Rapid-Viertelstunde

Normalerweise wird der Inhalt der Rapid-Viertelstunde gemeinsam mit dem Bericht über das Spiel von Rapid II verteilt. Da aber Rapid II ausnahmsweise an einem Sonntag im Einsatz ist und weil beim vorigen Beitrag ein Fehler unterlaufen ist, gibt es heute einen eigenen Beitrag zur Rapid-Viertelstunde auf W24 – mit einer Richtigstellung

Richtigstellung zum Fotoshooting

Rapid hat zu einem Fotoshooting geladen und der Autor dieser Seite hat das so verstanden als handle es sich um das „Familienfoto“, also eine Aufnahme der Rapid-Mitglieder. Es hätte mir natürlich auffallen können, dass nur so wenige eingeladen wurden aber wenn sich einmal etwas in dem Hirnkastel festgesetzt hat, dann wird’s schwer…

Der Fehler bestand nun darin, dass der Bericht zu diesem Fotoshooting den Titel „Familienfoto-2017“ hatte. Der Titel des Tagebucheintrags und betroffene Textstellen wurden inzwischen auf „Mitgliederwerbung“ geändert, der per Mail versendet Newsletter war aber nicht korrekt. Bitte daher mit dem korrigierten Tagebucheintrag vergleichen.

Danke an Martina fürs aufmerksame Lesen!

Rapid-Viertelstunde vom 29. September

  • Der Rekordmeisterschuss
  • Neue Mitgliederkampagne
  • Anmeldung zur eBundesliga
  • Der neue Fanartikelkatalog
  • Michael Konsel im Interview
  • Link zum Video

Mitgliederwerbung

Nicht alle Eingeladenen konnten kommen aber Arnold, Christian, Florian, Franz, Hannes, Janine, Jasmin, Peter, Rositta, Walter, das waren die Teilnehmer des „Klub der Freunde“ beim Fotoshooting für ein Mitglieder-Werbefoto.

Der Fotograf griff in die Trickkiste und er wird aus zahlreichen Einzelaufnahmen eine Fotomontage herstellen. Dieses Foto wird dann später für die Mitgliederwerbung benutzt.

Die Kamera stand auf der Mittelauflage. Für das Foto waren die Stadionscheinwerfer aufgedreht, die Lichtverhältnisse waren günstig.

Ratet mal, was das ist:

Wir standen nacheinander auf insgesamt etwa 15 Positionen vor dem Süd-Tor am heiligen Rasen und nahmen Aufstellung in einer immer anderen Anordnung. Nach Anweisungen von Andy Marek schauten wir einmal ernst, einmal weniger ernst, dann mit und dann wieder ohne Schals zum Tor Nord.  Einmal stand man in der ersten Reihe, dann wieder in der letzten oder irgendwo dazwischen, einmal ohne Schal, mit oder ohne Kappe, einmal mit Torjubel, dann wieder mit Welle. Insgesamt waren es einige Hundert Einzelaufnahmen. Dazu kamen Filmaufnahmen vom Team von W24 und auch von einer Kameradrohne.

In der Halbzeit der Aufnahmen wurden im Presseraum vorgedruckte Einverständniserklärungen unterschrieben, wonach wir uns damit einverstanden erklärt haben, als „Model“ auf dem Werbematerial von Rapid abgebildet zu werden. Dabei beantwortete Andy Marek auch Fragen. Er zerstreute auch Befürchtungen, die nach einem Artikel von „Heute“ die Beziehungen zwischen Philipp Schobesberger als zumindest angespannt erscheinen lassen (leider ist dieser Artikel nicht im Internet erschienen und daher in unserer Pressemappe nicht enthalten). Dazu gibt es bereits eine Entgegnung auf der Rapid-Homepage, die ganz anders klingt als der Zeitungsartikel.

Nach dem zweiten Fotodurchgang gab es eine Sonderführung von Andy Marek durch die Spielerkabinen.

Sooo muss Rapid!

Julian in „Kriegsbemalung“.

Danach folgten wahrscheinlich die (etwas einfacheren und statischen) Aufnahmen mit dem Präsidium und den Legenden.

Nach der „Arbeit“ traf man sich im Stags-Head und ließ den interessanten Nachmittag bei einem Bier ausklingen.

Wir selbst konnte von der Szenerie keine Aufnahme machen, daher hier nur ein paar Eindrücke:

Mit dem fertigen Familienfoto-2017 kann man in etwa einem Monat rechnen.

Links

Seit einigen Wochen weiß die Polizei nicht, wo sie die Absperrungen hinverfrachten soll; also bleiben sie einfach an der Ecke zum Bahnhofplatz stehen; vielleicht als Mahnung an die „Gefährlichkeit“ des Ortes?

 

Apple für (Quer-)Einsteiger

Zwar benutzen die meisten privat oder beruflich einen PC oder ein Android-Handy, doch in in bestimmten Anwendungsbereichen, wie zum Beispiel in der Fotografie oder im grafischen Gewerbe gibt Apple den Ton an. Wir wollen uns daher bei einem Informationsabend mit der Apple-Welt vertraut machen und

Ja, ganz oben ist das Apple-Logo grün. Das ist aber auch schon alles, was man eventuell mit Rapid verbinden könnte. Da es aber bereits zwei Interessenten für das Thema „Apple“ aus dem Kreis der Tagebuch-Leser gibt, laden Euch zu diesem Vortrag über die Apple-Computerfamile ein.

Vortrag mit Diskussion über Apple

Eine unreligiöse Einführung in die Apple-Glaubenswelt – von iPad zu iPhone, Mac(Book) und Apple Watch. Mit Themen wie

  • Was ist anders bei Apple?
  • Wie bin ich damit produktiv?
  • Was macht MacOS besser/schlechter als Windows?
  • Was hab ich von der Komplettlösung iPhone/Mac oder iPhone/iPad?
  • Pages/Numbers/Keynote vs. Word/Excel/PowerPoint – was bringt mir Microsoft am “Apple”?
  • Windows oder Linux am Mac?
  • Was gibt’s an neuen Trends?

Vortragender: Andi Kunar

Über Andi: Bin Jahrgang 60, Informatik-Techie/Marketer,… und habe seit Anfang der 80er mit PCs gearbeitet – DOS, Windows, Windows NT,… waren meine Welt. Sogar so weit, dass ich deswegen ab ’94 für Microsoft arbeitete. Allerdings hab ich 2009 begonnen mit Apple “fremd zu gehen”. Zuerst mit dem ersten iPad, und inzwischen besitze ich keinen einzigen PC mehr. OK, für meine Kunden arbeite ich auch auf deren PC(s) – wenn’s die so wollen, mach‘  ich das gerne.

Details

  • Dienstag, 3. Oktober 2017 18:00
  • Gelegenheit zu einem Abendessen, Vortrag ab 19:00
  • Kulturschmankerl, Simmeringer Hauptstraße 152, 1110 Wien
  • U3-Simmering, dann 200 Meter zu Fuß oder 6 oder 71 bis „Fickeystraße“
  • Vor dem Lokal Kurzparkzone bis 18:00, Garage (5,- Euro), Einfahrt am Beginn der Kaiserebersdorferstraße, linker Seitengang bis zum Schild „Simmeringer Hauptstraße 152“ vorfahren.)
  • Anmeldeseite

Andi wird uns typische Apple-Geräte mitbringen:

„Rapid-Kunde“ bei der Allianz

Als Rapid-Investoren bekamen wir von Florian Sturm eine Einladung zu einem Vortrag über moderne Investment-Formen ins Allianz.Gebäude am Hietzinger Kai.

Egal ob es um Investitionen mit einem Einmalerlag oder um Sparformen mit monatlichen Zahlungen geht, die Allianz verwaltet Dein Geld in der „Allianz Investementbank“. Natürlich bietet die Allianz auch alle anderen Versicherungsformen an. Das Tagebuch berichtete etwa über den „Rapid-Drive“ (siehe Links). Dazu kommt, dass man als Rapid-Mitglied bei der Allianz als „Rapid-Kunde geführt wird.

Rapid-Kunde bei der Allianz

Im Grunde kann man alle diese Leistungen auch bei anderen Versicherungen und Geldinstituten erhalten. Der Unterschied ist, dass man bei der Allianz als „Rapid-Kunde“ geführt wird und dadurch gewisse Vorteile bekommt, über die in den kommenden Monaten in diesem Tagebuch berichtet werden wird. Florian Sturm hat uns angedeutet, dass es um besondere Aktionen gehen wird, die man ausschließlich über solche Rapid-Verträge bekommen kann, wie zum Beispiel persönliche Treffen mit Spielern, Einladungen in den VIP-Klub oder sogar in die Allianz-Loge, alle im Rahmen von Gewinnspielen, an denen sich diese „Rapid-Kunden“ werden exklusiv beteiligen können. Über eine Handy-App wird es einerseits eine Übersicht über die eigenen Verträge bei der Allianz geben  und gleichzeitig den Zugang zu diesen rapid-bezogenen Vorteilen bieten.

Alle diese Vorteile gibt es derzeit noch nicht, sie werden aber in den nächsten Monaten schrittweise realisiert.

Unsere Allianz-Verträge

Unsere eignen Versicherungen waren (mit einer Ausnahme) bisher bei der Allianz-Zweigstelle in Scheibbs angesiedelt. Der dortige Leiter war unser Nachbar und er war um seine Versicherungskunden sehr bemüht. Leider ist diese Zeit für uns vorbei, weil meine Schwiegereltern verstorben sind und unser alleiniger Lebensmittelpunkt nunmehr Wien ist.

Es war daher ein angenehmer Zufall, dass die Allianz auch Rapid-Partner ist und es war nahe liegend, als einen ersten Schritt die Betreuung unserer bestehenden Allianz-Verträge an Florian Sturm zu übergeben und gleichzeitig Rapid-Kunden bei der Allianz zu werden.

Wir vereinbarten dazu einen Treffpunkt im Café Central in der der Herrengasse als einen sehr schönen Ort für eine so langfristige angelegte Beziehung.

Alle Unterlagen werden in einer hübschen Rapid-Mappe untergebracht; bei uns sind es vorerst eine Haushaltsversicherung und ein Wertpapierdepot.

Es ist erwähnenswert, dass wir bei der Eröffnung des Wertpapierdepots als Rapid-Kunden einen ermäßigten Ausgabeaufschlag zu bezahlen hatten.

Kontakt zu Florian Sturm

Links

Rapid-WAC

4:2 (2:1)

Dass Rapid nach drückender Überlegenheit in Rückstand gerät, ist fast schon ein gewohntes Bild. In der letzten Saison hatte die Mannschaft kein geeignetes Rezept, einen Rückstand wegzustecken. Dieser Spiel-Pessimismus hat sich seit der Übernahme der Mannschaft durch Goran Djuricin deutlich gewandelt und heute wurde erstmals selbstbewusst aufgegeigt.

Meine Interpretation ist folgende: der Druck auf einen Erfolg war im Vorfeld enorm. Egal, ob Pressekonferenz, Homepage oder Stadionzeitung, überall wurde von einem Pflichtsieg gesprochen. Wer auf Rapid gesetzt hat, konnte mit nur wenig Gewinn rechnen (siehe weiter hinten).

Anfangs fand das Spiel daher auch überwiegend in der Hälfte des WAC statt, Sonnleitner und Galvao auf und über der Mittellinie.

Rapid kontrollierte das Spiel aber allzu viele Chancen gab es vorerst nicht. Folgende Szene war bezeichnend. Stefan Schwab bekam den Ball halblinks in guter Schussposition, haute aber den Ball weit über und neben das Tor. Wieder so ein Misserfolg. Kurz danach bekam er den Ball wieder in einer ganz ähnlichen Position. So einen Schuss wollte er sich offenbar nicht noch einmal antun, und gab den Ball weiter, was aber auch nichts eingebracht hat. Man hatte fast den Eindruck, als würde er resignieren.

Dass eine so hoch stehende Abwehr Räume bietet, ist klar und der WAC wusste das auszunutzen und das Vorhaben eines Befreiungsschlags schien mit dem Gegentreffer dahin.

Sehr positiv zu vermerken ist, dass der Block West sich durch den Gegentreffer nicht aus der Ruhe bringen ließ und die Mannschaft in gewohnter Lautstärke anfeuerte. Bei einem Corner für den WAC –  eine klare Fehlentscheidung von dem ansonsten unauffälligen Schiedsrichter Jäger (besser gesagt von seinem Linienrichter) – kam es zu einem ausgiebigen Pfeifkonzert aber der Block zeigte sich diszipliniert und Bierduschen und Feuerzeugwürfe blieben aus. [Schiedsrichter Jäger hat eine sehr positive Rapid-Bilanz. Von 9 Partien wurden 7 gewonnen, eine war Unentschieden und eine wurde verloren. Aber Achtung, davon waren vier Cupspiele.]

Die Mannschaft ließ sich nicht – wie früher – von dem Rückstand beeindrucken und Kapitän Stefan Schwab erzielte mit einem sehenswert wuchtigen Schuss aus ca. 30 Metern den Ausgleich. Man hatte das Gefühl, er hätte schon eine Menge Wut im Bauch auf diese permanenten Rückschläge. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff gelang es ihm auch, einen Freistoß von Philipp Schobesberger per Kopf im Tor unterzubringen.

Wenn Rapid die Platzwahl gewinnt, entscheidet man sich immer so, dass die zweite Halbzeit in Richtung zum Block West gespielt wird. Daher kamen wir in den Genuss, in der zweiten Halbzeit die Läufe und Dribblings von Philipp Schobesberger hautnah zu erleben:

Schließlich gelang Philipp dann auch der Treffer zum 4:1.

Wie so oft hatten die Stürmer bei Rapid keinen Torerfolg, dafür brillierte das Mittelfeld.

Auf der Stadionzeitung zum Spiel wird Veton Berisha als Torschütze präsentiert. Davon konnte aber bei dem Spiel nicht die Rede sein. Ob das der Grund für seine Auswechslung war, können wir nur vermuten. Dasselbe könnte man zwar auch von Giorgi Kvilitaia, seinem Nachfolger, sagen, doch dessen positive Spielanteile waren viel größer – zumindest war das unser Eindruck.

Wir müssen uns immer wieder den Aufruf von Helge Payer bei seinem Besuch beim Klub der Freunde ins Gedächtnis rufen, in dem er bat, mit neu hinzugekommenen Spielern Geduld zu haben, bis sie sich dem Spielstil der Mannschaft angepasst haben.

Choreografie

Die Tornados feierten ihre 10-jährige Freundschaft mit Ferencváros.Budapest mit einer beeindruckenden Choreografie. Leider wissen wir nicht, warum gerade zu Ferencváros eine Freundschaft besteht, können es daher nur vermuten.

Ján, unser Augustinverkäufer, liebt alle Vereine mit grün-weißen Vereinsfarben, also Panathinaikos, Celtic, Bohemians Prag und daher auch Rapid. Das könnte auch bei dieser Fanfreundschaft eine Rolle gespielt haben. Es kann aber auch sein, dass man sich an die historischen Spiele von Rapid gegen Ferencváros erinnert, die bis in das Jahr 1907 zurück reichen.

1930-10-15 Mitropa Cup	      A	0:1  8000 Olsson  (S)  Üllöi (H-Budapest)	 
1930-10-08 Mitropa Cup	      H	5:1 17000 Hansen  (DK) Pfarrwiese		 
1928-11-11 Mitropa Cup Finale H	5:3 20000 Carraro (I)  Hohe Warte		 
1928-10-28 Mitropa Cup Finale A	1:7 20000 Carraro (I)  Üllöi (H-Budapest)	 
1909-08-01 Freundschaftsspiel A	1:5                    Rudolfsheimer Sportplatz
1907-08-01 Freundschaftsspiel A	0:3                    Rudolfsheimer Sportplatz
1907-08-01 Freundschaftsspiel H	2:4                    Rudolfsheimer Sportplatz

 

Vor dem Spiel

Die Zeit vor dem Spiel ist oft zu kurz. Eine neue Aufgabe ist die Anbringung eines Transparents für den „Klub der Freunde des S.C. Rapid“ unterhalb des Stadiondachs.

Da es dort nichts gibt, an dem man das Transparent anbinden könnte, habe ich Gepäckspanner besorgt, deren Haken für den Rand einer Blechplatte geeignet ist. Diese Prozedur dauer fast eine halbe Stunde. Gut, mit etwas mehr Routine wir man diese Zeit verkürzen können.

Danach folgt eine Zettelverteilaktion zu dem nächsten Treffen des „Klub der Freunde“ am 13. November. Die 200 aufgelegten Zettel haben alle ihre Abnehmer gefunden und es gibt auch schon zwei konkrete Interessenten.

Wer Robert aus Nürnberg ist, werden wir wohl nie erfahren…

…aber wir hatten ja vor, uns den Film „Großer Bruder“ noch einmal anzuschauen. Vielleicht kommt Robert im Film vor.

Erinnerungsfotos beschließen das „Aufwärmen“, danach begaben wir uns auf unsere Plätze zum Absingen der Rapid-Hymne.

Herbert mit Enkelin

Florian und Christoph

Steffen Hofmann wurde bei seinem Einsatz in der Rapid-Viertelstunde lautstark mit Sprechchören empfangen. Hier ein Bild von der Verabschiedung mit seinem Sohn Moritz.

Schätzungen

Die Einschätzung der Buchmacher wird zwar nicht besser, wird aber moderner präsentiert über einen ziemlich verspiegelten Monitor.

Zum Vergleich hier die Schätzung des ersten Spiels in dieser Saison:

Dargestellt wird hier aber auch unsere eigene Einschätzung, denn wir, die unverbesserlichen Optimisten, tippen klarerweise auf Rapid, daher sinkt die Quote Richtung 1.

Interessant auch die Meisterquoten:

  1,25 RB
  6,00 Sturm
  8,00 Austria
 25,00 Rapid
 35,00 LASK
100,00 Admira
100,00 Altach
200,00 WAC
800,00 Mattersburg

Ich denke, dass sich diese Tabelle schon beim nächsten Heimspiel verändert haben wird.

Links

Rapid II-Horn

4:1 (2:1)

Aleksandar Kostic hat am Mittwoch im Cup 90 Minuten gespielt und war daher nicht im Kader. Und gegen den starken Gegner hätte seine Quirligkeit fehlen können. Doch es war nicht so, denn Rapid II ging entgegen eventuellen Befürchtungen durch ein Tor von Kelvin Arase in Führung; aber nur kurz, denn schon drei Minuten später glich Horn aus. Aber wieder ging Rapid II durch einen Elfmeter (Eren Keles) in Führung und gab diese Führung bis zum Spielende nicht ab.

Der Tabellenführer Horn hat in diesem Spiel nicht die Stärke von Bruck oder Karabakh gezeigt, aber dennoch hätte das Spiel auch anders ausgehen können, denn nach der Pause drückte Horn auf den Ausgleich aber wir hatten Glück, mehrmals konnte ein Rapidler noch auf der Linie klären.

Im Gegenzug traf Andreas Kuen durch ein Freistoßtor und zum Abschluss auch noch Tüccar zum 4:1-Endstand.

Durch diesen überraschend klaren Erfolg verlässt Rapid II die hinteren Tabellenränge und belegt zumindest bis morgen Platz 5 in der Tabelle.

Auch Steffen Hofmann, Helge Payer und Manuel Thurnwald wurden gesehen. Steffen holte sich von Leo Gartlers Hochstand eine Mannschaftsaufstellung.

Rapid-Viertelstunde vom 22. September 2017

  • Cupsieg gegen ASK Elektra
  • Rapid & Viele GesichterCup
  • Rapidler beim Carwash Day
  • Käfigtour-Termine im Herbst
  • Shootigstar Eren Keles
  • Michael Konsel Vorschau
  • Link zum Video

Elektra-Rapid

0:4 (0:1)

Schwarz und weiß gestrichene alte Bänke begrüßen Dich in Dornbach…

.. und ein Fußballgott tauscht mit dem Kapitän von Elektra den Wimpel. Ob wir das noch einmal erleben werden?

Spiele gegen Elektra

Dieser Wimpeltausch markiert das vierte Bewerbspiel zwischen der Elektra und Rapid:

1950-08-30 Liga H  5:1 18.000 Pfarrwiese
1951-03-04 Liga A 11:0  8.000 Praterstadion
1974-02-23 Cup  A  2:1  2.000 Elektra-Platz
2017-09-20 Cup  A  4:0  4.050 Sportklub-Platz

Es sind zwar noch drei Spiele in dieser zweiten Cuprunde zu absolvieren aber unter den bisherigen Ergebnissen war das Rapid-Spiel jenes mit dem deutlichstem Sieg und ohne Gegentor (das auch hätte fallen können, denn sogar das defensiv aufgestellte Elektra kam in der zweiten Halbzeit einige Male vor das Rapid-Tor und mit etwas Glück hätte es durchaus auch ein Gegentor geben können).

Dennoch waren viele Zuschauer über das Spiel nicht erfreut. So ein 11:0 wie 1951, das wäre nach dem Geschmack der Zuschauer gewesen. „Schiaß“, war ein häufiger Kommentar. Aber was uns Zuschauer wie eine mögliche Schussposition erscheint, ist für den jeweils betroffenen Spieler keine, weil er weiß, dass sein jeweiliger Gegenspieler auch Fußballspielen kann, und daher verzichtet er auf den Schuss und sucht nach einer Alternative. Wir sollten als Nicht-Fußballer mit unseren Einschätzungen vorsichtiger sein und uns mit Urteilen mehr zurückhalten.

Aber Fußball hat sich stark gewandelt. Während 1951 die Elektra Rapid noch ins „offene Messer“ gelaufen ist, war sie 2017 taktisch gut defensiv eingestellt und nicht mehr „so leicht“ zu spielen.

Zufällig trafen wir am Donnerstag (nach dem Spiel) Florian Sturm in seiner Funktion als Allianz-Berater. Bei dieser Gelegenheit haben wir ihn über seine Einschätzung des Spiels gefragt. Von den vielen Details, die er uns dabei vermittelt hat, greife ich jenes heraus, das für dieses Spiel das Wichtigste war: es wäre für alle Mannschaften ungemein schwierig, gegen eine taktisch defensiv gut eingestellte Mannschaft, ein Tor zu erzielen.

Wenn in einem unbedeutenden Freundschaftsspiel dieselben Teams Elektra und Rapid aufeinander treffen würden, kann ein solches Spiel auch einmal mit einem zweistelligen Rapid-Sieg enden, denn in einer solchen Situation würden auch die Elektra-Spieler versuchen, mitzuspielen. Aber so verläuft ein solches Cup-Spiel nicht. Elektra – zumindest in der ersten Halbzeit – auf ein Mitspielen und konzentrierte sich auf diszipliniertes Verschieben ihrer Viererketten, mit dem Erfolg, dass trotz hohem Ballbesitzanteil es nicht wirklich zu größeren Torchancen von Rapid kam. Der Führungstreffer war denn auch von der Sorte „Stochertor“. Und es hätte so, wie aus der Chance zufällig ein Tor entstand, genau so gut keines fallen müssen. Und ein 0:0 zur Pause wäre noch bemerkenswerter gewesen als das ohnehin gering geschätzte und magere 0:1.

Einsatz von Nachwuchsspielern

Man muss bei Spiel lobend anmerken, dass die Nachwuchsspieler Kelvin Arase, Eren Keles und Alexandar Kostic eingesetzt wurden.

Florian Sturm hat uns auf die große psychische Belastung junger Spieler hingewiesen, wie sie wahrscheinlich auch auf Kelvin Arase lastete und daher sein Einsatz nicht ganz so erfolgreich war. Sein Mannchaftskollege Alexandar Kostic hat diese Premiere in der Kampfmannschaft besser absolviert, vielleicht auch dadurch, dass sein Nebenspieler kein geringerer als Steffen Hofmann war, der ihn während des Spiels durch den einen oder anderen Zuruf besser in Szene setzen konnte.

Gelb-Rot für Kvilitaia

Warum ein Stürmer beim Stand von 2:0 sich dafür entscheidet, auf Schwalbe zu spielen, ist auch so ein Rätsel. War wir als Zuschauer nicht bedenken, dass unsere Überlegungen im Nachhinein nichts mit der Aktion des Spielers zu tun haben. Dieser muss sich in Sekundenbruchteilen für oder gegen etwas entscheiden. Die beste Option, der Schussversuch, war offenbar nicht mehr möglich, die zweitbeste Option, ein Elfer wurde gezogen: „Gehirn an Füße: einknicken!“ – und vom Schiedsrichter als Schwalbe geahndet.

Notwendig war diese Szene nicht, denn ein Tor war für den Sieg nicht mehr entscheidend, daher war das mit der Reaktion verbundene Risiko eigentlich viel zu hoch. Es kann daher auch eine Rolle gespielt haben, dass alle Spieler am Feld sich in diesem Spiel präsentieren konnten, um sich für einen Stammplatz zu empfehlen, und so könnte man diese spontane Entscheidung des Stürmers interpretieren.

Loslassen ist schwer

Bei der folgenden Szene musste ich schmunzeln. Alexandar Kostic holte einen Freistoß heraus, in einer Distanz, in der er bei Rapid II heuer schon drei Tore erzielt hat. Und bei Rapid II wäre es sonnenklar gewesen, dass auch er selbst den Freistoß hätte schießen können.

Aber in der Kampfmannschaft ist die Rangordnung eine andere, denn wenn er spielt, dann schießt er auch, der Fußballgott. Es war ein guter Schuss aber allzu gern hätte ich gewusst, wie der Schuss ausgefallen wäre, wenn ihn Alexandar versucht hätte…

Im Staffettenlauf des Lebens wäre es eigentlich die Aufgabe von Steffen gewesen, seinem Nachfolger den Ball aufzulegen – und nicht umgekehrt. Aber das Ego des „alten Mannes“ spielt natürlich auch mit.

Der Elfer

Punktgenau zur Rapid-Viertelstunde erhielt Rapid einen Elfer zugesprochen, den Louis Schaub sicher verwandelte. Mein Bild des Tages ist die eindrucksvolle Kulisse zu diesem Schuss, den der Tormann der Elektra fast gehalten hätte.

„Ohne Rapid wär‘ hier gar nichts los“

Die Zuschauerzahl war mit 4.050 durchaus beachtlich, denn alle drei Partien, die im Vorjahr in Dornbach gespielt wurden verzeichneten unter 4.000 Zuschauer.

Der Fanblock brachte es auf den Punkt: „Ohne Rapid wär‘ hier gar nichts los!“ Es war für Elektra und für Dornbach ein Highlight, dass man Rapid als Los gezogen hat. Und der Fanblock präsentierte sich bestens aufgelegt und mit toller Choreografie, vorbereitet von den Tornados.

Und auch im Vergleich mit den anderen Begegnungen war das Rapid-Spiel trotz Übertragung im Fernsehen ein Zuschauermagnet.

4.050 Elektra-Rapid
2.050 Vöcklamarkt-Austria
1.800 Bruck-RB
1.750 Amstetten-Innsbruck
1.123 Anif-Sturm
  850 Grödig-LASK
  820 Gurten-Altach
  700 Gleisdorf-WAC
  500 Horn-Hartberg
  400 Oedt-Lustenau
  350 Neusiedl-Ried
  319 Wimpassing-BW-Linz
  120 Florian-Weiz

Fanschal

Wie einmalig diese Begegnung für Elektra war, zeigt, dass man einen eigenen Fanschal für diese Begegnung aufgelegt hat.

Eintrittskarten

Im Vorjahr haben wir uns die Karten direkt in Dornbach besorgt. Das war heuer nicht möglich, denn die Karten waren entweder bei Rapid, Elektra oder über Oeticket erhältlich. Als fast schon Dornbach-Spezialisten hat mich der Kartenverkauf über Oeticket gewundert, denn das Verfahren „Print-At-Home“ erfordert, dass es bei der Eingangskontrolle auch entsprechende Lesegeräte gibt, die sicherstellen, dass ein einmal verwendeter Code auch nicht ein zweites Mal (als Kopie) verwendet wird. Brav, wie wir nun einmal sind, haben wir es nicht darauf ankommen lassen und haben natürlich unsere Karten gekauft und bezahlt. Notwendig wäre es nicht gewesen (eine Kopie irgendeiner Karte hätte genügt), denn der Kontrollor am Eingang hatte keine Möglichkeit, die Tickets auf Echtheit zu kontrollieren und hat sie einfach zerrissen und zurückbehalten.

FanIn

Unsere Sitznachbarin Brigitte zeigt sich bestens vorbereitet für die Cup-Begegnung:

Andy Marek begrüßt seine mitgereisten Rapid-Fans, hier mit Hannes:

Links

MV Bernhard Payer

Auch Goran Djuricin und Fredy Bickel hätten an diesem Abend kommen sollen, aber Goran musste bei seiner Frau bleiben, die aus einer Spitalsbehandlung entlassen wurde und Fredy war bei einer Sitzung im Stadion. Dennoch war der Abend kurzweilig, interessant und informativ. Begleitet wurden unsere Gäste von Robert Racic vom Klubservice.

Wir begrüßten (geschätzte) 50 Besucher zu einem spannenden Diskussionsabend, geleitet von Gerhard Niederhuber.

Martin Bernhard, genannt „Butre“

Martin hat es als Spieler geschafft, mit Schwarz-weiß Bregenz und mit Altach jeweils von der dritten in die zweite Spielklasse aufzusteigen, hat aber seine Karriere als Fußballer mit 32 Jahren beendet und wendete sich danach zunächst dem Schauspiel zu und wirkte sogar bei einer Aufführung von West Side Story der Bregenzer Festspiele mit. Doch die Zuneigung zum Fußball war größer und er kam als Trainer der Vienna- und Austria-Jugend zu Altach und schließlich als Co-Trainer zu Rapid. Seine sehr ruhige unaufgeregte Art weist ihn als einen kameradschaftlichen Typ aus, der mit den Spielern gut umgehen kann.

Helge Payer

Helge schilderte seine Arbeit mit seinen Torleuten als eine langfristige Herausforderung und die Schwierigkeit, eine Konstanz in der Leistung seiner Schützlinge einzustellen.

Natürlich war auch das zweite Tor im Altach-Spiel ein Thema, nicht zuletzt, weil der Experte auf Sky, Michael Konsel den Schuss als haltbar bezeichnet hat. Nach eingehender Videoanalyse gibt es keine eindeutige Antwort. Natürlich könnte man diesen Ball mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch halten, vielleicht in 2 von 10 Schüssen, doch war der Ball extrem gut platziert und da sich ein Tormann auf viele mögliche Spielvarianten einstellen muss, kann er in diesem konkreten Fall auch um einen Schritt zu weit in der Mitte gestanden sein. Auch hat Richard Strebinger selbst nach dem Spiel gemeint, dass er den Schuss hätte eventuell halten können, aber so ist eben Fußball, nichts ist so ganz sicher.

Wir wollen hier nicht den langen Abend in allen Details nacherzählen, eher wollen wir Euch dazu aufrufen, unsere Abende zu besuchen und sich an den Diskussionen zu beteiligen. Aber ein Detail scheint mir wichtig, weil Helge ganz eindringlich darauf hingewiesen hat: er bat uns, Spieler, die ganz neu zur Mannschaft stoßen, nicht gleich nach den ersten Auftritten zu beurteilen. Es geht ja bei Rapid nicht um irgendeinen Donauinsel-Kick sondern um sportliche Höchstleistungen, denn unsere Gegner spielen immerhin auf einem ähnlich hohen Niveau – wie unser Obmann nicht müde wird, zu wiederholen. Aktionen werden in unzähligen Trainingssituationen minutiös geübt und die erwünschte Präzision bedarf eines großen gegenseitigen Verständnisses zwischen allen Spielern, das erst aufgebaut werden muss.

Einen Rapid-Witz von Helge Payer möchte ich Euch nicht vorenthalten:
Wie nennt man es, wenn Schaub und Berisha im Rapid-Sturm spielen? – Einen Louis-Ve(uit)ton – Sturm.

Links

Neue Mitglieder

Der Klub der Freunde begrüßt vier neue Mitglieder: Vater mit Tocher aus dem Waldviertel, Arnold – den Simmeringer und Helge Payer.

Nächste Mitgliederversammlung

  • Montag, 13. November, 19:00 mit
  • Dejan Ljubicic, Veton Berisha, Thomas Murg

Wir miassn gwiiiina!!!

Von Zeit zu Zeit besucht man seine Jugend und stöbert in der CD-Sammlung. Nicht ganz so bekannt wie der „G*schupte Ferdl“, der „Bundesbahn Blues“ oder „Der Papa wird’s scho richten“ aber sehr treffend für unseren Fußball passend findet sich auf der CD „Die Qualtinger Songs“ auch „Der Sportler“.

Zu dem zeitlosen Text muss man eigentlich nichts ergänzen.

Schön, dass wir bei unseren Favoritner Spaziergängen den Kabarett-Stars von gestern in der Gerhard-Bronner-Straße und rund um die Marx-Halle in der Karl-Farkas-Gasse und der Helmut-Qualtiger-Gasse wieder begegnen.


Der Sportler

Red ma doch amoi vom Sport liebe Leut,
sehen wir den Sport philosophisch von höchster Warte.
I hob dem Sport all mein Leben geweiht,
ob es stürmt, ob es regnet oder – schneit.

Ich bin von Kind auf ein sportlicher Typ,
beim Ländermatch hab ich stets eine Ehrenkarte.
Sport ist in mir wohl der edelste Trieb,
und dabei geht es mir um ein Prinzip:

WIA MIASSN GWIIIINA!!!!
sunst hob i gleich die gaunze Freid faluan!
WIA MIASSN GWIIIINA!!!!
weill ich sonst von Sinnen bin vor Zuan!

Beim Sport – bin – ich imma – National!
I kenn ka Objektivität,
keine Ne-u-tralität,
weill da bin ich radikal.
Jawoih,
beim Sport – bin – ich imma – National!
und kaunn da Gegna amoi mehr,
nau daun wird ich ördinär und brutal!

Und lasst mich mein Verein
bei einem Ländermatch im Stich,
bin ich entsetzt, verletzt, zerfetzt,
das ist dann nichts für mich.

Dann wird da Patriotismus für mich ein Graus.
I pfeiff meine eigene Mannschaft aus,
ein Mätsch das man verlorn hat,
das grenzt an Hochverrat.

Wie gsogt:
Beim Sport – bin – ich imma National!
Und jede Niedalage ist ka-ta-stro-phal!

Wenn Sie mich fragen warum ich den Sport
imma als mein Ideal an die Spitze stelle,
gebe ich Ihnen die Antwort sofort:
„Er verbindet die Völker hier und dort.“

Sport lehrt die Menschn auch Fairness zu sehn,
er bringt Gesundheit und Stärke auf alle Fälle.
Sport bringt uns Gäste ins Land, das is schön,
nua a klane Bedingung miasst’s fastehn:

WIA MIASSN GWIIIINA!!!!
weill man am Sport – sonst keine Freude hat!
WIA MIASSN GWIIIINA!!!!
da Gegna kehrt imma owedraht!

Beim Sport – bin – ich imma – national!
Wia sind a Sportlernation,
ich bin auch ein Teil davon
das verpflichtet kolossal.
Und darum
bin – ich – beim Sport so national
Ich lese jeden Sportbericht,
Politik betracht ich nicht als real.

Mia is egal wer eine Wahl
gewinnt oder verliert,
und die Regierung wiad bei mia
seit Joahn ignoriert.

I schimpf auf Bonzn, Vakehr und auf Steia, Maut
auf olle Politika insgesaumt.
Das alles liegt seit Jahr und Tag
mia sparglgrün am Gnack.

Owa
Beim Spuat – bin – ich imma – National!
Zwoa, ich fasteh einen Schmoarn und i zoih nix eih.
I sitz im Kaffäh-haus und trink mein Wei,
schau dort ins Fernsehn und moch an moads Krawall.
Weill,
Beim Sport – bin – ich ra-di-kal!
Beim Sport – bin – ich nicht nor-mal!
Beim Sport – bin – ich imma – National!


Text und Musik: Gerhard Bronner und Peter Wehle
Vorgetragen von Helmut Qualtinger auf der CD „Die Qualtinger Songs“ (CD Remastered 1990 Mono)

Altach-Rapid

2:2 (0:0)

Ich hatte den Eindruck, als hätte das Mentale das Spiel entschieden hat und nicht die gefühlte Spielstärke, denn in der gesamten ersten Hälfte schien es nur eine Frage der Zeit, wann das erste Tor für Rapid fallen würde. Und dann war es ausgerechnet die erste Minute nach der Pause, dass unser Kapitän seine Abschlussqualitäten unter Beweis gestellt hat.

Und ob es nicht uns genau so wie der Mannschaft gegangen ist: „endlich“, das alles erlösende Tor ist gefallen. Während wir uns in unsere Sessel zurückfallen ließen (im Stags-Head hatten sie leider keine Lehne), tat die Mannschaft dasselbe: „gwunna hamma“, schienen sie zu denken. Die Anspannung ließ nach und den Altachern gelangen plötzlich Spielzüge, die sie die ganze erste Halbzeit vermissen ließen. Man könnte sagen, die Altacher hätten sich mehr angestrengt. Ich meine, dass Rapid sich schon als Sieger gewähnt hat.

Und die Strafe folgte auf dem Fuß. Dass die aufrückenden Flankenspieler – so wie beim Ausgleichstor – am Strafraum so ungedeckt stehen können, ist ein grober Fehler. Der Fuchs Aigner ferselte den Ball in den leeren Raum und der ungedeckte Altacher Matthias Honsak verwertete problemlos.

Das zweite Gegentor schien dem Sky-Experten Michael Konsel haltbar und diesen Eindruck hatten wir auch. Aber der Schuss war wirklich extrem gut platziert, exakt am Pfosten. Wir müssen uns immer verinnerlichen, dass auf unserer Seite der Schuss von Louis Schaub ebenso perfekt platziert war aber leider nur die Latte getroffen hat. Es ist also – wie so oft – jede Menge Zufall im Spiel.

Dass Rapid in der letzten Minute noch den Ausgleich geschafft hat, fällt genau so in die Kategorie „kitschig“ wie der Ausgleich von RB von der Vorwoche.

Die liebe Not mit Altach

Unsere Altach-Statistik zählt 13 Auswärtsspiele, davon 3 Siege, 3 Unentschieden und 7 Niederlagen, also ziemlich verbesserungswürdig, und ebenso viele Heimspiele, davon 9 Siege, 2 Unentschieden und 2 Niederlagen. Insgesamt ist also die Bilanz positiv aber auswärts ist Altach ein schwieriges Pflaster, das sieht man.

Immerhin erlebten wir gegenüber den zwei Auswärtsniederlagen des Vorjahres eine Verbesserung.

Unentschieden-Serie

2:2 (1:0) H Mattersburg
2:2 (1:0) H Austria
2:2 (0:0) A RB
2:2 (0:0) A Altach

Ein 2:2 ist ein beliebtes Ergebnis im ersten Quartal dieser Saison, wobei sich dieses letzte Unentschieden genau andersherum angefühlt hat als die ersten drei, denn erstmals war es Rapid, das über den späten Ausgleich gejubelt hat, und das, obwohl über weite Strecken des Spiel gar kein Zweifel über das Ergebnis bestand, so überlegen hat die Mannschaft das Spiel im Griff gehabt, insbesondere in der ersten Halbzeit.

Rapid, das Team mit den meisten Unentschieden

Ich bin ein Gegner der Drei-Punkte-Regel.

Der Grund für die Einführung dieser Regel war, dem Sieg mehr Gewicht zu geben und die Mannschaften zu motivieren auf Sieg zu spielen. Doch das Gegenteil war der Fall, die Torquoten gingen zurück und die Mannschaften verstärkten eher die Defensive. (3-Punkte-Regel ->Umschalten auf „Tore“)

Die Punkte sind der Preis, um den gespielt wird. Dass der Preis nicht vollständig ausgeschüttet wird und ein Punkt einbehalten wird, ist angesichts der Leistungen auch unentschiedener Spiele nicht einzusehen. Alle vier oben genannten Unentschieden gehörten zur Sorte der spannenden Spiele (auch wenn sie für Rapid unvorteilhaft geendet haben).

Aus der Zeit der Zweipunkte-Regel stammt auch noch der beliebte Reporter-Sager, „die Punkte würden geteilt“. Heute wäre richtiger zu sagen: „ein Punkt bleibt liegen“.

Betrachten wir die Tabelle zum jetzigen Zeitpunkt, sieht man die Wirkung der Drei-Punkte-Regel sehr deutlich:

          Siege   Remis   3-Punkte 2-Punkte
Sturm       6       0        18       12
RB          4       2        14       10
LASK        3       3        12        9
Admira      4       0        12        8
Austria     3       2        11        8
Altach      3       2        11        8
WAC         3       2        11        8
Rapid       2       4        10        8
Mattersburg 1       2         5        4
St.Pölten   0       1         1        1

Die Mannschaften rücken bei der Zwei-Punkte_Regel enger zusammen und es ist einfacher, den Tabellenführer einzuholen. Bei der Drei-Punkte-Regel braucht man dafür drei Siege, bei der Zwei-Punkte-Regel nur zwei.

In der aktuellen Situation ergibt sich kein großartiger Platzgewinn für Rapid aber durch das Zusammenrücken der Teams sind die Chancen auf einen Platzwechsel größer, wodurch einzelne Spiele wichtiger werden und es weniger häufig zu Spielen ohne besonderen Wert kommt. Am Ende der Saison werden die Abstände größer und daher sind eventuelle Aufholjagden bei der Drei-Punkte-Regel weniger erfolgversprechend.

Die Einführung der Drei-Punkte-Regel beruhte auf einer typischen Milchmädchenkalkulation, die sich durch die Entwicklung defensiver Spielstrategien als falsch herausgestellt hat.

Und warum wird das nicht geändert? Der Grund ist ähnlich dem, dass der Papst in Glaubensfragen unfehlbar ist. Man gibt Fehler nicht gern zu, gleichzeitig sind die Fußballgremien ziemlich konkurrenzbefreit.

Arnold, Franz, Florian und Mario im Stags-Head.

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Die Mitgliederversammlung des „Klub der Freunde des S.C. Rapid“ am Montag, zu dem der Sportdirektor und das Trainerteam geladen sind, wird jede Menge an Diskussionsstoff bieten.

Ob wir so viele Sesseln haben als es jetzt schon angemeldete Besucher gibt…

Parndorf-Rapid II

1:3 (1:0)

Zwar begann Rapid auffällig mit einem Stangenschuss, doch Parndorf ging überraschend in Führung und Andi Dober war ungewollt ein Assistgeber zu dem Rückstand.  Aber abgesehen davon war Andi Dober wie immer ein sicherer Rückhalt in der Verteidigung. Und es wäre nicht er, wenn er nicht wieder mit einer gelben Karte nach Hause gefahren wäre.

Im Bild sieht man den Gegentreffer durch Parndorf in der ersten Halbzeit. Das Tor fiel ziemlich überraschend und entgegen dem Spielverlauf. 

Verlief die erste Halbzeit noch unglücklich, war dann die zweite viel effizienter. Die jüngeren Lungen dürften wieder ihre Flügel im Spiel gehabt haben.

Im Sturm waren Kelvin Arase und Eren Keles sehr auffällig. Das Mittelfeld wurde von Alexandar Kostic dominiert.

Der Ausgleich erfolgte durch Christian Prosenik nach Vorarbeit von Eren Keles, der auch die beiden weiteren Tore beisteuerte.

Die Druckphase der Parndorfer am Ende des Spiels änderte nichts mehr am Sieg.

Von Rapid haben Kurt Garger, Leo Gartler und Christian Wiesmayr gesehen, sowie Trainer Gerald Baumgartner vom SV Mattersburg.

Arnold, Christian, Florian, Mario und Franz, der Fahrer waren ab 17:00 Richtung Parndorf unterwegs.

Hier ist die Pokalsammlung des SV Parndorf in der Kantine.

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Rapid-Viertelstunde vom 15.9.

  • Interview Kommunikation (Peter Klinglmüller, Christian Wiesmayr, Günther Bitschnau)
  • News
  • Bugatti-Anzug
  • Rapid-Legenden und ihre Anzüge (Rudi Flögel, Kurt Garger, Branko Milanović)
  • Link zum Video

Metapher „Rapid“

Kein Tag vergeht, in dem man nicht in irgendeiner Weise im Alltag an Rapid erinnert wird. Zum Beispiel findet man im Favoritner Columbus-Center folgende Werbefläche: „Im 14. stürmt man den Platz, bei uns die neuesten Angebote!“

Fast kein Polit-Talk, bei dem nicht einer der Diskutanten „Fußball“ als Metapher im Gespräch einbringt. Vielleicht, um populär zu wirken, wahrscheinlich aber, weil eben Fußball tatsächlich unsere Lebenswirklichkeit modellhaft abbildet.

Auch Theater und Kabarett nutzen die Marketingmaschinerie „Rapid“ als Popularitätsverstärker, um beim Publikum zu punkten. So gesehen und gehört beim aktuellen Programm des Simpl „Im freien Fall“ von Michael Niavarani und Albert Schmidleitner.

So präsentierte sich das Simpl kurz vor der Vorstellung:

Hier die Darsteller (vlnr.) Claudia RohnefeldAlexandra SchmidJoachim Brandl,
Martin BuchgraberRoman FranklAlexander Sedivy und Ernst G. Vokurek.

Die Revue ist ganz im Stil des „alten“ Simpl gehalten, mit Joachim Brandl als Conférencier. Aber es ist wie im Fußball: die Dynamik hat deutlich zugelegt, die drei Stunden Programm vergehen viel zu schnell. Alexandra ist übrigens die Tochter unseres Mitglieds Hannes, dem wir auf diesem Weg über die bravouröse Darbietung seiner Tochter berichten dürfen.

Wir haben uns die vielen Nummern natürlich nicht im Detail gemerkt, aber dass immer wieder auf „Rapid“ Bezug genommen wurde, das ist uns sehr in Erinnerung und daher auch dieser Bericht.

Szene 1: Verhör

Drei Promis aus Radio und Fernsehen werden von einem ziemlich aufgebrachten Polizisten wegen ihrer Falschprognosen verhört. „Peter Filzmaier“, „Christa Kummer und „Gerda Rogers“ (diese waren perfekt geschminkt, man konnte die reale Figur sehr gut erkennen). Der Vorwurf an „Peter Filzmaier“ war, dass dieser die Zukunft der Grünen eher schwarz sieht. Daraufhin verliert der Polizist vollends die Fassung und brüllt den Angeklagten an, es stünde ihm nicht zu, seine Religion „Rapid“ schlecht zu reden, gefolgt von einer Art Beschwörung des grünen Fußballgotts.

Szene 2: Frau „Kaiser“

Wer kennt noch die Szene aus dem Kaisermühlenblues, als Frau „Kaiser“, dargestellt von Ellen Umlauf, entrüstet eine Anzeige aufgeben will, weil sie sich durch unsittliches Verhalten der Nachbarn gestört fühlt. Es war aber so, dass sie dazu mit einem Feldstecher auf eine Leiter klettern musste.

Ganz ähnlich war es in dieser Szene, ebenfalls in einem Gemeindebau, als ein Ehepaar mit einem Operngucker beobachtet, wie in einer gegenüberliegenden Wohnung ein Ehepaar einzieht. Weil die Frau dort ein Kopftuch trägt, befürchtet sie das Schlimmste: Türken. Und tatsächlich packt der Mann auch noch einen Schal von Galatasaray aus. Und das ginge nicht, man sehe ja, wohin das führt, dass sich diese Türken nicht integrieren wollen. Integriert wären sie nur, wenn sie Rapid-Fans wären. Auch Austrianer dürften sie nicht sein, nur Rapid zähle.

Szene 3: Unsichtbar

Was man alles Gutes tun könnte, wenn man unsichtbar wäre, das trug der Conférencier Joachim Brandl vor. Und in dieser langen Liste von Dos und Donts plötzlich die Passage, dass man beim Auswärtsspiel in Altach das dortige Stadion absperren würde, um die Ultras nicht einzulassen.

Ich hoffe, mir das sinngemäß gemerkt zu haben, denn der Vortrag war außergewöhnlich schnell. Bemerkenswert war die Aktualität, wahrscheinlich hat man an dieser Stelle in der Vorwoche noch „Salzburg“ statt „Altach“ verwendet. Ich glaube, dass das Publikum wegen der Intensität dieser mehr oder weniger guten Taten zwar das „Rapid“ registriert hat aber nicht unbedingt, was mit den Ultras gemeint war.

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Bereits in diesem Tagebuch

Es gibt immer wieder Anlässe, in denen „Rapid“ als Methapher in der Kunst verwendet wird. Manchmal stellvertretend für „Fußball“ (ausgewogen dargeboten von Dorfer (=Austria) und Scheuba (=Rapid) in „Ballverlist“), manchmal als Integrationsindikator (wie im Ein-Mann-Kabarett „Cordoba“, dargestellt von Cornelius Obonya oder in der obigen Szene 2), manchmal auch in einer unausgewogenen Form (wie in der Sendung „Was gibt es Neues“ durch Gernot Rudle), in dem Sinn, dass der Stadtrivale in schlechtem Licht dargestellt wird (was im Stadion toleriert wird, hat im Fernsehen aber nichts verloren) oder wie in den ersten Folgen der Sitcom MA2412 (Alfred Dorfer outet sich als fragwürdige Gestalt als Rapid-Fan. In den späteren Folgen wurde „Rapid“ durch die „österreichischen Nationalmannschaft“ ersetzt).

RB-Rapid

2:2 (0:0)

Es war wieder etwas von „Rapid“ zu sehen am Spielfeld. Sehenswerter Einsatz, tolle Kombinationen. diszipliniertes Defensivspiel.

Für uns überragend (subjektiv natürlich) Galvao, Strebinger, Boli. Natürlich die beiden Torschützen Ljubicic und Schobesberger nicht zu vergessen. Das erste Tor wurde durch einen Sololauf von Boli eingeleitet. Sein Seitenwechsel auf Schaub wurde schon durch ein kollektives „schiaß Louis“ begleitet, doch dieser sah mehr Chancen über die Mitte und seine Rückgabe war tatsächlich von Erfolg begleitet. Ein toller Erfolg für den jüngsten Rapidler am Platz: Dejan Ljubicic. Es wird wohl für Thanos Petsos ein harter Kampf ums Leiberl auf dieser Position.

Dass auch die neuerliche Führung durch den wieselflinken Philipp Schobesberger letztlich nicht gereicht hat, ist natürlich ein Wermutstropfen, der das Ergebnis trübt, aber das Gebotene kann sich sehen lassen und – anders als im Vorjahr – können wir im heurigen September mit mehr Zuversicht auf die nächsten Spiele blicken.

Genaugenommen war es der gefühlt starke Zusammenhalt der Mannschaft, der uns Hoffnung gibt.

Fußballverarschung

So, als würde der Zinnober der Dosenanbeter einen Fußball-Interessierten in irgendeiner Weise tangieren, wird das auch noch plakatiert: ein völlig nutzloses Schild am Eingang zum Bullenstadl:

Hier wurde schon einmal über den Kommerz-Sprecher in Salzburg berichtet. Aber diesmal hat man wieder einen neuen Sprecher aus dem schier unerschöpflichen Kommerz-Vorrat gezogen, der an Peinlichkeit schon kaum zu übertreffen war.

Der rote Wahlslogan „Ich hol‘ mir, was mir zusteht“ ist dem neuen Stadionsprecher Pate gestanden als er meinte, dass sich die Bullen zu holen hätten, was ihnen zusteht, nämlich die drei Punkte.

Wie schon ausführlich an dieser Stelle über den „Rekordmeister“ berichtet wurde, hängt ein solcher Titel immer mit dem Zeitraum zusammen, über den man mittelt und natürlich gibt das Fußball-Wien in den letzen 15-20 Jahren kein gutes Bild in solchen Statistiken ab. Dass sich also Salzburg jetzt als „Rekordmeister des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet, ist bestenfalls ironisch zu verstehen, um eben die in Wien aufgeflammte Rekordmeister-Debatte zu karikieren.

So begrüßten uns auch vor halbleerer Fantribüne (die Fahnen bedecken freundlicherweise die leeren Sitzreihen) die Gastgeber mit „Willkommen beim Rekordmeister des 21. Jahrhunderts“.

Da fahren an die zweitausend Rapid-Anhänger quer durch Österreich, um ein Spiel zu sehen – und landen in einer Art überdimensionierem Zirkuszelt, in dem von einem die Sensationen herbei schreienden Hanswurst Werbung für eine Limonade gemacht wird. Der Klamauk rund um das Spiel erinnert eher an die Ankündigung einer Trendsportart, ein Gebiet, in dem RedBull stark vertreten ist.

Da wird die gegnerische Mannschaft vom Sprecher mit einem Enthusiasmus begrüßt, der eher an Verarschung erinnert als an ein seriöses Fußballspiel. Das Spiel ist für uns eine wichtige, wenn nicht eine ernste Sache. Wir verbringen viel Zeit damit, das Spiel zu verstehen und zu interpretieren. Und dann wird das Spiel vor einem Event-Publikum zu einer Volksbelustigung degradiert.

Genau so stellen wir uns den Kommerz vor, und genau so ist er dann auch.

33 Bullen, 11 Rapidler, 3 als „unparteiisch“ Benannte und eine Kuh bei der Mannschaftsaufstellung.

In anderen Situationen ist man sehr kritisch, doch dass man bei der Mannschaftsaufstellung einen Kasperl in Form einer Kuh in der Spielaufstellung mitbringen darf aber ein Ersatz-Spieler, der den Weg zum Fanblock über das Corner-Eck abkürzt gleich mit Gelb ermahnt wird… Na ja, Hauptsache man kann dem Gegner formal etwas antun. Ich habe dieses Gelb-„Vergehen“ von Tobias Knoflach zufällig im Bild festgehalten:

Der „Unparteiische“

Wie wir wissen, darf ein Schiedsrichter nicht aus einem Bundesland einer der beiden Mannschaften kommen, es sei denn – wie bei einem Wiener Derby – dass beide Mannschaften auch aus demselben Bundesland kommen – wie Ing. Gerhard Grobelnik.

Wann „kommt“ aber ein Schiedsrichter aus einem Bundesland? Die richtige Antwort ist nicht: „wo er geboren wurde“, sondern es gilt, für welchen Landesverband er aktiv ist.

Der Spielleiter unserer Begegnung, Dieter Muckenhammer, ist in Salzburg geboren, pfeift aber für den oberösterreichischen Verband. Er darf daher nach dieser Regel das Spiel leiten, aber wir als betroffene Rapidler dürfen auch annehmen, dass er bei der Vergehen mit einem gewissen Auslegungsspielraum seine Salzburger Herkunft ins Spiel bringen wird.

So geschehen in der 16. Minute als bei einem heftiger Zusammenstoß allein Mario Pavelic die Schuld zugesprochen wurde und Rapid dadurch geschwächt wurde. Es mag schon sein, dass Mario in dieser Szene ungestüm an den Ball gegangen ist, was aber seinen Gegenspieler nicht davon abgehalten hat „mit vollem Geschäft“ dagegen zu halten. Es war eine Kollision mit Rugby-Charakter, und die wollen wir natürlich nicht im Fußball haben, doch wäre eine Teilung der Schuld fairer gewesen.

Auch die zweite spielentscheidende Szene, ein Freistoß an der Strafraumgrenze, der schließlich zum Ausgleich geführt hat, beruhte auf einem Foul, dass man nicht hätte geben müssen, bedenkt man, dass die Schwerkraft für Stürmer in Tornähe besonders stark ist und sie allzu leicht die Rolle des sterbenden Schwans spielen. Natürlich sahen wir die Szene nur aus ca. 50 Metern Entfernung.

Kartenspiel

Eine rote und vier gelbe Karten wurden an unsere Spieler bei diesem Spiel verteilt. Sehr viel, und im heurigen Jahr sind es bereits insgesamt 18 gelbe, eine gelb-rote, drei rote Karten. Zum Vergleich: in der letzten Zoki-Saison waren es in allen 36 Spielen 49 gelbe und eine rote Karte.

Woher kommt das?

Abgesehen von dem Umstand, dass die Schiedsrichter eventuell doch tendenziell anti-grün entscheiden, kann es auch auf den großen Erfolgsdruck und auch Erfolgshunger der Mannschaft zurückzuführen sein, dass man Dinge erzwingen will, die sich aufgrund der Zufälligkeiten des Spielverlaufs nicht so ergeben, wie man das gerne haben möchte und dann eben zum Kartensammeln beginnt.

Die beiden Jubel-Szenen nach den Führungstreffern (siehe Bild oben) zeigen diese innige Verbindung zwischen den Fans und der Mannschaft. Alle Spieler am Feld sind hervorragende Kicker (natürlich auch die von RB) aber nur die 11 Rapidler spielen auch für jemanden, der als Kollektiv durchaus große Belastungen in Kauf nimmt und diesem Einsatz an Geld, Zeit und Hingabe will die Mannschaft durch Leistung und dann auch durch Erfolge belohnen.

Die mitgereisten Rapid-Anhänger

Snus

Wie wichtig muss etwas sein, dass man dafür einen Doppelhalter erzeugt und dann dafür wirbt.

Snus ist eine Form von Kautabak. Snus = Tabak (luftgetrocket, gemahlen, wärmebehandelt) + Wasser + Salz + Aromen; verpackt in Beutelchen aus Zelluose.

Snus unterliegt dem schwedischen Lebensmittelgesetz, darf in Schweden vertrieben werden, nicht aber in der EU.

Reise

Gregor (Fahrer), Christoph, Florian und Franz haben diese Reise mit dem PKW vereinbart. Bei der Anreise planten wir einen Zwischenstopp bei Rapidwirt Charly Wendtner ein und wer von Euch auf seinem Navi noch nicht „Altpyburg 9“ gespeichert hat, sollte das bei einer der nächsten Fahrten nachholen.

Ein Gasthaus, voll mit Rapid-Devotionalien, mit einem Steinfußball am Eingang (wie wir ihn vom Happelstadion kennen) sowie Wirt und Mannschaft voll in Grün-Weiß! Unsere Speisenauswahl: Grießnockerl- und Fritattensuppe, Gemüselaibchen, Berner Würstchen und Gemüselaibchen.

In der Gaststube wird auch des Geburtstags von RR TC SHFG gedacht! (im Bild Charly mit Steffen)

Bei der Rückfahrt wählten wir das Rasthaus Mondsee. Das Essen dort ebenfalls sehr schmackhaft mit Erdäpfelsuppe, Toast, Eierschwammerl-Brot und Gemüse-Ravioli.

Die Fahrt verlief sehr entspannt; kein Wunder, wenn man sich als Mitfahrer stressfrei dem Ärger über den späten Ausgleichs hingeben kann. Die Zeit verging schnell mit kurzweiligen Fußballplaudereien.

Danke, Gregor für’s Mitnehemen!

Links

Rapid II-Karabakh

1:1 (1:1)

Dass es in der 44. Minute nur 1:0 für Karabakh gestanden ist, verdanken wir dem bisschen Glück, das in vielen anderen Spielen oft fehlt. Und so kam es – wie so oft, dass sich Michael Harrauer, der gegnerische Tormann beim praktisch einzigen Gegenangriff nur mit einem Foul zu helfen gewusst hat, den Mujakic verwandelt hat.

In der zweite Hälfte hatte dann das Spiel seinen Charakter geändert und war viel offener. Je ein Stangenschuss auf beiden Seiten und schließlich noch die eine oder andere Möglichkeit auf einem Heimsieg von Rapid II. Wer hätte das gedacht!

Wir müssen bedenken, dass hier durchaus verschiedene Spielmotive aneinander geraten: Rapid II, eine Ausbildungsmannschaft und eine aufstrebende Kampfmannschaft mit durchaus hoch gesteckten Zielen.

Man hatte den Eindruck, als würden die Routiniers des FC Karabakh das Spiel anfangs gut im Griff hatten, bis sich dann die jüngere Lunge der Nachwuchsspieler von Rapid II bemerkbar gemacht hat und sie mit diesem Fitnessvorteil mehr als nur dagegen halten können.

Im Bild die Mannschaft des FC Karabakh beim Aufwärmen.

Bei der Inspektion des Spielfeldes bemängelte der Schiedsrichter, dass das Tornetz durch den ziemlich verbogenen Metallbügel nicht korrekt am Rasen gedrückt wurde. Das Stadionteam musste nachhelfen.

Organisatorisch hat der FC Karabakh noch einiges aufzuholen.

Beim Namen scheint man sich nicht ganz einig zu sein. Das Ligaportal und die Wikipedia sprechen von FC Karabakh“, die Homepage sagt „sk-karabakh“. Außerdem zeigt die Homepage noch die Wiener Stadtliga, obwohl das jetzt schon wieder drei Monate vorbei ist. Es ist zwar vorgesehen, dass die Vorstandsmitglieder mit Bildern vorgestellt werden, doch sind diese noch leer. Wer der Brustsponsor DOMELF ist, erfährt man auf der Homepage des FC Karabakh auch nicht. Es handelt sich um eine Traglufthalle für Ganzjahresfußball am Kaiserebersdorfer Sportplatz, die beste Trainingsbedingungen in der kalten Jahreszeit bietet. Die Anlage soll auch gemietet werden. Mo-Fr 9-16:00 um 45,- Euro, sonst 65,- Euro.

Schließlich erstaunt auch die Adresse auf der Homepage „Klebindergasse 1994/4“. Richtig dürfte „31“ sein.

Rapid-Viertelstunde vom 08. September

  • Veton Berisha im Interview
  • Signandpass with Refugees
  • Schaubs 1. Nationalteamtor
  • Steiner jetzt Frauen-Trainer
  • Rapideum mit Erfolgsbilanz
  • Rapid Charity-Golf-Turnier
  • Link zum Video

GRÜNZEUG-587

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C. RAPID (GEGRÜNDET 1951) 45.JAHRGANG/SEPTEMBER 2017/Nr.587/Versand 4.9.2017, Postamt 1120

MITGLIEDERVERSAMMLUNG

am Montag, 18. September 2017, um 19:00

Gäste

  • Fredy BICKEL (Geschäftsführer Sport des SK Rapid),
  • Goran DJURICIN (Cheftrainer des SK Rapid),
  • Martin BERNHARD (Co-Trainer des SK Rapid) und
  • Helge PAYER (Tormanntrainer des SK Rapid).

Einlass um 18.30 Uhr! Wir ersuchen um zahlreichen Besuch! Gäste herzlich willkommen!

RAPID IM HERBST 2017: SELTEN GRUND ZUR FREUDE

Das „Grünzeug“ schrieb sich in all den 45 Jahren seines Bestands selten so schwer wie diesmal. Stichwort: die Leistungen der Mannschaft, das angekratzte Nervenkostüm auch des Trainers, die Ausschreitungen der „Fans“ – das alles machte dem Verfasser schwer zu schaffen…

Die Mannschaft konnte nur in den ersten 70 Minuten des Spiels gegen den Möchtegern-(Nachkriegs-)Rekordmeister FAK sowie in den ersten 40 der LASK-Partie wirklich zufrieden stellen. Besonders ärgerlich: Dass sie nicht nur gegen den SVM, sondern auch im Derby scheinbar sichere 2:0-Führungen aus der Hand gab. Hat(te) sie Angst vorm Gewinnen?

Der Trainer hatte ebenfalls Probleme mit seinen Nerven: Als ihn Admiras Tormanntrainer nach dem ärgerlichen Auftritt seiner Mannschaft in der Südstadt durch das Zeigen des Resultats mit den Fingern provozierte, deutete der frustrierte Gogo ein Anspucken an, was ihm 7.000 Euro Geldstrafe einbrachte, die Hälfte davon bedingt.

Die Ausgeschlossenen standen natürlich auch in der Kritik: Thomas Schrammel passierte das im nachvollziehbaren Kampf um den Ball, als er den Austrianer Prokop erwischte, Joelinton hingegen trat gegen Mattersburg nach einem rüden Foul an ihm nach, und Thomas Murg schoss gegen die Admira den Linienrichter um – wie Joe ein Opfer seiner Nerven. Das ergab Sperren für jeweils ein Match für alle Genannten.

Der Sportdirektor holte nach dem Superdeal mit Ajax Amsterdam (siehe unten) den Altacher Brasilianer Lucas Galvao (26, Dreijahresvertrag) als Wöber-Ersatz, weitere Neuerwerbungen (darunter Thanos Petsos?) standen bei Redaktionsschluss noch immer nicht fest. Sollten sie kommen, wäre der Kader dann denn nicht wieder zu groß?

Die Verletzten reduzieren ihn allerdings ohnehin: Beim ewigen Pechvogel Christopher Dibon wurde bei Nachuntersuchungen seines verletzten Knies eine starke Schädigung der linken Hüfte festgestellt, weswegen er vom Spezialisten Dr.Reichkendler in Schwaz operiert wurde und mit dieser seiner 15. Verletzung seit 2013 bis Saisonende ausfällt; auf Philipp Malicsek (Adduktoren) müssen wir hingegen „nur“ bis Jahresende warten. Und Ivan Mocinic? Der hatte sich zwar schon bei SCR II versucht, für die Profitruppe ist er aber noch nicht ausreichend matchfit.

Die Schiedsrichter scheinen Rapid auch heuer nicht gerade gewogen zu sein, ganz unter dem Motto „Keinen Elfmeter für Rapid“. Einen solchen hätte Giorgi Kvilitaia bei 0:1 gegen Sturm bekommen müssen, ganz zu schweigen von SCR II in Mannsdorf (siehe „Ein Blick zu Rapid II“). Aber das interessiert ja eh fast gar niemanden, gell?

Die Fans des SK Rapid Wien sind ohne jede Frage die konkurrenlos zahlreichsten, treuesten und damit besten in ganz Österreich, sieht man von den (nur wenigen?) kriminellen Unruhestiftern und Vereinsschädlingen ab, die dem SCR im Jahre 2017 bisher Geldstrafen in der Höhe von 25.000 Euro („missbräuchliche Verwendung von Pyrotechnik“ im Cupfinale) und 30.000 Euro für die von ihnen verschuldete Unterbrechung des Derbys; über jene in der Südstadt ist bei Redaktionsschluss noch nicht verhandelt worden, sie wird sicher eine weitere Menge „Schmalz“ nach sich ziehen. Offenbar stehen sehr viele „brave“ Fans im Block West, warum, bitte schön, sind die aber nicht imstande, die Rabiatler unter ihnen zur Räson zu bringen? Und warum mussten sie alle beim Sturm-Spiel zwei Tage nach dem tödlichen Attentat von Barcelona ein riesiges Transparent zeigen, auf dem sie die Journalisten mit Terroristen gleichsetzten? Das verursachte natürlich zusätzliche Aufregung, auch wenn es manche Journalisten ganz offensichtlich darauf abgesehen haben, zusätzliche Unruhe in das „Pulverfass“ Rapid zu bringen. Abschließend sei an jenen Ultra (39, einschlägig vorbestraft) erinnert, der am 13.8.2016 (4:0 über Admira) den Hitler-Gruß zeigte und nun zu 18 Monaten unbedingt plus Stadionverbot verdonnert wurde. Wer solche „Fans“ hat, braucht eigentlich gar keine Feinde.

Der Präsident muss um sein Amt überhaupt nicht beneidet werden: Er und seine Mitarbeiter werden sowieso für jeden Fehlpass oder –schuss verantwortlich gemacht, und aktuell kommt er vor lauter Entschuldigungen wegen der schwachen Leistungen seiner Angestellten in den kurzen Hosen und, noch mehr, wegen der Ausschreitungen auf den Rängen kaum mehr zum Verschnaufen. Zusätzlich ärgerlich für Michael Krammer (und uns alle): FAK-Vorstand Kraetschmer hatte sich nach den Vorfällen im Derby über Rapid bei der Bundesliga beschwert, deren Vizepräsident er auch ist. In dieser Beschwerde hatte er natürlich nicht erwähnt, dass die Austria-„Fans“ im Gästesektor schon wieder Schäden im fünfstelligen Eurobereich verursacht hatten. Krammer schickte jedenfalls eine geharnischte Beschwerde über den Vernaderer und Multifunktionär Kraetschmer an BL-Boss Rinner. Aber die hätte er ebenso gut ans legendäre Salzamt mailen können…

D e n Transfer setzten wir aus gutem Grund an die letzte Stelle dieses Lamentos, stellt er doch das mit Abstand Positivste dar, mit dem wir uns im „Grünzeug“ Nr. 587 zu beschäftigen haben! Maximilian Wöber, als Zehnjähriger vom Sportklub (oder Sportclub, wer weiß das schon so genau) nach Hütteldorf gekommen, durchlief dort sämtliche Nachwuchsteams bis zur „Zweiten“, für die er 28 RLO-Spiele bestritt, und stand in nur 24 Pflichtspielen für die Profitruppe auf dem Rasen. Das reichte dem letzten EL-Finalisten Ajax Amsterdam, sich so sehr für den Maturanten zu interessieren, dass Rapids Sportdirektor Fredy Bickel – auch nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen – nicht weniger als (kolportierte) 7,5 Millionen plus Weiterverkaufsbeteiligung als Transfersumme herausschlagen konnte – absoluter Rekord für einen österreichischen Bundesligaspieler bei einem Verkauf ins Ausland und das nach einer so kurzen Karriere! Maxi unterschrieb in Amsterdam einen Kontrakt über vier Jahre und wurde von Teamchef Koller unverzüglich in den Teamkader berufen. Wäre das auch passiert, wenn er Rapidler geblieben wäre? Jedenfalls wünschen wir dem Shootingstar, dass sein Stern viel länger leuchten möge, als er so blitzartig in den Fußballhimmel aufgestiegen war.

tipico-Bundesliga (Stand vom 27.8.2017)

1.Sturm    6/18 (14: 8)
2.Salzburg 6/13 (14: 4)
3.Austria  6/10 (12:10)
6.Rapid    6/ 8 (11:10)

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

BL, 3.RUNDE (6.8.): AUSTRIA (H) 2:2 (1:0)

Viel schlimmer geht’s wohl nimmer! Rapid schien vor dem sicheren ersten Derbysieg im neuen Stadion zu stehen, denn sie spielte bis kurz vor ihrer Viertelstunde mit dem konfusen violetten Schlusslicht (!) Katz und Maus und sich allein zwischen der 60. und 65. Minute Topchancen auf das 3 bis 5:0 heraus, bevor sie wie schon gegen den SVM ein 2:0 verschleuderte. Als bekannter Schönfärber grün-weißer Leistungen bzw. Ergebnisse gestattet sich der Verfasser die Bemerkung aber schon, dass Filipovic (bereits verwarnt gewesen, allerdings wurde sein klares Elferfoul an Joelinton – „natürlich“ – nicht geahndet, 43.) und Ober-Provokateur Holzhauser längst ausgeschlossen gehört hätten, bevor Schrammel für sein Strafraumvergehen an Austria Joker Prokop gehen musste. Den dafür verhängten Penalty verwandelte besagter Holzhauser mit der Routine eines Spezialisten, der sich in dieser Kunst in fast jedem Match üben darf. Als er sich wenig später bei einem Corner trotz St.Hofmanns mit Harkam abgesprochener Intervention endlos lange Zeit ließ, explodierte der ohnehin dauerunruhige Block West erst recht. Weil Friesenbichler hernach fast das 2:3 gelungen wäre, musste sogar FAK-Trainer Fink zugeben: „Das wäre des Guten zu viel gewesen.“ Uns reichte es aber auch so.

SCR: Strebinger; Pavelic, Sonnleitner, Wöber, Schrammel; Auer, Schwab; Murg (72.Keles), Schaub (84.Thurnwald), Kuen; Joelinton.- Tore: Schaub (39., 55.); Prokop (73.), Holzhauser (84., Elfer).- Gelbe Karten: Schrammel, Auer, Sonnleitner, Kuen; Holzhauser, Filipovic, Larsen.– Rote Karte: Schrammel (83., Torraub).Bes.Vorkommnis: Fünfminütige Unterbrechung wegen Wurfgeschossen aus dem Block West (87.)- Allianz-Stadion, Harkam, 26.000.

BL, 4.RUNDE (13.8.): ADMIRA (A) 1:3 (0:1)

0:1 nach eigenem Einwurf (37. Sekunde!). Überlegener SCR, Stangenkopfball Schwab (19. Minute), genügend Ausgleichschancen. Valiumkonsumation zur Pause? Jedenfalls immer unsichtbarerer SCR. Toller Doppelpack ausgerechnet durch Starkl. Etliche weitere Admira-Chancen. Erneuter „großer Auftritt“ der sattsam bekannten Rapid-„Fans“ mit Unterbrechung (mit der beide Parteien nicht zufrieden waren). Plötzlich wieder dominante Rapidler. Schönes Joelinton-Tor. Lattenkopfball Kvilitaia (80.). Große Kontermöglichkeiten Admiras. Murg schießt (hoffentlich) unbeabsichtigt Linienrichter ab, daher schon dritter Ausschluss eines Rapidlers im vierten Match. Am Ende bei viel Ballbesitz wenige gewonnene Zweikämpfe: 38 Prozent. Kein weiterer Kommentar.

SCR: Strebinger; Pavelic, Sonnleitner, Wöber, Bolingoli (81.Prosenik); Auer (73.Kvilitaia), Schwab; Murg, Schaub (73.Keles), Kuen; Joelinton.- Tore: Jakolis (1.), Starkl (63., 65.); Joelinton (78.).- Gelbe Karten: Toth, Grozurek; Auer, Sonnleitner, Kvilitaia, Joelinton, Keles.– Rote Karte: Murg (90./+2, Unsportlichkeit).- Bes.Vorkommnis: Achtminütige Unterbrechung wegen Wurfgeschossen aus dem SCR-Fansektor (68.).- BSFZ-Arena, Schörgenhofer, 4.700.

BL, 5.RUNDE (19.8.): STURM (H) 1:2 (0:1)

Gegen den speziell vor der Pause viel selbstbewussteren und zweikampfstärkeren Leader aus Graz schwächelten die grünen Nervenbündel noch mehr als die Lautsprecheranlage. Halbwegs Rapid-würdig waren leider nur die Anfangsminuten und die Phase um Auers Anschlusstreffer auf Joelintons herrliche Vorarbeit. Dass der mit Abstand größte Jubel dem Ehrengast Jan Novota galt, sagt wohl alles.

SCR: Strebinger; Pavelic, M.Hofmann, Wöber, Schrammel (61.Schobesberger); Auer, Schwab; Schaub, St.Hofmann (76.Keles), Bolingoli; Kvilitaia (46.Joelinton).- Tore: Auer (60.); Alar (17.), Röcher (53.).- Gelbe Karten: Schaub, M.Hofmann; Potzmann, Lykogiannis, Hierländer.- Allianz-Stadion, Schüttengruber, 20.200.

BL, 6.RUNDE (26.8.): LASK (H) 1:0 (1:0)

Schon nach 30 Sekunden forderte der Fanblock, Rapid sehen zu wollen (wer, zum Teufel, wollte das denn nicht?) und wurde prompt erhört: Die Mannschaft, mit dem guten Kooperationsspieler Ljubicic (19), drückte den mit Siegesgelüsten angereisten Aufsteiger mit viel Biss und Speed permanent in dessen eigene Hälfte, münzte die enorme Überlegenheit aber nur in ein Tor um. Etwa ab der 40. Minute war ein Formknick in den grünen Reihen festzustellen, häuften sich die unnötigen Ballverluste und wurden die nun wenigen Chancen vergeben, die größte durch Joelinton (90./+3). Zum Glück war besonders Strebinger stets auf dem Posten, weshalb es den (letztlich verdienten) ersten Sieg in dieser Saison gab. Erfrischend: Schobis Kurzauftritt mit fast einem Treffer. Galvaos Debüt fiel noch viel kürzer aus.

SCR: Strebinger; Pavelic, Sonnleitner, M.Hofmann, Boligoli; Ljubicic (78.Auer), Schwab; Schaub (72.Schobesberger), Joelinton, Murg; Kvilitaia (88.Galvao).- Tor: Murg (22.).- Gelbe Karten: Schwab, M.Hofmann, Murg, Pavelic; Trauner, Michorl.- Allianz-Stadion, Hameter, 19.400.

„MR. GRÜNZEUG NR. 587“: RICHARD STREBINGER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.
Seit jeher schon werden Rapids Torhüter von den Medien und sogar den eigenen Anhängern besonders kritisch beäugt (nachzufragen auch beim Ex-Nationalkeeper Helge Payer). Warum also sollten ausgerechnet Richie Strebingers gelegentliche Fehler nicht haarklein zerpflückt werden? Na eben. Vor allem gegen den LASK unterlief ihm jedenfalls kein einziger und mehr noch: Seine Rettungstaten in plötzlich kritischen Phasen ermöglichten das erste Zu-null nach 21 (!) Versuchen und den ersten Heimsieg in dieser noch so jungen Saison.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

Meisterschaftsspiele: Steffen Hofmann 425. (Sturm); Stefan Schwab 100. (LASK).- „Runde“ Tore: Fehlanzeige.

EIN BLICK ZU RAPID II

Zwischen 3. und 5.8. nahmen die altersmäßig dafür berechtigten Spieler unserer „Zweiten“ in Dortmund, Velbert und Marl am Ruhr-Cup für U19-Teams teil und erreichten dabei gegen höchst namhafte Mannschaften durchaus achtbare Resultate. 3.8.: MONACO 1:1 und BAYERN MÜNCHEN 1:0, 4.8.: REAL MADRID 0:0 und SCHALKE 04 1:4, 5.8.: AS ROM 0:0, Elferschießen 13:14 (!). Das bedeutete den 8. Platz unter 10 Klubs.

1.RUNDE (8.8.): ST.PÖLTEN JUN. (A) 1:2 (1:1)

Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen: Gegen den Fast-Absteiger der letzten Saison reichte SCR II eine Führung leider ebenfalls nicht, denn nach dem von Schobesberger (erster Einsatz seit 27.11.2016) eingeleiteten 1:0, einem Lattenpendler und starken 20 Minuten hieß es durch einen Weitschuss und in der Nachspielzeit trotz Überzahl wegen eines Deckungsfehlers 1:2…

SCR II: Haas; Dober (80.Prirsch), Müldür, Sahanek, Leovac; Bosnjak; Arase (77.Küssler), Tüccar, Kostic, Schobesberger (61.Felber); Mujakic.– Tore: Vucenovic (22.), Gaugusch (90./+3); Arase (12.).- Gelb-Rote Karte: Schuh (86., Foul).- Ober-Grafendorf, Wisak, 300.

2.RUNDE (11.8.): BRUCK/LEITHA (H) 3:6 (0:4)

Da konnten auch die lange verletzt gewesenen, mit ihren jungen Kollegen nicht wirklich eingespielten Profis Schobesberger, Mocinic und Kvilitaia nichts ausrichten, zumal Akagündüz‘ Matchplan schon früh über den Haufen geworfen war; dazu kamen krasse Fehlpässe aus der schwachen Abwehr heraus, die dem klar überlegenen Aufsteiger das 0:3 und 1:5 sehr leicht machten. Unsere einzigen Lichtblicke: Freistoßkünstler Kostic und mit Abstrichen der phasenweise torgefährliche Mujakic.

SCR II: Haas; Ehrnhofer, Müldür, Sahanek, Krenn; Mocinic (46.Mujakic), Bosnjak; Tüccar, Kostic, Schobesberger (46.Arase); Kvilitaia (60.Dober).- Tore: Mujakic (66.), Kostic (80., 85., Freistöße); Salkic (4., 37., 77.), Bielcik (7.), Burusic (34., 70.).- Allianz-Stadion, West 1, Mag.Jandl, 300.

3.RUNDE (15.8.): MANNSDORF (A) 2:2 (2:0)

Auch Rapid II reichte eine (verdiente) 2:0-Führung durch zwei Kopftore nicht zum Sieg. Trotzdem war das Remis gegen Herbert Gagers erfahrenere Truppe nach dem Bruck-Debakel durchaus positiv. Ärgerlich aber, dass Akas Burschen der glasklarste aller denkbaren Handselfer unglaublicherweise verweigert wurde (90./+3).

SCR II: Haas; Müldür, Dober, Pfeifer; Thurnwald, Bosnjak, Kostic, Tüccar (63.Sahanek), Leovac; Sobczyk (66.Mujakic), Arase (89.Küssler).- Tore: Panic (62.), Haselberger (85.); Sobczyk (25.), Kostic (34.).- Mannsdorf, Luef, 350.

4.RUNDE (20.8.): VIENNA (H) 2:0 (0:0)

Lange Zeit stand das Duell mit dem um seine Existenz bangenden Vorjahresmeister auf ziemlich mäßigem Niveau. Dafür entschädigten jedoch die letzten 20 Minuten mit zwei ebenso herrlich herausgespielten wie erzielten Toren und dem längst fälligen ersten Saisonsieg, der obendrein hochverdient ausfiel.

SCR II: Jenciragic; Müldür, Dober, Pfeifer; Mocinic (46.Tüccar), Bosnjak; Sahanek (79.Ehrnhofer), Kostic, Leovac; Mujakic (82.Felber), Arase.- Tore: Kostic (71.), Bosnjak (75.).- Allianz-Stadion, Vojtek, 400.

5.RUNDE (25.8.): TRAISKIRCHEN (A) 3:1 (2:1).

Das in etwa ausgeglichene Spiel wurde in der hektischen Schlussphase durch Kapitän Bosnjaks spätes Kontertor endgültig zu Gunsten der Truppe um Abwehrchef Dober und Goalgetter-Dribblanski Kostic entschieden, die sich damit vorerst ins Mittelfeld vorschob. Keeper Haas musste verletzt durch Talent Jenciragic (17) ersetzt werden.

SCR II: Haas (63.Jenciragic); Müldür, Dober, Pfeifer; Bosnjak; Ehrnhofer (46.Sahanek), Kostic, Felber (60.Krenn), Leovac; Mujakic, Arase.- Tore: Randak (23.); Kostic (6., Elfer); Mujakic (32., Freistoß), Bosnjak (90./+5).- Traiskirchen, Kouba, 200.

RLO-Tabelle vom 26.8

1.Ebreichsdorf 4/12 ( 9: 0)
2.Amstetten    5/11 (13: 6)
3.Horn         5/11 ( 9: 3)
7.Rapid II     5/ 7 (11:11)

„MV“ VOM 21.8.: EHRENMITGLIED THOMAS SCHRAMMEL

Zwei Tage nach der Störung der Lautsprecheranlage des hochmodernen Allianz-Stadions beim noch mehr floppenden Sturm-Match war der unsrigen anlässlich der ersten Versammlung nach der Sommerpause überhaupt kein Ton zu entlocken. Sodass Obmann Niederhuber und die Ehrengäste immer wieder mit einem akustischen Chaos zu kämpfen hatten. Trotz des „Volksgemurmels“ und der Zwischenrufe werden hoffentlich die meisten der ziemlich zahlreich erschienenen Mitglieder einigermaßen mitbekommen haben, was da vorne auf dem Ehrentisch gesprochen und zwangsläufig geschrien wurde.

Einer der dort Sitzenden war Thomas Schrammel, seines Zeichens Langzeitrapidler und seit unserer diesjährigen Generalversammlung auch Ehrenmitglied des Klubs der Freunde des S.C. Rapid (wie es dazu gekommen ist, haben wir schon mehrfach erklärt). Aus diesem Grund wurde der treue Erzgrüne, der mit Vater und Freundin im Klublokal erschien, mit einem attraktiven Ehrenteller ausgezeichnet, für den er sich mit einem handsigniertem Vierer-Leiberl revanchierte.

Ein gleiches Gastgeschenk brachte Richie Strebinger mit, der vor knapp zwei (ereignisreichen) Jahren erstmals zu uns gekommen war, damals als Vater eines wenige Tage zuvor geborenen Söhnchens; würden wir ihn im Oktober abermals zu uns bitten, hätte er Baby-mäßig bereits den Doppelpack geschafft und zwar wieder mit einem Buben. So viel Erfolg wünsch(t)en wir dem sympathischen Wr.Neustädter, den mit Tobias Knoflach ein „gutes, kollegiales“ Verhältnis verbindet, natürlich auch in und vor seinem Kasten.

Wenn man Thomas Schrammel (Spitzname in Erinnerung an eine „Kottan“-Figur „Schremser“, was aber nichts mit Einbeinigkeit zu tun haben soll) als Langzeitrapidler bezeichnet, der die grün-weiße Dress bereits als Achtjähriger trug, so könnte unser diesmaliger Klublokal-Debütant Manuel Thurnwald darüber fast mitleidig schmunzeln, denn der nun 19-Jährige kickt schon seit seinem fünften Lebensjahr bei Rapid, und so, wie’s aussieht, wird er das noch geraume Zeit tun, auf welcher Position auch immer. Thurni, der Vielseitige: „Das ist mir egal, ich möchte nur spielen.“

Der andere Jungspund, Maxi Wöber also, ist uns „MV“-mäßig komplett durch die Lappen gegangen, denn er hatte sich schon am Vortag des 21.8. von seinen Kollegen in Richtung Amsterdam verabschiedet – ein (gewiss auch für den frisch gebackenen Maturanten) höchst lukrativer Transfer, an dem das Auditorium nichts Hörbares zu bekritteln hatte. Wie überhaupt die kaputte Lautsprecheranlage für die größte Aufregung sorgte, mehr sogar noch als Rapids (leider wieder einmal) miserable Situation.

Ein Postskriptum zu unseren kranken bzw. rekonvaleszenten „Madln und Buam“: Schön, dass die Fröhlich-Ilse endlich wieder da war, wenn auch noch immer nicht fullfit! Außerdem baten wir Herrn Gugerell, seinen Freund, unseren verdienten Ex-Kassier die besten Wünsche aller im Klublokal Anwesenden zu übermitteln. Sollte der Langzeitfunktionär der Rapidfreunde diese Zeilen lesen: Alles Gute, lieber Ernstl!

SPLITTER

Unsere Homepage ist nun in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder haben die Möglichkeit, sich auf der Homepage unter „Tagebuch“ -> „Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden zu lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

Am Rande unserer „MV“ vom 21.8. (siehe Bericht) war zu erfahren, dass unser auf vielen Gebieten äußerst aktive Herr Dipl.Ing.Fiala sich bereit erklärt hat, das schon seit Jahren im Klublokal schlummernde Transparent der Rapidfreunde im Einvernehmen mit dem SCR regelmäßig auf der Osttribüne des Allianz-Stadions aufzuhängen. Danke!

Das müsste denn doch machbar sein: In der 2. Cuprunde wird Rapid am 20.9. auf dem WSC-Platz auf den Stadtligisten Elektra treffen.

Schon am 22.8. hatte Louis Schaub Grund zur Freude, denn an diesem Tag wurde sein Sohn Nino geboren.

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