Elektronische Bezahlsysteme

In unserer Zeit wird bald etwas zur historischen Kuriosität, wie folgendes Bild vom 9. September 2010 zeigt. Damals ging es gegen Porto, Besiktas und Sofia. Und wir stellten uns oft ziemlich lange vor den Kassen um Karten an. In den Jahren davor war es nicht besser.

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Wenn am kommenden Freitag der Verkauf des 3er-Abos an Abonnenten und nächste Woche dann der Verkauf an Mitglieder beginnt, ist man erstaunt, wie wenige Rapidler Schlange stehen. Klar, die meisten kaufen vor dem Computer sitzend; Electronic-Banking macht’s möglich.

Computer, unser liebstes Haustier

Computer und Handy sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Unsere Computer ist eher wie Katzen und weniger wie Hunde. Sie sind eigenwillig und man weiß oft nicht, wer denn genau der Herr im Haus ist. Damit man sich wenigstens ein bisschen sicherer fühlt, arbeite ich seit drei Jahrzehnten für einen Computer-Club und manchmal berühren wir Themen von durchaus täglicher Relevanz.

Ausnahmsweise lade ich alle Leser dieser Liste zu etwas ganz Unfußballerischen ein: zu einem Clubabend über

Elektronische Bezahlsysteme

Wolfgang Kremser, Roland Giersig, Franz Fiala

Wir sind in einer Zeit, wo die kontaktlose Bezahlung zu einem Durchbruch ansetzt. Die Bankomatkarte ist im Begriff, durch unser Handy ersetzt zu werden.

Bei diesem ersten Clubabend im Herbst werden wir elektronische Bezahlsysteme vorstellen. Nicht vollständig, dazu gibt es zu viele. Wenn aber jemand von Euch ein weiteres System vorstellen möchte, bitte um ein paar Bilder/Texte einige Tage vor dem Clubabend. 

Besonders interessant Punkte sind eine abschaltbare Prepaid-Karte (N26) und ein barrierefreies Handy-Bezahlsystem (boon).

Electronic Banking

Wir vergleichen die Online-Konten

  • BAWAG
  • ERSTE (George und klassisch)
  • BTV

Wir laden das Parkguthaben auf, buchen einen Parkschein und bezahlen eine ClubComputer-Rechnung

Kreditkarten

  • Master-/Visa-Card
  • N26 (Roland Giersig)

Wir kaufen ein Office-Produkt bei Microsoft und etwas bei Amazon.

Prepaid Kreditkarten

  • Rapid-Visa-Prepaid-Card

Entkoppelnde Bezahlsysteme

  • PayPal
  • Sofort-Überweisung
  • Klarna

Wir bezahlen eine ClubComputer-Rechnung.

Handybezahlsysteme

  • paybox
  • boon (Wolfgang Kremser)

bezahlsysteme

Wann und Wo?

  • Dienstag, 6. September 2016 18:00 (Vortrag ab 19:00)
  • Kulturschmankerl, Simmeringer Hauptstraße 152, 1110 Wien
  • gut mit Öffis zu erreichen: U3-Simmering, eine Haltestelle mit 6 oder 71 Richtung stadtauswärts.
  • Parkgarage genau unter dem Lokal. Einfahrt gleich am Anfang in der Kaiserebersdorferstraße. Vorfahren in den linken Seitengang bis zur Aufschrift “Simmeringer Hauptstraße 152”.

Anmeldung

Bitte um eine Anmeldung auf der Veranstaltungsseite von ClubComputer.

Oldie und Youngster, Steff und Rupi

Viele haben diesen Abend beim “Klub der Freunde des S.C. Rapid” mit Spannung erwartet, um zu hören, was einerseits die Pläne von Steffen Hofmann sind und was es anderseits mit den Angriffen gegen Max Entrup auf sich hat.

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Es war schon sehr erfreulich, dass die Spieler und besonders Max sehr freundlich und sogar enthusiastisch begrüßt wurden. Man hatte fast das Gefühl, als wolle man sich bei Max Entrup für die ziemlich aggressive Begrüßung im Stadion entschuldigen, denn ganz sicher steht das Gros der Stadionbesucher klar hinter dem talentierten jungen Mann. Alle, die Familie haben, die sich für ihre Kinder einen guten Job, und vielleicht auch ein bisschen Erfolg wünschen, können gar nicht anders als diesen fleißigen jungen Spieler bei Rapid willkommen zu heißen. Diese stille Mehrheit ist aber nicht so gut organisiert und vor allem nicht so laut wie der straff organisierte Block.

Eigentlich wäre Maximilian Entrup ein Max, da es aber schon den Max Hofmann und den Max Wöber gibt, nennt man ihn in der Mannschaft einfach Rupi.

Max begann seine Fußballerkarriere im niederösterreichischen Enzesfeld. Er was damals gerade einmal 7 Jahre alt und – Rapid-Fan. Wir wissen das von Bildern aus dieser Zeit und aus seinen Erzählungen. 9-jährig wechselte er zur Vienna, weil seine Eltern nach Wien übersiedelten.

Bei einem Turnier, bei dem er als 12jähriger mitgespielt hat, sprach ihn ein Austria-Scout (und nicht ein Rapid-Scout) an.

Für Max und seine Eltern stellte sich die Frage, ob er sich in der Zukunft eher einem Beruf und dem Fußball als Hobby widmen sollte, oder ob er sich eher in Richtung Profikarriere entwickeln sollte. Und eben wegen dieser Anfrage aus dem Kreis der Großklubs (die also sein Talent bestätigte) fiel seine Entscheidung für den Fußball. Er selbst hat sich die Austria nicht ausgesucht; es war einfach die Richtung nach oben, die ihn zu diesem Schritt ermutigt hat.

Seine Mutter bestand darauf, dass Max einen Beruf erlernt. Max entschied sich für eine 3jährige Ausbildung zum Koch/Kellner (und nicht für eine 5jährige Ausbildung), um mehr Zeit für den Fußball zu haben.

Es wird so um 2013 gewesen sein, als er als Mitglied bei einem Austria-Fanklub aufgenommen wurde und auch während eines halben Jahres bei einem oder anderen Spiel dabei war.

2012 wechselte Max zur FAC-Jugend, um schon ein kurze Zeit später bei FAC II mitzuspielen und Ende 2015 sogar zur Kampfmannschaft des FAC.

Und in dieser Rolle begegnete er erstmals Rapid. Es war am 15. Jänner 2016 als Mario Sonnleitner Rapid am Trainingsplatz beim Happelstadion zu einem Testspiel gegen den FAC führte. Rapid unterlag 1:3. Zwei der Gegentore steuerte Max Entrup bei.

Das dürfte auch der Zeitpunkt gewesen sein, dass sich Andy Müller den jungen Spieler genauer angeschaut hat.

Mir hat dieses Spiel im Jänner wieder einmal gezeigt, wie wenig ich davon verstehe, weil ich nicht erkannt habe, dass es eventuell an der Einzelleistung dieses Max gelegen ist, dass der FAC gewonnen hat. Meine Interpretation des Spiels war, dass sich beide Mannschaften auf eine schwere Frühjahrssaison vorbereiten müssen und dabei Rapid in einer durchaus guten Position in allen drei Bewerben war. Der FAC aber war in der Position eines Teams, das ums Überleben in der Liga kämpfte und daraus einfach mehr Kraft für das konkrete Spiel schöpfte. Ein solcher Sieg gegen Rapid (auch wenn es nur ein Testspiel ist) gibt Selbstvertrauen, auf dem man später, während der Saison, aufbauen kann.

Wahrend ich darauf geachtet habe, dass mir das eine oder andere Bild gelingt, hat Gerhard Niederhuber die Spieler genau beobachtet und sehr wohl erkannt, dass dieser Max Entrup einen wesentlichen Anteil am Erfolg des FAC hatte. Wenn es um Fußball geht, kann man von unserem Obmann ein Menge lernen.

Als Max seine Laufbahn schilderte, fiel auf, dass er das für einen 19jährigen, hauptsächlich am Fußballfeld sozialisierten, außerordentlich flüssig und sicher tat. Vielleicht hat es auch mit dem Kommunikationstalent zu tun, das er als Kellner mitbringt. Er hat auch Einblick in seine eigene Rückschau auf diese Zeit gegeben. Seine Mitgliedschaft bei diesem Fanklub war aus seiner Sicht die Episode einiger Monate, die im Rückblick als “Schuld” dargestellt und ziemlich aufgebläht wird.

Für Fanklubs aller Art könnte es aber eine Lehre sein, junge Spieler nicht für die Rolle eines Fans gewinnen zu wollen. Spieler sind kein Fans. Spieler sind das genaue Gegenteil. Sie sind das Idol und wir sind die Fans. Sie gehören nicht zu uns. Wir mögen ihre Nähe suchen, erfahren wollen, was ihre Motive sind, aber es ist einfach nicht ihre Rolle, bedingungslos zu einer Mannschaft zu stehen.

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Ja, wenn es passt, so wie beim Oldie Steffen Hofmann an diesem Abend, dass er tatsächlich Teil der Rapid-Familie wird und bleibt. Das ist dann wirklich etwas Einzigartiges, eine Art fußballerischer Ritterschlag durch den Anhang eines Vereins. Dann, wenn er seine Fußballschuhe an den Nagel hängt, dann wird er Teil von uns, dann erst wird der Fußballer Steff wissen, wie sich Fans fühlen. Nach einem Sieg oder nach einer Niederlage.

Natürlich ist die Freude bei jedem Spieler nach einem Erfolg sehr groß aber ebenso sicher ist, dass seine Freude bei jeder seiner Stationen der Karriere eben so groß ist, egal, wessen Farben er gerade trägt. Nur wir, die Fans sind vereinstreu. Spieler sind das nicht, können und sollen es nicht sein. So ist eben die Rollenverteilung.

An diesem Abend sollten auch Christoph Schößwendter und Thomas Murg kommen. Christoph musste aus familiären Gründen nach Salzburg fahren und Thomas wurde zur Vorbereitung der U21-Nationalmannschaft einberufen.

Kommende Veranstaltungen

  • Mo 26. September Mitgliederversammlung
  • Mo 7. November Mitgliederversammlung
  • Fr 2. Dezember Krampuskränzchen

Links

Bitte um Korrekturen

Unsere Homepage http://klubderfreunde.at ist eine schöne Sache. Wären wir eine Firma, muss eine solche Seite viele Qualitätskontrollen passieren, bevor sie publiziert wird. In diesem Fall seid Ihr diese Qualitätskontrolle. Wenn Euch etwas nicht gefällt oder etwas unklar ist oder nicht funktioniert, bitte schreibt mir das. Man kann diese Dinge relativ leicht korrigieren. Mail an: franz{at}fiala.cc

Bitte um Werbung für Homepage und Newsletter

Bei der Homepage sind wir darauf angewiesen, dass sie jemand mehr oder weniger zufällig findet und auf uns aufmerksam wird. Wenn er sich allerdings zu unserem Newsletter anmeldet, dann erfährt er automatisch, was es bei uns Neues gibt und wir können auch auf unsere Veranstaltungen hinweisen. Wenn also Euer(e) Sitznachbar(in) im Stadion zu uns passt, dann lade sie(ihn) zum Newsletter ein. Die Homepage muss jemand gezielt besuchen, den Newsletter bekommt er automatisch. Mail an: franz{at}fiala.cc mit “Vorname”, “Zuname”, “E-Mail-Adresse”. Alle Mitteilungen aus dem Newsletter bleiben auf der Tagebuchseite http://tagebuch.ewkil.at gespeichert und man kann sich dort auch über ein Formular zu dem Newsletter anmelden.

Unser Vorstand ist sehr darum bemüht, Akteure aus dem Rapid-Umfeld, Spieler, Funktionäre und – einmal jährlich – auch den Präsidenten einzuladen und mit ihnen zu diskutieren. Ich selbst habe seit meinem ersten Besuch 2009 keinen einzigen Abend versäumt und bin unserem Walter sehr dankbar, dass er mich damals eingeladen hat.

Rapid-RB

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Ein Sieg sollte nicht sein (das werden auch die Bullen sagen). Vielleicht sollten wir uns auf ein verdientes Unentschieden einigen. RedBull mit gefährlicheren Chancen in Einzelleistungen, Rapid mit mit großem kollektiven Druck, insbesondere in der Schlussphase.

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Wir sahen ein interessantes, kampfbetontes Spiel, mit je drei gelben Karten für die Teams.

Immer wieder sehr auffällig im defensiven Mittelfeld war Ivan Mocinic. Er wird allgemein als Spieler mit großer Spielintelligenz eingeschätzt. Das liegt an seinem schnellen und präzisen Passspiel. Martin meinte, dass seine Spielzüge vielleicht sogar zu schnell für seine Mitspieler sind. Vergleichsweise unauffällig war Joelinton. Er wirkte oft unentschlossen und zögerlich.

Die Hitze war für Spieler und Zuschauer eine ziemliche Herausforderung, es gab zwei Trinkpausen.

Es ist doch erstaunlich, wie lange es dauern kann, bis man zwei Rapid-Soda bekommt. Die Bezahlung ist nicht das Problem. Soda kommt nämlich nicht aus einem Zapfhahn, wie man vermuten würde, sondern aus gewöhnlichen Mineralwasserflaschen. Und deren Handling verzögert manchmal die Auslieferung.

Support

Wir sahen eine kollektive Meisterleistung, inszeniert von den Ultras.

Das Motto: “Da Proda is Vegaungenheit – ins Weststaion gengan jetzt die Leit”.

Eine Darstellung des Umzugs vom Happelstadion ins Allianz-, pardon Weststadion natürlich. Beide Stadien wurden in riesigen Transparenten dargestellt. Gefahren wurde mit einer Straßenbahngarnitur, die Haltestelle war hinter dem Tor. Grün-weißer Konfettiregen komplettierte die Inszenierung.

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An Attacken gegen den Geldgeber des Gegners hat es nicht gemangelt.

“Herst Didi, sieh’s endlich ein, der Wille des Universum ist stärker als eure Energy. In die Champions-League schafft ihr es nie! Schieß Red Bull!”

“Mateschitz kann noch so viele Millionen investieren, in der Champions-League werdet ihr niemals existieren.”

Dass für die Zufälligkeiten eines Fußballspiels sogar der “Wille des Universums” herhalten muss, hat mich erheitert.

Bemerkenswert war auch das spontane Absingen der Alfred-Körner-Hymne durch den Block-West.

Trotz aller Kritik für die Ablehnung des “Allianz-Stadion” durch den Block, muss man doch dem Block zugute halten, dass wir ohne seine Organisationskraft und Einsatzbereitschaft ein zwar schönes aber nur durchschnittliches Stadion wären. Mit diesem Block ist aber ein Spiel in Hütteldorf für jeden Gast, ein ganz besonderes Ereignis, das zum Wiederkommen ermuntert.

Die Prozedur zu Spielbeginn mit den Wappen am Spielfeld und dem symbolischen 12. Mann, getragen von Mitgliedern sowie die zwei gemeinsam gesungenen Hymnen ist ein sehr gelungenes Ritual, das von allen gut angenommen worden ist. Es ist auch gut, dass die alte Hymne nicht wie am Beginn ganz à capella und dadurch auch schneller gesungen wird.

Da, wo wir sitzen

Wir sitzen in der Reihe 13, oberhalb des Mundlochs des Sektors 11.

In unserer Sitzumgebung ist viel Prominenz zu sehen. Vor uns “die Gärtner”, Josef und Peter, die schon mehrmals in der Rapid-Viertelstunde zu sehen waren, rechts Andreas Schieder, hinter uns Peter Pilz, beide Kuratoriumsmitglied und Abgeordneter zum Nationalrat, ebenfalls hinter uns Florian Scheuba, Kabarettist.

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Links

Neue Freunde

Wir begrüßen in unserer Liste zwei prominente Mitleser: Werner Walzer, Rapid-Legende mit 326 Einsätzen (Link), Mitglied des Legendenklubs, Hobbyfotograf (den ich mehr oder weniger zwangsrekrutiert habe) und Andreas Frey, den Obmann des Rapid-Fanklubs “Grüne Reblaus Wachau”.

[Auf  jedem versendeten Tagebucheintrag befindet sich unten ein Abmeldelink.]

Andreas steht mehrfach mit Rapid in Beziehung. Sein Bruder Wolfgang ist als Masseur Rapid-Urgestein. Andreas ist aber auch der Trauzeuge von Barbara und Steffen Hofmann. (Diese Zeugenschaft ist eine wechselweise.) Weiters pflegt er eine Sammlung von Rapid-Andenken, wie Original-Trikots, Wimpeln und anderen Erinnerungsstücken, die man durchaus schon als Museum bezeichnen kann. Ein ganz besonderes Stück ist das letzte Trikot von Didi Kühbauer im Rapid-Dress. Bilder dieser Erinnerungsstücke haben auch Einzug in Bücher der “Wuchtl”-Serie von Funki Feurer gefunden. Während der Entstehung der Rapid-Chronik hat Andreas mit Roland Holzinger zusammengearbeitet. Kurz, ein bemerkenswert engagierter Rapidler!

Andreas wäre bereit, mir seine Sammlung zu zeigen und er wird sicher nichts dagegen haben, wenn sich jemand aus unserer Runde anschließt. Wir laden “die Reblaus” nach der Besichtigung zu einem Mittagessen in der Wachau ein. Es erfordert nur Interessenten und einen geeigneten Termin. Bitte melden!

 

Die Zuckerpüppchen des Tifus

Asterix Band 18. “Die Lorbeeren des Cäsar”

Warum man in allen möglichen Situationen des Fußball-Alltags immer dazu passende Szenen aus Asterix assoziiert, hängt mit der Lebensweisheit seines Schöpfers, René Goscinny zusammen. Hier wie dort geht es um das Leben und der jeweilige Hintergrund ist austauschbar.

Wie der Asterix-Leser weiß, kauft Cäsar seine Sklaven beim Sklavenhändler Tifus. Dort gibt es ganz ausgezeichnete Ware. Und weil Asterix und  Obelix zu Cäsar gelangen wollen, heuern sie bei Tifus an, landen aber durch ein Missverständnis bei Claudius Überfluss, einem reichen Römer.

Und weil sie halt schon da sind und nicht gerade billig waren, müssen die beiden “Zuckerpüppchen” die Rolle der ohnehin im Überfluss vorhandenen Sklaven übernehmen. Sehr zum Missfallen des Haushofmeisters Kurzschluss, der sich übergangen fühlt.

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Asterix und Obelix stehen für die neuen, teuren Spieler, und der übergangene Kurzschluss für die “aussortieren” Spieler, die Rapid verlassen mussten.

Rapid, ein Ausbildungsverein

Irgendwann in der Ära Rudi Edlinger wurde uns das bewusst gemacht, dass es das Schicksal der Vereine in den kleineren Ligen ist, Spieler auszubilden, die besten von ihnen in die Auslage der Kampfmannschaft zu stellen und auf Käufer zu warten und aus dem erwirtschafteten Mehrwert den Verein zu finanzieren.

Das ist bei Rapid in Einzelfällen gut gelungen, manchmal aber auch nicht.

Es gibt sowohl global als auch in der österreichischen Liga eine Nahrungspyramide der Fußballvereine. Ganz oben stehen die Großen, hier Bayern, Madrid, Manchester, dort RB, Rapid, Austria. Diese Top-Klubs beobachten den Spielermarkt und kaufen von den weiter unten in der Pyramide stehenden Vereinen. Entweder will man sich dabei verstärken oder die Gegner schwächen, je nachdem.

Rapid kaufte Deni Alar, Philipp Prosenik und Philipp Huspek “weiter unten” in der fußballerischen Nahrungspyramide ein, um die Spieler zu entwickeln. Irgendwie hat das aber nicht geklappt. Sie wurden nicht eingesetzt, und wenn, dann zeigten sie nicht das, was Publikum oder Trainer wollten.

Negativ-Auslese

Jetzt sind sie abgegeben worden, eine Art Negativ-Auslese. Wer aber meint, dass ihre Karriere weiter dahindümpelt, hat sich getäuscht. Bei Sturm und Wolfsberg drehen die drei so richtig auf. Deni Alar und Philipp Prosenik schießen für ihre neuen Vereine in den wenigen Spielen seit Saisonbeginn mehr Tore als für Rapid in einer ganzen Saison. Und warum? Wir können alle darüber rätseln, vielleicht rätselt ja der Rapid-Sportdirektor auch.

Es erinnert an das typisch österreichische Schicksal, dass man im eigenen Haus erst dann was gilt, wenn man sich im fußballerischen “Ausland” bewährt. Zu schwach für Rapid aber stark genug, um gegen Rapid Tore zu schießen. Motivation ist alles, im Fußball.

Es hat auch mit dem jüngsten Wohlstand von Rapid zu tun. Hat man wenig Geld muss man sich nach der Decke strecken und muss mit den Spielern auskommen und sie fördern. Ist aber Geld da, kauft man fertige Spieler “bei Tifus” ein – die dann gegen Altach und Wolfsberg verlieren.

Sogar das zuerst bejubelte 4:0 gegen die Admira schaut im Lichte des gestrigen 5:0 von Wolfsberg gegen dieselbe Admira gar nicht mehr so großartig aus.

Was müssen wir folgern? Diese Spieler wurden bei Rapid nicht richtig behandelt, warum auch immer. Sie konnten bei Rapid nicht das zeigen, was sie können. Entweder erkannten das die Betreuer nicht oder sind sie der Meinung, dass “die Luxussklaven von Tifus” die bessere Wahl sind, weil sie mehr kosten?

Momentaufnahme

Der Alltag des Fußballs sind Momentaufnahmen. Was diese Momente schließlich bedeuten, ob es symptomatisch ist oder doch nur Eintagsfliegen, werden wir erst am Saisonende wissen.

Persönlich schätze ich unsere neuen Spieler und ihre Spielweise sehr und ich will hier auch gar nicht eine Schuldzuweisung aussprechen.

Es ist einfach das Faktische der Situation von Rapid, ganz oben in der fußballerischen Nahrungspyramide des österreichischen Fußballs zu stehen. Die Entscheidungen werden getrieben vom Anspruch des Vorstands und des Anhangs, und alle versuchen immer das Beste für den Verein zu wollen. Dazu kommt der frische Geldregen im Zuge der Aufbruchsstimmung rund um das Stadion, der das Einkaufsverhalten überhaupt erst ermöglicht.

Nach einigen Runden kann alles wieder ganz anders ausschauen und diese Anmerkung ist dann wieder völlig hinfällig. Aber heute, angesichts der Erfolge der von Rapid abgegebenen Spieler, fragt man sich, wieso sie das bei Rapid nicht zeigen konnten.

Da aber Asterix und Obelix, die Neuen, schließlich doch an ihr Ziel kommen, nämlich zu Cäsar, wollen wir auch für Rapid langfristig hoffen, dass es den Neuen bei Rapid auch gelingen möge, mit Rapid Titel zu holen.

Amstetten-Rapid II

2:2 (1:2)

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Das Spiel begann mit großem Elan seitens Rapid II. Das Engagement wurde durch ein frühes Führungstor durch Dino Kovacec belohnt. Trotz Ausgleichs durch Amstetten konnte wieder Dino Kovacec vor der Pause auf 2:1 erhöhen.

Was genau Amstetten-Trainer in der Kabine seiner Mannschaft mitgegeben hat, wissen wir nicht aber der Spielverlauf war nach der Pause genau umgekehrt. Amstetten baute einen enormen Druck auf und nur Glanzparaden von Paul Gartler konnten zunächst den Ausgleich verhindern.

Der in der 83. Minute eingewechselte Bernhard Fila musste noch in derselben Minute mit Rot vom Platz. Der Druck von Amstetten erhöhte sich weiter. Ein schlimmes Foul an Dino Kovacec in der Nachspielzeit wurde nur mit Gelb geahndet, hätte sich aber aus unserer Sicht Rot verdient. So aber kam es noch zu einem Angriff der Amstettner, der nach einem Freistoß in der Nachspielzeit zum Ausgleich führte; sehr zur Freude der Mannschaft und des Publikums.

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Alles in allem ein schwer erarbeiteter Punkt, mit dem man durchaus zufrieden sein kann.

Umgebung

Die Haupttribüne war voll besetzt. In den Spielberichten findet man aber nichts über die Zuschauerzahlen.

Der Anhang des Eisbärenklubs präsentierte sich – wie immer – lautstark und verwendete Trommeln und “Klatschbretter” zur akustischen Verstärkung.

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Eine Handvoll Rapidler verirrte sich nach Amstetten. Wir bekamen einen letzten Platz in der ersten Reihe. Die meisten Zuschauer waren schon zum Vorspiel zwischen Amstetten II und Petzenkirchen gekommen; für sie war das Regionalligaspiel eine Draufgabe. Bei uns war es genau umgekehrt. Im Bild Florian und Christian.

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Durch die Nähe zu Rapid-Trainerbank konnten wir die Anweisungen von Muhammet Akagündüz hören aber um sie auch zu verstehen, muss man wohl Fußballer sein. Wenn er “Ballbesitz” schreit, gut, da kann man sich was darunter vorstellen aber was kann er meinen, wenn er dem Dino Kovacec zuruft “Dino sechs”? Eventuell, dass er auf die gegnerische Nummer 6 aufpassen soll? Man kann aus diesen Zurufen schon erkennen, dass wir, die Zuschauer, dasselbe Spiel unter einem ganz anderen Blickwinkel sehen und das Spielverständnis eines Trainers bei uns nicht gegeben ist.

Trainer

Dafür freuen wir uns über einen gelungenen Ausflug ins Mostviertel und einen kulinarischen Ausklang beim (noch nicht umgebauten) Mäc im Shoppingcenter Amstetten.

Links

Rapid-Viertelstunde vom 26.8.

  • Vorbereitung Europa League (Peter Klinglmüller, Roman Lorenz, Harry Gartler)
  • Rapid-Nachwuchs gegen Györ (Willi Schuldes)
  • Neue Mitglieder-Offensive (Michael Krammer, Stefan Kjaer, Christoph Peschek)
  • Vereint unter dem Wappen (Michael Krammer)
  • Video
  • Verzeichnis

Ab sofort werden die Akteure in den Videos angegeben, damit man sie später im Verzeichnis besser finden kann.

Rasenpflege, aber richtig

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Bei unserer Stadionführung begegneten wir einem bisher ungelöstes Rätsel. Am Spielfeld fanden sich “Dinger”, die an eine Gartenbeleuchtung erinnern.

Bei unserem Besuch im Business-Club hat uns Harry Gartler die Funktion erklärt. Es handelt sich um Niederschlagsmesser, die dem Stadionteam bei der richtigen Bewässerung helfen. Dabei genügt nicht ein einzelnes Messgerät. Es sind insgesamt etwa 10, die besonders an den Rändern des Spielfeldes platziert werden, damit man auch die Trockenzonen an den windabgewandten Seite erfassen kann.

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0:2 (0:2)

Was bei der Ankunft in Hütteldorf auffällt, ist die große Betriebsamkeit rund um das Stadion. Auch die ÖBB tragen ihren Teil dazu bei und haben in den letzten Tagen die Eingangstore zum Bahnhofsgelände auf Vordermann gebracht:

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Ich hatte einen Parkgutschein (Bild siehe EwkiL: Trencin-Rapid Eintrittskarte) für die P+R-Anlage und habe mich darüber gewundert, dass dieser Schein, der das Format einer Stadion-Eintrittskarte hat, für die Einfahrt-Automaten nicht geeignet ist. Bei der Einfahrt wurde das Rätsel aufgelöst, denn dort standen fünf Mitarbeiter der Rapid-Crew und tauschten Gutschein gegen Einfahrtticket.

Drei Stunden vor Spielbeginn waren alle Lokale voll besetzt. Es ist nicht nur das schöne Wetter, der Rapid-Anhang will mehr von “Rapid” – und bekommt schließlich eine Heimniederlage serviert.

Beim Eingang in die Röhre gibt es einen großen Bildschirm, der die Wettquoten 1,25 : 5,00 : 9,00 anzeigte.

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Ich sagte zu Marcel, dass wir verlieren würden, denn unsere Einschätzung der aktuellen Spielstärke orientiert sich überwiegend nach den bisherigen Ergebnissen und bezieht den inneren Schweinehund nicht ein, der bei diesem Spiel wohl die Hauptrolle gespielt haben dürfte.

Natürlich wäre der zusätzlich UEFA-Punkt im Falle eines Sieges für Rapid und anteilig für die Österreich-Wertung ein Vorteil gewesen aber welcher Spieler denkt an so was, wenn er schon 4:0 führt. Wahrscheinlich keiner.

In der Röhre

Ein Besuch im “ersten Stock” von Rapid, also in der Röhre. ist nicht für alle Tage aber einmal möchte man doch in das dortige Geschehen Einblick haben. Es sollte ein Geschenk für Marcel sein aber es war natürlich ein eben solches für uns, Florian und Franz, die ihn begleiteten. Solche Geschenke sind echt praktisch.

Diese VIP-Zone ist auch noch in weitere Kategorien unterteilt. Die Logenbereiche sind für die Gäste des Business-Club (EBENE 1 und EBENE 2) nicht zugänglich. Man kann Tageskarten für die EBENE 1 (150,- Euro), oder EBENE 2 (190,- Euro) kaufen. Der Unterschied ist der Zugang zur Rekordmeisterbar und zur Dachterasse. Natürlich wollten wir das alles sehen und buchten daher die EBENE 2. Hinweise: Bei Spitzenspielen, wie zum Beispiel gegen RB und gegen die Austria kostet die Ebene 2 400,- Euro, alles exklusive Mehrwertsteuer.

Aber an diesem Tag war alles anders, denn es gab einfach zu wenige Tagesgäste, sodass man für alle einheitlich nur die Ebene 2 geöffnet hat. Der Mehrpreis von 40,- Euro wird uns von Rapid zurück überwiesen. Durch diesen Zufall kamen wir in den Genuss der Rekordmeisterbar und der Dachterasse zum Minimalpreis.

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Wer sich für einen Besuch des VIP-Bereichs interessiert findet bei den Tagesangeboten alle Hinweise. Hier ein Blick in den VIP-Bereich der Ebene 2:

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Man hat auf jedem Platz eine Blick auf einen Monitor. Alle Ansagen von Andy Marek werden eingeblendet.

Wenn es nach dem Spiel eine Nachbesprechung mit besonderen Gästen gibt, dann findet diese auf Ebene 2 statt. Gäste der Ebene 2 können über einen Ausschnitt im Boden zuschauen.

Warum besucht man den Business-Club?

Es ist eine einzigartige (Rapid-)Umgebung. Diese Fotos wurden fast alle von unseren Sitzplätzen aufgenommen:

Legenden

Ernst Dokupil, Patrick Jovanovic, Werner Walzer, Alfred Körner, Arnór Ingvi Traustason, Srđan Grahovac. 

Diese Sitze sind für die Rapid-Legenden reserviert:

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Dieses Foto möchte ich ebenfalls hervorheben, denn die junge Dame ist der neue Shooting-Star der ORF-Reporter, und von der männlichen Jugend schon fast so verehrt wie die Meister des Balles. Im Bild Marcel, Kristina Inhof und Florian.

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Und gleich noch eines mit Arnór Ingvi Traustason.

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Hospitality

Die Speisekarte ist in Form eines Spielfeldes angeordnet. Es gab:

Vor dem Spiel

  • Gelierte Melonensuppe
  • Orechietti, Salbeisauce, Paradeiser
  • Kalbsrollbraten, Schupfnudeln, Kürbisgemüse
  • Reisfleisch mit knuspriger Petersilie

Pause

  • Alt-Wiener Schinkenfleckerl
  • Kürbisgulasch und Gebäck

Nach dem Spiel

  • Powidltascherl mit Knusperbrösel und Vanillesause
  • Schwarzwäldercreme
  • Buttermilchcreme Passionsfrucht
  • Wiener Naschereien

Man ist sein eigener Kellner (zumindest geht es so schneller)

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Rekordmeisterbar

Hier ist es endlich, das reichhaltige Bierangebot: Rotes Zwickl, Goldfassl, Wiener Original und Ottakringer.

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Über den Dächern von Hütteldorf

Solche Nachte sind ideal für einen Besuch der Dachterasse, wo man sich unter den Rekordmeistersternen einen Abschiedsdrink genehmigen kann.

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Links

Rapid Durchblick

Fußball lebt davon, dass man abseits der Spiele mehr als anderswo ins Innere einer Firma schauen kann, wer wann wo aufsteigt, absteigt, dazukommt, weggeht.

Aber alles, was man über die Webseite und die Newsletter von Rapid erfährt, ist stark gefiltert. Gefiltert durch den Blick der Medienverantwortlichen, die genau wissen, was dem Image des Vereins gut tut und was nicht. Nicht alle Details eines Umbruchs – wie zuletzt bei der Trennung von von Zoki Barisic – ist dem Publikum bekannt und das ist wahrscheinlich für alle Beteiligten gut so.

Es ist schon etwas Besonderes, wenn in diesen gefilterten Nachrichten der Pressesprecher selbst einen Blog betreibt, indem er von Zeit zu Zeit seine persönlichen Erlebnisse schildert.

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Peter Klinglmüller betreibt als Einziger aus der Rapid-Belegschaft einen eigenen Blog unter dem Namen KlickitPedro und berichtet darin unter anderem auch über seine eigenen Eindrücke bei diversen Rapid-Events.

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Wie erfährt man nun, ob er gerade etwas berichtet oder nicht? Man muss von Zeit zu Zeit auf seine Seite http://kickitpedro.blogspot.co.at/ schauen oder den Blog in seinen News-Reader aufnehmen.

In seinem letzten Bericht über seine Reise nach Žilina (Zilina war eine Reise wert), berichtet er – so wie auch wir in unserem Blog – über das preiswerte slowakische Bier. Daneben aber auch über skurrile Auswirkungen von UEFA-Bestimmungen.

Die Mannschaft logierte gemeinsam mit dem mitgereisten Rapid-Verantwortlichen inklusive Ehrenpräsident und den VIP-Gästen im Hotel Holiday Inn, keine 100 Meter vom Stadion. Aber die Mannschaft musste diesen Weg aufgrund der UEFA-Vorschriften mit dem Mannschaftsbus zurücklegen und wurde prompt von einem Polizei-Fahrzeug, das den Weg verstellte, aufgehalten.

Diese Kleinigkeit ist zwar nicht besonders wichtig aber es ist ein Detail, das wir aus einer offiziellen Presseaussendung nicht erfahren werden. Ich werde mich daher weiter in den Blog von Peter einklinken und Euch von Zeit zu Zeit auf eine seiner Erlebnisse hinweisen.

Was wird über Rapid berichtet?

Wenn man aber so anfängt, täglich bei den diversen Sport- und Tageszeitungen vorbeizuschauen, dann gibt es viele Seiten, die man täglich besuchen müsste, um zu erfahren, was wer über Rapid berichtet. Man ist in der Rolle eines Pressebeobachters und das kann in Arbeit ausarten.

Da mich Rapid-Inhalte sehr interessieren, habe ich mir eine eigene Seite zurechtgelegt, die genau das macht, nämlich bei allen möglichen Informationsanbietern nachzuschauen, was an einem bestimmten Tag über Rapid berichtet wurde und so habe ich den Bericht von Peter auch entdeckt. So hat die Seite vom 20. August ausgeschaut und gleich am Anfang steht der erste Absatz des Berichts mit einem Link zum ganzen Text:

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und so ruft man diese konkrete Seite auf: http://klubderfreunde.at/news.aspx?id=2016-08-20

Diese Meldungen gab es insgesamt an diesem 20. August:

Aus insgesamt 30 Nachrichtenkanälen werden Meldungen gefiltert, die mit Rapid zu tun haben. Diese Nachrichtenkanäle sind Forza-Rapid, EwkiL, abseits.at, KickitPedro, Ultras-Rapid, Bundesliga, ÖFB, Ballesterer, 90minuten, Brucki, AustrianFootball, Rapidhammer, Weltfußball, UEFA, FIFA, FIFA-Ö, Kicker, Kicker-BL, Kicker-BL2, Transfermarkt, Kurier, Österreich, DerStandard, DiePresse, Krone, Heute, Laola1, Sportnet, ASB-Rapid, WienEnergie.

An Spieltagen kann das eine ganze Menge sein.

Es genügt also der Besuch dieser einen Seite http://klubderfreunde.at/news.aspx, um alles über Rapid aus diesen 30 Nachrichtenkanälen zu erfahren. Wenn hier, Rapid-Tagebuch über ein Spiel berichtet wird, dann wird die im Spielbericht angegebene Linkliste genau aus dieser Seite hergestellt.

Wenn man einmal einige Tage keine Zeit gehabt hat, die Seite zu besuchen, macht das nichts, denn alle Meldungen seit 1.1.2015 bleiben gespeichert.

Nur fast perfekt

Eine tolle Quelle von Rapid-Information mit einem Wermutstropfen:  seit der Umstellung auf die neue Homepage ist Rapid nicht mehr bei diesen Nachrichtenkanälen dabei, weil Rapid keinen RSS-Feed auf seiner Seite anbietet. Dieser Bericht ist daher auch ein bisschen in Richtung Medien-Team bei Rapid gerichtet, mit der Frage, ob man nicht einen solchen News-Feed wieder einrichten könnte. In einem CMS-System bedeutet das normalerweise nur das Aktivieren der Funktionalität und schon kann man die News wie im obigen Beispiel zusammenfassen.

Ein Rapid-Archiv

Das Besondere an dieser Seite ist, dass die Meldungen auch gespeichert bleiben und man eine Recherche über frühere Berichte anstellen kann. Beginn der Aufzeichnungen ist der Dezember 2014. Bis heute sind mehr als 150.000 Meldungen gespeichert, von denen ein kleiner Teil Rapid betrifft.

Wolfsberg-Rapid

1:1 (0:1)

Das Spiel erinnerte von der Dramaturgie her an das letzte Spiel in Wolfsberg, das 2:2. Damals, im Mai, waren wir sogar 2:0 voran und kamen doch nur mit einem Punkt heim. Damals war aber die Überlegenheit deutlicher und die kolportiere Kabinenpredigt von Andy Müller soll es in sich gehabt haben.

Heute ist das Führungstor für Rapid aus einem Corner entstanden. Das kam überraschend und entsprach nicht unbedingt dem Spielverlauf.

Was dann nach der Pause geschah, war ein sehr defensiv orientiertes Spiel von Rapid und man hatte den Eindruck, als wolle Rapid einen 4:0-Vorsprung verteidigen. Die Bestätigung und die Vorahnung auf das, was nun kommen würde, war der Wechsel Schwab gegen Auer, also eine Stärkung der Defensive.

Man ist natürlich kein Hellseher, was die zukünftige Spielentwicklung betrifft, hätte aber Mike Büskens das letzte Spiel vor Augen gehabt, hätte er wissen können, dass die Rapid-Viertelstunde nicht nur für Rapid da ist, sondern für alle Mannschaften, die mit letzter Kraft alles nach vorne werfen, um den Punkt zu retten, was dann den Wolfsbergern auch gelungen ist. Wolfsberg nutzt die Rapid-Viertelstunde. Jo derfens denn des?

Die Lehre: ein 1:0 ist kein Ruhekissen, speziell nicht in Wolfsberg.

Es war ein frustrierendes und schwaches Spiel von Rapid. Wo war die Spielfreude von Žilina? Brauchen die Spieler den Kick eines internationalen Spiels, um so zu spielen, wie es sich für einen Rapidler gehört?

Oder ist es eben so, dass Rapid von allen anderen Vereinen sehr gut beobachtet und analysiert wird und daher die Gegner unser Spiel sehr früh unterbinden. Rapid ist das Žilina unserer Gegner. Wenn Rapid kommt, sind die meisten Zuschauer am Platz, und die Spieler laufen zu ihrer Höchstform auf.

Niemand kann Rapid besser stoppen als Altach und Wolfsberg. Und es dürfte die mangelnde Motivation sein, die dabei eine große Rolle spielt. Wir können jetzt nur mehr auf den Stadioneffekt hoffen, denn spielerisch kann man gegenüber dem Vorjahr keine Veränderung bei den Auswärtsspielen bemerken.

Rund um das Spiel

Wir fuhren mit dem lustigen Rapid-Bus. Das Duo Maria und Hans (im Bild vorne) organisierten alles perfekt. Zum Essen gab es Wurstsemmeln und Bier.

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Die Lavanttal-Arena war gut besucht:

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Die Choreografie “Immer vorwärts Rapid-Wien” hüllt die Fantribüne in grün weißen Rauch. Zwei Mann halten das Rapid-Wappen in die Höhe.

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Das Tor zum 0:1 durch Christoph Schößwendter, Kogler wirft sich vergebens in die Ecke.

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Die Choreografie am Beginn der zweiten Halbzeit wartet mit grün-gelb-rotem Rauch auf, unter dem Motto “Immer fröhlich, Rapid Wien”. Irgend wie hatten wir das auch vor, fröhlich zu sein aber daraus wurde nichts. Leider.

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Der Beginn der Rapid-Viertelstunde, untermalt durch Bengalen.

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Links

Rapidviertelstunde vom 19. August 2016

  • Die grün-weiße Stadionführung (Thorsten Leitgeb)
  • Jahreskarte ersetzt Rapid-Marie
  • LG ist neuer Rapid-Partner
  • Anmeldung zur Tormannakademie
  • Rapid-Pressechef im Interview (Peter Klinglmüller)
  • Video

Trencin-Rapid

0:4 (0:1)

Wer erinnert sich nicht an das Spiel in Thun, das ebenfalls auf Kunstrasen stattgefunden hat und bei dem Rapid gar nicht gut ausgeschaut hat. Das ist erst zwei Jahre her. Seither hat die Mannschaft aber eine sehr positive Entwicklung genommen und der Kunstrasen war kein Problem, denn er war auch für unseren Gegner kein besonderer Vorteil; deren Anlage in Trenčín verfügt über einen Naturrasen.

In Einzelsituationen zeigte die gegnerische Mannschaft auch ihre Qualität. Dibon musste sich mit seinem wendigen Gegenspieler ziemlich abmühen und konnte dessen Vorstöße oft nur zum Corner abwehren.

Zur Halbzeit war das Spiel auch trotz des herrlichen Treffers von Louis Schaub noch nicht entschieden. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde Rapid für etwa 8 Minuten ziemlich eingeschnürt – offenbar die Folge einer Kabinenpredigt des Trainers – fand aber im Zuge eines Entlastungsangriffs durch das zweite Tor von Louis Schaub die richtige Antwort.

Einzelne Spieler der Slowaken erschienen mir sehr stark am Ball, konnten ihren Ballgewinn im Kollektiv weniger gut verwerten. Rapid dagegen konnte das gegnerische Spiel meist sehr rasch unterbinden.

Insgesamt ein Riesenerfolg von Rapid, ein fußballhistorischer Sieg mit einem entfesselten Dreifachtorschützen Louis Schaub. Im folgenden Bild verabschieden sich die Spieler hüpfend vom Block. Im Hintergrund die eher arbeitslosen Polizei.

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Die erste Reaktion von Trenčín  nach Bekanntwerden der Auslosung war, dass man meinte, mit Rapid ein Traumlos gezogen zu haben. Und vielleicht war das auch der Anfang vom Ende, denn einen Gegner zu unterschätzen, ist keine gute Ausgangssituation.

Spieler von Trenčín

Transfermarkt gibt den Kaderwert des Gegners mit 5,5 Millionen Euro an.  Es sind fünf Spieler aus dem Kamerun dabei, zwei Chinesen, zwei Holländer, ein Argentinier, also ein durchaus international verstärkter Kader. Man fragt sich, wie denn das bei den geringen Zuschauerzahlen finanziert wird. Wahrscheinlich über die Fernsehgelder und wahrscheinlich sind die Gehälter in der Slowakei auch weit unter unserem Niveau.

Anreise

Was sind die typischen Angebote eines Bahnhofskiosk; also zumindest jenes am Hütteldorfer Bahnhof? Richtig Whiskey und Wodka; und nicht einmal wenig.

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Treffpunkt war laut Fahrkarte 12:30, Abfahrt 13:00. Die Busse kamen aber erst um 13:20, abgefahren wurde um 13:45. Verspätung? Nein, Absicht! Hätten die Busse nämlich tatsächlich um 13:00 abfahren wollen, hätten sie ohnehin auf Nachzügler warten müssen. Erfahrungswerte des Rapid-Klubservice!

Die Wartezeit haben wir uns im gut besuchten Stags Head verkürzt. Im Bild Florian, Gregor und Thorsten.

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Das Klubservice hat auch einen Kiosk im Stadion und die Toilettenanlagen der West geöffnet. Das folgende Bild der Aufgänge im Block-Wet erinnert mich ein bisschen an Kirchenfenster.

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Die bequemen klimatisierten Busse (unserer war ein Stockbus) nahmen auf der Fläche vor dem Allianz-/Weststadion Aufstellung und fuhren dann über Altmansdorf und S1 Richtung Bratislava. Hier ein Bild von der kurzen Rast an der Grenze:

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Die Fahrzeit mit einem Privat-PKW nach Žilina beträgt etwa 2,5 Stunden. Mit dem Bus-Konvoi und zwei Pausen sind wir etwa 4 Stunden gefahren.

Durchgehende Autobahn. Landschaftlich sehr ansprechend. Man fährt ab Bratislava immer im Tal der Waag, die bei Komárno, südöstlich von Bratislava in die Donau mündet.

Stadion

Das Stadion liegt in einem wenig attraktiven Industriegebiet zwischen Fluss, Autobahn auf der einen und Bahnstrecke auf der anderen Seite. Wegen der Dachkonstruktion und der offenen Ecken erinnerte das Stadion an unser früheres Hanappi-Stadion.

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Hier ein Blick über das Stadiondach zum benachbarten Holliday-Inn, in dem die Mannschaft und auch die VIP-Gäste logierten:

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Die Stadt

Man hatte den Eindruck, als hätten die Sicherheitsbeauftragten der Stadt alle Sicherheitskräfte der weiteren Umgebung in Žilina zusammengezogen. Am Weg zur Innenstadt mussten wir durch eine Art Spalier gepanzerter Polizisten durch. Sogar berittene Polizei gab es. Aber alles halb so wild, es war für die Polizei ein sehr ruhiger Abend ohne großen Arbeitseinsatz. Zumindest war das unser Eindruck. Es wurde berichtet, dass man mit den Fans von Legia Warschau, dem vorigen Gegner von Trenčín, ganz andere Erfahrungen gemacht hat.

Ein Blick auf die Innenstadt:

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Wir besuchten das Chefrestaurant in der „Národná 814/4“ mit einem sehr guten Beef-Tartare aber sehr unregelmäßigen “Lieferzeiten”.

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Preise

Die Slowakei dürfte ein Paradies für Biertrinker sein. Der slowakische Bierpreis ist etwa ein Drittel des unsrigen. Ein Krügel Zlatý Bažant (Goldener Fasan), der dortige Platzhirsch, kostet in einem Restaurant 1,30 Euro. Wenn man diese Relation 3:1 annimmt, wäre das dortige Essen sehr teuer. Ein Salat kostet nämlich 6,- Euro und das wieder ist im Vergleich mit dem Bier extrem und würde – immer den Bierpreis als Vergleich herangezogen – bei uns 18,- Euro kosten müssen.

Im Stadion gab’s kein Bier, klar, internationaler Bewerb. Eine Heiße kostete 3,50, alkoholfreie Getränke zwischen 1,- und 1,80. (Siehe Bilder)

Ein Niedriglohn-Land.

Fansupport

Es war ein Heimspiel für Rapid. Von insgesamt 4100 Zuschauern war mehr als die Hälfte aus Wien angereist. Na, ist das nicht wie unser ehrwürdiges Hanappi-Stadion, diese Blick auf den imposanten Block-West?

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Die örtlichen Fans waren eher Zuschauer, so wie wir. Keinerlei organisierter Support. Der Stadionsprecher bemühte sich, die Leute zum Klatschen zu motivieren.

Eine eindrucksvolle, weil sehr einheitliche  Schalparade bildete die Choreografie des Blocks. Die Schals wurden kostenlos verteilt, erzählte uns Christian.

Für das heimische Publikum bot dieses Spiel in mehrfacher Hinsicht Neues.

Zum einen war das Ergebnis geradezu deklassierend. In keinem anderen Spiel in der Liga hat man eine solche Niederlage eingefahren.

Uns schienen die 4100 Zuschauer sehr wenig für ein internationales Spiel aber bedenkt man die sonstigen Zuschauerzahlen in der slowakischen Liga, war das ohnehin ein guter Besuch. Zu einem durchschnittlichen Ligaspiel kommen gerade einmal 1500 Zuschauer.

Der Support des Rapid-Blocks muss dem heimischen Publikum irgendwie überirdisch vorgekommen sein. Der Kontrast des wienerischen Dauersupports zu der vergleichsweise geringen Anteilnahme zeigte einen großen Unterschied in der Art, wie hier und dort Fußball gelebt wird.

Links

Systematik der Rückennummern

Nachdem Max Entrup die Rückennummer 99 ausgefasst hat, es aber dazu, außer der leichteren Erkennbarkeit, keinen besonderen Grund gibt, schlage ich etwas mehr System in der Nummerierung der Spieler vor.

Einige Spieler bei Rapid haben Rückennummern, die einen Rückschluss auf ihre Position zulassen: 1 Ján Novota, 3 Christoph Schößwendter, 10 Louis Schaub und 9 Matej Jelic. Aber alle anderen Nummern zeigen keinerlei Systematik und das ist auch nicht möglich, weil es dazu kein Konzept gibt.

Man muss sich daher derzeit die Zuordnung zwischen Nummer und Spieler wie ein Gedicht merken, das keinerlei Reim hat.

Nummer 17? Wer ist das? Bei Rapid gehts ja noch, den Chritopher Dibon merke ich mir mittlerweile aber wer ist das dann bei Salzburg, Austria oder Sturm? Keine Ahnung!

Mein Vorschlag ist, dass man die Nummern nach Gruppen vergibt, die etwas mit der Position des Spielers zu tun haben. Kleinere Zahlen hinten, größere Zahlen vorne. Endziffer 0-4 linke Seite, Endziffer 5-9 rechte Seite, (oder gerade Ziffer linke Seite, ungerade Ziffer rechte Seite).

Je defensiver ein Spieler eingesetzt ist, desto kleiner die Ziffer der Zehnerstelle.

Hier ein Beispiel für die Nummerngruppen

 1.. 9 Torleute
10..14 Innenverteidiger links
15..19 Innenverteidiger rechts
20..24 Außenverteidiger links
25..29 Außenverteidiger rechts
30..34 Defensives Mittelfeld links
35..39 Defensives Mittelfeld rechts
40..44 Offensives Mittelfeld links
45..49 Offensives Mittelfeld rechts
50..54 Flügelstürmer links
55..59 Flügelstürmer rechts
60..64 Mittelstürmer links
65..69 Mittelstürmer rechts

Wenn man also einen Zwanziger sieht, weiß man sofort, dass es ein Außenverteidiger ist. Auch sieht man, ob eventuell die Seiten gewechselt wurden.

Wenn die links-rechts-Zuordnung weniger zutreffend ist (zum Beispiel im defensiven oder offensiven Mittelfeld), kann man auf diese Gruppierung verzichten und einfach nur die ersten Nummern in der Zehnergruppe 3 und 4 vergeben.

Mit einem solchen System könnte man sich bei unbekannten Gegnern besser orientieren, wie Spieler mit einer taktischen Position sich am Spielfeld bewegen.

Man kann jede Position 5-fach besetzen und dennoch sind alle Spieler dieser Position eindeutig zuzuordnen.

Natürlich kann man auch ein anderes System entwickeln aber egal, wie es ausschaut, es wäre besser als das derzeitige Nummern-Chaos.

Aktuelle Nummerierung der Spieler von Rapid im Vergleich mit der “Nummerierung neu nach Position”

 1  1 Novota
 3 10 Schößwendter
 4 20 Schrammel
 6 12 Sonnleitner
 7 50 Schobesberger
 8 33 Schwab
 9 60 Jelić
10 43 Nutz
10 55 Schaub
11 40 Hofmann
13 62 Kvilitaia
15 31 Grahovac
16 45 Malicsek
17 15 Dibon
18 42 Szántó
20 16 HofmannM
21  3 Knoflach
22 25 Pavelic
23 56 Traustason
24 29 Auer
26 30 Močinić
27 44 Kuen
28 64 Tomi
29 41 Murg
30 11 Wöber
30  2 Strebinger
34 61 Joelinton 
37  4 Gartler
99 63 Entrup

Rapid-Spieler geordnet nach der neuen Nummerierung.

 1  1 Novota             Tormänner
30  2 Strebinger
21  3 Knoflach
37  4 Gartler
 3 10 Schößwendter       Innenverteidiger
30 11 Wöber
 6 12 Sonnleitner
17 15 Dibon
20 16 HofmannM
 4 20 Schrammel          Außenverteidiger
22 25 Pavelic
24 29 Auer
26 30 Močinić            defensives Mittelfeld
15 31 Grahovac
 8 33 Schwab
11 40 Hofmann            offensives Mittelfeld
29 41 Murg
18 42 Szántó
10 43 Nutz
27 44 Kuen
16 45 Malicsek
 7 50 Schobesberger
23 56 Traustason
10 55 Schaub
 9 60 Jelić              Stürmer
34 61 Joelinton 
13 62 Kvilitaia
99 63 Entrup
28 64 Tomi

Warum Rapid die Rückennummern in der nächsten Saison so ändern sollte?

  • Man erkennt die Spielerposition an der Rückennummer. Insbesondere vorteilhaft bei weniger bekannten Mannschaften.
  • Es gibt ausreichend (Nummern)Spielraum für neue Spieler.
  • Das Spiel wird für den Zuschaer verständlicher.
  • Es ist ein innovatives Konzept, das eine bedeutende Änderung im Fußball auslösen könnte – ausgehend von Rapid, natürlich.
  • Keine Kosten, große Wirkung!

Mannschaftsaufstellung nach Position (aktuelle Nummerierung)

spieler

Rapid-Admira

4:0 (2:0)

Rapid hat Grund zur Freude, das Toreschießen klappt wie am Schnürchen.

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Als wir nach Hause gefahren sind, erfuhren wir von einer mutigen Wette, dass nämlich Rapid überhaupt kein Heimspiel in dieser Saison verlieren würde. Ob man sich da anschließen soll?

Und eine zweite interessante Bemerkung, dass sie ja direkt langweilig werden würde, die Saison, wenn das mit den Kantersiegen so weitergehen würde! Na, das werden wir aushalten!

Zum Spiel selbst muss man nicht viel sagen, es gibt eine Menge sachkundiger Berichte, die über die zahlreichen Links (weiter hinten) abrufbar sind.

Bei der Führung im Rapideum haben wir erfahren, dass die Pfarrwiese leicht abschüssig war und die Rapidler diesen Umstand durchaus auszunutzen verstanden, weil sie je nach Halbzeit die Schusskraft danach ausgerichtet haben und das besser konnten als die Gegner.

Nun, in unserem neuen Stadion ist das offenbar perfektioniert worden, je nachdem, in welche Richtung Rapid spielt, wird das Spielfeld in diese Richtung leicht abgesenkt, damit das Toreschießen einfacher wird.

So ist es natürlich nicht – aber den Eindruck hat man. Unser Spiel hat eine völlig unbekannte Qualität. Es war ein Spiel wie auf einer schiefen Ebene. Man kann sich daran gewöhnen und die Spieler wohl auch an die Standing-Ovations am Ende des Spiels.

Was macht diese Überlegenheit aus?

Der Block-West wird sagen, es wäre der Support gewesen. Man kann auch sagen, dass tatsächlich ein neues, mehr zielorientiertes Training für die Überlegenheit verantwortlich ist.

Aber eines kann es nicht sein: die Spieler. Denn so groß ist die Anzahl der Veränderungen auch wieder nicht. Joelinton war heute weniger glücklich, vielleicht so wie früher Matej Jelić. Die Position von Christoph Schößwendter kann durch Maxi Hofmann gleichwertig besetzt werden, daher bleibt eigentlich in der heutigen Elf nur Ivan Močinić als neuer Spieler. Dieser spielte zwar sehr sicher aber dass er allein dieses Übergewicht ausgemacht hätte, könnte ich nicht sagen.

Es ist vielleicht in Wahrheit nicht ein einzelner Umstand, sondern eben das Maßnahmen-Mix aber mein Tipp ist, dass es doch überwiegend das Training mit Mike Büskens ist. Verstehen tue ich gar nichts davon aber die konsequentere Ausrichtung auf den Endzweck ist im Vergleich mit den Spielen im Frühjahr schon sehr deutlich zu sehen.

Aber vielleicht ist es auch nur die Anfangseuphorie.

Wie immer es ist, wir werden es von Spiel zu Spiel besser verstehen.

Der Bauch des Stadions

Dass man aus vielen verschiedenen Speisen auswählen kann, ist eine echte Bereicherung. Das Tüpfelchen auf dem “i” war aber das Rapid-Logo auf der Salatverpackung! Und: die Oliven haben keine Kerne! Perfekt!

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Dass das Rapid-Dorf vor Spielbeginn nicht erreichbar ist, ist ein Mangel, weil sich dort das einzige Wettbüro befindet. Ich persönlich brauche es nicht aber in dieser Hinsicht wäre eine Änderung notwendig.

Es herrscht eine gewisse Platzknappheit für Transparente. Grün-Weiß-Favoriten ist mit Pumuckl und Unikat irgendwo unter dem Dach gelandet und man sieht diese Transparente eigentlich gar nicht.

Das betrifft aber nicht nur die Transparente der Fangruppen, sondern auch der Sponsoren. LG, der neue Partner von Rapid findet nur in der Ecke einen Platz. (Bild ist leider verloren gegangen.)

Support

Der “Sound der West” wirkt schon sehr magnetisch auch für uns auf der Ost. Alle sind motiviert, mitzuklatschen und auch mitzusingen, wobei die Texte… naja.

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Weil es so schön war, hat uns der Block-West auch an den ziemlich eindrucksvollen Derbysieg hingewiesen. Dem müssen wir gar nichts hinzufügen, als: ja, schön wars!

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Ich meinte schon, dass wir in der “Causa Entrup” jetzt einmal ein Spiel durchatmen konnten. Aber dieses Kapitel ist wohl noch nicht geschlossen, denn in einem kleinen Transparent, das man aus der Ferne als “Rapid entrümpeln” hätte lesen können, stand “RAPID ENTRUMPEN!”

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Beim Block kann man studieren, was Religionen so alles anrichten können. Aus der einen Seite sorgen sie für einen Gleichklang der Gedanken und Handlungen:

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Das schaut noch alles recht ordentlich und diszipliniert aus. Dass aber diese ganz normalen Menschen (genaue einzelne unter ihnen) gleichzeitig auch ziemlich mieser Handlungen gegenüber tollen Sportlern fähig sind, das bedarf einer ziemlich radikalen Auslegung  des Begriffs “Rapid” als Religion.

Der Slogan “Kleiner Lord Mathias, seit Geburt an einer von uns” klingt irgendwie unschuldig. Für mich ist es aber wie eine Drohung. Es ist so ungefähr das, was ich nicht will, dass man Kindern antut. Es verhindert nämlich die Wahlfreiheit, wenn Kinder mit irgendeiner Story indoktriniert werden. Also zum Beispiel es nicht zulassen würden, dass ihr Kind nicht zu einem anderen Verein gehen dürfte (zum Beispiel weil dort seine Freunde sind) .

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Irgendwie hat sich Rapid mit dem neuen Stadion in vielen Belangen in eine ganz neue Ära hinaufkatapultiert und noch mehr Distanz zu anderen Vereinen aufgebaut.

Es wäre ja nicht allzu weit in die Südstadt und dennoch sind es nicht mehr als 50-100 Admiraner, die sich nach Hütteldorf  verirren. Das Dürfte auch der Grund sein, warum schließlich die Besucherzahl (im Vergleich mit dem Spiel gegen Ried) knapp unter 22.000 blieb, denn die Rieder waren doch ein bisschen mehr neugierig auf das neue Stadion im Westen Wiens als es die Admiraner waren.

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Anfahrt

In diesem Tagebuch wurde schon im März über die tolle Direktverbindung nach Hütteldorf, die S80 berichtet. Link. Damals war die S80 leer.  Heute schaut das so aus:

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Vor einem Spiel gibt es ab Hauptbahnhof nur Stehplätze, ab Meidling kommt man oft gar nicht mehr in den Zug. Die ÖBB führen nur einen Kurzzug. Ich werde den ÖBB einmal den Rapid-Spielplan zusenden. Da wurde sicher etwas übersehen.

Links

 

Rapid II-Schwechat

4:1 (1:0)

Das Team um Muhammet Akagündüz spielte mit einer bisher nicht gekannten Einsatzfreude. Besonders der rechte Flügel war mit seiner Schnelligkeit beeindruckend.

Man weiß nicht so recht, ob es die neue Zusammensetzung der Spieler ist oder der neue Trainer; es ist ein Spaß, sich das Spiel mit dem neuen Elan anzusehen. In meiner Nähe saßen einige, die erstmals ein Spiel von Rapid II angeschaut haben und sie waren sicher, dass sie wiederkommen würden.

Das hohe Tempo erscheint durch die Nähe zum Spielfeld noch größer.

Ambiente

Dass sich die Kantine und ihr Gegenteil gerade die Breitseiten des Stadions als Standort ausgesucht haben, ist ein bisschen unpraktisch. Auch das Licht könnte besser sein.

Dafür war aber Leo Gartler sehr gut zu hören, das Mikrofon hatte keine Wackelkontakte. Leo wollte den günstigen Spielverlauf nutzen und versuchte den Dialog “Rapid” -> “drei”, “Schwechat” -> “null”, hat aber dabei übersehen, dass der Sprecher immer nur die Mannschaft ansagt und das Publikum die Zahl. Das Publikum kann bei einem 3:1 natürlich “null” sagen, wenn aber der Stadionsprecher sich selbst die Antwort gibt, dann darf er das natürlich nicht und müsste “eins” sagen. Das erlebt man halt nur bei Rapid II.

Die gut bestückte Tombola lockte viele Loskäufer an, jedenfalls genug, dass wieder einmal kein Gewinn für uns herausgeschaut war.

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Gerhard Niederhuber (Klub der Freunde des S.C. Rapid) und Peter Elstner (Mediencoach von Rapid II) belegten zwar zuerst den besten Platz am Platz, wurden aber später vom Fernsehteam verdrängt.

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Die vereinigte Fanszene, bestehend aus AMAS Support, Grün-Weiß-Hornissen und Pumuckl On Tour (mit neuem Transparent) sind um Stimmung bemüht.

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Das Shake-Hands der beiden Teams bei der Aufstellung.

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Leider schweigen sich die Webseiten weltfussball.at und ligaportal.at über den Schiedsrichter und die Zuschauerzahl aus. (Es werden etwa 250 Zuschauer gekommen sein.) Den genauen Spielbericht bitte im Bericht von Christian Wiesmayer auf der Rapid-Seite oder im Grünzeug von Gerhard Niederhuber nachlesen.

Links

Rapid-Viertelstunde vom 12.8 2016

  • Die erste Rapid-Taufe
  • Alles über den Rasen
  • Drohne über Stadion
  • Link zum Video

Die Sterne stehen gut!

Rapid, fest in deutscher Hand

Dass bei Rapid gleich vier Deutsche in sportlichen Schlüsselpositionen tätig sind, ist wahrscheinlich eine zufällige Konstellation, vielleicht so wie die Konjunktion von Planeten eine ist.

☿♀⊕♂♃

Konjunktion bedeutet in der Astronomie, dass sich Himmelsobjekte auf derselben Beobachtungslinie befinden. Die Symbole in der obigen Zeile repräsentiert die Planeten Merkus ☿, Venus ♀, Erde ⊕, Mars ♂ und Jupiter ♃. Wenn diese Planeten**) also von der Erde aus gesehen auf einer Linie sind, dann ist es eine Art “Planeten-Bingo”.

Sterndeuter nehmen solche Ereignisse ernst und interpretieren Allerlei hinein, bis hin zum Weltuntergang. Ein solches, in früheren Jahrhunderten als Weltuntergangsszenario prognostiziertes Himmelsereignis, gab es tatsächlich im Jahr 2000, da war auch noch der Saturn in dieser Reihe.*)

Diese planetarische Konjunktion ist aber nur eine Sache des Blickwinkels und von sonst keiner Bedeutung.

Dass es bei Rapid vier Deutsche in Schlüsselpositionen geschafft haben, ist ebenfalls ein auffälliges Zusammentreffen, eine Konjunktion. Es ist wahrscheinlich reiner Zufall, hat aber möglicherweise sehr positive Auswirkungen auf den Erfolg von Rapid. Allein schon, weil sie, die Vier, untereinander keine Verständigungsprobleme haben!

Immerhin sind sie schon sprachlich integriert, denn die Grundlektion, die richtige Aussprache von “Rapid (rapíd), haben sie schon gelernt. Beutewiener, wie Rudi Edlinger einmal gesagt hat.

Die meisten Rapid-Legionäre waren Deutsche

Unsere ewige Liste der Legionäre zählt 143 Legionäre, davon 32 Deutsche, die bei Rapid tätig waren. Allein sieben davon hat es in den Kriegsjahren nach Wien verschlagen. Hier die Liste der Deutschen bei Rapid im Detail:

deutsche

Man sieht, die Deutschen sind uns die liebsten! (oder wir ihnen?)

Karrierevergleich

Die folgende Tabelle zeigt den Karriereverlauf der aktuellen Rapid-Deutschen, wobei die Zeit als Spieler weißen Hintergrund und die Zeit als Trainer grauen/grünen Hintergrund hat.

karrieren

Warum Deutsche?

Haben Deutsche eine natürliche Begabung für das Fußballspiel und sind deshalb immer ganz oben zu finden?

Wer es in Deutschland in eine der Top-Ligen schafft, egal, ob als Trainer oder Spieler, der hat sich gegen eine vielfach größere Konkurrenz durchgesetzt als es in Österreich der Fall ist.

Die Dichte der Fußballvereine in Mitteleuropa kann man sicher als ähnlich annehmen. In absoluten Zahlen gibt es (bei derselben Vereinsdichte) in Deutschland – sagen wir – zehn Mal mehr Vereine als in Österreich. Aber die Anzahl der Top-Vereine ist in Österreich 20 (10+10) und in Deutschland 56 (18+18+20), also nur drei Mal und nicht zehn Mal so viele. Daher ist die Selektion für die Akteure in Deutschland größer.

Nach diesem Grundsatz “Spieler aus Top-Ligen” wählt Marcel Koller seine Spieler aus, und dass Rapid vier Deutsche in seinen Reihen hat, weist tendenziell auch in diese Richtung .

Auch bei unserem Lieblings-Gegner sind deutsche Trainer fast schon Tradition (Christoph Daum, Joachim Löw, Thorsten Fink). Interessantes Detail: In den letzten 20 Jahren “verbrauchte” die Austria 29, Rapid aber nur 13 Trainer.

Vielleicht kann Rapid sogar von einem gewissen “Kamerad-Schnürschuh-Effekt” profitieren, in dem Sinn, dass die Deutschen dieser stärkeren Auslese wegen hier ihre Qualifikation beweisen wollen.

Matthäus, ein Gegenbeispiel?

Die mit dem achten Platz sportliche Pleite des Deutschen Lothar Matthäus bestätigt diese Behauptung der stärkeren Auslese in Deutschland nicht gerade.

Wenn man aber die Karriere von Lothar Matthäus genauer betrachtet, sieht man, dass er seine Sporen als Trainer nicht in Deutschland verdient hat, sondern Rapid überhaupt sein erster Verein als Trainer war. Daher trifft auf ihn das Argument der stärkeren Selektion in Deutschland nicht zu.

Aber dieses schwere Jahr für Rapid bescherte uns mit dem damaligen Nachwuchsspieler Steffen Hofmann eigentlich ein Fußballwunder, denn welcher Spieler kann schon heutzutage auf 15 Jahre bei einem Verein zurückblicken.

AEIUO

Dass Deutsche in Österreich bleiben, hängt auch an (zufälligen) familiären Umständen. Sowohl Carsten Jancker als auch Steffen Hofmann haben über ihre Partner den Lebensmittelpunkt in Österreich gefunden. Es erinnert ein bisschen an den habsburgischen Slogan “AEIOU”, der ausdrückt, dass man sich erfolgreicher durch Heirat stärkt. In kriegerischen Auseinandersetzungen hat Habsburg sehr oft, den Kürzeren gezogen und das wieder erinnert uns fatal an Fußball. Vielleicht mutiert ja unser Trainer Mike auch zu einem sesshaften Wiener, wer weiß. Erfolg macht vieles möglich.

Sterndeutung

Immer, wenn wir nicht wissen, warum eine auffällige Situation so ist, wie sie ist, wenn sie also zufällig ist oder uns zumindest zufällig erscheint, dann beginnt die Zeit der “Sterndeuter”, die meinen, daraus etwas für die Zukunft ableiten zu können. Und sie schwanken dabei von einer positiven Zeitenwende bis hin zum Weltuntergang; Man kann es sich aussuchen.

Was also können wir also aus unserer deutschen Personal-Konjunktion prognostizieren?

Noch nicht sehr viel! Es gab ja erst 6 Pflichtspiele mit 4 Siegen (Karabagh, Ried, Zhodino, Austria), einem Unentschieden (Zhodino) und einer Niederlage (Altach). Aber die gefühlte Euphorie und das Vertrauen der Fans ist groß und man hat das Gefühl, dass derzeit bei Rapid “Nägel mit Köpfen” gemacht werden.

Gehen wir also davon aus, dass diese Konjunktion gemeinsam mit dem neuen Stadion eine positive Zeitenwende für Rapid eingeläutet hat und unser Kapitän noch einen späten Titel zu seinen zwei 2005 und 2008 hinzufügen kann- und wir natürlich mit ihm!

Kennst Du den?

Abschließend noch ein Witz, an den mich diese personellen Besonderheit erinnert hat: Ziehen vier reiselustige Fußball-Profis aus Deutschland nach Österreich. In Deutschland hat man den Abgang nicht besonders wahrgenommen, in Österreich aber werden sie Stars. (In Abwandlung des inversen Burgenländer-Witzes, bei dem ein Burgenländer in die Steiermark übersiedelt, worauf es im Burgenland einen Todl weniger gibt und in der Steiermark einen Ingenieur mehr.)


Bilder

Bilder in diesem Tagebuch sind mit wenigen Ausnahmen immer selbst gemacht.

  • Bild von Andreas Müller und Mike Büskens von der Pressekonferenz am 26. 7. 2016
  • Bild von Carsten Jancker vom Rapid-Stammtisch am 18. 5. 2011
  • Das tolle Foto von Steffen Hofmann vom Falter-Cover vom Februar 2016, das auch im Rapideum zu sehen ist, hat es mir aber angetan. Der Fotograf des Bildes, Christopher Mavrič, hat mir freundlicherweise erlaubt, es für diesen Artikel zu verwenden.
Portrait von Steffen Hofmann, Mittelfeldspieler bei Rapid Wien

Portrait von Steffen Hofmann, Mittelfeldspieler bei Rapid Wien. © Christopher Mavrič

Das Bild erinnerte mich an jenes vom Augustin, bei dem ein Artikel über den “Grün-weißen Herrn Violett” erschienen ist und das ich symbolisch für den planetarischen Beobachter auf der Erde in die Mitte der Titel-Collage gestellt habe.

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Links


Anmerkungen

*) Dass diese Konjunktion im Jahr 2000 zu liegen kommt, ist kein Zufall. endzeitIn seinem Buch “Endzeit” beschreibt Sepp Rothwangl auf eindrucksvolle Weise die Entstehung unserer Zeitrechnung. Früher nahm man an, dass die Existenz der Welt mit einer solchen großen Planetenkonjunktion begann und dass ihr Ende wieder durch ein solches Ereignis markiert sein wird. So kompliziert uns das auch erscheinen mag, diese Ereignisse konnte man schon sehr früh, sehr exakt vorausberechnen. Das tat der spätantike Mönch Dionysius Exiguus. Er war der Urheber der AD-Jahreszählung (“Anno Domini”) unseres heutigen Kalenders. Sepp Rothwangl zeigt, wie willkürlich diese Jahreszahlen eigentlich sind. Sie wurden damals, vor 1500 Jahren so festgelegt, dass der “Weltuntergang”, durch eine große Planetenkonjunktion, gerade auf das “runde” Jahr 2000 zu liegen kam. Wie hartnäckig sich solche Aberglauben auch in unserer aufgeklärt scheinenden Zeit halten, zeigen Sekten, die im Jahr 2000 tatsächlich auf diesen Weltuntergang warteten.

**) Zu den Planeten zählten im Frühmittelalter auch der Mond und die Sonne.

Vorschau

Nicht vergessen, morgen Freitag findet um 19:30 das erste Heimspiel von Rapid II auf West I statt. Jahreskartenbesitzer zahlen die Hälfte (5,-/3,- Euro). Vollständiger Pressetext.

GRÜNZEUG-577

INFORMATIONSBLATT DES KLUBS DER FREUNDE DES S.C.RAPID
(GEGRÜNDET 1951) 44.JAHRGANG/AUGUST 2016/Nr.577/Versand 8.8.2016

Unsere nächste MITGLIEDERVERSAMMLUNG findet am MONTAG, dem 29. AUGUST 2016, um 19 Uhr statt

Eingeladen haben wir diesmal
die Herren

  • Steffen HOFMANN,
  • Christoph SCHÖSSWENDTER,
  • Thomas MURG und
  • Maximilian ENTRUP.

Einlass um 18.30 Uhr! Wir ersuchen um zahlreichen Besuch! Gäste herzlich willkommen!

IN EIGENER SACHE

Bitte um Beachtung: Manchen Exemplaren dieser Nummer liegt ein Zahlschein über eventuell noch offene Mitgliedsbeiträge bei, für deren umgebende Begleichung sich unser Kassier herzlichst bedankt. Sollte der jeweilige Rückstand in der Zwischenzeit bereits bezahlt worden sein, möge der Zahlschein als gegenstandslos betrachtet werden.

MIA SAN DAHAM!

„Mia san daham!”, so brachte es Roman Gregory mit Alk Bottle im Rahmen des Eröffnungsprogramms im alle Stückeln spielenden Allianz-Stadion am Gerhard-Hanappi­ Platz auf den Punkt. Man könnte auch sagen: „Alte Heimat, neues Zuhause.”

Was also gab es da alles an diesem historischen 16. Juli 2016?

Einleitendes 3:2 (2:0) für Rapid im Spiel der Special Needs Teams des Gastgebers und des Chelsea FC, bei und nach dem beide Mannschaften umjubelt wurden – welch ein tolles Erlebnis für diese vom Schicksal benachteiligten Burschen!

Und so ging’s weiter: Quartett der Wiener Philharmoniker unter SCR-Mitglied Clemens Hellsberg. Harley-Davidson-Parade. Alk Bottle (siehe oben). Legenden von Rudi Flögel bis Heri Weber mit diversen Wappen. Die Wiener Sängerknaben. Kurt Ostbahn mit Band. Zwischendurch (wohltuend kurze) Ansprachen z.B. von Michael Krammer, Christoph Peschek oder der leidenschaftlichen Rapidanhängerin Renate Brauner. Und schließlich die offizielle Eröffnung durch Ex-Bundespräsident Dr.Heinz Fischer. Dann sang das ganze Stadion, angeführt vom von Fischer abgebusselten Fredi Körner, die alte Rapidhymne. Auch wenn der schon 90 ist, so war im Stadion doch einer, der ihn getrost ums sprichwörtliche Bier hätte schicken könne, nämlich ein gewisser Otto Filipski. Denn der („Heute ist der schönste Tag meines Lebens”) zählt erstaunlich stramme einhundertdreieinhalb Lenze.

Alles in allem gelang die Heimkehr nach Hütteldorf bestens, wenn auch nicht ganz ohne Misstöne. Ausgesprochen peinlich bis beschämend: Das Pfeifkonzert im „Block West” bei Stadträtin Brauners Rede und das dortige Dauerschwärmen vom „Weststadion” mittels Choreografie und Gesängen. Offenbar haben diese Herrschaften vergessen, dass gerade sie und/oder ihre Vorgänger(innen) noch vor wenigen Jahren vehementest nach „Visionen” und „Erneuerungen” verlangt hatten. Und dass das ohne die Hilfe der Stadt sowie der Allianz unmöglich realisierbar gewesen wäre.

Nun aber zum Sportlichen!

Auch die fußballerische Premiere im neuen Stadion gelang mit einem 2:0 über den mit Stars gespickten Chelsea FC, der nun von Italiens Ex-Teamchef Antonio Conte gecoacht wird. Klar, die Gäste standen erst seit wenigen Tagen im Training, dennoch war zu erkennen, dass Rapids Leistung wesentlich besser war als am 8.7. beim Cup-3:1 gegen den FC Karabakh Wien.

Und so ging’s weiter

Die Freude über den gelungenen Meisterschaftsstart (5:0 über Ried) wurde einem durch gewisse SCR-„Fans” arg vergällt. Ihre Drohungen gegen einen blutjungen Neo-Rapidler, der einst einem wohl genauso irren Fanklub in Violett angehört haben soll, erinnerten stark an Zeiten, als sämtliche Stammbäume durchschnüffelt und unpassenden Mitmenschen „Infernos” bereitet wurden.

Auch nicht gerade erfreulich war die relativ fade Nullnummer in der EL­ Quali im weißrussischen Schodino, die immerhin die Aufstiegschance am Leben ließ. Das Rückspiel fand ja nach unserem Redaktionsschluss statt (am 4.8.).

Zum 0:1 in Altach: Heutzutage gibt es auf dieser durchdrehenden Welt gewiss größere Katastrophen als eine solche Niederlage. Aber das ist natürlich nur ein schwacher Trost, was auch für dieses Fazit gilt: SCR Altach gegen SCR Hütteldorf – neuer Trainer, altes Lied, besser Leid …

Tipico-Bundesliga (Sand vom 31.7.2016): 1.Austria 2/6 (5:2).- 2.Altach 2/6 (2:0).- 3.Rapid 2/3 (5:1).

P.S.: 2.ÖFB-Cuprunde (20./21.9.): Leobendorf (n.ö.Landesliga) – Rapid.

SPIELE, TORE, KOMMENTARE

ÖFB-CUP, 1.RUNDE (8.7.16): KARABAKH WIEN (A) 3:1 (1:0).

Der von vielen vergebenen Chancen geprägte Pflichtsieg über den Stadtliganeuling (mit den Ex-Rapidlem Thonhofer, Harrauer und Sormaz) hatte nur einen einzigen echten Höhepunkt: das „brasilianische” Ferslertor des auch in anderen Szenen überzeugenden Joelinton. SCR: Strebinger; Pavelic (80.Auer), Schösswendter, Dibon, Schramme!; Grahovac, Schwab; Schaub, St.Hofmann (65.Murg), Schobesberger; Joelinton (72.Jelic).- Tore: Kara (90.); Joelinton (23.), St.Hofmann (54.), Schwab (68.).– Gelbe Karten: Sormaz; Schwab.­ Sportklub-Platz, Weinberger, 3.800.

STADIONERÖFFNUNG (16.7.): CHELSEA (H) 2:0 (1:0).

Nach dem Anlass würdigem Vorprogramm und kurzem Gedenken der Todesopfer in Nizza und der Türkei schloss Joelinton die super Vorarbeit Steffens und Louis‘ gekonnt zum frühen 1 :0 ab, und am Ende der etwas zähen zweiten Halbzeit fixierte Tomi den verdienten Sieg über das englische Starteam. SCR: Novota (46.Strebinger); Pavelic, Schösswendter (46.Dibon), M.Hofmann (80.Sonnleitner), Schramme! (85.Auer); Grahovac, Szanto (8 1.Nutz); Schaub (77.Schwab), St.Hofmann (55.Murg), Schobesberger (85.Entrup); Joelinton (72.Tomi).- Tore: Joelinton (8.), Tomi (82.).– Allianz-Stadion am Gerhard-Hanappi-Platz, Lechner, 28.000.

BL, 1.RUNDE (23.7.): RIED (H) 5:0 (3:0)

Eine Stunde lang filetierte Rapid den Lieblingsgegner nach allen Regeln der Fußballkunst, dann ließ man es etwas geruhsamer angehen und die zehn Rieder relativ glimpflich davonkommen. Wermutstropfen: Dibon (Schulter) und der besonders starke Murg (Wadenbein) verletzt und Neo-Rapidler Entrup vom „Block West” per Spruchbändern bedroht, weil er als Kind Austrianer gewesen sein soll. Ist es schon so weit, dass der Mitgliederverein SCR eigene Spieler vor den eigenen „Fans” beschützen muss? SCR: Novota; Pavelic, Schösswendter (60.Mocinic), Dibon (46.M.Hofmann), Schrammel; Grahovac, Schwab; Murg (69.Traustason), Schaub, Schobesberger; Joelinton.- Tore: Schösswendter (13.), Schaub (29.), Murg (42., 55.), Joelinton (5.).- Gelbe Karte: Brandner.­ Gelb-Rote Karte: Egho (45., Foul).- Allianz-Stadion am Gerhard-Hanappi-Platz, Harkam, 23.600.

EL-QUALIFIKATION, 3.RUNDE (28.7.): TORPEDO SCHODINO (A) 0:0.

Der weißrussische Cupsieger agierte speziell vor der Pause total destruktiv ( 5-4-1) und Rapid zu statisch und unpräzise in der Offensive. Daher war das Niveau der chancenarmen Partie um vieles niedriger als die Temperaturen. SCR: Novota; Pavelic, Schösswendter, Dibon, Schramme!; Grahovac, Schwab; Murg (85.Mocinic), Schaub, Schobesberger (70.Traustason); Joelinton.- Gelbe Karte: Grahovac.­ Torpedo-Stadion, Arnason (Island), 4.000.

BL, 2.RUNDE (31.7.): ALTACH (A) 0:1 (0:0).

  1. Minute: Joker Oberlin macht mit der grünen Abwehr, was er will, und Joker Salomon fixiert den nicht unverdienten Sieg des „falschen” SCR. Weil der „richtige” aus seiner Feldüberlegenheit so gut wie gar nichts machte und noch harmloser war als beim 0:0 vom 6.März. Seine teuren Neuzugänge? Traustason rutschte oft aus und traf wie Schramme! (27.) oder auf der Gegenseite Harrer (24.) die Stange (51.), Joelinton war isoliert und Mocinic verletzt. SCR: Novota; Pavelic, Schösswendter, M.Hofmann, Schrammel; Grahovac (77 .Murg), Schwab; Schobesberger, Schaub (77.Entrup), Traustason (63.Szanto); Joelinton.- Tor: Salomon (76.).- Gelbe Karte: Netzer.- Bes.Vorkommnis: Altach-Trainer Canadi wegen übertriebenen Jubels auf die Tribüne geschickt (76).- Cashpoiänt-Arena, Eisner, 6.237.

„MR. GRÜNZEUG NR. 577″: THOMAS SCHRAMMEL

Hier soll jener Spieler herausgestrichen werden, der in den Spielen, über die wir in dieser Nummer berichten, die unseres Erachtens beste Dauerleistung geboten hat. Nach Stefan Stangls Abgang zu den Bullen übernahm der Ur-Rapidler Thomas Schramme! seinen Stammplatz auf der linken Abwehrseite wieder, den er vor einem Jahr wegen eines Kreuzbandrisses verloren hatte Und er agierte dort durchwegs solide bis (sehr) gut.

„RUNDE” SPIELE, „RUNDE” TORE FÜR RAPID

BL-Spiel: Thomas Schramme! bestritt gegen Ried sein 100. Meisterschaftsspiel für den SCR – Gratulation! – Ansonsten: Fehlanzeige.

BLEIBEN, GEHEN UND KOMMEN

Vertragsverlängerungen: Mario Pavelic bis Sommer 2018, Srdjan Grahovac und Maximilian Hoffinann jeweils bis Sommer 2019 – schön, dass ihr uns erhalten bleibt! Für Stefan Schwab gilt das sogar bis 2020.

Zugänge: Amor Ingvi Traustason (23 ; von Schweden-Meister IFK Norrköping; Vierjahresvertrag), Christoph Schösswendter (sei 14.7. 28 Jahre; von Admira; Dreijahresvertrag), Ivan Mocinic (23; von HNK Rijeka; Vierjahresvertrag); Cassio Apolinario de Lira Joelinton (19; Leihe von TSG 1899 Hoffenheim für zwei Jahre mit Kaufoption), Philipp Malicsek (19; auch on Admira; auch Dreijahresvertrag) sowie Maximilian Entrup (seit 25.7. 19 Jahre; von FAC; Dreijahresvertrag) – herzlichst willkommen in Hütteldorf! Übrigens: vor allem für Mocinic und Traustason hat Rapid ungewohnt viel Geld in die Hand genommen, was hoffentlich zumindest jene beglücken wird, die den Klub oft als „Sparefrohs” verspottet hatten. Allerdings gibt’s ja immer was zu nörgeln, gell?

Abgänge: Thanos Petsos und ,,Assistkönig” Florian Kainz (beide zu Werder Bremen), Deni Alar und Philipp Huspek (beide zu Sturm Graz), Stefan Stangl (von Red Bull Salzburg wie dort üblich mit Geld „erschlagen”), Philipp Prosenik (für ein Jahr mit Kaufoption an den WAC verliehen) sowie Michael Schimpelsbeger (nach Innsbruck) – euch allen für das für Rapid Geleistete vielen Dank und ebenso viel Erfolg in der Zukunft! Egal, ob eure Abgänge Geld in die grün-weiße Klubkasse gespült haben (Kainz! Stangl!) oder ob ihr euch bei einem Klub „weiterentwickeln” wollt, der eigentlich gar kein richtiger Klub ist. ..

TRAINING, TESTS UND (EIN PAAR) TORE

Nach den üblichen Leistungstests auf de Schmelz (8.6.) nahmen Rapids Profis am 10.6. auf dem Gelände des Rappel-Stadions unter der Leitung von Mike Büskens (dessen Team mit dem seines Vorgängers Barisic identisch ist) das Training wieder auf und bestritten schon am 15.6. den ersten Test nach der Sommerpause, der allerdings blamabel verlief: 0: 1 (0: 1) beim burgenländischen Landesligisten ST.MARGARETHEN vor 2.000 Augenzeugen und volksfestartigem Rahmen. Es folgten ein 3:1 (1:1) am 18.6. in RANSHOFEN {Tore: Jelic, Murg, Prosenik) und ein 6:0 (3:0) am 21.6. in MANNSWÖRTH {Tore: Murg 2, Schobesberger 2, St.Hofmann, Nutz), bevor es am 24.6. ins Trainingslager nach Bad Zell (OÖ) ging, in dessen Rahmen bzw. auf der Heimreise standen drei weitere Probegalopps auf dem Programm: Am 26.6. in Grieskirchen 1 :0 (0:0) über Ungarns Fünften HALADAS SZOMBATHELY (Tor: Murg), bereits tags darauf 4: 1 {l : 1) in ST.FLORIAN {Tore: Kuen, Entrup, Schaub, Grahovac) sowie am 1.7. in Hausmening 1 :0 (0:0) gegen RUBIN KASAN aus Russlands oberster Liga {Tordebüt von Joelinton).

Über das erste Pflichtspiel (Cup-3:1 gegen KARABAKH WIEN) lesen Sie bitte unter „Spiele, Tore, Kommentare” nach. Gleiches gilt für die CHELSEA-Partie anlässlich der Stadioneröffnung am 16.7.

„MITGLIEDERTAG”: EIN SUPEREVENT IN EINEM SUPERSTADION

Am 9.7.2016, nur 17 Monate nach dem Spatenstich durch Bundespräsident und SCR-Fan Dr. Heinz Fischer präsentierte der SK Rapid seinen Mitgliedern, von denen rund 6.500 erschienen waren, das 53-Millionen-Stadion am Gerhard-Hanappi-Platz, ein eindrucksvolles, in Rekordgeschwindigkeit errichtetes Bauwerk, auf das nicht nur der umtriebige Projektleiter Harry Gartler, sondern wir alle – von Präsident Krammer über das Geschäftsführerduo Peschek/Müller bis zum jüngsten Greenie – stolz sein dürfen. Bei der Generalprobe für die offizielle Eröffnung (am 16.7. gegen Chelsea) führte Andy Marek durch ein reichhaltiges Programm: Via Vidiwall Rückblicke auf die ruhmreiche Geschichte des „Mitgliedervereins” Rapid sowie Rundblick aufs Allianz-Stadion, emotionale Interviews, Familienfotos auf der Osttribüne, später auch mit den Spielern, Probesingen der alten Hymne unter Fredi Körners Leitung (soll künftig zum ständigen Ritual vor den Matches werden), schließlich Vorstellung der von Andi Müller („Es liegt an uns, Begeisterung zu entfachen, dafür werden wir alles tun”) in die Pflicht genommenen Mannschaft in den neuen, grün-weiß gestreiften Auswärtsdressen, wobei der längst schon zur Legende gewordene „Fußballgott” Steffen Hofmann von den Mitgliedern besonders gefeiert wurde. Apropos Legenden: Die des SCR bestritten gegen eine Kombination Sportklub/Vienna das allererste Spiel im Allianz-Stadion und gewannen standesgemäß mit 8:2 (2:1). Welche „Kapazunder” da vor Keeper Mundi Hedl am Werke waren, beweisen allein schon die Namen der grünen Torschützen: Herzog, Willfurth, Hatz, R.Wagner, Kühbauer, Marasek, Zingler, Keglevits.

Am Ende waren sich wohl sämtliche Anwesenden einig: Es war ein Superevent in einem Superstadion!

EIN BLICK ZU RAPID II

Vorweg: Weil außer Mannsdorf (NÖ) kein Landesligameister aufsteigen konnte und Mattersburgs Amateure, Burgenlands Zweiter, das nicht durften, muss die Regionalliga Ost mit nur 15 Mannschaften in die Saison 2016/17 gehen.

Personelles von Rapids zweitem Anzug: Nachdem Michael Steiner auf eigenen Wunsch mit dem Ul 6-Meistertrainer Muhamrnet Akagündüz (bestritt 2005/06 34 BL-Spiele mit neun Toren für den SCR) die Rollen tauschte, wird die ,,Zweite” nun von diesem betreut. Wir wünschen beiden Herren und ihren Teams viel Erfolg!

Von diesen Spielern mussten wir uns verabschieden: Peter Hlinka (der sich gewiss ein schöneres letztes Jahr als Aktiver verdient hätte), Thomas Steiner (WSK), Philipp Plank (Ritzing), Edvin Orascanin (FAC), Josef Tahon (SVM Am.), Serkan Ciftci und Ahmed Ildiz er ja zu den (unbekannte Ziele); den Gartler-Pauli zählen wir nicht zu den Abgängen, weil eigenen Profis übersiedelte. Dennoch und gerade deswegen wünschen wir ihm und natürlich sämtlichen oben Genannten alles Gute für die Zukunft.

Und als Neuzugänge können wir begrüßen: Florian Prirsch (FC Dornbirn), Stefan Pfeifer (SC Weiz), Nando Nöstlinger (RSC Anderlecht U19), Marko Bozic, Jan Heilmann, Ivan Leovac, David Nader, Paul Sahanek, Aleksandar Skrbic (alle aus der eigenen U18).

Trainingsbeginn: 4.7. Trainingslager: 15.-22.7. in Ollersdorf.

Tests: Am 6.7. 4:2 (2:2) in LANGENROHR (Kovacec, Küssler, Nader, Heinicker); am 15.7. in Ollersdorf 2:5 (2:2) gegen STURM GRAZ AM. (Küssler, Sobczyk), am 19.7. ebenfalls in Ollersdorf 3:1 (2:0) gegen FÜRSTENFELD (Sobczyk 2, Heinicker) und am 22.7. nochmals dort 2:3 (1 :1) gegen WR.LINIEN (Sobczyk per Elfe, Tüccar). Schließlich am 29.7. in der Südstadt 2:2 (1 :0) gegen HULL CITY U21 (Kovacec, Küssler). Meisterschaftsbeginn: 5.8. in Parndorf.

DURCH MEINE BRILLE: RAPIDS MITGLIEDERVERSAMMLUNG(EN) UND ICH

Zur Mitgliederversammlung vom 20.6.2016 kaM ich meinen Senf leider nicht beisteuern, weil ich keine Einladung erhalten habe. Was mir übrigens vor der vom 22.6.2015 ebenfalls passiert war. Bin ich, obwohl schon seit Jahrzehnten beim SCR organisiert und seit 22.10.2001 sogar Ehrenmitglied, nur mehr eines zweiter Klasse? Ausgesperrt von gewissen Veranstaltungen, weil ich nicht vernetzt bin?

Vermutlich haben sich die meisten unserer Leser(innen) über die Ereignisse am 20.6. dieses Jahres im Gasometer eh schon längst informiert. Im Internet, versteht sich.

SPLITTER

Die nicht durchwegs hochklassige Europameisterschaft endete am 10.7. in St.Denis mit einer weiteren Überraschung: Portugal, faktisch ab der 8. Minute ohne den bei einem gegnerischen Foul verletzten Superstar Ronaldo spielend (in der 25. Minute gab er endgültig w.o.), bezwang den Gastgeber Frankreich in der Verlängerung mit 1 :0. Und Österreich? Kollers seit Jahren quasi „einzementiertes” Aufgebot konnte fast ohne Blutauffrischungen (z.B. F.Kainz, Schwab oder Gorgon) seinen Formverfall niemals kompensieren: 0:2 (0:0) am 14.6. in Bordeaux gegen Ungarn (Gelb-Rot: Dragovic, 66.), immerhin 0:0 am 18.6. im Parc des Princes gegen den nachmaligen Europameister Portugal und 1 :2 (0: 1) am 22.6. in St.Denis gegen die erst im Viertelfinale ausgeschiedenen Isländer mit Neo-Rapidler Traustason als Siegestorschützen (ÖBF-Tor: Schöpf; Dragovic verschoss Elfer, 37.) – Gruppenletzter und a tout jamais! Am mutmaßlichen Lagerkoller und dem Absturz auf Weltranglistenplatz 21 konnte dank Koller kein Rapidler die Schuld tragen”.

Andi Kuen musste am Wochenende des EM-Finales wieder einmal unters Messer, diesmal wegen eines Überbeins im Oberschenkel nahe dem Knie. Einstieg ins Mannschaftstraining: Anfang August.— Und weiter ging’s mit dem Verletzungspech, noch bevor die Saison überhaupt so richtig begonnen hatte. Matej Jelic erlitt wenige Tage später im Training einen Muskelbündelriss im linken Oberschenkel und fällt monatelang aus.

Vier Rapidler durften zur Ul9-EM nach Deutschland fahren: Paul Gartler, Max Wöber, Albin Gashi sowie der Neo­ Grüne Philipp Malicsek und alle außer Gashi (gegen Portugal ab der 73. Minute sowie gegen Italien bis zur 64.) sogar durchspielen. Am Ende gab es allerdings eine Enttäuschung, zumal auch die Chance auf die nächste U20-WM verwirkt wurde. Am 11. 7. erreichte man in Großaspach ein 1:1 (1:1) gegen Portugal (Jakupovic), am 14.7. in Reutlingen ein weiteres 1:1 ( 1: 1) gegen Italien (Schlager), und am 17. 7. setzte es abermals in Reutlingen ein leider den letzten Gruppenplatz bedeutendes 0:3 (0:0) gegen die Deutschen. Schade, aber in Anbetracht der Stärke ihrer Konkurrenten konnte die Marko-Truppe erhobenen Hauptes nach Hause fahren!— Und schon folgte ein weiterer Ausfall: Steffen Hofmann zog sich gegen Chelsea einen Meniskuseinriss zu, wurde am 20.7. arthroskopiert und muss rund vier Wochen pausieren. Für ihn gilt das Gleiche wie für die Kollegen Kuen und Jelic: Recht baldige Genesung!

Kein Geringerer als Kardinal Christoph Schönborn weihte am 19.7. den interreligiösen Andachtsraum im Allianz-Stadion ein, einen Ort für Hochzeiten, Taufen (am 20.8. die von Peschek jun.) und wohl auch innere Einkehr. Welche jenen Irregeleiteten sehr zu empfehlen wäre, die in Stadionnähe möglichst viele Häuser mit ihren unreflektierten Hassparolen beschmieren und eine Schande für den gesamten Rapidanhang darstellen.

Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller:
KLUB DER FREUNDE DES S. C. RAPID, 1120 Wien
Telefonservice: 0118170035. – Redakteur: Gerhard NIEDERHUBER
E-Mail-Adresse: klubderfreunde@aon.at
(Ergänzt durch Links, die auf Artikel in diesem Tagebuch verweisen.)

Austria-Rapid

1:4 (0:1)

Dass unser “Eismann” sein erstes Tor nach Zuspiel von Tamás Szántó gerade gegen Almer erzielt hat, gegen den er auch bei der EURO getroffen hat, gehört fast schon in die Kategorie Kitsch.

Kurz darauf muss er nach eine wilden Attacke mit einer Knieverletzung vom Platz. Man hatte in dieser Szene den Eindruck, als hätte die Austria den Schiedsrichter auf ihrer Seite. Dieses derbe Foul an der Strafraumgrenze, das verdächtig nach “letzter Mann” ausgeschaut hat, blieb vom Schiedsrichter Drachta völlig ungeahndet. Sonderbar!

Ein Riegler-lookalike-Tor: Derselbe Gegner (Austria), derselbe Gegenspieler (Kayode), eine ähnliche Situation. ein Eiertor durch Fehleinschätzung durch den Tormann. Die Freude bei der Austria ist kurzzeitig groß, wie man auf diesem Bild sieht:

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Die Sicht war wegen der starken Sonneneinstrahlung im Sektor E sehr schlecht. Vielleicht hatte die Sonne auch ihren Anteil bei dem Gegentor, das stark an den Patzer von Christoph Riegler dem Tormann von St. Pölten im Spiel gegen die Austria erinnerte. Eine Fehleinschätzung der Situation durch Ján Novota, die Kayode natürlich ausgenutzt hat. Man konnte den Eindruck haben, dass Kayode einfach deutlich schneller ist, als es Bundesliga-Torleute gewöhnt sind und schon ist es passiert, man kann die Entscheidung nicht mehr zurück nehmen.

Wie sehr Rapid-Fans an dem Geschehen Anteil nehmen, sieht man daran, dass kurz nach dem Gegentor der Platz neben mit leer war. Der Ärger war zu groß.

Schade, denn wenige Augenblicke nach dem Ausgleich geht Rapid durch Louis Schaub wieder in Führung.

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Beim 1:3 verlassen viele Austria-Anhänger das Stadion.

Haben wir uns noch vor der Pause über schlecht abgeschlossene Konter geärgert, wurden wir dann nach der Pause durch drei schöne Kontertore belohnt. Zwar hat sich Philipp Schobesberger wie schon im Spiel gegen Zhodino nicht in die Torschützenliste eingetragen aber er hat zwei dieser Tore vorbildlich vorbereitet. Perfekt würde ich sagen.

Schneckerl Nationale härte gesagt: “Ist ja klar, die Austria warf alles nach vorne, um den Ausgleich zu erzielen und hat damit Verteidigung zu sehr entblößt, sodass Schimpelsberger, Joelinton und Schaub, verstärkt durch den aufrückenden Grahovac. leichtes Spiel hatten.”

Wenn ihr mich fragt, hat ein ausgeglichenes Team gegen den FC Kayode gewonnen.

Unsere Torschützenliste nach drei Liga-Spielen:

L C E (Liga, Cup, Europa-League)
1 0 0 Grahovac
2 1 0 Joelinton
0 1 0 HofmannS
2 0 0 Murg
0 0 1 Pavelic
2 0 1 Schaub
0 0 1 Schrammel
1 0 0 Schwab
1 0 0 Schößwendter
1 0 0 Traustason

Sehr ausgewogen. Jeder ist für ein Tor gut.  Jetzt wollen wir nur noch hoffen, dass unser “Eisländer” bald wieder fit ist. Wenn in der vergangenen Saison Steffen Hofmann einmal gefehlt hat, musste man noch um die Stabilität in der Mannschaft bangen. Das scheint nun vorbei zu sein.

Ach ja, Max Entrup kam zu seinem zweiten Kurzeinsatz und man hat sich fast schon daran gewöhnt. Hoffentlich!

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Das einzige violette Spruchband des Tages lautete “Max Entrup, violetter Nachwuchs-Ultra als grün-weiße Nachwuchshoffnung.”

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Diese Spruchband will eventuell ironisch sein, aber ganz gelingt das nicht, denn sollte sich herausstellen, dass Max Entrup sich bei Rapid zu einem guten Stürmer entwickelt, dann hätte ja das Scouting der Austria etwas übersehen. Und auch wenn das Gegenteil eintritt, spräche das eher gegen die Qualität des Austria Nachwuchses. Irgendwie ein misslungener Spruch, eine Art Eigentor.

Solle es grün-weiße Spruchbänder gegeben haben, wir haben sie wegen des hohen Kontrasts an diesem Tag im Schatten nicht gesehen. (Bei den Links gibt es aufmerksame Presseleute, die über Spruchbänder der Rapid-Fans berichten die sich wieder gegen Max Entrup richteten.) In der Rapid-Viertelstunde gabs Fackeln, davor Böller; alles sehr zum Unmut der Rapid-Führung.

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Das Ambiente

Dieses Auswärtsderby erinnere mich an unsere sommerlichen Heimspiele im Happel, an die Nachmittage im Prater. Es war immer ein grün-weißes Fest, wohin immer man kam. Heute hatte man nicht unbedingt den Eindruck. als wäre im Happel-Stadion ein Wiener Derby. Die Rapidler waren auch nur zur Hälfte vertreten, denn die meisten waren ja beim Rapid-Marsch, der beim Riesenrad startete. Hier ein Bild von diesem Zusammentreffen:

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Sehr interessant war die Lautsprecherdurchsage aus dem Streifenwagen ziemlich genau um 13:12. Es wurde sinngemäß verlautbart, dass die Szene mitgefilmt und alle Gesetzesübertretungen angezeigt würden. Die Antwort war ein lautes Pfeifkonzert, worauf der Sprecher belustigt antwortete, dass er sich freue, dass die Verlautbarung also verstanden worden ist. Man hatte als Zuschauer den Eindruck, als würden sich die beiden Seiten aus langjähriger Praxis kennen und vielleicht sogar verstehen und es ginge nun an “die Arbeit”. Auf der einen Seite das möglichst unbemerkte Zünden von Feuerwerkskörpern auf der anderen Seite ein möglichst cleveres Aufdecken eben desselben Tatbestands. Fast wie ein Spiel konnte es einem vorkommen.

Wir nahmen an dem Marsch nicht teil, wurden auch von Rocky dafür heftig beschimpft aber wir haben das nicht so ernst genommen, wir kennen ihn, er ist in Ordnung.

Das Luftburg-Publikum kam nur zu einem kleinen Teil in Fußball-Tracht. Der Fußmarsch zum Stadion hat uns nach dem üppigen Essen gut getan.

Wir waren erstmals bei der Austria im Happel zu Gast. Wie unwirtlich dieses Stadion sein kann, das wissen wir zu Genüge aber wie ein Verein dazu beitragen kann, dass es noch ungemütlicher ist, das wissen wir jetzt auch.

Mit zwei ganz schmalen Eingangsürln bei Stiege 15 und lediglich 2 Mann + 1 Frau bei der Sicherheitskontrolle baute sich eine erhebliche Schlange auf, die bis zum Zaun des Trainingsgeländes reichte, dort eine 180 Grad-Wendung ausführte und wieder zurück auf den asphaltierten Weg reichte. Wir warteten dort 35 Minuten. In Bild links die Schlange Richtung Stadion, rechts Richtung Zaun.

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Zum Vergleich. Bei keinem einzigen der 36 Rapid-Heimspiele im Happelstadion und bei keinem einzigen der Spiele des ÖFB haben wir je gewartet. Diese Engstelle ist sehr unprofessionell. Wenn es großes Interesse suggerieren sollte, dann zieht das vielleicht bei den Austria-Anhängen, wir haben heute das Rapid-Klubservice schätzen gelernt.

Kurios waren die Schlangen vor den Kassen, die im Sektor E weit über den asphaltieren Weg zurück reichten und beim Sektor B in Fünfer-Reihen mit zum Parkplatz. Man konnte doch schon vor Wochen (und auch noch bis vor dem Spiel) Karten online kaufen. Wissen das die Leute nicht? Bitte, das Buchungssystem ist eine Zumutung (und das ist schon freundlich ausgedrückt). Man konnte von etwa drei Wochen keinen Block wählen. Es gab einige Blöcke, die schon ausreserviert waren, vielleicht durch Abos und es wurde nur in einem freien Block Plätze angeboten. Die Blöcke, die jetzt beim Spiel voll waren, konnte man damals, vor drei Wochen nicht buchen. Von einer Platzwahl kann man da nicht sprechen. Ich konnte zum Beispiel keine 6 Karten in einem Block bekommen; nur in zwei ganz verschiedenen Reihen. Aber zu diesem Zeitpunkt war noch Platz genug; nur war er nicht freigegeben.

Warum ist diese begrenzte Vergabe nachteilig? Als Frühbucher bekam ich nur sehr schlechte Plätze. Hätte ich eine Woche später gekauft, wäre vielleicht ein mehr zentral gelegener Block zum Verkauf angestanden. Würde man also alle Blöcke freischalten, bekämen die Frühbucher  die mehr zentralen Plätze und jene, die spät an den Kassen kaufen, eben den Rest.

Im Stadion angelangt, gab es die nächste unerfreuliche Nachricht: es gab keine Stadionzeitung. Wenigstens nicht bei der Stiege 15.

Für alle, die das Spiel vor dem Fernseher verfolgt haben und eventuell den Eindruck eines vollen Stadions hatten: Das hatte den einfachen Grund, dass eigentlich nur Karten im Sektor E erhältlich waren. Der Sektor B war (mit Ausnahme des VIP-Bereichs) nicht verfügbar. Der Auswärtssektor im dritten Rang des Sektors F war mit 2.500 Plätzen ausverkauft, der Fansektor CD der Austria war nur im ersten Rang gefüllt.

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Durch die starke Nachfrage aus dem Bereich der Rapid-Anhänger war der Sektor E bei diesem Spiel einigermaßen voll aber gegen andere Gegner schaut es ganz anders aus.

Zieht man von den 15.270 Zuschauern den Auswärtssektors ab und dann noch die doch recht zahlreich erschienene Rapid-Anhänger im Sektor E, bleibt nicht sehr viel übrig, mit dem man die zukünftige Allianz-Arena wird füllen können.

Da unsere Sitzplätze direkt am Austria-Fansektor lagen, fürchteten wir, dass wir akustisch zugemüllt werden könnten. Aber das war nicht der Fall. Der violette Fanblock ist weniger gut organisiert und daher nicht so effektiv wie der Rapid-Fanblock.

Dafür wirds bei Violett gleich einmal handgreiflich.

Das Spiel im Spiel.

Schon in der Pause fielen einige wild gewordene Austria Fans aus dem Sektor D auf, die auf den Trennzaun geklettert waren. Ihre Aggression richtete sich nicht unbedingt gegen die dort sitzenden sondern gegen den mehr als 100 Meter entfernten Rapid-Sektor F also eine Art “Tele-Aggression”.

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Nach dem Spiel wurde das immer ungemütlicher, sodass wir das Feld räumten und die Verabschiedung unserer Spieler nicht mehr mitbekommen haben. Die Entscheidung war gut, den einige Augenblicke später war auch schon die gut gepanzerte Polizeitruppe zu diesem Block unterwegs. Es gab vor dem Stadion einige filmreife Festnahmen, Sprechchöre der Kerntruppen des Austria-Anhangs. Überall ziemlich aggressionsbereite Typen, die auf nichts anderes warteten als auf eine Auseinandersetzung mit der Polizei. (Grün-weiß war zu diesem Zeitpunkt im Bereich des Sektors F durch eine mobile Sperre abgesichert.)

Wir verließen unbehelligt das “Schlachtfeld”. Ebenfalls ein Erlebnis, das wir bisher bei Heimspielen von Rapid persönlich nie erlebt haben. Nicht besonders motivierend für die vielen Familien mit Kindern in diesem Bereich.

Links

Links

Nachtrag (Quelle: Bundesliga)

FK Austria Wien – SK Rapid Wien   1:4

  • Arnor Ingvi Traustason ist nach Gudmundur Thorfason, Ragnar Margeirsson, Helgi Kolvidsson, Andri Sigthorsson, Gardar Gunnlaugsson und Hannes Sigurdsson der 7. Isländer, der in der Bundesliga ein Tor erzielte.
  • Olarenwaju Kayode erzielte sein 15. Tor in der Bundesliga. Er traf erstmals in einem Spiel gegen den SK Rapid Wien und von außerhalb des Strafraums.
  • Louis Schaub erzielte sein 17. Tor in der Bundesliga. Er traf erstmals gegen den FK Austria Wien. Beide Treffer in dieser Saison erzielte er nach Flanken von Thomas Schrammel.
  • Thomas Schrammel lieferte in seinem 100. Spiel in der Bundesliga für den SK Rapid seinen 13. Assist für die Wiener ab.
  • Philipp Schobesberger lieferte zum 2. Mal in einem Spiel der Bundesliga 2 Assists ab – beide Male gegen den FK Austria Wien. Schobesberger lieferte 6 seiner 12 Assists gegen den FK Austria Wien ab.
Austria Rapid
     8    15   Torschüsse
    56%   44%  Ballbesitz
    48%   52%  Zweikampfquote
    79%   75%  Passquote
     3     5   Ecken
     6    14   Flanken
     1     4   Abseits
     7    16   Fouls
    91    70   Ballaktionen (Holzhauser, Schwab)

Sosehr man sich auch bemüht, das Spiel in Zahlen darzustellen, das Ergebnis 1:4 kann man in diesen Zahlen nicht einmal erahnen.

Nachtrag Links vom Montag, 8.8. 2016

Anzeige gegen Christoph Martschinko (FK Austria Wien) – Tipico Bundesliga / 3. Runde:

Nach Videoanalyse des Spiels FK Austria Wien – SK Rapid Wien wurde gegen den Spieler Christoph Martschinko (FK Austria Wien) beim zuständigen Senat 1 ein Verfahren eingeleitet. Die ausgewerteten Bilder zeigen, dass sich Martschinko in der 65. Minute gegenüber dem Spieler Joelinton Cassio Apolinaro de Lira vom SK Rapid Wien grob unsportlich verhalten hat. Da dies außerhalb des Wahrnehmungsbereiches von Schiedsrichter Oliver Drachta bzw. seiner beiden Assistenten erfolgt ist, wurde vom Senat 3 (Chefankläger) gemäß § 22 Abs. 8 lit. d) der BL-Satzungen nachträglich Anzeige erstattet. Die Anzeige wird am kommenden Donnerstag, 11.08.2016 behandelt.