Rapid-Austria

2:2 (1:0)

Bis zum Anschlusstreffer waren eigentlich alle auf den Rängen höchst zufrieden. Rapid in Spiellaune, wie wir es von früher kennen. Dass Rapid nur 2:0 in Führung lag, war sehr schmeichelhaft für unseren Gegner und auch Schiedsrichter Harkam zuzuschreiben, der zunächst ein glattes Rot-Foul von Holzhauser als „Gelb“ beschönigt hat und ein klares taktisches Gelb-Foul von Selbigem unmittelbar danach gar nicht ahndete. Weiters wurde ein klares Elfer-Foul an Joelinton im Strafraum nicht gegeben.

Nächste Mitgliederversammlung 26.August. Eingeladen wurde die sportliche Führung Didi, Jürgen und Zoki. Auskunft 0677-1899 5070 (Franz)

Der Gegentreffer fiel von der ungeschützten rechten Flanke, an der zwei gegnerische Spieler praktisch unbedrängt in den Strafraum vordringen können. Nach meiner Ansicht, zieht es Pavelic zu sehr in die Mitte und seine Verteidigungsposition rechts ist verwaist.

Den Elfer kann man geben, wo aber in einem voll besetzten Strafraum ein Torraub stattfinden soll, kann ein Zuschauer nicht verstehen. Überhaupt gibt es seit der EURO 2006 die Regeländerung, dass ein Torraub im Strafraum mit Geld+Elfmeter und nicht mehr mit Rot+Elfmeter zu ahnden ist. Siehe unseren Bericht über „Regeländerungen“ vom Vorjahr.

Dass Schiedsrichter Harkam das Spiel unterbrochen hatte, nachdem Gegenstände auf Holzhauser geworfen wurden, war nichts so schlecht, denn trotz allem Unmuts über die Spielsituation sollten auch die wildesten der Wilden einfach so etwas nicht tun.

Schließlich präsentierte sich Steffen Hofmann in einer neuen Rolle als „Glätter der Wogen“ und beschwichtigte einerseits den Fanblock und forderte den immer wieder provozierenden Holzhauser auf, doch endlich seiner Aufgabe nachzukommen.

Interpretation

Die Überlegenheit in der ersten Halbzeit und dann das tolle Pressing von Stephan Auer, das zum Ballverlust für den Gegner und zum 2:0 durch Louis Schaub führte, ließen uns eigentlich schon beruhigt auf die Uhr schauen, doch das Spiel wendete sich nach dem Gegentreffer zu unserem Ungunsten.

Wir vergleichen den aktuellen Spielverlauf gerne mit der Zeit des Ballbesitzfußballs unter Zoki. Unser Eindruck ist, dass Rapid unter Zoki in der zweiten Halbzeit sehr oft stärker aufgetreten ist als in der ersten Halbzeit. Wir führten das damals auf die gute Kondition zurück; es kann aber auch sein, dass der Ballbesitz nicht ganz so kräfteraubend ist wie das derzeit praktizierte, attraktive Pressing. Und daher könnte der Einbruch in der zweiten Spielhälfte auf die schwindenden Kräfte zurückzuführen sein. Dass also das sich wiederholende Ergebnis der beiden ersten Heimspiele der für diese Spielweise fehlenden Kondition zuzuschreiben ist.

In diesem Punkt gibt uns Helge Payer Hoffnung, indem er bei unserem Zusammentreffen am Freitag versichert hat, dass er damit rechnet, dass die Mannschaft in zwei bis drei Monaten so weit sein wird, dass sie dieses anspruchsvolle Spiel auch über 90 Minuten gehen kann.

Natürlich kann es auch sein, dass die Mannschaft durch die fehlenden klaren Heimerfolge noch etwas zuwenig sicher auftritt, und dass sie sich durch Gegentreffer noch zu sehr aus der Ruhe bringen lässt.

Stimmung

Zu dieser Stimmung im Stadion kann man nur anmerken, dass man sehr weit fahren muss, um Ähnliches zu erleben; genaugenommen ist es einmalig. Der Block-West stellt unsere Phantasie ganz schön auf die Probe. Wenn jemand weiß, was die Choreografie darstellen soll, bitte die Kommentarmöglichkeit nutzen.

Der Block-West begrüßt mit: „Erst wenn wir die Veilchen leiden sehen, spüren wir Befriedigung“.

Die Gäste begrüßen uns mit einem ähnlich unfreundlichen „Scheiß auf Hütteldorf“…

… und „Wir zerreißen uns für unser Team, auch im schirchsten Ort vor Wien“.

Dass ein Team beim Aufwärmen begrüßt wird wie ein Champions-League-Sieger, findet man weder in Deutschland noch in England in einer vergleichbaren Weise vor.

Hier ein Blick auf die mit vielen Legenden prominent besetzte VIP-Tribüne:

Unter der Tribüne

…serviert man seit dem Derby keine Nudeln mehr sondern stattdessen einen Burger und eine Currywurst.

Wer errät wohl, von wo dieses Papier herkommt?

In „The Village Post“ werden die Burger eingepackt. Ich schlage vor, dass man entweder eine neutrale Verpackung oder eine solche mit Rapid-Bezug verwendet.

 

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