M.Hofmann gelbgesperrt, Schobesberger, Veton Berisha und Ljubicic verletzt)? Der Kader ist doch groß und stark. Drückende Überlegenheit, besonders vor der Pause? Ja, aber fast alle Topchancen wurden wieder einmal verhaut. Rapid-Viertelstunde? Geschichte. Berechtigte Elfmeter und Ausschlüsse? Dazu Djuricin ergrimmt: „Unsere Chancenverwertung war wieder einmal katastrophal, wir sind selbst schuld.“ Das alles an Emst Happels 92. Geburtstag und vor den Augen seiner Enkelin. Hoffentlich hat da das werdende Leben in ihr keinen pränatalen Schaden genommen!

SCR: Strebinger; Pavelic, Sonnleitner, Galvao, Bolingoli; Petsos, Schwab; Schaub, Joelinton, Murg (90.Szanto); Kvilitaia (84.St.Hofmann).- Tore: Schaub (72.); Aigner (76., Elfer, 90./+1, Elfer).– Gelbe Karten: Kvilitaia; Salomon, Netzer.– Rote Karten: Petsos (76., Strafraum-Hands mit der Achsel), Bolingoli (90./+1, Torraub).- Allianz-Stadion, Schüttengruber, 13.400.

BL, 18.RUNDE (2.12.): WAC (A) 0:0

Nach diesem Un-Kick im Lavanttaler Eiskasten etwas für unverbesserliche Schönfärber: Keine weitere Niederlage in Wolfsberg, Rapid (ohne die für eine Partie gesperrten Bolingoli und Petsos) blieb im achten Auswärts-Pflichtspiel hintereinander ungeschlagen (vier Siege, vier Remis, 10:6 Tore), und es wurde auch kein Rapidler ausgeschlossen. Ob ein Sieg verdient gewesen wäre, hätte Schobi die mit Abstand größte der spärlichst gesäten Chancen genutzt (74.), bleibe dahingestellt, genommen hätten wir ihn trotzdem gerne…

SCR: Strebinger; Auer, M.Hofmnn, Galvao, Schrammel; Ljubicic, Schwab; Schaub (84.Prosenik), Joelinton, Murg (75.Keles); Kvilitaia (62.Schobesberger).- Gelbe Karte: Auer.- Lavanttal-Arena, Eisner, 3.028.

BL, 19.RUNDE (9.12.): MATTERSBURG (H) 2:2 (0:0)

Djuricin: „Wir hatten 33 Torschüsse, da hätten wir vier Spiele gewinnen können. Es war 90 Minuten wie auf einer schiefen Ebene. Die Leistung war sehr gut, aber die Chancenverwertung und das Ergebnis waren katastrophal.“ Schwab: „Der Punkt fühlt sich wie eine Niederlage an.“ Dem ist nur hinzuzufügen: Berisha (60.) und Schaub (90.) schraubten Rapids Alutreffer-Ligahöchstwert auf letztendlich zwölf Stück.

SCR: Strebinger, Auer, Sonnleitner (65.Kvilitaia), Galvao, Bolingoli; Ljubicic, Schwab; Schaub, Vet.Berisha (86.Prosenik), Schobesberger; Joelinton.- Tore: Joelinton (71.), Prosenik (87.); Okugawa (58.), Perlak (61.).- Gelbe Karte: Schobesberger.- Allianz-Stadion, Gishamer, 14.400.

BL, 20.RUNDE (16.12.): ST.PÖLTEN (A) 5:0 (2:0)

Joelinton und Schwab nahmen zwei Weihnachtsgeschenke der Gastgeber (missglückter Einwurf, tölpelhaftes Strafraumfoul an Schobesberger) dankend an, und zwischendurch verhinderte Strebinger das mögliche 1:1. Nach Vet.Berishas Torpremiere aus „unmöglichem“ Winkel ließ Rapid die Kugel besonders schön zirkulieren, vergaß aber sehr oft auf den Endzweck, sogar bei einem weiteren Penalty (79.; Joe hätte sich daran erinnern sollen, dass dieser Riegler bereits am 14.10. einen Murg– Elfmeter pariert hatte). Trotz der vielen verjuxten Chancen gab es doch noch zwei weitere Treffer, von denen Schwabs 5:0 auf Steffen Hofrnanns Idealflanke ein echtes Gustostückerl war (siehe „Mr.Grünzeug Nr. 590“).

SCR: Strebinger; Auer, Sonnleitner, Galvao, Bolingoli; Ljubicic, Schwab; Schaub (86. Steffen Hofmann), Joelinton (87.Kvilitaia), Schobesberger; Vet.Berisha (76.Murg).- Tore: Joelinton (32., 86.), Schwab (35., Elfer, 90.), Veton Berisha (55.).- Gelbe Karten: Stec; Strebinger.- Gelb-Rote Karte: Rasner (81., Foul).- NV-Arena, Jäger, 3.669.

„MR. GRÜNZEUG NR. 590“: STEFAN SCHWAB

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. Italienfan „Schwabellos“ persönliche Form litt auch unter den vier Partien ohne Sieg nicht, und zum Jahresabschluss in St.Pölten krönte er sie mit einem Doppelpack, dessen zweiter Teil überragend anzusehen war: Steffen Hofmanns Maßflanke von der breiten Brust abtropfen lassen und per Drehschuss mit rechts unhaltbar vollstreckt, ohne dass die Kugel den Boden berührt hätte – sein 7. Saisontor, womit er Rapids Topscorer ist.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

BL-Spiele

Mario Pavelic 100. (Altach); Joelinton und Thomas Murg jeweils 50. (St.Pölten)

BL-Tor

Stefan Schwab 25. (das 2:0 in St.Pölten)

TRAININGS, TRANSFERS, TESTS UND TORE

Trainings, Tests und Tore

Am 3.1. begann das neue Jahr mit den üblichen Leistungstests auf der Schmelz; das eigentliche Training für das wieder um Thomas Hickersberger erweiterte Betreuerteam und die Spieler aber am 8.1. Schon fünf Tage später gab es im Trainingszentrum Happel-Stadion den ersten Probegalopp, der gegen den zeitweise ruppigen tschechischen Cupsieger FC FASTAV ZLIN ein 1:1 (0:1) erbrachte, Tor: Armin Mujakic per Kopf auf Szantos Corner. Am 15.1. ging es auch heuer wieder ins Trainingslager nach Benidorm (Spanien), wo es am 18.1. nach Toren von Kvilitaia, Murg, Schobesberger und Joelinton und einer zufrieden stellenden Leistung ein 4:2 (3:2) über den ebenfalls nicht zimperlichen chinesischen Erstligisten BEIJING RENHE gab. Nach Redaktionsschluss fand am 22.1. ein Test gegen CFR CLUJ (Rumänien) statt, bevor Benidorm drei Tage später verlassen wurde, um am 28.1. in Wien gegen den FC SLOVÁCKO die Form für den Meisterschaftsstart (Derby!) ein letztes Mal zu überprüfen.

Transfers

Bei Redaktionsschluss (21.1.) gab es drei Abgänge: Amor Ingvi Traustason wechselte nach verlorenen sechs Monaten bei AEK Athen fix zum schwedischen Meister Malmö FF; der Vertrag mit Philipp Prosenik wurde einvernehmlich gelöst, weshalb der „Prosi“ einen über zweieinhalb Jahre beim SV Ried unterzeichnen konnte. Damit kann er am 28.2. im Cup-Viertelfmalmatch bei Rapid für die Innviertler antreten – wer denkt da nicht an seine Tore für den WAC gegen den SCR…?! Keinen Schaden wird Philipp Malicsek hoffentlich anrichten, wenn er für den SKN St.Pölten auf Rapid trifft! An den wurde er nämlich bis zum Sommer verliehen, um zu mehr Spielpraxis zu gelangen, nachdem er so lange verletzt war. Viel Glück und Erfolg, Amor, Philipp und – mit gewissen Einschränkungen – „Prosi“! Und sonst? Die grün-weißen Spekulationsobjekte von Medien und Publikum hießen hauptsächlich Keles, Kuen und selbstverständlich Schrammel. Letzterer hat bei Rapid nur mehr bis Sommer Vertrag, daher die sich im Kreise drehenden Fragen: Zu Sturm? Kann bzw. will Sturm was bezahlen? Ist dieser Transfer gestorben? Verlängert Schrammel beim SCR? Will er unbedingt zu Sturm? Wer sollte sich da noch auskennen? Aber vielleicht endet der „Fall Schrammel“ ja wie der unseres „lieben violetten Freundes“, Ex-Rapidler Holzhauser also, der war laut Medien ja schon mit etwa 190 seiner 194 Zentimeter in der Türkei, aber nun beglückt er uns alle mit seiner Anwesenheit noch bis zum Vertragsende im Sommer, erstmals wieder am 4.2., hurra!

EIN BLICK ZU RAPID II

2017 Meister der Regionalliga Ost und im darauf folgenden Winter wegen ihres finanziellen Desasters in die 2. Landesliga strafversetzt – so erging es der einst so ruhmreichen Vienna! Weswegen alle ihre herbstlichen Resultate gestrichen wurden und die Tabelle nun so aussieht:

l. Horn 16/36 (35:13)
2. Ebreichsdorf (das nur einen Zähler verlor) 16/34 (29:9)
5. Rapid II 16/28 (33:26).

Der Herbst 2017 wurde in Schielleiten mit einem 3:4 (1:2) gegen die STURM AMATEURE beendet (Justic, Ehmhofer, Küssler). Des Weiteren können wir wegen des Redaktionsschlusses nur zwei Testspielergebnisse vermelden: 4:1 (2:0) am 13.1. (zur fast selben Zeit wie 500 Meter entfernt die „Erste“ gegen Zlin) gegen STOCKERAU (Testspieler Kirim 2, Kostic, Jusic) und am 20.1. 5:0 (3:0) gegen RETZ (Wunsch 2, Tüccar, Schuster, Markl). Die uns bisher bekannt gewordenen – weiteren Termine: Videoton Szekesvehervar II (27.1.), Znojmo (3.2.), Trainingslager in Santa Susanna (5.-12.2.) und Schielleiten (14.-17.2.), wo auch ein Match ausgetragen wird (16.2., Gegner noch unbekannt).

Kapitän Denis Bosnjak wandelt auf den Spuren seines Vorgängers Dejan Ljubicic: Wie der wurde er bis Saisonende als Kooperationsspieler nach Wr.Neustadt verliehen, nachdem er vom SCR einen Profivertrag bis 2020 erhielt. Echte Verluste für Trainer Akagündüz sind Kelvin Arase (Profikontrakt bis 2020), Armin Mujakic sowie Mert Müldür natürlich nicht, denn sie rückten zum Kollegen Djuricin auf. Dafür erhielt „Aka“ den nächsten „Schwung“ an U18-Talenten, von denen sich einige schon in den Testspielen bemerkbar machten (siehe oben).
Über „richtige“ Transfers können wir – wie bei den Profis – erst nach dem 6.2. berichten.

27.11.2017: RAPIDS ORDENTLICHE HAUPTVERSAMMLUNG

Trainingszentrum

Hiefür müsste Rapid knappe 10 Millionen investieren, sei es nun im 2. Bezirk (Prater oder Elektra-Arena) oder im Tullnerfeld (!).

Sponsor-Logo

Zum Verdruss gewisser Fans ist es unterhalb des Klubwappens zu sehen, soll aber ab 2018/19 von dort verschwinden. Dafür bekäme „Wien Energie“ andere Sponsorleistungen. Vorstand Peschek verhandelt letzte Details. Dazu die persönliche Meinung des Verfassers, eines in vielen Punkten und nicht nur beim Fußball der Tradition verbundenen Rapidfreundes seit 1954: Alle Fans und Anhänger wollen eine starke Hütteldorfer Mannschaft, aber viele von ihnen hassen Sponsoren geradezu. Ohne freilich sagen zu können, wie man diese starke Mannschaft sonst finanzieren könnte. Hier sollten drei dicke Fragezeichen folgen!

FAK(E)

Bekanntlich hören unsere Sportsfreunde vom Verteilerkreis nicht ums Verrecken auf damit, die Fußballöffentlichkeit mit ihrem Traum vom „wahren Rekordmeister“ Austria Wien zu nerven. Die Bundesliga kündigte ein historisches Gutachten an; Rapid hatte das schon in die Wege geleitet: Drei Historiker kamen zum Schluss, dieser Titel würde nur Rapid zustehen, weil der ÖFB schon 1978 offiziell erklärt habe, es sei fachlich richtig, Rapids frühere Titel als solche in einer österreichischen Meisterschaft zu deklarieren. Sollte es dabei bleiben, hätte die Austria beim kindischen Buhlen um einen dritten Stern sogar einen kapitalen gerissen…

Salzburg-Jäger

Sport-Vorstand Bickel habe schon frühzeitig betont, Rapid sei nach der letzten Saison noch nicht in der Lage, der große Jäger der Dosenkicker zu sein. Was sich einen Tag vor der Hauptversammlung leider bestätigte.

Aktion Kinderzukunft

In Zusammenarbeit mit der Volkshilfe sollen armutsgefährdete Kinder unterstützt werden, was ja auch Rapids Leitbild entspricht.

Steffen Hofmann

Rapids „Fußballgott“ und Rekordspieler, von Christoph Palaschke in Albrecht-Dürer-Manier meisterhaft für die Jahrhundertelf porträtiert, wurde feierlich die Ehrenkapitänschleife überreicht. Gratulation!

5.12.2017: RAPIDS NACHWUCHSWEIHNACHTSFEIER

Meistermoderator Andy Marek begrüßte in der „Röhre“ des Allianz-Stadions jede Menge Jungkicker bis hin zum SCR II samt Betreuerteams sowie eine ganze Reihe von Ehrengästen: Präsidium mit Michael Krammer an der Spitze, beide Geschäftsführer, Ehrenpräsident Rudi Edlinger (nach Gallen-OP auf dem Weg der Besserung), Stadtschulratspräsident Heinrich Himmer, Steffen Hofmann, Richard Strebinger, Eren Keles, die Nachwuchsbosse Willi Schuldes und Peter Grechtshammer, Präsidiumsmitglied und Sponsor Andi Kamper, der mit der Finanzierung der Greenie-Mitgliedsbeiträge für die U7 bis Ul 4 ein Überraschungsgeschenk mitbrachte, und, und, und…

… und unser Obmannduo Gerhard Niederhuber/Martin Reiser mit dem traditionellen 2.500- Euro-Akontoscheck sowie der Zusage, dem Nachwuchs eine weitere Summe bis hin zur endgültigen Gesamthöhe unserer Sammlung zufließen zu lassen, denn die 41. Aktion „Weihnachtsfeier für den Nachwuchs“ sei ja noch im vollen Gang.

Rapids Jugendleitung revanchierte sich wieder mit einem repräsentativen Bild sämtlicher Nachwuchsteams für unser Klublokal und Danijel, der Kapitän des Special Needs Teams, mit einem weiteren beim auch heuer anonym bleiben wollenden 1 .000-Euro-Spender aus dem Vorstand der Rapidfreunde.

Interviews, Ansprachen, künstlerisch-akrobatische Darbietungen und eine tolle Tombola umrahmten das grün-weiße Familienfest bis hin zur Bescherung.

SPLITTER

Auch 2018 wieder

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“- „Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

 Vertragsverlängerungen

Philipp Schobesberger bis 2022 (eine auch für Rapid lukrative Ausstiegsklausel würde erst ab Jänner 2019 schlagend), Stephan Auer bis 2020 und Richard Strebinger bis ebenfalls 2022.

Unser Mitglied Peter Stöger wurde am 3.12. vom l.FC Köln nach mehr als vier überwiegend erfolgreichen Jahren auf unschöne Art abserviert, doch schon eine Woche später unterschrieb er (vorerst bis Saisonende) in Dortmund. Viel Erfolg, Peter!

Die Weihnachtsfeier des SCR (18.12., Allianz-Stadion, rund 1.100 Gäste) war einmal mehr ein Superevent, wofür neben Andy Marek Rollschuhakrobaten, eine frappierende Sandmalerin u.a. auch die „Sangeskünste“ von Schwab, Bolingoli & Kollegen sorgten.

Tagebucheintrag

Wahl des „Fußballers des Jahres“ durch die BL-Trainer:

1. Sabitzer (Leipzig)
2. Burgstaller (Schalke)
3. Ulmer, Valon Berisha (beide Salzburg) und unser Schwab.

Auf den Schobi mit seinem sensationellen Comeback wurde bedauerlicherweise total vergessen.

Mario Sonnleitner wurde kurz vor Weihnachten in Barcelona auf offener Straße ausgeraubt und so verletzt, dass er Antibiotika nehmen und den Trainingsauftakt verschieben musste.

In den frühen Morgenstunden des 28.12. leistete sich Dejan Ljubicic, uns eigentlich als durchaus artiger Jüngling bekannt, zusammen mit einem gewissen Danijel Sudar (Ex-SCR-Nachwuchskicker) in Kiseljak (Bosnien) einen Fauxpas, der von den Medien so ausgeschlachtet wurde, als hätte er die Kaaba geschändet: Die beiden bewarfen (in nüchternem Zustand?) die örtliche Moschee mit Glasflaschen, was natürlich wenig später im Internet verbreitet wurde. Jedenfalls entschuldigten sich die bösen Buben beim Imam und leisteten auch Geldspenden als Schadenersatz. Rapids Sportchef Bickel reagierte natürlich erbost und wies auf die Vorbildwirkung gerade eines Rapidlers hin. Wir sind überzeugt, dass der Dejan aus diesem Blödsinn gelernt hat!

Am 8.1. feierte Rapid mit Legenden wie Körner, Bjerregaard, Josef Hickersberger oder Kühbauer und den Fans ihren 119. Geburtstag. Schade nur, dass wir Rapidfreunde den Rekordmeister nun schon seit mehr als 66 Jahren nicht nur begleiten, sondern auch (in naturgemäß bescheidenem) Rahmen finanziell unterstützen, ohne in einer breiteren Öffentlichkeit oder wenigstens im „Rapid-Magazin“ erwähnt zu werden…

Noch in Wien kam Ritchie Strebinger bei einem Trainingscrash mit Thomas Schrammel zum Glück mit dem Schrecken und einem Brummschädel davon, über den er sich anschließend sicherheitshalber einen Kopfschutz a là Cech stülpte. Was Strebinger (nomen est omen!) nicht daran hindern konnte, sich fürs Frühjahr enorm viel vorzunehmen. Dabei hatte er im Herbst schon acht der 20 Ligaspiele ohne Gegentor absolviert, immerhin.

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Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
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Offenlegung: Grundlegende Richtung von “Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid.
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Homepage-Autor: Franz Fiala

“Grünzeug” im Tagebuch

Bisher sind im Tagebuch folgende Ausgaben des “Grünzeug” erschienen:

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