Migration

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Die „Ewkil:Rapid“/“Klub der Freunde des S.C. Rapid“-Webpräsenz besteht aus den Seiten

Es ist beabsichtigt, diese Seiten zusammenzuführen. Allerdings ist das ein großes Projekt, weil die Seiten in verschiedenen Techniken erstellt worden sind (einerseits ASPX/C#, anderseits WordPress/PHP). Die Zieltechnologie ist WordPress. Um diese Migration zu vereinfachen, wurden einige einfache Techniken entwickelt, die es erlauben die Inhalte zwischen den verschiedenen Webs auszutauschen, ohne gleich alles neu programmieren zu müssen. [Mit fremden Federn I, Mit fremden Federn II]

Der Grund für diese Umstellung ist. dass die frühen Inhalte eine Technik anwenden, die für Smartphones ungeeignet ist. Die Seiten sind auf den kleinen Displays nur äußerst mühsam zu navigieren.

Die Tagebuchseite ist die Zielseite für alle zu migrierenden Inhalte.  Derzeit heißt die Tagebuchseite tagebuch.ewkil.at /tagebuch.klubderfreunde.at, wird aber später auch unter ewkil.at / klubderfreunde.at oder www.ewkil.at / www.klubderfreunde.at gleichermaßen erreichbar sein.

Als ein erster Migrations-Schritt („Aufwärmphase“) wurde die Tagebuch-Homepage mit einem neuen Thema („BeTheme“) versehen. Zukünftig sollen alle Inhalte auf dieser Seite erscheinen. Das Tagebuch wird über größere Migrations-Etappen berichten. Dieses ist der erste Bericht.

Das neue Thema hat nichts am Inhalt der Tagebucheinträge verändert, verleiht dem Web aber eine neue Ordnung, vielleicht so wie die „Erdbeeren im Zaubertrank“. Um die Kommunikationstechniken zu testen und auch das Auffinden älterer Artikel zu unterstützen, wurden einige der bisherigen Seiten (ohne neue Programmierung) in das Tagebuch übernommen. Es sind dies:

Aktuelle Meldungen

Man sieht es diesem kleinen Fenster nicht an, was es eigentlich leistet. Hier werden alle Medienberichte der beiden letzen Tage über Rapid angezeigt. Die „angezapften“ Quellen sind: 90minuten · abseits.at · ASB-Rapid · AustrianFootball · Ballesterer · Brucki · Bundesliga · DerStandard · DiePresse · EwkiL · FIFA · FIFA-Ö · Forza-Rapid · Heute · Kicker · Kicker-BL · Kicker-BL2 · KickitPedro · Krone · Kurier · Laola1 · ÖFB · Österreich · Plinden · Rapidhammer · Sportnet · Spox · Transfermarkt · UEFA · Ultras-Rapid · Weltfußball · WienEnergie.

Diese Quellen produzieren täglich zwischen 100 und 500 Meldungen. In den Inhalten werden jene gefiltert, die den Begriff „Rapid“ im Titel oder im Text enthalten. Es ist also sehr zeitsparend, diese Seite tagebuch.ewkil.at einmal täglich aufzurufen, um alles zu sehen, was die Medien über Rapid berichten.

Aber das Besondere an dieser Seite ist, dass die Meldungen gespeichert bleiben und auch im Nachhinein abrufbar sind. Ein späterer Bericht wird diese Möglichkeiten beschreiben. Der Bestand der seit Dezember 2014 gespeicherten Meldungen ist mehr als 250.000.

Tagebuch -> Tagebuch chronologisch und systematisch

Wenn man die Tagebuchseite aufschlägt, sieht man die letzten neun Tagebucheinträge jeweils mit dem Titelbild und einem kurzen Test. Die beiden Seiten Tagebuch -> Tagebuch chronologisch und Tagebuch -> Tagebuch systematisch zeigen alle Tagebucheinträge von den Anfängen 2007 bis heute (heute  730).

Rapid -> Alle Termine

Die Seite Rapid -> Alle Termine verbindet die Termine der Datenbanken

  • Rapid I,
  • Rapid II,
  • Nationalmannschaft,
  • Rapid-Veranstaltungen,
  • Jahrestage,
  • Geburtstage-Akteure und
  • Geburtstage-Klubmitglieder

und zeigt diese ab dem heutigen Tag an.

Daneben gibt es auch eine reduzierte Termineseite „Rapid -> Nächste Bewerbspiele“, die nur die Spiele der Kampfmannschaft anzeigt.

Rapid -> Erfolg

Die Seite Rapid -> Erfolg zeigt eine Grafik, die versucht, die Leistung der letzten 52 Bewerbspiele darzustellen. Die Grafik wird nach jedem Spiel automatisch aktualisiert. Eine Ampeldarstellung zeigt auf der Mittellinie mit grün „Sieg“, mit gelb „Unentschieden“ und mit rot eine „Niederlage“ an. Grüne Kreise sind die erzielten Tore, schwarz sind die Gegentore. Die Balken unten symbolisieren die Zuschauerzahlen (grün Heimspiel, braun Auswärtsspiel). Eine strichlierte blaue Linie ist der Mittelwert aller Spiele und liegt derzeit knapp über 50%. Die grüne und rote Kurve ist ein Erfolgsmittelwert der letzten 10 Spiele.

Es wird hier absichtlich nicht von „Leistung“ sondern von „Erfolg“ gesprochen, weil Leistung anderswie definiert ist. Die Leistung äußert sich im Schweiß, der den Spielern nach dem Spiel vom Körper tropft und diese Leistung kann auch bei verlorenen Spielen ganz beachtlich sein, ganz im Gegensatz zu unserem täglichen Sprachgebrauch, der „Leistung“ fälschlicherweise mit „Siegen“ gleichsetzt. 

Wie diese Grafik für das Meisterjahr 2007/08 ausschaut, zeigt folgendes Bild:

Der Erfolgsmittelwert lag damals bei etwa bei 0,6 (auch nicht berühmt, denn es gibt deutlich erfolgreichere Saisonen). Sehr eindrucksvoll ist aber der „Lauf“ am Ende der Saison.

Rapid -> Kader

Auf der Seite Rapid -> Kader kann man sich über den aktuellen Kader informieren. Es dauert einige Zeit, bis auch Zugänge und Abgänge erfasst sind aber im Wesentlichen ist die Seite aktuell, vor allem kann man sich über die Links über jeden einzelnen Spieler informieren. Der Inhalt wurde uns freundlicherweise von transfermarkt.at zur Verfügung gestellt.

Rapid -> Rapid-Links

Die Seite Rapid-Links bietet direkt Einstiege in verschiedene Bereiche der Rapid-Homepage und einiger externer Seiten.


Diese Tagebuch-Seite wird also nach und nach mit bereits bestehenden Inhalten angereichert und kann über Handy und PC gleichermaßen abgerufen werden. Das Layout passt sich dem Handy-Display automatisch an. Immer, wenn eine interessante Etappe abgeschlossen wird, werdet Ihr über das Tagebuch/Newsletter informiert.

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GRÜNZEUG-585

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951) 45.JAHRGANG/JUNI 2017/Nr.585 Versand 26.6.2017, Postamt 1120 – Webversion

„GV“ VOM 15.5.: GRUPPENBILD MIT DAME

Auf die Verlesung des letztjährigen Protokolls wurde verzichtet, worauf Obmann Niederhuber berichtete: Im ablaufenden Vereinsjahr gab es je acht Vorstandssitzungen und „Grünzeug“-Ausgaben sowie sechs Mitgliederversammlungen, die „GV“ mit eingeschlossen, mit insgesamt 17 grün-weißen Ehrengästen. Ferner erneuerten wir die Nachwuchspatenschaft und sammelten für die Nach wuchs-Weihnachtsfei er (zum 40. Mal!); das Krampuskränzchen wurde natürlich wieder über die Bühne gebracht.

Mit den Ausgaben für die SCR-Jugend befasste sich auch Kassier Bachmayers Bericht: 2.016 Euro für die Patenschaft und 3:785,32 für die Weihnachtsfeier. Insgesamt waren es 6.190,99 Euro, die wir Rapids Youngsters zukommen ließen. Das Klubvermögen beläuft sich auf 25.762,02 Euro (Stand 31.3.2017), also um 2.972,06 Euro weniger als vor Jahresfrist. Der Vorstand wurde über Antrag von Rechnungsprüfer Hobecker einstimmig entlastet. Obwohl wir längst nicht mehr so betucht wie „einst im Mai“ sind, bleibt der Mitgliedsbeitrag unverändert (wohlfeile 3,50 Euro monatlich, ein Euro für U18-Mitglieder).

Unter „Allfälliges“ meldete sich lediglich der Obmann mit seinem Antrag auf Zuerkennung der Ehrenmitgliedschaft für den Spieler Thomas Schrammel. Warum das? Nachdem die SCR-Amateure dem Stadtliga-Meistertitel jahrelang nachgelaufen waren, kündigte er dem Linksverteidiger, wie Andi Lukse und Veli Kavlak schon seit dem 8. Lebensjahr einer von uns, für den Fall des Aufstiegs in die Regionalliga eine Abstimmung über die Zuerkennung der Ehrenmitgliedschaft an. 2006 war’s endlich so weit, aber Niederhuber hatte sein Versprechen peinlicherweise verschwitzt, zumal die nächstmögliche „GV“ erst am 21.5.2007 stattfand. An diese Geschichte nicht mehr denkend, „schoss“ er den guten Thomas an, als der am 7.11.2016 unser Gast war: „Er war jahrelang unser Mitglied, hat aber nicht mehr bezahlt.“ Schrammel konterte: „Weil ich nicht Ehrenmitglied wurde.“ Boah, das saß, und Niederhuber holte sein Versäumnis am 15.5.2017 endlich nach, worauf die „GV“ dem Antrag stattgab. Somit werden wir den Urrapidler Thomas Schrammel in der nächstmöglichen Versammlung entsprechend dekorieren – spät, aber doch.

Apropos dekorieren: Das geschah an Ort und Stelle mit unseren Jubilaren (den Absenten wurden ihre Goldenen bzw. Silbernen Ehrenabzeichen per Post übermittelt). Herr Emest Hohenecker erhielt für 50-jährige Mitgliedschaft einen attraktiven Teller mit Gravur, die anderen Herren die ihnen zustehenden Abzeichen: Franz Bayer, Dr.Wolfgang Berger, der sich mit einigen Exemplaren seines Buches über aktuelle Rechtsfragen des Sports einstellte, Erich Engelberger, Wilhelm Novotny, Günter Plutnar und Johann Zöchbauer sind 40 Jahre dabei, während Herbert Fabsits, Ulrich und Robert Hechenblaikner (siehe „Aus unserer Postmappe“) „erst“ 1997 zu uns stießen.

Den anwesenden Treuesten der Treuen applaudierten auch die am Ehrentisch Sitzenden, welche ein Gruppenbild mit Dame abgaben: Erstmals seit Jahrzehnten (Anno Schnee war die damalige Vizebürgermeisterin Gertrude Fröhlich-Sandtner bei uns) konnten wir mit Petra Gregorits, im SCR-Präsidium für die Sparte „Frauen, Familie, Netzwerke“ sowie für die U7 bis zur U10 zuständig, eine Gästin begrüßen. Auch überpünktlich erschienen Präsident Michael Krammer und Christoph Peschek, der Geschäftsführer Wirtschaft. Sie alle standen für viele Fragen und eine lange Diskussion gerne zur Verfügung. Über der natürlich das Damoklesschwert des immer noch nicht ganz verscheuchten Abstiegsgespenstes schwebte, um von der 2,7-Millionen-Euro-Klage der STRABAG wegen Fundamentierungsproblemen des Allianz-Stadions (Krammer: „Wir sind gegenteiliger Ansicht, entscheiden muss der Richter“) gar nicht zu reden. Peschek, in (noch) jüngeren Jahren eine große Hoffnung der Wiener SPÖ, brachte die stets und aus welchen Gründen auch immer bei und um Rapid herrschende Brisanz vielleicht am treffendsten auf den Punkt: „Die emotionale Wucht hier ist extrem!“

Der Herr Präsident, von Mitglied Gugerell mit Vorgänger Rudi Edlingers Beitritt zu den Rapidffeunden nach seinem Abdanken als SCR-Boss konfrontiert (Niederhuber: „Das war nicht abgesprochen!“), reagierte mit einer Spende in der Höhe eines Jahresbeitrags und dem Versprechen, nach dem Ende seiner Ära ebenfalls unser Mitglied zu werden. Ganz ähnlich äußerten sich die Dame zu seiner Rechten und der Herr zu Niederhubers Linken. Herr Krammer, Frau Gregorits und Herr Peschek, wir werden das in Evidenz halten, dafür brauchen wir nicht einmal ein Elefantengedächtnis wie der Schrammel-Thomas.

ERSTMALS SEIT 2011: EUROPA OHNE RAPID!

Ab Sommer 2012 war der SCR unter Trainer Zoran Barisic, der seine „Buben“ außerdem zu drei Vizemeistertiteln führte, stets in der Europa League vertreten. Kaum hatte der väterliche Zoki dem Deutschen Mike Büskens Platz machen müssen, setzte in Hütteidorf eine in diesem Ausmaß noch nie dagewesene Dauer-Verletzungsserie ein, die bis zum heutigen Tag noch kein Ende gefunden hat (Mocinic! Schobesberger!), sodass wir zu behaupten wagen: Ohne sie hieße der Trainer möglicherweise immer noch Büskens.

Goran Djuricin aber verdankt Rapid zweifelsohne die Konsolidierung der um die eigene Identität ringenden Mannschaft sowie die Entfernung aus der Abstiegszone – unglaublich, damit überhaupt etwas zu tun gehabt zu haben! Jedenfalls kam Gogo in acht Ligaspielen auf 15 Punkte (Schnitt: 1,88). Zum Vergleich: Zoki erreichte in 115 Spielen 205 Punkte (Schnitt: 1,78). Dennoch blieb Europa so meilenweit wie nie zuvor entfernt. Weshalb es nur noch -ausgerechnet! – den „Cup der letzten Hoffnung“ gab. Alles über das Finale lesen Sie unter „Spiele, Tore, Kommentare“.

Endstand der tipico-Bundesliga 2016/17: 1.Salzburg 36/81 (74:24).- 2.Austria 36/63 (72:50).- 3.Sturm 36/60 (55:39).- 4.Altach 36/53 (46:49).- 5.Rapid 36/46 (52:42).

Damit wollen wir die Unglückssaison 2016/17 nicht nur beenden, sondern auch vergessen. Verbunden mit der Hoffnung, ja Gewissheit, dass die Zukunft eine wesentlich schönere sein wird. Das und einen in jeder Hinsicht sorgenfreien Sommer bis zum Wiederlesen im August wünscht Ihnen allen Ihr immer zuversichtlicher Vorstand.

 

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

34.RUNDE (21.5.): STURM GRAZ (H) 1:0 (1:0)

Und das elf Tage vorm Cupfmale: Kvilitaia mit Adduktorenverletzung länger out, Goldtorschütze Szanto verdrehte sich das Knie, Oberschenkelprobleme beim Comebacker Schaub. Alles kein Thema für die „Sky“-Expertenrunde um Pepi Hickersberger am Abend nach diesem hochintensiven Match, vielmehr beschäftigte die sich mit Rapids „Riesenglück“: Atik schoss neben das leere SCR-Gehäuse (29.), und Alars Stoß gegen den hochspringenden Wöber (in Bälde bei Ajax Amsterdam?) vor dem vermeintlichen Ausgleich (72.) sei natürlich kein Foul gewesen. Dafür monierte man Rapids „Abhängigkeit von den Ultras“, auch bei der Trainersuche, ohne hinzuzufügen, dass die doch nur ein kleiner Teil des fantastischten Anhangs in ganz Österreich sind. Wie auch immer, Rapid hat sich den ersten Saisonsieg über die gewiss nicht schwachen Steirer mit Löwenmut erkämpft und so das Abstiegsgespenst endlich aus Hütteidorf verscheucht. Worüber sich die ganze Liga freuen müsste, betrachtet man die jämmerlich-lächerlichen Zuschauerzahlen in den anderen Stadien.

SCR: Knoflach; Pavelic, Sonnleitner, Wöber, Auer; Szanto (53.Jelic), Schwab; Murg, Schaub (58.Traustason), Thurnwald; Kvilitaia (24.Joelinton).- Tor: Szanto (17.)- Gelbe Karten: Sonnleitner, Joelinton; Zulechner.- Allianz-Stadion, Heiß, 23.300.

35. RUNDE (25.5.): MATTERSBURG (A) 3:1 (1:1)

Einen Tag nach Djuricins definitiver Inthronisation gab’s den ersten Auswärtsdreier seit 29.10.2016 (!). Und das in einem unterhaltsamen, nicht durchwegs gutklassigen Spiel mit herrlichen wie auch kuriosen Toren. Ersteres waren die Joelintons und Traustasons, Letzteres vor allem Mattersburgs Ausgleich: St.Hofrnann produzierte einen hohen 45-Meter-Rückpass, den Knoflach zuerst fing und dann Maierhofer vor die Füße fallen ließ, welcher Höher in Szene setzte. Aufgrund der zahlreicheren Chancen darf Rapids Sieg als verdient bezeichnet werden.

SCR: Knoflach; Pavelic, Schösswendter, Wöber (28.Sonnleitner), Kuen (61.Schrammel); Auer, Schwab; Thumwald (66.Traustason), St.Hofrnann, Murg; Joelinton.- Tore: Höher (46); Joelinton (38.), Traustason (84.), Malic (87., Eigentor).- Gelbe Karten: Höher; Kuen, Schwab.- Pappelstadion, Drachta, 9.500.

36. RUNDE (28.5.): ST.PÖLTEN (H) 2:1 (1:1)

Nach der Ehrung anlässlich seines 527. Pflichtspieleinsatzes für Rapid, wodurch er mit Rekordler Peter Schöttel gleichzog, bereitete der grüne Fußballgott die Kopfballtore seiner Innenverteidiger per Corner vor. Bemerkenswert: Schösswendter, unter Canadi total chancenlos, erzielte das letzte Ligator wie das erste (am 24.7. gegen Ried). Der wahre Matchwinner war freilich Strebinger mit mehreren tollen Paraden bei überaus gefährlichen Kontergelegenheiten der Gäste, die sich dank Mattersburgs 3:2 in Ried aus der Abstiegsgefahr befreiten. Dober bestritt sein erstes (und letztes?) Match für die SCR-Profis seit 2.12.2010 (0:2 in Istanbul), verschuldete einen Penalty und schied zur Pause verletzt aus, während Traustason wegen Sehstörungen ein Spital aufsuchen musste.

SCR: Strebinger; Dober (46.Thumwald), Schösswendter, Dibon, Schrammel; Szanto (60.Auer), Malicsek; Traustason (78.Joelinton), St.Hofrnann, Kuen; Jelic.- Tore: Dibon (9.), Schösswendter (57.); Doumbouya (22., Elfer).- Gelbe Karten: Dober, Schösswendter; Hartl.-Allianz-Stadion, Jäger, 20.200.
Vorspiel der Special Needs Teams: SCR – ST.PÖLTEN 6:1 (1:1).

ÖFB-CUP, FINALE (1.6.): SALZBURG (in Klagenfurt): 1:2 (0:0)

Gut 15.000 Fans, darunter der immergrüne Jimmy Hoffer, eine topmotivierte und optimal auf den vermeintlich unbezwingbaren Gegner eingestellte Mannschaft, zudem die zahlreicheren und besseren der relativ wenigen Chancen, aber die Glücksgöttin zeigte den tapferen Rapidlem einmal mehr die kalte Schulter, während die ob der grünen Kampf- und Spielstärke sichtlich pikierten Serienmeister und -cupsieger am Ende gar nicht so recht wissen konnten, wie ihnen überhaupt geschehen war. Mit der ersten ihrer Möglichkeiten drückte Hwang Lainers von Wöber unglücklich abgefälschten Stanglpass ein. Nun spielte Rapid toll auf und kam zu einer Serie von Chancen, deren letzte Joe per Kopf nutzte. Daraufhin wogte der typische Cupfight hin und her, bis die eigenwillige Kugel bei Joker Haidaras Verlegenheitsschuss von Dibons Rücken genau vor Lazaros Füße prallte. Das Ende für den SCR? Noch nicht ganz: Djuricin brachte die „Brechstange“ Schösswendter, doch dessen Kopfball konnte Stankovic halten (97.). Kurzum, es war wie immer im Pokalbewerb, diesmal aber besonders traurig, weil Rapid dem hochdotierten Gegner mehr als gleichwertig war.

SCR: Knoflach; Pavelic, Dibon, Wöber, Schrammel; Auer, Schwab; Schaub (71.Kuen), Szanto (73.Traustason), Murg (86.Schösswendter); Joelinton.- Tore: Joelinton (56.); Hwang (51.), Lazaro (85.).- Gelbe Karten: Murg, Dibon; Lainer.- Wörthersee-Stadion, Hameter, 20.200.

„MR. GRÜNZEUG NR. 585“: THOMAS MURG

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. Genau diese Voraussetzungen erfüllte Thomas Murg (klein, aber oho!) auf der Zielgeraden einer mehr als schwierigen Saison besonders gut, auch im so unglücklich verlaufenen Cupfinale.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

ÖFB-Cupspiel: Louis Schaub 10. (Salzburg).- Meisterschaftstor: Pikanterweise „gelang“ dem Mattersburger Nedeljko Malic Rapids 50. diesjähriges BL-Tor.

IN ALLER KÜRZE: WAS SONST NOCH GESCHAH

Jubiläumssieg: 100. voller Erfolg über Sturm im 196. Spiel (47 Remis, 49 Niederlagen, 375:218 Tore).— Hierbleiber: Auch 2017/18 wird der Trainer Goran Djuricin heißen; neu in seinem Betreuerteam: Anton Beretzki (Athletik), David Lechner (Rehab), Gerald Kemmer (2. Physio); „alt“ in seinem Spielerkader: Maturant Maxi Wöber, nicht nur von Ajax Amsterdam umworben, soll noch zumindest ein Jahr Rapidler bleiben (Bickel: „Wenn er sein großes Potenzial über eine ganze Saison ausschöpft, stehen ihm auch 2018 alle Türen offen“).

Offizielle BL-Zuschauerbilanz ‘16/17: 1,268.237 insgesamt (Schnitt 7.046), davon fast 30 Prozent nur bei Rapids Heimspielen: 378.894 (Schnitt 21.033 – Vereinsrekord!), aber nur 189.544 bei Sturm, 142.590 beim FAK und 140.984 in Salzburg – Frage, auch im Hinblick aufs Cupfmale: Ist Fanunterstützung wirklich sooo wichtig?

Vertragsverlängerungen: adidas bleibt bis Sommer 2021 Ausrüster (das neue Heimtrikot wurde gegen St.Pölten präsentiert); (Noch-)ex-aequo-Rekordrapidler Steffen Hofmann bleibt ein weiteres Jahr aktiv und wird zudem Talent-Manager; Manuel Thumwalds und Albin Gashis Kontrakte wurden bis Sommer 2020 verlängert.

Abgang: SCR-II-Topscorer ‘16/17 Dino Kovacec (77 RLO-Spiele, 17 Tore) unterschrieb für ein Jahr in Wattens – alles Gute, Dino!

Verletzungen: Adduktorenverletzung mit monatelanger Pause Giorgi Kvilitaias gegen Sturm; Tamas Szanto, Louis Schaub und Amor Ingvi Traustason konnten im Cupfmale hingegen eingesetzt werden; Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel bei Philipp Malicsek im U21-Teamtrainingslager -geht die Verletzungsseuche auch 2017/18 ungebremst weiter?

5. Internat. VARTA-U15-Turnier im Gedenken an Herbert Burgsteiner (2.-4.6., Allianz-Stadion): SCR gegen Györ, Lok Moskau, Roter Stern Belgrad und im Finale gegen den FAK nicht zuletzt dank seinem Sicherheits-Polster im Tor jeweils 1:0, damit zum vierten Mal Sieger im eigenen Turnier (3.Maccabi Tel Aviv, 4.Lok Moskau).— Special-Needs-Turnier (parallel dazu): SCR im Finale gegen den FAK 2:2, Siebenerschießen 0:2.

10. Internat. U9-Turnier, diesmal von Wiener Zucker gesponsert (10.6., Allianz-Stadion): 3:0 gegen Sturm, 0:1 gegen Hertha BSC, 0:1 gegen Milan, 1:3 gegen Feyenoord, 1:2 gegen Slavia Prag, 4:3 gegen Györ und 2:2 gegen Lok Moskau, das reichte Rapid leider nur zum 9. Endrang unter 12 Mannschaften aus sieben Ländern; Slavia schlug im Finale Juventus 1:0, Dritter wurde Feyenoord durch ein 3:2 gegen Hertha.— Fazit all dieser Turniere: Unabhängig von Platzierungen oder Alter der Kicker waren sie für sämtliche Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis, für die Special Needs Teams aus halb Europa gewiss am allermeisten – tja, liebe Leser(innen), der SCR ist eben, seinem Leitbild entsprechend, viel mehr als eine Zusammenballung von Fußballern, Fans und gelegentlich krakeelenden Fanatikern! Daher sollte ihn gerade ein Anhängerklub wie der unsrige in seinen sozialen Bestrebungen nach Möglichkeit unterstützen, finden Sie nicht auch?

Saisonbeginn 2017/18: Sportmedizinische Tests auf der Schmelz am 19.6.; offizieller Trainingsstart am 20.6.

Verliehen: Maximilian Entrup bleibt Leihspieler beim SKN St.Pölten, der eine Kaufoption besitzt.— Test-Schlager: Am 9.7. um 17.30 Uhr gastiert der französische Meister und CL-Semifmalist Monaco im Allianz-Stadion und das genau 26:30 Stunden nach dem Beginn des Tages der offenen Tür.

Weitere Vertragsverlängerungen: Albin Gashi, Kelvin Arase, Eren Keles und Dejan Ljubicic (alle beim Trainingsstart der Profis) bis 2020, Ivan Leovac und Petar Marie bis 2019, Armin Mujakic, Christoph Haas, Christian Ehmhofer und Marko Bozovic bis 2018.

Ohne Geld ka Musi: Placido Domingos „Aida“-Toumee hätte am 18.6. im Allianz-Stadion Station machen wollen, aber nun ist das gesamte Projekt definitiv geplatzt, weil den Veranstaltern mehr als nur die Rapid-Marie ausgegangen ist.

Redaktionsschluss dieser Nummer: 18.6.2017. Auf die Gerüchte rund um jene Rapidler, die Fredy Bickel los werden möchte, konnten bzw. wollten wir bis zu diesem Tag nicht eingehen.

EIN BLICK ZU RAPID II

29. RUNDE (19.5.): SPORTKLUB (A) 2:1 (0:0)

Vom zahlreichsten und besten RLO-Publikum frenetisch angefeuert, betrieben die Dombacher ein leidenschaftliches Kick and Rush, das den besseren Fußballern in den grünen Dressen einige Probleme bereitete. Insgesamt hielten Kapitän Ljubicic & Co. aber gut dagegen und erzielten genau jene Tore, die sie vor der möglichen Relegation gegen Mattersburgs Amateure endgültig bewahrten.

SCR II: Marie; Ehmhofer (65.Dober), Sahanek, Szalai, Leovac; Küssler (46.Gashi), Bosnjak, Ljubicic, Arase; Mujakic (73.Sobczyk), Kovacec.- Tore: Berkovic (69.); Arase (53.), Kovacec (80.).- Sportklub-Platz, Lukic, 2018.

30. RUNDE (26.5.): TRAISKIRCHEN (H) 2:2 (0:0)

Rapid II führte die feinere Klinge, die Gäste wirkten zweikampf- und kopfballstärker. Unter dem Strich war das Unentschieden absolut gerecht.


SCR II: Ratkai; Sahanek, Pfeifer, Szalai, Leovac; Tüccar (84.Kovacec), Bosnjak, Ljubicic, Gashi; Arase (77.Küssler), Sobczyk (74.Mujakic).- Tore: Gashi (57.), Arase (61.); Koglbauer (46.), Töpel (73.).- Allianz-Stadion, West 1, Paukovits, 150.

SAISON-RESÜMEE: Zum dritten Mal en suite wurde Rapid II eine gewisse Abstiegsgefahr lange Zeit nie so ganz los, das konnte erneut nicht der Anspruch dieser mit etlichen hochtalentierten Kickern bestückten Mannschaft sein. Aber: Die unglaubliche Dauer-Verletzungsmisere bei der SCR-Profitruppe wirkte sich naturgemäß auch auf die „Zweite“ aus. Der daher neben dem nach Kapfenberg verliehenen Keeper Paul Gartier auch die nach oben gerückten Max Wöber und Manuel Thumwald abhandenkamen, was verständlicherweise ebenfalls kein Vorteil war, zumal Tamas Szanto schon vom Start weg zum Stammspieler der „Ersten“ geworden war. Genau das ist ja der Hauptzweck der grünweißen Fohlengamitur, da rücken deren Platzierungen in der Regionalliga immer an die zweite Stelle. Will der SK Rapid mit ihr aber in die reformierte Erste Liga aufsteigen, wäre die eine oder andere erfahrene Verstärkung wohl vonnöten. Eine gab es ja schon im Winter: Andi Dober, und der erfüllte unseres Erachtens einen großen Teil der in ihn gesetzten Erwartungen. Das sogar dermaßen, dass er am 28.5. in die Kampfmannschaft berufen wurde! 2016/17 griff Muhammet Akagündüz auf insgesamt 34 Akteure zurück, von denen uns Goalie Zsolt Ratkai als Nachfolger Gartiers und Christoph Haas* (Kahnbeinbruch), der leider einmal mehr schwer verletzte Osarenren Okungbowa, Kapitän Dejan Ljubicic, ein technisch starker Sechser, sowie Albin Gashi, der mit dem Ball ebenfalls per du ist, am besten gefielen.

Die 49 Tore (viertbester Ligawert) teilten sich: Kovacec (12), Sobczyk (11), Gashi (6), Arase, Dober, Ljubicic (je 3), Mujakic, Wöber (je 2), Ehmhofer, Keles, Nöstlinger, Sahanek, Tüccar (je 1) und zwei gegnerische Verteidiger.

Die Abschluss-Tabelle einer RLO, in der aufgrund von Insolvenzen (Meister Vienna) und eventuellen freiwilligen Abstiegen (Stadlau?) zumindest beim Verfassen dieses Artikels niemand genau wusste, wie sie 2017/18 aussehen könnte: 1.Vienna 28/65 (64:22).- 2.Ritzing 28/51 (59:37).- 3.Austria Am. 28/50 (41:29).- lO.Rapid II 28/36 (49:44), davon daheim: 14/19 (28:25) und auswärts: 14/17 (21:19).

AUS UNSERER POSTMAPPE

Herr Robert Hechenblaikner aus Tirols Hauptstadt ist seit 14.7.1997 ein Rapidfreund und schrieb:
„Leider ist es mir nicht möglich, am 15. Mai in Wien zu sein, deshalb wäre es mir sehr angenehm, wenn Sie mir das Silberne Abzeichen postalisch zukommen lassen. Sehr gerne werde ich es durch Innsbrucks Straßen tragen. Bitte behalten Sie Ihre Richtung bezüglich sogenannter ‚Fans ’bei, die viel finanziellen- & auch Imageschaden fiir Rapid anrichten. Ich habe nichts dagegen, wenn im Klubbrief steht, dass die Leistung des Schiedsrichters schlecht war, aber das wird manchmal so höhnisch formuliert, dass sich das mit meinem Fair-Play-Gedanken nicht leicht vereinen lässt. Auf die Grünen, mindestens nochmals 20 Jahre!“

Das wollen wir doch sehr hoffen, werter Herr Hechenblaikner! Das Abzeichen dürften Sie schon längst erhalten haben, die Kritiken gewisser „Fan“-Auswüchse wird es unsererseits immer geben, aber was die „höhnischen Formulierungen“ bezüglich der Schiedsrichterleistungen betrifft, so kann der Chronist halt auch nicht aus seiner Haut heraus. Möglicherweise dann etwas leichter, wenn Sie ihm konkrete Beispiele nennen.

SPLITTER

Als Nachfolger seines langjährigen Freundes Andy Heraf, der zum Sportdirektor des neuseeländischen Fußballverbandes avanciert ist, fungiert Peter Schottel nun als neuer ÖFB-U19-Teamchef. Wir wünschen den beiden waschechten Rapidlem viel Erfolg in ihren Jobs!

Nach der Benennung der nähesten Umgebung des Allianz-Stadions in Gerhard-Hanappi-Platz wird der legendäre Planer des nach ihm benannten, leider nicht mehr existierenden RapidStadions noch unvergesslicher: Ende Mai wurde die Wohnanlage in der Ottakringer Liebhartsgasse 54-56, welche die grün-weiße Ikone ebenfalls entworfen hatte, im Beisein von Wohnbaustadtrat Ludwig, SCR-Geschäftsführer Peschek sowie seines würdigen „Erben“ St.Hofmann und einiger weiterer Rapidspieler „Gerhard-Hanappi-Hof“ benannt.

U21-EM-Quali (8.6., Ritzing): 3:0 (1:0) gegen Gibraltar (kein Rapidler aktiv; Tor: Friedl, Horvath, Prokop).— A-Team-WM-Quali (11.6., Dublin) 1:1 (1:0) gegen Irland (Schaub Ersatz; Tor: Hinteregger).

U21-Test (12.6., Ritzing): 2:1 (1:1) gegen Ungarn (Thumwald ab 67. Min., Szalai spielte bei Ungarn durch; Tore: Maresic, Tekir).

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller:
KLUB DER FREUNDE DES S.C. RAPID

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Saison 2017/18, eine Vorschau

Prognose der Marktwerte

Die Budgetzahlen geben die Vereine nicht gerne preis und man findet sie auch nicht mehr im halbjährlich erscheinenden Bundesliga-Journal. Aber die Seite transfermarkt.at beobachtet den Marktwert einer Mannschaft und daher können uns die Marktwerte ein Hinweis auf die Finanzkraft des Vereins sein. Die folgende Tabelle zeigt die aktuelle Schätzung der Marktwerte von transfermarkt.at  gereiht nach dem Marktwert: (der Neuzugang ist hier noch nicht berücksichtigt)

Wenn also Geld Fußball spielt, wird RB Meister und steigt St. Pölten ab.

Was sonst noch auffällt, ist dass der Marktwert des Rapid-Kaders gegenüber der Vorjahrssituation hinter den der Austria zurückgefallen ist. Der Wertverlauf einzelner Spieler zeigt das deutlich. Hier stellvertretend der Marktwertverlauf von Arnór Traustason (transfermarkt.at):

Auch der Marktwert anderer Spieler, etwa der von Ivan Mocinic zeigt einen ähnlichen Verlauf.

Prognose der Buchmacher

Geht es nach den Buchmachern, steht der Meister 2017/18 schon fest. „Österreich“ vom 22. Juni verkündet auf Seite 37 die Quoten dafür:

  1,40 RB
  7,00 Rapid
  7,00 Austria
 11,00 Sturm
 25,00 LASK
100,00 Admira
150,00 Mattersburg
150,00 Altach
150,00 WAC
200,00 St. Pölten

Interessant an dieser Tabelle ist die Einschätzung des LASK, dessen Rang deutlich von jenem im Marktwert abweicht.

Dass Rapid trotz gleicher Quote von „heute“ vor die Austria gereiht wird, ist eine nette Geste.

Prognose von laola1.at

Eine Einschätzung der Leser von laola1.at sieht am 26.6. Rapid am zweiten Platz.

Platzierung von Rapid am Ende der Saison 2017/18

Platz Schätzung
  1.  27%
  2.  29%
  3.  19%
  4.  10%
  5.   4%
  6.   2%
  7.   1%
  8.   0%
  9.   1%
 10.   6%

Da bei einer solchen Abstimmung ja jeder mitmachen kann, sind die 6% für den 10. Platz nicht verwunderlich.

Prognose der Statistik?

Statistik betrachtet immer viele Ereignisse aber nicht den Einzelfall. Daher ist Statistik kein Instrument für die Frage, wer Meister wird. Wir können uns aber immer wieder Vergangenes vor Augen führen, um die aktuelle Lage besser einschätzen zu können. Zum Beispiel können wir die Frage beantworten, wie viele Jahre zwischen Meistertiteln vergehen.  Eine schnelle Antwort ist, dass früher die Abstände viel kürzer waren und dass unmittelbar aufeinander folgende Meistertitel der häufigste Fall sind. Warum das früher öfter der Fall war, dürfte daran liegen, dass sich heutzutage erfolgreiche Mannschaften gerne in alle Winde zerstreuen und die Aufbauarbeit von vorne beginnen muss.

Würde Rapid also Meister werden, entspräche das dem markierten Punkt. „10 Saisonen seit dem letzten Titel“.

Was mich erstaunt, ist der Umstand, dass es Rapid trotz der Flaute in der letzten Saison wieder ein 30-Millionen-Budget schaffen könnte, wirkt sich doch die Platzierung in allen Teilbereichen aus. Auch die Länge (Kürze) der Warteschlangen bei der Aboverlängerung im Fancorner lässt Pessimismus aufkommen.

Alle Platzierungen in der Meisterschaft

Die folgende Tabelle zeigt die Platzierungen in der Meisterschaft seit 1911/12:

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Rapid-Geldbörse Slim-Line

Mir hat sie einfach imponiert, die braune Rapid-Geldbörse mit dem mit Zipp verschließbaren Fach. Mit Elan habe ich Kundenkarten eingepackt. Die Geldbörse wurde immer dicker (so wie ich) und es wurde Zeit, abzuspecken (auch bei mir).

Also fragte ich mich, welche Karten ich wirklich brauche, und da blieben nicht viele übrig – die Rapid-Mitgliedskarte natürlich ausgenommen. Sogar die Bankomatkarte schien entbehrlich zu sein, da ich die meisten Zahlungen mit dem Handy erledige*). Durch das Abspecken nutzte ich im Laufe der Zeit nur mehr den vorderen Kartenteil.

Wenn man die Geldbörse näher untersucht, stellt man fest, dass das Zuviel an Kartenhaltern in einem angenähten Kartenfach enthalten ist.

Wer erinnert sich noch an Bastelonkel Franz Kotscher und die Fernsehsendung „Wer bastelt mit?“.  Wer durch diese Schule gegangen ist, ist fit für einen Geldbörsenumbau. In diesem Fall braucht man dazu keine große Anleitung, eine Rasierklinge genügt und weg sind zwei platzraubende Kartenhalter, die man aber weiterhin für die Aufbewahrung von Kundenkarten nutzen kann.

Es wäre natürlich einfacher gewesen, die schlichtere schwarze Geldbörse zu wählen aber wenn ich mich richtig erinnere, hatte die kein verschließbares Fach.

Links zu den Geldbörsen

*) boon: Bezahlen mit Handy

Statt der von den Banken angebotenen Bankomatkarte am Handy, benutze ich das viel praktischere Handy-Bezahlsystem boon. Die Vorteile sind:

  • keine neue SIM-Karte notwendig
  • kein Vertrag bei den großen drei Provider (A1, T-Mobile, drei) nötig
  • funktioniert mit Rapid Mobil
  • mit PIN oder Fingerabdrucksensor
  • mit genauer Abrechnung aller Käufe
  • Aufladung durch eine Überweisung an das boon-Konto
  • Praxistest von Clubcomputer.at (2016, seither viele Verbesserungen)

Bei Interesse kann ich Dir das gerne vorstellen. Es gibt Kreditkartenkassen, mit denen boon nicht funktioniert (etwa die mit der Sprachauswahl am Anfang des Dialogs) aber das wird sich im Laufe der Zeit sicher verbessern.

 

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Traiskirchen-Rapid

Trotz Konkurrenz seitens der Bäder und des Donainselfestes war die Sportanlage in Traiskirchen mit geschätzt 1500 Besuchern gut besucht und fest in grün-weißer Hand. Wir kennen den Platz schon von den Spielen von Rapid II. Hier wurden auch die Heimspiele der Admira-Juniors gegen Rapid II ausgetragen. Unsere „Stammplätze“ im ersten Rang waren an diesem Tag den VIP-Gästen vorbehalten. Daher taten wir’s dem „Stehtisch Grün-Weiß“ gleich und eroberten uns einen solchen Stehtisch.

  • oben: Rapid ist überall, auch in Traiskirchen, verewigt auf einem Häuschen, eine Sammelstelle für Zuckerrüben; Giorgi Kvilitaia, Fredy Bickel
  • mitte: Arbeitslose Sanitäter, „Pumukl on Tour“,  Stehtisch Grün-Weiß, Zuschauer, Tombola
  • unten: mitgereist: Unikat und Grün-Weiß-Favoriten, Mannschaftsaufstellung erste Spielhälfte

Rapid nahm das Spiel ernst, alle verfügbaren Kaderspieler wurden eingesetzt, aufgeteilt auf die beiden Spielhälften; ebenso gerecht erfolgte die Teilung der Treffer.

Der Umstand, dass bei Fußballspielen sehr häufig Fehler auftreten, verleitet das Publikum leicht zu der Annahme, dass die Spieler „nichts können“ und dass sie in der fraglichen Spielsituation besser etwas anderes getan hätten, als jenes, das keinen Erfolg gebracht hat. Der Zuschauer wird zum Richter über vermeintlich unfähige Akteure; und das nicht nur bei Spielen gegen starke Gegner, nein, auch beim Spiel gegen Traiskirchen gab es Spieler, die das grüne Trikot nicht hätten tragen dürfen.

Vielleicht fordert das Spiel durch diese Fehler den Zuschauer zum ständigen Urteilen über andere auf, und vielleicht ist gerade das der Grund für die Popularität dieses Sports.

Wenn ich mir vorstelle, dass mir beim Schreiben dieser Zeilen jemand über die Schulter schaut und alle meine Fehler laufend bewertet, kann man dadurch leicht nervös werden. So ist es aber nicht, und da meine Arbeit eben kein Echtzeitjob ist, kann ich meine Fehler in aller Ruhe ausbessern, Das ist das Wesen der meisten Arbeiten. Aber genau das können unsere Spieler nicht.

Mein Einwand, dass ich die Spieler aufgrund von Interviews als sehr intelligent eingestuft hätte, wurde ziemlich zerzaust. Wenn ein Spieler den Ball in die Wolken befördert, dann könne er einfach nicht kicken; so etwa war der Tenor in unserer Runde.

Ambiente

Unsere „Delegation“: Florian, Mario, Arnold, Christian und Franz. Mario ließ es sich nicht nehmen, erste Bilder mit unserem Neuzugang Boli Bolingoli zu machen (leider ist unser Mario ein Freund von Fotobearbeitungsprogrammen).

„Boli Bolingoli“

Tschechischen Namen gehören schon längst zu Wien, die türkischen sind im Begriff ihren Vorgängern zu folgen. Aber zu afrikanischen Namen haben wir leider so gar keine Bezugspunkte, sodass wir Schwierigkeiten haben, sie uns zu merken. Unser Neuzugang aus Belgien mit seinen prominenten Cousins hat so einen schwierigen Namen. Ich habe mir eine Eselsbrücke zurecht gelegt, denn ich merke mir einfach „Ball in Goal“ -> „Boli Bol-in-goli“. Und es würde uns gut tun, würde dieser Merksatz nicht nur ein Satz bleiben, sondern sich möglichst oft bewahrheiten.

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Hinweise

  • Die Bilder sind ab sofort alle im OneDrive abgelegt und man kann sie in Originalgröße downloaden.
  • Die Tagebuch-Seite hat ein neues Layout bekommen. Leider funktioniert die Handy-Version noch nicht zufriedenstellen.
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Termine Saison 2017/18

Bei den Spielen ohne Zeitangabe kann sich der Spieltag noch ändern.

2017-06-24 18:00 A Test Traiskirchen (Traiskirchen)
2017-07-01 17:00 A Test Celtic (Amstetten)
2017-07-09 17:30 H Test AS Monaco
2017-07-15 A Cup offen (Auslosung 27.6.) 1. Runde
2017-07-22 16:00 H Liga Mattersburg 1. Runde
2017-07-29 16:00 A Liga St.Pölten 2. Runde
2017-08-06 16:30 H Liga Austria 3. Runde
2017-08-12 A Liga Admira 4. Runde
2017-08-19 H Liga Sturm 5. Runde
2017-08-26 H Liga LASK 6. Runde
2017-09-09 A Liga RB 7. Runde
2017-09-16 A Liga Altach 8. Runde
2017-09-19 Cup offen 2. Runde
2017-09-23 H Liga WAC 9. Runde
2017-09-30 A Liga Mattersburg 10. Runde
2017-10-14 H Liga St.Pölten 11. Runde
2017-10-21 A Liga Austria 12. Runde
2017-10-24 Cup offen Achtelfinale
2017-10-28 H Liga Admira 13. Runde
2017-11-04 A Liga Sturm 14. Runde
2017-11-18 A Liga LASK 15. Runde
2017-11-25 H Liga RB 16. Runde
2017-11-28 H Liga Altach 17. Runde
2017-12-02 A Liga WAC 18. Runde
2017-12-09 H Liga Mattersburg 19. Runde
2017-12-16 A Liga St.Pölten 20. Runde
2018-02-03 H Liga Austria 21. Runde
2018-02-10 A Liga Admira 22. Runde
2018-02-17 H Liga Sturm 23. Runde
2018-02-24 H Liga LASK 24. Runde
2018-02-27 Cup offen Viertelfinale
2018-03-03 A Liga RB 25. Runde
2018-03-10 A Liga Altach 26. Runde
2018-03-17 H Liga WAC 27. Runde
2018-03-31 A Liga Mattersburg 28. Runde
2018-04-07 H Liga St.Pölten 29. Runde
2018-04-14 A Liga Austria 30. Runde
2018-04-17 Cup offen Halbfinale
2018-04-21 H Liga Admira 31. Runde
2018-04-28 A Liga Sturm 32. Runde
2018-05-01 A Cup offen Finale
2018-05-05 A Liga LASK 33. Runde
2018-05-08 H Liga RB 34. Runde
2018-05-13 H Liga Altach 35. Runde
2018-05-20 A Liga WAC 36. Runde

Du kannst Dir diese Termine am PC in einem Kalenderprogramm (zum Beispiel Google oder Outlook.com) abonnieren und aus das Handy synchronisieren. Es sind dann auch alle anderen Rapid-Termine, wie zum Beispiel Tag der offenen Tür oder Stammtische enthalten. Verwende als Importadresse: http://www.ewkil.at/kalender.aspx?out=ics

Wenn Du Dir einfach eine Tabelle downloaden willst, verwende http://www.ewkil.at/kalender.aspx?out=htm

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Mitgliedertreffen

Die Mitgliederversammlung wurde von W24 aufgezeichnet; wir werden also eine Zusammenfassung in der kommenden Rapid-Viertelstunde sehen können.

Zuspruch

Etwa 500 Mitglieder nahmen an der Mitgliederversammlung teil, etwa 5000 haben bisher ihr Abo verlängert. Und es ist nur mehr bis 28. Juni Zeit, das Abo zu verlängern. Die wichtigste Botschaft scheint mir daher der Appell, dass sich möglichst alle das Abo verlängern sollen, weil die bisherigen Abozahlen auch die Grundlage für den Budget-Entwurf für die kommende Saison sind.

Gremien

Eingangs wurden der Ethikrat (von Michael Hatz), der Beirat (von Sabine Karl und Paul Österreicher) und das Kuratorium (von Dr. Erich Haider) vorgestellt.

Interessant war eine Passage aus dem Vortrag von Michael Hatz, die sich auf die Sprachkultur im Stadion bezog. Michael hat das sehr treffend formuliert; leider habe ich mir den genauen Wortlaut nicht gemerkt; sinngemäß meinte er, dass aus dem Zusammenhang der Stadionumgebung gerissene Slogans wie „Sohn eine Hure“ natürlich ein No-Go wären, sie aber innerhalb des Stadions nicht diesen gesellschaftlichen Stellenwert haben.

Michael ging auch auf die rasche Reaktion der Vereinsführung auf die Sprechchöre beim kleinen Wiener Derby ein. Es ist mein Eindruck, dass die von den Maßnahmen Betroffenen keine klassischen „Antisemiten“ sind – genau so die Sprechchöre im Stadion ihre Slogans im Alltag so nicht ausdrücken würden – und dass es viel besser wäre, anstelle dieser Stadionverbote ihnen ein kleines Seminar zu verordnen, wo ihnen die Tragweite ihrer skandierten Texte bewusst wird. Genauer steht das im Tagebucheintrag zum kleinen Wiener Derby „Offenbarungen zur hiesigen Seele“.

Rückblicke

Steffen Hofmann, Michael Krammet, Christoph Peschek und Fredy Bickel blickten auf die vergangene Saison zurück; jeder aus seiner Sicht und das durchaus auch kritisch.

Fragen der Mitglieder

Dass man die Fragen bereits im Vorfeld an das Präsidium richten musste, hat den Ablauf gut strukturiert und beschleunigt. Einige Fragen waren mit Informationen aus der Gerüchteküche angereichert und diese wurden vom Präsidium auch als solche zurückgewiesen. Alle Fragen findet Ihr in der Bildersammlung, einige Highlights werden im folgenden Text herausgegriffen:

Finanzielle Situation

Trotz der kostspieligen Trainerwechsel und trotz des Ausfalls der internationalen Spiele im kommenden Herbst wird das laufende Finanzjahr mit einem Gewinn abgeschlossen und wird auch das kommende Jahr mit einem Budget von 30 Millionen veranschlagt. Das ist eine beachtliche Leistung, wir werden ja sehen, ob die Planungen halten werden; Sorge macht die bisher geringe Zahl der Aboverlängerungen.

Spielsystem

Eine Frage betraf das Spielsystem und ob man nicht in Zukunft ein anderes als das 4-2-3-1-System – zu dem man ja nach dem verunglückten und ziemlich sturen 3-5-2 zurückgekehrt ist – verwenden sollte. Die Frage und die Antwort des Trainers zeigten, dass wir die Spiele nicht ausreichend genau beobachten, denn bei den bisher 10 Pflichtspielen unter Gogo kamen gleich drei Systeme zur Anwendung, nämlich zusätzlich zum 4-2-3-1-System auch ein 4-1-4-1 und ein 4-4-2. Wir können also genau darauf hoffen, dass wir uns auch in der kommenden Saison besser auf den jeweiligen Gegner und auf die Möglichkeiten des eigenen Kaders werden einstellen können.

Zusätzliche internationale Spiele

Es wurde angeregt, an den zusätzlichen Spieltagen Testspiele mit anderen, ebenfalls spielfreien Mannschaften zu vereinbaren. Leider ist dieser Plan wegen der zu erwartenden hohen Kosten nicht durchführbar; andere Vereine würden die Reisestrapazen nicht auf sich nehmen. Stattdessen sind aber solche Spiele an den spielfreien Länderspielwochenenden geplant, die im Spielrhytmus liegen.

Kaderverkleinerung

Eine immer wiederkehrende Frage war die nach der Kaderverkleinerung. Und die Antwort des Sportdirektors lehrte uns, dass die oft salopp dahingesagte „Kündigung“ von Spielern so nicht funktioniert. Vielmehr werden den Spielern nach dem Abschluss des Trainingslagers ihre persönliches Perspektiven geschildert und die dann Betroffenen werden damit konfrontiert, dass sie damit rechnen müssen, keine Einsätze bei Spielen zu bekommen werden. Erst dieser „sanfte Druck“ kann die Spieler dazu bewegen, sich zu verändern. Es kann aber natürlich auch sein, dass die Spieler das sicher vorteilhafte Einkommen bei Rapid einem Wechsel vorziehenm auch wenn sie bei den Spielennur auf der Tribüne sitzen. Aber endgültig wird man das erst Ende August wissen.

Verletzungen

Man weiß aus Untersuchungen, dass häufige Trainerwechsel mit ein Grund zu mehr Verletzungen sind. Auch kann geringe Rotation für Verletzungen mitverantwortlich sein. Alles das haben wir ja in der vergangenen Saison im Übermaß konsumiert. Es ist interessant, die Rotationsfreude der einzelnen Trainer zu beobachten: (Anteil der Veränderungen in der Besetzung zwischen zwei Spielen.)

27% Barisic
24% Canadi
22% Djuricin
12% Büskens

Über die beiden Langzeitverletzten Ivan Mocinic und Philipp Schobesberger weiß man derzeit noch nichts, das wird sich erst in den nächsten Tagen nach Untersuchungen ergeben.

Stadionbeleuchtung

Es wurde angeregt, die Südseite des Stadions an Spieltagen – ähnlich wie bei der Allianz Arena – zu beleuchten. Der interessante Vorschlag wird geprüft!

Abo ohne Freifahrt

In unserem Abo ist auch in der kommenden Saison eine Freifahrt auf den Öffis inkludiert. Da es aber viele Besucher gibt, die ohnehin über eine Jahreskarte der Wiener Linien verfügen, wäre ein Abo ohne diese Freifahrt billiger. Es ist aber so, dass hier seitens der Wiener Linien nur eine Paketlösung akzeptiert wurde. Diese Lösung hat auch mit den Anrainer-Anliegen zu tun, denn diese befürchten, dass bei der Möglichkeit, auf die Freifahrt zu verzichten, noch mehr Autoreisende die Gegend um das Stadion verparken.

„Mitspracherecht“ der Ultras

Ein „Mitspracherecht“ irgendeiner Fangruppierung wurde vom Präsidenten entschieden zurückgewiesen, man würde mit allen Fangruppen in gleicher Weise in einem Dialog stehen.

In den Fragen aus dem Kreis der Mitglieder wird immer wieder gegen die Ultras polemisiert und es wird wenig darüber gesprochen, welchen großen Wert diese und andere stark vernetzte Gruppierungen für Rapid haben.

Ein wichtiger Grund ist folgender: ein einzelner Abonnent auf der Ost-Tribüne kommt und geht. Wenn gut gespielt wird, steigen die Zuschauerzahlen; heuer werden sie vermutlich geringer sein als in der vorigen Saison. Aber ein Mitglied der Ultras (oder eines anderen Fanklubs) hat zusätzlich auch das Motiv, „seine Leut“ zu treffen und das verbindet. „Ultras“ sind keine  Erfolgsfans; sie sind immer da. 

Als ich diese tolle Tätowierung gesehen habe, musste ich einfach „abdrücken“, denn sie symbolisiert die große Verbundenheit zur einer Gruppierung, so wie es viele andere solche „Gravuren“ mit dem Thema „Rapid“ gibt.

Terminkollisionen der Spiele von Rapid I und Rapid II

Man werde in Zukunft verstärkt darauf achten, dass die Spieltermine der beiden Mannschaften sind nicht überschneiden. Allerdings sind die kurzfristigen Terminansetzungen des ORF eine große Schwierigkeit. Beispiel: das letzte Auswärtsspiel gegen RB wurde als Sonntagsspiel eingeschätzt, landete aber schließlich am Samstag Nachmittag und verursachte dann diese unvorteilhafte Überschneidung.

Interessante Pyro-Lösung

Es blieb beim sonstigen Publikum nicht unbemerkt, dass es im Block in den letzten Monaten ziemliche Pyro-Spektakel gab, die ohne weiteren Kommentar seitens des Vereins über die Bühne gingen. Die Rauchschwaden waren viel dichter als jemals zuvor.

Eine Frage bezog sich daher auch auf kolportierte Strafzahlungen von 450.000,- Euro wegen Pyro-Vergehen. Diese Zahlern seien komplett überzogen; genaue Zahlen dazu wird es in kommenden Jahresbericht geben.

Es gibt nämlich eine Vereinbarung mit der MA-36 (ziemlich sperriger Titel: „Technische Gewerbeangelegenheiten, behördliche Elektro- und Gesangsangelegenheiten, Feuerpolizei und Veranstaltungswesen“), dass in einer eigens gekennzeichneten Zone des Blocks Pyrotechnik straffrei eingesetzt werden darf. Das erklärt nun auch, warum die verschiedenen „Einnebelungen“ praktisch kommentarlos, eventuell mit einer Spielunterbrechnung, stattfinden. (Anders als bei bei Auswärtsspielen, wo es eben eine „MA-36“ nicht gibt.)

Bild vom Spiel Rapid-St. Pölten am 28. Mai 2017. Alle Bilder von diesem Spiel.

Hat es also früher einige Fackeln gegeben, die dann mit einer Strafe geahndet wurden, gibt es heute ein ganzes Feuerwerk und dieses ganz legal. Sehr unangenehm ist das nun wieder für den großen Rest des Stadions, der diesen Aktivitäten mit einem gewissen Unverständnis gegenüber steht.

Grün-White-Walk

Der Grün-White-Walk wird noch im Sommer im Bereich der Ost-Tribüne wieder errichtet werden.

Gedenktafel an der ehemaligen Pfarrwiese

Das Projekt, im Bereich der ehemaligen Pfarrwiese einen Gedenkstein  zu errichten, wird wieder aufgegriffen.

Solche „Steine“ sind etwas sehr Abstraktes. Da es hier aber um die frühere Beschaffenheit einer Gegend geht, wäre – nach meiner Ansicht – günstig, in diesem „Gedenkstein“ die frühere Anordnung der Pfarrwiese in Form eines Lageplans darzustellen. 

Trainerfrage

Dass für die kommende Spielzeit Gogo den Kandidaten mit Rapid-Vergangenheit wie Didi Kühbauer oder Andy Herzog vorgezogen wurde, ist für viele eingefleischte Rapid-Fans nicht verständlich. Fredy Bickel versicherte, dass alle Gespräche so geführt worden sind, dass diese Alternativen in keiner Weise verbaut sind.

Ticketbörse

Eine wichtige Neuerung für die kommende Saison ist eine Online-Ticketbörse, die es erstmals ermöglichen soll, dass man seinen Aboplatz bei Verhinderung anderen Fans zum Kauf anbieten kann.

Rapid Mobil

Ab sofort gibt es für Rapid-Mitglieder zu allen Paketen ohne Mehrpreis 1000 MB Downloadvolumen zusätzlich!

Tag der offenen Tür

Der Tag der offenen Tür wird am Samstag 8. Juli ab 15:00 vor dem Allianzstadion stattfinden, wie gewohnt mit Mannschaftspräsentation und Autogrammstunde für die Greenies.

Vorverkauf für das Monaco-Spiel

…startet am 22. Juni um 10:00 für Abonnenten. Wer noch nicht verlängert hat, kann bei der Verlängerung des Abos das Monaco-Spiel gleich mitbuchen.

GmbH oder AG?

Eine Frage betrifft die Umwandlung der GmbH in eine AG, die nach Meinung des Fragestellers dem Begriff des „Mitgliedervereins“ nicht gerecht wird. Die Antwort darauf wird bei der Hauptversammlung im November gegeben werden, wo die Pros und Kontras der beiden Modelle gegenübergestellt werden.

Neuer Athletiktrainer

Als erste personelle Veränderung wird bekanntgegeben, dass Rapid einen neuen Konditionstrainer hat. Anton „Toni“ Beretzki wird die Mannschaft fit halten, unterstützt durch den bewährten Alexander Steinbichler. Wie „heute“ berichtet, trainierte Anton bereits Herman Maier, Thomas Sykora und Stephan Eberharter und viele Fußballklubs, zuletzt die Mannschaft der Admira.

Finanzierung der Amateurmannschaften

Das aktuelle Konzept von Rapid ist, dass die Amateur- und Jugendmannschaften zu Gänze aus den Mitgliedsbeiträgen finanziert werden sollen. Das ist auch der Grund, warum es so wichtig ist, zu den derzeit 16.000 Mitgliedern möglichst viele neue Mitglieder zu gewinnen.

Der Mitgliederverein SK Rapid (repräsentiert durch das Präsidium) hat also die Aufgabe, den Nachwuchs des SK Rapid zu finanzieren. Die Rapid-GmbH (repräsentiert durch die beiden Geschäftsführer Wirtschaft und Sport) hat die alleinige Aufgabe, die Profimannschaft zu finanzieren. Im Klartest heißt das, dass die Nachwuchsmannschaften nicht mit Geldern aus dem Profibetrieb rechnen können.

Ganz logisch erscheint mir diese Konstruktion nicht.

Der Mitgliederverein verfügt nur über die Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgem der etwa 16.000 Mitglieder, darunter aber vielen Greenies, geschätzt also etwas über eine Million Euro pro Jahr. 

Wenn wir aber bedenken, dass Mitglieder bei den Abos zwischen 33 Euro (BlockWest) und 71 Euro (Kat A Vollpreis) Ermäßigung bekommen, dass sie 10% Nachlass bei den Fanartikeln bekommen und dass sie auch sonst Kosten verursachen, wie etwa die Mitgliederversammlungen oder auch die Herstellung und den Versand des Rapid-Magazins, meine ich, dass die Mitglieder ihren Mitgliedsbeitrag praktisch durch alle diese Gegenleistungen selbst verbrauchen, dass man also aus diesen Mitgliedsbeiträgen nichts wirklich finanzieren kann. Aus einer budgetären Gesamtsicht sind die 100 Euro Mitgliedsbeitrag gerade ausreichend, um die jeweiligen Gegenleistungen für das Mitglied zu finanzieren, mehr nicht.

Wenn daher die Mitgliedsbeiträge in voller Höhe beim Mitgliederverein verbleiben, aber die Mitglieder Rabatte aus dem Kauf von Leistungen der Rapid-GmbH erhalten und das für die Mitgliederverwaltung erforderliche Personal auf dem Bereich der Klubservice kommt, das wieder der GmbH untersteht, dann ist das eine Querfinanzierung. 

Die Ausbildungskosten der Nachwuchsmannschaften sind eine etwa konstante und gut kalkulierbare Größe.

Nachwuchsspieler, die in die Kampfmannschaft aufrücken, und bei positivem Karriereverlauf gewinnbringend weiterverkauft werden, steigern das Budget der GmbH. Aber finanziert wurde deren Ausbildung vom Mitgliederverein. Dieser wieder wird durch die GmbH subventioniert, weil sie den Mitgliedern Rabatte gewährt. 

Warum soll es nun so sein, dass die von Ausgaben entlasteten Mitgliedsbeiträge den damit nicht in Zusammenhang stehenden Bereich der Ausbildung finanzieren?

Meine „Theorie“ ist die, dass es eine gewisse Parallele zur Aktion „Licht ins Dunkel“ gibt. Es ist doch die Schuldigkeit der Gesellschaft, für die Finanzierung von Maßnahmen für die Schwächeren zu sorgen. Also müsste es eigentlich eine solche Spendenaktion gar nicht geben, denn wir sind eine reiche Gesellschaft. Um aber die Steuerlast nicht noch mehr zu erhöhen, wird in diesen emotionalen Veranstaltungen rund um die Weihnachtszeit an alle möglichen solidarischen Gefühle appelliert.

Und dieses Gefühl, dass jedes Mitglied für den „armen“ Nachwuchs eines eigentlich sehr reichen Vereins sorgt, ist ein Motiv, Mitglied zu werden, weil man den Eindruck hat, dass Rapid ein Verein ist, dessen Mitglieder die Nachwuchsarbeit des Vereins ganz allein „stemmen“. Wie wir aber gesehen haben, ist das wegen der Geldflüsse nicht wirklich der Fall. 

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Derzeit ist die Homepage tagebuch.ewkil.at in einer experimentellen Phase, weil nach einem geeigneten Thema gesucht wird und sich das Layout verändern kann und immer wieder kleine Fehler auftreten können.

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Die dritte w24-Fernsehsaison

Gunther Schmidek und sein Team begleiten Rapid bereits die dritte Saison und dokumentieren das Geschehen rund um die Spiele. Einen Ausschnitt aus dem Trailer, der jeder Sendung vorausgeht, zeigt folgendes Bild:

Das Verzeichnis aller 42 Ausgaben der Rapid-Viertelstunde der Saison 2016/17 mit direkten Links zu der jeweiligen Webseite zeigt die folgende Tabelle.

Nr Link Inhalt
124 2017-06-09 U15 gewinnt Turnier; Zuschauer-Magnet; Das neue Rapid-Abo; Best Of & Hoppalas; Allianz Legenden-Spiel;
123 2017-06-02 Stimmen Cup-Finale; Das neue Heimtrikot; Hofmann verlängert; Die Charity-Radtour; Robert Pelcl Wordrap; Der Rapidlauf;
122 2017-05-26 Marek bei Senf und Ketchup; Djuricin bleibt Rapid-Trainer; Der Gerhard Hanappi-Hof; Vorschau zum Rapidlauf; Drei besondere Wimpel; Stimmen von Cup-Finale;
121 2017-05-19 Die Zeman-Vitrine; Bei Zemans Familie 1; Special Needs Turnier; Nachwuchs-Turniere; Fredy Bickel Geburtstag; Bei Zemans Familie 2; Fan-Umfrage Hofmann;
120 2017-05-12 Diesmal schauen wir dem Videoanalysten des SK Rapid Maurizio Zoccola bei seiner Arbeit über die Schulter. Außerdem waren wir bei einer ganz besonderen Trainingseinheit für die Partner und Sponsoren des Rekordmeisters mit dabei.;
119 2017-05-05 Im Jahr des Panda; Rapid erhält Lizenz; Maximilian Hofmann verletzt; Kein Rasen-Tausch; Regionalliga-Derby; Kultwirt Josef Peschta;
118 2017-04-28 Rapid steht im Cup-Finale; Rapid sucht Staffel-Läufer; Anmeldung Tormanncamp; Aida ein Jahr verschoben; Stadiontour mit Inspiration;
117 2017-04-21 Rapid-Familie hilft Mandreko; Fan-Special mit Fan-Legende; Derby-Schätze Rapid-Archiv; Der Rapid Greenie-Tag 2017;
116 2017-04-14 Das neue Trainerduo; ÖFB-Cup gegen LASK; Special Needs Derby; Hilfe für Mandreko; Rapid im Club 2×11;
115 2017-04-07 Interview mit Damir Canadi; Zu Besuch im Rapid-Stüberl; Mit Michael Hatz in Penzing;
114 2017-03-31 Schicksalswoche für Rapid; Benefizspiel gegen die Vienna; Fanumfrage; Fredy Bickel im Interview; Schätze aus Rapid-Archiv;
113 2017-03-24 Peter Schöttel im Interview; Das Geheimnis der Rapid-Torte; Wiedersehen beim Benefizspiel; SK Rapid Special Needs Turnier; Rapid ist Superbrand; Peter Schöttel im Interview (Teil 2);
112 2017-03-17 Socialman mit Rapid-Beteiligung?; Sonnleitner Bundesligaspiele; Benefizspiel mit der Vienna fixiert; Die Käfigtour startet ins Frühjahr; Wie Rapid ein Leben verändert;
111 2017-03-10 Rapid lädt zum Stammtisch; Anmeldung zum Rapidlauf; Ergebnis Stadion-Voting; Krone Hallen Cup; Interview Philipp Schobesberger;
110 2017-03-03 Stadion-Radio für Sehbehinderte; Erstes Mannschaftsfoto unter Canadi; Rapid-Grüße an Vizeweltmeister; Nominierung Allianz Stadion; Anmeldung zu Jugendcamps; Peter Linden im Interview;
109 2017-02-24 Tobias Knoflach im WordRap; Hofmann Rapideum-Führung; Schätze aus dem Rapid-Archiv; Interview mit Andreas Dober;
108 2017-02-17 Vorschau: Das erste Heimspiel 2017 (Harry Gartler, Christoph Peschek); Rapid-Spieler verteilen Rosen; Rapid empfängt Partner & Sponsoren; Sportminister Doskozil im Interview;
107 2017-02-10 Das Wiener Derby; Jetzt erst recht!; Der SK Rapid unterstützt die Vienna; Fußballkongress im Allianz Stadion; Rapid stellt eigene Startseite vor; Dietmar Kühbauer im Interview (Gunther Schmidek);
106 2016-12-23 Erste Weihnachtsfeier im Allianz Stadion; Mannequin Challenge mit Sängerknaben; Goldenes Verdienstzeichen für Werner Kuhn;
105 2016-12-16 Fredy Bickel ist neuer Sportdirektor; Fans sammeln für guten Zweck;Hofmann-Kirchenbild im Stadion; Auszahlung an Rapid-Investoren; Autogrammalbum fürs Rapideum;
104 2016-12-09 Rekordmeisterbar mit Raimund Crammer, Thomas Cerny, Pamela Kurzewski, Christoph Peschek, Damir Canadi, Steffen Hofmann, Michael Hatz, Branko Milanovic, Herbert Feurer, Laurin Rosenberg, Markus Lenzenhofer, Marco Doniotti, Niklas Belihart, Raphael Landthaler, Werner Kuhn und Paul Österreicher.;
103 2016-12-02 Große Ziele, neue Pläne; Rapid Mobil Handytarif; Fanshop St. Pölten;Hofmann in der Gruft;
102 2016-11-25 Rapid-Spieler überraschen Fans (Steffen Hofmann, Louis Schaub); Grün-Weiß unterm Hakenkreuz; Im Gespräch mit Helge Payer;
101 2016-11-18 Rapid unter Erfolgsdruck; Geschäftsbericht 2015/16; Staatspreis für Stadion-PR; Wrestler bei Käfigtour; Damir Canadi im Interview;
100 2016-11-11 100 Mal Rapid VST auf W24; Christoph Peschek zu Gast;
99 2016-11-04 Rapid II-Debut im Allianz Stadion; Isländer-Treffen; Traustason-Wordrap; Rapid-Training mit Führungskräften;
98 2016-10-28 Samsung-Cup: Rapid ist weiter; Strabag: Abschied aus Hütteldorf; Veli Kavlak auf der grünen Couch;
97 2016-10-21 Ultraschall: So tickt das Rapid-Herz; Bezirksblatt ehrt Special Needs Team; Radatz neuer Teampartner von Rapid; Erste Erfolgsbilanz für das Rapideum; Teamarzt Thomas Balzer im Interview; Rapid Youngster Szanto im Wordrap;
96 2016-10-14 Was den Rapid-Fans schmeckt; Grüner Strom in Hütteldorf; Schaub Nationalteam-Debüt; Louis Schaub im Interview;
95 2016-10-07 Der Fanclub Rapid-Seidls on Tour; Rapideum-Ansturm in der Nacht; Rapid bei der Wiener Sportsgala; Richard Strebinger im Interview; Rapid-Coach Mike Büskens beatwortet Fanfrage;
94 2016-09-30 Neuer Partner Magma Glasdesign; Neue Spieler und ihre Autogrammkarten;Greenie-Tag am 15. Oktober; Rapid-Profilfoto; Interview Andreas Müller;
93 2016-09-23 Rapid-Besprechungszimmer; Rapid auf Stammtischtour im Burgenland (Christian Keglevits, Kurt Garger, Andy Kamper, Petra Gregorits); Ehrungen U16 und Special Needs Team; Lange Nach der Museen im Rapideum; Paul Österreicher und die Mitgliedschaft; Der Rapid-Trainer beantwortet Fanfragen (Mike Büskens);
92 2016-09-16 Carsten Jancker im Interview; Rapid Zuschauermagnet; Concierge Stadion-Führung; Das neue Mannschaftsfoto;
91 2016-09-09 Rapid-Coach Mike Büskens im Würstelbuden-Talk (Thomas Netopilik); Stürmerhoffnung Giorgi Kvilitaia Beim Team-Training; U4 fährt wieder durch; Mädchen-Power beim grün-weißen Jugendcamp;
90 2016-09-02 Rapid-Charity-Golfturnier (Christoph Marek, Steffen Hofmann, Wolfgang Frey, Thomas Schrammel, Herbert Feurer, Josef Kamper, lyoness); Aktionen in den Fanshops (Matej Jelic); Josef Hickersberger im Interview; Golf-Unterricht für Andy Marek;
89 2016-08-26 Vorbereitung Europa League (Peter Klinglmüller, Roman Lorenz, Harry Gartler); Rapid-Nachwuchs gegen Györ (Willi Schuldes); Neue Mitglieder-Offensive (Michael Krammer, Stefan Kjaer, Christoph Peschek); Vereint unter dem Wappen (Michael Krammer);
88 2016-08-19 Die grün-weiße Stadionführung (Thorsten Leitgeb); Jahreskarte ersetzt Rapid-Marie; LG ist neuer Rapid-Partner; Anmeldung zur Tormannakademie; Rapid-Pressechef im Interview (Peter Klinglmüller);
87 2016-08-12 Die erste Rapid-Taufe; Alles über den Rasen; Drohne über Stadion;
86 2016-08-05 Reaktionen Europa League; Vorschau auf Wiener Derby; Whiskey für den Meistertitel; Tafel für Rapid Investoren; Saisonstart für Rapid II;
85 2016-07-29 Mit Rapid rund um die Welt; Rapid wird immer beliebter; Hofmann OP ist gelungen; Eine Tribüne für Rapid II; Ein Rapid-Fan auf Reisen; Schößwendter im Wordrap;
84 2016-07-22 Eröffnung Allianz Stadion; Das ultimative Fanfoto; Rapid stellt Spieler vor; Grünen Strom tanken; Das ist die Rapid-Kapelle;
83 2016-07-15 Allianz-Stadion Preopening; Mit den Öffis zum Stadion; Generalprobe VIP-Bereich;
82 2016-07-08 Neue Saison, neue Gesichter; Stadion-Eröffnungsreigen; Andys Stadion-Rundgang; Wordrap mit Jan Novota;
  • Wenn Du Dir diese Folgen offline am Video-Player anschauen möchtest, schreibe an franz{at}ewkil.at. Du brauchst eine DVD oder eine SD-Karte.
  • Die Bildrechte an den Spielen der ersten Mannschaft hat Rapid nicht. Aber könnte man nicht zumindest die Kurzzusammenfassungen des ORF in einem Archiv dokumentieren und zum Beispiel für Rapid-Mitglieder zugänglich machen?
  • Könnte man nicht die Spiele von Rapid II regelmäßiger in die Sendungen mit aufnehmen; eventuell in Zusammenarbeit mit ligaportal.at?
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Rekordmeister

Alle Jahre wieder werden aus dem Umfeld der Wiener Austria Ansprüche auf das Attribut „Rekordmeister“ vorgebracht. Auch heuer wurden wieder einschlägige Postings gesichtet.

Historische Realität

Beide Vereine, Austria und Rapid, verfolgen ihre Geschichte bis etwa um 1900 zurück. In diesem Zeitraum kamen mehrere Liga-Konstrukte zur Anwendung, die sowohl das politische System und auch die sportliche Realität der jeweiligen Epoche wiederspiegeln.

Wenn also eine Mannschaft seit 1899 oder 1911 am fußballerischen Wettbewerb teilgenommen hat, dann muss sie auch zu den Leistungen in allen diesen Epochen stehen, egal, wie die jeweilige Liga geheißen hat oder ob einem das damalige politische System gefallen hat oder nicht.

Die Wiener Austria war ebenso wie Rapid seit 1911 Teil der Liga und man feierte in all diesen Jahren einen Titel ähnlich euphorisch wie heute. Die Bedeutung dieser – damals – Wiener Meisterschaft war in der öffentlichen Wahrnehmung ebenso wie die der heutigen Bundesliga. Davon kann man sich in den Zeitschriften- und Bildarchiven überzeugen.

Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass der damalige Wettbewerb Mannschaften aus den Bundesländern benachteiligt hätte (wie noch gezeigt werden wird), jedenfalls hat der Meistertitel damals wie heute zur Teilnahme am internationalen Wettbewerb, dem Mitropacup berechtigt, den die Austria auch zwei Mal gewonnen hat.

Jeder, der damals in der höchsten Spielklasse beteiligten Vereine unterlagen einem ähnlichen Wettbewerb mit einer ähnlich hohen Beteiligung des Publikums, wie die durchschnittlichen Zuschauerzahlen zeigen. Und jeder dieser Vereine hatte alljährlich die Gelegenheit, seine Sammlung an Meistertiteln zu bereichern – auch die Austria.

Natürlich war Fußball damals anders als er es heute ist aber es war damals Rapid, das es besser verstanden hat, die besten Spieler für sich zu gewinnen und dann auch mehr Meistertitel zu erringen. Nicht zu Unrecht steht jener Mann vor dem Rapid-Stadion, der für Rapid das organisatorische Meisterstück erbracht hat: Dionys Schönecker.

Warum es Rapid in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts weniger gut gelungen ist, Titel zu erringen, das wäre eine eigene Studie wert. Ich habe dazu in den letzten Jahren aus Indizien eine eigene Vorstellung entwickelt aber das hier darzulegen würde zu weit führen; außerdem würde man zur Absicherung die Expertise eines Fußballhistorikers benötigen.

Die bisherige Titelbilanz ist folgende (und auch das Titelbild versucht das darzustellen):

Austria Rapid
Meister 24 32
Sterne 2 3
Cupsieger 27 14
Supercupsieger 6 3
Titel 57 49

Gemessen an der Zahl der errungenen Titel ist die Austria klarer Führender. Da aber in der „Sterne-Wertung“ ausschließlich der Meistertitel berücksichtigt wird, ist in dieser Disziplin Rapid voran.

Warum sich die „Sterne-Wertung“ auf den Meistertitel und nicht auf Cuptitel bezieht, liegt am bedeutend größeren Aufwand für den Meistertitel, denn für einen Cuptitel reichen heute sechs gewonnene Spiele, für den Meistertitel sind aber 36 Spiele und höchste Punktezahl erforderlich.

Dementsprechend wurden in der Grafik diese Sterne für die jeweiligen Titel auch verschieden groß, entsprechend ihrer unterschiedlichen Bedeutung, dargestellt.

Keine Mannschaften aus den Bundesländern

Der Anspruch der Austria wird daraus abgeleitet, dass es vor 1949 keine gesamt-österreichische Liga gegeben hätte und man daher die Meistertitel bis zu diesem Zeitpunkt nicht zählen dürften.

Wenn etwa Sturm Graz, Salzburg oder der LASK diese Argumentation verfolgen würden, wäre das noch irgendwie nachvollziehbar; warum aber der Anhang eines Vereins sich für die Aberkennung seiner eigenen Vergangenheit ausspricht, zeigt von einem eigenartigen Traditionsbewusstsein.

Auf den Zeitraum kommt es an

Anzahl der Titel (Meister oder/und Cup) hängt davon ab, welchen Zeitraum man veranschlagt. Es gibt Zeiten, die den einen oder den anderen Verein vorne sehen.

Die derzeitige Situation ist so, dass weder die Austria noch Rapid in der Lage sind, das nötige Kapital aufzustellen, um dem „Besitzer des Zaubertranks“ Paroli zu bieten. Würde man etwa jenen Zeitraum betrachten, den ich selbst miterlebt habe, dann ergäbe sich folgendes Bild (letzte 18 Saisonen):

2016/17 Salzburg
2015/16 Salzburg
2014/15 Salzburg
2013/14 Salzburg
2012/13 Austria
2011/12 Salzburg
2010/11 Sturm
2009/10 Salzburg
2008/09 Salzburg
2007/08 Rapid
2006/07 Salzburg
2005/06 Austria
2004/05 Rapid
2003/04 GAK
2002/03 Austria
2001/02 Tirol
2000/01 Tirol
1999/00 Tirol

Nur in fünf Saisonen sind Wiener Vereine Meister geworden, d.h. heute sind die Bundesländer-Meister gegenüber den Wienern klar voran. Aber das war nicht immer so, denn es begann genau umgekehrt.

Eine Zeitreise

Die Kritiker der Zählung der Meistertitel führen an, dass in der Zeit bis 1949 in der Meisterschaft der höchsten Spielklasse nur Vereine aus Wien beteiligt waren.

Aber das ist genau so, wie wenn sich jemand darüber erregt, dass bei den österreichischen Schi-Meisterschaften nur Teilnehmer aus den westlichen Bundesländer vertreten sind, nicht aber aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland.

Was im Fall der Schifahrer keiner weiteren Begründung bedarf, muss man im Falle des Fußballs mit einer Zeitreise erklären. Es geht nämlich nicht um den Fußball von heute, denn wie der funktioniert, ist uns klar, sondern es geht um die Zeit der Anfänge des Fußballs.

Fußball fand seinen Ausgangspunkt in den Ballungsräumen großer Städte, etwa der Midlands, von London, des Ruhrgebiets und eben auch Wien.  Dass es heute durchaus auch konkurrenzfähige Fußballvereine in ländlichen Gebieten gibt, liegt an den heutigen Finanzierungsformen und an der allgemeinen Mobilität. Dadurch werden Hoffenheim, Leicester City und Altach möglich.

Aber das alles hat es um 1900 nicht gegeben. Fußball war damals in Österreich eine Angelegenheit der großen Städte Wien, Prag und Budapest. In diesen Sozio-Biotopen konnten sich die besten Spieler herausbilden, vor allem gab es auch die Bevölkerungsschichten (vielleicht vergleichbar mit den brasilianischen Favelas), die ihrer oft tristen Situation auf dem Umweg über den Sport zu entkommen suchten. Dass man eine Mannschaft – wie heute – kaufen und in ländlichem Gebiet „betreiben“ kann, das war damals kein Thema, denn Einnahmen aus den Eintrittsgeldern waren nur in Großstädten ausreichend gegeben.

Natürlich spielte man auch „am Land“ Fußball, aber da die dortigen Spieler nicht die heutige Beweglichkeit hatten, verfügte man dort nur über Spieler „aus der Gegend“ und gegenüber dem Spielerreservoir des kulturellen Schmelztiegels „Wien“ war man damit in keiner Weise konkurrenzfähig.

Daher war es für den damaligen Verband im Jahr 1911 keine besondere Frage, die „Erste-Klasse Niederösterreich“ zur höchsten Spielklasse zu erklären. Daneben gab es noch die „Erste Klasse“ von Böhmen, von Mähren – Schlesien und Polen. In der Saison 1912/13 gab es daher gleichzeitig die vier Meister: Rapid, DFC Prag, DSV Troppau und Cracovia Krakau. Wie diese Meister vom damaligen Trainer des österreichischen Nationalteams bewertet wurden, können wir an den Aufstellungen ablesen (siehe Kapitel „Die Rolle des ÖFB“).

Meisterschaften in Österreich

1911 - 1949  Meister des WFV/NFV (Erste Klasse, 1. Liga, Nationalliga)
1938 - 1945  Gauliga
1949 - 1974  Staatsliga
1974 - heute Bundesliga

In der Anfangszeit des Fußballs waren Mannschaften aus den heutigen Bundesländern kein Thema, zu groß war der Leistungsunterschied. In den Kriegsjahren der Gauliga gab es Versuche, Vereine aus den Bundesländern in der Liga aufzunehmen aber diese sind nach einer Saison wieder ausgeschieden. [1940/41 LASK, 1941/42 Sturm, 1942/43 Reichsbahn, 1942 Sturm].

1949 wurde mit der Staatsliga eine gesamtösterreichische Meisterschaft gegründet. In den ersten Jahren der Staatsliga belegten Bundesländervereine die hinteren Ränge der Tabelle, und es hat 15 Jahre gedauert, bis ein Verein aus den Bundesländern – der LASK – 1965 erstmals österreichischer Meister wurde. Zwischen 1950 und 1965 spielten die Teams aus den Bundesländern eine untergeordnete Rolle.

Gibt es Bundesländervergleiche?

Es gibt nicht viele historische Teilbereiche, die so klar dokumentiert sind wie der Fußballsport. Das ist besonders einzelnen Autoren zu danken wie zum Beispiel Roland Holzinger, dem Verfassern der Rapid-Chronik. Mit seinen Daten können wir rekonstruieren, wie die Leistungsverhältnisse in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren.

Die Bewerbspiele sind uns ohnehin bekannt und sie betreffen praktisch nur Begegnungen zwischen Wiener Vereinen. Aber es gab darüber hinaus auch freundschaftliche Begegnungen mit Mannschaften aus den Bundesländern und wir können diese Spiele im Nachhinein analysieren.

Bilanz aus der Sicht von Rapid

Ausgewertet*) wurden 1209 Spiele aus der Rapid-Chronik zwischen 1911 und 1949, die keine Bewerbspiele waren. Davon waren 645 internationale Spiele und 564 nationale Spiele. Die nationalen Spiele wurden unterteilt in solche gegen Wiener Vereine (465) und gegen Vereine aus den Bundesländern (99).

*) Diese Daten verdanke ich der Zusammenarbeit mit Domenico Jacono, der mich 2014 gebeten hatte eine solche Testspielbilanz zu erstellen. Die komplette Dokumentation dieser Auswertung steht für Interessenten zur Verfügung.

Spiele   S   U   N Bundesland
   465 322  58  85 Wien
    99  90   3   6 Bundesländer

Rapid gegen Wiener Vereine

Von 465 dieser Nicht-Bewerbspiele gegen Wiener Vereine hat Rapid 69% gewonnen und 82% nicht verloren, das zeigt etwa die Kräfteverhältnisse in Wien.

Aber von 99 Spielen gegen Bundesländer-Vereine hat Rapid 91% gewonnen und 94% nicht verloren.

Aus diesen Zahlen lässt sich die eklatante Überlegenheit des Wiener Fußballs gegenüber dem Bundesländer-Fußball gut ablesen. (Wahrscheinlich führen Auswertungen von Spielen der anderen Wiener Vereine zu ganz ähnlichen Ergebnissen.)

Die Festlegung der Wiener (Niederösterreichischen) Meisterschaft als höchste österreichische Leistungsklasse war in den Anfängen des Fußballs nicht infrage gestellt; auch nicht von damals in den Bundesländern spielenden Klubs.

Es mutet daher sonderbar an, dass ein Verein, der ebenfalls seit dem Beginn der österreichischen Ligageschichte die Zeit bis 1949 als „irrelevant“ infrage stellt. Denn die Austria feierte in diesen Jahren immerhin zwei angesehene Mitropacuptitel. Wie hätte sie diese denn erwerben können, wenn sie nicht Teil der höchsten Spielklasse in Österreich gewesen wäre?

Historische Gerechtigkeit

Wir können einen historischen Sachverhalt zwar aus der heutigen Sicht bewerten und können und sollen daraus lernen, aber um den damals handelnden Personen gerecht zu werden, muss man die historische Situation aus den damals herrschenden Umständen bewerten und nicht nach den Möglichkeiten und Maßstäben von heute.

Wir können nicht das heutige Ligensystem, das als Produkt eines jahrzehntelangen Prozesses entstanden ist, auf die Zeit um 1900 anwenden, weil das damals nicht bekannt war. Die damalige Realität war „Fußball als eine rein Wiener Angelegenheit“, so wie Schifahren etwas für die gebirgige Gegenden ist.

Wenn also um 1911 die höchste Spielklasse eine rein Wiener Angelegenheit war, dann war das damals nicht ungerecht gegenüber Bundesländervereinen, sondern lediglich ein Abbild der damaligen fußballerischen Landschaft.

Die Rolle des ÖFB

Der ÖFB besteht seit 1904 und bezeichnet alle bisher 757 internationalen Begegnungen seit 1902 als Spiele der „Österreichischen Nationalmannschaft“. Diese Länderspiele werden in allen bedeutenden internationalen Fußballdatenbanken als Bewerbspiele der österreichischen Nationalmannschaft angeführt.

In allen diesen Spielen des ÖFB kamen immer die besten Spieler zum Einsatz, die der jeweilige Trainer aufstellen konnte. Und hätte es damals, 1902 oder in den Jahrzehnten danach, relevante Spieler aus den Bundesländern gegeben, die das Nationalteam hätten verstärken können, hätte sie ein verantwortungsbewusster Trainer auch eingesetzt. Und wenn es möglich war, tat er das auch, wie man den Mannschaftsaufstellungen entnehmen kann.

Der ÖFB trug sein erstes Spiel*) am Sonntag, 12, Oktober 1902 gegen Ungarn aus und gewann 5:0. Die Aufstellung war: Nauss (WAC); Eipeldauer (Vienna), Wachuda (WAC), Hüttl (Cricketer), Blässy (Graphia), Mössmer (DJM Währing), Wiesner (W1898), Huber (WAC), Schrammel (WAC), Studnicka (WAC), Taurer (WAC)

*) Den ÖFB gab es 1902 noch gar nicht aber er hat diese ersten Länderspiele bis 1904 „adoptiert“.

Man sieht an der Aufstellung, dass ausschließlich Spieler von Wiener Vereinen berücksichtigt worden sind, aber keine Spieler aus den Bundesländern.

Man sieht weiters, dass noch kein Rapid-Spieler aufgeboten wurde; zu schwach waren damals die noch in rot-blau spielenden Rapidler (grün-weiß wurden sie erst 1906). Dagegen wurde bereits ein Cricketer aufgeboten. Die Cricketer waren die Vorläufer der späteren Amateure (ab 1927 Austria).

Einige Jahre später, im ersten Meisterschaftsjahr, bestritt der ÖFB am 9. Oktober 1911 in Dresden das 22. Spiel gegen Deutschland 1:1 mit folgender Aufstellung: Müller (Sportklub); Popovich (Amateure), Tekusch F. (WAF), Cimera (DFCPrag), Swatosch (Simmering), Tekusch K. (WAF), Kohn (WAF), Schmieger (Sportklub), Schwarz (Vienna), Neumann (WAC), Spindler (Teplitz).

Mit diesem Beispiel möchte ich zeigen, dass es keineswegs ein Transportproblem gewesen sein kann, Spieler aus den Bundesländern nicht zu berücksichtigen, denn bei diesem Spiel wurden sogar Spieler aus Teplitz und Prag (aus dem heutigen Tschechien) in den Kader geholt. Das war möglich, weil das heutige Tschechien damals zur österreichischen Reichshälfte gezählt wurde. Hätte es also relevante Spieler aus den heute österreichischen Bundesländern gegeben, der Trainer hätte sie sicher zum Einsatz gebracht – aber es gab sie nicht. Gleichzeitig sieht man auch die Einschätzung der Spielstärke der Ligen mit Wien als Schwergewicht.

Abschließend möchte ich noch ein legendäres Spiel aus der Zeit des Wunderteams erwähnen, das in Berlin gegen Deutschland am 24.5.1931 6:0 gewonnen wurde. Die salomonische Aufstellung zeigt, dass Hugo Meisl je zwei Spieler der damals führenden Wiener Vereine eingesetzt hat: Hiden (WAC); Schramseis (Rapid), Blum (Vienna), Braun (WAC), Smistik (Rapid), Gall (Austria), Zischek (Wacker), Gschweidl (Vienna), Sindelar (Austria), Schall (Admira), Vogl (Admira).

Die damalige Wiener Meisterschaft war unzweifelhaft die höchste Spielklasse und daher war der damalige Meister auch gleichzeitig österreichischer Meister. Und die Auswahl der Spieler des Nationalteams bestätigen diese Dominanz der Wiener Klubs.

Solange der ÖFB seine Spiele über diesem Zeitraum seit 1900 zählt, sind auch die Meisterschaften in diesem Zeitraum der Selektionmechanismus zur Auswahl der besten Spieler und diese Spieler stammen alle aus dem Bereich der Wiener Vereine.

Spielerherkunft in der Nationalmannschaft

Den Abschluss bildet eine Auswertung der Herkunft der in der Nationalmannschaft eingesetzten Spieler. Dazu wurden etwa 740 Spiele der österreichischen Nationalmannschaft ausgewertet.

„Blau“ ist der Anteil der Spieler von österreichischen Vereinen und „gelb“ der Anteil der Legionäre. („blau“ + „gelb“ = 100%.) Der Legionärsanteil in den ersten Jahren kommt von Spielern aus dem damaligen Kronland Tschechien. Damals war das Inland, da es aber um das heutige Österreich geht, wurden diese Spieler in diesem Diagramm als „Legionäre“ gewertet.

Die Spieler von österreichischen Vereinen wurden unterteilt in Spieler von Wiener Vereinen („rot“) und Spieler aus den Bundesländern („grau“). Österreich („blau“) = Wien („rot“) + Bundesländer („grau“).

Man sieht, dass bis 1949 praktisch keine Spieler aus den Bundesländern nominiert worden sind.

Dass die Teamchefs zum Beispiel aus rein praktischen Gründen (Anreise) ausschließlich Wiener Spieler gewählt hätten, trifft nicht zu, denn bereits in der Monarchie hat man die Österreichische Nationalmannschaft durch Spieler aus Böhmen verstärkt. Hätte es also entsprechend auffällige Spieler aus den österreichischen Bundesländern gegeben, hätte ein Hugo Meisl das sicher nicht übersehen.

Diese Analyse der Nominierungen in die österreichische Nationalmannschaft zeigt, dass die ersten 50 Jahren des österreichischen Fußballs, von den Wiener Vereinen dominiert wurden und dass der Meister der Wiener Meisterschaft sich zurecht auch als österreichischer Meister nennen kann.

Die Auswertung der Vereinszugehörigkeit der Spieler der Nationalmannschaft zeigt auch, dass in den letzten Jahren die Bedeutung der „Legionäre“ stark zugenommen hat und Spieler aus der österreichischen Bundesliga nur mehr eine geringe Rolle spielen.

Ausblick

Es ist schon schwierig genug, die Vergangenheit zu beschreiben, dann erst die Zukunft; noch dazu in einem so durch Zufälle dominierten Gebiet wie es der Fußball eben ist.

In der folgenden Grafik sieht man die 11 Meistertitel von Rapid (*) und die 18 der Austria (#) in den letzten 50 Jahren:

 *###*  **##     # ####**###**  ###  *      # *# * 
 |....:....|....:....|....:....|....:....|....:....|
 1960      1970      1980      1990      2000      2010

Für das rekord-gewohnte Rapid ist das ein mageres Ergebnis, verglichen mit den 22 Meistertiteln in den 50 Jahren davor.

Ich vermute als Grund für diese Schwäche von Rapid in den letzten Jahrzehnten ein zu starren Festhalten an den in früheren Jahrzehnten so erfolgreichen Strukturen; einen verspäteten Lernprozess, den unser Stadtrivale besser bewältigt hat.

Was passiert also, wenn dieser Trend so weitergeht?

Wenn dieser Trend anhält, würden beide Wiener Mannschaften bei der 150-Jahr-Feier von Rapid im Jahr 2049 je 42 Meistertitel haben. (So wie vor einigen Jahren Manchester den bisherigen Rekordhalter Liverpool eingeholt hat.)

Aber Trends müssen sich nicht in dieser Form ergeben, es ist ja nicht verboten, den Prognosen entgegen zu wirken.

Wir können daher trotz der Pannen der abgelaufenen Saison zuversichtlich sein, dass unser Präsidium durch die witschaftlichen und organisatorischen Maßnahmen die Wettbewerbsfähigkeit von Rapid so weit steigern konnte, dass eben jetzt die Zeit reif für eine Trendwende ist, der „Rekordmeister“ nicht verloren gehen wird und das Zuckerwasser-Imperium letztlich zu einer Episode im der österreichischen Fußballgeschichte verblassen wird.

Rekordmeister der Popularität

Geradezu gegenläufig zur Anzahl der Titel entwickelte sich aber in den letzten zwei Jahrzehnten die Attraktivität von Rapid für das Publikum, das wir alljährlich in geradezu atemberaubenden Zuwächsen an Angeboten, Zuschauerzahlen und Zugehörigkeitsgefühl erleben, fast unabhängig von der jeweiligen Präsidentschaft, getragen von einem messianisch motivierten Andy Marek, dem an dieser Stelle für seinen unermüdlichen Einsatz gedankt werden soll.

In dieser Disziplin der „Popularität“ hat Rapid in den letzten zwei Jahrzehnten seine Mitbewerber ganz unabhängig von der Anzahl der Titel klar distanziert. Es mag sein, dass das Alleinstellungsmerkmal des „Rekordmeisters“ dabei hilfreich war, aber es war nicht das allein.

Wie keinem anderen Verein ist es Rapid gelungen, das anzusprechen, was modernen Fußball ausmacht: attraktiv für Investoren zu sein, Zuschauer anzuziehen und die die Einschaltziffern zu steigern. Ganz unabhängig von der jeweiligen Anzahl der Titel ist Rapid uneingeschränkter Rekordmeister in den Herzen seiner Anhänger – egal wos kummnt im Lebn.

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GRÜNZEUG-584

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951) 45.JAHRGANG/MAI 2017/Nr.584 Versand 22.5.2017, Postamt 1120

GENERALVERSAMMLUNG VOM 15. MAI 2017

Unsere diesjährige Generalversammlung fand am 15.5. statt, somit einen Tag nach dem Redaktionsschluss für die vorliegende Ausgabe. Den Bericht über die „GV“ können Sie der Nummer 585 entnehmen, welche am 26.6.2017 versendet werden wird. Wir bitten um Kenntnisnahme und Verständnis.

RAPID ERSTMALS SEIT 2005 IM CUPFINALE!

Wie sich die Bilder gleichen: Als Rapid, der frisch gebackene Meister, am 1.6.2005 zum bisher letzten Mal in einem ÖFß-Cupfinale stand (Happel-Stadion, 28.000 Zuschauer) und dem Spezialisten Austria mit 1:3 unterlag, musste auf jede Menge Verletzte verzichtet werden, darunter für 70 lange Minuten auch auf Axel Lawaree, den FAK-Keeper Didulica sechs Tage zuvor mit einem kriminellen Foul in einen Quasimodo verwandelt hatte. Wie wird unser ganzer SCR exakt zwölf Jahre später im Klagenfurter Wörthersee-Stadion ausschauen? Der Aufstieg ins Endspiel war gegen den LASK bekanntlich nur mit viel Moral und Bauchweh gelungen. Der Gegner im Finale heißt Salzburg und gewann das letzte Punktematch viel souveräner als es das Resultat (1:0) besagt. Rapid also total chancenloser Außenseiter? Außenseiter ja, aber total chancenlos sicher nicht. Sollte sich die Abwehr so kompakt präsentieren wie am 13.5. und die Offensive etwas mehr Mut (und Präzision im Passspiel) an den Tag legen, dann könnte sehr wohl eine positive Überraschung gelingen, obwohl Rapid gerade im Cup zu allen Zeiten hauptsächlich für teils große Enttäuschungen gut war. Vergessen wir aber nicht, dass dieses Finale vor einer Heimspiel-Kulisse stattfinden wird: Bei Redaktionsschluss haben sich schon weit mehr als 7.000 Rapid-Fans ihre Karten besorgt; gegen sie werden die paar RBS-Parteigänger mit Sicherheit untergehen. Wer weiß, was passiert, wenn der Funke von den Rängen auf Rapids Mannschaft überspringen sollte! Außerdem muss jedes Spiel sowieso erst einmal gespielt werden und zwar mit einem Ball, der bekanntlich rund ist…

Über die vielen Unerfreulichkeiten, die sich auch in den letzten Wochen ereignet haben, wollen wir hier lieber nonchalant hinweggehen. Als wären die mit serienweisen Verletzungen, mangelndem Spielglück und manchen obskuren Schiedsrichterentscheidungen verbundenen Niederlagen, das erneute Aufwärmen der uralten Causa „Rapid-Sponsoring durch EADS/Eurofighter“ oder die Differenzen mit der uns seinerzeit als ach so rapidfreundlich angepriesenen STRABAG schon mehr als genug, verursachte Ex-Sportdirektor Andi Müller am 23.4. in „Talk und Tore“ (Sky) eine Schlammschlacht gegen die „mit den Ultras im Bett liegenden“ Michael Krammer und Christopher Peschek. Etwas ist dem „Wauwau“ Müller jedenfalls gelungen: Er hat die Barisic’sche „Wohlfühloase“ so perfekt zerschlagen, dass sich kein einziger Rapidler mehr richtig wohl fühlen kann…

Sein Nachfolger, Fredy Bickel, wird jenen der Flops Canadi und Büskens bis Ende Mai präsentieren. Wenn sich der Verfasser da etwas wünschen dürfte: Bitte, einen mit Hütteldorfer Stallgeruch und nur ja keinen, der die Spieler intern und/oder öffentlich zur Sau macht! Klar ist ja ohnehin eines: „Jeder Trainer ist interimistisch“ (Peter Hyballa, Ex-Sturm-Graz-Trainer).

tipico-Bundesliga (Stand vom 14.5.)

1.Salzburg 33/72 (68:22).- 2,Austria 33/60 (63:44).-6.Rapid 33/37 (46:40).- lO.Ried 33/31 (28:52).

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

30.RUNDE (23.4.): AUSTRIA (H) 0:2 (0:1)

Die Violetten verließen sich auf ihre tief stehende, zweikampfstarke Abwehr und ihre für die vom Start weg äußerst verunsichert wirkenden Rapidler oft viel zu schnellen Spitzen, die durchaus mehr als „nur“ zwei Tore hätten erzielen können. Rapids Chancen? Viel zu spät, aber eh ohne Zählbares wie z.B. Murgs Freistoß ans Lattenkreuz oder Szantos Schrägschuss ins Außennetz des leeren Tores. Kurzum, das 321. Derby war eine einzige Qual, nicht nur für den diesmal machtlosen „Fußballgott“.

SCR: Knoflach; Pavelic, Sonnleitner (54.Wöber), Dibon, Schrammel; Auer, Schwab (72.Malicsek); Murg, St.Hofmann, Szanto; Joelinton (62.Kvilitaia).- Tore: Venuto (22.), Pires (56.).- Gelbe Karten: Schrammel.- Allianz-Stadion, Grobelnik, 26.100.

ÖFB-CUP, SEMIFINALE (26.4.): LASK (II) 2:1 (0:0)

Das macht uns hierzulande niemand nach! Seit Monaten von allen nur erdenklichen Seiten geprügelte Spieler, Funktionäre und letztendlich auch Anhänger, dazu eine fußballerische Enttäuschung nach der anderen, trotzdem zu später Stunde (20.30 Uhr) 18.200 im Stadion, während es beim anderen Semifinalmatch Admira – Salzburg (0:5) um 18 Uhr nur 2.500 waren. Rapids unbeugsamer Anhang sah eine grauenhafte erste Halbzeit der Grünen, die gegen den weitaus selbstbewussteren Linzer Erste-Liga-Meister nur von Knoflach im Spiel gehalten wurden. Nach der Pause fassten Schwab & Co., vom fantastischen Anhang unverdrossen gepusht, allmählich Tritt, und am Ende durften nach Murgs Traumtor und Joker Joes Siegestreffer sämtliche Rapidler über einen Zittersieg und das erste Einziehen ins Cupfinale seit 2005 frenetisch jubeln. Mitleid mit dem starken, aber unglücklichen LASK um (FastSpielverderber) Rene Gartier? Null. Wer hat’s denn mit uns?


SCR: Knoflach; Pavelic, Dibon, Wöber, Kuen (53.Auer); Schwab; Murg (88.Joelinton), Szanto, St.Hofmann (46.Malicsek), Traustason; Kvilitaia.- Tore: Murg (76.), Joelinton (90./+3); Gartier (90./1).- Gelbe Karten: Kuen, Kvilitaia.- Allianz-Stadion, Jäger, 18.200.

31. RUNDE (30.4.): ADMIRA (A) 2:3 (2:1)

Nach dem ersten Torgeschenk an die Admira (vier Tage zuvor Cup-0:5 gegen Salzburg) spielte nur mehr Rapid, allerdings nur bis zum 2:1, übrigens auch ein Präsent der gegnerischen Abwehr (Wostry). Was ab dem Seitenwechsel passierte, war nur mehr schwer mit anzusehen: Auch wenn Malicsek (63.) und St.Hofmann (90.) Matchbälle vorfanden, tat Rapid fast gar nichts in der Offensive und wurde für diese Passivität in Minute 91 bestraft. „Krone“-Schlagzeile vom 2.5.: „Dumm genug für den Abstieg.“ Was nach dieser zweiten Halbzeit nur schwer zu entkräften war.


SCR: Knoflach; Auer, Dibon, Wöber, Kuen (55.Murg); Schwab; Thurnwald, Malicsek, Szanto, Traustason (73.St.Hofmann); Joelinton (64.Kvilitaia).- Tore: Sax (4.), Knasmüllner (67., Elfer), Monschein (90.+1); Szanto (35.), Joelinton (41.).- Gelbe Karte: Sax.- BSFZ-Arena, Schörgenhofer, 5.300.

32.RUNDE (6.5.): WAC (H) 4:0 (2:0)

Der Angstgegner aus dem für Rapid unschönen Lavanttal begann forsch, aber bald sorgten Jelic (zwei Assists) und besonders Kvilitaia, der beste Mann auf dem Platz, vor den Augen von Legende Petar Brucic und Flo Kainz für die schnelle Führung. Nachdem Dibon (schwere Gehirnerschütterung) das schon seit vielen Monaten permanent gut gefüllte SCR-Lazarett um einen weiteren Patienten bereichert hatte, spielten seine Kollegen überwiegend klug nicht nur auf Sicherung des komfortablen Vorsprungs, sondern bauten ihn auch noch aus – Balsam für die gequälten grün-weißen Seelen und Herzen sowie sehr wichtig, zumal Ried gleichzeitig dank einem unglaublichen 35-Meter-Bogenschuss des Ex-Rapidlers Fröschl gegen die Admira ein 1:0 erzitterte.


SCR: Knoflach; Pavelic, Dibon (44.Sonnleitner), Wöber, Auer; Thurnwald, Szanto, Schwab, Murg; Kvilitaia (81.St.Hofmann), Jelic (61.Joelinton).- Tore: Kvilitaia (8., 11.), Joelinton (63.), Schwab (90.).- Gelbe Karten: Dibon; Sollbauer.- Allianz-Stadion, Schüttengruber, 18.600.

33.RUNDE (13.5.): SALZBURG (A) 0:1 (0:0)

Hinten auch ohne Wöber (Wadenbeinköpfchenprobleme, Maturastress) und natürlich Dibon hui, aber vome -??? War da überhaupt irgendwas in Grün-Weiß? Die Bilanz des alten und neuen Meisters sah jedenfalls so aus: 22:5 Schüsse, 63 Prozent Ballbesitz, 16:3 Ecken. Während Rapid sich erst nach dem Wechsel sporadisch in die Nähe von Walke traute – und weiterhin das punktemäßig schlechteste Team im Frühjahr 2017 blieb (10 Zähler; Altach und Ried erreichten bisher je 11, Mattersburg hingegen sogar 23).

SCR: Knoflach; Pavelic, Sonnleitner, Schössvvendter, Auer; Thumwald, Szanto, Schwab (77.Joelinton), Murg (69.Malicsek); Jelic (59.Schaub), Kvilitaia.- Tor: Lazaro (73.).- Gelbe Karten: Miranda, Wanderson.- Red-Bull-Arena, Muckenhammer, 15.892.

„MR. GRÜNZEUG NR. 584“: TOBIAS KNOFLACH

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat.
Ohne den einstigen Tribünenhocker Tobias Knoflach hätte Rapid gegen den besseren LASK den Aufstieg ins Cupfinale kaum geschafft, und in Salzburg verhinderte der quicklebendige „Knofi“ eine höhere Niederlage. Wieso er laut Sky-Datenbank bis dahin mit nur 59 Prozent die niedrigste Fangquote aller BL-Keeper aufwies, ist uns ein Rätsel.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

Sensationelle Bilanz: Steffen Hofmann bestritt gegen den WAC das bereits 525. Pflichtspiel im SCR-Dress – Hut ab!
ÖFB-Cupspiel: Wiederum St.Hofmann 30. (LASK).- BL-Spiele: Tamas Szanto und Giorgi Kvilitaia jeweils 25. (Admira bzw. Salzburg).- „Runde“ Tore: Fehlanzeige.

EIN LOBLIED AUF DEN „DIBI“

Gegen den WAC erlitt Christopher Dibon bereits nach 45 Sekunden eine, wie sich später herausstellte, schwere Gehirnerschütterung, als er mit dem Wolfsberger Legionär Philip Hellquist zusammenkrachte. Ehe er kurz vor der Pause plötzlich kollabierte, worauf er, von zwei Samaritern gestützt, vom Feld torkelte und dann ins Spital gebracht wurde. Er hatte also fast eine ganze Halbzeit durchgehalten, ohne dass seine Behinderung irgendjemandem groß aufgefallen wäre. Dibi, der harte Hund? Offenbar, Allerdings nicht unbedingt seinen Gegenspielern gegenüber: Wenige Minuten vor dem Zusammenbruch hatte er, vermutlich bereits gehandikapt, wegen eines Fouls die Gelbe Karte gesehen (falls er die überhaupt noch sehen konnte) und das bei seinem 25. Meisterschafts-Einsatz als Defensivspieler. Dibi, der faire Sportsmann? Mit Sicherheit.
Ganz sicher ist dieser Christopher Dibon ein Mensch mit Charakter. Als er, damals noch von Red Bull Salzburg ausgeliehen, zum ersten Mal Gast in unserem Klublokal war, versicherte er, niemals wieder dorthin zurückkehren zu wollen, obwohl er ja einen gewiss nicht unlukrativen Vertrag besessen hatte. Und dieses Versprechen machte er zum gegebenen Zeitpunkt – gewiss auch dank Andi Müllers Verhandlungsgeschick – tatsächlich wahr und wurde fix ein Rapidler, der er nach wie vor ist. Dabei hätte er den Kontrakt mit den Bullen ja auch aussitzen können. Ohne sich dort freilich längst nicht so wohl und geborgen zu fühlen wie in der „geilen“ Truppe des SCR. Dabei hätte er in Salzburg bestimmt wesentlich mehr verdienen können. Wie z.B. Stefan Stangl

Christopher „Dibi“ Dibon jedenfalls bewies und beweist auf und abseits des grünen Rasens, dass er ein Mann mit Charakter ist. Und dass echte Rapidler durchaus auch in Schwechat (oder etwa in Franken, der Steiermark oder sonst wo) geboren sein könnten.

Wir finden, dass das endlich einmal klar gesagt bzw. geschrieben gehörte. Wenn auch aus leider unerfreulichem Anlass.

EIN BLICK ZU RAPID II

24. RUNDE (21.4.): NEUSIEDL (A) 5:0 (4:0)

Ganz hinten auf einen zuverlässigen Keeper und ganz vorne auf eine brandgefahrliche Sturmspitze gestützt, feierten die das Geschehen stets kontrollierenden, vorm gegnerischen Tor diesmal effizienten Hütteldorfer verdientermaßen den höchsten Sieg seit 1.5.2015 (gegen Neuberg auch 5:0 mit einem Sobczyk-Hattrick binnen acht Minuten). Dober? Der lässt es in alle Richtungen scheppern: Nach seinem zweiten Eigentor (Vienna, Ebreichsdorf) diesmal wieder in die richtige, das sogar zweimal. Nicht zuletzt dank ihm gelangen Rapid II in den letzten sechs Partien beachtliche 17 Treffer.

SCR II: Ratkai; Dober (55.Sahanek), Bosnjak, Szalai, Leovac; Okungbovva; Gashi, Ljubicic; Keles (68.Mujakic), Sobczyk, Kovacec (80.Küssler).- Tore: Dober (12., Freistoß, 23.), Kovacec (25.), Sobczyk (45./+1, 47.).- Neusiedl, Javomik, 350.

25. RUNDE (27.4.): MANNSDORF (H) 1:1 (0:1)

Etwa zwei Jahre hatte Osarenren Okungbowa an einer Schambeineintzündung laboriert, und am 25.4. riss dem unseres Erachtens besten Spieler der grün-weißen „Zweiten“ im Training das Kreuzband, weshalb wir ihm wieder einmal zurufen müssen: Recht baldige Genesung, Osa! Seine Kollegen erreichten gegen die kompakte, schwer zu spielende Gager-Truppe ein gerechtes Remis, bei dem Sobczyks (64.) und Mujakics (77.) Kopfbälle an der Latte bzw. im Tor landeten.

SCR II: Ratkai; Dober, Bosnjak, Szalai, Leovac; Ljubicic; Keles, Gashi, Tomi (88.Sahanek), Kovacec (90./+1 Küssler); Sobczyk (65.Mujakic).- Tore: Mujakic (77.); Casanova (14.).- Allianz-Stadion, West 1, Wisak, 50 (!).

26. RUNDE (1.5.): RITZING (A) 1:3 (0:0)

Dreimal in Serie hatten die burgenländischen Wettbewerbsverzerrer (überteuerte Mannschaft, erneut keine Lizenz für die Erste Liga) verloren, zweimal sogar mit jeweils 0:5, darunter gegen den damaligen Abstiegskandidaten WSK, doch als sie eines Rapid-Leiberls ansichtig wurden, rissen auch sie sich natürlich zusammen. Sodass Rapid II am Tag nach der Pleite von Rapid I in der Südstadt ebenso wie diese in Abstiegsgefahr verharrte. Übrigens: Bei 0:0 wurde ein reguläres Gashi-Tor aberkannt…
SCR II: Ratkai; Dober, Bosnjak, Szalai, Leovac (35.Ehmhofer); Arase (60.Kovacec), Gashi, Ljubicic; Keles, Mujakic (70.Sobczyk), Sahanek.- Tore: Sara (62., Elfer), Witteveen (66.), Beljan (86.); Ljubicic (79.).- Ritzing, Kijas, 100.

27. RUNDE (9.5.): AUSTRIA AM. (H) 1:2 (1:2)

In einer giftigen Partie mit je sechs „Gelben“ und zwei Ampelkarten für die Gäste schlug sich Rapid II selbst: Die schnelle Führung wurde kurz darauf egalisiert und war wenig später total futsch, als Bosnjak ein Dribbling am eigenen Sechszehner verlor. Nachdem Gashi an Goalie Kos gescheitert war (36.), konnten sich die nervösen grünen Umstandsmeier gegen schließlich nur mehr neun kompakt verteidigende Austrianer lediglich eine Großchance erspielen, doch Mujakic scheiterte per Kopf am FAK-Goalie (82.).


SCR II: Ratkai; Dober (70.Mujakic), Bosnjak, Sahanek, Leovac (85.Arase); Ljubicic; Keles, Malicsek (68.Nöstlinger), Gashi, Kovacec; Sobczyk.- Tore: Sahanek (6.); Jonovic (8.), Endlicher (16.).- Gelb-Rote Karten: Jonovic (58., Foul), Pejic (68., Foul).- Allianz-Stadion, West 1, Sadikovski, 250.

28. RUNDE (13.5.): STADLAU (H) 3:1 (2:1)

Zu diesem wichtigen Match fallt uns nur ein: Nach Neusiedl (3:2 am 29.9.2016) und St.Pölten Jun. (5:1 am 9.4.2017) war es das bereits dritte Heim(!)-Spiel, das zeitgleich mit einer Partie der Rapid-Profis stattfand – und gewonnen wurde. Ob die „Zweite“ überhaupt unter Ausschluss der Öffentlichkeit antreten sollte?

SCR II (lt. Spielerblankett): Marie; Mujakic (58.Sobczyk), Keles (70.Nöstlinger), Sahanek, Arase, Ehmhofer, Kovacec, Bosnjak, Ljubicic, Szalai (56.Nader).- Tore: Ehmhofer (18.), Kovacec (20.), Sobczyk (90./+2); Balzer (29., Elfer).- Allianz-Stadion, West 1, Vojtek, 100.

DERBY-NACHWEHEN

Nach dem wenig erfreulichen 1:2 gegen Austrias Amateure gab es kurze Tumulte und „Judenschweine“-Rufe einiger Gehirnathleten, worauf der SK Rapid vier Hausverbote verhängte. Diese Äußerungen waren umso blöder, als im FAK-Team ganz offensichtlich kein einziger Jude stand, sondern vielmehr etliche Muslime. Und: Als jahrzehntelanger Begleiter der grün-weißen U21/Amateure/„Zweiten“ geht der Verfasser mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit davon aus, dass es sich bei diesen Blödianen nicht um Stammbesucher unserer RLO-Spiele handelt. Denn die verhalten sich weitestgehend so temperamentvoll und lautstark wie Pappkameraden.

RLO-Tabellc vom 14.5.: 1.Vienna 26/59 (56:18).- 2.Ritzing 26/50 (55:31).- 3.Austria Am. 26/47 (39:26).- lO.Rapid II 26/32 (45:41).

SPLITTER

Einmal mehr besten Dank an unseren Inserenten, Herrn KR Peter Frigo, der überdies bereits seit 1968 Mitglied der Rapidfreunde ist, für seine großzügige Spende.— Umrahmt von einem Promi-Match mit seinen „Daltons-Brüdem“ Kühbauer und Marasek sowie Peel und R.Kienast erhielt der sichtlich gerührte Sergej Mandreko am 17.4. auf dem LAC-Platz aus den Händen von Geschäftsführer Peschek und Kapitän St.Hofmann einen Scheck über jene 21.000 Euro, welche zwei Tage zuvor beim Altach-Spiel gesammelt worden waren.— Der SK Rapid meldete am 21. bzw. 25.4. die einvernehmlichen Lösungen der Verträge mit den TrainerFlops Damir Canadi und Mike Büskens, dessen Kontrakt ohnehin am Saisonende ausgelaufen wäre.— Ein echter grün-weißer Erfolgstrainer feierte am 24.4. seinen 70er: Emst Dokupil, der Rapid 1995 zum bis dato letzten Cupsieg und 1996 zum Meistertitel geführt hat. Gratulation, „Dok“!— In dieser von unzähligen, überwiegend langwierigen Ausfällen überschatteten Saison ging es mit diesen Langzeitverletzungen weiter: Maxi Hofmann musste sich am 24.4. einer Sprunggelenks-OP unterziehen, tags darauf erlitt Osarenren Okungbowa einen Kreuzbandriss (vgl. „Ein Blick zu Rapid II“), Thomas Schrammel ist mit Kniebeschwerden seit dem Derby out, und was mit Christopher Dibon passierte, können Sie unter „Ein Loblied auf den „Dibi“ nachlesen…— Noch ein Geburtstagskind aus dem SCR-Legendenklub: Bernd Krauss (22 A-Länderspiele) wurde am 8. Mai 60 Jahre jung.

  • Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller: KLUB DER FREUNDE DES S.C. RAPID
  • Telefonservice: 01/8170035
  • Homepage: http://klubderfreunde.at
  • Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
  • E-Mail-Adresse: klubderfreunde@aon.at
  • Die Bilder und eingefügten Links stammen aus dem Tagebuch http://tagebuch.klubderfreunde.at
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Badezimmer-Dekor

Wer ein Rapidler ist, dekoriert seine Wohnung entsprechend, oder?

Bei uns war der Anlass die Neugestaltung eines Badezimmers. Zwar verweisen die grün-weißen Fliesen ohnehin schon auf Rapid aber es soll noch etwas deutlicher werden und zwar mit punktuell aufgeklebten Rapid-Logos-Wappen.

Da ich im Fanshop kein geeignetes Rapid-Logo-Wappen gefunden habe, musste eines gebastelt werden; und zwar gleich in der Version „EwkiL:Rapid“.

grün weiß transparent
 

Vorlage

Das Bild wurde mit Inkscape im SVG-Format hergestellt und als PNG-Bild exportiert. Die transparente Version sollte den Hintergrund durchscheinen lassen.

Herstellung

Eine Fliese im Bad hat die Maße 20×20 cm aber der Hersteller posterXXL in München stellt diese Folien erst am 40×40 cm her und daher wurden vier Logos-Wappen auf einem Bild vereinigt. Es gibt Versionen mit grünem, weißem oder transparentem Hintergrund. Lieferung bis etwa kommenden Dienstag. Preis 18,99 Euro (interessanterweise).

Links

 

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Historikertreffen – Bibliotheken

Etwa in jedem Quartal treffen sich bei der Bundesliga Fußball-Historiker mit verschiedensten Zugängen zum Thema Fußball. Manchmal sind es – wie heute – auch informative Treffen.

Mag. Thomas Pöltl lud die Historikergruppe in die Hauptbibliothek am Urban-Loritz-Platz und in sein Reich in die „Bücherei der Raritäten“ in der Zieglergasse 49 ein. Über die Ziele der Fußballsektion im Bereich der Wiener Bibliotheken berichtet der Kurier-Artikel „Der Fußballer und seine Fußballbibliothek“.

Fußball  in der Hauptbibliothek

Wie einfach es ist, in das Reich der Bücher hineinzuschnuppern, zeigt unser Besuch in der Hauptbibliothek.

Man betritt die Bibliothek und solange man kein Buch mitnehmen will, kann man in den Beständen nach Belieben stöbern. Es gibt keine besondere Zugangskontrolle. Wer sich Bücher ausleihen will, zahlt eine Jahresgebühr von 24 Euro und kann damit eine große Zahl von Büchern einen Monat lang ausleihen (und bei Bedarf zwei Mal verlängern) und darüber hinaus auch E-Books im Internet lesen.

Die Hauptbibliothek verfügt über eine große Auswahl an Fußballliteratur auch auf DVD. Darüber hinaus gibt es auch Fußball-Schwerpunkte in anderen Zweigstellen in Wien. Näheres dazu findet Ihr über einen Downloadlink bei unserem letzten Bericht über das Historikertreffen.

Fußball  in der „Bücherei der Raritäten“

Aber die Zentrale der Sammlung von Fußballliteratur befindet sich in der „Bücherei der Raritäten“ in der Zieglergasse 49, wo wir auch sehr seltene alte Bücher finden, etwa die Broschüre, die anlässlich der Eröffnung des Praterstadions 1931 herausgegeben wurde und viele andere bemerkenswerte Druckwerke.

Man sieht: hier hat jemand seinen Traumberuf entdeckt und versucht, die Idee „Fußball“ am Umweg über Bücher zu verbreiten.

45football.com

Ein kleines Detail, das wir bei unserem Besuch kennengelernt haben, ist die Web-Plattform 45football.com. Das ist eine Sammlung von Tonträgern über das Thema Fußball mit Hörproben. Aus Österreich kommen 14 Tonträger, vier von der Wiener Austria, zwei CDs von Rapid, beide von Hans Krankl.

Vielleicht wäre es eine gute Idee für das Marketing-Team von Rapid, dem Sammler Pascal Claude die vielen CDs von Rapid zu schenken und um die Aufnahme in die Sammlung zu ersuchen? (E-Mail: knappdaneben{at}gmail.com)

Das Ordnungsschema der Fußballbibliothek erfahren wir über einen aufgeklebten Hinweis:

Anders als in den öffentlichen Bibliotheken, werden hier in der Zieglergasse keine Werke aussortiert und sind bleibender Teil der Sammlung historischer Fußballbücher.

Wenn jemand aus dem Kreis der Leser Bücher über Fußball besitzt, die nicht mehr benötigt werden, dann bitte nicht in den Altpapier-Container sondern in die Zieglergasse zu Thomas Pöltl bringen.

Links

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Rapid-RB

1:2 (0:0)

Gogo sagte bei einer Pressekonferenz, die Chancen für das Spiel stünden 50:50 – Buchmacher werden das sicher anders sehen*) – aber bleiben wir bei der Annahme einer 50:50-Chance, also der eines Münzwurfs. Ich frage mich, warum es der Münze gefällt, auch bei ausgeglichenen Chancen den Krösus zu bevorzugen? Man nennt so etwas „mit dem Schicksal hadern“ und genau das tun wir.

Es war ein tolles Spiel von Rapid mit enorm viel Einsatz, das den Gegner zu bisher nicht bekannten Fehlern zwang; ein Spiel, das immer auf Augenhöhe ablief und das das bisherige „Powerplay“-Spiel von RB völlig unterbinden konnte.

Muss diese verdammte Münze so fallen, wie sie gefallen ist?

Während wir bei der Münze rein gar nichts über die Ursachen des Ergebnisses wissen, meinen wir beim Fußballspiel, alle Gründe für Sieg und Niederlage zu kennen; wir meinen „Unvermögen“ darin zu sehen, dass ein Kopfball in der letzten Minute nicht besser platziert war, aber letztlich ist es nichts anderes als ein Münzwurf, aber ein solcher, bei dem wir jede einzelne Drehung in der Handlung wie in einer Zeitlupe genau kennen und dem wir beim Fallen ganz genau zuschauen; 90 Minuten lang.

Wir können nicht einmal dem Schiedsrichter Hameter allzu viel Schlechtes nachsagen. Sogar die lange Nachspielzeit brachte noch eine Top-Chance auf das 2:2, allerdings ging diese nicht auf.

Ein alter Freund „von der anderen Fakultät“ gratulierte zu diesem Spiel auf Augenhöhe, allein, das Ergebnis ist ein Drama, das muss man schon sagen. So viele Punkte können die Europa-Fighter RB, Austria, Sturm und Altach gar nicht für den Österreichtopf sammeln, dass sich die Nicht-Teilnahme an einem europäischen Bewerb für Rapid für die 5-Jahreswertung nicht extrem negativ auswirkt. Dieses System der EURO-Punkte ist ziemlich fragwürdig, wie an dieser Stelle schon berichtet wurde: FIFA- kontra UEA-Ranking. Allerdings nützt uns diese Erkenntnis genau so wenig wie das tolle Spiel vom Donnerstag.

So bleibt uns allein, Rapid möglichst an allen Fronten zu unterstützen, um diesen finanziellen Ausfall etwas weniger dramatisch ausfallen zu lassen. Ich werde mir gleich einmal das neue Rapid-Trikot kaufen.

Eine Machtdemonstration

Das Ambiente zeigte, wie viel ein Fußball-Verein bei wertschätzendem Umgang mit den Anhängern in Bewegung setzen kann – oder wie wenig. Zwar waren (nur als Vergleich) beim Zweitliga-Relegationsspiel 1860 München gegen Regensburg mehr als 60.000 Zuschauer im Stadion, aber Deutschland ist auf diesem Gebiet eine ganz andere Schuhgröße. Für den österreichischen Cup und für diesen entlegenen Austragungsort an einem Wochentag war dieses Endspiel mit 20.200 ein sensationeller Besuch. Bei den beiden letzten Endspielen mit Rapid-Beteiligung waren 2005 28000 (Austria) und 1995 15000 (DSV-Leoben) Zuschauer, jeweils im Happel-Stadion. Hätte das Endspiel in Wien und an einem Samstag stattgefunden, hätte man sicher mit einem neuen Cup-Rekord rechnen können. Zum Vergleich die Zuschauerzahlen der vergangenen Jahre:

  • Finale 2016 RB-Admira 10.200
  • Finale 2015 RB-Austria 16.200
  • Finale 2014 RB-St. Pölten 11.600

Eine eindrucksvolle Choreografie leitete das Spiel ein:

Noch mehr als die Choreografie beeindruckt die Opferbereitschaft des Blocks und die große Disziplin (sagen wir mit Ausnahme der offenbar unvermeidlichen Fackeln, die wegen des fehlenden Windes eine Stimmung wie an einem nebeligen Novembertag erzeugten).

Hier, am Beginn der Rapid-Viertelstunde, war die Rapid-Welt noch in Ordnung, der Spielstand noch 1:1:

Den Geist von 1995 beschwor auch ein vor uns sitzender Rapid-Fan mit seinem Schal, einer Rarität.

Einnahmenteilung

Es wurde kolportiert, dass die Einnahmen des Endspiels zu gleichen Teilen den beiden Finalisten zustehen – abzüglich eines Veranstalter-Anteils. Nicht genug, dass wir eine 50:50-Chance verloren haben, Rapid verliert auch einen wesentlichen Anteil an den Ticket-Einnahmen, denn die Relation der Besucher (Rapid:RB) war für den Double-Gewinner beschämend.

Wenn auf der Haupttribüne jeder Zehnte ein Salzburg-Supporter war, dann ist das schon optimistisch geschätzt. Und ganz ähnlich schaut es beim Vergleich der Fanblöcke aus.

Reisestress zum Cup-Endspiel, weil Dancing Stars auf Freitag fiel, Scheiß ORF!

Mit diesem Banner, eingetaucht in viel Rauch, demonstrierte der Fanblock seinen Unmut über den Austragungstermin.

Mir könnte es als Pensionist zwar egal sein, aber was hier dem zahlenden Publikum terminlich zugemutet wird, ist eine Gemeinheit. Ich teile daher den Unmut des BlockWest.

Allerdings wendet sich der Unmut gegen ein Symptom und nicht gegen die Ursache. Es muss vielmehr „Scheiß ÖFB“ lauten! Dass sich der ORF einen für seinen Sendeplan günstigen Termin auswählen will, das ist legitim. Dass er diesen Wunschtermin bekommt, das kann im Sinne der mitreisenden Fans nur der ÖFB verhindern.

Als Grund für diesen Austragungstermin werden vom ÖFB rein vermarktungstechnische Gründe genannt; Aspekte betreffend die Zuschauer spielen dabei überhaupt keine Rolle. Wohl wissend, dass diese „Verrückten bei Rapid“ ohnehin alles für ihren Verein tun würden, vereinigte man alle Nicht-Fanbblock-Fans auf der Osttribüne und filmte das Geschehen von der leeren Westtribüne. Das kennen wir schon von der Austria. Das wieder bedeutet, dass es für die Vermarktung sehr wohl wichtig ist, dass viel Publikum im Stadion ist. Warum macht man also nicht auch etwas für dieses Publikum, wenn man es schon dem Fernsehen verkauft?

Ich dache bisher, dass man bei sinkendem Zuschauerinteresse für den Fußball im Allgemeinen und für den Cup im Besonderen Rahmenbedingungen schaffen muss, die den Besuch der Fußballspiele begünstigen. Diese gestrige Terminfestlegung war sicher nicht in diesem Sinne.

Ziemlich zeitgleich freut man sich an anderer Stelle bei der Bundesliga über eine Zunahme der Zuschauerzahlen und es klingt wie die Verbuchung einer Eigenleistung; im Kleingedruckte liest man dann, dass das Zuschauerplus in erster Linie der Attraktivität des neuen Rapid-Stadions zuzuschreiben ist.

Fanreise

Dass diese Fahrt die letzte Fanreise für 2017 war, ist schon sehr betrüblich. Wir bedanken uns bei Hans, dem Chef des Fanklubs „Speising“, dass wir (Florian, Ferdinand, Walter und Franz, der Autor) in deren lustigen Runde mitfahren durften.

Im Bild: Ferdinand, Florian und Walter, unser Bus und unsere Maria**) im „Grün-weiß“-Look.

Die Hinfahrt war ein einziges Absingen aller bekannten Fangesänge des Blocks, eine fürsorgliche Verköstigung durch Eva und Maria). Mit dabei der berühmteste Rapid-Mitreisende Jürgen), der am Vorabend noch das untrügliche Gefühlt hatte, dass man dieses Endspiel gewinnen würde. Und es ist nicht schlecht, wenn man solche Ahnungen hat, denn damit ist wenigstens die Laune bei der Hinfahrt ungetrübt – und bei der Heimfahrt wird ohnedies geschlafen – unter dem Motto: „ein Optimist hat mehr vom Leben!“

Panzer rollen…

Auf der Fahrt wurde mehrmals das „Panzer rollen…“ angestimmt:

Panzer rollen durch Afghanistan,
Panzer rollen durch Madrid (und Wien),
seht euch die green Army an,
alles – zittert vor Rapid.

Nun, das kennen wir. Was wir aber nicht gewusst haben, von wo dieser Gesang stammt. Es war am 12. Oktober 1979, als man in der 9. Runde gegen VÖEST-Linz auswärts mit 0:4 unterlag. Für uns „Frischg’fangte“ ist es bemerkenswert zu sehen, dass auch in der glorreichen Vergangenheit nicht alles gewonnen wurde. Damals ärgerte sich der junge, glühende Rapid-Fan Jürgen über das Ergebnis und dichtete diese Zeilen wie uns Hans bei dieser Fahrt erzählte. Es dürfte so eine Art „jetzt-erst-recht“-Text gewesen sein.

Corteo

Zum ersten Mal in meinem Leben war ich bei einem „Corteo“ ***), also einem Fußmarsch der Anhänger einer Mannschaft zum Stadion.

Da wir von der Autobusfahrt schon mit den diverse Liedtexten Bekanntschaft gemacht haben, konnten wir textlich mithalten und gleich einmal miterleben, wie eine solche Gruppe funktioniert. Eine dieser Gruppenregeln ist zum Beispiel „keine Kameras“. Ich habe daher nur zwei (nicht kompromittierende) Fotos gemacht.

Das zweisprachige Ortsschild mit Gebärden-Untertitel spiegelt die (eigentlich) verbotenen pyrotechnischen Artikel im Ortsgebiet.

Es war ein beeindruckender Marsch, dem wir uns auf der Höhe des Lend-Kanals angeschlossen haben. So ganz konnten wir den ganzen Verlauf nicht wahrnehmen, denn die Kolonne war viel zu lang, um sie als Teilnehmer zu überblicken; den Überblick hatte nur der Polizeihubschrauber und vielleicht die unfreiwilligen Zaungäste in den oberen Stockwerken im noblen Stadtteil Waidmannsdorf durch den die Prozession zog.

Und es war ein beeindruckendes Spektakel, immer wieder Halt machend, einerseits, um wieder ein Lied anzustimmen, anderseits, weil die sich verjüngende Straße immer wieder einen Stau verursachte. Also insgesamt etwa so wie eine Fronleichnamsprozession mit etwas anderen Motiven.

Das mitwandernde „Volk“ verhielt sich nicht viel anders als wir das vom Stadion gewöhnt sind. Böller, Rauch, Leuchtraketen, Alkohol… eine Art „rechtsfreie Zone“, durchaus aber mit strengen inneren Regeln, wie Mitsingen, Mitklatschen, keine Kameras und sich auch eine gewisse hierarchische Ordnung. Als Beobachter muss ich schmunzeln, dass man einerseits eine äußere Ordnung ablehnt, sie aber zum Funktionieren der eigenen Gruppe auch wieder braucht, bis hin zu einer Art „Gesinnungspolizei“, die die Gruppenmitglieder auffordert, nicht zu fotografieren, ordentlich mitzuklatschen, mitzuhüpfen und mitzusingen.

Obwohl immer wieder gegen „Cops“ gewettert wird, zeigte sich die Polizei doch sehr deeskalierend; auf dem gesamten Marsch war – zumindest auf unserer Marschposition – kein Polizist zu sehen. (Sinnlose) „Arbeit“ wäre durchaus da gewesen – weil Pyrotechnik im Wohngebiet nicht erlaubt ist. Die beiden Gruppen, Block und Polizei, kamen mir vor wie zwei verfeindete Wolfsrudel mit ausreichender Achtung voneinander, sodass sie einer direkten Konfrontation aus dem Weg gehen.

Dieses „gegen die Polizei“ erscheint mir auch fast wie das „gegen den ORF“, denn man ist gegen ein Symptom und nicht gegen die Ursache. Die Polizei führt ja letztlich nur einen bezahlten Auftrag aus, Gesetze durchzusetzen, und wenn wir mit den Regeln nicht einverstanden sind, dann sind die Gesetzgeber die, gegen die wir sein sollten, nicht die Polizei.

Mir scheint, dass die Polizei ohnehin sehr großzügig bei der Bewertung eventuell nicht legaler Ausdrucksformen – wie eben der Pyrotechnik – ist, indem sie diesen „rechtsfreien Raum“ innerhalb den Blocks begleitet aber nicht ahndet. Die Sichtweise der Polizei über Pyrotechnik.

Die interessiert zuschauenden Bewohner zückten teilweise ihre Handies, um das Spektakel zu filmen, teilweise machten sie aber auch die Fenster zu. Manche Grundstücke waren als öffentliches WC gut geeignet und wurden auch dazu genutzt.

Rocky zeigte Flagge und ging mit erhobener Fahne voran.

Insgesamt ein eindrucksvolles und lehrreiches Spektakel!

Wenn ich mich an die Zeit meiner Kindheit erinnere, war es meine Großmutter, die mich von den „Schlurf“ warnte, später waren es die eher gepflegten aber doch sehr angegriffenen Pilzköpfe der Beatles und danach die längeren und weit weniger gepflegten Haare der Hippies, heute sind es Tattoos, Glatzen, Piercings und eben Corteos. Vielleicht würde mich meine Großmutter heute vor dem BlockWest warnen, wer weiß?

Dass Jugend sich gegen das Establishment abzugrenzen versucht, ist nicht ein Phänomen von Heute, es ist ein ewiges Thema. Je mehr gesellschaftlich toleriert wird, desto extremer werden die Abgrenzungs-Mittel. Da heutzutage lange Haare niemanden mehr zu einem Abwehr-Reflex verleiten, müssen es eben Tattoos, Piercings oder Zusammenrottung in bedrohlich scheinenden Gruppen wie eben der Fußball-Hardcore-Anhänger sein, die die Gesellschaft erregen. Wenn sich Besucher auf Ost-, Nord- und West-Tribüne über die Verfehlungen des BlockWest mokieren, dann hat die dortige Jugendkultur ihr Ziel ganz gut erreicht.

Warnung vor der eigenen Anpassungsfähigkeit

Unterstellen wir einmal, dass wir alle nicht auf den Kopf gefallen sind und etwas für Menschen ganz Wesentliches mitbringen, nämlich die Fähigkeit zur Veränderung der eigenen Persönlichkeit und damit auch der Werte und damit der Einstellung zu allen anderen Dingen. Das sind natürlich länger dazernde Prozesse und das geschieht nicht von Heute auf Morgen. Wörter wie „immer“, „ewig“ und auch das „immerwährend“ aus dem Neutralitätsgesetz müssen in Anbetracht der Möglichkeit, dass man sich im Laufe der Jahre und Jahrzehnte (hoffentlich zum Positiven) verändert, als Fehl am Platz eingeschätzt werden.

Alle Tattoos, die solche „ewigen“ Werte mehr als „fest“ schreiben, sollte man eigentlich vermeiden.

Ich möchte dazu zwei Sprüche einflechten, die zu diesem Thema passen. Der erste hat zahlreiche Autoren und ich wähle die Version von Theodor Fontane:

»Wer mit 19 kein Revolutionär ist, hat kein Herz.
Wer mit 40 immer noch ein Revolutionär ist, hat keinen Verstand.«

Ein Spruch von Christine Nöstlinger, den ich einem Interview anlässlich ihres 80. Geburtstages gelesen habe lautete sinngemäß (in ihrer unnachahmlichen sehr direkten Art):

»Wer sich nach 20 Jahren nicht verändert, ist ja ein Trottel.«

Wer also am Weg ins Tattoo-Studio ist, der sollte sich diese Sprüche verinnerlichen.

Daher „studiere“ ich Tattoos und überlege dabei ihren „Ewigkeitswert“. So auch beim Corteo in Klagenfurt. Vor mir ging ein junger Mann mit tatsächlich ewig gültigen „Gravuren“. Es waren die Namen und die Geburtsdaten seiner Kinder. Die Kinder waren durchaus im Greenie-Alter und darüber und wären wohl an einem anderen Tag mit ihrem Vater mitmarschiert; so aber, an einem Donnerstag mussten sie zur Schule und konnten sich nicht – wie der Vater – einen Urlaubstag nehmen.

Wörthersee-Stadion

Klagenfurt Waidmannsdorf Woerthersee Arena 09092008 55

Ich war noch nie in diesem sehenswerten Gebäude; derzeit Spielort für die Austria Klagenfurt, Platz 12. in der Regionalliga Mitte.

Warum kommt da Wehmut auf, wenn man sieht, wie fehlinvestiert die Gelder sind, die anlässlich der EURO für den österreichischen Fußball vorgesehen waren, und die – ganz im Gegensatz zu den ebenfalls sehenswerten Stadien in der Schweiz – ohne nennenswerte Nachnutzung sind. Hier, im fußballerischen Niemandsland, ein Stadion, das jedem anderen Verein mit einer entsprechenden Anhängerzahl sinnvoll hätte dienen können; ganz abgesehen vom ungeeigneten Standort innerhalb von Klagenfurt, abseits von Autobahn und Bahn.

Und warum erinnert mich das an Rapid?

Der Grund ist, dass wir mit Damir Canadi in der abgelaufenen Saison einen Trainer hatten, dessen Überzeugung von der Richtigkeit der eigenen Methoden so stark war, dass das eigentliche Ziel, den Verein vorwärts zu bringen, mit derselben Intensität misslang. Und das Stadion in Klagenfurt ist ebenfalls ein Symbol für das narzistische Wesen eines Politikers, der die eigene Eitelkeit über das Wohl des Gesamten (des österreichischen Fußballs) stellte.

Wir werden bald erleben, ob sich Altach dazu entschließt, ihren früheren Erfolgstrainer wieder zurück zu holen.

Beitragsbild

Die Ortstafel der Uni-Klagefurt mit den sich darin spiegelnden Fackeln vereinigt zwei Motive: einerseits den Hinweis auf den Austragungsort und anderseits auch auf den Corteo durch die Spiegelung der Fackeln und dabei gleichzeitig dem Wunsch der Fangruppen zu entsprechen, dass man keine Aufnahmen wünscht.

Links


*) Das Quotenarchiv -> Fußball -> Österreich -> ÖFB-Cup -> 1.6.2017 vermerkt folgende Quoten
Rapid : X : RB = 6,5 : 4,2 : 1,75

**) Merkt die „Rapid-Hochzeit des Jahres“ vor: Maria und Jürgen heiraten am Samstag, 11. November 2017 im Stadion. Zeremonienmeister wird Andy Marek sein. Der Ritus: grün-weiß natürlich!

***) Der Begriff des „Corteo“ wurde aus der Wikipedia entfernt. Das ist sonderbar und die Insider sollten sich darum kümmern, warum das so ist.
-> Begriffserklärung in der Deutschen Enzyklopädie.

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