Testspiele und Ladenschluss

Oberwart-Rapid 1:10 (0:5)

Die Fahrt nach Oberwart hat uns zu lange gedauert und so bedanken wir uns bei Gerhard für die Bilder, die er uns überlassen hat.

Aus der Vergangenheit wissen wir, dass auch Testspiele nicht immer so klar enden. Es zeigt eine beruhigende Spielfreude, auf der man aufbauen kann.

Rapid II-FAC 2:1 (1:1)

Rund um das Stadion werden schon die Aufbauten für den 17. Business-Run am 7. September hergestellt.

Sportdirektor ist mit Thanos Petsos und Thomas Schrammel am Rückweg vom Nachmittagstraining.

Rapid ist immer eine Anlaufstelle für Ex-Rapidler. Gerhard Niederhuber im Gespräch mit Raimund Hedl; Christian hört zu.

Adrian, der Wirt in der “Kantine Stadion”, freut sich über Hochbetrieb am Trainingsgelände. Auch die treuen Anhänger von Rapid II, Florian und Christian, steigern den Umsatz.

Das Spiel wurde über weite Strecken von Rapid II dominiert. Zwei Tore von Rapid II wurden wegen Abseits nicht anerkannt, bis schließlich Elias Felber das 1:0 für Rapid II erzielte. Der Ausgleich für den FAC fiel noch vor der Pause, doch schließlich konnte Rapid II noch ein Tor nachlegen. Leider haben wir den Torschützen zum 2:1 nicht erkannt.

Die Frage ist, was mit ihm geschieht, mit Dejan Ljubicic. Nicht mehr bei Rapid II aber noch nicht bei Rapid I angekommen und trotz sehr guter Presse bei seinem Debut scheint sein Einsatz unsicher. Der Neuzugang Thanos Petsos verstellt ihm möglicherweise den Weg und verhindert seine weitere Entwicklung. Während in Manchester Marcus Rashford mit 19 Jahren bereits in der Kampfmannschaft mitmischt, ist der Einsatz von Dejan bei Rapid nicht so ganz klar.

Ladenschluss

Sportdirektor Bickel verkündete noch voriges Wochenende, dass man noch Zeit genug für Transfers hätte. Klar, es gibt immer noch die “letzte Minute”.

Unsere Neugierde wurde lange strapaziert, bis schließlich dieser letzte Transfer eines Stürmers über die Bühne ging. Jetzt ist der Kader komplett und alles, was wir tun können ist hoffen, dass sich Thanos Petsos und Veton Berisha so ins Team einfügen, wie sich die Verantwortlichen das wünschen. Und insbesondere bei Veton müssen wir eine Entwicklung erhoffen, denn seine bisherige Torquote ist eher die eines Verteidigers als die eines Stürmers. Aber dazu ist Rapid angetreten, um Spieler zu entwickeln. Wir erwarten das von ihnen.

Es scheint uns als Laien vorteilhafter, eher am Beginn einer Handelsphase einzukaufen, weil die Auswahl noch größer ist. Jetzt am Ende der Transferphase lastet mehr Druck auf allen Akteuren und das begünstigt Fehler – wie wir vom Fußballspiel und aus der Vergangenheit wissen. Man bekommt nur mehr “Restposten”.

Irgendwie wiederholt sich diese Szene. Wir kennen diesen “Einkaufsstress der letzen Minute” von Venegoor of Hesselink (Jelavic) und auch Jelic (Beric). Diese Last-Minute-Käufe dürften eine Folge geringen finanziellen Spielraums sein. Überhaupt nur durch den Verkauf von Max Wöber gab es Mittel, um die benötigten Verstärkungen zu holen. Der Überschuss aus diesen Transfers dürfte Rapid im nächsten Jahr ein ausgeglichenes Budget sichern.

Rapid-Kalender

Von wo bekommst Du die Rapid-Termine? Aus der Zeitung? Von der Homepage? Von Bekannten? Wie hältst Du die Termine aktuell? Brauchst Du nur die Termine der Kampfmannschaft oder eventuell auch die Termine von Rapid II oder der sonstigen Rapid-Veranstaltungen?

In diesem Beitrag wird beschrieben, wie Du Dich um die Rapid-Termine nicht mehr kümmern musst, denn Du kannst sie immer automatisch auf Deinem Handy-Kalender eingeblendet bekommen.

Alles hier bezieht sich auf Android-Handies. iPhones funktionieren sicher ganz ähnlich.

Kurzanleitung

Hintergrundinformation

Die meisten Handy-User tragen wichtige Termine in ihrem Handy-Kalender ein. Oft ist aber die Handhabung nicht so, wie sich das der Hersteller (hier Google) vorgestellt hat.

Wie funktioniert ein Handy-Kalender?

Auf jedem Android-Handy befindet sich zumindest eine vorinstallierte Kalender-Anwendung, nämlich die von Google. Darüber hinaus kann es auch noch eine vom Handy-Hersteller geben oder viele weitere, die man über den Play Store installieren kann. Wir sprechen hier nur vom Google-Kalender, denn der ist auf allen Android-Handys gleich.

Das folgende Bild zeigt die Wochendarstellung des Google-Kalenders im Breitformat

Das folgende Bild zeigt dieselbe Woche im Hochformat.

Der Unterschied dieser beiden Darstellungen sind die drei Striche links oben in der Hochformat-Darstellung. Und über die drei horizontale Striche links oben kommt man zu den Einstellungen.

Und erst jetzt sieht man am Logo, dass es sich um den Google-Kalender handelt. Im unteren Drittel sieht man das Google-Konto “franz.fiala.cc@gmail.com” mit dem dieser Kalender verbunden ist.

Über das Plus-Zeichen in den oberen Bildern kann man neue Termine anlegen und hier zeigt sich dann auch eine wesentliche Eigenschaft dieses Kalenders: Aktiviert man über das rote Plus-Zeichen den Dialog zur Eingabe eines neuen Termins, sieht man dort in der Voreinstellung “Termine(franz.fiala.cc@gmail.com)”

Aktiviert man dieses Feld, kommt man zu einer weitere Auswahl, in der man sich wünschen kann, in welchen von vielen möglichen Kalendern man den neuen Termin eintragen will:

In diesem Beispiel gibt es zusätzlich zum Kalender “Termine” (=”franz.fiala.cc@gmail-com”), “Fiala” und “florian.fiala.cc@gmail.com” und danach noch “Phone”.

Eine Kalender-Anwendung am Handy verwaltet daher mehrere Kalender gleichzeitig und unterscheidet diese durch Farben. Alle diese weiteren Kalender kommen von der Desktop-Version des Kalenders, den man unter https://calendar.google.com über einen Browser aufrufen kann. Dort kann man einerseits besondere Kalender anlegen (Beispiel “Fiala”, das sind Termine, die die ganze Familie betreffen) oder man bekommt Schreibzugriff zu einem befreundeten Kalender (Beispiel “florian.fiala.cc@gmail.com”).

Am Anfang, wenn daher das Handy erstmals mit einem Google-Konto eingerichtet wurde, sieht man nur die beiden Optionen “Termine” und “Phone”. Hätte man das Handy ohne ein Google-Konto eingerichtet, gibt es überhaupt nur “Phone”. (Man kann ein Android-Handy auch ohne einen solchen Google-Account installieren, aber das ist nicht empfehlenswert.)

Wählt man “Phone” wird der Termin nur lokal am Handy sichtbar sein; wählt man “Termine” (=”franz.fiala.cc@gmail-com”), wird der Termin über die Google-Adresse auch am PC über die Browser-Anwendung “Google Kalender” sichtbar.

Kalender am PC

So schaut die Oberfläche des großen Bruders eines Handy-Kalenders aus, den man über https://calendar.google.com/ erreicht:

Man sieht im Abschnitt “Meine Kalender” die von mir angelegten Kalender und darunter unter “Weitere Kalender” jene Kalender, zu denen ich sonst noch Lese- oder Schreibzugriff habe. Und genau in diesem Punkt “Weitere Kalender” kann man externe Kalender einbinden. Man klickt auf den kleinen Pfeil rechts von “Weitere Kalender” und wählt dort “Über URL hinzufügen”.

Diese Möglichkeiten in der PopUp-Box sind:

  1. Weitere Kalender hinzufügen
  2. Über URL hinzufügen
  3. Kalender importieren

Mit (1) wird ein neuer Kalender angelegt. Mit (2) kann man einen Kalender verknüpfen, von dem man die Internet-Adresse kennt. Mit (3) kann man einen Kalender importieren, Bei diesem Import wird man gefragt, in welchen Kalender man diesen neuen Kalender hinzufügen will. Hier sollte man immer einen Kalender angeben, den man vorher wie unter (1) angelegt hat und der sonst keine Daten enthält.

Für uns wichtig ist lediglich die Funktion (2) “Über URL hinzufügen”, denn die Rapid-Homepage und die Homepage des “Klub der Freunde des S.C. Rapid” bieten solche Internet-Kalender an, die sich zum Verknüpfen eignen.

Wozu braucht man dann die Auswahl (1) und (3)?

Nehmen wir folgende Anwendung: Du verwaltest Termine für einen Verein und möchtest diese von Dir editierten Termine den anderen Vereinsmitgliedern bekannt machen. Dann legst Du mit der Auswahl (1) einen neuen Kalender an und gibst dort Deine Termine ein und ergänzt oder editierst sie bei Bedarf. Deinen Vereinskollegen teilst Du den Kalendernamen ein, den Du unter “Einstellungen” findest und die können Deinen Kalender verknüpfen, ganz ähnlich wie wir das für den Rapid-Kalender gleich sehen werden.

Die Option (3) “Kalender importieren” fügt die Daten des externen Kalenders in einen bestehenden Kalender ein aber es gibt keine weitere Verbindung zwischen den beiden Kalendern und daher muss man nach diesem Import alle eventuellen Änderungen selbst vornehmen.

Man verwendet daher die Option (2) “Über URL hinzufügen” und gibt zum Beispiel http://klubderfreunde.at/kalender.aspx?out=ics ein. Der voreingestellte Name ist bei diesem Kalender “Rapid&Öfb”.

Mit dieser Eingabe werden alle zukünftigen Rapid-Termine sofort im Kalender sichtbar. Wie’s der Teufel haben will, ist die Farbe nicht selten violett. Daher gleich einmal die Farbe ändern!

Kalender am Handy

Wie kommt nun dieser Kalender auf das Handy? Ausgangspunkt ist wieder die hochformatige Darstellung des Kalenders mit dem Drei-Horizontale-Striche-Symbol. Dieses klickt man an und scrollt ganz nach unten zum Punkt “Einstellungen”. Klickt man “Einstellungen” an, kommt man wieder zu einer Liste der verschiedenen Kalender, allerdings sind hier die Farbsymbole quadratisch. An dieser Stelle sollte der neue Kalender “Rapid&ÖFB” aufscheinen. Ist das nicht der Fall, geht man wieder zur hochformatigen Darstellung des Kalenders zurück und wählt dort rechts oben das Drei-Punkte-Symbol und “Aktualisieren”. Dann sollte es aber klappen und die Rapid-Termine sind am Handy angekommen.

 

 

Rapid-LASK

1:0 (1:0)

Immerhin hat der LASK als bisher einzige Mannschaft einen Punkt aus Salzburg mitgenommen und daher kann man diesen Sieg durchaus hoch bewerten. Und in der ersten Halbzeit war auch die Überlegenheit von Rapid ziemlich klar.

Das Zittern in der zweiten Halbzeit ist vorbei, die Punkte bleiben in Hütteldorf.

Am Vergleich statistischer Daten über das Spiel sieht man, dass die Überlegenheit von Rapid der ersten Halbzeit (65% Ballbesitz) in der zweiten Halbzeit deutlich auf die Seite des LASK gewechselt ist. Wie kommt das? Es hat Rapid früher ausgezeichnet, gerade in der zweiten Halbzeit “nachlegen” zu können. Aber wer weiß schon, was genau Spieler und Trainer in der Pause vereinbart hatten. Für uns Zuschauer hatte das Spiel den Charakter einer “Zitterpartie” bis zum Schluss.

Ich habe den Eindruck, als wäre Rapid immer noch nicht in seiner neuen Heimat angekommen. Es ist ja nicht nur das neue Stadion; der Personalstand hat sich enorm erhöht und die Professionalität macht sich in allen Bereichen bemerkbar.

Dazu kommt, dass für alle unsere Gäste dieses Auswärtsspiel in einer Kulisse stattfindet, die ihresgleichen sucht und die Motivation des Gegners auf einem hohen Level hält. Wir haben eine “grüne Hölle” geschaffen, allerdings schmoren wir noch selbst darin.

Drumherum

Die schöne Choreografie “40 Jahre Block West” erinnert uns an die Eröffnung des Hanappi-Stadions im Jahr 1977. Es war sicher ein ausreichend wenig aufregendes Sujet, sodass in der kommenden spielfreien Zeit nicht viel darüber gesagt werden wird.

Auch das Einklatschen der Rapid-Viertelstunde wurde eindrucksvoll beleuchtet:

Hans mit seinem old-style Fan Club Speising

Nun, was den old-style angeht, kann der “Klub der Freunde des S.C. Rapid” durchaus mithalten, fast könnte man sagen, dass er in dieser Disziplin unschlagbar ist. Umso überraschender ist das Transparent, das der Autor als völliger Neuling in solchen Aktionen etwas dilettantisch unter dem Stadiondach befestigt hat. Aber beim nächsten Mal wird es nach einem EInkauf im Bauhaus schon besser gehen.

Das Bemerkenswerte an dem Transparent: es ist ganz neu, ruhte aber jahre-, wenn nicht sogar jahrzehntelang im Vereinslokal – unbenutzt.

Seit nunmehr 10 Jahren sitzen wir im Stadion hinter “den Gärtnern”; im Hanappi-, Happel- und nun auch im Weststadion. Da sie sich jetzt auch in die Liste der Rapid-Sponsoren eingetragen haben, und daher viele Spiele im VIP-Klub erleben, sehen wir uns nicht mehr so häufig; und wenn, dann gibt es ein Erinnerungsfoto – so wie hier:

Presse Post Scriptum

An den Eingängen des Stadions verteilte der Block West den bereits am vergangenen Montag veröffentlichten “Offener Brief von Rapids Block West“. der von den Zuschauern durchaus mit Interesse und Sympathie gelesen wurde. Auch während des Spiels dominierte das Thema “Presse”.

Mit Applaus des Block West begleitet, hissten die LASK-Anhänger das Spruchband:

“Aus Becherwurf wird Attentat und fertig ist das Titelblatt! Scheiß Presse!”

Auch der Block West hatte einiges zum “Nachlegen”:

  • “Österreich raus aus Hütteldorf”
  • “Gegen die verlogene Presse”
  • “Die Presse lügt” (2x)

Die gemäßigten Blätter nutzten die Gelegenheit, in gelungenen Interviews etwas hinter die Kulissen des Blocks zu blicken:

Nach dieser Woche habe ich den Eindruck, als ginge ein Punkt an den Block West. Interessant ist die Beobachtung von Stefan Singer, dass eine gewisse Ähnlichkeit bei den Anliegen der Presse und des Blocks besteht, weil beide Aufmerksamkeit brauchen und beide in ihrer Wortwahl nicht gerade zimperlich sind.

Einladungen zur Mitgliederversammlung

Probeweise wurden auf der Ost-Tribüne 120 Flyer für den “Klub der Freunde des S.C. Rapid” verteilt.

Links

Bericht ⚽ Bilder ⚽ News vom Tage ⚽ Stadionzeitung ⚽ Statistik

 

Traiskirchen-Rapid II

1:3 (1:2)

Wir sahen eine spielfreudige Rapid II mit prächtigen Kombinationen. Dass sich Aleksandar Kostic wieder in die Torschützenliste eintragen konnte, war einem Hands in der 6. Minute zu verdanken, das ausnahmsweise auch geahndet wurde. So eine frühe Führung ist ein gewisser Startvorteil, der aber in der 23. Minute von den Traiskirchnern egalisiert wurde. Dennoch ließen sich die Rapidler nicht entmutigen und gingen noch in der ersten Halbzeit durch einen prächtigen, flach geschossenen Freistoß von Mujakic wieder in Führung.

Die zweite Halbzeit bot wieder prächtige Chancen für Rapid, die aber leider nur gute Chancen geblieben sind. In der Schlussphase drängte Traiskirchen auf den Ausgleich und die vier Minuten Nachspielzeit ließen die mitgereisten Rapid-Fans noch zittern. Doch ein Konter in den letzten Spielminute und ein perfekt gespielter Pass von Arase auf Bosniak und dessen perfekter Abschluss fixierte den Endstand von 1:3.

Drumherum

Wenn es in einem Ort eine “Sportplatzstraße” gibt, kann man annehmen, dass man dort das Stadion findet. Nicht so in Traiskirchen. In dieser Stadt führt die “Sportplatzstraße” durch ein Wohngebiet und man erzählte uns, dass dort der Sportplatz von 50 Jahren war und dass wir ganz wo anders hinfahren müssen. Schließlich haben wir den Sportplatz dann doch gefunden.

Andy Felber beobachtete seinen Sohn Elias, der erstmals in der Startelf stand, von der Tribüne.

Christian fotografiert sein Trasparent

Spielbeginn

Der “Feldherrenhügel”

Links

Rapid-Viertelstunde vom 25.08

  • Schobesberger ist zurück
  • Wöber wechselt zu Ajax
  • Rapid II-Sieg über Vienna
  • Zu Besuch bei Rapidwirt Charly Wendtner
  • Link zum Video

MV Schrammel Strebinger Thurnwald

Maximilian Wöber

Eigentlich sollte auch Innenverteidiger Maximilian Wöber an dieser Mitgliederversammlung teilnehmen aber sein Wechsel zu Ajax Amsterdam hat diesen ersten Besuch beim “Klub der Freunde” verhindert. Und so wechselt ein Spieler nach nur 24 Einsätzen in der Kampfmannschaft ins Ausland. Wir wünschen ihm natürlich das Allerbeste in Holland und sind auch stolz darauf, dass ein Absolvent der Rapid-Akademie so kurz nach seiner Matura beim Europacupfinalisten Ajax Amsterdam landen konnte.

Die Bilanz von Maximilian bei Rapid ist ausgeglichen:

24 Einsätze
10 Siege
 4 Unentschieden
10 Niederlagen

Er schoss zwei Tore und zwar das Tor zum 1:0 im Cup-Viertelfinale 2016/17 gegen St. Pölten (Endstand 3:1) und das Tor zum 2:0 in der ersten Runde 2017/18 gegen Mattersburg (Endstand 2:2).

Sein erstes Spiel war das Heimspiel gegen Valencia (0:4) am 25.2.2016 unter Zoran Barisic, sein letztes Spiel gegen Sturm (1:2) am 19.8.2017 unter Goran Djuricin.

Wer hätte gedacht, dass das Bild mit dem Turban das letzte bei einem Rapid-Spiel sein würde:

Unser Besucher

Der Besuch der Mitgliederversammlung war sehr gut. Wir zählten 50 Besucher, darunter auch einige, von denen wir annehmen, dass sie auch Mitglieder werden. Besonders erfreulich war, dass Ilse, unsere sehr diskussionsfreudige Spezialistin, wieder dabei war, wenn sie auch nach ihrer Erkrankung Hilfe beim steilen Stiegenabgang brauchte. Im Bild Ilse gestützt von Richard Strebinger und Gerhard Niederhuber:

Rapid, tonlos

19.8. Die Tonanlage im Weststadion streikt!
20.8. Die Tonanlage auf West1 (Westseite) streikt!
21.8. Die Tonanlage beim “Klub der Freunde” streikt!

Na, wer da keinen Zusammenhang sieht! Wegen dieses Ausfalls wurde die Aufmerksamkeitsglocke etwas häufiger als sonst betätigt. Herr Gugerell beantragte den Ankauf einer neuen Tonanlage. Aber die alte Anlage wäre sehr gut, nur funktioniere sie eben augenblicklich nicht.

Podium

Und so präsentierte sich das Podium vor Beginn der Diskussion. Vlnr: Clemens Bachmaier, Robert Racic, Thomas Schrammel, Gerhard Niederhuber, Alexander Thurnwald und Richard Strebinger.

Ehrenmitglied Thomas Schrammel!

Thomas Schrammel ist eigentlich schon grün-weißes Urgestein und er war seit 2011 bereits sechs Mal zu Gast beim Klub der Freunde. Dass er aber Ehrenmitglied ist, das wurde bisher irgendwie vergessen. Bei dieser Mitgliederversammlung wurde Thomas symbolisch der zu dieser Ehrenmitgliedschaft gehörender Silberteller überreicht.

Diese Ehrenmitgliedschaft geht auf das Jahr 2006 zurück, in dem Gerhard Niederhuber versprochen hat, die Mitglieder des Amateurteams zu Ehrenmitgliedern des Klub der Freunde im Falle eines Aufstieg von der Wiener Liga in die Regionalliga zu erklären. Die Rapid-Amateure haben tatsächlich mit ihrem Trainer Reisinger nach vielen erfolglosen Jahren endlich den Meistertitel in der Wiener Liga errungen und sind aufgestiegen. Hier ein Bild vom Tag der offenen Tür am 15. Juli 2006. Der Pfeil zeigt auf Thomas und links neben ihm Ümit Korkmaz.

Das Ehrenmitgliedschafts-Versprechen geriet aber in Vergessenheit und wurde nur durch den aufmerksamen Kassier Clemens aufgedeckt, der bemerkt hat, dass Thomas keine Mitgliedsbeiträge bezahlt hat; klar, er wähnte sich als Ehrenmitglied aber der Klub der Freunde hatte es vergessen.

Bei unserer heutigen Mitgliederversammlung wurde dieses Versäumnis mit der Tellerübergabe nachgeholt.

Bilder aus der Foto-Session

Links


Neuerungen

Transparent

Es wurde beschlossen, ein Transparent bei Heimspielen aufzuhängen. Bereits beim Spiel gegen den LASK werden wir das Transparent versuchsweise hinter der letzten Reihe auf der Osttribüne befestigen. Robert Racic, der unsere Ehrengäste begleitet hast, erklärte uns die Vorgaben für die Anbringung: 1. Es dürfen keine Werbeflächen verdeckt werden und 2. Es darf durch das Transparent keine Sichtbehinderung entstehen.

Auswärtsfahrt

Gerhard Niederhuber hat erhoben, wie viel Interesse für eine gemeinsame Auswärtsfahrt nach Graz (4. oder 5. November) besteht. 12 von 50 der Anwesenden würden sich an einer solchen gemeinsamen Fahrt beteiligen. Aber es gibt sicher noch mehr Interessenten.

Wer sich also an einer gepflegten Fahrt mit Gleichgesinnten nach Graz beteiligen will, sollte sich diesen Termin vormerken und unsere nächste Aussendung, das “Grünzeug 587” lesen, dort werden weitere Details zu finden sein.

Voranmeldungen können gerne in unserer Facebook-Gruppe oder per Mail an franz@fiala.cc gesendet werden.

Flyer “klubderfreunde.at”

Um unsere Homepage bei den anwesenden Mitgliedern bekannter zu machen, wurde ein Flyer hergestellt, der auf die Inhalte der Homepage hinweist. Hinweise darauf wie man den Kalender einbindet, folgen in einer eigenen Aussendung.


Wenn Du ein Freund von Rapid bist und an den Details der freundschaftlichen Interviews von Gerhard Niederhuber mit den Gästen und der nachfolgenden sehr interessanten Diskussion interessiert bist, komm doch einmal zu einem Besuch zu unserer nächsten Versammlung am Montag, 18. September. 18:00. Für Details frage Gerhard Niederhuber oder Franz Fiala, beide Ost-Tribüne, Sektor 11. (S11-R13-138). Die Ehrengäste werden sein Goran Djuricin, Martin Bernhard und Helge Payer

Terroristen

Seit ich Fußballplätze besuche, wundere ich mich über diverse Transparente und versuche sie zu verstehen; insbesondere, wenn auf einem Transparent oder im Fangesang jemand (meist eine Gruppe) wüst beschimpft wird. Ganz wörtlich nehmen darf man wohl keinen der Sprüche, das wird allen Beteiligten wohl klar sein. Aus dieser Beobachtung haben sich zwei Beiträge ergeben (Links am Ende).

Wenn zum Beispiel jemand meint, irgendeine Gruppe verunglimpfen zu müssen, und diese Gruppe wären mehr als nur ein paar Personen, also zum Beispiel Bauern, Journalisten, Polizisten, Politiker oder Fans des jeweiligen Gegners und dann zum Beispiel sagt: “~schweine”, dann wird ein einzelner Bauer, Journalist, Polizist, Politiker oder Fan es schwer damit haben, einen Beweis zu führen, dass er persönlich damit gemeint sein könnte. Das wurde ausführlich im Beitrag “Fußballplatz, Ort gelebter Meinungsfreiheit” ausgeführt.

Auch wissen wir spätestens seit der Mitgliederversammlung im Mai, dass die “Milieubedingte Unmutsäußerung” (mein Rapid-Wort des Jahres) von niemand geringerem als dem Rapid-Ethik-Komitee kreiert wurde und dass man an die Wortwahl nicht denselben Maßstab anlegen kann wie das zum Beispiel bei einer persönlichen Beleidigung der Fall wäre.

Speziell die Blätter des Boulevards – aber im Zusammenhang mit Fußball auch die höherwertigen Medien – neigen dazu, sich schrecklich über die bösen Rapid-Fans aufzuregen; über ein paar Feuerzeuge, die sich seit Menschengedenken den Weg durch die Maschen des Schutznetzes gebahnt haben (früher auch ganz ohne Schutznetz) und die unerlaubterweise über das rein Verbale hinausgehen. Neuerdings ist das alles ein Drama. Ja, die Zeiten ändern sich.

Die Medien erstellen nicht nur ein verzerrtes Bild von den Ereignisse auf Fußballplätzen, sondern schaden auch dem Fußball im Allgemeinen und Rapid im Besonderen. Das kann ich aus vielen Gesprächen mit Menschen berichten, die das Geschehen bei Fußballspielen nur aus der Zeitung kennen. Nie würden diese Menschen es wagen, sich auf einen Fußballplatz begeben. Genau so wenig würden sie sich mit Internet oder anderen – ihrer Meinung nach – Modeerscheinungen auseinandersetzen wollen, weil sie in der Zeitung ihrer Wahl nur Schlechtes darüber gelesen haben.

Die Medien berichten nicht über die Leistung, eine Gruppe von mehreren Tausend bunt zusammengewürfelten Personen zu einer überwiegend disziplinierten Einheit zusammenzuschweißen. Sie berichten nicht über die sozialen Bande sich in diesen Gruppen bilden, die diesem wunderbaren Biotop “Fußball” zu danken sind. Sie berichten nicht über die Sozialarbeit, die hier geleistet wird. Sie berichtet nicht über die Zuwendung an einzelne Mitglieder via Transparent, die man bei fast jedem Spiel sehen kann. Sie berichten nicht über die Spendenaktionen für die Gruft, für Kranke, egal ob Fan oder Spieler. Sie berichten nicht darüber, dass für viele Mitglieder des Block-West die kreative Arbeit an den Choreografien eine Bestätigung ist, die sie möglicherweise in ihrem Alltag nicht in derselben Weise erfahren. Sie berichten nicht über die Organisation beachtlicher Veranstaltungen wie zum Beispiel das Block-West-Fest, die jährlichen Punsch-Stände und zuletzt auch die tolle Filmvorführung im Gartenbau-Kino.

Aber sie berichten über jeden Ausbruch von Emotion, bei einem Spiel, das von Emotionen lebt und entrüsten sich darüber.

Wir können ja gerne einmal gemeinsam darüber nachdenken, wie das überhaupt möglich ist, so viele Menschen unter diesem gemeinsamen Block-Gedanken zu vereinigen, wo doch klassische Vereine eher an Mitgliederschwund leiden.

Wie sehr man sich von dieser Berichterstattung betroffen fühlt, hängt damit zusammen, wie viel man selbst in “Fußball” investiert. Wenn wir beim nächsten Spiel die nächste Choreografie des Block-West bewundern werden, dann ist uns nicht immer gleich auch bewusst, dass es eine Menge Aufwand war, sie zu planen, zu finanzieren und herzustellen. Und mit diesem Aufwand steigt natürlich auch die Identifikation und die Emotionen sind einfach größer als die eines “Sitzplatzschweins” auf Ost- Nord- oder West-Tribüne; ganz abgesehen von der viel stärkeren Dynamik innerhalb der Gruppe, denn alle anderen Besucher sind bestenfalls in Kleingruppen organisiert und kennen nicht die Kraft, die von einem Kollektiv ausgeht. Würde also jemand in meiner Sitzumgebung etwas auf das Spielfeld werfen wollen, würden die Sitznachbarn eher versuchen, das zu verhindern, wohingegen in einem Kollektiv das eher zur Nachahmung anregt.

Wenn also jeder Einzelne in einer Gruppe, die vom Rapid-Fanblock pauschal beschimpft worden ist, vom Rapid-Präsidium Klarstellungen verlangt – wie das zuletzt in der Presse zu lesen war – dann müsste man dort ein eigenes Büro für solche Anliegen einrichten.

“Bauernschweine” – “Journalisten-Terroristen” – “Salzburger Oaschlecha” – “Viola Merda” usw. 

Alles pauschale Aussagen, deren Übertreibungsgrad so evident ist, dass man sich nicht weiter darüber aufregen kann. Die Journalisten haben ein bisschen Reim-Pech. Eigentlich passt das Wort “Terroristen” gar nicht zu ihnen, denn der “Terrorist” ist eigentlich der Block. Die wenig angreifbare Überlegenheit der Journalisten glaubt der Block nur mit dem “Terror” eines Spruchbandes der “milieubedingten Unmutsäußerung” begegnen zu können.

Als Alternative bietet sich durchaus gezielte Pressearbeit an, bei der man sich auch der Ressourcen der Rapid-Pressestelle bedienen könnte. Es könnte ja sein, dass die von außen wenig einsehbare Welt des Blocks etwas an Einblicken vertragen könnte, die man über gezielte Pressearbeit vermitteln würde.

Eine solche Vorgangsweise passt aber so gar nicht zum Selbstverständnis des Blocks, dessen Bindekräfte gerade durch solche Aktionen entstehen.*)

Die Journaille

Interessanterweise sind die Journalisten selbst auch nicht besonders zimperlich in ihrer Wortwahl und bezeichneten in einem Artikel die Rapid-Ultras als “Grün-Weiße-Taliban”, befanden aber selbst, dass diese Bezeichnung zulässig sei, etwas, das sie den Ultras umgekehrt nicht zubilligen.

*) Was verbindet den Block?

Zum letzten Satz: “Eine solche Vorgangsweise passt aber so gar nicht zum Selbstverständnis des Blocks, dessen Bindekräfte gerade durch solche Aktionen entstehen.”

Der Satz ist eine Anspielung auf ein komplexeres Thema, das etwa lauten könnte: “Wie tickt der Block-West?”

Wie sollte eigentlich der Umgang mit Transparenten sein?

Eigentlich sollte es so sein: Jedes Transparent, das im Stadion gezeigt wird, müsste im Vorfeld von Rapid genehmigt werden. Mich hat immer schon gewundert, dass das nicht so ist. Aber was würde schon dabei herauskommen? Es würde jede Spontaneität verloren gehen, und wir würden nur mehr Zensuriertes zu lesen bekommen.

Nehmen wir einmal an, der Block wäre eine Firma und diese Firma hätte ein Problem mit der Darstellung ihrer Geschäftstätigkeit durch die Presse.

Diese “Firma” würde eine Pressestelle einrichten, die dann versucht, durch regelmäßige Berichte die Pressevertreter zu informieren und ein positives Bild von sich zu zeichnen. Das geschieht völlig friktionsfrei und erfordert keine “Terroristen-Sager”. Es werden deswegen nicht gleich Lobeshymnen über die “Firma” publiziert werden aber es kann schon sein, dass das Thema “Block-West” einmal pro Saison in einem Artikel dargestellt wird, der Inhalte dieser Aussendungen berücksichtigt und auch die anderen Seiten dieser Gemeinschaft aufzeigt.

Warum hat also der Block keine Pressestelle?

Das “Geschäft” des Blocks ist keine konstruktive Zusammenarbeit mit egal-wem. So, wie der Block auftritt ist er “gegen alles und jeden”. Es geht nicht um Kooperation sondern um Konfrontation. Und man braucht diese Konfrontation. Gemeinsame Feinde wirken einigend, besonders, wenn der Block sehr heterogen ist. Eigentlich sollte als “Feind” der jeweilige Gegner (und dessen Fans) bei der jeweiligen Begegnung genügen, aber je größer der Block, desto mehr Bindekraft benötigt er und daher braucht er auch weitere Gegner, sei es die Polizei, die Justiz oder eben die Presse.

Der Text “Journalisten-Terroristen” hat daher eine Doppelfunktion: Einerseits deutet er berechtigterweise (aber übertrieben) an, dass die eigene Arbeit nicht korrekt dargestellt wird, aber anderseits vergattert der Spruch alle Block-Mitglieder in einer kollektiven Opposition gegen den Gegner “Presse”. Und wenn sich Rapid zukünftig die Texte vorlegen lassen wird, dann auch gegen der Rapid.

Rapid II-Vienna

2:0 (0:0)

Bestes Fußballwetter, gute Laune, spannendes Spiel, guter Besuch von Anhängern beider Teams und die Tore auf der Seite von Rapid II. Herz, was willst Du mehr. Sogar unser Sprecher Leo Gartler war gut aufgelegt und lobte unseren Christian als braven Fan!

Nach unserem Eindruck war Andi Dober mit einer enorm starken Verteidigungsleistung ein wichtiger Faktor des Erfolgs. Hier eine turbulente Szene aus der ersten Halbzeit, in der Andi – immer im Zentrum stehend – den Ball erfolgreich aus der Gefahrenzone befördert.

Dazu kommen Kostic und Bosnjak, die sich mit ihren Toren in die Torschützenliste eintragen. Rapid II hat zwar erst 4 Punkte aber Kostic verzeichnet schon eben so viele Tore. Aleksandar Kostic zeichnet sich als perfekter Freistoßschütze aus. Wieder ist ihm bei diesem Spiel ein prächtiger Freistoß gelungen, der vom Vienna-Tormann nur mit Mühe über das Tor gedreht werden konnte.

Anders als beim Debakel gegen Bruck zeigt sich Mocinic besser in die Mannschaft integriert und kann mit seinen Talente glänzen.

Über die Vienna

Ein Sitznachbar und Vienna-Anhänger erzählte uns über den aktuellen Stand der Vienna-Finanzen. Demnach hat die UNIQA-Versicherung die Ausfallhaftung für die Außenstände übernommen, schießt aber zunächst kein Geld zu. Nach Annahme des Ausgleichsangebots durch die Gläubiger wird die UNIQA aber für dann fällige die Zahlung aufkommen. Man ist daher zuversichtlich, dass die Vienna die Saison wird zu Ende spielen können.

Drumherum

Großes Spiel, zweiter Kiosk.

Ein einsamer Rapid-Fan schwingt seine Fahne:

Die Rapid II-Granden Gerhard Niederhuber und Ing. Gerhard Höckner auf ihrem Hochstand. Man konnte den Eindruck haben, als benutzen sie das Kammerl, um die Umwelt vom Zigarettenqualm zu verschonen – wie man das manchmal auf Flughäfen sieht.

Ein interessantes Supporter-Plakat der Vienna muss man natürlich im Bild festhalten:

Dei Fangruppe “Partizan Rothschild” gehört zu den jüngeren Fangruppen.  Hier ein Statement von der Vienna-Homepage zu ihren Fangupierungen: “Bei aller Verschiedenheit der SupporterInnen aus unterschiedlichsten Milieus steht die „Vienna-Family“ für den Grundkonsens: Blau-Gelb supporten, homophobe, rassistische, sexistische bzw. herabwürdigende Äußerungen/Anfeindungen unterlassen, auf gewalttätige Auseinandersetzungen verzichten!”

Dieser sehr sympathische Satz findet sich interessanterweise auch als Zitat auf der Seite von unzensuriert.at. Dort allerdings wird der Satz als politisches Statement einer links-extremen Gruppierung (“Partizan Rothschild”) und eines sie unterstützenden Vereins (“Vienna”) verstanden.

Ich habe gar nicht gewusst, dass ich als Nicht-Rassist auch gleich links-extrem bin. Ganz ein neuer Zug an mir. So lernt man sich im Laufe der Jahre kennen. Dank unzensuriert.at!

Gute Stimmung bei diesem Spiel:

Links

Rapid-Sturm

1:2 (0:1)

Für einige Anhänger war der abgesagte Stammtisch vom Donnerstag schon ein Zeichen innerer Zerrüttung von Rapid, heute hat den Esoterikern unter uns die ausgefallene Tonanlage noch deutlicher “ein Zeichen” gegeben. Der Rapid-Motor will und will nicht anspringen, so als wäre die Mannschaft auch nach einem Jahr nicht in ihrem Stadion angekommen.

Der Mensch neigt dazu, die Vergangenheit zu verklären.

Ja, wir haben auch mit Zoki verloren, aber nicht so ergiebig. Rapid bewegte sich in den Vor-Weststadion-Zeiten immer im oberen Tabellendrittel und durch den Ballbesitzfußball gab es auch bei verlorenen Spielen ein gewisses Überlegenheitsempfinden. Das ist alles Geschichte. Vielleicht war für die Spieler im weiten Prater-Oval der Fan-Druck nicht so unmittelbar wie jetzt im Weststadion.

An der Qualität der Spieler, ihrer Ausbildung, Technik und Kondition allein wird es nicht liegen. Auch in der Trainerfrage wurde auf Kontinuität gesetzt, um keine weitere Unsicherheiten ins Spiel zu bringen. Wie im Vorjahr haben wir den Eindruck, dass die Mannschaft nur in den Bereich der positiven Rückkopplung gelangen müsste, dass also Siege die Verkrampfungen im Spiel lösen helfen würden. Aber Siege sind derzeit Mangelware. Hoffentlich müssen wir damit nicht bis zur nächsten Cuprunde warten.

Ich freue mich schon auf unsere nächste Auswärtsfahrt nach Salzburg, vielleicht können die Burschen in der Fremde ihre PS endlich auch auf die Fahrbahn bringen.

Schiedsrichter Schüttengruber ist seinem Ruf, dass Spiele von Rapid unter seiner Leitung noch weniger Punkte einbringen, gerecht geworden. Vor diesen Spiel lag sein Punkteschnitt noch bei 1,6 und ist mit dieser Niederlage auf 1,5 gesunken. (Siehe Beitrag Gerechtigkeit im Fußball).

Unsere Zuschauer-Sicht, dass das erste Tor von Sturm Abseits gewesen war, dürfte wohl nicht gestimmt haben, aber der nicht geahndete Rempler im Strafraum an Joelinton in Schussposition, war wohl wieder so etwas wie eine Angst-Nicht-Reaktion des Schiedsrichters.

Ein Lichtblick war der Einsatz von Philipp Schobesberger und auch der weite Aktionsradius von Stephan Auer, der schließlich wenigstens den Anschlusstreffer erzielte.

Drumherum

Werner Walzer wurde zum 70er gratuliert. Werner spielte von 1969 bis 1979 in 326 Spielen. Er schoss dabei 20 Tore. Weitere Daten zu Werner Walzer.

Ján Novota wurde für seine Jahre bei Rapid gedankt.

An dieser Stelle verweisen wir auf unseren Beitrag Abschied von Ján in dem auf seine Top-Quote bei den Gegentoren hingewiesen wurde. Weder Michael Konsel noch der legendäre Walter Zeman konnten sich in diesem Punkt mit Ján messen. Nur Ladi Maier erreichte Jáns Wert von 1,07 Gegentoren pro Spiel.

Der Klub der Freunde hat Ján ein Dossier mit allen Daten seiner Laufbahn bei Rapid als Geschenk überreicht. Vermutlich war die Mappe in dem grünen Karton, den man Ján bei der Verabschiedung mitgegeben hat.

Beim Text der Eingangchoreografie müssen wir wieder die “Milieubedingte Unmutsäußerung” entschuldigend ins Spiel bringen.

“Die wahren Verbrecher hier seid Ihr – Journalisten Terroristen”

Der Spruch wurde auch noch duch einige Doppelhalter während des Spiels bekräftigt.

Dass sich die Presse bei ihren Berichten die für ihre Leser interessantere negative Seite einer Sache herauspickt (und durchaus wie bei den Berichten über Terroranschläge) bei den Lesern Angst und Schrecken verbreiten will, ist uns allen wohl bekannt und daher sollten wir auch unsere Tageszeitungslektüre mit Bedacht wählen.

Die Negativschlagzeilen bekommt man also quasi kostenlos.

Die überwiegend tollen Leistungen des Blocks bleiben in der Presse unerwähnt. Wenn man diese aber in der Presse abgebildet haben möchte, muss man wahrscheinlich an dieser Front aktiv werden und entsprechende Presseaussendungen tätigen. Beispielsweise könnte man ein Bild von der Choreografie gemeinsam mit einem erklärenden Text an alle einschlägigen Redaktionen senden. Und manchmal wären Erklärungen durchaus interessant und hätten vielleicht die Chance, auf diesem Weg in einer Zeitung abgedruckt zu werden. (Die Choreografie beim Derby über “Clockwork Orange” hätte sogar dringend einer zusätzlichen Erklärung bedurft.)

Leider hat sich das Spruchband der mitgereisten Grazer-Fans bewahrheitet:

“Für heute gibt’s nur a Devise, schiaßts die Grünen in die Krise!”

Ansonsten unterhielten sich die Blöcke so: “Pro Graz” aus der Nord-Ost-Ecke, “Anti-Graz” von der Süd-Tribüne.

Wir haben drei Damen zum Spiel eingeladen. Sie waren erstmals bei einem Spiel und es könnte durchaus interessante für sie gewesen sein:

Links

An die, die es ändern können

An die Legenden

Man meint, es gäbe so viele Teamchefs als es Fußballinteressierte gibt und dass dies eine Eigenschaft der zuschauenden Anhänger wäre.

Aber nein, auch als Experten geltende frühere Rapid-Idole wollen genau wissen, was alles falsch läuft bei Rapid und was alles man anders machen müsste (Andy Herzog, Kurt Garger, Christian Keglevits, Michael Konsel, Hans Krankl). So gelesen im Artikel “Es reicht” in der Krone vom 16.8 und in “Legenden kritisieren den SK Rapid” in laola1. Aber auch der seinerseits von seinem früheren Verein St. Pölten enttäuschte Frenkie Schinkels weiß im “Heute vom 16. 8. genau: “Größte Enttäuschung bei Rapid ist Fredy Bickel”.

Die Besucherin hinter uns hat es ganz einfach formuliert: “Alle schuldig, alle raus!”

Alle diese “Experten” haben es relativ einfach: sie stehen in keiner Verantwortung, sie meinen, wie auf einem Schachbrett, Figuren entfernen oder tauschen zu können. Sie müssen sich nicht den Kopf über ein verunsichertes Team, natürlich auch nicht über die Kosten solcher Sandkastenspiele uvam. zerbrechen. Populistische Sager kommen bei den Lesern der Gazetten “der untersten Schublade” (wie Hans Krankl unseren Trainer bewertet) gut an.

Diesen “Experten” gemeinsam ist, dass sie alle miteinander nie einem Fanblock wie Rapid ihn hat, in leitender Funktion gegenübergestanden sind. Ja, vielleicht als Spieler, aber das ist eine ganz andere Sache. Für aktive Spieler ist es besser, sich aus diesen Konflikten heraushalten, wie es auch unser Kapitän Stefan Schwab vorbildlich beim Interview nach dem Admira-Spiel demonstriert hat.

Ich kann mich schon gar nicht mehr erinnern, dass sich diese Rapid-Legenden allein durch ihre Anwesenheit im VIP-Klub oder am Spielfeldrand Rapid unterstützt hätten.*) Das würde zum Beispiel zu einer Beruhigung der Stimmung durchaus beitragen können, ähnlich wie es Steffen Hofmann beim Derby getan hat, als er sich zwischen die Fans und die Cornerfahne gestellt hat und damit vielleicht sogar einen Spielabbruch verhindert hat.

Was würde es für eine großartige Wirkung haben, wenn die von vielen Anhängern immer noch höchst verehrte Ikone Hans Krankl – oder besser noch alle diese Kritiker gemeinsam – vor dem Spiel gegen Sturm an die Fans appellieren würden. Ihre Stimme hätte tatsächlich Gewicht und würde besonders glaubwürdig klingen, da diese Ikonen bei Rapid keine offizielle Funktion haben. Sie könnten mit einer solchen Maßnahme viel für Rapid tun!

 

An den Fanblock

Ich schätze den einmaligen Fanblock von Rapid. Meine Bildersammlung ist voll mit Ansichten prächtiger Choreografien und toller Ideen. Die meisten Anhänger sind stolz, dass Rapid diesen Fanblock hat, auch wenn sie selbst nicht Teil dieses Blocks sind. Ich bewundere das Organisationstalent der Protagonisten des Blocks und habe das bei vielen Gelegenheiten, zuletzt bei der Filmvorführung von “Großer Bruder”, miterleben dürfen. Das auffälligste Merkmal ist die Geschlossenheit und die allgemeine Akzeptanz der Führungspersönlichkeiten und der Block-Regeln. So chaotisch vielleicht die eine oder andere Aktion erscheinen mag, es herrscht im Großen und Ganzen eine gute Block-Disziplin. Hut ab!

Ich habe diese Block-Regeln beim Filmbesuch gleich erfahren, als ich im Eingangsbereich ein Foto von der wartenden Menge machen wollte: das sei nicht erlaubt, meinte mein Nebenmann. Über das alles will ich hier nicht streiten, ich wäre für den Block ungeeignet, wie man sieht. Es geht mir eher darum, dass der Block nicht ein chaotisches Gebilde ist, wie vielleicht von den Medien verbreitet wird, sondern seine Mitglieder ihre selbsterstellten Regeln einhalten.

Der Block ist aber sicher kein Einheitsbrei. Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle im Block wollen, dass Rapid Woche für Woche 30.000 Euro Strafe für Aktionen wie zuletzt bezahlen muss. Das ist etwa, als würden 1.000 zahlende Zuschauer weniger zu einem Spiel kommen. Man bedenke, welcher Anstrengungen es bedarf, diese 1.000 Zuschauer ins Stadion zu bringen. Alle diese Bemühungen werden durch ein paar Feuerzeuge und ein Plastikrohr vernichtet.

Diese Strafgelder werden von uns allen bezahlt; von Eintrittsgeldern, Sponsorengeldern, Merchandising-Erlösen, usw. Und da wir nun alle durch die Wurfgeschoße Einzelner in eine Art Geißelhaft genommen werden und für etwas zahlen müssen, das wir für entbehrlich halten, muss es auch erlaubt sein, über etwas zu reden, die uns, Außenstehenden, ansonsten egal sind, nämlich über die Block-Regeln.

Es gibt zum Beispiel die Regel: “Niemand im Block fotografiert”.

Da ich mich selbst nicht als Teil des Block fühle, habe ich schließlich doch zwei oder drei Bilder im Gartenbau-Kino gemacht. Aber ich habe einen jungen Freund, dem ich manchmal behilflich bin. Er war anfangs im Fanblock. Er fotografiert für sein Leben gern. Es wurde im Block beim Fotografieren derart angegriffen, dass er Angst bekam und sich einen Sitzplatz auf der Ost-Tribüne genommen hat. Was sagt uns das? Die Regel “Keine Fotoapparate” wird im Block durchgesetzt, weil alle sie verinnerlichen und es dazu keiner besonderen “Polizei” bedarf, weil jeder sein eigener Polizist ist.

Wenn die Mehrheit im Block meint, die Wurfgeschoße wären eben “Part of the Game”, ok, dann erübrigen sich natürlich weitere Diskussionen und man wird wohl zu Maßnahmen greifen müssen, die unsere “Experten” vorschlagen.

Wenn man aber mehrheitlich meint, dass diese Aktionen doch eher schädlich sind und alle anderen Bemühungen wie zum Beispiel Anerkennung toller Choreografien zunichte machen, weil ja niemand mehr über diese Choreografie spricht sondern nur mehr über die Feuerzeuge, dann plädiere ich für eine Ergänzung der Block-Regeln und um eine ähnlich rigorose Handhabung wie jene über das Fotografieren und Filmen.

Regel 13: “Es ist nicht erwünscht, dass der Verein, zu dem wir stehen, geschädigt wird.”

 


*) Den letzten Auftritt von Hans Krankl erlebte ich bei der 110-Jahr-Feier im Parkhotel Schönbrunn am 23.4. 2009 “Legendentreff”. Bilder. Kurt Garger hingegen war immer wieder den Stammtischen zu Gast.

 

 

Gerechtigkeit im Fußball

Im Bild Schiedsrichter Robert Schörgenhofer mit seinen Assistenten beim Aufwärmen vor dem Spiel gegen die Admira in der Südstadt.

Gleich mehrmals kam nach dem Spiel gegen die Admira das Thema “Schörgenhofer” zur Sprache und wer Rapid-Anhänger ist, der weiß, man spielt nicht nur gegen den Gegner sondern auch gegen einen Schiedsrichter, bei dem man meist den Eindruck hat, als wäre er mit dem Gegner im Bunde. Diesen Eindruck kann man leider an Zahlen nicht so gut ablesen, wie wir gleich sehen werden. Aber man kann sehr gut vergleichen, welchen Erfolg wir bei welchem Schiedsrichter haben. (Übrigens sollte fairerweise gesagt werden, dass natürlich die jeweils gegnerische Mannschaft denselben Eindruck hat, und auch, dass es sich mit diesem Eindruck besser leben lässt, wenn man gewinnt.)

Die folgenden Schlüsse basieren auf einer ewigen Schiedsrichter-Statistik, die die zuletzt aktiven Schiedsrichter in einem Vergleich darstellt. Interaktive Schiedsrichter-Vergleichstabelle. Grün: Sieg, Gelb: Unentschieden, Rot: Niederlage

Hier ist dieselbe Tabelle in Punkte umgerechnet:

Schiedsrichter Spiele Punkte Spiele*Pkte
Drachta Oliver Mag. 33 2,1 68,0
Eisner Rene 31 1,5 47,1
Grobelnik Gerhard Ing. 8 1,5 12,0
Hameter Markus 11 1,6 18,0
Harkam Alexander 35 1,5 53,9
Heiß Andreas 4 3,0 12,0
Jäger Christopher 8 2,4 19,0
Kolleger Andreas 7 2,3 16,0
Lechner Harald, Mag. 9 1,6 14,0
Muckenhammer Dieter 14 1,5 21,0
Ouschan Dominik 20 1,8 36,0
Schörgenhofer Robert 47 1,7 80,8
Schüttengruber Manuel 19 1,6 30,0
Weinberger Julian 1 3,0 3,0
1,9
gewichtete Punkte 247 1,7 431,0

Die durchschnittliche Punktezahl, die wir erreichen, gemittelt über alle Schiedsrichter ist 1,9. Wir müssen aber bedenken, dass manche Schiedsrichter nur wenige und manche sehr viele Spiele leiten. Daher muss man die durchschnittliche Punktezahl des Schiedsrichters mit der Anzahl der Spiele gewichten. (Spalten “Spiele”, “Summe”). Dann ergibt sich eine durchschnittliche Punktezahl von 1,7. Bezüglich dieser Zahl können wir nun die einzelnen Schiedsrichter “bewerten”.

“Böse” Schiedsrichter sind also rot, “gute” sind grün hinterlegt. Schiedsrichter Schörgenhofer belegt die goldene Mitte, weil seine Spiele exakt dem Mittelwert entsprechen. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, weil er die meisten Spiele, nämlich 47 geleitet hat und daher das gewichtete Mittel diesem Wert sehr nahe ist.

Solltet Ihr also bei einem Spiel die Möglichkeit haben, den Schiedsrichter selbst bestimmen zu können, wählt Drachta, Heiß, Jäger, Kollegger, Ouschan oder Weinberger.

Leider ist aber das Leben kein Wunschkonzert und beim nächsten Spiel gegen Sturm wird Manuel Schüttengruber an der Pfeife sein, der uns mit 1,6 noch weniger Punkte beschert als der zuletzt kritisierte Robert Schörgenhofer mit 1,7.

Bitte aber diese Zahlen nicht allzu ernst zu nehmen.

  • Je weniger Spiele ein Schiedsrichter geleitet hat, desto mehr können diese mittleren Punktezahlen nach oben oder unten abweichen. Julian Weinberger hat überhaupt erst ein Spiel geleitet. Sein Punktemittel von 3,0 schaut daher ziemlich ideal aus, aber wie gesagt, es war nur ein Spiel. Je weniger Spiele ein Schiedsrichter geleitet hat, desto weniger kann etwas man über eine “Tendenz” sagen.
  • Weiters müsste man noch berücksichtigen, ob nicht bei Cup- oder Risikospielen jeweils andere Schiedsrichter zum Einsatz kommen und sich dadurch ihre Statistik verbessert (Cup-Spiele) oder verschlechtert (Liga-Spiele).
  • Beispielsweise pfeift Gerhard Grobelnik nur das Wiener Derby und daher ist das keine Mischung verschieden anspruchsvoller Gegner sondern es sind durchwegs schwierige Spiele, die im Schnitt weniger Punkte bescheren als andere. Daher erreicht Rapid auch bei Grobelnik nur 1,5 Punkte pro Spiel. Daraus darf aber nicht auf irgendwelche “Tendenzen” geschlossen werden, weil seine Spiele eben “schwierige” Spiele sind und daher eben aus diesem Grund weniger Punkte einbringen.

Wegen dieser “Seiteneffekte” darf man aus diesen Zahlen also keine voreiligen Schlüsse ziehen. Sie zeigen eher, dass zwischen den Schiedsrichtern gar nicht so große Unterschiede bestehen. Dennoch habe ich Lieblingsschiedsrichter: Es sind Oliver Drachta (2,0) und Dominik Ouschan (1,8) und beide haben schon sehr viele, nämlich zusammen 53 Spiele geleitet, was schon eine gewisse Sicherheit in der Aussage bietet.

Was daher bleibt, ist die Art wie gewisse Details in einem Spiel entschieden werden, die man auch hätte anders entscheiden können. Etwa die Spielunterbrechung  beim Admira-Spiel, die von den Spielern beider Mannschaften abgelehnt wurde. Die Unterbrechung allein wäre ja kein großes Malheur, allerdings wird am kommenden Montag dieselbe Causa noch einmal von dem Strafsenat verhandelt und dann wird es um eine wiederholte  Spielunterbrechnung gehen, die für Rapid sehr schwerwiegend sein kann. Und das hat Schiedsrichter Schörgenhofer gewusst, und da er dem Wunsch der Spieler nicht entsprochen hat, hat er diesen Nachteil für Rapid geradezu absichtlich herbeigeführt.

Gerechtigkeit gibt es nur im Film*)

Eine weitere, immer wieder angemerkte Beobachtung ist die, dass der Rapid-Anhang ungleich fordernder ist als der von Admira oder Mattersburg. Das spürt natürlich auch der Schiedsrichter. Und in dieser Drucksituation muss er den Eindruck des “Unparteiischen” vermitteln und ist sich gleichzeitig in vielen Situationen viel weniger sicher als es sein Pfiff (oder Nicht-Pfiff) vermittelt.

Diesem Druck unterliegen alle Schiedsrichter gleichermaßen.

Seien wir ehrlich: auch wenn das Abseits gegen den Rapid-Stürmer korrekt gesehen und angezeigt wurde: dem Publikum ist das herzlich egal, es pfeift; gegen die Entscheidung. Und das tut das Rapid-Publikum in praktisch jeder strittigen Situation, und reklamiert die Entscheidung zum eigenen Vorteil.

Glaubt ihr nicht, dass ein Schiedsrichter in seinem ohnehin grundsätzlichen Zweifel sich tendenziell gegen diese “öffentliche Meinung” stellt, ja geradezu stellen muss, um eben nicht parteiisch zu erscheinen? Ich habe den Eindruck, dass mit stärker werdendem Druck des Publikums ein Schiedsrichter tendenziell gegen die lautstark unterstütze Mannschaft pfeift. Hinweise dazu finden sich im Buch “Der Fußball – Die Wahrheit” im Abschnitt “Das Publikum zeigt Gelb”. (In einem Experiment wurde gezeigt, dass Schiedsrichter eher auf “Gelb” entscheiden, wenn gleichzeitig ein hoher Geräuschpegel vorliegt, weil sie mit der Lautstärke die Schwere des Fouls verbinden; unbewusst, natürlich!)

Und die Leistung des Schiedsrichters wird nicht durch das Publikum oder durch die Medien bewertet sondern durch unpublizierte Bewertungstabellen, deren Bewertungsmaßstäbe uns nicht zugänglich sind. Wenn uns als Rapid-Anhänger die Spielunterbrechung beim Admira-Spiel stört, bedeutet sie vielleicht für den Schiedsrichter eine lobende Erwähnung, wer weiß?

*) Titel eines (lesenswerten) Buchs von Robert Taschner.

Mannsdorf-Rapid II

2:2 (0:2)

Man muss es als eine Zufälligkeit annehmen aber die Parallele zur Kampfmannschaft, dass man einen 2:0-Vorsprung nicht verwalten konnte, ist verblüffend. Dabei war die Torfolge eher gegen den Spielverlauf. Die Hausherrn übernahmen in der ersten Spielhälfte das Kommando und unser Team stand mächtig unter Druck, konnte aber alle brenzligen Situationen klären, ständig auf einen Konter wartend, und so entstand auch die beiden Tore über Konter. Danach hatte man eher den Eindruck eines offenen Spiels und Rapid II kam zu tollen Chancen. Leider kam es aber im Gegenzug in unübersichtlichen Situationen zu zwei Gegentreffern. Ein klaren Hands im gegnerischen Strafraum in der Nachspielzeit wurde leider nicht gegeben.

Mannsdorf

Dass man hier “am Land” Techniker-Freunden begegnet, ist schon eine Kuriosität, die man festhalten muss. Im Bild Florian, Joes Sohn, Jos, “Pumukl” Christian.

Wann kommt ein Wiener schon nach Mannsdorf! Umgekehrt ist das wohl viel häufiger. Beim Sportplatz hat man den Eindruck, dass man hier, am Rande der Aulandschaft, dem Ende der Welt schon recht nahe ist.

Helge Payer, Goran Djuricin und Martin Bernhard waren die prominenten Gäste auf unserer Tribüne.

Links

Admira-Rapid

3:1 (1:0)

Was für ein Debakel; und es hätte noch schlimmer kommen können!

Überraschungsangriff

Das Tor in der ersten Minute erinnert schwer an ein Deppenmatt:

Mir ist das Tor eingeübt vorgekommen, ein geplanter Blitzangriff, nach dem sich die Admira zurückgezogen hat und es danach kein Durchkommen für Rapid gab.

Vor zwei Jahren hätten wir ein 0:1 zur Pause in der zweiten Halbzeit noch aufgeholt aber heute? Der Admira-Tormann musste sich nicht besonders anstrengen, er hatte kaum etwas zu tun. Natürlich spielt es sich mit einem Führungstreffer im Rücken leichter, aber Rapid kann man sogar zwei Tore vorgeben, wie wir wissen. Und warum? Weil Rapid nicht nachsetzt. Die Admira hat uns gezeigt, wie man das macht. Man hatte insgesamt den Eindruck, dass die Admira einsatzfreudiger ans Werk ging.

Die beiden Wechsel in der 78. Minute brachten Schwung in den Angriff aber auch extrem gefährliche Situationen vor dem eigenen Tor.

Es läuft nicht rund, das sieht man an den vielen Verwarnungen und an der geringen Punktezahl:

  • 4 Spiele
  • 2 Sonntagsspiele*)
  • 3 Rote Karten **)
  • 9 Gelbe Karten
  • 2 Spielunterbrechungen
  • 5 Punkte

**) Rote Karten pro Saison

  • 4 2013/14 18 Spiele
  • 2 2014/15 18 Spiele 
  • 1 2015/16 18 Spiele 
  • 2 2016/17 18 Spiele 
  • 3 2017/18  4 Spiele

Rapid ist nicht so souverän, wie man es dem Aufwand nach erwarten könnte. Die Erwartungshaltung eilt der spielerischen Entwicklung voraus und daher fliegen Becher. Rapid ist vorerst dazu verdammt, in diesem Spannungsfeld zwischen überzogener Erwartungshaltung der Fans und mäßigem Erfolg zu navigieren. Kaum wird ein Spiel gewonnen (wie jenes in St.Pölten) werden die Akteure in den Himmel gehoben, gelingt es nicht (wie heute) kommt der Liebesentzug.

Ein Schritt vor, zwei zurück.

Preispolitik

Die Karte für einen Sitzplatz am oberen Rang kostet bei der Admira bei einem Top-Spiel 36,- Euro. “Top” bedeutet, dass der Gegner Rapid, Austria, Sturm oder LASK ist (aber nicht RB). Aber bei einem sonstigen Spiel kostet die Karte nur 9,- Euro. Siehe Preisliste Admira. Gut, wer die sonstigen Zuschauerzahlen in der Südstadt kennt, kann das sogar ein bisschen verstehen. Aber auch bei Spielen gegen Rapid waren schon mehr Zuschauer als 4700-

Apropos Zuschauer: Wir saßen eingekeilt in eine Gruppe von Rapid-“Fans”, die man eher als Rapid-Feinde hätte verstehen können. So viele Kündigungen wie an diesem Nachmittag wurden schon lange nicht ausgesprochen. Eine Besucherin wusste genau, was zu tun wäre: Wasserwerfer, Polizeieinsatz (“die tuan jo nix”), alle raus! So ist sie, die Volksseele!

Neue Regel

Der ÖFB führt auf Grund der Vorkommnisse bei Rapid-Spielen einen neue Regel ein, eine Lex-Rapid, um die vielen Fehlentscheidungen der Schiedsrichter zu rechtfertigen: bei strittigen Situation muss gegen Rapid entschieden werden. Gut, beim Admira-Spiel war es dann doch nicht ganz so arg.

Ambiente

Eindrucksvolle Roller-Parade von einem ungünstigen Standort fotografiert

Vor dem Spiel

Tolle Choreografie der “Sektion Auswärtsfahrer”

Hannes, Janine, Peter

Peter und Alfred Körner

Junge Optimisten

Links

*) Sonntagsspiele

Rapid hat in manchen Saisonen sehr viele Sonntagsspiele (z.B. 2015/16 “Bundesliga im ORF”) . Und das ist (statistisch) ebenso ungünstig wie der zweite Schütze bei einem Elferschießen zu sein. Bei der FIFA hat man eine große Zahl solcher Entscheidungen per Elferschießen untersucht und festgestellt, dass die Mannschaft, die den ersten Schuss hat, statistisch deutlich erfolgreicher ist, obwohl die landläufige Meinung eher dahin tendiert, dass es sich um eine 50:50-Entscheidung handelt. Daher wird die Regel beim Elferschießen dahingehend geändert, dass nach jeder Runde die jeweils andere als erste an die Reihe kommt.

In einer Bundesliga-Runde legen die Mannschaften der Samstag-Spiele vor, die Mannschaft vom Sonntag muss bezüglich ihrer Tabellennachbarn nachziehen – wie beim Elferschießen.

Rapid wird wegen seiner Popularität sehr oft am Sonntag “eingeteilt”. Es gibt keine Regel, die auf die faire Verteilung der Termine auf alle Mannschaften achtet.

Nach meiner Ansicht erfolgt durch eine solche nicht zufällige Auswahl der Spieltermine eine Beeinflussung der Ergebnisse. Natürlich nicht im Einzelfall, denn Rapid gewinnt auch an Sonntagen; aber es sollte nicht sein. Ganz abgesehen davon, dass es auch eine größere Belastung der zahlenden Zuschauer ist, wenn vermehrt Sonntage durch Spiele für andere Aktivitäten blockiert sind.

Rapid-Viertelstunde vom 11.8.

  • Vom Ur-Derby bis heute
  • Rapid mag man eben
  • Ticket-Börse
  • Die neue Players Lounge
  • Katja Gürtler Frauen-EM
  • Link zum Video (bis 14.8.)
  • Link zum Video (ab 14.8.)

Stellungnahmen zum Derby

…von Mag. Christoph Moser, Obmann des Rapid Fanklubs “Grün Weiße Distel”

Wir wollen an dieser Stelle die Leser des Tagebuchs ermuntern, uns ihre persönlichen Eindrücke zuzusenden, wir geben sie an dieser Stelle gerne weiter. 


“Neues Volksblatt” vom 7. August 2017

Ihrem heutiger Kommentar (“Neues Volksblatt” vom 7. August 2017, Seite 23), in dem Sie unter dem Titel “Keine Gnade” dazu aufrufen, “den bestens vernetzten Lieblingsklub einiger hochrangiger Politfunktionäre mit empfindlichen Strafen zu belegen”, weil es beim gestrigen Derby zu einer Spielunterbrechung gekommen war, muss auch von mir als Derby-Besucher argumentativ widersprochen werden  –  leider zeigt er wieder einmal deutlich die Hauptschwäche des heimischen Sportjournalismus nach Lesermeinung auf, nämlich einseitige Sichtweisen ohne die gerechtigkeitsgebotene “gesamtheitliche Betrachtung”!

Was war geschehen? Nach 85 Minuten tollster Stadion-Atmosphäre in Hütteldorf, die nicht nur in der hiesigen Fußballwelt ihresgleichen sucht und die  –  wenn’s der Journaille “passt”  –  auch als vorbildhaft gelobt wird, entlud sich der Zorn zehntausender Augenzeugen letztendlich an dem über die gesamte Matchzeit überforderten Schiedsrichter und an Rapid-Gegnern, die den sogenannten “fair play”-Gedanken bedauerlicherweise über Gebühr mit den Füßen getreten hatten. Harkam, der seine Entscheidungen regelmäßig mit enormem Zeitverzug traf und somit unnötige Hektik ins Spiel brachte, hätte insbesondere den provozierenden Austrianer Holzhauser wegen Brutalfouls schon längst mit “Glatt-Rot” vom Platz stellen müssen, vom vorenthaltenen Elfmeter für Rapid und dem von ihm tolerierten unsportlichen violetten Zeitschinden gar nicht zu sprechen… Einige Wenige machten ihrer Empörung darüber Luft, indem sie Wurfgeschosse in Richtung Spielfeld warfen  –  obwohl dabei nichts passierte, die Sicherheitspolizei wird sie dafür vermutlich zur Rechenschaft ziehen! Tausende Andere, die sich ihrerseits besser beherrschen konnten, fraßen ihre Wut über das Miterlebte vorerst einmal in sich hinein, stellten sich danach aber schon die Entscheidungsfrage, ob man angesichts laufender miserabler Schiedsrichterleistungen, listiger gegnerischer Verhaltensweisen, eigener Stümperhaftigkeit und willkürlich festgelegter Spieltermine das Produkt “Bundesliga-Match” überhaupt noch live konsumieren soll… Wenn ich mir die Kommentare der so wie ich im Zug nach Oberösterreich heimreisenden Hundertschaften jedoch neuerlich vergegenwärtige  –  sie werden alle wiederkommen, um “ihre Rapid” zu unterstützen, unabhängig gegen wen und wann!

Schon nach dem letzten Gastspiel Rapids in Ried stellte sich das (von mir grundsätzlich sehr geschätzte und daher täglich gekaufte) “Neue Volksblatt” zu meinem Missfallen an die Spitze derer, die den SCR wegen des Zulassens einer einflußreichen Fanszene geißelten (sind stadionbezogene “Salzburg-Verhältnisse” tatsächlich gewünscht  –  hängt das zehnmalige CL-Qualifikationsscheitern von Red Bull nicht auch damit zusammen?). Ich bezweifle, dass Sie oder Ihre Kollegen Einblick in die Diversität des Österreichischen Rekordmeisters haben  –  stereotype Erzählungsmuster ohne Berücksichtigung des Fairness-Grundsatzes “et audiatur altera pars” werten die Qualität jeder Berichterstattung ab, der Verzicht darauf ist logische Konsequenz! Nennen Sie vielmehr hinkünftig vermehrt das andauernde Schiedsrichterversagen und die zunehmende perfide Schauspielleistung Aktiver in der höchsten Liga beim Namen  –  darüber will jeder “richtige Fan” in seiner Stammzeitung lesen, weil er seine eigene Ansicht von Fachleuten bestätigt haben möchte!

Mit grün-weißem Gruß aus dem Salzkammergut nach Linz, Mag. Christoph Moser, 4822 Bad Goisern 


Wiener Zeitung vom 10. August

“Rekordmeister der Operettenliga”

Sehr geehrter Herr Mayr!

Durch Ihre heutige Abseits-Glosse mit dem Titel “Rekordmeister der Operettenliga” (Wiener Zeitung vom 10. August 2017, Seite 17), reihen Sie sich in die Reihe aller derjenigen Sportjournalisten ein, welche die fanbezogenen Vorkommnisse beim sonntägigen Derby dieser Tage zwar heftig kritisieren, die zwei wesentlichsten Ursachen dafür allerdings unerwähnt lassen (nämlich den über die gesamte Matchzeit völlig überforderten Schiedsrichter Harkam und einige sich selbst offenbar als “vorbildhaft” einschätzende Austria-Spielern, wie etwa Holzhauser, die sonntags den sogenannten “fair play”-Gedanken jedoch über Gebühr strapaziert hatten und damit Stadionbesucher/TV-Konsumenten entsprechend verstört haben). Noch viel mehr als diese unausgewogene Meinungskundgabe fiel mir aber noch Ihr Einleitungssatz negativ auf: “Ein beleibter Ordner  –  tätowiert, im Camouflage-Bermudas und in Schlapfen  –  pöbelt lauthals einen Spieler der Gastmannschaft an, endlich den Corner zu treten, …” Damit werden Sie gegenüber dem Betroffenen sehr direkt und bedienen außerdem boulevardmäßigst Klischees  –  ist eine solche Form der Artikulation einer Qualitätszeitung angemessen? Der SK Rapid hat diesen Ordner betreffend zwischenzeitlich bereits eine Klarstellung getroffen, sie scheint Ihnen  –  anders als vielen Anderen  –  aber nicht zu gefallen. Ich bin weder Anwalt des Genannten noch des Rekordmeisters, somit über die Hintergründe seiner jüngsten Tätigkeit nicht detailinformiert  –  von einem Redakteur der Wiener Zeitung, die bekanntlich eine betont liberale Blattlinie verfolgt, hätte ich mir die Recherche in puncto “eine neue Chance Geben nach früherem Fehlen” (samt näherer Ausführung darüber) hingegen schon erwartet!

Zweckdienlicher als einseitige Schuldzuweisung wäre es im Kommentar jedenfalls gewesen, unter Hinweis auf das vergangene Versagen mehrerer eigeninitiativ Wege zur künftigen Verbesserung aufzuzeigen, um dem Leser einen Stadionbesuch schmackhaft zu machen  –  wohl einer der Kernaspekte des Fußballberichterstatters…

Mit sportlichem Gruß, Mag. Christoph Moser, 4822 Bad Goisern 

PS.: Sie zitieren im Einleitungssatz ua. das Wort “Gastmannschaft”  –  als “Gäste” hätte sich der FAK in Hütteldorf sowohl am Feld als auch am Rang zu verhalten gehabt, aber über die absichtliche Zerstörung der Stadioninfrastruktur durch violette “Anhänger(?!)” erfährt man in Ihrer heutigen Ausführung leider ebenfalls nichts…

Rapid II – Bruck

3:6 (0:4)

Zuerst das Positive: die zweite Halbzeit war – zumindest was das Ergebnis betrifft – einigermaßen ausgeglichen, und über die erste breiten wir den Mantel des Schweigens. In der ersten Halbzeit wirkte Rapid unorganisiert. Die drei Einser-Spieler Kvilitaia, Mocinic und Schobesberger konnten sich in keiner Weise auffällig einbringen, so als wären sie Fremdkörper in einem ohnehin noch ungeformten Team.

Die aktuelle Situation beschreibt vielleicht am besten das Bild “Dämmerung über West1”: 

Jugend vs. Erfahrung

Das Durchschnittsalter der Startelf war bei Rapid II 20,6 Jahre und bei Bruck 26,7 Jahre. Es ist ein Verhältnis, das eigentlich der Normalfall für die Spiele in der Regionalliga ist und gegen die sich eben die junge Elf behaupten muss. Dass das auch manchmal daneben gehen kann, haben wir heute schmerzlich erfahren müssen.

Alter Nummer Rapid II
25 28 Christoph Haas
17 4 Julian Krenn
24 8 Ivan Mocinic
18 13 Paul Sahanek
19 17 Ceyhun Tüccar
19 19 Christian Ehrnhofer
21 21 Aleksandar Kostic
23 27 Philipp Schobesberger
18 29 Mert Müldür
20 30 Denis Bosnjak (K)
23 31 Giorgi Kvilitaia
20,6
Bruck
30 1 Bartolomej Kuru
22 2 Tomas Bockay
23 3 Michael Lechner
24 5 Dominik Burusic
24 6 Thomas Pospichal
18 8 Ömer Özbek
36 10 Vedran Jerkovic (K)
28 11 David Bielcik
34 14 Mario Schöny
27 17 Rene Felix
28 19 Edin Salkic
26,7

Trainer Muhammet hat es dabei nicht leicht. Einerseits muss er aus den Resten des Vorjahresteams und den Neuzugängen aus der Akademie ein Team formen, anderseits muss er auch noch Spieler mit Trainingsrückstand und ohne gemeinsames Training aus der Kampfmannschaft integrieren. Aber das ist das Los aller Amateur-Mannschaften und in manchen Jahren, nach vielen Abgängen, kann dieser Prozess besonders schwierig sein.

Unsere Konkurrenten sind daher weniger die regulären Teams der Regionalliga sondern die jeweiligen Amateurteams. Aber auch in diesem Vergleich liegen diese Teams in der Regionalliga-Tabelle alle vor Rapid II.

Feldherrenkastl

Dass Rapid seine Ausbildungsmannschaft nicht ernst nehmen würde kann man nicht sagen. Das Spiel war prominent besucht. Trainer Gogo und Sportdirektor Fredy waren am Platz, dazu die Spieler Stefan Schwab, Philipp Prosenik, Stephan Auer und Manuel Thurnwald.

Im “Feldherrenkastl” saßen wenig “amused” Michael Krammer, Gerhard Höckner, Rudolf Edlinger, Gerhard Niederhuber und Peter Elstner.

Ein selten gewordener Gast bei Rapid: Edi Finger.

Auf einen möglichen Aufstieg von Rapid II angesprochen, meinte Willi Schuldes in der Vorsaison, dass das nicht das vorrangige Ziel sei. Man hat den Eindruck, als wäre diese Botschaft auch bei der Mannschaft angekommen. Es ist wie ein Training; ob man gewinnt oder verliert ist nicht primär.

Aber es geht um Fußball, und dabei geht immer um Tore und Siege, bestens auf den Punkt gebracht von Max Merkel: “Im Fußball ist es wie bei der Liebe. Was vorher ist, kann auch sehr schön sein, aber es ist nur Händchenhalten. Der Ball muss hinein.”

Enttäusche Zuschauer Florian, Christian und Andy’son’.

Links

GRÜNZEUG-586

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951) 45.JAHRGANG/AUGUST 2017/Nr.586 Versand 7.8.2017, Postamt 1120

MITGLIEDERVERSAMMLUNG

am Montag, 21. August 19:00

Gäste

  • Thomas SCHRAMMEL,
  • Richard STREBINGER,
  • Manuel THURNWALD und
  • Maximilian WÖBER.

IN EIGENER SACHE I

Bitte um Beachtung: Manchen Exemplaren dieser Nummer liegt ein Zahlschein über eventuell noch offene Mitgliedsbeiträge bei, für deren umgehende Begleichung sich unser Kassier herzlichst bedankt. Sollte der jeweilige Rückstand in der Zwischenzeit bereits bezahlt worden sein, möge der Zahlschein als gegenstandslos betrachtet werden.

IN EIGENER SACHE II

In Entsprechung des Vorschlags unseres rührigen Herrn Dipl.Ing.Franz Fiala bitten wir um Beachtung nachstehender Zeilen und des erweiterten Impressums.

Unsere Homepage ist ab sofort in einer auch für Smartphones geeigneten Version online (http://klubderfreunde.at). Mitglieder haben die Möglichkeit, sich auf der Homepage unter „Tagebuch“ – „Tagebuch als Newsletter“ tagesaktuelle Berichte zu verschiedensten Themen rund um Rapid per Mail zusenden zu lassen. Wir bitten Euch, die Seiten kritisch anzusehen. Eure Hinweise können uns helfen, das Angebot zu verbessern.

VON SISI, DI, NATASCHA UND WIDERSTANDSFÄHIGEN RAPIDLERN

Was haben Kaiserin Sisi, Lady Diana oder Natascha Kampusch und der SK Rapid Wien gemeinsam? Obwohl zwei der drei erwähnten Damen nicht mehr unter uns weilen, geistern sie wieder und immer wieder wiederdurch die Medien, in denen auch die Frau Kampusch dick da ist, und obwohl das Fußballjahr 2016/17 doch längst zu Ende ist, käuen es die Herren Journalisten wieder und immer wieder wieder und das im Zusammenhang damit, dass es für den SK Rapid so „katastrophal“ verlaufen ist. Nicht thematisiert werden aber die Gründe dafür, nämlich die unglaublichen (Langzeit-)Verletzungsserien wichtiger Spieler und die vielen krassen Schiri-Pfiffe gegen Grün-Weiß. All das interessiert(e) nicht einmal alle Rapid-Anhänger, ganz unter dem Motto: „Ein Rapidler hat alles zu verkraften und trotz allem zu gewinnen, selbst wenn er den Kopf unterm Arm trägt.“ Und die sogenannte Doppelbelastung durch die Europacupspiele war ja eh nur eine „Ausrede“, die heuer wegfällt. Nur so ganz nebenbei: Warten wir halt, wie die anderen Klubs in dieser Saison mit dieser Doppelbelastung werden leben können und auch wie lange überhaupt sie bei ihnen anhält…

Im ersten Ligamatch der neuen Saison gaben zehn Rapidler gegen naturgemäß vehement attackierende Mattersburger ein 2:2 aus der Hand. Über Rapids Unterzahl ab Minute 23 gab eigentlich nur Youngster Wöber ein (kluges) Statement ab: „Hätten wir zu zehnt gewonnen, hätte es geheißen, super Rapid, aber jetzt sind wir wieder die Deppen.“ Zum Glück übrigens nicht für alle Fans: Beim Abgang erhielt die Mannschaft trotz 2:2 viel (aufmunternden) Applaus. Andere wiederum schimpften auf den unbesonnenen Joelinton, der offensichtlich noch nicht intus hat, wie sich ein Rapidler zu benehmen hat: Alles lammfromm einstecken, auch wenn dir der Novak womöglich den Haxen bricht! Auch weil der junge Brasilianer das nicht wusste, endete die Partie bei tropischer Hitze leider nur remis – und Rapid hatte einen „Fehlstart“ hingelegt, zumindest in den Augen etlicher professioneller und auch hobbymäßiger Beobachter.

Folgte die Fortsetzung in St.Pölten? Vor diesem Spiel betrieb Peter-Linden-Nachfolger Rainer Bortenschlager in der Kronen Zeitung fröhlich Schwarzmalerei: Sollte es in die Hose gehen, drohe ein zum „Krisengipfel mit Brandgefahr“ verkommendes 322. Wiener Derby. Weniger bis gar nicht kommentierte er (nicht als Einziger) Rapids noch immer lange Ausfallliste mit Dibon, Mocinic, Schobesberger, Kvilitaia, Malicsek und neuerdings Szanto (Leistenbruch) sowie den nur für diese Partie gesperrten Joelinton, denn (wir wissen’s eh): Rapid muss alles verkraften und trotzdem gewinnen!

Tat sie dann auch, sogar mit 4:1 und womöglich sogar zum Verdruss gewisser Herrschaften, wer weiß. Der Verfasser, für viele ja ein „Schönfärber“, kann bei vier Zählern aus zwei Spielen keinen richtigen Fehlstart erkennen. Allerdings ist ihm bewusst, dass die „Katastrophensaison“ 2016/17 sofort wieder bemüht werden wird, wenn es den oder die nächsten „Schraufen“ geben sollte. Womöglich feiert sie nun alle zehn Jahre Jubiläum, ganz so wie die Dauerbrennerinnen Sisi, Di & Co.

Was wir aber auch aushalten würden, denn wir sind ja widerstandsfähige Rapidler. Denen manche den Hobel ausblasen können.

tipico-Bundesliga (Stand vom 30.7.2017):

 1. SK Puntigamer Sturm Graz 2 2       0        0        6:4     6
 2. SK Rapid Wien            2 1       1        0        6:3     4
 3. LASK                     2 1       1        0        4:1     4
10. FK Austria Wien          2 0       0        2        2:6     0

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

LETZTER TEST (9.7.): AS MONACO (H) 2:2 (0:1)

Nachdem Michael Krammer und die Fans Steffen Hofmann als Ehrenkapitän gefeiert hatten, war Rapid vor Antonin Panenkas Augen dem französischen Meister und vorjährigen CL-Semifinalisten lange Zeit deutlich unterlegen und schien nach dem unglücklichen 0:2 einer klaren Niederlage entgegen zu gehen. Aber: Gleich darauf avancierte Schwab, der neue Kapitän, bei Murgs Corner zum König der Lüfte, und dann warf Gogo seine vom alten Kapitän angeführten jungen Wilden in die „Schlacht“. Die agierten im 4-4-2 wesentlich bissiger und zielorientierter als ihre renommierteren Vorgänger, sodass sogar noch der (verdiente) Sieg möglich gewesen wäre.

SCR: Knoflach (46. Strebinger); Pavelic (61.Thurnwald), Sonnleitner (61.Schösswendter), Wöber (61.M.Hofmann), Schrammel (61.Bolingoli-Mbombo); Auer (61.Kuen), Schwab (61.Ljubicic); Murg (61.Keles), Szanto (61.St.Hofmann), Schaub (61.Sobczyk); Joelinton (61.Prosenik).- Tore: Schwab (55.), Thurnwald (68.); Lopes (15.), Strebinger (53., Eigentor).- Gelbe Karte: Schößwendter.- Allianz-Stadion, Lechner, 9.800.

ÖFB-CUP, 1.RUNDE (16.7.): SCHWAZ (A) 2:0 (1:0)

Die Partie gegen den Fünften der Regionalliga West hatte eher Trainings- als Cupspielcharakter, weil der pausenlos klar dominierende SCR speziell vor der Pause viel zu viele Schlampereien einreißen ließ, weshalb Strebinger seine ganz Kunst aufwenden musste, um das 1:1 zu verhindern (26.). Andererseits vergaben seine Vorderleute neben den beiden schönen Toren zahlreiche Chancen, außerdem wurde ein klares Elferfoul an Joelinton übersehen (27.). Bemerkenswert: Steffen Hofmann ist nun mit 528 Pflichtspieleinsätzen alleiniger Rekord-Rapidler – Gratulation, Herr Ehrenkapitän, sorry, Herr Schöttel!

SCR: Strebinger; Pavelic, M.Hofmann (46.Sonnleitner), Wöber, Schrammel; Auer, Schwab; Schaub (61.Kuen), Szanto (46.St.Hofmann), Murg; Joelinton.- Tore: Auer (7.), Schwab (75.).- Gelbe Karte für Rapid: Auer.- Schwaz, Jäger, 1.850.

BL, 1.RUNDE (22.7.): MATTERSBURG (H) 2:2 (1:0)

Exakt 120 Jahre nach der Gründung des Vorgängervereins 1.Wiener Arbeiter-Fußballklub und 25 nach Andy Mareks Stadionsprecher-Debüt leisteten sich der Rapid nur selten gewogene Schiri Hameter und SCR-Solostürmer Joelinton einen Doppel-Blackout: Ersterer bestrafte Novaks Brutalofoul nur mit einem Freistoß, und Letzterer deutete ein Nachtreten an, worauf er vorzeitig kalt duschen durfte. Trotzdem schienen „Laufmaschine“ Auer mit links und „Kopfballungeheuer“ Wöber auf Schrammel-Flanke Rapid auf die Siegesstraße gebracht zu haben, bis Strebingers Vorderleute der Unterzahl, dem eigenen hohen Tempo  und der Gluthitze Tribut zollen mussten. Der Start in die neue Saison gelang also bestenfalls halb.

SCR: Strebinger; Pavelic, Sonnleitner, Wöber, Schrammel; Auer, Schwab; Murg (67.Schaub), St.Hofmann (75.Sobczyk), Keles (82.Bolingoli-Mbombo); Joelinton.- Tore: Auer (25.), Wöber (57.); Prevljak (75.), Maierhofer (79.).-  Gelbe Karten: Sonnleitner; Rath, Höller.- Rote Karte: Joelinton (23., Tätlichkeit).- Allianz-Stadion, Hameter, 17.800.

BL, 2.RUNDE (29.7.): ST.PÖLTEN (A) 4:1 (2:0)

Nicht zuletzt  dank ihrem starken Gegenpressing spielten die elf österreichischen „Gogo-Boys“ nach viertelstündiger Findungsphase eine hervorragende erste Halbzeit. Ach Wiederbeginn sahen sich die zuvor stur defensiven Heimischen zu etwas mehr Offensive genötigt und kamen neben Schütz‘ ungestörtem Kopftor auch zu einigen weiteren Chancen, aber nach dem Eigentor des Ex-SCR-Nachwuchskickers Petrovic auf Keles-Pass war der Käse gegessen, und am Ende hübschten die Joker Bolingoli (Superpass) und Keles (Supertor) den letztlich souveränen Sieg sogar noch auf.

SCR: Strebinger; Pavelic, Sonnleitner, Wöber, Schrammel; Auer, Schwab; Murg (84.Thurnwald), Schaub, Kuen (75.Bolingoli-Mbombo); Prosenik (68.Keles).- Tore: Schütz (69.); Murg (37.), Kuen (42.), Petrovic (81., Eigentor), Keles (90./+1).- Gelbe Karten: Parker; Murg.- NV-Arena, Drachta, 6.139.

TAG DER OFFENEN TÜR: STEFFENS HOFÜBERGABE

Am 8.7. fanden sich die grün-weißen Massen im, neben und vor dem Allianz-Stadion ein, um den von Andy Marek wie immer grandios inszenierten Tag der offenen Tür zu zelebrieren.

Offiziell abgeschlossen wurde der mit der Präsentation des (noch immer zu umfangreichen?) Kaders, einem erheiternden und einem bewegenden, ja geradezu epochalen Ereignis: Zuerst musste der offenbar mit einem sonnigen Gemüt gesegnete Boli Bolingoli-Mbombo den für jeden Neuling obligatorischen Diver – ein bisserl skeptisch – über sich ergehen lassen, dann überraschte von ihnen besonders stürmisch gefeierte Langzeitkapitän Steffen Hofmann die Fans mit der Übergabe seiner Schleife an Stefan Schwab, der ihn ja schon des Öfteren würdig vertreten hatte. Was aber nicht hieß, der nun als Talentmanager tätige „Fußballgott“ und „coole Papa“ würde sich jetzt auch vom aktiven Sport zurückziehen, ganz im Gegenteil: „Wer mich verdrängen will, muss erst mal an mir vorbeikommen!“ Und: Steffen Hofmann, die einzige noch aktive SCR-Ikone, darf sich ab sofort – wie der Weber-Heri – Ehrenkapitän auf Lebenszeit nennen. Dazu können wir ihm (und dem Klub) nur gratulieren, verbunden mit den herzlichsten Glückwünschen für den Schwabi. Seine „Vizes“ sind übrigens Dibi und der Louis.

P.S.: Zudem konnte der SK Rapid stolze Zahlen melden: Trotz der enttäuschenden Saison 2016/17 hatten immerhin 13.000 Fans ihre Abos verlängert, ferner gibt es mehr als 16.000 Mitglieder, was natürlich schon wieder einen neuen Rekord bedeutet.

„MR. GRÜNZEUG NR. 586“: STEPHAN AUER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.

Je öfter der emsige, für viele trotzdem unauffällige Ex-Admiraner Stephan Auer das gesamte Spielfeld „abgrast“, desto mehr erinnert er uns an einen grün-weißen Sechser vergangener Tage: Stefan Kulovits! Und gegen den SVM zeigte „Schneckerl“ eine weitere Variante seiner Vielseitigkeit: Freistoß mit rechts in die Mauer, den Abpraller mit links ins Tor. Dass ausgerechnet er – trotz St.Hofmanns Anwesenheit – diesen  Freistoß schießen durfte, scheint einiges über sein Standing innerhalb der Mannschaft und wohl auch beim Trainer auszusagen.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

ÖFB-Cupspiele: Maxi Hofmann und Mario Pavelic bestritten in Schwaz ihr jeweils 10. Pokalspiel.- „Runde“ Tore: Fehlanzeige.

KOMMEN UND GEHEN

In jeder Transferzeit und oft auch schon lange davor tischen uns die Medien „Raubersg’schichten und Lügenmärchen“ auf, so auch im heurigen Sommer. Aber: Maxi Wöber spielt noch immer nicht bei Ajax Amsterdam, dem SK Rapid wurde noch immer kein einziger Punkt geschweige denn unzählig viele abgezogen, obwohl er den mit seinen diversen Beratern im Clinch liegenden Arnor Ingvi Traustason trotzdem transferierte, und Eren Keles wurde, kaum dass er den ersten geraden Schuss für die SCR-Profis abgegeben hatte, noch immer nicht an Besiktas Istanbul verscherbelt. Zu den „Raubersg’schichten“ gehören auch die sarkastischen Meldungen über Fredy Bickels „Inaktivität“ bezüglich eines neuen Stürmers, wobei der Name des Publikumslieblings Jimmy Hoffer mehrfach genannt wurde. Ganz so, als ob Joelinton lebenslang gesperrt (nach seiner „Roten“ gegen den SVM wurde er aber nur für ein Match suspendiert und für ein weiteres auf ein halbes Jahr bedingt) oder Giorgi Kvilitaia nie mehr fit werden würde.

Man kann sich dessen so gut wie sicher sein: Bei einem Erwerb Hoffers hieße es, Rapid hätte trotz Kaderreduktion schon wieder zu viele Stürmer, außerdem würde sofort auf dessen erfolglose Jahre beim deutschen Zweitligaabsteiger Karlsruhe hingewiesen, sollte er sich als keine Verstärkung entpuppen. In all diesen Zusammenhängen seien zwei Zitate erlaubt: „Jeder, der im Internet etwas schreibt, hält sich für einen Journalisten“ (Franz Beckenbauer) und: „Wenn du dir jede Meinung zu Herzen nimmst, wirst deppert im Schädel“ (Goran Djuricin).

Halten wir uns also lieber an die Transfer-Fakten, soweit sie bis zur Abfassung dieses Artikels (28.7.) bekannt waren!

Weil der große Kader wegen des Fehlens von EC-Matches und der zu erwartenden Rückkehr etlicher Langzeitverletzten verringert werden musste, gab es nur „eineinhalb“ Neuerwerbungen: Boli Bolingoli-Mbombo, 22-jähriger Linksverteidiger und linker Mittelfeldspieler, mit dem FC Brügge 2015 Cupsieger und 2016 Meister, wurde bis Sommer 2020 unter Vertrag genommen, und Philipp Prosenik, der vorjährige „Rapid-Schreck“, dessen Tore für den WAC den SCR vier Punkte kosteten, kehrte heim und will sich hier durchsetzen.

Wehmütig stimmte wohl nicht nur den Verfasser der  Abgang des ungemein sympathischen, viel zu oft  vom Verletzungsteufel gepeinigten Jan Novota (134 Pflichtspiele in sechs Jahren) zum ungarischen Erstligisten Debrecen – “Alles Gute, Jan, und hoffentlich sehen wir dich möglichst oft in Wien wieder!“ 

Wie Novota war auch Matej Jelic (54 Pflichtspiele und leider nur neun Tore in zwei Jahren) viel zu häufig verletzt; nun wurde er für eine Saison an den kroatischen Meister HNK Rijeka verliehen, der eine Kaufoption besitzt und für den er schon am 26.7. im CL-Quali-Match in Salzburg (1:1) ein Kurz-Debüt gab. Der dritte Pechvogel im Bunde heißt Arnor Ingvi Traustason, der ebenfalls für ein Jahr verliehen wurde und dessen neuer Klub AEK Athen auch eine Kaufoption hat. Während der kopfballstarke und torgefährliche „Innenverteidiger Nr. 5“, Christoph Schößwendter, nach nur einem Jahr fix an den Schulte– und Trimmel-Verein Union Berlin abgegeben wurde und Ultras-Feindbild Maxi Entrup weiterhin an St.Pölten verliehen bleibt. Wegen der Jungprofis Paul Gartler, Dejan Ljubicic und Albin Gashi verweisen wir auf „Ein Blick zu Rapid II“.

Die wenigen Neo-Rapidler – eigentlich ist es ja nur einer – seien herzlich begrüßt, verbunden mit dem Wunsch auf erfolgreiche Tätigkeit in Hütteldorf. Bei den Abgängen wollen wir uns für die geleistete Arbeit bedanken und ihnen für die weiteren Karrieren viel Glück wünschen.

P.S.: Sparta Prag, Marc Jankos neuer Arbeitgeber, rüstet groß auf, und im Zusammenhang damit erzählte auch die tschechische Zeitung „Sport“ ein „Raubersg’schichterl“: Rapid solle ein Angebot Spartas für Stefan Schwab ausgeschlagen haben. Dazu der neue SCR-Kapitän: „Ich wurde vor ein paar Wochen kontaktiert, habe mir das Angebot aber gar nicht angehört. Ich will meine Rolle hier bei Rapid erfüllen.“ Was er für sich behielt, um nicht für Unruhe zu sorgen. Das ehre ihn. Schrieb alles die Kronen Zeitung am 24.7. Und so, wie wir den Schwabi kennen, ist es keine „Raubersg’schicht“.

Allerdings: Transfers sind bekanntlich noch bis 31.8. möglich…

TRAININGS, TESTS UND TORE

Nach den obligatorischen sportmedizinischen Untersuchungen auf der Schmelz am 19.6. fand tags darauf das erste offizielle Training statt, bevor es am 28.6. nach Windischgarsten ging, wo Rapid bis 5.7. das Trainingslager abhielt.

Probegalopps gab es insgesamt deren fünf: Am 24.6. 6:0 (3:0) in TRAISKIRCHEN (Sobczyk, Joelinton, Kuen, Arase, Sonnleitner, Eigentor), am 28.6. in Grein 8:0 (4:0) gegen eine STRUDENGAU-AUSWAHL (Murg, Prosenik, Jelic, Gashi, Keles, Sonnleitner, Sobczyk, Eigentor), am 1.7. in Amstetten 1:1 (1:0) gegen den schottischen Meister CELTIC GLASGOW (Joelinton per Elfer), am 5.7. in Bad Wimsbach 2:1 (1:0) gegen Zyperns Cupsieger APOLLON LIMASSOL (Joelinton per Elfer, Sobczyk), wobei es mit Dibon (Kniegelenksverstauchung) den ersten Verletzten der neuen Saison gab. Zum 2:2 gegen AS MONACO (9.7.) siehe „Spiele, Tore, Kommentare“.

EIN BLICK ZU RAPID II

Vorbemerkung

In den letzten Jahren war man immer wieder in den hinteren Tabellengefilden zu finden, für 2017/18 wurde vorerst vom Aufstieg in die darauffolgende, dann auch für Amateurteams der Profiklubs zugängliche Erste Liga geredet, von welchem Ziel wohl aber abgegangen wurde, betrachtet man die sommerlichen Transferbewegungen.

Zugänge

Alexander Kostic (Vienna, einst SCR-Nachwuchskicker), Thomas Kubin (zurück aus Mannswörth), gewiss wieder einige Talente aus der U18.

Abgänge

Dino Kovacec (Topscorer) zu Wattens, Attila Szalai (Abwehrstütze) zu Meokövesd (Ungarn), Zsolt Ratkai (Tormanntalent) zu Traiskirchen, die zu den Profis aufgerückten Dejan Ljubicic (Kapitän) und Albin Gashi (Spielmacher) wurden als Kooperationsspieler nach Wr.Neustadt bzw. Floridsdorf verliehen, während Jungprofi-Keeper Paul Gartler ein weiteres Jahr in Kapfenberg bleibt. Sie alle werden Rapid II nicht mehr zur Verfügung stehen…

Für die nähere und entferntere Zukunft wünschen wir den Zu- und Abgängen sowie auch uns selbst viel Glück, Erfolg und Spaß!

Trainingslager und Tests

Ersteres vom 8.-14.7. wie gewohnt in Ollersdorf, dort am 12.7. gegen den RLM-Zweiten LAFNITZ 3:3 (Tüccar, Heinicker, Prirsch) und am 14.7. 0:3 (0:3) gegen STURM GRAZ AM. Am 22.7. gab es in Lipot (Ungarn) ein 1:3 (1:1) gegen LIVERPOOL U23 (Küssler). Der letzte Probegalopp vor unserem Redaktionsschluss ergab am 29.7. beim mit Stars gespickten RLO-Aufsteiger KARABAKH (u.a. agierten bei diesem die Ex-Rapidler Harrauer, Thonhofer und C.Kayhan) ein 2:6 (1:2), zu dem Arase und Tüccar die SCR-Ehrentore beitrugen.

Je näher der Meisterschaftsbeginn kommt, desto mehr hoffen wir auf die Binsenweisheit: Vorbereitungsspiele haben wenig Aussagekraft. In diesem Sinne:  Alles Gute, Rapid II!

SPLITTER

Wieder trauern wir um zwei langjährige Mitglieder: Herr Leopold Müller verstarb am 20.5. und Herr Franz Idinger bereits am 5.3.2017.— Erfreulich: Die Witwe des Letzteren, Frau Heidemarie, hält ihre Mitgliedschaft aufrecht, wofür wir uns, verbunden mit aufrichtigem Beileid, herzlichst bedanken.— Ebenso herzlich begrüßen wir mit Herrn Johannes Berger, 1090 Wien, ein neues Mitglied.— Die alljährliche Umfrage der Vereinigung der Fußballer unter den Profis, bei der es um sechs Teilaspekte wie etwa Pünktlichkeit der Gehaltsauszahlung, medizinische Betreuung oder Informationsaustausch im Klub sah den SK Rapid diesmal mit 57 von 60 möglichen Punkten „nur“ auf Rang 2, Erster wurden die Bullen mit 58 Punkten und Dritter Mattersburg (54), während die Admira nur auf 41 Zähler kam.— Laut „Krone“ vom 14.7. „krempelt“ Fredy Bickel den Klub um: Das Scouting wurde mit regionalem Schwergewicht auf 15-, 16-jährige Talente umgestellt, zwei Millionen Euro werden jährlich in den Nachwuchs investiert sowie Athletikcoaches und Physios eingestellt. Bickel: „Wir müssen den Spielern eine Perspektive bieten und einen Weg vorzeigen.“ Arase etwa würde behutsam aufgebaut statt verheizt, Wöber solle bei Rapid und nicht bei Ajax Amsterdam reifen. Gartler, Ljubicic und Gashi wurden verliehen. Überhaupt betonte Rapids Sportchef, in Österreich würden viele Spieler viel zu früh ins Ausland gehen. Zum fehlenden Trainingszentrum: „Langsam bewegt sich was, etwa hinsichtlich einer Pachtung des Happel-Areals im Prater.“ Alles super, vorerst warten wir Nachwuchs-Freunde aber besonders darauf, welche Perspektiven Rapid II heuer haben wird…