Domenicos Blick zurück auf das Hanappi-Stadion

Immer, wenn die Zeit auf Umbruch steht, so wie jetzt, bei der Errichtung der neuen Rapid-Heimat am alten Standort, fragt man sich mehr als sonst, wie das damals war, als Rapid alte Heimstätten verließ, um in ein neues Heim zu ziehen. Wie war der Einfluss auf den sportlichen Erfolg? Kann sich das wiederholen?

domenico1Ein erster dieser Rückblicke waren Domenicos „Erinnerungen an die Pfarrwiese„, die vor einigen Tagen in diesem Blog erschien.

Gerade rechtzeitig zur Eröffnung des West-/Allianzstadions erschien auf den Seiten des „Wien Geschichte Wiki“ ein weiterer Artikel über das Gerhard-Hanappi-Stadion.

Du gehörst als Leser dieses Tagebuchs zu den ersten, die über diesen Artikel erfahren.  Wie auch beim ersten Artikel bitte ich Euch, den Text aus urheberrechtlichen Gründe im Original auf der Seite des „Wien Geschichte Wiki“ zu lesen, es lohnt sich.

Du findest den Artikel über das „Wien Geschichte Wiki“ -> Suchen „Hanappi“. Dabei findest Du auch einen  Artikel über Gerhard Hanappi und eben den über das Gerhard-Hanappi-Stadion (14). Der Autor ist Domenico Jacono, der frühere Kurator des Rapideums.

Im Artikel sind auch zwei interessante Fotos vom Eröffnungsspiel am 10. 5. 1977 zu sehen. Rapid spielte unter anderem auch mit Hans Krankl und Werner Walzer. Das Spiel wurde gewonnen, das Tor schoss Paul Pawlek. Ausverkauft war das Stadion mit 14.000 Zuschauern nicht.


Mein erstes Bild vom Hanappi-Stadion stammt vom 28. 4. 2001 vom Spiel Rapid-LASK, das Rapid 6:0 gewann. Es war die Zeit, als begonnen wurde, die Tribünen zu überdachen. Das Transparent der Ultras verweist darauf:

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Einer der Höhepunkte war wohl die Meisterfeier nach dem 3:0 gegen Altach am 20.4.2008:

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Schließlich der Abschied. Ein Bild, das diese Verbundenheit der Anhänger zum Hanappi-Stadion zeigt, ist jenes von der Abrissparty im Herbst 2014,

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gefolgt von dem Abriss, protokolliert von der Webcam

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Wer von Euch vermisst nicht die komfortable Tiefe der Hanappi-Sitzreihen?

Tschechen im Hanappi-Stadion

Es freut mich, etwas zu dem Artikel beitragen zu können. Es ist nicht bedeutend aber es ergänzt den Abschnitt „Nationalteam, Zeugen Jehovas und Wolfgang Ambros“, in dem die Mehrfachnutzung des Stadions durch die Gemeinde beschrieben wird.

logoSokol PRO VERUAuch der Verein SOKOL (deutsch: „Falke“) der  Wiener Tschechen nutzte das Gerhard-Hanappi-Stadion im Jahr 1982 für ihre internationale Turnveranstaltung „Mezinárodní slet“. Bis in die 1960er Jahre fanden diese Turnolympiaden (sofern sie in Wien abgehalten wurden) noch am Gelände der heutigen Generali-Arena (früher Horr-Platz, früher Tschechisches Herz Platz) statt. Wegen der insgesamt geringen Nutzung des Geländes in Favoriten verkauften die Wiener Tschechen den Platz dem Wiener Fußballverband und begnügten sich damit, fremde Stadien anzumieten, und im Jahr 1982 war es eben das Gerhard-Hanappi-Stadion.

Meine kürzlich verstorbene Tante (siehe Tagebucheintrag „Letzte Worte“) war eine sehr angesehene Vorturnerin dieses Vereins und hat an diesen Veranstaltungen als Mitorganisatorin mitgewirkt.

Hier im Bild einige Ansichten von dieser damaligen Veranstaltung im Jahr 1982:

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Mögliche Gegner in Q3

Nachdem das Stadion beschnuppert wurde, ist es wichtig, wer unser nächster Gegner in der Euro-League sein wird. Die Ziehung ist am kommenden Freitag. Das erste Spiel am 28.7. ist für Rapid ein Auswärtsspiel, weil Rapid die gesetzte Mannschaft ist. Das Rückspiel ist am 4.8. in Hütteldorf. Die folgenden Gegner, gereiht nach dem Land, stehen zur Auswahl. Die fettgedruckten Vereine stehen als mögliche Gegner fest, die anderen spielen noch eine Qualirunde, sind aber der gesetzte Verein. Statt dieser Vereine kann daher auch ihr jeweiliger Gegner zum Zug kommen. Admira wäre auch in der Liste der Gegner, wird aber nicht gegen Rapid gelost.

Aut Admira Wacker            
Azb Neftchi Baku, Gabala FK
Bls Shakhtior Saligorsk      
Cro Lokomotiva Zagreb       
Cyp AEK Larnaca              
Cze Slavia Praha             
Den Brøndby IF
Gre AEK Athens , PAS Giannina             
Hun Videoton Fehérvár, DVSC Debrecen        
Lat FK Ventspils             
Ned Heracles Almelo          
Nor Strømsgodset IF          
Rom Pandurii Târgu Jiu, Viitorul Constanta      
Sco Hearts FC                
Srb Vojvodina Novi Sad    
Sui FC Luzern                
Svk Slovan Bratislava, Spartak Trnava     
Swe AIK Stockholm, IFK Göteborg, BK Häcken             
Tur Istanbul Basaksehir, Osmanlispor      
Ukr FC Oleksandriya          

Paarungen für Q2

Zweite Qualifikationsrunde (14. & 21. Juli)
Shirak (ARM) – Spartak Trnava (SVK)
Dinamo Minsk (BLR) – St Patrick’s Athletic (IRL)
Partizan (SRB) – Zagłebie Lubin (POL)
Vojvodina (SRB) – Connah’s Quay (WAL)
Nõmme Kalju (EST) – Maccabi Haifa (ISR)
Hibernian (SCO) – Brøndby (DEN)
Shakhtyor Soligorsk (BLR) – Domžale (SVN)
Austria Wien (AUT) – Kukës (ALB)
MTK Budapest (HUN) – Qäbälä (AZE)
Beroe Stara Zagora (BUL) – HJK Helsinki (FIN)
RoPS Rovaniemi (FIN) – Lokomotiva Zagreb (CRO)
Neftçi (AZE) – Shkëndija (MKD)
Grasshoppers (SUI) – KR Reykjavík (ISL)
Midtjylland (DEN) – Vaduz (LIE)
Zimbru Chisinau (MDA) – Osmanlıspor* (TUR)
PAS Giannina (GRE) – Odd (NOR)
Birkirkara (MLT) – Hearts (SCO)
Maribor (SVN) – Levski Sofia (BUL)
Piast Gliwice (POL) – IFK Göteborg (SWE)
Slovan Bratislava** (SVK) – Jelgava (LVA)
Beitar Jerusalem (ISR) – Omonia (CYP)
Admira Wacker Mödling (AUT) – Käpäz (AZE)
Aberdeen (SCO) – Ventspils (LVA)
Häcken (SWE) – Cork City (IRL)
Kairat Almaty (KAZ) – Maccabi Tel-Aviv (ISR)
Debrecen (HUN) – Torpedo-Belaz Zhodino (BLR)
laşi (ROU) – Hajduk Split (CRO)
Videoton (HUN) – Čukarički (SRB)
Cliftonville (NIR) – AEK Larnaca (CYP)
AIK Solna (SWE) – Europa (GIB)
Levadia Tallinn (EST) – Slavia Praha (CZE)
Genk (BEL) – Budućnost Podgorica (MNE)
SønderjyskE (DEN) – Strømsgodset (NOR)

Link

Stadioneröffnung-Generalprobe

Wanderer, kommst Du nach Hütteldorf…

…dann wirst Du etwa so begrüßt: „Servas im Weststadion“ steht auf einer Plakatwand, gleich neben dem Stags Head.

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Unter den Zuschauern auch der Projektleiter der Strabag, Roman Hornischer.

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Der neue Block-West, geschlossen wie immer und vor allem: keine Netze, freie Sicht.

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Die Flotown-Boys belegen mit Jürgen Hartmann „SK Rapid Wien, der Sinn des Lebens“ die Ecke:

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Ein paar Fragen zum Pre-Opening

  • Wie viele Mitglieder kamen zur Stadioneröffnung?
  • Das Stadion wurde „enthüllt“, warum?
  • Wie ist es um die Kulinarik unterhalb der Ränge bestellt?
  • Wer ist jener Rapid-Spieler, der die wohl kürzeste Einsatzzeit in einer Profi-Karriere hat?
  • Warum ist bei Rapid der Westen im Süden?
  • Was war das allererste Spiel in der neuen Rapid-Heimat?
  • Wer hat das allererste Tor geschossen?
  • Wer war der erste Sieger im neuen Stadion?
  • Wie groß ist der Kader 2016/17 bei Rapid?

Die Antworten auf diese Fragen bekamen die Besucher der Generalprobe für die Stadioneröffnung präsentiert. Es war noch nicht wirklich alles ganz fertig, die Sonne heizte die neue Ost-Tribüne (heißt jetzt Allianz-Tribüne) mächtig auf und ein Utensil ist für den nächsten Samstag schon vorgemerkt: ein Kapperl. Aber vielleicht brauchen wir das Kapperl ja gar nicht, denn für den nächsten Samstag werden 22 Grad vorausgesagt, kein Niederschlag.

Diese Details störten aber nicht, zu groß war die Freude über das Erlebnis „Neues Stadion“. Was nächste Woche wohl anders sein wird: Personenkontrollen, denn die gabs heute noch nicht.

Zum Pre-Opening kamen etwa 6500 Mitglieder. Die Osttribüne war gut gefüllt, für den Block-West stand nur der mittlere Sektor zur Verfügung, weil die Wellenbrecher in den anderen Sektoren noch nicht montiert waren.

Die Reihen haben eine geringe Sitztiefe. Wenn es jemandem einfällt, sich ein Bier zu holen, heißt es für alle Sitzenden: aufstehen. Gut, man soll ja Bewegung machen. Weil es eben etwas kompliziert ist, in den „Bauch“ des Stadions zu gelangen, muss man die zukünftigen Stadionbesuche strategisch anders anlegen und erst möglichst spät auf die Tribüne gehen und vorher ausgiebig die vielfältige Rapid-Kulinarik genießen.

Rapid-Kulinarik

Dieses reichhaltige Angebot haben wir bisher noch nirgendwo erlebt. Und dabei meine ich natürlich weniger die anderen Stadien in Österreich; auch in England und Deutschland ist diese Vielfalt unbekannt, vielleicht mit Ausnahme der Allianz-Arena. Es gibt eine „Asia-Box“, ein „Snack-Exk“, das neben Marillenkuchen mit Kaffee auch Salate und Wraps anbietet, eine Pizzeria, ein Snack-Eck und Würstel-Standln, einfach sensationell. Dankenswerterweise gibt es auch fest verbaute Stehtische zum Plaudern.

Mein Lieblingsgetränk habe ich schon gefunden. Es ist auch das Billigste: „Rapid-Soda“, ein Soda mit ein wenig Holundersaft; sehr erfrischend im Sommer.

Das Stadion wurde enthüllt!

Nach meiner Ansicht war das einfach ein Fehler der Monteure, dass die Kunststofffolie auch nach Montage der Klappsessel noch befestigt war. Jedenfalls gab Andy Marek das Kommando zur „Enthüllung des Stadions“ und alle Besucher wurden aufgefordert, die Folien zu entfernen. Aber so einfach war das gar nicht. denn die Folie war durch die Verbindungsschrauben ziemlich gut fixiert. Egal, das Stadion wurde „enthüllt“, kleine Kunststoffreste werden wohl länger an den Sesseln haften bleiben.

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Alfred Körner als Gesangslehrer

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Der Plan ist, dass alle Besucher eines Spiels fünf Minuten vor Spielbeginn die alte Rapid-Hymne singen, die und Alfred Körner schon vor einigen Jahren vorgestellt hat. Der Text ist auch auf dem Eröffnungs-Fanschal eingedruckt. In einer ersten Lektion stimmte das Stadion dann diese Hymne an. Andy Marek meinte, dass bei der Darbietung noch Luft nach oben wäre, ähnlich wie bei der Mannschaft. Vielleicht erreichen ja Mannschaft und Publikum das Lernziel punktgenau zum Saisonende.

Der Spieler mit der kürzesten Einsatzzeit…

…ist wahrscheinlich Harry Gartler. Ganze drei Minuten verbrachte er bei seinem einzigen Einsatz auf dem Spielfeld. Es war das Spiel am 29. April 1998 gegen Salzburg unter Heribert Weber. Das Spiel wurde 0:1 verloren. Dass er trotzdem im Legendenteam aufgestellt wurde, bedarf wohl keiner weiteren Erklärung. Wieder einmal ein Spieler, der ein Stadion baut!

Die Rapid-Himmelsrichtungen…

…sind anders. Der Block West residiert im Süden. Der VIP-Bereich der alten Süd ist jetzt im Westen. Die neue Ost ist die Vereinigung der alten Süd und der alten Nord. Wer sich da noch auskennt…

Das erste Spiel…

…bestritt eine Auswahl von Rapid-Legenden gegen eine Auswahl von Sportklub/Vienna-Legenden.  (Aufstellung siehe Rapid-Bericht.)

Das erste Tor…

…fiel bereist in der dritten Minute durch Andreas Herzog.

Der erste Sieger…

im neuen Stadion waren die Rapid-Legenden.  Aber bis 15 Minuten vor Schluss stand es noch 2:2. Doch ein Weckruf von Andy Marek beschleunigte das Spiel von Rapid und schließlich endete die Partie 8:2 für die Rapid-Legenden. Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, als wären die Verteidiger der Sportklub/Vienna-Legenden absichtlich sehr hoch gestanden, um den Rapidlern die Konter zu erleichtern aber man kann sich täuschen. Jedenfalls bekamen wir auf beiden Seiten schöne Aktionen zu sehen in einer Langsam-Variante, bei der man alle Bewegungen und Tricks in einer Art altersbedingten Zeitlupe wahrnimmt.

Der Kader

Wir rechnen mit einem 28-Mann-Kader. Die 27 in der folgenden Tabelle sind derzeit bekannt, mit einem 6er wird verhandelt. Dino Kovacec ist nach einem kurzen Gastspiel bei der Kampfmannschaft wieder bei Rapid II gelandet, möglicherweise ist es für ihn nachteilig, dass er Kroate ist und das die Flexibilität bei der Aufstellung einschränkt. Im Bild das Team im neuen Auswärtsdress:
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T 1 SK Jan Novota
T 21 A Tobias Knoflach
T 30 A Richard Strebinger
T 37 A Paul Gartler
V 3 A Christoph Schösswendter
V 4 A Thomas Schrammel
V 6 A Mario Sonnleitner
V 17 A Christopher Dibon
V 20 A Maximilian Hofmann
V 22 A Mario Pavelic
V 24 A Stephan Auer
V 39 A Maximilian Wöber
M 7 A Philipp Schobesberger
M 8 A Stefan Schwab
M 10 A Louis Schaub
M 11 D Steffen Hofmann
M 15 SLO Srdjan Grahovac
M 16 A Phillipp Malicsek
M 18 H Tamás Szántó
M 19 A Stefan Nutz
M 23 ISL Arnor Ingvi Traustason
M 27 A Andreas Kuen
M 29 A Thomas Murg
M 35 A Albin Gashi
S 9 SK Matej Jelic
S 28 ES Tomas Esteban Correa Miranda
S 34 BR Joelinton Cassio Apolinário de Lira

Erwartungsdruck

Auf den Spielern und Trainern lastet ein großer Erwartungsdruck. Der „Rekordmeister“ will wieder einmal bestätigt werden und diese kollektive Kraftanstrengung des Stadionbaus hatte ja keinen anderen Zweck als eben Titel zu holen. Wann, wenn nicht jetzt, ist die Zeit reift dafür, wieder ganz oben zu stehen.

Gleichzeitig wurde aber darauf hingewiesen, dass trotz dieses hohen Budgets von 30,000.000 Euro man den Rivalen RB noch lange nicht eingeholt haben werde. Aber auch wenn, es ist ein bedeutender Unterschied, ob ein Verein mit 30,000.000 dotiert wird und diese Zahl praktisch unvermindert für den Sportbetrieb zur Verfügung steht. Bei Rapid muss ja der hohe und kostenintensive Personalstand diese Summe erst einmal erwirtschaften und da bleibt unter Abzug der Personalkosten gar nicht so viel „im Börserl“.

Zum Abschluss eine kleine Kuriosität

Was ist das Besondere an diesem Bild?

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Gut, es handelt sich um rote Pfosten. Das Besondere ist aber, dass diese Pfosten seit urdenklichen Zeiten mit einer Kette verbunden waren. Im letzten Jahr hat man sogar das letzte offene Teilstück zur Mauer mit einer eigenen Kette abgesperrt, damit nur ja niemand diese Abkürzung nimmt, wenn er vom Hütteldorfer Bahnhof zum Stadion will.

Heute waren alle diese Ketten abmontiert, wohl um zu verhindern, dass sich daran ein Stau bildet. Wir werden ja sehen, was in Zukunft an dieser Stelle gemacht wird.

Ob auch an Spieltagen die Keisslergasse – so wie heute – von Autos befahren wird? In anderen Städten werden stadionnahe Verkehrsflächen für die Dauer des Spiels abgesperrt. Aber das werden wir alles noch erleben.

Links

Karabakh-Rapid

1:3 (0:1)

Gleich beim Stadion begrüßt uns die „Kainzgasse“, die Erinnerungen an die vorige Saison weckt. Und wie man ihn vermisst, im Spiel, den Florian Kainz

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Und dann erleben wir Multikulti pur. Eigentlich spielten wir gleich gegen zwei Länder: gegen Aserbaidschan und gegen die Türkei. Und alle sind sie Wiener. Hier ein aserbaidschanischer Wiener:

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Und hier präsentieren türkische Wiener ihre Fahne:

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An der Überlegenheit Rapids bestand kein Zweifel, aber dass man das Spiel auch gewinnen würde, stand erst beim 2:0 von Steffen Hofmann in der 53. Minute fest. Denn dass man sich bei einem Fußballspiel trotz größter Überlegenheit einen Gegentreffer einfangen kann, hat man ja in der letzen Minute gesehen.

Vergleichsweise zäh war auch das Spiel, denn Karabakh verteidigte konsequent und die Torszenen waren in der ersten Hälfte auch Mangelware. Dass gerade beim ersten Bewerbspiel dem Neuzugang Joelinton ein – noch dazu – sehenswerter Treffer gelang (ein Ferscherl oder wie in Weltfußball vermerkt wird: eine „Hacke“ (?))).

Im folgenden Bild sieht man, wie Stefan Schwab zum Schuss ansetzt, der schließlich zum Tor zum 3:0 führt.

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Und die Verteidigungsleistung ihrer Mannen kann sich sehen lassen. Trotz drückender Überlegenheit gelingen Rapid nur drei Tore. Bejubelt wird der Ehrentreffer der Kaiserebersdorter aus einem Konter in der 90. Minute.

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Was soll man zu dem Spiel sagen? Am besten zieht man einen Vergleich. Die erste Cup-Runde im Vorjahr führte uns nach Weiz, einem Regionalligisten. Rapid siegte locker 5:1. Karabagh ist gerade eben in die Wiener Liga aufgestiegen und ist damit noch eine Liga unter der Regionalliga. Zwar dominierte natürlich Rapid das Spiel aber die Zahl der herausgespielten Chancen war insbesondere in der ersten Halbzeit gering. Florian Kainz fehlt. Dafür gibt es im Sturm mit dem sehr aktiven Joelinton einen Lichtblick.

Ambiente

Es war schön, wieder einmal am Sportklub-Platz sein zu können. Im Bild sieht man das Nachbarhaus mit den Erste-Klasse-Plätzen inklusive Werbung der Fleischerei Metzker.

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Kaum waren wir eingelassen worden, wurden wir auch schon von einem Ordner aufgefordert, auf uns die Rapid-Tribüne zu begeben, was wir entschieden abgelehnt haben. Ein freundlicher Polizist hat vermittelt, der gemeint hat, die Ordner wären übereifrig gewesen.

Der Stadionsprecher

Roland Spöttling sagt das Spiel souverän und unparteiisch an. Er begrüßt auch sein Vorbild Andy Marek. Schaut Euch auf seiner Homepage an, wie aktiv dieser Mann ist. Auch ein Vorbild. Im Bild ein Blick auf seine Sprecherkabine:

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Im VIP wird Baklava verteilt, wenn der Gastgeber Karabakh heißt.

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Unsere lieben Fans

Die Tornados präsentieren das Jubiläumstransparent „20 Jahre TORnados“.

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Hier ein besonders stimmungsvollen Detail aus der Choreografie zur Rapidviertelstunde:

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Die Fangruppen haben sich nach der Sommerpause wieder sehr gesangsfreudig gezeigt; so freudig, dass sie sich auch durch die ohnehin schon seltenen Tore nicht aus der Ruhe, beziehungsweise eben vom Gesang, abbringen ließen. Fast konnte man – wie so oft – den Eindruck haben, als wäre das Spiel eine Art Aufputz, der ihrem Gesang erst die richtige Note verleiht, unter dem Motto „Fans mit einer Mannschaft“.

Jemand aus dem Kreis des Fanblocks wollte am Beginn der Rapid-Viertelstunde unbedingt auch den gegnerischen Tormann am Spektakel teilhaben lassen, indem er ihm einen Leuchtkörper vor das Tor warf. Dem Tormann ist das zuerst gar nicht aufgefallen.

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Ich warte schon auf einen etwas mutigeren Schiedsrichter, der diesem Unfug durch einen Spielabbruch ein Ende bereitet und Rapid mit einer Grüntisch-Niederlage nach Hause schickt. Solange das nicht passiert, werden solche Spompernadeln wohl im Kreise der Fans als Husarenstücke gefeiert.

Unverständlich war auch, dass keiner der herumstehenden Ordner eingeschritten ist und der Feuerwerkskörper minutenlang vor sich hin gloste.

In Dornbach war dieser Zwischenfall egal, vielleicht wird ja das Torraumfeuerwerk nicht einmal im Schiedsrichterbericht erwähnt. Aber es fällt auf, dass im letzten halben Jahr keiner der Stadionsprecher auf diese Eskapaden der Fans eingegangen ist.

Ein Hinweis aus der Psychologie: wir erleben hier ständige Grenzünerschreitungen junger Menschen. Die dauern so lange an und werden immer intensiver, bis jemandem der Kragen platzt, oder tatsächlich etwas passiert, aber dann kann es möglicherweise für alle Beteiligten sehr unangenehm werden und der Gesang „Ausgesperrte mit uns“ wird einen Grund mehr bekommen. Weit weniger schmerzhaft wäre es, diese Unarten möglichst früh abzustellen und nicht erst dann, wenn es weh tut.

Links

Domenicos Erinnerungen an die Pfarrwiese

Für uns, die Rapid-Anhänger, ist das Rapideum untrennbar mit Domenico Jacono, dem Kurator der ersten Stunde, verbunden. Er symbolisiert mit seinem Markenzeichen, dem 20er-Jahre-Kapperl und durch sein unerschöpflich scheinendes Wissen den Mister „History“ von Rapid. Im Bild Domenico bei der Hauptversammlung im November 2013.

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Wir sehen aber auch, was sich in den letzten Jahren rund um Rapid in atemberaubenden Tempo verändert hat. Die Kommerzialisierung ist allgegenwärtig und spart keinen Bereich aus, auch das Rapideum nicht. Wir Außenstehende sind nur Zaungäste; Idealisten wie Domenico sehen diese Entwicklung nicht nur positiv. Vielleicht auch daher wird kommende Woche das neue Rapideum ohne einen seinen Gründer in Betrieb gehen.

Das heißt aber nicht, dass Domenico jetzt arbeitslos wäre, denn „es gibt immer was zu tun“. Beispielsweise arbeitet er derzeit an einem Relaunch der Artikel zum Thema Wiener Fußball des offiziellen Regio-Wikis der Stadt Wien „Wien Geschichte Wiki“. Gemeinsam mit Alexander Juraske, dem Vienna-Historiker überarbeitet er 26 bestehende Artikel und erstellt 20 neue. Durch die Zusammenarbeit mit dem Wiener Stadt- und Landesarchiv entstehen dabei wissenschaftlich fundierte und belegte Texte, die an den Bestand des WStLA und die topographische Datenbank „Wiener Kulturgut“ angeknüpft sind. (Im Bild: Alexander Juraske bei einer Posiumsdiskussion der Club 2×11)

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Für uns Rapid-Anhänger ist der Artikel über die Pfarrwiese von besonderem Interesse und ich empfehle Euch, diesen tollen Artikel zu lesen.

https://www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=Pfarrwiese

Kopieren darf ich den Text leider nicht. Das folgende Bild vom Wien-Wiki zeigt uns die Szenerie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

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Im Text wird auf die ersten Spiele im Frühjahr 1912 auf der Pfarrwiese hingewiesen. Auch damals, 1911, gab es für Rapid bezüglich der Spieltermine eine Ausnahmeregelung, weil das Stadion erst im Frühjahr fertiggestellt wurde und daher alle Auswärtsspiele im Herbst 1911 absolviert wurden. Dann aber folgten 10 Heimspielsiege auf dem neuen Gelände, und der erste Meistertitel war erobert.

Auch im heurigen Jahr gibt es mit dem vorgezogenen Cupspiel eine solche Ausnahmeregelung; jetzt fehlen nur mehr die damaligen Erfolge im neuen Stadion. Seitens der Vereinsführung wäre ja alles angerichtet.

Weitere historische Hütteldorf-Themen

Wir haben in diesem Blog auch schon einen populär-historischen Ausflug in das frühere Hütteldorf unternommen. Den kannst Du hier nachlesen.

Auch die Homepage www.weststadion.at enthält einen lesenswerten Aufsatz über die Rapid-Geschichte mit zahlreichen interessanten Bildern. Zum Beispiel sieht man dort ein Bild vom Exerzierplatz auf der Schmelz, den ich nicht einmal im Bezirksmuseum gesehen habe.

Stadion Einblicke (Fotos Hannes)

Wir warten schon sehnsüchtig auf den kommenden Samstag auf die „Erstbesteigung der Tribünen“.  Hannes gewährt uns erste Einblicke aus dem Innenleben des Allianz-/West-Stadions:

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Grün-weißer Sommer 2016

2016-07-05 10:00 Happel-Stadion Training
2016-07-05 15:00 Happel-Stadion Training
2016-07-06 18:30 Langenrohr SV Langenrohr-Rapid II (Testspiel)
2016-07-08 19:30 Dornbach FC Karabakh Wien – Rapid (Cup, 1. Runde, unbekannt)
2016-07-09 10:00 Happel-Stadion Training
2016-07-09 16:00 Weststadion Wieder zuhause. Erstbesteigung der Tribünen inklusive Legendespiel.
2016-07-13 15:00 Gerhard Hanappi-Platz 1 Eröffnung Fanshop und Ticketcenter
2016-07-14 18:00 Gerhard Hanappi-Platz 1 Eröffnung Rapideum. Vorher Enthüllung der Schönecker-Statue.
2016-07-15 18:00 Ollersdorf Sturm Amateure-Rapid II (Testspiel)
2016-07-16 18:00 Weststadion Rapid-Chelsea (Eröffnungsspiel)
2016-07-19 18:00 Ollersdorf Fürstenfeld-Rapid II (Testspiel)
2016-07-22 18:00 Ollersdorf Team Wiener Linien-Rapid II (Testspiel)
2016-07-23 16:00 Weststadion Rapid – SV Ried (Liga, 1. Runde)
2016-07-28 offen EL 3.Runde – Rapid (3. Runde)
2016-07-29 18:30 Südstadt Hull City U21 – Rapid II
2016-07-31 16:30 Altach SCR Altach – Rapid (Liga, 2. Runde)
2016-08-04 offen EL 3.Runde – Rapid (3. Runde)
2016-08-05 19:00 Parndorf SC/ESV Parndorf – Rapid II (1. Runde)
2016-08-07 16:30 Happel-Stadion Austria Wien – Rapid (Liga, 3. Runde)
2016-08-12 19:30 West1 Rapid II – Schwechat (2. Runde)
2016-08-13 Weststadion Rapid – Admira (Liga, 4. Runde)
2016-08-18 offen EL 4.Runde – Rapid (4. Runde)
2016-08-20 Wolfsberg RZ Pellets WAC/St. Andrä – Rapid (Liga, 5. Runde)
2016-08-21 17:30 Obergrafendorf SKN St. Pölten A – Rapid II (3. Runde)
2016-08-25 offen EL 4.Runde – Rapid (4. Runde)
2016-08-26 19:30 Amstetten SKU Amstetten – Rapid II (4. Runde)
2016-08-27 Weststadion Rapid – Red Bull Salzburg (Liga, 6. Runde)

In der Zielgeraden

Die Handschrift des Führungsteams von Rapid ist überall zu bemerken. Man schafft es, einen enormen Hype zu erzeugen, ganz ohne ein einziges Spiel. An allen Einstellungen wird „gedreht“, auch an den sportlichen. Die Erwartungshaltung an die sportlichen Akteure ist enorm groß und erinnert ein bisschen an die Tage vor der Beginn der EURO in Frankreich – bevor uns dann die Realität einholte!

akagNicht nur bei der Kampfmannschaft, auch bei Rapid II tut sich was an der Trainerfront. Muhammet Akagündüz übernimmt das Traineramt und Michael Steiner wechselt zur U16. Die Rapid-Seite berichtet so darüber.

Das Bild stammt vom Spiel Admira-Rapid (1:1) vom 10. September 2005.

Neues Rapid-Magazin

Rapid-Magazin

Gerade rechtzeitig vor der Stadioneröffnung ist die neue Ausgabe des Rapid-Magazins eingetroffen!

Die 84 Seiten des neuen Rapid-Magazins mit dem Thema „Alte Heimat – neues Zuhause“ ist nicht mehr geheftet sondern geleimt.

Neues Layout, viel neue Werbung, auch des neuen Partners WienWert.

Das Druckwerk ist schon „meisterlich“, kann man sagen.

Überhaupt ist die Professionalisierung ein allgegenwärtiges Element, das uns in atemberaubendem Tempo einen Wandel in allen Belangen präsentiert. Wir werden uns an das neue Gesicht noch gewöhnen müssen.

Mitgliedertag am 9. Juli

Am Samstag 16:00 ist es soweit! Wir, die Mitglieder dürfen als erste alles im neuen Stadion beschnuppern und ausprobieren. Das Familienfoto wird laut Rapid-Magazin, Seite 73 nicht nur am kommenden Samstag sondern auch am Tag des Eröffnungsspiels hergestellt und kann schon am 17.7.  im Internet mit größter Auflösung betrachtet werden. Rapid-Bericht über das Foto.

Informationen von Rapid für den Mitgliedertag

Liebes Vereinsmitglied des SK Rapid!

der Tag X der Eröffnung unseres Allianz Stadions rückt immer näher – und wir sind uns sicher, auch Du fieberst diesem besonderen, historischen Tag bereits entgegen.

Um Dir für deine Mitgliedschaft und Treue ein Dankeschön zu bieten, haben wir uns etwas ganz Spezielles einfallen lassen: Den Stadion-Tag exklusiv für Mitglieder:

  • Eine Woche vor der offiziellen Eröffnung des Allianz Stadions (16. Juli) laden wir Dich am Samstag, 9. Juli 2016 nach Hütteldorf, in unsere künftige Heimstätte ein! Einlass in das Stadion ist um 16:00 Uhr, unser Programm findet zwischen 16:30 und 19:30 Uhr statt.
  • Da uns dieser Nachmittag als Generalprobe dient, haben bereits alle Eingänge und Tribünen (Ausnahme: VIP-Bereich auf der Haupttribüne und Rapid-„Röhre“) geöffnet – Du kannst also zum ersten Mal auf Deiner künftigen Tribüne Platz nehmen!
  • Auch die Gastro-Stände sind an diesem Tag im Betrieb – nimm daher bitte Deine Rapid-Mari€ mit, die hier schon Gültigkeit hat und als Zahlungsmittel dient (wenn Du noch keine via Eröffnungs-Package hast, kannst Du sie auch in unseren Fanshops und im Fancorner besorgen).
  • An diesem Nachmittag wirst Du nicht nur das Stadion sehen, sondern wir präsentieren auch exklusiv das neue Auswärtstrikot unserer Mannschaft für die nächsten zwei Saisonen!
  • Danach werden wir alle gemeinsam die alt-ehrwürdige Rapid-Hymne einstudieren – am besten auch den Schal aus dem Eröffnungs-Package mitbringen! Diese Hymne soll ja in Zukunft bei jedem Heimspiel ein Fixpunkt kurz vor Spielbeginn sein.
  • Es folgt das angesprochene „Familienfoto“ im neuen Stadion mit allen anwesenden Rapid-Mitgliedern auf einer der Tribünen – das Foto wird mit neuester Technik geschossen, sodass sich dann jeder einzelne auf der Homepage wieder erkennen kann.
  • Und nach all diesen Höhepunkten rundet ein weiteres Highlight den Tag ab: Erstmals wird ein Spiel auf dem neuen Rasen stattfinden, wenn unsere Rapid-Legenden sich mit dem Legendenteam von Sportclub und Vienna messen.

Alles, was Du nun machen sollst: Komme zu uns in unseren Fancorner und besorge Dir Deine Eintrittskarte (bzw. auch online möglich) für diesen besonderen, exklusiven Tag – Achtung: Mitglieds-Karte bitte mitnehmen! Geöffnet haben die Nordtribüne, die Allianz Tribüne und der Block West, also entscheide bitte schon beim Kartenbesorgen, wo Du an diesem Nachmittag Platz nehmen willst! Die Kosten pro Eintrittskarte betragen: € 0.- (in Worten: Null Euro)! Die Eintrittskarte soll dazu dienen um auch unsere Eingangsbereiche zu überprüfen, aber vor allem natürlich soll sie auch eine Erinnerung an einen ganz besonderen Tag sein. .

Wir hoffen, Du hast mit dieser Überraschung große Freude – Du siehst, Mitglied beim SK Rapid zu sein, ist etwas Besonderes und lohnt sich auch!

Grün-weiße Grüße

Andy Marek und das Klubservice-Team


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F: +43 (0)1 727 43 71
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Bild aus den Fenstern der S80 vom Hauptbahnhof bis Hütteldorf.

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Poster als Geschenk

Noch bis zum 10. Juli gibt es im Shop von abseits.at 10% Rabatt auf die angebotenen Poster. Die Maße sind meist 40×30 cm aber auch andere. Ich hab in der Folge die Rapid-Sujets ausgewählt. Ein Klick auf das Bild führt Dich direkt zu der Shop-Seite und Du kannst das Bild gleich in den Warenkorb geben und musst Dir die anderen, zum Beispiel die in Violett gehaltenen, Entwürfe gar nicht anschauen.

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