GRÜNZEUG-581 – Rapid-Tagebuch
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0677-1899 5070
16. Februar 2017
Rapid-Admira
19. Februar 2017

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID (GEGRÜNDET 1951) 44.JAHRGANG/FEBRUAR 2017/Nr.581/Versand 13.2.2017

Ankündigung: Mitgliederversammlung am 27.8.2018. Unsere Gäste: Deni Alar, Christoph Haas, Dejan Ljubicic, Marvin Potzmann. Gäste sind willkommen! Wenn Du teilnehmen möchtest und nicht ortskundig bist, rufe bitte 0677- 1899 5070 (Franz).

Unsere nächste MITGLIEDERVERSAMMLUNG findet am MONTAG, dem 27. FEBRUAR 2017, um 19 Uhr statt. Eingeladen haben wir diesmal die Herren

  • Fredy BICKEL (Sportdirektor des SK Rapid),
  • Damir CANADI (Cheftrainer des SK Rapid) und
  • Helge PAYER (Tormanntrainer des SK Rapid).

Einlass um 18.30 Uhr! Wir ersuchen um zahlreichen Besuch! Gäste herzlich willkommen!

IN EIGENER SACHE Wir gestatten uns den Hinweis auf den dieser Nummer beiliegenden Zahlschein für die Begleichung des Mitgliedsbeitrags 2017 und auf die Wichtigkeit dieser Zahlung(en), ohne die unser traditionsreicher Klub logischerweise nicht existieren könnte, von der gewohnten Unterstützung des SCR-Nachwuchses gar nicht zu reden. In diesem Sinne bitten wir unsere sehr verehrten Mitglieder um ehestmögliche, zweckentsprechende Verwendung des Zahlscheins und bedanken uns bei allen, die uns auch weiterhin die Treue halten.

WEIHNACHTS-NACHWEHEN Der Applaus, mit dem Obmann Gerhard Niederhuber und Vorstandsmitglied Kurt Vytesnik (vertrat den verhinderten Martin Reiser) am 6.12. im Festsaal des Allianz-Stadions beim Betreten der weihnachtlich geschmückten Bühne bedacht wurden, war ein Beweis der Wertschätzung, die der jahrzehntelange Nachwuchsförderer Klub der Freunde des S.C.Rapid beim Stammklub und dessen Angehörigen genießt. Wie gewohnt stellte er sich mit einem 2.500-Euro-Akontoscheck ein und der Zusicherung, den Überhang der 40. Aktion „Weihnachtsfeier für den Nachwuchs“ anlässlich seiner nächsten Generalversammlung an die Jugendleitung weiterzugeben. Damit es dazu kommen kann, bringen wir hiemit die aktuelle Sammelaktion in Erinnerung: Helfen bitte auch Sie mit einem Beitrag nach Selbsteinschätzung, damit wir den Nachwuchs des SCR gerade zu Weihnachten weiterhin finanziell unterstützen können und dessen Wertschätzung unverändert bleibt! Die sich auch an der Zahl der unsere Versammlungen (mehr oder weniger gerne)
besuchenden Profis ablesen lässt – ein Privileg, das wir als einer von nahezu 200 Fanklubs quasi exklusiv genießen dürfen! Sollte Ihnen der Zahlschein abhanden gekommen sein, können Sie ihn nachbestellen (siehe Impressum). Und: Sämtliche Spender(innen) werden im „Grünzeug“ namentlich erwähnt, auch das hat schon Tradition. Nun aber im Namen der SCR-Jugendleitung ein vorauseilendes Dankeschön an alle Nachwuchsfreundinnen und -freunde! Ebenfalls „Dankeschön“ sagte am 6.12. das Special Needs Team für die 1.000-Euro-Spende eines anonym bleiben wollenden Vorstandsmitglieds der Rapidfreunde, die Niederhuber dem Kapitän der vom Schicksal gezeichneten, aber dennoch bewundernswert fröhlichen Truppe überreichte. Ja, wir vom ältesten Anhängerklub (der gesamten Welt?) haben eben – und nicht nur zu Weihnachten – ein großes Herz für alles, was Rapid heißt! Sie auch? Zurück zur Nachwuchs-Weihnachtsfeier!

Unter den rund 600 Anwesenden (Präsidium mit Michael Krammer an der Spitze, Geschäftsführer, Trainer, Spieler, Stadionpersonal, Vertreter der Schulbehörden, WFV-­Jugendobfrau Brigitte Frey, last but not least Steffen Hofinann und Mario Pavelic sowie Kabarettist Gernot Rudle) herrschte bei Speis und Trank bis zum Fazit „Super war’s“ beste (Vor-)Weihnachtsstimmung, so auch bei Niederhuber, der mit einem riesigen Foto sämtlicher Nachwuchsteams als Revanche für unsere Unterstützung von dannen zog, das im Klublokal sicher wieder einen Ehrenplatz finden wird. Wichtiger Schlusssatz: Weihnachten ’16 ist längst Geschichte, trotzdem nehmen wir natürlich auch weiterhin Spenden zu unserer traditionellen Sammelaktion entgegen. Auf dass wir auch zu Weihnachten ’17 sagen können: „Super war‘ s“ oder auf gut Wienerisch: „Leiwand woa’s.“

DER HERBE HERBST 2016 „Eine Erneuerung, die keine Verbesserung ist, ist eine Verschlechterung“, hat irgendein kluger Mann einmal gesagt. Um nur beim Herbst bzw. Rapids Liga-Bilanz zur Winterpause zu bleiben: Vor Jahresfrist holte Zoran Barisic in 20 Spielen bei 40:28 Toren 34 Punkte und kam in der Europa-League-­Gruppe E auf 15 Zähler, was Platz 1 und die Qualifikation für das Sechzehntelfinale bedeutete. Seine Nachfolger führten den „besten Kader, seit ich hier bin“ (Steffen Hofmann im Sommer) bis zur Winterpause ‚ 16/17 zu lediglich 27 Punkten in ebenfalls 20 Meisterschaftsmatches (32:23 Tore) und scheiterten in der EL-Gruppenphase mit nur sechs Punkten, das freilich denkbar unglücklich, man denke nur an die Benachteiligungen durch den slowakischen Referee beim 0:1 in Genk. Das mangelnde Glück zog sich überhaupt wie ein roter Faden durch den herben Herbst. Dessen ungeachtet konnte man leider von keiner Verbesserung sprechen, die der (den) Erneuerung(en), sprich dem (den) Trainerwechsel(n) folgten. Und das hatte nicht nur mit den unglaublich zahlreichen Verletzungen auch von Führungsspielern zu tun. Einer von ihnen sagte an Büskens‘ erstem Trainingstag zum Verfasser: Barisic war wie ein Vater zu uns.“ Was natürlich nicht durchwegs optimal ist, weil es sogar beim SCR Spieler geben soll, die einen gelegentlichen Tritt in den Allerwertesten brauchen, um wieder auf den Teppich zurückzukommen. Denn: „Menschen, Menschen samma alle“. Und: Was ist schon optimal? Mike Büskens kam bestimmt mit den besten Absichten zu Rapid, aber er glaubte, das Unterste unbedingt zuoberst kehren zu müssen. Zwei nicht nur dem Autor sauer aufstoßende Beispiele: Steffen Hofinann tauschte er beim 0:2 gegen Trencin (25.8.) in der 92. (!) Minute ein, und am 21.9. ließ er ihn auf dem Sportklub-Platz beim Cup-1:0 gegen Leobendorf lange aufwärmen, bevor er in Minute 69 nicht ihn, sondern den 17-jährigen Kelvin Arase aufs Feld schickte; Vizekapitän Mario Sonnleitner, seit Sommer 2010 eine wichtige Stütze, setzte er als „fünften Innenverteidiger“ monatelang auf die Tribüne. Maßnahmen, die das Mannschaftsgefüge nachhaltiger durcheinander brachten, als man vielleicht denken konnte. Denn: „Wir sind eine geile Truppe“, hatte der oben zitierte Führungsspieler mehr als nur einmal betont; und geile Truppen haben u.a. auch das Merkmal, zusammenzuhalten. (unterbewusst) auch gegen den Trainer? Das wollen wir nicht unterstellen.

Nach dem 0:1 gegen Wolfsberg und 20 Punkten aus 14 BL-Partien sowie deren fünf nach vier EL-Spielen war Büskens also Geschichte und Müller, der Geschäftsführer Sport, ebenfalls. Der herbe Herbst hatte allerdings trotzdem kein Ende, immerhin stellte der aus Altach zu Hilfe geeilte Damir Canadi prompt eine alte Ordnung wieder her, indem er den verdienten „Sonni“ nicht nur aus der Verbannung holte, sondern ihn in Steffens Abwesenheit auch wieder zum Kapitän machte, und der dankte es ihm auf Anhieb mit sehr guten Leistungen. Canadi war vor seiner Tätigkeit als Profitrainer bekanntlich Hausbesorger, und als solcher versteht er sich sicherlich auf (Be)reinigungsarbeiten. Die brachten bis zur 20. und letzten Herbstrunde freilich noch keine wirklich positiven Ergebnisse: Ganze sieben Pünktchen aus den sechs Ligaspielen unter seiner Regie sind gewiss eine mehr als bescheidene Ausbeute. Zusammen mit den 20 „Büskens-Zählem“ ergibt das nach Adam Riese um sieben weniger als zu Zokis Zeit. Erneuerungen, die Verbesserungen brachten? Der Blick auf die winterliche Tabelle beweist bedauerlicherweise das Gegenteil. Und dass eine Rückkehr auf die europäische Bühne wohl nur über den ÖFB-Cup möglich sein wird, ausgerechnet über den! Das Viertelfinale wird Rapid am 4. oder 5.4. in St.Pölten bestreiten. Aber: Wenn Canadi, der in Altach ein offenbar nachhaltiges „Wunder“ vollbracht hat, erst wieder Leute wie etwa Stefan Schwab, Philipp Schobesberger und natürlich einen auf Dauer fitten Steffen Hofmann zur Verfügung hat, um nur einige von vielen zu nennen, und wenn er zusammen mit seiner Betreuercrew die richtige, also auch mentale „Balance“ (sein Lieblingswort) zurück in die bis Sommer 2016 so „geil“ gewesene Truppe gebracht haben sollte, dann ist Ihrem Obmann und Redakteur auf Sicht nicht mehr bange, dann könnte dem herben Herbst ein zumindest einigermaßen süßes Frühjahr folgen. Vielleicht sogar ohne Aktionismus auf dem Transfermarkt? Der Blick auf den Stand der tipico-Bundesliga zur Winterpause tut natürlich verdammt weh:

1. Cashpoint SCR Altach (!) 20 13 3 4 33:22 42
2. FC Red Bull Salzburg     20 12 4 4 39:16 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 12 3 5 36:17 39
4. FK Austria Wien          20 12 1 7 37:29 37
5. SK Rapid Wien            20  7 6 7 32:23 27

GRÜEZI WOHL, HERR FREDY BICKEL!

Der Schweizer Fredy Bickel, 51-jähriger Vater zweier erwachsener Töchter und Enkel österreichischer Großmütter, folgte Andi Müller als Sportdirektor bzw. Vorstand Sport. Die „erfahrene und renommierte Persönlichkeit“ (Michael Krammer) erhielt einen Vertrag bis Sommer 2019 und trat ihr Amt am 1.1.2017 offiziell an. In gleichen Funktionen war er in seiner Heimat viele Jahre bei Grasshoppers Zürich, dem FC Zürich und zuletzt wieder bei Young Boys Bern tätig. Der gelernte Journalist führte seine Klubs mehrfach in CL-und EL-Gruppenphasen sowie zu insgesamt sechs Meister- und drei Cupsiegertiteln.
Sollte er ähnliche Erfolge auch mit unserem SCR, dessen Kader er Qualität bescheinigte, feiern können, würde es sicher keine „Wickel mit Bickel“ geben. Und ein vorschnelles „Salü!“ ebenfalls nicht. Das wünschen wir ihm, dem SK Rapid und uns allen.

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

El, 6.RUNDE (8.12.): ATHLETIC BILBAO (H) 1:1 (0:0)

Beiden Teams fehlten etliche Stammspieler, aber bei Rapid feierte der etatmäßige Vierergoalie Tobias Knoflach ein sensationelles Saisondebüt. Nach der von gut organisierten Abwehrreihen dominierten ersten Halbzeit ging es nicht zuletzt dank Rapids Jokern in den Strafräumen viel turbulenter zu. Für diese SCR-Formation war das gerechte Remis zweifellos ein Prestigegewinn. SCR: Knoflach; Auer, M.Hofmann, Sonnleitner, Wöber, Schrammel; Grahovac, Dibon (69.Schaub), Malicsek; Tomi (57.Kvilitaia), Jelic (57.Joelinton). Tore: Joelinton (72.)Saborit (84.).-Gelbe Karten: Wöber, Auer, Joelinton; Etxebarria.-Weststadion, Gözübüyük (Niederlande), 21.500.

Endstand der Gruppe F: l. Genk 6/12 (13:9). 2 .Bilbao 6/10 (10:11). 3. Rapid 6/6 (7:8) ­4.Sassuolo 6/5 (9:11).

BL, 19.RUNDE (11.12.): RIED (H) 3:1 (1:1).

  1. niederlagenloses Heimspiel gegen top- ­bis übermotivierte, mit dem einzigen Schuss aufs Rapidgehäuse früh in Führung gegangene Rieder, mühsamer Sieg vor Fredy Bickels Augen, etwas umstrittene Ampelkarte für P .Zulj, der sich schon Minuten zuvor für ein Brutalofoul an Schaub Rot verdient hätte, und: Vor dem Anpfiff aufmunternder Applaus für den urplötzlich schwerst erkrankten Geschäftsstellenmitarbeiter Ivica Viskup sowie in der Pause 60.000-Euro-Scheck für das Kinderhospiz MOMO, gesammelt vom „Block West“ -bravo! SCR: Strebinger; M.Hofinann, Sonnleitner, Wöber; Traustason (46.Thurnwald), Mocinic (46.Szanto), Dibon (70.Grahovac), Schaub, Murg; Kvilitaia, Joelinton.-Tore: Sonnleitner (26.) Kvilitaia (77., 82., Elfer); Elsneg (4.).-Gelbe Karten: Mocinic; Brandner, Özdemir.­Gelb-Rote Karte: P.Zulj (66., Schwalbe).-Allianz-Stadion, Eisner, 15.700.

BL, 20.RUNDE (18.12.): ALTACH (A) 1:3 (0:1).

Muckenhammer belohnte Prokopics Schwalbe mit einem Freistoß, in dessen unmittelbarem Gefolge der im Abseits stehende Zech Strebinger behinderte, sodass Netzer mühelos abstauben konnte. Vom somit doppelt irregulären 0: 1 erholten sich die personell aus dem allerletzten Loch pfeifenden Wiener (neben dem angeschlagenen Sonnleitner fiel der erkrankte Wöber als Nächster aus) nie mehr so richtig, obwohl sie die chancenarme Partie optisch offen gestalten konnten und Grahovac ein schönes Freistoßtor gelang. Apropos Freistoß: Wenn den Gegnern ein solcher zugesprochen wird, herrscht bei Rapid regelmäßig Alarmstufe 1 ! Diesmal fielen alle drei Altacher Goals bezeichnenderweise nach Freistößen. Schwacher Trost: In Altach haben schon wesentlich prominenter besetzte Rapidmannschaften viel zu oft die Punkte abgeliefert. Wer auch immer ihr oder der gegnerische Trainer war…
SCR: Strebinger; Auer (77.St.Hofmann), M.Hofmann, Dibon, Schramme!; Thurnwald, Grahovac, Murg; Schaub (71.Szanto), Kvilitaia (77.Tomi), Joelinton.-Tore: Netzer (7., 60.), Dovedan (55.); Grahovac (59., Freistoß).-Gelbe Karten: Prokopic, Lukse; KvilitaiaJoelinton, M.Hofmann.-Cashpoint-Arena, Muckenhammer, 7.229.

„MR. GRÜNZEUG NR. 581″: MARIO SONNLEITNER

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. Schon wieder er! Gegen Bilbao dirigierte Kapitän Mario Sonnleitner die starke Abwehr der grünen Notelf souverän, gegen Ried sorgte er per Kopf für den Ausgleich und legte auch sonst eine tadellose Partie hin. In Altach jedoch war er leider nur für die Bank fit genug und konnte so die x-te Niederlage dort nicht verhindern.

„RUNDE“ SPIELE, „RUNDE“ TORE FÜR RAPID

EC-Spiele: Srdjan Grahovac 20. und Joelinton 10. (beide gegen Bilbao).-Ansonsten: Fehlanzeigen.

JÄNNER 2017: EIN WAHNSINNSWINTER

Und das nicht nur wegen der rekordverdächtigen Dauerkälte. Und auch nicht nur wegen der Nachwirkung des Wahnsinnsherbstes 2016: Als sich der Kader am 9.1. zu den medizinischen Tests auf der Schmelz versammelte, laborierten Stefan Schwab (Knöchelbruch), Amor Ingvi Traustason (Rippenbruch gegen Ried) sowie Philipp Schobesberger (Ödem im Knie) weiterhin an langwierigen Verletzungen, um von vergleichsweise geringeren Wehwehchen etlicher Kollegen gar nicht zu reden.

Aber schon sehr bald nach dem ersten Trainingstag ( 10 .1.) ging‘ s erst so richtig los, schlug der Verletzungsteufel in atemberaubendem Tempo zu. Da zeigte sich Sportdirektor Fredy Bickel mehr als nur fassungslos, brachte diese noch nie dagewesene Serie von schweren Blessuren seine Personalplanungen doch total durcheinander: Rapids 30-Mann-Kader hätte durch Transfers auf 25 reduziert werden sollen, aber nun zogen sich jede Menge Akteure quasi von selbst bzw. durch gegnerische Fouls aus dem Verkehr -unglaublich!

15.1.: GERSTHOF 11:0 (3:0), Tore: St.Hofmann (Elfer) , Murg, Kvilitaia, Jelic (4, darunter ein 5­-Minuten-Hattrick), Auer, Arase (2), Wöber. Ivan Mocinic war nicht dabei (Meniskuseinriss, Knorpelverletzung, Arthroskopie, bis Saisonende out) und Thomas Schrammel schied mit Innen-und Außenmeniskuseinrissen aus (OP noch am selben Tag, wochenlang out).

18.1.: TRAISKIRCHEN 7:1 (4:1), Tore: Joelinton, Thurnwald, Okungbowa, Testspieler Gatt, Grahovac, Kvilitaia (2). Max Wöber war schon vorher ausgefallen (Wadenbeinkopfverletzung im Training, drei Wochen Schiene, wochenlang out), Matej Jelic humpelte gleich nach Beginn in die Kabine (Muskelriss in der Wade, wochenlang out), und Christoph Schösswendter biss bis zur Pause die Zähne zusammen, nachdem er brutal gefoult worden war (auch Muskelriss in der Wade, auch wochenlang out) -fünf Langzeitverletzte binnen fünf Tagen, Wahnsinn!

21.1.: WR.NEUSTADT (Trainer: Rene Wagner) 1:2 (1 :2), Tor: Schaub. Na, wenigstens kein neuer Verletzter, hurra!

22.1..: Abflug nach Spanien (Trainingslager in Benidorm), teils mit Rekonvaleszenten, teils mit Youngstern wie Kelvin Arase, Paul Gartler, Attila Szalai und Alex Sobczyk sowie dem FAC­-Kooperationsspieler Andi Kuen, um überhaupt auf Bickels „Traum.zahl“ 25 zu kommen. Am 25.1. ging es in Oliva Nova gegen Ungarns Meister FERENCVAROS BUDAPEST (mit Co-Trainer Goran Djuricins Sohn Marco, einem Ex-SCR-Nachwuchskicker), wobei es dank Szantos Elfer ein 1 :0 (0:0) gab.

28.1 . in Benidorm: PIAST GLIWICE (polnischer Erstligist) 2: 1 (0: 1 ), Tore: Malicsek, Sobczyk. Und ein neuer Schock: Max Hofmann musste früh passen, doch zum Glück ergab eine nach der Heimkehr am 29.1. in Wien durchgeführte MR ,,nur“ einen Außenbandriss im linken Knöchel, weshalb der Maxi ab Mitte Februar wieder einsatzfähig sein will. Immerhin sorgten die Polen, bei denen übrigens Ladi Maier als Co-Trainer fungiert, für den insgesamt 19. grün-weißen Patienten in der bisherigen Saison 2016/17 -Wahnsinn! Und da wundem sich die Leut‘, dass Rapid heuer oft schwach spielt, unter welchem Trainer auch immer. Die winterliche Transferzeit verlief in Hütteldorf notgedrungen ereignisarm wie selten: Paul Gartler (Kapfenberg) und Max Entrup (SKN St.Pölten) wurden für ein halbes Jahr verliehen, um zu mehr Spielpraxis zu gelangen. Da erhebt sich eine bange Frage: Wie wird der (allmächtige?) ,,Block West“ im Sommer Letzteren empfangen? Fraglich war die Zukunft der von Damir Canadi – vor allem wegen des Österreicher-Topfes – aussortierten Ján Novota und Tomi eigentlich nicht mehr, allerdings gab es ja noch Länder wie z.B. Russland, in denen das Transferfenster noch einige Tage geöffnet war. Bei Redaktionsschluss war aber nur bekannt, dass Tomi bei der ,,Zweiten“ trainierte und Rapid nach Gartlers Leihe nur zwei Torhüter hatte. Vorsicht wäre also geboten… Für die Profitruppe gab es keine neuen Gesichter, zumal ja manche Verletzte mehr oder weniger bald zurückkommen sollten. Falls ihnen nichts mehr passiert. Für die 2. Mannschaft wurde hingegen ein bestens bekannter ,,Neuling“ verpflichtet-siehe ,,Ein Blick zu Rapid II“.

Letzter Test vor Meisterschafts-Wiederbeginn am 4.2.: SCHWECHAT 4:0 (2:0), Tore: Kvilitaia, Pavelic, Malicsek, Sobczyk; Stefan Schwab feierte ein gelungenes 45-Minuten-Comeback.

EIN BLICK ZU RAPID II

Weil es in Österreich bekanntlich keine U19-Meisterschaft gibt, nahm Rapid am 6. und 7.1. die Verteidigung des 2016 beim „weltbesten A-Junioren-Turnier“ (deutsche Eigendefinition), dem Mercedes-Benz Junior Cup für U19-Teams in Sindelfingen bei Stuttgart errungenen Titels wieder mit entsprechend jungen Akteuren aus der 2. Mannschaft, ergänzt durch U18-Kicker, in Angriff; überdies standen in ,,Akas“ Aufgebot sogar drei 2000er-Jahrgänge (Goalie Jenciragic sowie die Torschützen Wunsch und Strunz), somit waren die Wiener eine der jüngsten Mannschaften im prominenten Achterfeld. Dessen ungeachtet wurde das Erreichen des Gruppensiegs und des Semifinales vorzeitig fixiert; außerdem stellte Rapid mit dem wieselflinken Dribblanski Kelvin Arase einen der drei Schützenkönige (jeweils fünf Treffer). Gruppenspiele: SÜDKOREA 3:0 (2:0), Tore: Arase (2), Prirsch; VfB STUTTGART 2:0 (1:0), Tore: Küssler, Wunsch; TSG 1899 HOFFENHEIM 0:1 (0:0) -eine Wiederholung des Vorjahresfinales, das der SCR mit 1:0 gewonnen hatte.­ Zwischenrunde: LEICESTER CITY 4:3 (2:3), Tore: Prirsch (2), Sahanelc, Küssler; RB LEIPZIG 0:3 (0: 1).-Semifinale: STUTTGART 2:4 (0:2), Tore: Küssler, Arase.-Spiel um Platz 3: LEIPZIG 3:2(3:1), Tore: Arase (2 Penalties), Strunz.-Finale: Hoffenheim-Stuttgart 2:1 (1:1); Platzierungen ab dem 5. Rang: Leicester, Schalke 04, Südkorea, Rosenborg Trondheim. Nach dem Trainingsstart am 11.1. gab es vorerst zwei Testspiele: Am 21.1. 3:1 (2:0) bei TECHNOPOL (Sobczyk 2, Heinicker) und am 29.1. 9:0 (4:0) gegen EBERAU (Tomi 2, Bosnjak 2, Heinicker 2, Nader, Jusic, Krenn). Dazwischen meldete Rapid Il nach der Verpflichtung des Vienna­-Offensivmannes Eren Keles (22) einen Sensationstransfer: Andi Dober (noch 30 und Liebling vieler Fans) war beim SKN St.Pölten (warum auch immer) nicht mehr gefragt und unterschrieb nach 85 Spielen und elf Toren für die Niederöstereicher bis 2018 für seinen Herzensklub, mit dem er ja zweimal Meister geworden war. Wir heißen den ,,Aggressive Leader‘ herzlich willkommen daheim! Abgegeben wurde hingegen Bernhard Fila (bis zum Sommer an Schwechat verliehen). Nicht so lange fehlen wird Florian Prirsch (OP nach Seitenbandeinriss am 28.1.). Der letzte Test vor dem Abflug ins Trainingslager in Benicassim (Spanien, 9.-15.2.) gegen Karabakh (3.2.) musste abgesagt werden.

SPLITTER

Im Herbst 2016 kamen 620.988 Zuschauer zu den 90 BL-Partien, 196.209 davon zu den neun Heimspielen des SCR. Stunn Graz empfing 97.897, die Austria 67.534 und Red Bull gar nur 62.312. Fazit: Ohne Rapid und ihre Fans könnte die Bundesliga einpacken. Und: Zuschauermäßig nicht auszudenken, wäre Rapid im letzten Halbjahr wirklich Rapid gewesen…

Weil Videoanalyst Stefan Oesen Rapid auf eigenen Wunsch verließ, ist von Zoki Barisics Betreuerstab nur mehr Athletikcoach Alexander Steinbichler beim Klub.-

Die weiteren (Langzeit-)Verletzten des Herbstes: Christoph Schösswendter (Muskelfasereinriss), Amor Ingvi Traustason (Rippenbruch), Jan Novota (Schulterprobleme), Mario Sonnleitner in Altach nur für die Bank fit genug, Maxi Wöber (krank) nicht einmal das.

Erfreuliches hingegen von Werner Kuhn, Rapids verdientem Ex-General-Manager und aktuellem Director Business, Development, Marketing & Sales, erhielt am 15.12. das Goldene Verdienstzeichen der Stadt Wien. Sportstadtrat Mailath-Pokorny: „Wenn Rapid eine Religion ist, dann ist Kuhn ihr Kardinal.“ Herzlichsten Glückwunsch, Werner!-

SCR-Weibnacbtsfeier (19.12., Allianz-Stadion): Andy Marek hatte wieder einmal ein tolles Programm organisiert, u.a. mit den Wiener Sängerknaben, einem Team-Wettsingen, das Steff/Sonni/Schwabello/Schobi gegen die Trainer und das Präsidium gewannen, und mit Austropop-Fan Fredy Bickel (,,Du, entschuldige, i kenn di“). Die Wermutstropfen: der sportlich missglückte Herbst sowie die Sorge um Ivica Viskup (künstliches Koma), dessen Genesung nicht nur Michael Krammers Weihnachtswunsch war, sondern auch der der 1.100 Gäste.

Bei der Wahl der BL-Trainer des Fußballers des Jahres (Alaba vor Fuchs und Sabitzer) kam Louis Schaub als Siebenter unter die Top 10, sonst kein Rapidler ..

Gratulation, Joelinton! Der Brasilo wurde am 1.2. in seiner Heimat stolzer Jungpapa eines Sirley Neto.

Vor allem dank dem Slowaken Ján Novota erhielt Rapid von der UEFA 232.000 Euro für die Abstellung von Spielern für die EM-Quali und die Endrunde; in Österreich gab es nur für die Austria mehr (250.000).

Ihr wichtigster Geldgeber ist jäh verstorben, daher droht der Vienna nach 122 Jahren das Aus. Sozial, wie er ist, bot sich der SCR in einer ersten Reaktion für ein Freundschaftsspiel auf der Hohen Warte an.

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller: KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID. Telefonservice: 01/8170035.-Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER E-Mail-Adresse: klubderfreunde@aon.at Offenlegung: Grundlegende Richtung von „Grünzeug“ ist die umfassende Information der Freunde des S.C.Rapid. Medieninhaber: KLUB DER FREUNDE DES S.C.RAPID (Vorstand: Obmann: Gerhard Niederhuber, Obmannstellvertreter: Martin Reiser, Kassier: Clemens Bachmayer,

 

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