Rapid-St.Pölten
5. Dezember 2016
Kurzberichte
9. Dezember 2016

1:1 (0:0)

Auf Augenhöhe mit einem spanischen Spitzenteam!

Mitgliederversammlung am 20.5.2019 mit:
Präsident Michael Krammer, Geschäftsführer Christoph Peschek und Präsidiumsmitglied Josef Kamper
Nur für Mitglieder!

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Wie weggeblasen ist das fehlende Selbstvertrauen, das wir noch im Hinspiel in Bilbao schmerzhaft erleben mussten. Es war sehr erfreulich anzusehen, dass die Mannschaft die Herausforderung angenommen und zu einem dem Spielverlauf gerecht empfundenes Remis erreicht hat.

Man kann natürlich einwenden, dass es um nichts mehr gegangen wäre und das Spiel – vor allem in der ersten Halbzeit – Testspielcharakter hatte. Aber das erreichte Unentschieden hat – wie wir noch sehen werden – weitreichende Konsequenzen für den österreichischen Fußball.

Wir haben mit Damir Canadi einen mutigen Trainer, der den Spielern vertraut. Bei der ersten Bekanntgabe der Aufstellung war man geneigt zu sagen, dass es eine Zweiermannschaft ist, die aufläuft. Aber davon war spielerisch nichts zu sehen.

Viele unter den Zuchauern hatten Befürchtungen ob des Einsatzes von Tobias Knoflach. Alle haben noch sein verpatztes Auftaktspiel gegen Mattersburg in Erinnerung. Mit der tollen Abwehr des Freistoßes in der 93. Minute war aber klar, dass Tobias eine fehlerfreie und in einigen Szenen überragende Partie gespielt hat.

Wer dieses bravouröse Spiel von Mario Sonnleiter gesehen hat, kann nicht verstehen, wie ein Trainer diese Kampfbereitschaft hat übersehen können. Und wie man vorgeht, wenn man zu viele Verteidiger hat, das zeigte der durchaus geglückte Einsatz von Christopher Dibon im Mittelfeld.

Auch die sehr lange Reservistenrolle von Tomi ist nicht ganz verständlich, zeigte er doch, dass er viele Pässe nach vorne gut behaupten konnte. Dennoch blieb das Tor dem Duo Kvilitaia-Joelinton vorbehalten, wobei vor allem die Ballbehauptung von Joelinton hervorgehoben werden muss.

Ein versöhnliches Ende einer eher glücklosen Gruppenphase mit Zuversicht für das letzte Heimspiel am Sonntag.

UEFA-Ranking

So schaute die Länder-Reihung vor dieser Runde aus:

14 Greece  4.400 6.100 6.200 5.400 4.400 26.500 3/5
15 Croatia 4.375 4.375 6.875 4.500 5.125 25.250 1/4
16 Austria 2.250 7.800 4.125 3.800 6.625 24.600 3/4
17 Romania 6.800 6.875 5.125 2.250 2.900 23.950 2/5

,,,und so nach dieser Runde

14 Greece  4.400 6.100 6.200 5.400 4.800 26.900 2/5
15 Austria 2.250 7.800 4.125 3.800 7.375 25.350 3/4
16 Croatia 4.375 4.375 6.875 4.500 5.125 25.250 1/4
17 Romania 6.800 6.875 5.125 2.250 3.100 24.150 1/5

Durch den Sieg von Salzburg und das Unentschieden von Rapid hat Österreich 0.5 + 0.25 Punkte dazubekommen, Kroatien hat nicht mehr gepunktet und wird auch nicht mehr punkten. Allerdings könnte der letzte rumänische Vertreter Astra Giurgiu noch im Frühjahr punkten und aufholen. Nach dem derzeitigen Stand der UEFA-Rangliste, würde Österreich einen 5. Startplatz für einen internationalen Bewerb erobert haben.

Fan-Support

Ján ist traurig über den schlechten Geschäftsgang vor dem Stadion.

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Der Block-West und auch sein Gegenüber, die beachtlich große baskische Abordnung, zeigten sich von ihrer besten Seite. Aber es sind auch nicht alle aus Spanien angereist, wie man am Transparent „Athletic Club Polish Fans“ (rechts unten im Bild) sieht.

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Die Choreografie des Block-West war wieder einmal ein kollektives Meisterwerk. „Eine Stadt, eine Kurve, ein Verein“ waren die Texte auf drei riesigen Transparenten, die sich lückenlos über die ganze Südtribüne erstreckten, unterstrichen von „Gemeinsam sind wir Eins“.

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Danach präsentierte sich der Block mit grün-weiß-grünen Umhängen.

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Mit dieser Choreografie hat man sich wieder einmal in die Reihe der Besten auf diesem Gebiet eingereiht; ein großartiger Abschied vom Bewerb. Viel hat ja nicht gefehlt, ein bisschen mehr Selbstvertrauen und ein bisschen weniger Eigentore hätten schon genügt.

Ich wäre neugierig zu wissen, wie viele im Stadion – außer den Gästen aus dem Baskenland, die das Transparent spontan beklatschten – gewusst haben, was die Worte „Justizia para Iñigo“ bedeuten.

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Vor vier Jahren wurde Iñigo Cabacas durch ein Gummigeschoß eines Polizisten tödlich getroffen und immer noch laufen Untersuchungen.

Wenn Du heute oder morgen etwas Gutes tun willst, komm zum Stadion zu einer „Charity-Veranstaltung“ des kleinen Mannes: „Punschtrinken für einen guten Zweck.“

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