Film: „Großer Bruder“

Es muss Anfang der 1960er Jahre gewesen sein, als das damals neue Gartenbaukino mit dem Film „Windjammer“ eröffnet wurde. Es war der erste Breitwandfilm. Das Bild entstand durch drei Projektoren und dadurch gab es Überlappungszonen. Der Film war so sensationell, dass wir unsere damals 75-jährige Oma mit in das Kino geschleift haben, obwohl sie ziemlich gebrechlich war.

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Wie bei einer Hollywood-Premiere

Genau so voll wie damals war das Kino bei der Aufführung der Films „Großer Bruder“inklusive einer „Oscar“-Verleihung von Oliver Pohle an Christian Mössner, den Nürnberger Filmemacher, der diesen tollen Streifen hergestellt hat.

Prominente Gäste

Rapid war unter den Besuchern prominent vertreten. Mit Geschäftsführer Christoph Peschek, mit Mitgliedern des Präsidiums, Andy Marek, mit einigen aus dem Klubservice-Team und vor allem auch mit Spielern, allen voran Ehrenkapitän Steffen Hofmann, Christopher Dibon, Tobias Knoflach, Max Hofmann.

Keine Anspielung

… auf George Orwell ist der Titel des Films. Es geht allein um eine enge Freundschaft zwischen zwei Fangruppen, wobei die einen, die Ultras-Rapid der anderen, den Ultras-Nürnberg in ihrer Entwicklung etwas voraus waren. Und dieser Vorsprung wurde im Film immer wieder zum Ausdruck gebracht. Die Ultras-Nürnberg holten sich bei ihren Besuchen in Wien Anregungen für die Organisation ihrer Fangruppe und für die Herstellung und Handhabung der Choreografien. Und der Film ist nun eine Reminiszenz an diesen „Großen Bruder“ zu verstehen.

Wer sich mehr für Ultras-Bewegungen in Europa interessiert, findet im Wikipedia-Artikel über die Ultra-Bewegung eine Übersicht.

Warum dieser Film?

Der Anlass für den Film war einerseits der 15. Jahrestag dieser Freundschaft aber auch der Umstand, dass sich bei solchen Anlässen Delegationen der beiden Gruppen treffen und dabei auch Geschenke austauschen. Das Geschenk der Ultras-Rapid an die Nürnberger war eine Wiener Parkbank; auch nicht schlecht. Aber das Gegengeschenk war eine echte Überraschung. Es war dieser Film, in dem aus Videos, Bildern und Interviews eine großartige Dokumentation von dem hergestellt hat, was es bedeutet, ein Ultra zu sein und wie eine solche Fernbeziehung entstanden ist und wie sie gelebt wird.

 

Was ist dran an den Ultras?

Ich war sehr neugierig, durch den Film mehr über diese Gruppierungen zu erfahren. Mein bisheriges Verständnis hat sich aber durch den Film nicht sehr verändert. Beides, die große Bedeutung einer solchen Gruppierung für einen Fußballverein wurde bestätigt. Aber auch das unausgesprochene Geheimnis, der „Kitt“, der diese Gruppen zusammenhält wurde an einigen Stellen ziemlich deutlich sichtbar.

Film auf BluRay

Wer keine Zeit hatte oder keine Karte mehr bekommen hat, kann eine BluRay-Version des Films bei den Ultras um 15,- Euro erwerben.

Für Teilnehmer der Szene ein Muss-Film, für alle anderen sehr informativ und vielleicht auch eine Einladung, näher an die Szene im Block heranzurücken.

Kein Foto, kein Video

Selbstverständlich galt auch bei dieser Ultras-Veranstaltung Foto- und Filmverbot., ich wurde gleich ermahnt als ich den Saal fotografieren wollte. Da es aber ausreichend sonstige Kameraleute gegeben hat, kann der Grund nicht irgendein Personenschutz gewesen sein sondern es ging um ganz normale Filmrechte, die der, der den Aufwand hat, für sich beansprucht. Ganz normaler Kommerz, dem man sich als Ultra aber an anderer Stelle gerne entgegenstellt. Hoffentlich werden meine paar verwackelten Bilder nicht als allzu große Konkurrenz gesehen. Mitgefilmt haben wir nicht und braverweise haben wir ein Video gekauft.

Hier zwei dem Film beigelegte Bilder.

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2 Kommentare
  1. FranzF
    FranzF sagte:

    Wichtige Ergänzung, die zeigt, wie sich die Erinnerung irren kann.

    Der allererste Film im Gartenbaukino war „SPARTACUS“ und aus diesem Anlass war sogar der Hauptdarsteller Kirk Douglas in Wien. Ich war damals 12 Jahre alt und wahrscheinlich war dieser Film noch nicht für mich geeignet, werden wohl meine Eltern gedacht haben.

    Der zweite Film, „Windjammer“ war dann der am längsten gezeigte Film überhaupt und an den kann ich mich erinnern.

    Danke an das Team des Gartenbau-Kinos für die Berichtigung.

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