Erste Erlebnisse mit Rapid-Mobil
3. Dezember 2016
Krampuskränzchen
5. Dezember 2016

Weihnachtsfeier, wozu?

Nirgendwo sonst – außer in den Kindertagen – wurde mir sonst das Gefühlt vermittelt, dass ich vorbehaltlos irgendwo dazu gehören darf. So, wie es im Leitbild von Rapid steht:

Mitgliederversammlung am 20.5.2019 mit:
Präsident Michael Krammer, Geschäftsführer Christoph Peschek und Präsidiumsmitglied Josef Kamper
Nur für Mitglieder!
  • Der Sportklub Rapid ist eine Gemeinschaft
  • Der SK Rapid ist offen. Menschliche Vielfalt war und ist der Motor unseres Erfolgs. Deshalb, und aufgrund unserer sozialen Verantwortung für eine offene Gesellschaft, kann jeder Mensch, der das Wohl Rapids in den Vordergrund seines Denkens und Handelns stellt, Rapidler sein. Egal welchen Geschlechts, egal welcher Herkunft oder Schicht, und unabhängig von seiner Lebensweise. Unsere Ursprünge in der Arbeiterbewegung verpflichten uns insbesondere, sozial Benachteiligte zu unterstützen…

Diese Sätze klingen für Außenstehende vielleicht etwas pathetisch und phrasenhaft und vielleicht ist man selbst auch teilweise auf eine Marketing-Maschinerie hereingefallen. Aber es ist mir egal. Was zählt, sind diese vielen Begegnungen, die anderswo einfach nicht stattfinden.

Zuerst musste ich um 12:30 zerknirscht anerkennen, dass ich leider nur den zweiten Platz beim Anstellen belegt habe, aber im nächsten Moment freute ich mich, meinen langjährigen Sitzplatznachbarn Walter zu sehen und ihm die Bilder von unserer letzten Begegnung mit Rapid-Spielern übergeben zu können. Durch unsere Bekanntschaft lernte ich eine Biografie kennen, deren menschliche Größe nicht einmal in einem Film glaubhaft dargestellt werden könnte. Das gibt’s nur bei Rapid!

Sollten Leser meinen, das wäre bei allen Fußballvereinen so, dann muss ich einwenden, dass es einer gewissen Größe und einer vom Verein vorgelebten Toleranz bedarf, um so viele verschiedene Typen unter einem Dach zu vereinen.

Bei dieser Rapid-Weihnachtsfeier habe ich immer das Gefühl, dass die oben zitierten Abschnitte aus dem Leitbild ganz besonders auf die Rapid-Familie zutreffen. Leider ist es mir nicht gelungen, Brigitte, Christian, Gerhard und Walter von dieser großartigen Veranstaltung überzeugen, aber es ist ja noch Zeit, weil „Rapid wird’s immer gebn!“ und daher werde ich in den kommenden Jahren noch Chancen haben, dass sie nicht nur den kämpferischen sondern auch den gemeinschaftlichen Aspekten unseres Leitbildes folgen.

Immerhin ist es großartig, dass die zuerst skeptischen Christoph und Gregor erstmals dabei sind. Danke!

Nicht vergessen dürfen wir, dass diese starke Gemeinschaft von Menschen mit verschiedensten Biografien einer Person ganz besonders zu danken ist und das ist unser Andy Marek. Seinem ganz persönlichen Integrations- und Harmoniebedürfnis ist es zu danken,  dass die Rapid-Familie durch alle Höhen und Tiefen zusammensteht und darüber hinaus auch wachsen kann. Die mit der Vereinsführung abgestimmte Choreografie beim ersten Heimderby im neuen Stadion war ein solches Zeichen, das nur durch einen deklariert politik-befreiten Block möglich gemacht wurde.

Die Prozedur

Es erinnert an den Kauf begehrter Opern- oder Konzertkarten oder an den Hype, wenn in den USA ein neues Handy auf den Markt kommt. In allen diesen Fällen bilden sich schon lange vor dem eigentlichen Verkaufsstart lange Schlangen, um bei den Ersten zu sein, das jeweils begehrte Produkt in Händen zu halten.

Die Verteilung der Karten für die Weihnachtsfeier ist ein kleines Abenteuer und hat für uns Anhänger den Vorteil, dass wir durch eine Eigenleistung, die einfach in ein bisschen Geduld besteht, zu den besten Plätzen kommen können.

Wir wussten, dass es heuer eine mehrfache Premiere geben würde. Nicht nur, dass es aufgrund der Platzverhältnisse zwei Weihnachtsfeiern gibt, auch das Anstellen hat eine neue Qualität bekommen. Wir bekamen schon im Vorfeld von Andy die Zusage, dass wir uns wo unterstellen werden können. Dass es dann so komfortabel sein würde, hätten wir uns nicht träumen lassen. Wenn sich das im nächsten Jahr wiederholt, werden wir uns auf eine mehrtägige Warterei mit organisiertem Catering einrichten müssen, denn wir durften im alten Fancorner „übernachten“. Mit Bestuhlung, mit Licht und aktiven Steckdosen und vor allem, mit WC. Einen bisher unbekannter Komfort und einige Verkühlungen weniger gab es in diesem Jahr 2016!

Und bevor wir etwa um 15:00 noch aus der Aula der Röhre in den alten Fancorner „verlegt“ wurden, durften wir einen Blick auf die neue Rekordmeisterbar werfen, die an diesem Tag eröffnet wurde.

Und so etwa schaute unsere erfreuliche Lage etwa um 15:30 im alten Fancorner aus: die ersten Vier in Vorweihnachtsstimmung!

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Für mich war es überhaupt sensationell, denn ich konnte in den Nachtstunden an einer kleinen Untersuchung, wie viel an diesem Ausspruch „Geld spielt Fußball“ dran ist, weiter arbeiten.

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Um 17:00 -es waren schon etwa 20 Mitglieder anwesend – wurde ich von Martin abgelöst und konnte an dem zeitgleich stattfindenden Krampuskränzchen des „Klub der Freunde des S.C. Rapid“ teilnehmen, um dann um 22:00 wieder vor Ort zu sein (siehe getrennter Bericht).

Während unserer Wartezeit wurde auch die 103. Ausgabe der Rapid-Viertelstunde ausgestrahlt:

Rapid-Viertelstunde vom 2.12.2016

  • Große Ziele, neue Pläne
  • Rapid Mobil Handytarif
  • Fanshop St. Pölten
  • Hofmann in der Gruft
  • Zum Video

Endlich, es geht los!

Am Morgen, etwa um 8:45  kam Andy und verteilte – wie schon in den letzten Jahren – die etwa 60 Wartenummern. Wir, die Wartenden, wussten natürlich ganz genau, wer der Erste und wer der Zwanzigste war aber mit diesen Wartenummern wird es „amtlich“.

Wir versammelten uns in der Aula und Andy erklärte die Umstände für die zwei Weihnachtsfeiern. Natürlich hätte man auch in eine noch größere Location – also etwa wieder in die Pyramide – ausweichen können. Aber man muss vor Augen haben, dass der Rapid-VIP-Klub der Veranstaltungsort für eine große Zahl von Weihnachtsfeiern der Rapid-Partner ist und diesen für gutes Geld vermietet wird und dieser Umstand zwingt Rapid geradezu, auch sein eigenes Fest in diesen Räumlichkeiten abzuhalten.

Das folgende Bild zeigt die Belegung der Tische nach der Wartenummer 2. Rechts oben neben der Bühne sind zwei Tische für das Präsidium und rechts die acht Tische für die Mannschaft rot als belegt markiert. Die Mannschaft wird übrigens bei unserer Weihnachtsfeier vollzählig  anwesend sein. Friederike will zwar nicht fotografiert werden, schafft es aber immer wieder aufs Bild.

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Um 9:30 geht es schon ans Verteilen der Karten. Das Fest kann beginnen!

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