Stammtisch

Das Stammtisch-Format mit zwei Diskussionsrunden, eine mit Spielern und eine mit Sportexperten hat sich bewährt und wird nun schon zum 4, Mal abgehalten. Der nächste derartige Stammtisch wird im Juli sein. Dann werden wir alles wissen, was heute noch undenkbar und erhofft war und auch über die Person des Trainers wird man dann schon Bescheid wissen und möglicherweise wird er, den neue (oder der alte neue) Trainer in dieser Runde dabei sein.

Nächste Mitgliederversammlung Ende August. Details werden hier bekanntgegeben. Auskunft 0677-1899 5070 (Franz)

Kurzmeldungen

Es sind bereits über 8.000 Karten für das Cupfinale verkauft und es werden wohl noch mehr werden. Allein von Rapid fahren 10 Busse. Florian und ich haben ein freundliches Angebot von Hans angenommen und fahren mit dem Bus des Fanklubs Speising; das Auto bleibt zu Hause.

Die Sendung „Rapid-Viertelstunde“ von W24 ist zunehmend populär und hat zwischen 80.000 und 100.000 Zuseher,  die Zuschauer im Internet mit eingerechnet.

Max Wöber und Philipp Schobesberger

Was die beiden gemeinsam haben ist, dass beide bereits voll in ihrer Fußballkarriere stehen und als eine Art lästige Pflichtübung ihre Matura so nebenbei erledigen. Bei Philipp ist das schon drei Jahre her, aber für sein selbstbewusstes Auftreten bei den Fragen von Andy Marek bekommt er Szenenapplaus.

Schlimm ist seine Verletzung im Knorpel, die in der MR nicht in vollem Ausmaß erkannt und erst nach einem operativen Eingriff richtig diagnostiziert wurde. Aber das alles sei jetzt überstanden und Philipp würde im Sommer wieder voll ins Training einsteigen. Lieblingsverein: Barcelona, Vorbildspieler: Neymar.

Max berichtet über seine Aufnahme im Team und bedankt sich indirekt bei den älteren Spielern, dass sie ihm den Einstieg leicht gemacht hätten. Erlebnisse wie sie vor 50 Jahren noch kolportiert wurden, dass die jungen den älteren Spielern die Schuhe hätten putzen müssen, kämen heutzutage nicht vor. Lieblingsverein: Manchester United, Vorbildspieler: Hummels.

Diskussionsrunde

Wolfgang Winheim (Kurier, in Pension), Daniel Mandl (ASB, abseits.at), Christoph Peschek (Geschäftsführer Wirtschaft), Markus Katzer (derzeit Vienna), Peter Klinglmüller (Pressesprecher).

Die Diskutanten am Podium hatten auf die durchaus provozierenden Fragen von Andy Marek wie etwa Trainerfrage, Abstiegskampf, Cup oder Finanzierung sehr bedachte und differenzierte Antworten parat.

Überraschend war zum Beispiel, dass man praktisch darin übereingestimmt hat, Gogo bei einem abschließenden Erfolg die Chance zu geben, die Mannschaft weiterzutrainieren, denn einen neuen Trainer könne man ja später immer noch holen.*)

Auch im Abstiegskampf war man sich sonderbar einig, dass das nach dem 4:0 gegen Wolfsberg kein Thema mehr wäre, was einem tabellenkundigen Zuschauer nicht ebenso klar sein muss. Und auch die Herren am Podium haben vielleicht auch ein bisschen das Publikum beruhigen wollen, denn auch sie finden auch gleichzeitig mit ihrem Optimismus bedenklich, dass man beim kommenden Sonntagsspiel den Veilchen den Sieg mehr wünscht als den Riedern; wie sich doch die Zeiten ändern können.

Bis zuletzt noch die Chance auf einen internationalen Platz zu haben, ist ein sehr motivierendes Element für die letzten Spiele und wir können annehmen, dass die Spieler versuchen werden, diese letzte 50:50-Chance eines Cupsiegs zu nutzen. Allein, dass Rapid des Finales erreicht hat, bedeutet für die ÖFB-Verantwortlichen eine gewisse Erleichterung, damit man ein so prestigeträchtiges Endspiel nicht etwa vor leeren Rängen austragen muss.

An dieser Stelle wurde auch von den längerdienden Fußballbeobachtern in Erinnerung gerufen, dass auch Rapid einst nur vor wenigen Zuschauer in die ungeliebten Cuprunden ging. Und man muss immer wieder erwähnen, dass es nicht allein aktuelle Erfolge sind, die Rapid im Fanbereich so stark gemacht haben, denn andere Bundesliga-Vereine haben im selben Zeitraum oft mehr Erfolge vorzuweisen. Es ist einfach die beharrliche Aufbauarbeit von Andy Marek. Er wird nicht müde, allen Misserfolgen zum Trotz das Band zwischen dem Verein und jedem einzelnen Anhänger so eng wie nur möglich zu knüpfen, eine Leistung, die bei den anderen Vereinen nicht in dieser Intensität vorangetrieben wird und die erst beim neu ausverhandelten Fernsehvertrag zu ähnlichen Anstrengungen wie sie Rapid unternimmt, motiviert werden, weil der Verein dann einfach für mehr Zuschauer auch mehr Geld bekommt.

Interessant war die Stellungnahme von Christoph Peschek auf die Frage nach dem kommenden Abschluss des Finanzjahres 2016/17. Ja, der fehlende sportliche Erfolg und auch die hohen Personalkosten hinterlassen ihre Spuren aber man müsse die Rücklagen von 10 Millionen nicht antasten, um dennoch positiv zu bilanzieren. Natürlich hätte dazu auch der zufriedenstellende Besuch im Stadion beigetragen.

Peter Klinglmüller erzählte über seine Anfänge bei Rapid vor 20 Jahren. Eigentlich war er damals in einer Hotline beschäftigt, die vier Kunden gleichzeitig betreut hat. Eine dieser vier Leitungen war Rapid und es war seine Aufgabe, seine Sprache und Ausdrucksweise den Anforderungen des jeweiligen Kunden anzupassen. Er zeigte in dieser Rolle große Flexibilität und wurde darauf hin von Rapid engagiert. Seine Aufgabe, bei den verschiedenen Presseauftritten professionell sachlich zu bleiben und nicht den Fan durchklingen zu lassen, sei oft nicht ganz leicht.

*) So ein Sportdirektor hat’s nicht leicht. Wäre er nicht bestellt, würde Stefan Ebner alle anstehenden Verträge so abwickeln wie er das ohnehin tut. Und wenn keine Veränderungen nötig sind, dann muss man eben nicht all zu viel machen. Was aber ist ein Sportdirektor, der so etwas sagen würde. Es muss einfach gezeigt werden, wozu man da ist und das Geld natürlich. Zum Beispiel muss man alles für einen Titel vorbereiten. Als unbeteiligter Zuschauer hat man den Eindruck als wären wir heute weiter, hätte man vor einem Jahr einfach auf gut österreichisch rein gar nichts unternommen und sich im Sturm bei den Eingebautalenten bedient, wie man das eigentlich andauernd predigt aber dann – angesichts des unerwarteten Geldregens – doch nicht tut. Und heuer ist dieselbe Situation da. Wieder ist – wie im Vorjahr Zoki – ein Nicht-Star-Trainer im Cheftrainersessel und wieder wird überlegt, ihn durch einen besseren abzulösen. Es war angenehm zu hören, dass die Diskussionsrunde unisono sich für Gogo ausgesprochen hat. Experimete kann man dann immer noch machen, wenn es nicht klappt.

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