Frohe Rapid Weihnachten

Schöne Weihnachten an alle Rapidler
und die es noch werden wollen!
In dem Weihnachtsgruß sind ein paar Rätsel versteckt.
Leicht: die Anzahl der grünen und gelben Sterne,
Schwer: die Anzahl der Gesichter im Fuß und im Hintergrund sowie der Punkte, aus denen der Christbaum besteht.
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Santa-SCR-Claus

Bei der Fanklub-Weihnachtsfeier am Mittwoch hat mir Claus zugesagt, dass ich sein Rapid-Stüberl besuchen darf. Schon heute, Freitag war es soweit. Wir nutzten einen Gräberbesuch in Scheibbs, um die Schätze von Claus zu besichtigen.

Das Erlauftal, eine Rapid-Hochburg

Eigentlich müsste es heißen „Niederösterreich, eine Rapid-Hochburg“, denn landauf, landab gibt es tolle Fanklubs, die auch die weiten Fahrstrecken nicht scheuen, um zu Spielen und Social-Events nach Hütteldorf zu kommen. Das Erlauftal hat es mir besonders angetan, weil es meine zweite Heimat geworden ist. Sogar ein Spiel einer Erlauftal-Auswahl gegen Rapid gab es am 2.8.2003 und Claus hat sogar einen Erinnerungsschal an dieses Testspiel, wie ich bei meinem heutigen Besuch in der „Außenstelle St. Hanappi“ in Petzenkirchen erleben konnte.

Das Zentrum von Petzenkirchen ist nicht die Kirche, nicht der Bärenwirt und auch nicht das Haubiversum; es ist das gelbe Haus von Claus, das er mit seinen Eltern und seiner Familie bewohnt. Und im Garten weht immer eine Rapid-Fahne, die ich allerdings vergessen habe zu fotografieren.

Claus ist der Obmann der „Außenstelle St. Hanappi“ in Petzenkirchen…

…und ich lernte ihn bei unseren gemeinsamen Anstellorgien für die Karten für die Weihnachtsfeier kennen. Dass Claus ein Grillprofi ist, hat er in diesen langen Nächten schon bewiesen, weil er damals mit einem Kugelgrill angereist ist und uns genau erklärt hat, wie man feststellt, dass das Fleisch gar ist. Seither hat Claus weitere AMA-Kurse besucht und gibt sein Wissen an Interessierte im Rahmen von Kursen weiter:

Claus ist nicht gerade unterausgestattet was Grillutensilien betrifft (weitere Details siehe Bilder).

Im Rapid-Stüberl fiebern die Mitglieder der „Außenstelle St. Hanappi“ bei Auswärtsspielen mit der Mannschaft mit, hier werden Rapid-Feste gefeiert, wenn sie eben fallen. Das Fernsehbild wird mit Beamer auf eine weiße Wand projiziert.

Besondere Highlights sind der Spind 36 von Michael Schimpelsberger aus dem Hanappi-Stadion…

…und eine imposante Sammlung von Fanschals:

Am meisten beeindruckt hat mich das bis ins Detail als Fliesenmosaik nachgebildete Rapid-Wappen im Boden:

Vereinslose Rapid-Fans im Erlauftal sind herzlich eingeladen, sich der „Außenstelle St. Hanappi“ anzuschließen und an deren Aktivitäten wie den gemeinsamen Ausflügen, dem gemeinsamen „Private Viewing“ und den Fahrten zu den Heimspielen mitzumachen.

Danke, Claus für die Einladung!

Links

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Der Rapid-Turbo

Der Jahreswechsel ist die Zeit, zurück zu blicken und sich zu fragen, wie es kam, das alles so ist wie es ist. Unser diesjähriger Rückblick betrifft die Frage, wie es Rapid schaffen kann, trotz größter sportlicher Hoppalas in der Gunst der Zuschauer ganz vorne zu liegen. Präsident Krammer hat bei seinem gestrigen Statement zur Lage von Rapid berichtet, dass 43% der Besucher von Bundesliga-Spielen zu einem Spiel mit Rapid-Beteiligung kommen! Aber warum? War das immer so? Alles wirkt wie eine kitschige Weihnachtsgeschichte aber sie ist das Produkt harter Arbeit, Begabung und einer  guten Portion glücklichen Zufalls, dass Rapid fantechnisch dort steht, wo es eben steht.

Wenn die Bundesliga Steigerungen der Zuschauerzahlen vermeldet, folgen diese in der Regel den Steigerungen der Zuschauerzahlen bei Rapid. Weil Rapid ein Mitgliederverein ist und die finanzielle Beteiligung der Mitglieder am Umsatz ein bedeutender Faktor in der Gebarung ist.

Dass es auch anders sein kann, zeigen die Beispiele von Salzburg und Favoriten.

In Salzburg, beim Verein in Firmeneigentum (irgendwie ein Widerspruch), wird ein Double nach dem anderen eingefahren und die Zuschauerzahlen sinken bis auf den Bundesliga-Schnitt. Die Zuschauer sind ja dem Management auch nicht besonders wichtig, weil ihr Anteil am Budget unbedeutend ist und die Betreuung all zu vieler Mitglieder viel aufwändiger ist als das Investieren von Geld aus einem Füllhorn. Und weil Fans durchaus ein unangenehmes Eigenleben entwickeln können, werden allzu viele Fans eher als Störfaktor empfunden.

Bei unserem Stadtrivalen gibt es eine Weihnachtsfeier. Im Rathaus. Ein Bild zeigt die Szenerie: 21 Tische mit je 8 Personen insgesamt 168 Gäste. Wer kann das schon sein. Wenn es nicht etwa weitere Säle gibt sind das gerade einmal die Spieler, die Vereinsleitung jeweils mit Begleitung sowie wichtige Sponsoren. Mitglieder dürften nicht vertreten sein.

Vorurteile

Versuche einmal die folgenden Fragen zu beantworten (Auflösung weiter hinten):

  • Rapid ist so beliebt, weil immer schon so viele Zuschauer in Hütteldorf waren!
  • Rapid war der erste Verein mit einem Zuschauerschnitt über 10.000!
  • Rapid ist so beliebt, weil man sportlich so erfolgreich ist!
  • Rapid ist so beliebt, weil sich Rapid „Rekordmeister“ nennt!
  • Rapid ist so beliebt, weil es dort so viele „Proleten“ gibt!
  • Rapid ist so beliebt, weil sich dort viele „Randalierer“ treffen!
  • Rapid hat so viele Zuschauer, weil Wien ein großes Einzugsgebiet hat!

Bevor wir an die Beantwortung dieser Fragen gehen, wollen wir die Entwicklung in den Zeiten der heutigen Bundesliga genauer betrachten.

Nackte Zahlen

Die Bundesliga zeichnet die Zuschauerzahlen seit der Saison 1974/75 auf; sowohl die Gesamtzahl der Zuschauer als auch ihre Zahl pro Verein. Aus diesen Angaben ergeben sich folgende „Fieberkurven“ der Zuschauerzahlen der Bundesliga (grau), der Austria (violett), von Sturm (schwarz), von Salzburg (Austria Salzburg und RB) (rot) sowie von Rapid (grün):

Zu jeder „Fieberkurve“ gibt es auch eine gleichfarbige, punktierte Linie, die den Langzeittrend seit der Saison 1974/75 anzeigt. Weiters wurden bei jeder Saison mit dem farbigen Stern die jeweiligen Meistertitel angegeben (fehlende Sterne bedeuten, dass eine andere, hier nicht angeführte Mannschaft Meister war) und mit einem farbigen Gesicht der Verein mit den meisten Zuschauerzahlen.

Dass die Zuschauerzahlen stark schwanken, liegt an ihrem Zufallscharakter. Die Schwankungen ergeben sich aus dem sportlichen Erfolg, der Konkurrenzsituation am Freizeitmarkt, der jeweiligen Zusammensetzung der Liga, der Ausgeglichenheit des Bewerbs uvam. und darüber hinaus auch aus Einflussgrößen, die nicht näher bekannt sind oder nur vermutet werden können, wahrscheinlich sogar der Wetterlage.

Folgendes kann man aus den Verläufen schließen:

  • Die Zuschauerzahlen seit den Anfängen der Liga sind steigend; allerdings nicht für alle Vereine mit demselben Anstieg. Dem Bundesligazuwachs von 63 % stehen 329 % bei Rapid gegenüber (gemessen an der Trendlinie).
  • Die Schwankung der durchschnittlichen Zuschauerzahlen der Bundesliga ist geringer als jene der einzelnen Vereine.
  • Die Zuschauerzahlen der Vereine können in während erfolgreicher Saisonen Spitzen aufweisen, wie zum Beispiel bei den Spitzenwerte bei Sturm (1997/98) und Salzburg (1992-1995 und 2005-2008) aber auch deutliche Einbrüche, wie man bei Rapid (um 2001, Ära Matthäus) sieht.
  • Es gibt aber auch Verläufe, die mit dem Erfolg nicht direkt in Zusammenhang stehen. Zum Beispiel sieht man bei der Kurve der Wiener Austria den Effekt, der steigenden Zuschauerzahl im Erfolgsfall nicht sehr deutlich bis gar nicht oder es steigen die Zuschauerzahlen bei Rapid trotz mäßigem sportlichen Erfolg deutlich an (in den letzten 10 Jahren).

Was uns natürlich besonders interessiert, sind die Zuschauerzahlen bei Rapid und daher versuchen wir die eingangs gestellten Fragen auch anhand der Grafik zu beantworten. (Größere Darstellungen bei den Links.)

Rapid ist so beliebt, weil immer schon so viele Zuschauer in Hütteldorf waren!

Um die Popularität eines Vereins im Laufe der Saisonen besser beurteilen zu können, wurde bei jeder Saison der Verein mi der höchsten Zuschauerzahl und der jeweilige Meister angegeben. Man kann gut sehen, dass Rapid keineswegs immer der Verein mit den meisten Zuschauern war. In den Anfängen der Bundesliga dominierte die Austria und das stand durchaus mit dem Erfolg in Zusammenhang. Man feierte immerhin von 1979 bis 1982 vier Meistertitel in Folge. Dann gab es die temporären Erfolge der Austria Salzburg und von Sturm Graz, die das Interesse für jeweils einige Jahre aus der Bundeshauptstadt abzog.

Nein, es waren nicht immer die meisten Zuschauer in Hütteldorf!

Rapid war der erste Verein mit einem Zuschauerschnitt über 10.000!

Der erste Verein, der die 10.000er Marke geknackt hat, war Austria Salzburg in der Saison 1991/92 bis zur Saison 1997/98. Rapid konnte dieses Zuschauerzahl erst punktuell in der Meistersaison 1995/96 einmalig übertreffen, um aber danach wieder auf mäßige Werte zu sinken. Heute ist der Zuschauerschnitt bei Rapid eher bei 20.000 als bei 10.000 aber das ist erst seit der Saison 2003/04 die Regel.

Also nein, vor dem Zuschauerhöhenflug in Hütteldorf waren es Bundesländervereine in Salzburg, Innsbruck und Graz, die als erste so etwas wie einen Hype ausgelöst haben, diesen Zuspruch aber nicht nachhaltig halten konnten.

Rapid ist so beliebt, weil man sportlich so erfolgreich ist!

Betrachtet man nur die jüngere Vergangenheit, also die dargestellte Zeit der Bundesliga seit 1974, kommt Rapid auf gerade einmal 7 Meistertitel, die Austria auf 14, Salzburg auf 11. Wären also die Titel für die Zuschauerzahlen verantwortlich, müssten Salzburg und die Austria weit vor Rapid liegen.

Ja, es gibt punktuelle Zuschauerhäufungen in Phasen des Erfolgs, aber das erklärt nicht den Mechanismus, warum Zuschauerzahlen steigen, obwohl es gar keinen zählbaren Erfolg gibt.

Rapid ist so beliebt, weil sich Rapid „Rekordmeister“ nennt!

Ich glaube nicht, dass viele Zuschauer kommen, weil sie den „Rekordmeister“ sehen wollen. Sollte es welche geben, dann werden sie enttäuscht wieder gehen und nie wieder kommen, denn ein Spiel gegen den „Rekordmeister“ suggeriert ein Spiel besonderer Qualität, es stellt sich aber als stinknormales Fußballspiel heraus, wo von einem „Rekordmeister“ weit und breit nichts zu sehen ist. Jene, die also etwas ganz Besonderes sehen wollen, sind enttäuscht, weil das, was sie sehen ist ein punktuelles Ereignis, ein Fußballspiel; „Rekordmeister“ ist ein Langzeitwert, den man im Moment nicht erlebt.

Mein Eindruck ist, dass das Attribut „Rekordmeister“ für den Verein von den Kommentatoren auf unzulässige (aber durchaus so beabsichtigte Weise) gebraucht wird. Kaum wird ein Spiel mit Rapid im Fernsehen übertragen, meint der jeweilige Sprecher, das Spiel ginge gegen den „Rekordmeister“. Das erzeugt bei den Zuschauern eine völlig überzogene Erfolgserwartung und bei den Spielern einen großen Erfolgsdruck. Die Realität am Platz bringt meist Ernüchterung bei den Zuschauern und Frust bei den Spielern.

Ja, wenn’s läuft, dann träumt man gern einmal davon, den „Rekordmeister“ ausbauen zu können. Aber meist ist das nicht der Fall und der „Rekordmeister“ stellt sich als ein Rucksack heraus, den man lieber wegstellen möchte.

Ich finde den „Rekordmeister“ eher abschreckend für Erfolgsfans.

Rapid ist so beliebt, weil es so viele „Proleten“ gibt!

Man unterstellt den Anhängern von Rapid gerne, dass sie aus den unteren Schichten der Wiener Bevölkerung stammen. Dazu könnten uns Soziologen viel erzählen. Ich kann nur meine eigenen Beobachtungen und Interpretationen nennen. Einer meiner Lieblingsschals ist jener mit dem selbstironischen Schriftzug „Asoziale Wiener Proleten“. Dieser Schriftzug sagt eigentlich, dass man die Kampfansage jener, die diesen Spruch gegen Rapid verwenden, gerne aufnimmt und ihn in den eigenen Sprachjargon übernimmt und damit eben zum Ausdruck bringt, dass der Eindruck des Gegners einfach nicht stimmt.

Es ist umgekehrt, dass nämlich sehr viele, vom Schicksal weniger Begünstigte gerade dorthin gehen, wo ihre Benachteiligungen keine Rolle spielen, wo allein ihre regelmäßige Anwesenheit zählt und geschätzt wird.

Man geht einfach dorthin, wo man mit seinen Besonderheiten, Ecken und Kanten, Skurrilitäten usw. eher akzeptiert wird. Also nicht, weil es so viele eigenartige „Vögel“ gibt, sondern weil man sie bei Rapid akzeptiert und integriert.

Rapid ist so beliebt, weil sich dort viele „Randalierer“ treffen!

Folgt man den Zeitungsmeldungen, könnte man durchaus meinen, Rapid wäre eine organisierte Räuberhöhle. Das ist aber sicher nicht der Fall. Zwar ist es nicht jedermanns Sache, den Ultras anzugehören aber ich versichere Euch, dass ich sehr viele Block-West-Steher kenne, die allein vom Bedürfnis getragen werden, zu einem starken Kollektiv gehören zu dürfen.

Bei der Eröffnung der neuen Südtribüne gab es einen enormen Andrang auf die dortigen 8600 Plätze. Es gibt bei Rapid keine 8600 „Extremisten“. Im Gegenteil! Eine so große Gruppe kann gar keine extremen Haltungen einnehmen, sonst würden die Gemäßigten gleich wieder abwandern. Die Gruppe muss im Gegenteil wegen der Heterogenität der vielen Teilgruppen alle Extreme vermeiden, um einen Zusammenhalt zu gewährleisten.

Es liegt in der Natur einer Gruppe aus überwiegend jungen Männern, dass rechte Überzeugungen überwiegen. Aber durch das selbstauferlegte Prinzip eines unpolitischen Blocks werden extreme Positionen eher unterdrückt, weil sie den Zusammenhalt stören.

Nein, das Rapid-Publikum ist durchaus enthusiastisch aber nur in Minderheiten eventuell als extrem zu bezeichnen – auch im Block. Durch die große Zahl der Zuschauer Extreme durch einen kollektiven Lernprozess abgefedert.

Nein, das Publikum bei Rapid ist völlig unterschiedlich von jenem Bild, dass die Presse gerne von ihm zeichnet. Wäre es nämlich so, nämlich „extrem“, dann würden die Spiele nur sehr geringe Zuschauerzahlen anlocken, eben die „extremen“.

Rapid hat so viele Zuschauer, weil Wien ein großes Einzugsgebiet hat!

Dieses Argument wurde zuletzt von Marco Rose angeführt, als man ihn auf die geringe Zuschauerzahl in Salzburg angesprochen hat. Auch ich habe mir früher so etwas Ähnliches gedacht, allerdings zeigt ein Blick auf die historischen Daten, dass es Zeiten gegeben hat, in denen die Zuschauerzahlen in den Bundesländern deutlich über jenen der Wiener lagen und zwar in den Hochs der Austria Salzburg und Sturm Graz (Innsbruck wurde in der Grafik nicht erfasst). RB konnte in den Anfangsjahren 2005 bis 2009 einen ähnlichen Zuschauererfolg verbuchen, um in den letzten Jahren trotz großer sportlicher Erfolge auf das Niveau des Bundesligaschnitts zurück zu fallen.

Man muss auch bedenken, dass der Stadtrivale, die Austria, dasselbe Einzugsgebiet wie Rapid hat, aber so wie RB bestenfalls den Bundesligaschnitt erreicht.

Wir erinnern uns an die Anfangseuphorie in Mattersburg, als man dort 10.000 Zuschauer und mehr gezählt hat. Wo sind die Zeiten geblieben?

Nein, es liegt auch nicht am Einzugsgebiet.

Woran liegt es dann?

In einem so komplexen System wie es Fußball ist, gibt es keine einfachen Antworten; nicht beim Spiel und auch nicht in der Verwaltung. Erfolg hat viele Väter. Und man braucht auch eine Portion Glück. Rapid hatte großes Glück aus dem Schlamassel rund um die Rapid-Aktie herauszukommen. Diese Zeit habe ich nicht miterlebt aber auch die Übernahme der Präsidentschaft durch Rudolf Edlinger war ein solcher Glücksfall, ist es doch gelungen, den Ausfall der Bank Austria als Sponsor einigermaßen aufzufangen. Und die reibungslose Übergabe an Michael Krammer mit dem Stadionneubau erlebe ich als einen wirtschaftlichen Höhenflug sondergleichen. Aber dieser Höhenflug hat Rapid nicht abheben lassen. Rapid ist trotz seines großen Wachstums ein Verein zum Angreifen geblieben. Wir wollen die Wichtigkeit dieser wirtschaftlichen Überlebensbedingungen nicht vergessen, dennoch aber den wahrscheinlich wichtigsten Faktor nennen.

Wenn wir als Mitglied zu Rapid kommen, dann haben wir nicht Kontakt mit dem Präsidium, wir sind in Kontakt mit Andy, Astrid, Birgit, Christopher, David, Gernot, Jennifer, Lukas, Martina, Mario, Robert, Tamara und sicher noch vielen anderen. Die Präsidenten kommen und gehen, aber Andy bleibt ein Fixpunkt. Für uns wird Rapid durch Andy und sein Team verkörpert. Sie verkaufen uns „Rapid“.

Die – so wie ich – in der Ausbildung mit Mathematik zu tun hatten, wissen, dass man allerlei behaupten kann, aber ohne Beweis bleibt alles eine interessante Theorie. Alles Nicht-Mathematische wieder kennt den „Beweis“ nicht – in der in der Mathematik üblichen Exaktheit. Vieles kann so oder auch ganz anders interpretiert werden; ob eine Behauptung wahr ist, kann man erst nach langer Zeit, wenn überhaupt feststellen. Lasst es uns dennoch versuchen.

Behauptung: Der Rapid-Turbo ist „Andy Marek“

Es war 1992. Damals war Anton Benya Rapid-Präsident, als ein junger Mann aus einer Gruppe mehrerer Bewerber sich beim Tag der offenen Tür erstmals als Moderator versucht hat und ausgewählt wurde. Beim Spiel gegen den Sportklub am 24.7.1992 begann seine Laufbahn als Stadionsprecher von Rapid. Dieses erste Spiel wurde zwar verloren aber für Rapid hat damals ein einmaliger Aufschwung begonnen. Es gab in diesen 25 Jahren sportliche Höhepunkte aber die waren sicher nicht der alleinige Motor der heutigen Popularität. Wesentlich war die Zuwendung zu den Mitgliedern und die Erkenntnis, dass für Rapid allein diese Mitgliederbasis der Schlüssel zum wirtschaftlichen und sportlichen Überleben ist.

Es begann gleich mit einem Hype rund um die Meistersaison 1995/96 und das folgende Europacupfinale; einen Hype, der die Zuschauerzahlen – ganz ähnlich wie bei Salzburg vorher und bei Sturm nachher – in die Höhe schnellen ließ, allerdings damals noch nicht nachhaltig, denn mit den ersten Misserfolgen schwand auch das Interesse des Publikums.

Die Gründung des Klubservice war möglicherweise eine Reaktion darauf. Wer bei Rapid eine Eintrittskarte erwirbt, kauft damit nicht nur den Eintritt zu einem Spiel, er bekommt Gemeinschaft und Emotion und wird Teil eines großen Projekts; jeder Einzelne. Das Klubservice fördert die Gründung von Fanklubs und unterstützt diese durch Fanklubkarten und durch besondere Betreuung, die wir gerade gestern wieder bei der Weihnachtsfeier der Fanklubs erleben durften, den Zusammenhalt innerhalb dieser Fanklubs.

Als weiterer Vorteil für Rapid erwies sich Andys Erfahrung bei der Herstellung und Gestaltung von Kleidungsstücken im Rahmen seiner damaligen Waldviertler Fertigung, die er in das Rapid Merchandizing einbrachte (ca. 2003).

Als Waldviertler vergrößerte Andy das Einzugsgebiet nach Hütteldorf zumindest um Niederösterreich und das Burgenland, punktuell aber auch darüber hinaus. Andy tourt das ganze Jahr durch das Land und wirbt als Rapid-Botschafter bei allen diesen Auftritten für Rapid. Das Besondere an dieser Art von Werbung ist, dass sie einerseits sehr viel Aufwand (für Andy) bedeutet aber gleichzeitig Rapid nichts kostet. Darüber hinaus hat die Erwähnung von „Rapid“ bei diesen Anlässen viel mehr Gewicht als es ein bezahlter Werbespruch oder ein bezahltes Werbeplakat (à la Stadtrivale) haben. Andy absolviert ca. 200 Moderationen pro Jahr, seine Ansagen als Stadionsprecher sind dabei in der Minderheit. Bei allen diesen Gelegenheiten geht es ihm um die Botschaft „Rapid“, egal, ob es ein Laufevent ist, eine Weihnachtsfeier oder ein Talentewettbewerb ist.

Niemand weiß besser als ein Fußballverein, dass man Erfolg leichter verkaufen kann als Misserfolg. Wenn also der Zuspruch eines Vereins allein auf dem Erfolg in Form von Meistertiteln beruht, dann ergeben sich die typischen zuerst steigenden und dann wieder sinkenden Zuschauerzahlen, die wir in der obigen Grafik verfolgen können. „Ohre Erfolg, keine Zuschauer“ könnte man sagen. RB und die Austria bringen es sogar zustande, sogar „Mit Erfolg, keine Zuschauer“ zu haben.

Wer sich Rapid anschließt, kauft nicht in erster Linie „Erfolg“, sondern in erster Linie die Zugehörigkeit zu einer großen Gemeinschaft, die darauf hofft, durch kollektive Anstrengungen Erfolge feiern zu können.

Bei jeder Begegnung mit Andy und irgendeinem aus seinem Team wird uns das bewusst. Es ist ziemlich gleichgültig, wer der jeweilige Gesprächspartner ist, ob ein potenter Sponsor, ein einflussreicher Capo oder ein einzelner Besucher; man spricht mit einer Person, die davon beseelt ist, dieses „Rapid“ zu dem zu machen, was sich alle wünschen, dass es sei. Daher ist es uns allen auch ein Anliegen, dass jeder, dem Rapid am Herzen liegt, auch Mitglied werden sollte.

Beweis

Es gibt einen abgedroschenen Spruch, dass man nur jenen Statistiken trauen sollte, die man selbst gefälscht hat. In diesem Fall besteht die „Fälschung“ darin, die obige Darstellung in zwei zeitliche Abschnitte zu teilen und ansonsten nichts zu verändern. Einmal den Abschnitt von 1974-1991 und dann den Abschnitt von 1992 bis heute. In diese beiden Darstellungen wurden wieder die Trendlinien eingetragen.

Das Ergebnis ist verblüffend, weil es in viel größerer Deutlichkeit die Entwicklung der Ära „Andy Marek“ zeigt.

1974-1991

Die Unterschiede der Zuschauerzahlen zwischen den Vereinen sind zunächst gering, anfangs liegt sogar die Austria voran, wird später von Rapid überholt, aber in der letzten betrachteten Saison 1991/92 mit liegt die Austria wieder gleichauf bei etwa 7000 Zuschauern pro Spiel. Interessant ist auch der Trend, er zeigt bei allen Vereinen nach unten; nur die Salzburger Austria beginnt Ende der 1980er Jahre ihren sportlichen Höhenflug, der auch die Zuschauerzahlen und daher auch die Trendlinie in die Höhe treibt.

1992-2017, Ära „Andy Marek“

Diese Grafik zeigt also jene Zeit, in der Andy Marek sich um die Rapid-Fans „kümmert“. Und diese Ansicht zeigt das kontinuierliche Wachstum der Zuschauerzahlen noch deutlicher, während die Zuschauerzahlen der Mitbewerber stagnieren und der Bundesligaschnitt praktisch allein durch den Zuschauerzuspruch bei Rapid angehoben wird.  Das kann natürlich alles Zufall sein aber wenn man die Anstrengungen von Andy in diesem Zeitraum betrachtet (Klubservice, Merchandising, Werbeaktivitäten, Fanklubs…), ist es schwer, diesem Zusammenhang nicht zu folgen.

Man kann es auch in Zahlen fassen: Zuschauerzahl = 5487 + 511 * (Jahr-1992) Das ist die Trendgleichung des Erfolgslaufs von Rapid zwischen 1992 und heute. Man begann 1992 mit etwa 5.487 Zuschauern pro Spiel. Und in jedem Jahr stieg die Zuschauerzahl um etwa 500 Besucher. Ausgewertet für 2017 ergibt die Formel 5.487 + 511 * 2017-1992 = 5.487 + 511 * 25 = 5.487 + 12.775 = 18.262 Zuschauer. Ungefähr natürlich!

Der Ligaschnitt der Zuschauerzahlen lag 1992 bei etwa 5.000 Zuschauern und konnte sich seither um etwa 40 Prozent auf etwa 7.000 steigern. Die Zuschauerzahlen der Wiener Klubs lagen anfangs geringfügig über diesem Bundesliga-Schnitt, die Austria lag sogar vor Rapid. Dann aber kam nach wirtschaftlich sehr problematischen Jahren die Meistersaison 1995/96 mit dem EC-Finale, was einen punktuellen Zuschauerrekord, erstmals über der 10.000er Marke brachte. Aber das war noch eine Eintagsfliege. Erst nach diesem Jahr wurde von Andy Marek das Rapid-Klubservice gegründet, eine Einrichtung, die ausschließlich der Betreuung der Fans dient.

Noch waren die Zuschauerzahlen sehr vom Erfolg abhängig. Blieb der Erfolg aus, blieben die Zuschauer zu Hause. Die Ära Matthäus trug dazu bei, dass die Zuschauerzahlen ein letztes Mal unter jene der Austria fallen. Während dieser Flaute wurde das Rapid-Merchandising gegründet und mit den phantasievollen Entwürfen wurde eine bis dahin nicht gekannte Identifikationsmöglichkeit geschaffen. Vergleiche mit den Kollektionen europäischer Topklubs in England und Deutschland haben uns gezeigt, dass Entwürfe der Rapid-Teams einmalig sind.

Josef Hickersberger schaffte es, mit zwei unglaublich talentierten Spielern, Steffen Hofmann als Kapitän und Andy Ivanschitz und seinem Sager von „St. Hanappi“ nicht nur den 31. Meistertitel zu holen sondern auch ein Zusammengehörigkeitsgefühl mit einer vorher nicht gekannten Beständigkeit zu begründen. Merchandising, Erfolg und Zuschauerzuspruch scheinen sich gegenseitig aufzuschaukeln. Ansprechende Kollektionen, immer wieder neue Designs kurbeln den Verkauf an und stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Mit dem Meistertitel 2004/05 erreicht man in St. Hanappi erstmals einen Zuschauerschnitt von fast 15.000 Zuschauern pro Spiel – um seither von diesem Niveau nicht mehr abzusinken sondern im Gegenteil diesen Schnitt immer weiter anzuheben. Der zweite Meistertitel 2008 trägt auch dazu bei, die Zuwachsraten auf hohem Niveau zu halten. Zwar gibt es in der Folge kleine Einbrüche in Zeiten fehlender internationaler Teilnahme aber der Trend zeigt klar nach oben. Erstmals wurde 2016/17 die 20.000er Marke bei den Zuschauerzahlen übertroffen (natürlich war hier die Stadioneröffnung der Motor).

Dieser deutlich über dem Ligamittelwert liegende Besucheranstieg kann nicht – wie die punktuellen Spitzenwerte von Austria Salzburg und Sturm Graz – durch Meistertitel argumentiert werden. Es muss sich um etwas anderes handeln, das diese Anstiege fast unabhängig von dem Erfolg des Mannschaft verursacht hat.

 

Kein Rapidler sollte ins Stadion gehen, weil gewonnen wird oder nicht gehen, weil verloren wird. Man geht nach Hütteldorf, um Rapid zu stärken, um dazuzugehören, um seine Freunde zu treffen, um mitzuhelfen. Bei Rapid verkauft man auch Eintrittskarten zu Fußballspielen, aber das eigentliche Ziel sind Mitglieder, die einer Gemeinschaft angehören wollen. Mitglieder, die sich über Misserfolge ärgern und dadurch über Erfolge umso mehr freuen können. Mitglieder, die immer kommen, nicht nur, wenn die Sonne scheint.

Und dieses Gefühl wird von dem Team um Andy Marek bei allen Begegnungen vermittelt. Für mich ist er mit seinem Team der Langzeitmotor des Zuschauerzuspruchs und der Clou ist, dass bei Rapid Erfolg und Zuschauerzuspruch weitgehend entkoppelt sind.


Ein schönes Weihnachtsfest wünscht allen Lesern des Rapid-Tagebuchs

der „Klub der Freunde des S.C. Rapid“

 

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Fanklubfeier

Rekordmeisterbar

Bevor über die Weihnachtsfeier berichtet wird, hier noch ein Hinweis für ein Last-Minute-Geschenk: die freundliche Crew der Rekordmeisterbar freut sich, die von Dir mit einem Gutschein Beschenkten ab Montag, 8.1.2017 begrüßen zu dürfen!

Die Weihnachtsfeier der Fanklubs fand zum zweiten Mal in der bis auf den letzten Platz (ca. 180-200) gefüllten Rekordmeisterbar statt. (Etwa so viele Teilnehmer sind bei der großen Weihnachtsfeier des Stadtrivalen im Wiener Rathaus, gezählt nach einer Abbildung).

86 Fanklubs waren vertreten, je zwei Vertreter eines Fanklubs waren geladen. Ein Blick auf einige Rapid-Urgesteine:

(1) Maria und Jürgen (Sinn des Lebens), (2) Franz mit Gattin (Podersdorfer Störche), (3) Jürgen mit „Speisinger Lady“, (4) Herbert mit Gattin (Grün Weiß Hausbrunn), (5) Franz und Stellvertreter (Fanklub Leiserberge), Gregor und Christoph (Grün-Weiße Distel), Arnold (Klub der Freunde), Erich Fenninger (Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe).

Zwei riesige Stiefel begrüßten uns in der Aula:

Die Porträts von Josef Uridil und Franz Binder flankierten die auf der Sitzbank aufgestapelten Weihnachtsgeschenke.

Andy Marek führte Gespräche mit Präsidenten Michael Krammer, Geschäftsführer Christoph Peschek und Sportdirektor Fredy Bickel.

Gemeinsam. Kämpfen. Siegen.

Präsident Michael Krammer zeigte sich beeindruckt von der Unterstützung der Mannschaft durch die Fans trotz der sehr schwierigen Situation der abgelaufenen Saison. Nur die Betonung des „Gemeinsam“ ermöglicht, dass der Weg nach dem „Kämpfen“ – so der Fußballgott es will – zu „Siegen“ führt.

Erinnern wir uns, wann dieses Motto entstand: es war genau am 14.12.2011 also ziemlich genau vor sechs Jahren bei der feierlichen Eröffnung des Rapideums als es als Untertitel zu „Rapideum“ bekannt wurde. Es stammt aus der Ideenkiste von Thorsten Leitgeb und Domenico Jacono.

Mittlerweile hat sich das Motto verselbständigt und ist im ganzen Stadion anzutreffen. Man hat den Eindruck, als würde allein dieses Wort „Gemeinsam“, das nicht von ungefähr an erster Stelle steht und das „Siegen“ etwas in den Hintergrund rückt, signalisieren, warum wir hier sind. Unsere Präsenz hängt nicht mehr damit zusammen, ob gewonnen wird oder ein Titel geholt wird, sondern allein vom Umstand, dass Rapid die Unterstützung braucht.

Man kann das – glaube ich – auch aus einem Rückblick auf die Besucherzahlen der letzten Jahrzehnte ablesen (siehe späterer Artikel).

Christoph Peschek mahnte dazu, eher miteinander zu reden als übereinander. (Frei nach dem Zitat: „Kluge Menschen reden miteinander. Die anderen reden übereinander.“ Eduard Andrae).

Weiters wurde von Erich Fenninger, dem Geschäftsführer der Volkshilfe das Vorhaben von Rapid vorgestellt, bei geeigneten Projekten Spenden für die Volkshilfe zu sammeln. Die Fanklub-Leiter wurden eingeladen, Bedürftige in Ihrer Wohnumgebung zu nennen und dann mit der Volkshilfe einen Kontakt herzustellen. Genaueres wird sicher noch über die Rapid-Homepage bekanntgegeben werden.

Mir gefällt diese Zusammenarbeit insofern sehr gut, als die Betroffenen nicht mehr allein auf die mehr oder weniger zufällige Bekanntschaft mit einem Geldgeber angewiesen sind, sondern von einem professionellen Netzwerk erfasst und betreut werden.

Steffen, der „Letzte Mohikaner“

Eigentlich sind alle Spieler bereits seit Montag im Weihnachtsurlaub. Aber einer ist immer da; er schien schon darauf zu warten, von Andy Marek zu dem Treffen eingeladen zu werden, zu vertraut sind ihm alle diese Kontakte mit den Fans geworden als dass er von einem Tag zum anderen darauf verzichten könnte. Sein Rückzug aus seiner Führungsposition ist sicher ein schwerwiegender Einschnitt in seinem Leben und es fällt ihm sichtlich nicht leicht. „Es ist, wie es ist“ sagte Steffen; ein weiser Standpunkt.

Steffens Botschaft war, dass er viel Vertrauen in die oft kritisierten Stürmer hat und er sich sehr gefreut habe, dass Joelinton im letzten Spiel gleich zwei tolle Tore gelungen sind, etwas, was bei Spielern sehr befreiend wirken kann. Vielleicht werden wir solche „Befreiungsschläge“ im kommenden Frühjahr erleben!

Geschenke für die Obmänner

Jeder Besucher erhielt einen tollen Seidenschal, auf dessen Innenseite alle fünf Spielstätten von Rapid abgebildet sind (Schmelz, Selzergasse, Pfarrwiese, Hanappi-Stadion, Allianz-Stadion) sowie ein Rapid-Retro-Häferl „Welcome To Rapid Wien“, persönlich überreicht durch den Präsidenten oder den Geschäftsführer oder den Sportdirektor. Im Bild wurden die Bilder auf dem Schal und das Häferl in einem gemeinsamen Bild angeordnet:

Zwei Getränkegutscheine und ein reichhaltiges Buffet sorgten für einen gemütlichen Ausklang der Weihnachtsfeier.

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Weihnachtsfeier

Das Team

Sieben Männer und eine Frau sorgten dafür, dass das Programm reibungslos ablaufen konnte:

Daneben gab es eine ungleich größere Zahl von Servierpersonal von Food Affairs. (Speisenfolge siehe Bilder)

Wir bedanken uns an dieser Stelle für ihren Einsatz!

Die Besucher

Einige Szenen aus unserer Sitzumgebung.

Das Programm

  • Die Show startete mit dem Absingen von Weihnachtsliedern durch die Profis, begleitet an der Orgel von Andy Marek.
  • Rollschuhläufer-Duo mit atemberaubenden Tempo auf einem winzigen Podest
  • Interview mit dem Präsidenten, Michael Krammer

  • Irina Titova malt die Geschichte von Rapid mit Sand (YouTube, Sandanimation (Wikipedia))
  • Interview mit den beiden Geschäftsführern Christoph Peschek (Wirtschaft) und Fredy Bickel (Sport)
  • Jazz-Gitti singt „A Wunder“ (YouTube). Wusstet Ihr, dass unser Sportdirektor ein Verehrer von Jazz-Gitti ist?
  • Wie a Kind (Ina Regen, YouTube)
  • Pause, Verkauf von Tombolalosen, Abendessen, Bilder mit den Spielern
  • Tombola-Ziehung. Haupt-Gewinner ist ein Mitglied des Fanklubs „Walser Rapid Freunde“
  • Versteigerung eines Originaltrikots mit Abendessen (2.500 Euro)
  • Versteigerung eines Bildes mit Unterschriften mit der Abbildung am Mannschaftsfoto (Zuschlag an Michael Krammer um 5.000 Euro, Mannschaftsfoto wird dem mitbietenden Mitglied geschenkt)
  • Wolfgang Moser verwandelt Wasser in Wein (rot und weiß), dann in Kaffee (und weil der Zucker fehlt, liefert der Teekessel auch noch den Zucker) und dann auch noch in Pinacolada. Wolfgang Moser ist der Gewinner des „Showdown der weltbesten Magier“ auf RTL. In einem abschließenden Trick zaubert er das Handy einer Besucherin in eine mehrfach versperrte Kiste. Details siehe Artikel „Zauberei ist mehr als bloße Tricks“ in der Wiener Zeitung.
  • Fans-Profis, ein abschließendes lustigen Spiel zwischen ausgewählten Mitgliedern, Vorstandsmitgliedern und Legenden auf der einen und Spielern und Trainern auf der anderen Seite. Besonders lustig waren das Duell im Bierkrug-Halten zwischen Charly Wendtner und Helge Payer, das Medizinball-Stemmen zwischen Christoph Peschek und Goran Djuricin. Beim Darts-Duell zeigte Roman Krebs seine Expertise in dieser Disziplin und siegte für die Fans in diesem Wettbewerb. Dass der Autor in diesem Wettbewerb auch auf die Bühne musste, ist weniger erfreulich; der schreibt lieber!

  • Vorstellung des Bühnen-Teams, das diese Veranstaltung möglich gemacht hat und Verabschiedung.

Links

Ergänzungen und Berichtigungen

Eine E-Mail ist wie ein Druckwerk. Einmal ausgesendet, kann nichts mehr geändert werden. Eine Web-Publikation ist da viel „elastischer“. Beim letzten Bericht über die Andy Marek Weihnachtsshow „Rapid-Botschafter“ wurden in der Webversion nachträglich Ergänzungen angebracht, die im Newsletter fehlen:

  • Link zu den Bildern
  • Herwig wohnt in Alt-Nagelberg (und nicht Neu-Nagelberg)
  • Ergänzt wurde das Panoramabild vom gefüllten Saal und das gemeinsame Bild mit Herwig von der Versteigerung

Solche Ergänzungen kommen immer wieder vor, und ich rate Euch, die E-Mails nach der Lektüre zu löschen und zum eventuellen Nachlesen die Webversion zu benutzen. Um einen Beitrag zu finden, eignet sich die Suche (Lupe rechts im Menü) oder das chronologische oder das systematische Verzeichnis der Beiträge.

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Rapid-Botschafter

Wie anstrengend die Weihnachtszeit sein kann, zeigt auf amüsante Weise das Wiener Punschgedicht. Aber treue Rapid-Fans haben es besonders schwer, denn über den Punschkonsum hinaus jagt eine Veranstaltung die andere.

  • 14.12 Punschstand der Tornados
  • 15.12. Inspirierende Stadionführung
  • 16.12. St.Pölten-Rapid, danach Harry Gartler
  • 17.12. Andy Mareks Weihnachtsshow in Waidhofen an der Thaya; dieser Bericht
  • 18.12. Rapid-Weihnachtsfeier
  • 19.12. Verschnaufpause oder Rapid-VIP-Weihnachtsfeier
  • 20.12. Weihnachtsfeier der Fanklubs

Da unser Leben bereits voll auf Rapid ausgerichtet ist, haben wir die eigene Weihnachtsfeier bereits Anfang Dezember absolviert, damit wir dieses Terminstakkato ohne Kollision absolvieren können. Der gestrige Sonntag war besonders ereignisreich und fand einen krönenden Abschluss in einer Fahrt ins Waldviertel zur „Andy Mareks Weihnachtsshow“Hannes hat bereits im August Karten vorbestellt und so trafen wir zuerst zur Vorfeier des Abends in Mörtersdorf bei der Graselwirtin zusammen. Wir, das sind Arnold, Florian, Franz, Hannes, Janine, Peter und Silvia.

Das Ziel der Veranstaltung ist die Unterstützung von Sozialprojekten in der Gegend. Sehr viele Sponsoren beteiligen sich gemeinsam mit den 1200 Besuchern. Einige der Sponsoren kamen auch in Kamingesprächen zu Wort, etwa die 31-jährige Jungunternehmenrin Doris Ploner mit IhremProjekt „Die Käsemacher“ aus Vitis und Heidenreichstein. Doris ist Gewinnerin des UnternehmerInnen Awards 2017 „Frau in der Wirtschaft“. Der heimliche Gewinner des Abends ist aber – wie so oft bei den Veranstaltungen von Andy – Rapid – wie wir noch sehen werden. Hier ein Rundumblick auf die bis auf den letzten Platz gefüllte Sporthalle:

Ein Familienfest

Die Andy Marek Weihnachtsshow ist ein Fest für die „Großfamilie der Waldviertler“, dargebracht durch die öffentliche Weihnachtsfeier der „Mareks“! Erstmals mit dabei Kathi, die Schwester von Lukas. Und auch wir durften dabei sein!

1200 Gäste füllten die große Sporthalle in Waidhofen und wie uns berichtet wurde, war die Veranstaltung bereits eine Stunde nach Vorverkaufsbeginn, am 16.11. bereits ausverkauft; und das, obwohl niemand zu diesem Zeitpunkt die Gästeliste kannte und die Veranstaltung ausschließlich in der Region und ganz ohne Internet angekündigt wurde; ein nicht untypischer Hype, hervorgerufen durch das Multitalent Andy Marek.

Es war ein großartiger Abend und vielfältigen Gästen mit Angelika Nidetzky, den Comedy Hirten, Marc Pircher, Akrobaten, einem unglaublichen Magier, großartigen Gesangsdarbietungen uvam.

Der familiäre Charakter zieht sich durch das ganze Programm und hatte seinen Höhepunkt im Lied „Father And Son“ von Leonard Cohen, vorgetragen von Andy und Lukas Marek, begleitet von Max The Sax.

(Vater)
Es ist nicht an der Zeit, was zu verändern.
Beruhig dich erst mal und mach langsam.
Du bist noch jung, das ist dein Problem, du musst noch so viel lernen.
Such dir ein Mädel, werde sesshaft, du kannst heiraten, wenn du willst –
schau mich an: ich bin alt, aber glücklich.

Ich war früher auch wie du und weiß deshalb, dass es nicht leicht ist,
stillzuhalten, wenn man merkt, dass sich was tut.
Aber lass dir Zeit, denk ausgiebig über alles nach,
denk an das, was du hast.
Denn morgen bist du auch noch da – deine Träume vielleicht nicht.

(Sohn)
Wie soll ich das nur erklären – sobald ich´s versuche, dreht er sich weg,
es ist immer dasselbe Lied.
Vom ersten Moment an, wo ich sprechen konnte, musste ich immer nur zuhören.
Aber jetzt sehe ich einen Weg für mich, und weiß, dass ich gehen muss.

(Vater)
Es ist nicht an der Zeit, etwas zu verändern.
Setz dich erst mal und lass es ruhig angehen.
Du bist noch jung, das ist dein Problem.
Du musst noch soviel durchmachen.

(Sohn)
Ich muss gehen – und diese Entscheidung muss ich allein treffen.
Die ganze Zeit über war ich traurig, habe meine ganzen Gedanken für mich behalten.
Es mag schwer für sie sein, aber für mich wäre es noch schwerer, das zu verdrängen.
Wenn sie Recht hätten, würde ich ja ihnen zustimmen, aber sie wissen doch überhaupt nichts von mir.
Ich sehe jetzt einen Weg für mich, und weiß, dass ich gehen muss.

(Vater)
Bleib doch, bleib – warum musst du gehen und diese Entscheidung allein treffen?

Wir beobachten dieses harmonische Vater-Sohn-Team seit vielen Jahren und es ist mein Eindruck, dass es beiden wohl bewusst ist, dass ihr sehr gelungenes Familienkonzept nicht selbstverständlich ist und dass sie in allen diesen Aktivitäten versuchen, das, was ihnen an Überfluss gegeben ist, und das sie als Geschenk empfinden, mit uns zu teilen. Wenn Euch jemand nach dem Beruf von Andy Marek fragen sollte, antwortet nicht mit „Stadionsprecher“, das ist geradezu geringschätzend. Andys Beruf – oder besser „Berufung „ist er selbst, „Andy Marek“.

Andy, Rapid-Botschafter

Andy Marek moderiert sehr viele Veranstaltungen landauf, landab, vor allem in Niederösterreich. Und dabei ist immer Gelegenheit zur Erwähnung von „Rapid“. Sollte Deine Firma Nachholbedarf in Sachen „Marketing“ haben, nimm eine Anleihe bei dem, wie Andy das für Rapid macht. Wer jemand so „Gemeinschaft“-Besessenen in seinen Reihen hat, kann sich glücklich schätzen. Man hat den Eindruck, als würde Andy diese vielen Moderationen nur deshalb absolvieren, um die Botschaft „Rapid“ besser zu verbreiten. Andys Einfluss auf die Rapid-Gemeinschaft wird noch in einem weiteren Artikel eingegangen.

Ein Applaus-Test, der feststellen sollte, wo sich im Saal die Austria-Fans und wo die Rapid-Fans befinden, ging ganz schlecht für den Stadtrivalen aus; zu sehr hat Andy den Mythos „Rapid“ in seiner Heimat verbreitet. Daher ist es auch nicht verwunderlich, wenn in der Kabarett-Nummer der Comedy-Hirten folgendes erzählt werden kann: Zurzeit werden zahlreiche Spam-Mails versendet, die auffordern, die Beilage zu öffnen, in der sich Freikarten zu Spielen der Austria befinden sollen. Und es sind tatsächlich Freikarten für die Austria enthalten!

Weiters gab es als einen Programmpunkt ein Interview mit Louis Schaub (der sogar ein Weihnachtslied gesungen hat), sowie Versteigerungen von Original-Trikots, von denen der Autor das noch verschwitzte Schobi-Trikot vom St.Pölten-Spiel ersteigert hat und Herwig, unser Freund aus Alt-Nagelberg das Trikot von Louis Schaub.

Stellen wir uns vor, jemand wollte in einer Weihnachtsveranstaltung für seine Produkte so werben wie Andy das für Rapid tut. Billig wäre das nicht und es würde vom Publikum immer mehr oder weniger als lästige Werbung empfunden werden. Was für ein Popularitätsverstärker Andys Aktivitäten für unseren Verein darstellen, kann man nicht hoch genug schätzen; leisten könnte man sich das anderswie nicht. Und das alles hat eine unmittelbare Auswirkung auf die Zuschauerzahlen bei Rapid, die in einem der kommenden Artikeln analysiert werden.

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St.Pölten-Rapid

0:5 (0:2)

Wir haben zwar gegen den Letzten gespielt, aber das haben andere auch, etwa Sturm(3:2), Austria(0:1!) und RB (3:1). Es war der höchste Sieg einer Mannschaft gegen St.Pölten in dieser Saison überhaupt!

Sehen wir es historisch. Kantersiege sind selten. Insgesamt 64 Mal in der Rapid-Geschichte, also etwa jedes zweite Jahr, kommt es zu einem 5:0-Erfolg. Der letzte derartige Erfolg war der Auftaktsieg im neuen Stadion in der ersten Runde der vorigen Saison gegen Ried. Und in der Saison 2015/16 gab es zwei Erfolge dieser Qualität, das letzte Spiel in St.Andrä, bei dem es aber um nichts mehr ging und den 6:1-Auswärts-Erfolg gegen Mattersburg.

Wie kam es dazu?

Wer die Kommentare des Publikums mitgehört hat, meint, Rapid wäre drauf und dran gewesen, zu verlieren.

Leider können wir die Besprechungen in der Kabine nicht mithören; uns bleibt nur die Interpretation des Spiels. Der Anfang, die ersten 30 Minuten waren gar nicht in einem Stil, der einen Kantersieg hätte vermuten lassen. Im Gegenteil, war St. Pölten angriffiger und Rapid zog sich mit zahlreichen Rückpässen zum Tormann zurück.

Und das kann durchaus auch Absicht gewesen sein, weil ja das Hauptproblem der vielen Unentschieden ist, dass unser Sturm durch die dicht gestaffelten Verteidigungsreihen nicht durchkommt. Möglicherweise war es Absicht, den St.Pöltnern Mut zu machen, durchaus mit einem gewissen Risiko. Dieses „Mut machen“ hat die Folge, dass die Verteidigung der gegnerischen Mannschaft hoch steht und man Räume vorfindet.

Und so hat sich auch das Führungstor angefühlt, denn Joelinton bekam einen perfekten Pass und enteilte den Verteidigern, überspielte den Tormann und traf das leere Tor (was ja nicht immer der Fall ist und daher soll es auch besonders hervorgehoben werden). Ein ganz ähnliches Premierentor gelang übrigens nach der Pause Berisha. Ein solches Tor würde man eigentlich eher von der verteidigenden und spielschwächeren Mannschaft erwarten, aber es war genau umgekehrt, vielleicht also – wissen tun wir’s ja nicht – eine taktische Meisterleitung?

Dass ein langsames Anlaufen beim Elfer einen Vorteil bringt, kann man nicht sagen. Es wirkt unsportlich und der Tormann hat wegen der absichtlich verlangsamten Bewegung die Möglichkeit, die Schussrichtung besser zu vorauszusehen. Das folgende Bild zeigt den gehaltenen Elfer beim Stand von 3:0.

Als in der 86. Minute Steffen Hofmann eingetauscht wurde, hängten wohl die Augen aller Rapidler an ihm und es war wohltuend zu sehen, wie Steffen das Spiel in der kurzen Zeit an sich zog und klug die Bälle verteilte und auch die Vorlage zum 5:0 beisteuerte.

Ambiente

Wir buchten – wie schon beim letzten Spiel in St.Pölten – Plätze im Egger Bier Corner (46,- Euro) und konsumierten ein gemütliches Low-Level-All-Inclusive, vielleicht das letzte.

Im Bild Gregor, Florian und Arnold. Christian haben wir beim Block abgegeben.

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Bilder ⚽ News vom Tage ⚽ Stadionzeitung ⚽ Statistik

Neujahrswünsche

Da es das letzte Spiel in diesem Jahr war, verwenden wir den Gruß eines St.-Pölten-Sponsors, um unserer Mannschaft und allen Lesern dieses Tagebuchs für das kommende Jahr alles Gute zu wünschen, vor allem natürlich gleich für das erste Spiel gegen die Austria.

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Inspirierende Stadionführung

Mit dem Fanklub „Grün-weiße Distel“ und ihrem Obmann Christoph besuchten wir die Räume des Allianz-Stadions. Der Rundgang dauerte drei Stunden.

Spannend. Beeindruckend. Informativ.

Die Stadionführung mit Rapid-Pfarrer Christoph Pelczar war ein ganz besonderes Erlebnis, denn sie zeigte Fußball aus der Warte eines Mentaltrainers, der die Inspiration der Akteure in seinen Ausführungen immer wieder als ein wichtiges Element beschrieben hat.

Die Führung war spannend, weil sie uns gezeigt hat, wie wichtig möglicherweise Unwägbarkeiten für Erfolg im Spiel sind, beeindruckend, weil unser Führer mit seinem Engagement sowohl für Rapid als auch für sein Anliegen, den Glauben, überzeugend präsentiert hat und informativ, weil wir kleine und durchaus auch größere interessante Interna aus dem Zusammenleben der Rapid-Akteure aus erster Hand erfahren haben.

Gemeinsam. Glauben. Kämpfen. Siegen.

Katholiken sind genial in der Art, fremde Gefilde zu erobern. Schaut einmal auf die Überschrift: scheinbar wie das Motto des Rapideums, das sich in der letzten Zeit zum Motto von Rapid entwickelt hat. Mit dem Zusatz „Glauben.“ wurde es zum Motto des Friedensgottesdienstes, an dem wir teilgenommen haben. Das dort vorgetragene Gebet für den Frieden, das auf Franz von Assisi zurückgeht, möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Gebet für den Frieden (Hl. Franz von Assisi)

Herr, mach mich zu einem Werkzeug Deines Friedens.
dass Ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt,
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert.
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten, nicht, dass ich getröstet werde,
s
ondern dass ich tröste; nicht, dass ich verstanden werde,
sondern dass ich verstehe; nicht, dass Ich geliebt werde,
sondern dass ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

Fußball und Religion, Integration oder Trennung?

Laurin Rosenberg hat in seiner Einleitung zur Führung einen Vergleich zwischen Religion und Fußball als Religion gezogen und dabei überraschende Parallelen in Äußerlichkeiten aufgezeigt, die auch in diesem Tagebuch schon einmal angesprochen worden sind. Pfarrer Christoph wollte diese oberflächlichen Vergleiche aber eher nicht gelten lassen.

Fußball und Kirche haben auch organisatorisch gewisse Gemeinsamkeiten, sind sie doch beide hierarchisch klar strukturiert. Die Vereine und deren Vertreter, die nach den Regeln dieser Fußballhierarchie arbeiten, sind die letzten in einer Kette übergeordneter Verbände. Ganz oben, in der FIFA, sitzt ein Fußballpapst, umgeben von Fußballkardinälen, die festlegen, wie Fußball gehandhabt werden soll. Und eine dieser Entscheidungen betrifft die Religion am Spielfeld und die hat dort – nach Meinung der Fußballoberen – nichts zu suchen (siehe Links).

Dem steht aber gegenüber – wie uns Pfarrer Christoph vermittelt hat, dass überraschend viele Spieler in der Hinwendung zu einem Glauben Kraft für das Spiel schöpfen und dadurch gestärkt die Spiele absolvieren. Und genau diese Kräfte hilft Pfarrer Christoph zu mobilisieren. Nun, uns, den sieghungrigen Anhängern kann es schließlich egal sein, warum die Spieler gut spielen; dem einen hilft Musik, dem anderen ein Glaube.

Wir haben erfahren, dass es auch in den Reihen unseres Ligakrösus sehr gläubige Spieler gibt, auch solche, die schon Tore gegen uns erzielt haben, und ich konnte mir das Schmunzeln nicht verkneifen, dass möglicherweise der Salzburger Pfarrer mit der Vermittlung „seines Glaubens“ mehr mentalen Erfolg hat als der aus Hütteldorf; oder ist es doch eher das Geld, das den Unterschied ausmacht?

Der Schutzpatron der Fußballer, ein Rapidler?

Bischof Alois Schwarz hat den 1981 heiliggesprochenen Aloisius Scrosoppi im Jahr 2010 in Pörtschach zum Schutzpatron der Fußballer erklärt. Rapid besitzt mit der Statue des Schutzpatrons Luigi (Aloisius) Scrosoppi ein Original und dürfte überhaupt der erste Fußballverein sein, der eine solche Statue besitzt; viele weitere Vereine bemühen sich in der Kärntner Pfarre um eine solche Statue.

Mit Rapid hat zwar der historische Aloisius nichts zu tun, denn er starb schon 1884, aber dem aufmerksamen Harry Gartler ist aufgefallen, dass der Name des Fußballpatrons mit den Buchstaben „SCR“ beginnt, was – nach der Überzeugung von Pfarrer Christoph – kein Zufall sondern Fügung ist. Also eigentlich heißt der Heilige Osoppi und das SCR ist so etwas wie eine Adelsbezeichnung  Aloisius SCR Osoppi. Na, wenn das kein Wink von Oben ist!

Der Andachtsraum

Grundsätzlich ist der Raum grün beleuchtet, doch zeigt sich die Elektronik sehr anpassungsfähig.

Die Gästekabine

Es scheint unter den Organisatoren von Fußball eine ausgemachte Sache zu sein, dass man die Gäste möglichst „schlecht“ behandelt, dass man ihnen also nur eine Mindestausstattung zubilligt aber auch nicht mehr. Interessant waren die Texte in der Gästekabine, die noch vom letzten Spiel gegen Mattersburg über geblieben sind. Etwa stand dort groß aufgemalt „SIEG“ und daneben „Selbstvertrauen“, „Laufbereitschaft“, „Mut“, die wahrscheinlich von Trainer Baumgartner stammen, also ähnliche Tugenden, die man in solchen Situationen von jeder Mannschaft fordert.

Den Ausgang in die Flashzone hat man ziemlich „höllisch“ dekoriert mit der Aufschrift „Letzte Chance umzudrehen“.

Was wir aber alle nicht wissen, ob diese Inszenierung in der gewünschten Weise wirkt. Betrachtet man nüchtern die Ergebnisse der letzten Jahre, dann könnte man – alles andere einmal ausklammernd – der Meinung sein, dass dieser psychologische Hokuspokus genau umgekehrt wirkt als er sollte, was übrigens auch auf die dargestellte kriegerisch-aggressive Stimmung im Stadion zutreffen dürfte. Trainer Baumgartner hat es in der Pressekonferenz auch treffend charakterisiert, als er sagte, dass für seine Spieler die zwei Begegnungen in Hütteldorf die Highlights des Jahres sind und überhaupt der Grund, Fußballspieler sein zu wollen. Man kann daher mit solchen provokativen Wandmalerein in den gegnerischen Spielern das genaue Gegenteil von dem bewirken, was man erreichen will, nämlich eine jetzt erst recht“-Stimmung, die den Gegner sogar besonders motiviert. Aber so ist sie halt, die Psychologie; ein gegebenes Verhalten kann völlig verschiedene Wirkungen hervorrufen und wir können nur hoffen, dass die Wahl der Dekoration die richtige Wirkung hat.

Grün-weiße Distel

Nach einem gemeinsamen Abendessen konnten wir noch dem Punschstand der Tornados einen Besuch abstatten. Wir bedanken uns für die Möglichkeit zur Teilnahme bei der vom Obmann Christoph bestens organisierten Veranstaltung.

Wer Einblicke in das ziemlich dichte Arbeitsprogramm von Pfarrer Christoph gewinnen will, dem können wir eine solche besinnliche Führung empfehlen. Langweilig wird es im Andachtsraum nicht, es gab bereits 35 Taufen, und mehrere Hochzeiten sind auch schon vorgemerkt.

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Rapid-Mattersburg

2:2 (0:0)

Die Ausgangssituation ist klar, drei Punkte mussten her, und Gogo hat bereits unmissverständlich klar gemacht, dass das Ziel, den dritten Platz zu halten, bis zur Winterpause erreicht werden muss, immerhin lauert die Admira nur zwei Punkte hinter Rapid. Soweit das Wunschkonzert. Die allgemeine Erwartungshaltung war groß, wie man an den Quoten sieht. Der Rapid-Anhang hungert nach Siegen!

Anders als das sonstige Publikum im Stadion habe ich nicht gesehen, dass Rapid in irgendeiner Art schlecht gespielt hätte. Die Statistik spricht eine klare Sprache.

Es gab zum Teil sehenswerte Kombinationen, eine hohe Ballsicherheit (eine Statistik nennt 80% Passquote) und Einsatzbereitschaft, Dinge also, die man trainieren kann. Dass bei Spielern und Zuschauern die Enttäuschung am Ende groß war, kann man an der allgemeinen Erschöpfung der bis zu letzt toll kämpfenden Rapidler sehen. Für mich war es hingegen eine sehenswerte Partie.

Dass die fehlenden Tore den Spielern als „Unvermögen“ angelastet werden, empfinde ich als völlig verfehlt, weil hier eine Verwechslung von Leistung und Können mit Erfolg und Glück vorliegt. Ersteres ist klar trainierbar, und das konnte man auch erkennen. Zweiteres unterliegt Unwägbarkeiten, deren Gründe schwer bis gar nicht fassbar sind. Es kann an der Team-Psyche liegen, an der besonderen Stellung der Spieler von Rapid liegen, die speziell in der Vorweihnachtszeit von Kirtag zu Kirtag herumgereicht werden und aufgrund der großen Zuwendung der Rapid-Familie glauben, bereits dort zu sein, wo sie sich erst hinkämpfen müssen.  Es kann also schon sein, dass es eine Ursache dafür gibt, aber klar erkannt und angesprochen wurde diese noch von niemandem. An fehlendem Können liegt es ganz sicher nicht!

Zudem muss man bedenken, dass der Gegner klar weiß, dass er in Hütteldorf die defensive Rolle übernehmen muss und dass ihn nur Konter und Zufall retten können. Und wie schwer eine Festung auch mit einer Übermacht einzunehmen ist, weiß man ja aus der Geschichte – spätestens seit den Türkenbelagerungen.

Es ist bemerkenswert, dass Rapid in den letzten Jahren damit aufgefallen ist, keinen markanten Torschützen in seinen Reihen zu haben.  In der Liste der Torschützen rangiert kein Rapidler unter den ersten acht.

Dass man im Publikum meint, es müsse doch möglich sein, bei so vielen Chancen, mehr Tore zu erzielen, dem kann man durchaus beipflichten, aber die Betonung liegt auf „möglich“.  Doch dass es ebenso passieren kann, dass es diese Tore eben nicht gibt, das kann man dem Zufallscharakter des Geschehens anlasten. Wir haben uns ja auch nicht beschwert, als wir vier Spiele mit einem knappen 1:0 gewonnen haben, was ebenso ein Masl war wie es jetzt eben ein Pech ist.

Mehr über die Rolle des Zufalls in den Weihnachtsferien.

Gogos Wunsch nach einem dritten Platz zur Winterpause wurde beim Fußballgott erhört, denn der LASK hält mit einem Heimsieg die Admira auf einem Drei-Punkte-Abstand zu Rapid und ist zurzeit selbst drei Punkte vor der Austria. Danke LASK!

Ambiente

Der Block erscheint immer gut gefüllt, auch wenn nur 13.000 Zuschauer im Stadion sind. Das ist der Vorteil der Stehplatztribüne.

Das Highlight des Nachmittags kam in der Pause mit der Übergabe von 65.000,- Euro an die Aktion Kinderhospiz Netz durch eine Abordnung der Ultras in der Aktion „Wiener helfen Wienern“. Ein beachtliche soziale und vor allem auch organisatorische Leistung des Blocks!

Erwähnen sollte man auch, dass es bis 22.00 45 Meldungen über dieses Spiel gegeben hat aber keine diese doch ziemlich einmalige Aktion erwähnt hat; zumindest nicht in den ersten Sätzen.
Nachtrag: Weltfußball berichtet: „Rapid-Fans spenden ein Vermögen.“

Julians Hauptberuf ist Fan.

Und als hauptberuflicher Fan braucht man mehr als nur ein Eisen im Feuer. Julians Eisen sind die Edlseer, der Circus Safari – und Rapid. Dass Julian heute doch zu Rapid gekommen ist, liegt daran, dass die Edlseer in Bad Tatzmannsdorf spielen.

Bei Heimspielen werden üblicherweise an der Osttribüne Fahnen der beiden Vereine und Fahnen der Bundesländer gehisst. Sehr konsequent wird das heuer nicht durchgezogen:

Manchmal sind sie da, manchmal nicht. Vielleicht hängt das vom Wind ab?

Links

Rapidviertelstunde vom 8.12.

  • Forza Rapid über Ultras Rapid
  • Schönecker Statue gewandert
  • Neues vom Green White Walk
  • Peter Pacult Wordrap
  • Link zum Video

Nachtrag

Die besinnliche Rapideumführung ist bereits ausgebucht.

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Vorweihnachtliches Rapideum

Der Rapid-Fanklub „Grün-weiße Distel“ veranstaltet am Freitag, 15. Dezember 2017 ab 16:00 eine einstündige Spezialführung im Rapideum mit Laurin Rosenberg, die mit einer religiösen Feier mit Pfarrer Pelczar in der Rapid-Kapelle fortgesetzt wird. Anschließend an diese Feier, etwa ab 18:00, gibt es einen kulinarischen Ausklang in der Rekordmeisterbar.

Interessenten an dieser vorweihnachtlichen Aktivität sind herzlich eingeladen, teilzunehmen. Bitte aber jedenfalls um Anmeldungen an den Obmann von Grün-weiße Distel Christoph (aon.912633793 {at} aon.at). Die Veranstaltung ist ausgebucht!

Als Hintergrundinformation kann der Artikel in „Gott und Glaube am Fußballplatz“ über den grün-weißen Pfarrer Christoph Pelczar dienen  (erschienen in der Zeitschrift „Der Sonntag“, Ausgabe 47 vom 26.11.2017).

Das Bild zeigt die Einweihung des Andachtsraums mit Kardinal Christoph Schönborn und Pfarrer Christoph Pelczar. (Quelle: Rapid Presse-Archiv).

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GRÜNZEUG-589

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951) 45.JAHRGANG/NOVEMBER 2017/Nr.589/Versand 27.11.2017, Postamt 1120

SCHON WIEDER:
AKTION „WEIHNACHTSFEIER FÜR DEN NACHWUCHS“!

Wie schnell doch die Zeit vergeht! Je älter man wird, desto noch schneller! Unser 66-jähriger Anhängerklub beschenkte zur Weihnachtszeit etliche heute honorige Herren, als sie noch Kinder waren, z.B. ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel, Rekordnationalspieler (und Leider- nicht-Teamchef) Andreas Herzog, Erfolgstrainer Zoran Barisic oder Rapids „neuen“ Co- Trainer Thomas Hickersberger, um von den derzeit aktuellen Kickern wie etwa Papa Louis Schaub oder Dejan Ljubicic, dem „Mr. Unschlagbar“, gar nicht zu reden. Ihrer aller Weihnachtsfeiern mit dem SCR konnten wir dank der Großzügigkeit unserer Mitglieder, Leser und Leserinnen immer wieder mitfmanzieren. Und heuer machen wir das zum schon 41. Mal!

Zu diesem Zweck übersenden wir Ihnen allen den beiliegenden Zahlschein, mit dem Sie sich – je nach Gutdünken und Umfang Ihrer Brieftasche – bitteschön auch 2017 wieder an unserer traditionellen Weihnachts-Sammlung beteiligen können. Wenn ja, dann finden Sie Ihren Namen demnächst im „Grünzeug“, außerdem ist Ihnen der Dank der Rapid-Nachwuchssektion sicher, eh klar.

Wer mit Telebanking spenden möchte: IBAN: AT85 1200 0210 1002 2200 lautend auf „Klub der Freunde des S.C. Rapid“

Wir aber wünschen natürlich auch jenen, die sich an dieser Aktion nicht beteiligen wollen oder können, ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für ein selbstverständlich grün-­weißes Jahr 2018.

AUF DEN SCHWERSTEN WEGEN ENTSTEHT DAS GRÖẞTE GLÜCK

Auf Rapid 2017 scheint obiger Sinnspruch ziemlich gut zu passen. Denken wir doch an 2016/17, als unser Herzensklub von fast unzähligen (Langzeit-)Verletzungen und selten nachvollziehbaren Schiedsrichterentscheidungen arg gebeutelt wurde. Natürlich gibt es auch seit der Amtsübernahme von Goran Djuricin etliche nicht gerade kurzzeitige Ausfälle (Dibon, Mocinic, Malicsek, um nur drei zu nennen), aber Fredy Bickel hat trotz Europacup-Absenz einen so großen und starken Kader zusammengestellt, dass der Trainer für das schwere Auswärtsmatch gegen den aufstrebenden LASK neben dem plötzlich erkrankten ÖFB- Goalgetter Schaub getrost auf Stützen wie Schobesberger und Ljubicic verzichten konnte, bevor er sie in der heiklen Schlussphase doch noch brachte.
Und die Schiedsrichter? Die waren auch heuer nicht immer auf der grünen Seite (zeitiger Pavelic-Ausschluss in Salzburg), dennoch verfolgten sie Rapid nicht so gravierend wie früher mit ihren Fehlentscheidungen. Ja, manche fällten sie sogar zu Gunsten des SCR wie etwa bei Schwabs für Rapid „goldenem Arm“ in Mattersburg oder den Derbys. Aber das darf man natürlich nicht laut sagen oder groß schreiben, sonst blasen uns die Herren gleich wieder obe….

Jedenfalls: Nach dem 19.8., als Rapid daheim den Grazern mit 1:2 unterlag, gab es in zwölf Pflichtspielen neun Siege, drei Remis, keine Niederlage und 21:8 Tore. Gewiss, oft wurde mit nur einem Tor Unterschied gewonnen, aber das lag eher wenig am Glück, sondern am Pech (und gelegentlichem Unvermögen) beim Verwerten selbst bester Einschussmöglichkeiten. Den Kritikern wegen der fehlenden Stürmertore sei gesagt: Sch…egal, wer die Tore macht, Hauptsache, sie fallen! Dazu ein Wort Richard Strebingers nach dem Ende seiner Torsperre: „Hauptsache, wir gewinnen!“ Ja, schon, aber insgeheim hatte den ehrgeizigen Keeper der eher zufällig zustande gekommene Treffer des „falschen“ Berisha ganz bestimmt gemagerlt. Trotzdem: Der kleinere Wiener Klub, die Austria also, würde sich hundertprozentig auch über solche oder andere Siege freuen. Aber die war 2016/17 auf einem zu leichten Weg und hat damals ihr Glückspotenzial auf allen Gebieten (Schiris, Spielverläufe) zu tief ausgeschöpft; und bei Rapid (dem Noch-immer-Rekordmeister, Herr Kraetschmer!) war und ist es eben genau umgekehrt.
Aber: Vorsicht, denn die Glückgöttin ist eine extrem launische Dame! Nachzufragen beim FAK…

tipp3-Bundesliga (Stand vom 19.11.2017)

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

ÖFB-CUP, ACHTELFINALE (25.10.): AUSTRIA (A) 2:1 (1:0)

Ja, ja, wir wissen’s eh: Die revanchenlüstemen Veilchen waren in manchen Phasen des abwechslungsreichen 324. Derbys die bessere Mannschaft, obwohl sie doch so viele Ausfälle zu verkraften hatten; darüber hinaus wurden zwei Handselfer (Schwab, Auer) nicht gegeben. Tja, liebe Austrianer, wahrscheinlich habt ihr das Glück (auch mit den Schiedsrichtern) bereits überstrapaziert, und was das Verletzungsproblem betrifft, so kennt das niemand besser als Rapid. Einer stieg nach fast neun Monaten Zwangspause wie Phönix aus der Asche: Philipp Schobesberger! Dieser „freche Hund“ versetzte nun dem Erzrivalen, also der Nummer 2 in Wien, zweimal in vier Tagen den Knock-out, in der Liga mit einem nur für uns lustigen Kopfball, im Cup mit einem 25-Meter-Freistoß genau ins Kreuzeck. Und außerdem war der Schobi an der Superkombination mit Schwab und Murg beteiligt, die das ähnlich schöne 1:0 brachte. Abschließend: Die Lamentiererei der Violetten und ihrer medialen Vasallen sollten uns nicht kratzen, dafür haben wir selber schon viel zu viel ertragen müssen. Auch von den Schiedsrichtern, auch in einem Derby.
SCR: Knoflach; Auer, Sonnleitner, M.Hofmann, Bolingoli; Petsos, Schwab; Vet.Berisha, Murg (82.Ljubicic), Schobesberger (90.Prosenik); Joelinton (72.Schaub).- Tore: Alhassan (51.); Murg (41.), Schobesberger (78., Freistoß).- Gelbe Karten: Serbest; Sonnleitner, Schwab.- Happel-Stadion, Lechner, 14.652.

  • Zum Tagebucheintrag

BL, 13.RUNDE (28.10.): ADMIRA (H) 1:0 (1:0)

Die schönste Kombination des Nachmittags schloss Papa Louis vor seinem erstmals im Stadion weilenden Söhnchen eiskalt ab – eine Ausnahme im Auftritt der klar überlegenen Rapidler, deren Chancenverwertung womöglich noch miserabler war als leider schon gewohnt. Diese unglaublichen Fahrlässigkeiten hätten ihnen ums Haar den hochverdienten Sieg gekostet, doch Knasmüllner (bisher bereits acht BL-Tore) konnte die einzige echte Chance der Gäste zum Glück auch nicht nutzen (89.).
SCR: Strebinger; Auer, M.Hofmann, Galvao, Bolingoli; Ljubicic, Schwab; Schaub, Murg (88.Petsos), Vet.Berisha (73.Schobesberger); Kvilitaia (64.Joelinton).- Tor: Schaub (26.).- Gelbe Karten: Schwab; Maier, Zwierschitz.- Allianz-Stadion, Drachta, 16.800.

Choreografie

BL, 14.RUNDE (4.11.): STURM (A) 0:0

Im von beiden Defensiven dominierten, sehr intensiv geführten Duell mit dem selbstbewussten Leader leistete sich Rapid zu viele Ballverluste, um für den sechsten Sieg in Serie in Frage zu kommen. Aber mit einem Punkt in Graz konnten Taktikfuchs Gogo und seine toll kämpfende Mannschaft gewiss relativ gut leben. Einer wohl am besten: der einmal mehr bombensichere Richie musste nun schon 451 Minuten nicht mehr hinter sich greifen. Und Dejan (Ljubicic) verlor in diesem Herbst überhaupt noch kein Vereinsspiel, weder mit Wr.Neustadt noch mit Rapid – erst recht kein „Lapperl“!
SCR: Strebinger; Auer, M.Hofmann, Galvao, Bolingoli; Ljubicic, Schwab (72.Petsos); Schaub (63. Vet.Berisha), Murg, Schobesberger; Kvilitaia (56.Joelinton).- Gelbe Karten: Jeggo; M.Hofmann.- Merkur-Arena, Muckenhammer, 15.549.

Choreografie Sturm

BL, 15.RUNDE (18.11.): LASK (A) 2:1 (2:0)

Super vorbereitete (Schwab, Keles) und erzielte (cooler Lupfer, Volley) Tore waren die Highlights einen überragenden Hütteldorfer Halbzeit, in der die sonst so heimstarken Linzer zu Statisten degradiert wurden. Nach der Pause sah das allerdings ganz anders aus: Rapid plötzlich passiv und fehlerhaft speziell im Umschaltspiel, der LASK enorm bissig. Nachdem er gegen Gartier ein Verlusttor noch hatte verhindern können (62.), musste sich Strebinger nach 519 Minuten erstmals wieder geschlagen geben. Einerseits gab es im grünen Strafraum etliche kritische Szenen, andererseits wurden vorne immer mehr gute Kontermöglichkeiten leichtfertig verjuxt, sodass der Sieg nicht nur wegen der Dominanz im ersten Abschnitt absolut verdient war.
SCR: Strebinger; Auer, M.Hofmann, Galvao, Bolingoli; Petsos (74.Ljubicic), Schwab; Murg (77.Schobesberger), Keles, Vet.Berisha; Kvilitaia (70.Joelinton).- Tore: M.Berisha (68.); Murg (25.), Schwab (37.).- Gelbe Karten: Wiesinger, Gartier; Kvilitaia, Auer, Schobesberger.- TGW-Arena (Pasching), Jäger, 5.962.

Rekordmeisterbar

„MR. GRÜNZEUG NR. 589“: LUCAS GALVAQ DA COSTA SOUZA

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.
Verwenden wir einfach die Kurzfassung seines brasilianischen Endlosnamens, also Lucas Galvao, wenn wir über den aus Altach gekommenen SCR-Abwehrchef zu berichten haben! Es war und ist seit seinem Zwei-Minuten-Einstand am 26.8. gegen den LASK fast ausnahmslos Gutes wie auch diesmal wieder: Nach der Sperre im Cup-Achtelfinale trat Galvao durchwegs stark auf, im zweiten Duell mit den Linzern ebenfalls. Somit gebührte ihm vor dem „Torsperre-Richie“ der Titel „Mr. Grünzeug Nr. 589“.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

ÖFB-Cupspiele: Stephan Auer und Thomas Murg jeweils 10. (Austria).- BL-Spiele: Philipp Schobesberger 75. (Sturm); Stephan Auer 50. (Admira).- BL-Tor: Das war Chefsache: Kapitän Stefan Schwab erzielte beim LASK Rapids 25. Saisontor.

VOM ÖFB BIS HÜTTELDORF: NEUES AUF DEM TRAINERSEKTOR

Franco Foda, geboren am 23.4.1966 in Mainz, wie es singt und lacht, und über viele Jahre hinweg (leider) sehr erfolgreich bei Sturm Graz tätig, wurde nach längerer Geheimniskrämerei Marcel Kollers Nachfolger als ÖFB-Teamchef, welches Amt er bis Jahresende parallel zu dem bei den Grazern ausüben wird. Andi Herzog hingegen musste wieder einmal durch die Finger schauen. Na ja. Nichtsdestotrotz wünschen wir Foda für seinen gewiss nicht kinderleichten Job viel Glück und Erfolg, sowie gute Zusammenarbeit mit Sportdirektor Peter Schottel. Es wäre wahrscheinlich schon einiges gewonnen, würde er nur solche Spieler forcieren, die in Form sind und Spielpraxis haben, wenn auch „nur“ in unserer Bundesliga.

Goran Djuricin bestand am 31.10. die letzte Prüfung zur UEFA-Pro-Lizenz, wozu wir ihm herzlich gratulieren. Für uns hatte er schon längst drei ebenfalls wichtige Prüfungen mit Bravour abgelegt: Rettung des SCR aus der Abstiegsgefahr, Qualifikation fürs (höchst unglücklich verlorene) Cupfinale und bis zu besagtem 31.10. 40 Punkte in 21 Ligaspielen (beachtlicher Schnitt: 1,9). Nur weiter so: Go, Gogo, go!

Muhammet Akagündüz ließ sich erst recht nicht lumpen und erwarb eine Woche vor Djuricin dieses Trainerdiplom. Als Coach von Rapid II ist der temperamentvolle Aka nicht minder erfolgreich, wie unsere verehrten Leser (innen) stets im „Grünzeug“ nachlesen können. Auch ihm: Glückwunsch!

Thomas Hickersberger war vor einem Jahr von Damir Canadi nach Altach vertrieben worden, und mit 1.1.2018 kehrt der schlaue Tüftler besonders von Standardsituationen erfreulicherweise ins heimatliche Hütteidorf zurück, wo er an Martin Bernhards Seite als weiterer Co-Trainer füngieren wird. Wir freuen uns, Hicke!

EIN BLICK ZU RAPID II

14. RUNDE (24.10.): AUSTRIA AM. (A) 1:1 (0:1)

Lukas Heinicker hatte gegen Schwechat mit dem ersten Ballkontakt getroffen, nun gegen die Austria ebenfalls und zwischendurch gegen den WSC auch nur 19 Minuten nach seiner Einwechslung – das muss ihm erst einmal einer nachmachen! Somit gelang Rapid II im auch wegen der Unruhe auf den Rängen (an denen nicht nur die ach so bösen SCR-Hooligans beteiligt waren) ziemlich hektischen kleinen Derby ein Remis, das für die wie „aufgezuckert“ agierenden Violetten (fünf Verwarnungen für sie, nur eine für unseren Dober) eher schmeichelhaft war. Der Superjoker hieß also Heinecker, der Pechvogel aber Stefan Pfeifer: Frühe Kopfverletzung nach einem Luftduell.
SCR II: Haas; Müldür, Dober, Pfeifer (9.Prirsch); Bosnjak; Kuen, Szanto (80.Heinicker), Kostic, Leovac (73.Sahanek); Arase, Mujakic,- Tore: Vastic (18.); Heinicker (81.).- Austria- Akademie, Barmaksiz, 400.

Polizeipräsenz

15. RUNDE (29.10.): STADLAU (H) 2:1 (1:0)

Vor absoluter Minuskulisse war der böige Sturm ein arger Spielverderber und sicher mit ein Grund für das eher mäßige Niveau der Partie, in der Debütant Obermüller den Grundstein für den Pflichtsieg legte, indem er wenigstens eine der zahlreichen Chancen (3:1 Alu-Treffer für SCR II) nutzen konnte. Am Ende geriet der Dreier sogar noch kurz in Gefahr. Wie auch immer: Akas Burschen machten das Dutzend an unbesiegten Spielen voll, und das war aller Ehren wert.
SCR II: Jeciragic; Müldür, Dober, Obermüller; Szanto (75.Leovac), Bosnjak; Kuen, Keles, Kostic, Arase (67.Sahanek); Mujakic (63.Heinicker).- Tore: Obermüller (34.), Kostic (81.); Eichinger (84., Elfer).- Allianz-Stadion, West 1, Pilar, 60 (!).

16. RUNDE (3.11.): NEUSIEDL (H) 2:1 (2:1)

Irrer Beginn: Neusiedler Lattenkracher (14.), Mujakic im direkten Gegenzug 1:0 (14.), Mujakic per Foulpenalty 2:0 (16.), Anschlusstor (32.) – ab diesem Zeitpunkt hatten die stark nachlassenden Jungrapidler gegen die zweikampf- und laufstarken Burgenländer größte Mühe, den neunten Sieg über die Bühne zu bringen. Ein Wort zum Anhang: Je erfolgreicher die Mannschaft ist, desto weniger grüne Fans verirren sich nach Hütteidorf – unbegreiflich!
SCR II: Marie; Prirsch, Dober, Obermüller; Bosnjak; Kuen (46.Sahanek), Szanto (6O.Felber), Kostic, Leovac; Mujakic (76.Heinicker), Arase.- Tore: Mujakic (14., 16., Elfer); Kienzl (32.).- Allianz-Stadion, West 1, Fluch, 99 (!).

Elfer

17. RUNDE (12.11.): AMSTETTEN (H) 0:2 (0:1)

Die von Freitag (Flutlichtpanne) auf Sonntag verschobene Partie artete unter der Leitung eines hilf- und orientierungslosen Schiritrios zu einem wilden Gemetzel aus, in dem auf Seiten des SCR II nur Routinier Dober der ungustiösen Gangart des Angstgegners Paroli bieten konnte. Dass ausgerechnet der Tormann der Gäste ausgeschlossen wurde und das erst nach dem späten 0:2, kam einer schiedsrichterlichen Verhöhnung der Rapidler gleich.
SCR II: Haas; Pfeifer (72.Heinicker), Dober, Obermüller; Szanto, Bosnjak; Sahanek (78.Felber), Keles (46.Küssler), Arase, Leovac; Mujakic.- Tore: Holzer (7.), Den.Berisha (90./+3).- Rote Karte: Affengruber (90./+4, Beleidigung).- Allianz-Stadion, West 1, Paukovits, 100.

Flutlichtausfall

18. RUNDE (17.11.): ST.PÖLTEN JUN. (H) 1:2 (1:1)

Vor Rudi Flögels baffen Augen (Sohn Thomas coachte die Gäste) leisteten sich die Jungrapidler eine 93-minütige Auszeit, der Müldürs rüdes Ausschluss-Foul die Krone aufsetzte. Am Ende war das Resultat sogar noch das Beste an dieser Fehlpassorgie in Grün. Ob Dauerpechvogel Heinicker etwas hätte bewirken können, wäre er nicht bald nach seinem schönen 1:1 verletzt rausgehumpelt, lässt sich natürlich nicht nachweisen.
SCR II: Jenciragic; Müldür, Dober, Obermüller; Bosnjak; Felber (57.Sahanek), Szanto, Kostic, Leovac (83.Prirsch); Heinicker (26.Küssler), Mujakic.- Tore: Heinicker (15.); Entrup (8.), Vucenovic (54.).- Rote Karte: Müldür (82., Foul).- Allianz-Stadion, West 1, Wandl, 100.

Zweikampf

RESÜMEE

13 Mal in Folge war kein Spiel verloren gegangen, auch wenn es bei den Siegen gegen Stadlau und Neusiedl zeitweise schon ziemlich verdächtig im grünen Getriebe geknirscht hatte. Dann folgte die Härteschlacht gegen Amstetten, in der ein Großteil unserer Jünglinge der Mostviertier Gangart nur wenig gewachsen war, was übrigens auch den Schiedsrichter betrifft. So wurde die Schreckensbilanz gegen Amstetten sogar noch schrecklicher: Seit dem Auswärts-5:2 vom 27.9.2013 (Wydra-Doppelpack mit Tor aus der eigenen Hälfte) gab es in Amstetten immerhin drei Remis, aber sowohl in Hütteidorf als auch auf dem Elektra-Platz setzte es in fünf Partien ebenso viele Pleiten und 2:14 Tore – igitt! Nur vier Niederlagen bezog Rapid II in diesem Herbst und alle gegen niederösterreichische Teams, also auch gegen St. Pöltens Juniors mit Torschützen und „Ultras-Liebling“ Entrup. Und so endete die Halbsaison, wie sie begonnen hatte: mit zwei teilweise blamablen Niederlagen. Aber trotzdem Kopf hoch, Burschen bzw. (auf Austro-Piefkinesisch) Jungs, nun habt ihr ja drei Monate Zeit zu regenerieren, um dann das Projekt Erste oder halt Zweite Liga, wie auch immer die zweithöchste Spielklasse heißen wird, wieder ins Auge zu fassen. Dazu alles Gute, Aka & Co.!
RLO zur Winterpause: l.Hom 17/39 (36:13).- 2.Ebreichsdorf 17/35 (30:10).- 5.Rapid II 17/31 (35:26).

„MV“ VOM 13.11.: EIN COMEBACKER, ZWEI DEBÜTANTEN

Am 11.4.2016 hatten wir Thanos Petsos („Ich werde immer ein Rapidler bleiben“) mit Standing Ovations Richtung Bremen verabschiedet, und in der letzten diesjährigen Versammlung war er wieder da, wenn auch nur als Leihspieler bis kommenden Sommer. Rapid hat aber eine Kaufoption für den Defensivspezialisten, dessen Jahr an der Weser und auch beim FC Fulham alles andere denn glücklich verlaufen war: „Es gab Wechsel auf den Positionen des Sportdirektors und des Trainers, und das ist für einen Neuen immer problematisch, außerdem laborierte ich an einer Wadenverletzung.“ Wieder in Hütteidorf, sei ihm natürlich bewusst, dass der SCR über einen guten Kader verfügt und der junge Dejan Ljubicic als Sechser sehr starke Partien spielt. Daher hieße es für ihn, hart zu arbeiten und sich dem Trainer immer wieder anzubieten, um so möglichst oft in der Mannschaft aufzuscheinen. Dass der Thani sich in Wien (wieder) pudelwohl fühlt, war ihm unschwer anzumerken, zumal er hier ja auch seine aus Kärnten stammende Gattin kennen gelernt hatte. Und wir hätten gewiss auch nichts dagegen, würde der beliebte Deutsch-Grieche über dieses eine Leihjahr hinweg ein Hütteldorfer bleiben.

Die Debütanten in unserem Klublokal (wo Martin Reisers Tochter Nina und deren Gatte den rekonvaleszenten Peter Nowotny dankenswerterweise unterstützten) hießen Thomas Murg und Veton Berisha. Bei Ersterem gelang der Auftritt in der Rosasgasse im dritten Anlauf, dafür aber war er umso gelungener, denn der Ex-Bämbacher-, GAK-, FAK- und Ried- Tricksler hat nicht nur einen starken linken Fuß, sondern auch ein tüchtiges Mundwerk, das ihn um keine (vernünftige) Antwort verlegen machte. Gleiches gilt für Veton Berisha, dessen älterer, für RB
Salzburg erfolgreich tätiger Bruder Valon ihm den Transfer von Fürth zu Rapid sehr empfahl („Traditionsreicher Klub mit tollen Fans“). Während man beim Murgi den Steirer nur selten heraushörte, erinnerte uns beim Veton, dem gebürtigen Norweger, vieles seines Akzents an Jan-Age Fjörtoft. Ob er, der gegen die Bezeichnung „Kampfschwein“ gar nichts hat und dem es völlig egal ist, auf welcher Position er eingesetzt wird, ein ähnlicher Publikumsliebling wie dieser wird, soll die Zukunft zeigen. Gelegenheit dafür hat er vorerst ja (mindestens?) drei Jahre. Dass mit dem bereits erwähnten Dejan Ljubicic ein dritter Debütant absent war, lag auf der Hand, stand er doch im U21-Team gegen Serbien und Mazedonien (siehe „Splitter“). Was wir natürlich nicht wissen konnten, als wir diese „MV“ planten.

In der sich das Auditorium weitestgehend schweigsam verhielt. Wir nehmen das als Zeichen dafür, dass unsere Mitglieder mit der aktuellen Situation des SCR zufrieden waren. Und mit den Leistungen der drei Ehrengäste ebenfalls.

Gemütliche Freunde

SPLITTER

Unsere Homepage ist in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreundc.at) Mitglieder können sich auf der Homepage unter „Tagebuch“ > „Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Laut Auslosung vom 5.11. bestreitet Rapid das Cup-Viertelfmal-Heimspiel am 27. oder 28.2.2018 – eine gute Gelegenheit zur Revanche für das zweimalige Scheitern an den Innviertlem in diesem Bewerb!

Die Austria jammert über Verletzungspech, bei Rapid gehört dieses schon seit mehr als einem Jahr quasi zum „Tagesgeschäft“: Neben den Langzeitausfällen Christopher Dibon, Ivan Mocinic und Philipp Malicsek verletzten sich Ende Oktober kurz hintereinander Manuel Thumwald (OP nach Bänderriss im Sprunggelenk, erlitten im RLO-Match gegen Ebreichsdorf) sowie Mario Pavelic (Schulterblessur im Training), überdies humpelte Giorgi Kvilitaia in Graz mit dickem Eisbeutel auf dem rechten Knöchel vorzeitig in die Kabine. Am 10.11. schoss er allerdings Georgiens Siegestor zum 1:0 über Zypern, immerhin.

Wir begrüßen Herrn Christian Kosa, 1100 Wien, als neues Mitglied.

U21-EM-Quali: Serbien 1:3 (0:1) am 10.11. in der Südstadt (Tor: Laimer; Ljubicic spielte durch) und Mazedonien 4:0 (3:0) am 14.11. in Skopje (Tore: Jakupovic 2, Honsak, Laimer; Ljubicic kam in der 68. Minute für Wöber, während Rapids Kapfenberg-Leihgabe Gartier stark durchspielte und in der 85. Minute sogar einen Elfer hielt).

14.11., der 25. Todestag des großen Rapidlers Emst Happel im nach ihm benannten Stadion: Bei Franco Fodas Teamchef-Debüt gab es ein ziemlich glückliches 2:1 (1:1) über Uruguay, bei dem Sabitzer und der in Minute 59 für Kainz gekommene Schaub (Freistoß aus „unmöglicher“ Position, 87.) für Österreich trafen. Debütant Schwab wurde sehr spät (90.) eingewechselt, Schobesberger blieb auf der Bank.

In den Teamkader wurde Richard Strebinger trotz seiner Torsperre zwar nicht berufen, dennoch war er in der spielfreien Woche happy, weil sein zweiter Sohn Lio zur Welt kam. Glückwunsch, Richie, und nur weiter so!

Das kann man auch seinem Arbeitgeber, dem SK Rapid, zurufen: Der vermeldete für die (sportlich keineswegs zufriedenstellende) Saison 2016/17 einen Gewinn von 2,288.319 Euro sowie eine Erhöhung des Eigenkapitals auf etwa 12,5 Millionen, das ist historischer Höchstwert.

KLUB DER FREUNDE DES S.C. RAPID, 1120 Wien
Telefonservice: 01-8170035
Redakteur: Gerhard Niederhuber
E-Mail-Adresse: klubderfreunde@aon.at
Homepage: http://klubderfreunde.at/
Newsletter: http://klubderfreunde.at/newsletter-anmeldung/
Homepage-Autor: Franz Fiala

 

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Allianz Gewinnspiel

Allianz, der Partner von Rapid, veranstaltet ein Gewinnspiel und Du kannst bis zum 15.12. mitmachen. Hier ist der Original-Text aus dem Allianz-Newsletter. Dich kannst Dich auch zu dem Newsletter anmelden.

Lieber Fußballfan,

am 4.2.2018 ist Derby im Allianz Stadion!

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Viel Glück und schon jetzt erholsame Feiertage!

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Das kannst du für den 4.2.2018 gewinnen

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Einsendeschluss ist der 15.12.2017 (23:59)!

Viel Glück, Dein Allianz Stadion Team

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WAC-Rapid

0:0

Was konnte man eigentlich vom Spiel erwarten? Nun, Rapidler sind immer unverhältnismäßig optimistisch. Aber ein Blick auf die bisherigen 11 Begegnungen in Wolfsberg (im Bild mit einem roten Punkt angemerkt oder auch an der geringeren Zuschauerzahl (braune Balken) erkennbar) hätte uns warnen müssen. Rapid verzeichnete erst einen Auswärtssieg gegen den WAC (5:0) aber das in einem Spiel im Mai, bei dem es um nichts mehr gegangen ist. Man hat damals gesehen, was passiert, wenn man einfach spielt und sich weniger an taktischen Anweisungen orientiert. In einem solchen Fall setzt sich die technische Überlegenheit von Rapid klar durch. Aber das war die Ausnahme. Kein anderes Spiel wurde in einem doch schon ziemlich langen Zeitraum gewonnen und allein aus dieser Sicht wäre ein voller Erfolg eine Überraschung gewesen.

Der WAC ist neben Salzburg der einzige Verein gegenüber dem Rapid eine negative Bilanz aufzuweisen hat (8 Siege, 6 Unentschieden und 9 Niederlagen). Mit einem Sieg hätten wir mit dem WAC gleichgezogen, so aber wird aber ein Ausgleich dieser negativen Bilanz auf den kommende Jahr verschoben. Aber ein Blick auf die Erfolgskurve macht aber optimistisch, dass Rapid das schaffen wird.

Das durch die vergangenen Spiele zu erwartende schwere Spiel war es dann auch. Es war kein fußballerischer Leckerbissen, den wir erlebt haben. Nicht nur, dass nicht getroffen wurde, es gab auch fast keine Chancen, und wenn, dann eher noch auf der Seite der Kärntner.

Aber keiner der Kommentatoren hat angemerkt, dass es besonders in der ersten Spielhälfte immer wieder zu rätselhaften Ausrutschern auf beiden Seiten gekommen ist. Abgesehen vom harten Boden, dürften unter dem Gras vereinzelte Eisflächen gewesen sein, die ein präzises Spiel erschwert haben. Mein Eindruck war, dass durch den harten Boden verschiedene Aktionen eher verhalten abgelaufen sind und der Charakter des Spiels durch diese Umstände geprägt wurde.

Ein Bild. das symbolisch für das ganze Spiel gelten soll, war dieser „Mantel des Schweigens“, wohlgeformt aus dem Nebel der Bengalen, die der Block zu Ehren des erkrankten „Häuptlings“ Oliver gezündet hatte, und der sich – in dieser Form ungewollt – über das Spielfeld gebreitet hat:

Ambiente

Über die gewohnt peinliche Einleitung durch den Stadionsprecher breiten wir – wie zuvor über das Spiel – den Mantel des Schweigens. Es gibt nach Arnold Schwarzenegger wieder einmal einen Mister Universum aus Österreich, der den Ehrenankick vornahm, Fabian Mayr aus Steyr. (Hoffentlich irre ich mich da nicht).

Choreografie

Die imposante Choreografie der Block-West bestand aus glitzernden Stanniol-Folien in den Gründungsfarben blau-rot, dem Schriftzug „1899“ und dem Gründungswappen in der Mitte.

In der Pause sandte der Block Genesungswünsche an den erkrankten „Häuptling“ Oliver.

Anreise

So, als hätten man geahnt, dass das Spiel kein Highlight werden würde, fuhren nur 19 Rapidler mit dem BLAGUS-Bus nach Wolfsberg. Die Fahrt war Bestens organisiert durch Maria und Jürgen. Jürgen sorgt mit seinen g’schmackigen  Wurstsemmeln für eine preiswerte Verköstigung. Erstmals war Arnold, der „Simmeringer“ mit von der Partie, hier im Bild mit Florian. Auch die versöhnliche Charakterisierung des Spiels durch Jürgen vor der Heimfahrt soll erwähnt werden.

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Lange Nacht der Karten

Der Wunsch, bei der Rapid-Weihnachtsfeier dabei sein zu können, gehört dazu wie der Wunsch nach einem Sieg im Wiener Derby.

Weihnachtsfeier daham

Die „Weihnachtsfeier daham“ hat sich gegenüber der Weihnachtsfeier in der Pyramide in Vösendorf verändert, war sie doch früher tatsächlich eine Feier für alle Rapidler. Aus Platzgründen muss aber die „Weihnachtsfeier daham“ in eine Feier der West-Tribüne (VIP-Abonnenten, Business-Partner) und in eine Feier von Nord-, Ost- und Süd-Tribüne aufgeteilt werden.

So ab Allerheiligen beginnt sich die Rapid-Gemeinschaft zu fragen, wann die Weihnachtsfeier sein wird und wie man sich anstellen wird. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, die Karten für unsere Fanklubs „Klub der Freunde“, „EwkiL:Rapid“ und eine große Runde aus Purgstall und Wieselburg zu besorgen, insgesamt 58 Karten, aufgeteilt auf 5 Tische (4×12, 1×10). Wenn dann der Termin feststeht, werden die Kartenwünsche gesammelt und gemeinsam eingekauft. Als Ausrüstung verwende ich zwei Bücher, Laptop, Netzgerät, Verteiler. Die lange Unterhose bleibt zu Hause, weil wir die Nacht im alten Fanshop verbringen können.

Der Verkauftstermin ist Samstag 9:00 aber für die besten Plätze muss man schon am Freitag vor Ort sein. Heuer muss erstmals für jeden Sitzplatz eine Mitgliedschaft nachgewiesen werden. Bereits am Vortag wurde der alte Fanshop für die „Lange Nacht“ vorbereitet, sogar an Getränke hat das Klubservice-Team gedacht!

08:34 Mit der S80 vom Hauptbahnhof nach Hütteldorf. Robert Racic fährt mit demselben Zug. Sein Auto bekommt Winterschuhe. Das Gesprächsthema ist „Rapid“, was sonst.

09:00 Robert lädt mich ein, in der Aula Platz zu nehmen; sehr bequem. Der Erste bin ich nicht, Roman hat mich trotz meines Pensionistenstatus überholt, er hat einen Urlaubstag genommen und war schon um 8:00 da.

Wir kennen uns, im Vorjahr war Roman um 11:00 von dem Fancorner angestellt und auch da hat er mich geschlagen, denn ich kam erst um 11:30. Franz, der ewige Zweite!

09:30 Zwei Schulklassen kommen zu einer Führung mit Markus Lanzenhofer

10:00 Die Aula wird für eine abendliche Weihnachtsfeier von Mediaprint vorbereitet

10:30 Ich lese ein Buch, etwas, für das sonst zu wenig Zeit bleibt, als mich jemand begrüßt und mir die Hand schüttelt: es war Steffen Hofmann! Dann kommen noch Dejan Ljubicic, Thomas Schrammel, Manuel Thurnwald (mit Gips am Fuß), Boli, und Mario Pavelic. Die anderen Spieler kommen offenbar durch die Garage. Wahrscheinlich gibt es eine Vorbesprechung für das Wolfsberg-Spiel.

11:00 Roman II von Grün-Weiß-Favoriten kommt. Wir sind jetzt zu dritt.

12:30 Wir verpflegen uns ambulant aus den Vorräten der Billa-Filiale. Kurzes Training der Mannschaft auf West 1. Die Schülergruppen verlassen das Stadion.

14:00 Fünf Kartenkäufer in der Warteschlange. Kaffee in der Rekordmeisterbar

15:30 Der Mannschaftsbus fährt Richtung Wolfsberg ab.

15:45 Steffen Hofmann geht und man hat den Eindruck, als wäre er ziemlich deprimiert. Wir wissen alle, wie alt wir sind aber wenn es uns dann bewusst gemacht wird, ist es doch für jeden von uns schmerzhaft, sich wieder einmal von etwas verabschieden zu müssen, an dem man so gehangen ist.

16:00 Wir übersiedeln in den alten Fanshop. Der Fanshop ist ausgeräumt. Es gibt Sitzgelegenheiten und Getränke. Danke ans Fanservice! Er gibt Rauchverbot. Die Tür geht nur von innen auf.

18:00 Acht Kartenkäufer in der Warteschlange. Ich erfahre von Pepi, dass es 12er-Tische gibt aber mein Sitzplan war auf 10er-Tische ausgerichtet. Ich muss meine Sitzordnung verändern; leider.

23:30 Im Stags-Head ist heute Karaoke-Abend bis 1:00. Pepi singt „Nur ein Bild von Dir“ von den Bambis; tolle Performance. Rechts im Bild David.

Sandra singt das Lieblingslied ihrer Mutter, die sehr früh verstorben ist, wie sie mir später erzählt hat.

Die Außentemperatur beträgt -5 Grad. In den letzen Jahren hatten wir etwa 10 Grad mehr und auch das war schon ziemlich kalt. Wir sind froh, im Fanshop sitzen zu können.

00:00 Die meisten arrangieren ihre Knochen in einer geeigneten Position und versuchen zu schlafen. Nur Anita, Romana und Sandra halten durch; die haben Energien! Ich schlafe für zwei Stunden, ausgestreckt auf drei Sesseln.

03:00 20 Wartende. Damit es nicht so langweilig ist, kamen auch Freunde mit, sodass wir insgesamt etwa 30 Personen sind.

06:13 Links im Bild David, mit dem ich die ganze Nacht geplaudert habe.

Die automatische Tür bleibt offen, warum ist unklar.

07:00 Martin bringt ein Frühstück vom Mac. Danke!

08:00 Andy Marek kommt mit den Wartenummern, er hat etwa 50 Nummern verteilt.

08:30 Der Kartenverkauf im Fancorner beginnt. Es geht schnell. Um 10:00 haben alle Wartenden ihre Karten, die Randplätze bleiben für die E-Mail-Interessenten.

09:00 Ambulantes Büro im Stags Head, die Eintrittskarten, Parkkarten und Mitgliedskarten werden aufgeteilt und die ersten Besteller haben sich die Karten auch schon abgeholt.

Gleich geht’s weiter mit dem Rapid-Bus nach Wolfsberg!


Was mir besonders gefällt, ist dass man sich bei Rapid trifft, ganz unabhängig von der Tribüne, dem Beruf oder Fanklub, dass man an so einem Tag bei Rapid sehr viele Begegnungen mit Gleichgesinnten hat, berufs- und altersübergreifend. Die Nacht verbrachte ich plaudernd mit David und Rocky. David ist überhaupt das erste Mal bei der Weihnachtsfeier dabei. Es hat seinen Platz im Block West. Rocky berichtete stolz von seiner neuesten Errungenschaft, einem „Aixam“ und von seinem Besuch bei Ivica im Pflegeheim.

Es ist sicher ein bisschen anstrengend, phasenweise auch etwas langweilig, aber die Freude, gemeinsam ein kleines Abenteuer erlebt zu haben, überwiegt! Alle Jahre wieder: „Die Lange Nacht der Karten“

 

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