GRÜNZEUG-587 – Rapid-Tagebuch
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Testspiele und Ladenschluss
31. August 2017
Rapid II-Karabakh
8. September 2017

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C. RAPID (GEGRÜNDET 1951) 45.JAHRGANG/SEPTEMBER 2017/Nr.587/Versand 4.9.2017, Postamt 1120

Ankündigung: Mitgliederversammlung am 27.8.2018. Unsere Gäste: Deni Alar, Christoph Haas, Dejan Ljubicic, Marvin Potzmann. Gäste sind willkommen! Wenn Du teilnehmen möchtest und nicht ortskundig bist, rufe bitte 0677- 1899 5070 (Franz).

MITGLIEDERVERSAMMLUNG

am Montag, 18. September 2017, um 19:00

Gäste

  • Fredy BICKEL (Geschäftsführer Sport des SK Rapid),
  • Goran DJURICIN (Cheftrainer des SK Rapid),
  • Martin BERNHARD (Co-Trainer des SK Rapid) und
  • Helge PAYER (Tormanntrainer des SK Rapid).

Einlass um 18.30 Uhr! Wir ersuchen um zahlreichen Besuch! Gäste herzlich willkommen!

RAPID IM HERBST 2017: SELTEN GRUND ZUR FREUDE

Das „Grünzeug“ schrieb sich in all den 45 Jahren seines Bestands selten so schwer wie diesmal. Stichwort: die Leistungen der Mannschaft, das angekratzte Nervenkostüm auch des Trainers, die Ausschreitungen der „Fans“ – das alles machte dem Verfasser schwer zu schaffen…

Die Mannschaft konnte nur in den ersten 70 Minuten des Spiels gegen den Möchtegern-(Nachkriegs-)Rekordmeister FAK sowie in den ersten 40 der LASK-Partie wirklich zufrieden stellen. Besonders ärgerlich: Dass sie nicht nur gegen den SVM, sondern auch im Derby scheinbar sichere 2:0-Führungen aus der Hand gab. Hat(te) sie Angst vorm Gewinnen?

Der Trainer hatte ebenfalls Probleme mit seinen Nerven: Als ihn Admiras Tormanntrainer nach dem ärgerlichen Auftritt seiner Mannschaft in der Südstadt durch das Zeigen des Resultats mit den Fingern provozierte, deutete der frustrierte Gogo ein Anspucken an, was ihm 7.000 Euro Geldstrafe einbrachte, die Hälfte davon bedingt.

Die Ausgeschlossenen standen natürlich auch in der Kritik: Thomas Schrammel passierte das im nachvollziehbaren Kampf um den Ball, als er den Austrianer Prokop erwischte, Joelinton hingegen trat gegen Mattersburg nach einem rüden Foul an ihm nach, und Thomas Murg schoss gegen die Admira den Linienrichter um – wie Joe ein Opfer seiner Nerven. Das ergab Sperren für jeweils ein Match für alle Genannten.

Der Sportdirektor holte nach dem Superdeal mit Ajax Amsterdam (siehe unten) den Altacher Brasilianer Lucas Galvao (26, Dreijahresvertrag) als Wöber-Ersatz, weitere Neuerwerbungen (darunter Thanos Petsos?) standen bei Redaktionsschluss noch immer nicht fest. Sollten sie kommen, wäre der Kader dann denn nicht wieder zu groß?

Die Verletzten reduzieren ihn allerdings ohnehin: Beim ewigen Pechvogel Christopher Dibon wurde bei Nachuntersuchungen seines verletzten Knies eine starke Schädigung der linken Hüfte festgestellt, weswegen er vom Spezialisten Dr.Reichkendler in Schwaz operiert wurde und mit dieser seiner 15. Verletzung seit 2013 bis Saisonende ausfällt; auf Philipp Malicsek (Adduktoren) müssen wir hingegen „nur“ bis Jahresende warten. Und Ivan Mocinic? Der hatte sich zwar schon bei SCR II versucht, für die Profitruppe ist er aber noch nicht ausreichend matchfit.

Die Schiedsrichter scheinen Rapid auch heuer nicht gerade gewogen zu sein, ganz unter dem Motto „Keinen Elfmeter für Rapid“. Einen solchen hätte Giorgi Kvilitaia bei 0:1 gegen Sturm bekommen müssen, ganz zu schweigen von SCR II in Mannsdorf (siehe „Ein Blick zu Rapid II“). Aber das interessiert ja eh fast gar niemanden, gell?

Die Fans des SK Rapid Wien sind ohne jede Frage die konkurrenlos zahlreichsten, treuesten und damit besten in ganz Österreich, sieht man von den (nur wenigen?) kriminellen Unruhestiftern und Vereinsschädlingen ab, die dem SCR im Jahre 2017 bisher Geldstrafen in der Höhe von 25.000 Euro („missbräuchliche Verwendung von Pyrotechnik“ im Cupfinale) und 30.000 Euro für die von ihnen verschuldete Unterbrechung des Derbys; über jene in der Südstadt ist bei Redaktionsschluss noch nicht verhandelt worden, sie wird sicher eine weitere Menge „Schmalz“ nach sich ziehen. Offenbar stehen sehr viele „brave“ Fans im Block West, warum, bitte schön, sind die aber nicht imstande, die Rabiatler unter ihnen zur Räson zu bringen? Und warum mussten sie alle beim Sturm-Spiel zwei Tage nach dem tödlichen Attentat von Barcelona ein riesiges Transparent zeigen, auf dem sie die Journalisten mit Terroristen gleichsetzten? Das verursachte natürlich zusätzliche Aufregung, auch wenn es manche Journalisten ganz offensichtlich darauf abgesehen haben, zusätzliche Unruhe in das „Pulverfass“ Rapid zu bringen. Abschließend sei an jenen Ultra (39, einschlägig vorbestraft) erinnert, der am 13.8.2016 (4:0 über Admira) den Hitler-Gruß zeigte und nun zu 18 Monaten unbedingt plus Stadionverbot verdonnert wurde. Wer solche „Fans“ hat, braucht eigentlich gar keine Feinde.

Der Präsident muss um sein Amt überhaupt nicht beneidet werden: Er und seine Mitarbeiter werden sowieso für jeden Fehlpass oder –schuss verantwortlich gemacht, und aktuell kommt er vor lauter Entschuldigungen wegen der schwachen Leistungen seiner Angestellten in den kurzen Hosen und, noch mehr, wegen der Ausschreitungen auf den Rängen kaum mehr zum Verschnaufen. Zusätzlich ärgerlich für Michael Krammer (und uns alle): FAK-Vorstand Kraetschmer hatte sich nach den Vorfällen im Derby über Rapid bei der Bundesliga beschwert, deren Vizepräsident er auch ist. In dieser Beschwerde hatte er natürlich nicht erwähnt, dass die Austria-„Fans“ im Gästesektor schon wieder Schäden im fünfstelligen Eurobereich verursacht hatten. Krammer schickte jedenfalls eine geharnischte Beschwerde über den Vernaderer und Multifunktionär Kraetschmer an BL-Boss Rinner. Aber die hätte er ebenso gut ans legendäre Salzamt mailen können…

D e n Transfer setzten wir aus gutem Grund an die letzte Stelle dieses Lamentos, stellt er doch das mit Abstand Positivste dar, mit dem wir uns im „Grünzeug“ Nr. 587 zu beschäftigen haben! Maximilian Wöber, als Zehnjähriger vom Sportklub (oder Sportclub, wer weiß das schon so genau) nach Hütteldorf gekommen, durchlief dort sämtliche Nachwuchsteams bis zur „Zweiten“, für die er 28 RLO-Spiele bestritt, und stand in nur 24 Pflichtspielen für die Profitruppe auf dem Rasen. Das reichte dem letzten EL-Finalisten Ajax Amsterdam, sich so sehr für den Maturanten zu interessieren, dass Rapids Sportdirektor Fredy Bickel – auch nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen – nicht weniger als (kolportierte) 7,5 Millionen plus Weiterverkaufsbeteiligung als Transfersumme herausschlagen konnte – absoluter Rekord für einen österreichischen Bundesligaspieler bei einem Verkauf ins Ausland und das nach einer so kurzen Karriere! Maxi unterschrieb in Amsterdam einen Kontrakt über vier Jahre und wurde von Teamchef Koller unverzüglich in den Teamkader berufen. Wäre das auch passiert, wenn er Rapidler geblieben wäre? Jedenfalls wünschen wir dem Shootingstar, dass sein Stern viel länger leuchten möge, als er so blitzartig in den Fußballhimmel aufgestiegen war.

tipico-Bundesliga (Stand vom 27.8.2017)

1.Sturm    6/18 (14: 8)
2.Salzburg 6/13 (14: 4)
3.Austria  6/10 (12:10)
6.Rapid    6/ 8 (11:10)

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, 3.RUNDE (6.8.): AUSTRIA (H) 2:2 (1:0)

Viel schlimmer geht’s wohl nimmer! Rapid schien vor dem sicheren ersten Derbysieg im neuen Stadion zu stehen, denn sie spielte bis kurz vor ihrer Viertelstunde mit dem konfusen violetten Schlusslicht (!) Katz und Maus und sich allein zwischen der 60. und 65. Minute Topchancen auf das 3 bis 5:0 heraus, bevor sie wie schon gegen den SVM ein 2:0 verschleuderte. Als bekannter Schönfärber grün-weißer Leistungen bzw. Ergebnisse gestattet sich der Verfasser die Bemerkung aber schon, dass Filipovic (bereits verwarnt gewesen, allerdings wurde sein klares Elferfoul an Joelinton – „natürlich“ – nicht geahndet, 43.) und Ober-Provokateur Holzhauser längst ausgeschlossen gehört hätten, bevor Schrammel für sein Strafraumvergehen an Austria Joker Prokop gehen musste. Den dafür verhängten Penalty verwandelte besagter Holzhauser mit der Routine eines Spezialisten, der sich in dieser Kunst in fast jedem Match üben darf. Als er sich wenig später bei einem Corner trotz St.Hofmanns mit Harkam abgesprochener Intervention endlos lange Zeit ließ, explodierte der ohnehin dauerunruhige Block West erst recht. Weil Friesenbichler hernach fast das 2:3 gelungen wäre, musste sogar FAK-Trainer Fink zugeben: „Das wäre des Guten zu viel gewesen.“ Uns reichte es aber auch so.

SCR: Strebinger; Pavelic, Sonnleitner, Wöber, Schrammel; Auer, Schwab; Murg (72.Keles), Schaub (84.Thurnwald), Kuen; Joelinton.- Tore: Schaub (39., 55.); Prokop (73.), Holzhauser (84., Elfer).- Gelbe Karten: Schrammel, Auer, Sonnleitner, Kuen; Holzhauser, Filipovic, Larsen.– Rote Karte: Schrammel (83., Torraub).Bes.Vorkommnis: Fünfminütige Unterbrechung wegen Wurfgeschossen aus dem Block West (87.)- Allianz-Stadion, Harkam, 26.000.

BL, 4.RUNDE (13.8.): ADMIRA (A) 1:3 (0:1)

0:1 nach eigenem Einwurf (37. Sekunde!). Überlegener SCR, Stangenkopfball Schwab (19. Minute), genügend Ausgleichschancen. Valiumkonsumation zur Pause? Jedenfalls immer unsichtbarerer SCR. Toller Doppelpack ausgerechnet durch Starkl. Etliche weitere Admira-Chancen. Erneuter „großer Auftritt“ der sattsam bekannten Rapid-„Fans“ mit Unterbrechung (mit der beide Parteien nicht zufrieden waren). Plötzlich wieder dominante Rapidler. Schönes Joelinton-Tor. Lattenkopfball Kvilitaia (80.). Große Kontermöglichkeiten Admiras. Murg schießt (hoffentlich) unbeabsichtigt Linienrichter ab, daher schon dritter Ausschluss eines Rapidlers im vierten Match. Am Ende bei viel Ballbesitz wenige gewonnene Zweikämpfe: 38 Prozent. Kein weiterer Kommentar.

SCR: Strebinger; Pavelic, Sonnleitner, Wöber, Bolingoli (81.Prosenik); Auer (73.Kvilitaia), Schwab; Murg, Schaub (73.Keles), Kuen; Joelinton.- Tore: Jakolis (1.), Starkl (63., 65.); Joelinton (78.).- Gelbe Karten: Toth, Grozurek; Auer, Sonnleitner, Kvilitaia, Joelinton, Keles.– Rote Karte: Murg (90./+2, Unsportlichkeit).- Bes.Vorkommnis: Achtminütige Unterbrechung wegen Wurfgeschossen aus dem SCR-Fansektor (68.).- BSFZ-Arena, Schörgenhofer, 4.700.

BL, 5.RUNDE (19.8.): STURM (H) 1:2 (0:1)

Gegen den speziell vor der Pause viel selbstbewussteren und zweikampfstärkeren Leader aus Graz schwächelten die grünen Nervenbündel noch mehr als die Lautsprecheranlage. Halbwegs Rapid-würdig waren leider nur die Anfangsminuten und die Phase um Auers Anschlusstreffer auf Joelintons herrliche Vorarbeit. Dass der mit Abstand größte Jubel dem Ehrengast Jan Novota galt, sagt wohl alles.

SCR: Strebinger; Pavelic, M.Hofmann, Wöber, Schrammel (61.Schobesberger); Auer, Schwab; Schaub, St.Hofmann (76.Keles), Bolingoli; Kvilitaia (46.Joelinton).- Tore: Auer (60.); Alar (17.), Röcher (53.).- Gelbe Karten: Schaub, M.Hofmann; Potzmann, Lykogiannis, Hierländer.- Allianz-Stadion, Schüttengruber, 20.200.

BL, 6.RUNDE (26.8.): LASK (H) 1:0 (1:0)

Schon nach 30 Sekunden forderte der Fanblock, Rapid sehen zu wollen (wer, zum Teufel, wollte das denn nicht?) und wurde prompt erhört: Die Mannschaft, mit dem guten Kooperationsspieler Ljubicic (19), drückte den mit Siegesgelüsten angereisten Aufsteiger mit viel Biss und Speed permanent in dessen eigene Hälfte, münzte die enorme Überlegenheit aber nur in ein Tor um. Etwa ab der 40. Minute war ein Formknick in den grünen Reihen festzustellen, häuften sich die unnötigen Ballverluste und wurden die nun wenigen Chancen vergeben, die größte durch Joelinton (90./+3). Zum Glück war besonders Strebinger stets auf dem Posten, weshalb es den (letztlich verdienten) ersten Sieg in dieser Saison gab. Erfrischend: Schobis Kurzauftritt mit fast einem Treffer. Galvaos Debüt fiel noch viel kürzer aus.

SCR: Strebinger; Pavelic, Sonnleitner, M.Hofmann, Boligoli; Ljubicic (78.Auer), Schwab; Schaub (72.Schobesberger), Joelinton, Murg; Kvilitaia (88.Galvao).- Tor: Murg (22.).- Gelbe Karten: Schwab, M.Hofmann, Murg, Pavelic; Trauner, Michorl.- Allianz-Stadion, Hameter, 19.400.

„MR. GRÜNZEUG NR. 587“: RICHARD STREBINGER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.
Seit jeher schon werden Rapids Torhüter von den Medien und sogar den eigenen Anhängern besonders kritisch beäugt (nachzufragen auch beim Ex-Nationalkeeper Helge Payer). Warum also sollten ausgerechnet Richie Strebingers gelegentliche Fehler nicht haarklein zerpflückt werden? Na eben. Vor allem gegen den LASK unterlief ihm jedenfalls kein einziger und mehr noch: Seine Rettungstaten in plötzlich kritischen Phasen ermöglichten das erste Zu-null nach 21 (!) Versuchen und den ersten Heimsieg in dieser noch so jungen Saison.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

Meisterschaftsspiele: Steffen Hofmann 425. (Sturm); Stefan Schwab 100. (LASK).- „Runde“ Tore: Fehlanzeige.

EIN BLICK ZU RAPID II

Zwischen 3. und 5.8. nahmen die altersmäßig dafür berechtigten Spieler unserer „Zweiten“ in Dortmund, Velbert und Marl am Ruhr-Cup für U19-Teams teil und erreichten dabei gegen höchst namhafte Mannschaften durchaus achtbare Resultate. 3.8.: MONACO 1:1 und BAYERN MÜNCHEN 1:0, 4.8.: REAL MADRID 0:0 und SCHALKE 04 1:4, 5.8.: AS ROM 0:0, Elferschießen 13:14 (!). Das bedeutete den 8. Platz unter 10 Klubs.

1.RUNDE (8.8.): ST.PÖLTEN JUN. (A) 1:2 (1:1)

Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen: Gegen den Fast-Absteiger der letzten Saison reichte SCR II eine Führung leider ebenfalls nicht, denn nach dem von Schobesberger (erster Einsatz seit 27.11.2016) eingeleiteten 1:0, einem Lattenpendler und starken 20 Minuten hieß es durch einen Weitschuss und in der Nachspielzeit trotz Überzahl wegen eines Deckungsfehlers 1:2…

SCR II: Haas; Dober (80.Prirsch), Müldür, Sahanek, Leovac; Bosnjak; Arase (77.Küssler), Tüccar, Kostic, Schobesberger (61.Felber); Mujakic.– Tore: Vucenovic (22.), Gaugusch (90./+3); Arase (12.).- Gelb-Rote Karte: Schuh (86., Foul).- Ober-Grafendorf, Wisak, 300.

2.RUNDE (11.8.): BRUCK/LEITHA (H) 3:6 (0:4)

Da konnten auch die lange verletzt gewesenen, mit ihren jungen Kollegen nicht wirklich eingespielten Profis Schobesberger, Mocinic und Kvilitaia nichts ausrichten, zumal Akagündüz‘ Matchplan schon früh über den Haufen geworfen war; dazu kamen krasse Fehlpässe aus der schwachen Abwehr heraus, die dem klar überlegenen Aufsteiger das 0:3 und 1:5 sehr leicht machten. Unsere einzigen Lichtblicke: Freistoßkünstler Kostic und mit Abstrichen der phasenweise torgefährliche Mujakic.

SCR II: Haas; Ehrnhofer, Müldür, Sahanek, Krenn; Mocinic (46.Mujakic), Bosnjak; Tüccar, Kostic, Schobesberger (46.Arase); Kvilitaia (60.Dober).- Tore: Mujakic (66.), Kostic (80., 85., Freistöße); Salkic (4., 37., 77.), Bielcik (7.), Burusic (34., 70.).- Allianz-Stadion, West 1, Mag.Jandl, 300.

3.RUNDE (15.8.): MANNSDORF (A) 2:2 (2:0)

Auch Rapid II reichte eine (verdiente) 2:0-Führung durch zwei Kopftore nicht zum Sieg. Trotzdem war das Remis gegen Herbert Gagers erfahrenere Truppe nach dem Bruck-Debakel durchaus positiv. Ärgerlich aber, dass Akas Burschen der glasklarste aller denkbaren Handselfer unglaublicherweise verweigert wurde (90./+3).

SCR II: Haas; Müldür, Dober, Pfeifer; Thurnwald, Bosnjak, Kostic, Tüccar (63.Sahanek), Leovac; Sobczyk (66.Mujakic), Arase (89.Küssler).- Tore: Panic (62.), Haselberger (85.); Sobczyk (25.), Kostic (34.).- Mannsdorf, Luef, 350.

4.RUNDE (20.8.): VIENNA (H) 2:0 (0:0)

Lange Zeit stand das Duell mit dem um seine Existenz bangenden Vorjahresmeister auf ziemlich mäßigem Niveau. Dafür entschädigten jedoch die letzten 20 Minuten mit zwei ebenso herrlich herausgespielten wie erzielten Toren und dem längst fälligen ersten Saisonsieg, der obendrein hochverdient ausfiel.

SCR II: Jenciragic; Müldür, Dober, Pfeifer; Mocinic (46.Tüccar), Bosnjak; Sahanek (79.Ehrnhofer), Kostic, Leovac; Mujakic (82.Felber), Arase.- Tore: Kostic (71.), Bosnjak (75.).- Allianz-Stadion, Vojtek, 400.

5.RUNDE (25.8.): TRAISKIRCHEN (A) 3:1 (2:1).

Das in etwa ausgeglichene Spiel wurde in der hektischen Schlussphase durch Kapitän Bosnjaks spätes Kontertor endgültig zu Gunsten der Truppe um Abwehrchef Dober und Goalgetter-Dribblanski Kostic entschieden, die sich damit vorerst ins Mittelfeld vorschob. Keeper Haas musste verletzt durch Talent Jenciragic (17) ersetzt werden.

SCR II: Haas (63.Jenciragic); Müldür, Dober, Pfeifer; Bosnjak; Ehrnhofer (46.Sahanek), Kostic, Felber (60.Krenn), Leovac; Mujakic, Arase.- Tore: Randak (23.); Kostic (6., Elfer); Mujakic (32., Freistoß), Bosnjak (90./+5).- Traiskirchen, Kouba, 200.

RLO-Tabelle vom 26.8

1.Ebreichsdorf 4/12 ( 9: 0)
2.Amstetten    5/11 (13: 6)
3.Horn         5/11 ( 9: 3)
7.Rapid II     5/ 7 (11:11)

„MV“ VOM 21.8.: EHRENMITGLIED THOMAS SCHRAMMEL

Zwei Tage nach der Störung der Lautsprecheranlage des hochmodernen Allianz-Stadions beim noch mehr floppenden Sturm-Match war der unsrigen anlässlich der ersten Versammlung nach der Sommerpause überhaupt kein Ton zu entlocken. Sodass Obmann Niederhuber und die Ehrengäste immer wieder mit einem akustischen Chaos zu kämpfen hatten. Trotz des „Volksgemurmels“ und der Zwischenrufe werden hoffentlich die meisten der ziemlich zahlreich erschienenen Mitglieder einigermaßen mitbekommen haben, was da vorne auf dem Ehrentisch gesprochen und zwangsläufig geschrien wurde.

Einer der dort Sitzenden war Thomas Schrammel, seines Zeichens Langzeitrapidler und seit unserer diesjährigen Generalversammlung auch Ehrenmitglied des Klubs der Freunde des S.C. Rapid (wie es dazu gekommen ist, haben wir schon mehrfach erklärt). Aus diesem Grund wurde der treue Erzgrüne, der mit Vater und Freundin im Klublokal erschien, mit einem attraktiven Ehrenteller ausgezeichnet, für den er sich mit einem handsigniertem Vierer-Leiberl revanchierte.

Ein gleiches Gastgeschenk brachte Richie Strebinger mit, der vor knapp zwei (ereignisreichen) Jahren erstmals zu uns gekommen war, damals als Vater eines wenige Tage zuvor geborenen Söhnchens; würden wir ihn im Oktober abermals zu uns bitten, hätte er Baby-mäßig bereits den Doppelpack geschafft und zwar wieder mit einem Buben. So viel Erfolg wünsch(t)en wir dem sympathischen Wr.Neustädter, den mit Tobias Knoflach ein „gutes, kollegiales“ Verhältnis verbindet, natürlich auch in und vor seinem Kasten.

Wenn man Thomas Schrammel (Spitzname in Erinnerung an eine „Kottan“-Figur „Schremser“, was aber nichts mit Einbeinigkeit zu tun haben soll) als Langzeitrapidler bezeichnet, der die grün-weiße Dress bereits als Achtjähriger trug, so könnte unser diesmaliger Klublokal-Debütant Manuel Thurnwald darüber fast mitleidig schmunzeln, denn der nun 19-Jährige kickt schon seit seinem fünften Lebensjahr bei Rapid, und so, wie’s aussieht, wird er das noch geraume Zeit tun, auf welcher Position auch immer. Thurni, der Vielseitige: „Das ist mir egal, ich möchte nur spielen.“

Der andere Jungspund, Maxi Wöber also, ist uns „MV“-mäßig komplett durch die Lappen gegangen, denn er hatte sich schon am Vortag des 21.8. von seinen Kollegen in Richtung Amsterdam verabschiedet – ein (gewiss auch für den frisch gebackenen Maturanten) höchst lukrativer Transfer, an dem das Auditorium nichts Hörbares zu bekritteln hatte. Wie überhaupt die kaputte Lautsprecheranlage für die größte Aufregung sorgte, mehr sogar noch als Rapids (leider wieder einmal) miserable Situation.

Ein Postskriptum zu unseren kranken bzw. rekonvaleszenten „Madln und Buam“: Schön, dass die Fröhlich-Ilse endlich wieder da war, wenn auch noch immer nicht fullfit! Außerdem baten wir Herrn Gugerell, seinen Freund, unseren verdienten Ex-Kassier die besten Wünsche aller im Klublokal Anwesenden zu übermitteln. Sollte der Langzeitfunktionär der Rapidfreunde diese Zeilen lesen: Alles Gute, lieber Ernstl!

SPLITTER

Unsere Homepage ist nun in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder haben die Möglichkeit, sich auf der Homepage unter „Tagebuch“ -> „Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden zu lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Am Rande unserer „MV“ vom 21.8. (siehe Bericht) war zu erfahren, dass unser auf vielen Gebieten äußerst aktive Herr Dipl.Ing.Fiala sich bereit erklärt hat, das schon seit Jahren im Klublokal schlummernde Transparent der Rapidfreunde im Einvernehmen mit dem SCR regelmäßig auf der Osttribüne des Allianz-Stadions aufzuhängen. Danke!

Das müsste denn doch machbar sein: In der 2. Cuprunde wird Rapid am 20.9. auf dem WSC-Platz auf den Stadtligisten Elektra treffen.

Schon am 22.8. hatte Louis Schaub Grund zur Freude, denn an diesem Tag wurde sein Sohn Nino geboren.

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Homepage-Autor: Franz Fiala

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