Rapid II-Karabakh
8. September 2017
Metapher „Rapid“
12. September 2017

2:2 (0:0)

Es war wieder etwas von „Rapid“ zu sehen am Spielfeld. Sehenswerter Einsatz, tolle Kombinationen. diszipliniertes Defensivspiel.

Mitgliederversammlung am 11.3.2019 mit:
Stephan Auer, Andrei Ivan, Tobias Knoflach, Manuel Martic
Gäste sind willkommen, Voranmeldungen erbeten. Wenn Du als Nichtmitglied teilnehmen möchtest, rufe bitte 0677-1899 5070 (Franz).

Für uns überragend (subjektiv natürlich) Galvao, Strebinger, Boli. Natürlich die beiden Torschützen Ljubicic und Schobesberger nicht zu vergessen. Das erste Tor wurde durch einen Sololauf von Boli eingeleitet. Sein Seitenwechsel auf Schaub wurde schon durch ein kollektives „schiaß Louis“ begleitet, doch dieser sah mehr Chancen über die Mitte und seine Rückgabe war tatsächlich von Erfolg begleitet. Ein toller Erfolg für den jüngsten Rapidler am Platz: Dejan Ljubicic. Es wird wohl für Thanos Petsos ein harter Kampf ums Leiberl auf dieser Position.

Dass auch die neuerliche Führung durch den wieselflinken Philipp Schobesberger letztlich nicht gereicht hat, ist natürlich ein Wermutstropfen, der das Ergebnis trübt, aber das Gebotene kann sich sehen lassen und – anders als im Vorjahr – können wir im heurigen September mit mehr Zuversicht auf die nächsten Spiele blicken.

Genaugenommen war es der gefühlt starke Zusammenhalt der Mannschaft, der uns Hoffnung gibt.

Fußballverarschung

So, als würde der Zinnober der Dosenanbeter einen Fußball-Interessierten in irgendeiner Weise tangieren, wird das auch noch plakatiert: ein völlig nutzloses Schild am Eingang zum Bullenstadl:

Hier wurde schon einmal über den Kommerz-Sprecher in Salzburg berichtet. Aber diesmal hat man wieder einen neuen Sprecher aus dem schier unerschöpflichen Kommerz-Vorrat gezogen, der an Peinlichkeit schon kaum zu übertreffen war.

Der rote Wahlslogan „Ich hol‘ mir, was mir zusteht“ ist dem neuen Stadionsprecher Pate gestanden als er meinte, dass sich die Bullen zu holen hätten, was ihnen zusteht, nämlich die drei Punkte.

Wie schon ausführlich an dieser Stelle über den „Rekordmeister“ berichtet wurde, hängt ein solcher Titel immer mit dem Zeitraum zusammen, über den man mittelt und natürlich gibt das Fußball-Wien in den letzen 15-20 Jahren kein gutes Bild in solchen Statistiken ab. Dass sich also Salzburg jetzt als „Rekordmeister des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet, ist bestenfalls ironisch zu verstehen, um eben die in Wien aufgeflammte Rekordmeister-Debatte zu karikieren.

So begrüßten uns auch vor halbleerer Fantribüne (die Fahnen bedecken freundlicherweise die leeren Sitzreihen) die Gastgeber mit „Willkommen beim Rekordmeister des 21. Jahrhunderts“.

Da fahren an die zweitausend Rapid-Anhänger quer durch Österreich, um ein Spiel zu sehen – und landen in einer Art überdimensionierem Zirkuszelt, in dem von einem die Sensationen herbei schreienden Hanswurst Werbung für eine Limonade gemacht wird. Der Klamauk rund um das Spiel erinnert eher an die Ankündigung einer Trendsportart, ein Gebiet, in dem RedBull stark vertreten ist.

Da wird die gegnerische Mannschaft vom Sprecher mit einem Enthusiasmus begrüßt, der eher an Verarschung erinnert als an ein seriöses Fußballspiel. Das Spiel ist für uns eine wichtige, wenn nicht eine ernste Sache. Wir verbringen viel Zeit damit, das Spiel zu verstehen und zu interpretieren. Und dann wird das Spiel vor einem Event-Publikum zu einer Volksbelustigung degradiert.

Genau so stellen wir uns den Kommerz vor, und genau so ist er dann auch.

33 Bullen, 11 Rapidler, 3 als „unparteiisch“ Benannte und eine Kuh bei der Mannschaftsaufstellung.

In anderen Situationen ist man sehr kritisch, doch dass man bei der Mannschaftsaufstellung einen Kasperl in Form einer Kuh in der Spielaufstellung mitbringen darf aber ein Ersatz-Spieler, der den Weg zum Fanblock über das Corner-Eck abkürzt gleich mit Gelb ermahnt wird… Na ja, Hauptsache man kann dem Gegner formal etwas antun. Ich habe dieses Gelb-„Vergehen“ von Tobias Knoflach zufällig im Bild festgehalten:

Der „Unparteiische“

Wie wir wissen, darf ein Schiedsrichter nicht aus einem Bundesland einer der beiden Mannschaften kommen, es sei denn – wie bei einem Wiener Derby – dass beide Mannschaften auch aus demselben Bundesland kommen – wie Ing. Gerhard Grobelnik.

Wann „kommt“ aber ein Schiedsrichter aus einem Bundesland? Die richtige Antwort ist nicht: „wo er geboren wurde“, sondern es gilt, für welchen Landesverband er aktiv ist.

Der Spielleiter unserer Begegnung, Dieter Muckenhammer, ist in Salzburg geboren, pfeift aber für den oberösterreichischen Verband. Er darf daher nach dieser Regel das Spiel leiten, aber wir als betroffene Rapidler dürfen auch annehmen, dass er bei der Vergehen mit einem gewissen Auslegungsspielraum seine Salzburger Herkunft ins Spiel bringen wird.

So geschehen in der 16. Minute als bei einem heftiger Zusammenstoß allein Mario Pavelic die Schuld zugesprochen wurde und Rapid dadurch geschwächt wurde. Es mag schon sein, dass Mario in dieser Szene ungestüm an den Ball gegangen ist, was aber seinen Gegenspieler nicht davon abgehalten hat „mit vollem Geschäft“ dagegen zu halten. Es war eine Kollision mit Rugby-Charakter, und die wollen wir natürlich nicht im Fußball haben, doch wäre eine Teilung der Schuld fairer gewesen.

Auch die zweite spielentscheidende Szene, ein Freistoß an der Strafraumgrenze, der schließlich zum Ausgleich geführt hat, beruhte auf einem Foul, dass man nicht hätte geben müssen, bedenkt man, dass die Schwerkraft für Stürmer in Tornähe besonders stark ist und sie allzu leicht die Rolle des sterbenden Schwans spielen. Natürlich sahen wir die Szene nur aus ca. 50 Metern Entfernung.

Kartenspiel

Eine rote und vier gelbe Karten wurden an unsere Spieler bei diesem Spiel verteilt. Sehr viel, und im heurigen Jahr sind es bereits insgesamt 18 gelbe, eine gelb-rote, drei rote Karten. Zum Vergleich: in der letzten Zoki-Saison waren es in allen 36 Spielen 49 gelbe und eine rote Karte.

Woher kommt das?

Abgesehen von dem Umstand, dass die Schiedsrichter eventuell doch tendenziell anti-grün entscheiden, kann es auch auf den großen Erfolgsdruck und auch Erfolgshunger der Mannschaft zurückzuführen sein, dass man Dinge erzwingen will, die sich aufgrund der Zufälligkeiten des Spielverlaufs nicht so ergeben, wie man das gerne haben möchte und dann eben zum Kartensammeln beginnt.

Die beiden Jubel-Szenen nach den Führungstreffern (siehe Bild oben) zeigen diese innige Verbindung zwischen den Fans und der Mannschaft. Alle Spieler am Feld sind hervorragende Kicker (natürlich auch die von RB) aber nur die 11 Rapidler spielen auch für jemanden, der als Kollektiv durchaus große Belastungen in Kauf nimmt und diesem Einsatz an Geld, Zeit und Hingabe will die Mannschaft durch Leistung und dann auch durch Erfolge belohnen.

Die mitgereisten Rapid-Anhänger

Snus

Wie wichtig muss etwas sein, dass man dafür einen Doppelhalter erzeugt und dann dafür wirbt.

Snus ist eine Form von Kautabak. Snus = Tabak (luftgetrocket, gemahlen, wärmebehandelt) + Wasser + Salz + Aromen; verpackt in Beutelchen aus Zelluose.

Snus unterliegt dem schwedischen Lebensmittelgesetz, darf in Schweden vertrieben werden, nicht aber in der EU.

Reise

Gregor (Fahrer), Christoph, Florian und Franz haben diese Reise mit dem PKW vereinbart. Bei der Anreise planten wir einen Zwischenstopp bei Rapidwirt Charly Wendtner ein und wer von Euch auf seinem Navi noch nicht „Altpyburg 9“ gespeichert hat, sollte das bei einer der nächsten Fahrten nachholen.

Ein Gasthaus, voll mit Rapid-Devotionalien, mit einem Steinfußball am Eingang (wie wir ihn vom Happelstadion kennen) sowie Wirt und Mannschaft voll in Grün-Weiß! Unsere Speisenauswahl: Grießnockerl- und Fritattensuppe, Gemüselaibchen, Berner Würstchen und Gemüselaibchen.

In der Gaststube wird auch des Geburtstags von RR TC SHFG gedacht! (im Bild Charly mit Steffen)

Bei der Rückfahrt wählten wir das Rasthaus Mondsee. Das Essen dort ebenfalls sehr schmackhaft mit Erdäpfelsuppe, Toast, Eierschwammerl-Brot und Gemüse-Ravioli.

Die Fahrt verlief sehr entspannt; kein Wunder, wenn man sich als Mitfahrer stressfrei dem Ärger über den späten Ausgleichs hingeben kann. Die Zeit verging schnell mit kurzweiligen Fußballplaudereien.

Danke, Gregor für’s Mitnehemen!

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