Altach-Rapid

1:0 (0:0)

Was das Titelbild sein soll? Wir waren ja an diesem Wochenende nicht unterwegs und daher haben wir auch keine Bilder von Spiel. Was bleibt ist ein „Bummerl“. Ob beim Schnapsen oder im Fußball.

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„Das hätten und haben wir mit der alten Besetzung, mit dem alten Trainer und ohne Millionenzugänge auch geschafft“ (eigentlich spielten wir damals noch Unentschieden).  So oder so ähnlich haben das wohl viele gesagt. Immer, wenn etwas so läuft, wie das immer schon gelaufen ist (Fehlpässe, kein Durchkommen, Missverständnisse), denke ich an unseren zurückgesetzten Vizekapitän Mario Sonnleitner (bedenkt man die oft sehr kritischen Fehler der beiden Innenverteidiger) und an unseren „im Einvernehmen gegangenen“ Zoran Barisic und es kommen mir Zweifel am sportlichen Management.

Dass man den dreimaligen zweiten Platz in Folge als einen Misserfolg gewertet hat und meinte, dass man ohne Zoki mehr erreicht, das muss man doch auch im Zuge der Ereignisse sehen.

Nach dem Abgang von Robert Beric kam im Vorjahr mit Matej Jelic ein Ersatz, der sich – laut Andy Müller – noch steigern werde. Was aber nicht eintrat. Anstatt durch diesen Transfer eine kollegial Mitverantwortung zu tragen (einer hat die etscheidenden Spiele verloren, der andere ungeeignete Spieler geholt), wird die Schuld am zweiten Platz vollständig auf den Trainer abgewälzt.

Jetzt, nach dem Abgang von Florian Kainz und Thanos Petsos, hat man keine halben Sachen (wie im Vorjahr) mehr gemacht sondern den neuen Trainer mit Traustason, Mocinic, Entrup und jetzt auch noch mit dem angekündigten Georgier ordentlichem Ersatz ausgestattet. Das sind Vorleistungen des Vereins für den neuen Trainer, mit denen wohl auch Zoki seine Freude gehabt hätte.

Noch nie hat Rapid so viel Geld in die Mannschaft investiert. Und dennoch fahren wir mit einem verdienten 0:1 ohne Punkte nach Hause. War die erste Halbzeit schon schlecht, wurde sie von der zweiten noch deutlich übertroffen. Ein Abseitstor, das man auch hätte geben können und ein nicht gegebener Elfer hätten die Altacher schon früher in Führung bringen können. Die Altacher haben uns gezeigt, wie man spielt. Diszipliniert und mit großem Einsatz. Die Ausnahmetechnik von Dimitri Oberlin noch gar nicht eingerechnet. Dem hatten wir wieder einmal nur unerklärliche Fehler entgegenzusetzen.

So sehr Sportdirektor und Trainer beteuern, sich in den 10 gemeinsamen Jahren nicht wirklich über den Weg gelaufen zu sein, so verdächtig gemeinsam ist ihre Vergangenheit. Es würde mich weniger stören, wenn eine solche Trainer-Entscheidung einfach getroffen werden muss – aber es bestand aus meiner Sicht überhaupt keine Veranlassung dafür.

Es gibt noch die Hoffnung, dass die Saison lang ist und dass sich langfristig alle Bemühungen und die seltsamen Entscheidungen doch gelohnt haben werden aber in den beiden letzten Spielen war nichts davon zu sehen. Und das erste Spiel gegen Ried? Nun, das dürfte eine Extraportion Adrenalin gewesen sein, die durch das Publikum die Mannschaft beflügelt hat. Wir haben eine starke Mannschaft aber leider weiß sie das auch, weil durch die enorme Erwartungshaltung von Verein, Medien und Publikum man meint, schon gewonnen zu haben. Die Medien fragen sich ja jetzt schon, ob das der neue Meister ist. Es dürfte schwer sein, da auch noch den erforderlichen Druck für ein Spiel aufzubauen. Wir können ja nur hoffen, dass unsere Kicker am kommenden Donnerstag und Sonntag das Tor finden. Gar nicht auszudenken, wenn das anders herum läuft.

Links

Gibt es nicht Erfreulicheres? Bei Rapid immer! Ein vorteilhaftes Los und ein positives Zeugnis für den Beliebtheitsgrad von Rapid.

Samsung-Cup 2. Runde

Rapid wurde dem Landesligisten SV Haas Leobendorf zugelost. Das Spiel ist am 20/21. September. Wir treffen dort auf Ex-Rapidler Mario Konrad. Unser Flug-Reisebüro Intertravel ist Sponsor von Leobendorf.

Rapid ist der beliebteste Fußballverein in Österreich

hier der Original-Pressetext:

SK Rapid MediaInfo 120/2016: Rapid bleibt beliebtester Fußballklub des Landes – Top-Medienwerte in der Saison 2015/16!

Vor einigen Tagen präsentierte Christoph Peschek, Geschäftsführer der SK Rapid GmbH, bereits im Rahmen der Saisonstart-Pressekonferenz einige interessante Fakten und Zahlen aus einer Umfrage von Repucom und einer Analyse von United Synergies zur Saison 2015/16. Die Zahlen sind für Grün-Weiß sehr erfreulich und erlauben wir uns, Ihnen, werte Medienvertreter, auf diesem Wege eine kleine Zusammenfassung zu übermitteln.

So konnte der SK Rapid laut einer Umfrage von Repucom sein Fanpotential im Vergleich zum Vorjahr weiter steigern und bleibt der mit Abstand beliebteste Fußballklub Österreichs. Gleich 26 Prozent der Befragten (1200 fußballinteressierte Österreicherinnen und Österreicher zwischen 16 und 69 Jahren) nannten auf die Frage „welchen österreichischen Fußballverein mögen Sie am liebsten“ den Rekordmeister aus Hütteldorf, es folgen mit je 13 Prozent der regierende Meister aus Salzburg sowie der steirische Landeshauptstadtklub Sturm Graz. In Wien und Niederösterreich gaben gar 48 Prozent, also fast die Hälfte der Befragten, den SCR als Lieblingsverein an, hier gefolgt vom Stadtrivalen aus Favoriten, der es auf 21 (Wien) bzw. 18 Prozent (NÖ) bringt. Die Repucom-Umfrage, durchgeführt im Mai 2016, weist den SK Rapid als einzigen Verein der Liga in allen Bundesländern unter den Top-3-Klubs aus, die Spitzenposition kann der mitgliederstärkste Sportklub der Republik (inklusive der „Greenies“ derzeit mit Stichtag 19. Juli 2016 imposante 14.942 Vereinsmitglieder!) neben Wien und Niederösterreich auch im Burgenland behaupten! Auch die Zuschauerzahlen der abgelaufenen Bundesligasaison belegen diese landesweite Popularität. Jeder der neun anderen Ligaklubs hatte das bestbesuchteste Saison-Match bei einem Gastspiel des SK Rapid!

Interessant auch die Attribute, die dem Rekordmeister zugeschrieben werden. Gerade innerhalb der grün-weißen Community (Repucom weist 900.000 landesweite Fans und insgesamt rund 3,6 Millionen Sympathisanten aus!) stimmen teilweise weit mehr als 90 Prozent zu, dass der SK Rapid Tradition, Leidenschaft, Zusammenhalt, emotionale Verbundenheit und Sympathie verkörpert, für fast 80 Prozent davon steht Rapid auch für Innovation. Vermehrt steht für die grün-weißen Anhänger Rapid auch wieder, trotz des verpassten Titels, für Erfolg. Hier stimmen rund 78 Prozent zu, im Vorjahr waren dies „nur“ 64 Prozent!

Bemerkenswerte Daten brachte die Umfrage auch in Zusammenhang mit den grün-weißen Sponsoren. So stimmen fast 90 Prozent der befragten Rapid-Anhänger der Aussage „Ich finde es gut, dass der SK Rapid Wien durch Sponsoring Gelder einnimmt, um z.B. neue Spieler zu kaufen“ und drei Viertel der Behauptung „Unternehmen, die sich als Sponsor beim SK Rapid Wien engagieren, erwerben sich Sympathie beim Publikum“. Gleich die Hälfte der befragten Rapid-Fans gibt an, bei preislich und qualitativ gleichwertigen Produkten jene von Sponsoren, die sich beim Klub engagieren, vorzuziehen!

Rapid 370 Stunden in der Saison 2015/16 im TV bringt TV-Medienwert von fast 83 Millionen Euro!

Wie United Synergies errechnet hat, wurde über den SK Rapid in der abgelaufenen Saison insgesamt 370 Stunden und 28 Minuten im TV berichtet. Kumuliert wurde dabei eine TV-Reichwerte von 370.166.000 Zusehern erreicht, der TV-Medienwert beläuft sich auf 82.732.661 Euro! Durch die erfolgreiche Europacupsaison werden davon knapp 30,5 Millonen Euro den internationalen Bewerben zugerechnet, dort wurde der SK Rapid im Vorjahr auf Sky, Puls 4 und in der Qualifikation zur UEFA Champions League im ORF übertragen.

Konstant hoch bleibt auch die Quantität der Berichterstattung in Printmedien. Insgesamt wurde in der Saison 2015/16 laut dem Monitoring von United Synergies in 4.463 Printartikeln über den SK Rapid berichtet, was ein Plus von 5,2 Prozent und eine Summe von 735.634.705 Sportleserkontakte bedeutet.

Christoph Peschek, Geschäftsführer Wirtschaft der SK Rapid GmbH, meint zu den oben angeführten Zahlen: „Die Steigerung in allen relevanten Bereichen ist sehr erfreulich und ein Beleg, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Entscheidend ist und wird immer der sportliche Erfolg unserer Mannschaft bleiben, mein Team und ich werden weiter alles dafür tun, um wirtschaftlich die besten Voraussetzungen zu schaffen, dass dieser erreicht werden kann. Die vorliegenden Daten sind allerdings ein guter Beleg, dass der SK Rapid auch ohne einen gewonnenen Titel der attraktivste Fußballklub des Landes ist und bleibt, wiewohl unser Ziel natürlich ist, diese Rolle so rasch wie möglich durch das Erringen des 33. österreichischen Meistertitels oder 15. ÖFB-Cupsiegs zu untermauern bzw. auszubauen“, so der 32jährige Wiener!

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Hull City U21-Rapid II

2:2 (0:1)

Bei herrlichem Sommerwetter und etwa 28 Grad fand das letzte Testspiel von Rapid II vor dem Ligastart statt.

Über die Beginnzeit herrschte Uneinigkeit. Die Rapid-Homepage meldete 18:30, die Gäste aus England hatten 18:00 vorgemerkt. Man einigte sich auf 18:15 und wir verpassten den Spielbeginn um etwa 5 Minuten.

Hull-City spielte in beiden Halbzeiten mit derselben Aufstellung. Rapid tauschte in der Halbzeit die ganze Mannschaft aus, es kamen also insgesamt 22 Spieler zum Einsatz, darunter auch einige Spieler der Kampfmannschaft, die dort aber zu wenig Einsätze haben: Gashi, Maliczek, Szanto und Wöber.

Die beiden Teams von Rapid II  wirkten kombinatorisch gut und spielten auf Augenhöhe mit ihrem englischen Sparring-Partner. Die Homepage von Hull-City berichtet leider gar nichts über die Trainingslager ihrer Mannschaften. Alle dortigen Meldungen konzentrieren sich auf den Ligastart im August.

Gunter und Alex, das Team von W24, war wieder im Einsatz. Das Team ist kleiner, denn leider ist Alex, der zweite Kameramann nicht mehr dabei. Im Bild Albin Gashi im Interview mit Alex (Kamera) und Gunter (rechts).

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Wir sahen erstmals den neuen Trainer Muhammet Akagündüz im Einsatz.

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Ganz wenige Stammgäste von Rapid II fanden den Weg in die Südstadt.

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In der kommenden Saison könnten es aber mehr werden, und das, obwohl wir auf die Qualitäten des Elektra-Platzes werden verzichten müssen, die wir in den letzten beiden Saisonen zu schätzen gelernt haben.

Einerseits wird es bis zum ersten Heimspiel in Hütteldorf in 14 Tagen eine überdachte Tribüne geben (siehe heutige Rapid-Viertelstunde weiter unten) und außerdem werden die Derbys gegen Austria, Sportklub und Vienna am Hauptfeld ausgetragen.

Links

Rapid-Viertelstunde Folge 85 vom 29.7.2016

  • Mit Rapid rund um die Welt
  • Rapid wird immer beliebter
  • Hofmann OP ist gelungen
  • Eine Tribüne für Rapid II
  • Ein Rapid-Fan auf Reisen
  • Schößwendter im Wordrap
  • Link zum Video

Ein abendlicher Blick nach dem Spiel vom Schwadorfer Berg Richtung Wien:

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Unser ewiges Rapid-Archiv

Alle diese Berichte werden auch im Kalender der Homepage von EwkiL:Rapid und dem Klub der Freunde des S.C.Rapid als Link bei dem jeweiligen Rapid-Event eingetragen und können später über das „Kalendarium“ auch wieder gefunden werden.

So schaut der heutige Tag im Kalendarium aus:

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Nächste Spiele

Wenn man sich rasch über die nächsten Spiele von Rapid und Rapid II informieren will, so schaut’s aus: die Spiele der Kampfmannschaft sind fett gedruckt.

klubderfreunde1

Und so erreicht man diese Seite:

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Zhodino-Rapid

0:0

Dass es nicht leicht sein würde, sah man schon an dem eindeutigen Ausscheiden von Debrecen gegen Zhodino mit zwei Niederlagen. Immerhin kommen wir ohne Gegentor nach Hause, leider aber auch ohne Auswärtstor.

Optimisten wie wir nun einmal sind, werden wir das am kommenden Donnerstag schon „derpacken“.

Aber die Auslosung „zuerst auswärts“ hat auch einen gravierenden Nachteil. Nämlich folgenden: wenn die Weißrussen wieder ein 0:0 in Wien schaffen, gibt’s eine Nachspielzeit und sollte diese zum Beispiel 1:1 enden, dann scheiden wir aus – wegen der Auswärtstorregel.

Wenn es dieses 1;1 in der regulären Spielzeit gibt, gut, dann ist es vorbei. Aber die Nachspielzeit ist ein völlig neuer Spielabschnitt, den man nicht (wie alles andere im Fußball) fairerweise auswärts und zu Hause spielen kann.

Ich finde daher, dass die Auswärtstorregel in der Nachspielzeit auszusetzten wäre und zwar wegen der Unsymmetrie der Chancen für die beiden Teams (Im Fußball gibt es zwei Spielhälften und zwei Spielorte. Aber die Nachspielzeit kann logischerweise nur an einem Ort sein. Da aber die Auswärtstorregel auch in der Nachspielzeit gilt, genießt diesen Vorteil nur die Auswärtsmannschaft.)

Das ist aber alles nur Theorie. Wir brauchen ein Tor, dürfen uns aber kein Gegentor leisten, sonst brauchen wir zwei.

zhodino

Presse

Die Presseberichte händisch zusammenzustellen ist eine ziemlich zeitaufwändige Arbeit. Ich habe dafür ein ziemlich tüchtiges Programm, welches Meldungen aus 30 Nachritenkanälen für dieses Tagebuch generiert. Die Kanäle sind: Forza-Rapid, EwkiL, abseits.at, KickitPedro, Ultras-Rapid, ASB-Rapid, Bundesliga, ÖFB, Ballesterer, 90minuten, Brucki, Rapidhammer, Weltfußball, UEFA, FIFA, FIFA-Ö, Kicker, Kicker-BL, Kicker-BL2, Transfermarkt, Kurier, Österreich, DerStandard, DiePresse, Krone, Heute, Laola1, Sportnet, WienEnergie

Leider ist da Rapid nicht dabei, weil diese Funktionaliät der Web-Seite mit der Umstellung verloren gegangen ist. Rapid-Meldungen müssen daher händisch hinzugefügt werden.

Diese Europa-League-Quali hatte enorm viel Presse. Hier ein Überblick, beginnend am Dienstag:

Di 2016-07-26

Mi 2016-07-27

Do 2016-07-28

Fr 2016-07-29

Wie informierst Du Dich über Rapid-Neuigkeiten?

Ich schlage Dir folgendes vor. mit dem Du nicht viel übersehen wirst:

Gehe auf die Seite http://ewkil.at oder http://klubderfreunde.at und dann klicke auf das Haussysmbol.

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Jetzt kommst Du zum Kalender. Der Kalender zeigt die kommenden Wochen und auch die vergangenen zwei Tage. Neben dem Datum steht, wie viele Sportberichte es an diesem Tag gibt. Bei einem Spiel sind in einem Kasten die Links zu diesem Event angegeben.

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Wenn Du zum Beispiel auf die Nachrichten von Heute (29.7.) klickst, kommst auf die Seite mit den Nachrichten:

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Du siehst jede Nachricht in einem Kaste mit einem verlinkten Titel und einem kurzen Text. Über den Link kommst Du zum vollständigen Originalartikel.

Neu ist, dass auch alle Rapid-Meldungen aus dem Austria Soccer-Board und einige Blog, abseits.at und Forza-Rapid angezeigt werden. Schade ist nur, dass die Meldungen von Rapid nicht dabei sind.

Archiv

Diese Meldungen kannst Du bis zum Dezember 2014 zurück verfolgen (Unsere Tagebucheintragungen gehen zurück bis in das Jahr 2007), indem Du im Kalender das Kalendarium aufschlägst oder in den News das rechte Menü mit dem Kalenderangaben verwendest. Das Kalendarium hat den Vorteil, dass man auch sieht, welche Spiele von Rapid zu einem bestimmten Datum gehören.

Handy-tauglichkeit

Diese News sind am Handy nur mühsam zu lesen. An einer verbesserten Version für Handies wird gearbeitet.

 

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Bundesliga-Journal 2016/17

Bei einem der nächsten Heimspiele werden die Rapid-Mitglieder ihr Bundesliga-Journal in der Rapid-Version abholen können. Daher, vorerst nicht kaufen. Wichtigste Neuerung: es wird vier Ausgaben pro Jahr geben.

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Pressetext der Bundesliga

Der Ball rollt wieder in der Tipico Bundesliga und der Sky Go Ersten Liga – und pünktlich zum Saisonauftakt steht seit Samstag auch das neue Bundesliga-Journal druckfrisch in den Regalen des österreichischen Zeitschriftenhandels.

Auf insgesamt 148 Seiten erfahren Österreichs Fußballfans alles Wissenswerte zur Österreichischen Fußball-Bundesliga.  Dazu gibt’s die 32 Seiten starke Statistikbeilage mit den wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten zu allen Klubs und Kickern. Insgesamt 180 Seiten kompaktes Fußball-Wissen.

„Fußballgott“, „König der Löwen“ und Tennis-Ass

Auch die Stories haben es wieder in sich: Rapid-Kapitän Steffen Hofmann lädt zur Audienz ins neue Allianz-Stadion, Austrias Lukas Rotpuller wird im Zoo Schönbrunn zum „König der Löwen“ geadelt und Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem zeigt, dass er sich nicht nur beim Spiel mit der gelben Filzkugel auskennt. Dazu gibt’s einen Rückblick auf die legendärsten Legionäre der Bundesliga-Geschichte und vieles mehr.

Erstmals vier Ausgaben pro Saison

Viel mehr gibt es in dieser Saison übrigens auch vom Bundesliga-Journal: erstmals werden vier Ausgaben pro Saison erscheinen. Damit gibt es so viele Hintergrund-Informationen, Zahlen, Daten, Fakten und Geschichten zur Tipico Bundesliga und Sky Go Ersten Liga wie noch nie zuvor. Für Groundhopper und langfristige Planer gibt es in der aktuellen Ausgabe auch ein doppelseitiges Poster mit allen Stadien der 20 Klubs und einem übersichtlichen Terminplan für die Saison 2016/17.

Sonderausgaben für alle Klubs

Wie schon in den Vorjahren bekommt auch dieses Mal wieder jeder Klub der Tipico Bundesliga seine eigene limitierte Edition mit eigenem Cover und Teamposter. Auch die Sky Go Erste Liga erscheint wie gewohnt mit eigenem Cover und Poster.

Die erste Ausgabe des Bundesliga-Journals 2016/17 ist ab sofort um 4,90 Euro in allen Trafiken und im Zeitschriftenfachhandel erhältlich.

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Erste internationale Bewährungsprobe

Erstes internationales Spiel

So präsentierten sich die Vertreter von Rapid zur Pressekonferenz vor dem ersten internationalen Bewerbspiel gegen Zhodino.

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Wenn Ihr die Statements von Peter Klinglmüller, Mike Büskens, Andreas Müller und Stefan Schwab lesen wollt, bitte schaut Euch den ausgesendeten Pressetext an. Die sind mit dem Publizieren wirklich sehr schnell.

Der Musikgeschmack der Herrn am Podium wurde abgefragt. Mike Büskens‚ Favorit heißt „Dont You“ von den „Simple Minds“, die Spieler spielen eine Auswahl von etwa 10 Liedern rauf und runter (House), Diskjockey ist Mario Sonnleitner. Bei Andy Müller liegt man eher  mit Helene Fischer, Andrea Berg richtig.

Stefan Schwab bis 2020 Rapidler

Rapid braucht einen stabilen Kern von Stammspielern. Steffen Hofmann ist eine solche Gallionsfigur. Warum nun Stefan Schwab als (Vize)kapitän? Zum Beispiel, weil er sich voll hinter den Verein stellt und es mit Rapid zu einem Titel bringen will. Natürlich, auch andere wollen das, aber es besteht bei Fußballern immer auch die Gefahr, dass sie den Verlockungen des Auslands nicht widerstehen können. Stefan Schwab ist in dieser Hinsicht weniger abenteuerlustig. Er wird nicht von einem der sonstigen professionellen Manager betreut wird sondern von seinem Bruder. Das wieder kann einen Einfluss darauf haben, dass Stefan voll auf eine Karriere bei Rapid setzt.

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Mario Sonnleitner auf der Ersatzbank

Es wurde beteuert, dass man Mario sehr schätze und das er sich im Training „reinhaut“ aber da er nicht aufgestellt wird und praktisch vier andere vor ihm stehen, er aber spielen will, muss er sich wohl oder übel einen anderen Verein suchen.

Mario war in der vorigen Saison in 41 von 46 Spielen im Einsatz, ein Stammspieler; als Innenverteidiger in einer Schlüsselposition. Dass er im Juli jener Spieler sein wird, der mit 29 einen anderen Verein suchen muss, ist einem Außenstehenden nicht so leicht verständlich.

Vielleicht war es die große Anzahl von Toren, die Christoph Schößwendter im Vorjahr für die Admira erzielt hat, die den Ausschlag gegeben haben, an dieser Position einen Wechsel vorzunehmen. und er hat es gleich durch das erste Tor im ersten Spiel bewiesen, dass das eine seiner Stärken ist.

Unsere Stadt – unser Verein

So etwa ist die Szenerie, wenn die beiden Mannschaften sich am Spielbeginn zum Spielfeld begeben. Sehr eindrucksvoll!

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Übertragung

Nachdem die ORF-Programme keine Konferenzschaltung für das Zhodina-Spiel im Programm haben, sucht der genervte Fan zuerst im Internet und findet folgende Streams, die das Spiel übertragen:

Glücklicherweise brauchen wir die aber nicht, denn bei der Pressekonferenz wurde verkündet, dass das Spiel von Puls4 übertragen wird.

Ich habe aber die Adressen der Streams hier belassen, man weiß ja nie, vielleicht brauchen wir sie noch einmal. Solltest Du nach einem Stream suchen, komm‘ auf diese Seite und gib den Suchbegriff „stream“ oder „laola1.tv“ ein, dann findest Du diese Seite wieder.

Bei laola1.tv steht in den Details, dass man den Stream weltweit sehen kann, nur nicht in Österreich und in Weißrussland. Da gibt es einen „Workaround“. Solltest Du mit dem Abspielen von Filmen am PC dieses Problem des Gebietsschutzes haben, installiere Dir den Dienst CyberGhost. Damit kannst Du Deinen Standort in ein anderes Land verschieben und den gewünschten Stream trotzdem anschauen. Die Gratisversion erfordert eine kleine Wartezeit bis man verbunden wird. Braucht man den Dienst öfter, kann man ihn für 4 Euro pro Monat werbe- und verzögerungsfrei nutzen.

Sensationelle Fotos von Stefan Schwab

Beim Verlassen des Stadiongeländes wurde für einen Filmdreh eine Kulisse als eine riesige BlueBox aufgebaut und Stefan Schwab demonstrierte dort einige gekonnte Fallrückzieher und Seitfallzieher. Ich stellte die Kamera auf „Dauerfeuer“ und nahm die Sequenzen auf. Das Resultat: 99 tolle Aufnahmen.

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Links

Danke

Die bisherigen Berichte über Rapid hatten eher Zufallscharakter und hingen davon ab, ob wir zufällig irgendwo eingeladen wurde. Peter Klinglmüller hat mich in den Presseverteiler aufgenommen und ich werde mich bemühen, Euch im Rahmen der Freizeit eines Pensionisten, Bildberichte zu senden.

EwkiL:Rapid und Der Klub der Freunde des S.C. Rapid sind jene Fanklubs, die Euch direkt von Rapid erzählen können. Du kannst Dir diese Berichte auch als Newsletter per Mail zusenden lassen.

Wir bedanken uns auch bei Ivica, der diese Events überhaupt erst „schmackhaft“ macht, die Mikrofone organisiert und Fehler behebt.

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Einige gehen

Am Nachhauseweg bekam ich einen Anruf eines unserer Mitglieder. Er hätte dem Block-West den Rücken gekehrt und seine Abokarte gegen eine im „Block-Ost“ getauscht. Die Aggression gegenüber anderen sei ihm unerträglich geworden. Auslöser waren die Attacken gegen Maximilian Entrup. Jeder, der da nicht mitzieht, verstößt gegen das „3. Gebot des Block-West“, das lautet: „Der Block-West ist antiviolett“. In gewisser Weise sind wir das alle; es ist nur eine Frage, ob es da nicht auch noch andere Regeln gibt, die über denen des Blocks stehen. Nein, denn das steht im 7. Gebot: „Die einzig geduldete Politik ist die der Kurve“. Ja, aber wer legt das fest?

Codex des Block-West

  • Der Block West gibt Vollgas.
  • Der Block West gibt niemals auf.
  • Der Block West ist antiviolett.
  • Der Block West lebt der Mannschaft Zusammenhalt vor.
  • Unser Stadion heißt „Weststadion“.
  • Wir tragen unsere Farben mit Stolz.
  • Die einzig geduldete Politik ist die der Kurve.
  • Keine Kooperation mit Polizei und Medien.
  • Die aktiven Gruppen bestimmen das Geschehen der Kurve.
  • Im Block West werden keine Fotos oder Videos gemacht.
  • Zeigt Respekt für alle Rapidler.
  • Jeder ist für seinen Nebenmann verantwortlich

(aus der Ausgabe 1 des „Grantler, Kurvenflieger der Tornados Rapid“, verteilt am 16. 7. 2016.)

Rapid-Chefsessel

Die Empfangsdame hat ihn schon, den ultimativen Rapid-Drehsessel, der im nächsten Angebot von Fanartikeln aufscheinen wird. Vormerken für Weihnachten!

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Rapid-Ried

5:0 (3:0)

Das Spiel verlief von der ersten Minute an wie auf einer schiefen Ebene. Die Bundesliga berichtet auf Facebook:

Rapid Ried 
  25    5  Torschüsse
  80%  20% Ballbesitz
  49%  51% Gewonnene Zweikämpfe
  92%  61% Passquote
   6    0  Corner
  20    0  Flanken
   1    0  Abseits
   9   13  Fouls 
   0  1/1  GE/GR

Wäre es nicht das Auftaktspiel gewesen auf das wir so lange gewartet haben, könnte man fast sagen: langweilig. Und diese Überlegenheit kam nun nicht von einer allzu überraschenden Aufstellung. Schößwendter statt Sonnleitner und Joelinton statt des Verletzten Matej Jelic. Erst nachdem die Pausenführung herausgespielt war, kamen auch die Neuzugänge Ivan Močinić und Ingvi Traustason aufs Feld. Sie fügten sich gut in den Spielaufbau ein, in eine Spiel, das dann in der Schlussphase eher Testspiel-Charakter hatte.

Es war kein Spiel wie andere. Es war das Auftaktspiel der neuen Saison und es war auch das erste Bewerbspiel im neuen Stadion. Der Hype war enorm. Die S80 von Hauptbahnhof um 13:34 war voll, die in Meidling Zugestiegenen konnten nur mehr stehen. (Früher waren wir immer ganz allein in dieser Schnellbahn.)

Das Stadion wurde zwei Stunden vor Spielbeginn geöffnet und die Schlangen waren lang. Jeder wollte die neue Atmosphäre genießen. Hier die Schlange um 14:00 beim Eingang zum Block-West in der Keißlergasse.

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Diese Eingangskontrollen dauern deutlich länger als das früher der Fall war. An dieser Stelle könnte man noch was verbessern.

Als Amateurstatistiker habe ich mir natürlich einige Fragen gestellt, ob es etwas Besonderes ist, was wir da heute erlebt haben.

Wann hatte ein Eröffnungsspiel in der Bundesliga/Nationalliga zuletzt die Zuschauerzahl von 23.600?

Man muss sehr weit in der Ligageschichte zurückgehen; zumindest bis zur Saison 1962/63 gegen den Sportklub. Es gab überhaupt nur 9 Saisonen, wo das der Fall war:

Saison Besucher Gegner Stadion
2016/17 23600 SVRied Allianzstadion/
Weststadion
1962/63 73000 Sportclub Praterstadion
1961/62 30000 Vienna HoheWarte
1957/58 25000 Vienna Praterstadion
1951/52 53000 AustriaWien Praterstadion
1949/50 40000 Slovan/HAC Praterstadion
1948/49 38000 Wacker Praterstadion
1946/47 27000 PostSV Praterstadion
1929/30 22000 Admira HoheWarte

Wann konnte man das Eröffnungsspiel zuletzt mit 5 Toren Differenz gewinnen?

Das war zuletzt 1971/72 gegen den Sportklub. Im Weststadion oder Gerhard-Hanappi-Stadion war das überhaupt nie der Fall!

Saison Ergebnis Gegner Stadion
2016/17 5:0 SVRied Allianzstadion/
Weststadion
2004/05 5:1 SWBregenz Casino-Stadion
1971/72 6:1 Sportclub Praterstadion
1967/68 5:2 SturmGraz Sturm-Platz
1966/67 5:0 KapfenbergerSV Pfarrwiese
1958/59 10:0 Stadlau Pfarrwiese
1952/53 6:2 GrazerSC Praterstadion
1950/51 11:2 LASK Pfarrwiese
1949/50 5:2 Slovan/HAC Praterstadion
1947/48 6:3 RapidOberlaa Pfarrwiese
1946/47 8:3 PostSV Praterstadion
1945/46 9:1 OstbahnXI WAC-Platz
1940/41 6:1 Admira Pfarrwiese
1937/38 5:0 FCWien Pfarrwiese
1936/37 5:1 Hakoah Pfarrwiese
1934/35 7:1 Libertas Pfarrwiese
1922/23 5:1 Rudolfshügel Rudolfshügel
1915/16 5:1 Wacker Wacker-Platz
1905/06 11:1 UnionOlympia Rudolfsheim

Und gegen Ried?

Ried tut sich schwer gegen Rapid, besonders in Wien. Aber nur zwei Mal (2005/06 und 1996/97) ist ein noch höherer Sieg gelungen:

Saison Ergebnis Gegner
2016/17 5:0 SVRied
2013/14 5:2 SVRied
2006/07 5:2 SVRied
2005/06 6:0 SVRied
1999/00 5:1 SVRied
1996/97 6:0 SVRied

Ein Stadion schießt Tore

Es war in jeder Hinsicht etwas ganz Besonderes, dieses Spiel. Schon von Beginn habe ich mich als eher Zweckpessimist gefragt, ob wohl das Stadion Tore schießt, analog zu Geld oder Tradition. Jetzt, nach dem Spiel sage ich: „ja, das Stadion schießt Tore“:-) Der Kopfball von Louis Schaub ging an die Innenstange, ganz ähnlich wie der Schuss von Steffen Hofmann im Happelstadion gegen Red Bull in der vorigen Saison. Konnte damals dieser verflixte Ball nicht einfach ins Tor gehen? Nein, das Stadion war dagegen. Heute ist es gelungen. Vielleicht hat sich das Stadion etwas zu unsren Gunsten bewegt. Jedenfalls war’s ein schönes Tor.

Die Mannschaft verabschiedet sich. Alle sind froh, der Sonne entkommen zu können, die sich nicht ganz an den prognostizierten Wetterbericht gehalten hat:

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Blick zur Konkurrenz

Man kann sich etwas Schadenfreude nicht verkneifen, wenn man auf das Spiel in Graz schaut, wo Red Bull zur Pause ähnlich schlecht ausgeschaut hat wie Ried in Wien. Stefan Stangl kam zwar nicht zum Einsatz (so dringend wird man ihn bei RB auch nicht brauchen, es ging vielleicht eher um eine Schwächung Rapids) aber Rapid dürfte weiter sein, als Stefan das im Interview gesagt hat. Er sagte, dass Rapid noch nicht „so weit“ sei. Irgendwie muss man sich das ja begründen, dass man zur direkten Konkurrenz wechselt. Und dass es ums Geld geht, sagt man nicht so gern. Warum eigentlich nicht?

Fanblock zwischen über- und unterirdisch

Bei diesem Spiel wurde die Stimmung des Eröffnungsspiels gegen Chelsea noch übertroffen. Der Block-West zeigte sich gesangsfreudig und riss das ganze Stadion mit. Man muss weit fahren, um Ähnliches zu erleben. Dresden wäre so eine Adresse und natürlich die Fanblöcke des Ruhrpotts. Der Block-West muss keinen Vergleich scheuen. Jetzt kommt mit der Verdoppelung der Stehplätze gegenüber dem Hanappi-Stadion auch die erforderliche Größe für solche Vergleiche dazu. Überirdisch!

Unser neuer Spieler, Maximilian Entrup ist 19 Jahre alt. Er kam als  12jähriger zur Austria-Jugend. In diesem Alter entscheidet das Elternhaus und dann oft aus rein pragmatischen Gründen der Transportwege, zu welchen Fußballverein das Kind gehen soll. Immerhin müssen die Eltern das Kind oft mit dem Wagen hin- und zurückbringen. Und die Eltern von Maximilian haben sich für die Austria entschieden. Danach kam Maximilian zum FAC und arbeitete sich von der Jugend bis in die Kampfmannschaft hoch. Diese Zeit bei der Austria ist für den Block-West so etwas wie eine „Erbsünde“.  Sie plakatieren: „M. Entrup – die grüne Hölle wird für Dich zum Inferno“. Unappetitlicher geht’s wohl nicht mehr.

Es erstaunt mich als Nicht-Insider, dass diese Transparente nicht von der Vereinsführung vor der Publikation auf Form und Inhalt kontrolliert werden. Es gibt zwei Möglichkeiten: Es wird nicht kontrolliert oder es wird geduldet, dass es da eine Art Parallelverein gibt. Man sollte doch darauf achten, dass eine Art minimale Anständigkeit nicht unterschritten wird, wie in diesem Plakat.

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Jeder Neuzugang zu Rapid wurde von unseren Scouts und der sportlichen Leitung aus einer großen Zahl von Kandidaten ausgewählt und wer diese Auslese besteht, muss zu uns passen. Ganz egal, von wo der Neue kommt.

Dass man es unterlassen hat, die „Weststadion“-Transparente zu Beginn der Rapid-Viertelstunde auszurollen, hat wohl den Grund, dass man ja jetzt das Dauertransparent fest montiert vom Dach hängen hat. Kaum ein Kamerateam, das nicht im Hintergrund dieses Transparent ins Bild schiebt. Ich frage mich, wie Rapid diese Botschaft in Richtung Allianz kommuniziert.

Wieder wurde des Architekten und Jahrhundert-Rapidlers Gerhard Hanappi gedacht mit: „Für Rapid hast Du immer alles gegeben, in unseren Gedanken wirst Du ewig weiter leben“. Ein ähnlich pathetisches Transparent hatten wir ja schon beim Chelsea-Spiel. Diese Sprüche machen auf mich den Eindruck, als wolle man sich beim Vorzeige-Rapidler für die Namensänderung entschuldigen. Muss man gar nicht, man kann ja den Namen beibehalten. Niemand würde uns das je vorschreiben können, nach wem wir das Stadion benennen. Aber sicher, der „Westen“ hat eine weiter zurückreichende Tradition als „Gerhard-Hanappi“. So gesehen muss „Hanappi“ weichen…

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Das Geheimnis der Absperrkette

Es ist zwar nur eine Kleinigkeit, eine Kette, aber sie ist mir aufgefallen, weil sie jahrelang immer im Weg war, wenn man vom Bahnhof Hütteldorf zum Stadion ging.

Die erste Erwähnung in diesem Tagebuch gab es nach dem Pre-Opening am 9. Juli, denn die Kette war auf einmal weg (nicht die Pfosten, die waren da). Ich dachte daran, dass man das wegen dem großen Andrangs an Besuchern gemacht hätte.  Dann, bei der Eröffnung des Rapideums, präsentierte sich die Kette wieder neu lackiert und montiert.

Der Rätsels Lösung zeigte sich heute, nach dem Spiel gegen Ried.

Was ist das:

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Diese besonderen Profil-Löcher sind für die Pfosten gedacht, die nach dem Ansturm der Besucher wieder an ihren Platz eingesetzt werden. Für die Dauer des Spiels wurde die Pfostenreihe inklusive Kette abnehmbar gemacht. Sehr aufmerksam von den ÖBB!

Hier sieht man jene Stelle, die außerhalb der Spielzeiten durch eine Kette für den Durchgang gesperrt ist. Wegen des großen Zuschauerzustroms hat die ÖBB diese Kette inklusiver der Pfosten so modifiziert, dass sie leicht entfernbar ist. Gleichzeitig haben die ÖBB damit den Passanten eine Art temporäres Servitut eingeräumt.

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Links

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Spray-as-spray-can

Sprayern ist nichts heilig, auch nicht unser Stadion. Sie sprühen alles nieder wie in dem Freistil-Spruch „catch-as-catch-can“, das so viel bedeutet wie „pack ihn, wie Du ihn eben packen kannst“.

Es ist eine Si­sy­phus­ar­beit, die Sprüche zu entfernen.

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Kaum ist irgendwo eine neue Mauer errichtet, gibt es auch schon Menschen, die ihre Ideen gerade dort aufmalen müssen. Rapidler können das keine sein, denn sie beschädigen das eigene Domizil, schädigen den Verein und letztlich jeden von uns, der sein Geld zu Rapid trägt. Der Verein muss das Geschreibsel mühevoll und teuer wieder entfernen wie man auf dem folgenden Bild sieht. (Bild vom Montag nach dem Eröffnungsspiel.)

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Der graue Anstrich wurde offenbar schon wohlweislich in Hinblick auf diese vorauszusehenden Aktionen ausgewählt. Die Entfernung geht rasch vor sich; billig wird es trotzdem nicht sein. Beauftragt ist übrigend Firma Bekis, eine Gebäudereinigungsfirma.

Das Ergebnis, ein „angewandter Arnulf Rainer“, kann sich sehen lassen. Nichts von der ursprünglichen Schrift ist zu sehen, alles perfekt übermalt.

„Gegen die Macht der Konzerne“

Dieser ideologische Rülpser ist nicht besonders überlegt. Wahrscheinlich war am Stadion nicht genug Platz, um das genauer auszuführen.

Natürlich, alles was groß ist und über viel Geld verfügt ist mächtig. Ein Konzern, eine Firma, der Staat, eine Ngo, ein Oligarch oder ein Ölscheich.

An sich ist ein Konzern nichts Böses, außer seine Aktivitäten richten sich gegen unsere Interessen. Das wollte der Sprayer wohl ausdrücken und meinte damit den Allianz-Deal.

Wenn aber der Spruch „Wir sind Rapid“ stimmt, dann haben wir, Rapid, diesen Vertrag geschlossen, die damit verbundenen Nachteile in Kauf genommen und werden mit der jährlichen Million den Kredit zurückzahlen. Unsere Gegenleistung ist es, dass man in den nächsten 10 Jahren das Stadion „Allianz-Stadion“ nennen darf.

Wenn wir der Meinung sind, Konzerne wären übel, dann werden wir sie nicht los indem wir keine Geschäfte mit ihnen machen und indem wir etwas auf Hausmauern malen. Auf dieser Ebene sicher nicht.

Wenn Rapid keine Partnerschaft mit der Allianz eingeht, wird sich die Allianz einen anderen Partner suchen und wir können die Verstärkungen der letzten Wochen nicht holen.

Ein Konzern ist beweglich. Er kann eine Niederlassung in Österreich eröffnen oder schließen. Er kann die Niederlassung groß oder klein dimensionieren. Wer sollte ihm das vorschreiben?

Es gibt aber doch eine Sache, die wir den Konzernen vorschreiben müssen, die auf unserem Staatsgebiet Geschäfte machen. Wir verlangen, dass diese Betriebe korrekt ihre Steuern zahlen und damit den Staat in dem sie ihre Geschäfte machen, anteilig mitfinanzieren und Mitverantwortung tragen.

Und hier ist auch schon das Problem!

Um mit globalen Konzernen auf Augenhöhe verhandeln zu können, genügt ein Kleinstaat wie Österreich längst nicht mehr. Wenn es für einen Konzern in Österreich wegen wachsendem Steuerdruck zu unwirtschaftlich wird, übersiedelt er seine Zentrale in ein benachbartes Land und wir verlieren auch noch diese bisherigen Arbeitsplätze.

Ausweichen kann der Konzern aber nur, wenn er im benachbarten Land billiger wegkommt. Das genau ist jetzt der Fall. Länder unterbieten sich geradezu darin, Konzerne ins Land zu holen, indem sie sich mit Steuerdumping zu Lasten der Steuerzahler konkurrieren. Irland hat in dieser Disziplin des Steuerdumping den Vogel abgeschossen.

Ich nenne solche Länder „Schurkenstaaten“; leider sind wir mitten drin. Unsere „Spezialität“ sind die geringen Vermögenssteuern. Hier eine Grafik, die einen internationalen Vergleich der Vermögensbesteuerung zeigt. Dargestellt werden die Einnahmen aus Vermögenssteuern in Prozent des BIP. Österreich wird mit seinen 0.5 Prozent nur von Estland, Tschechien und der Slowakei unterboten. Alle anderen Staaten liegen zum Teil deutlich über unserem Steuersatz von etwa 0.5 Prozent, USA, Großbritannien und Frankreich sind mit über 3 Prozent im Spitzenfeld.

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Den kompletten Bericht der AK mit dem Titel „Die Verteilung von Vermögen in Österreich“ findet man hier.

„Gegen Konzerne“ sein ist daher nicht der richtige Ausdruck. Fragt einmal jemanden, der zufällig bei der Allianz arbeitet, ob es ihm etwas ausmacht, wenn die derzeitige Zentrale in Hietzing ab dem nächsten Jahr zum Beispiel nach Bratislava übersiedelt.

Wir brauchen Konzerne in Österreich, wir brauchen die Arbeitsplätze und es ist dazu sogar notwendig mit dem zu punkten, was wir anzubieten haben: eine Stadt mit sozialem Frieden und einer hohen Lebensqualität. Denn wenn die sonstigen Bedingungen in allen Ländern gleich sind, dann entscheiden solche, ursprünglich eher nebensächliche Dinge, denn in erster Linie steht für die Konzerne natürlich der Gewinn.

Richtig wäre die Forderung, dass die Konzerne ihren fairen steuerlichen Anteil an den Staat abliefern, in dem sie ihre Gewinne machen. Nicht mehr und nicht weniger. Aber das geht nur in einem solidarischen Verbund der Staaten und der ist nur durch einen Schulterschluss zu erreichen und durch Harmonisierung von Steuergesetzen durch die EU.

Das wichtigste Mittel gegen diese Konzerne ist ein großes Wirtschaftsgebiet mit einheitlichen Regeln. Groß muss das Wirtschaftsgebiet deshalb sein, weil es der Konzern nicht einfach negieren kann (dazu ist er zu geldgierig) und einheitlich muss es sein, damit der Konzern nicht – so wie das jetzt der Fall ist – in jene Länder ausweicht, in denen ihm die (steuerliche) Gesetzgebung genehm ist. Beispiele: Luxemburg, Irland oder die Kanal-Inseln. Die Kanalinseln sind eine Art juristisches Reservat, das die Briten hegen und pflegen und in dem alle möglichen dubiosen Geschäftsleute uns Konzerne ihre Postkastenfirmen betreiben.

Das ist auch der Grund, warum separatistische Tendenzen in Europa ziemlich kurzsichtig sind, allein aufgemacht an dieser Aufschrift „Keine Macht den Konzernen“.  Ein zerteiltes Europa der Kleinstaaten ist ein Eldorado für Konzerne.

Ist nicht leicht, aber wenn wir das nicht schaffen, diesen großen einheitlichen Wirtschaftsraum, dann werden wir noch mehr für einige wenige Superreiche arbeiten und unser Staat verarmt.

Insofern war vielleicht die Botschaft des Sprayers nützlich, um sich wieder einmal bewusst zu machen, was genau an den Konzernen man bekämpfen muss. Nicht ihre Größe und nicht den Vertrag mit Rapid. Aber ihre Steuerflucht. (wobei große Versicherungen eher nicht das Problem sein dürften)

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Rapidviertelstunde 2016/17

In diesem Tagebuch wird auch über die Rapid-Viertelstunde berichtet, um Euch daran zu erinnern, die Folgen im Internet anzuschauen. Hier die Inhalte der letzten drei Sendungen sowie direkte Links zur jeweiligen Sendung:

2016-07-08 Rapidviertelstunde

  • Neue Saison, neue Gesichter
  • Stadion-Eröffnungsreigen
  • Andys Stadion-Rundgang
  • Wordrap mit Jan Novota
  • Link zum Video

2016-07-15 Rapidviertelstunde

  • Allianz-Stadion Preopening
  • Mit den Öffis zum Stadion
  • Generalprobe VIP-Bereich
  • Link zum Video

2016-07-22 Rapidviertelstunde

  • Eröffnung Allianz Stadion
  • Das ultimative Fanfoto
  • Rapid stellt Spieler vor
  • Grünen Strom tanken
  • Das ist die Rapid-Kapelle
  • Link zum Video

Ältere Folgen

Es gibt bereits 84 Folgen und es ist nicht leicht, diejenige zu finden, die man sucht. Auf der Seite http://kdfscr.at/Rapid.aspx?Id=tv findest Du drei Verzeichnisse, die ein bisschen Klarheit bringen.

  • Chronologische Folge nach Sendungsnummer
  • Alphabetisches Sendungsverzeichnis
  • Namensverzeichnis der Interviewpartner

Für diesen Artikel wurde das Verzeichnis etwas verbessert, etwa werden jetzt die erwähnten Namen fett dargestellt. Aktualisiert wird das Verzeichnis mit dem Hinzufügen jeder neuen Folge.

Was darf W24 senden?

Es fällt auf, dass bei den Sendungen von W24 keinerlei Szenen aus Rapid-Spielen vorkommen. Alles, was rund ums Spiel geschieht ja, das Spiel selbst, nein. Bei der letzten Sendung über die Stadioneröffnung gab es gerade einmal eine Szene aus dem Spiel der Special Needs Teams.

Mir scheint diese urheberrechtliche und sonstwie vertragliche Einschränkung der Rechte am eigenen Werk viel gravierender zu sein als der Verkauf des Stadionnamens. Dabei sollte man nicht das Spiel gegen Chelsea betrachten, das läuft unter eigens ausverhandelten Bedingungen.

Für die Abtretung der Übertragungsrechte der Ligaspiele bekommt Rapid etwa 1,5 Millionen und gibt dafür alle Rechte an den eigenen Spielen an die Bundesliga ab. Mir scheint das bizarr zu sein (oder anders gesagt, viel zu wenig Gegenleistung).

Das ist so, wie wenn Du Kinder hast, filmst sie, darfst Dir die Bilder nicht mehr anschauen, weil Du die Rechte dafür an die Wohnbaugesellschaft abgetreten hast, und dafür im Gegenzug die Wohnung billiger war. Du bist damit eine geschichtslose Familie und Rapid ein geschichtsloser Fußballverein.

Wir können uns später einmal die Videos von W24 anschauen aber kein einziges Spiel.

Na, Block West, wäre das nicht einmal etwas, das man bekämpfen sollte? Spätestens beim nächsten Fernsehvertrag?

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Der Höhenflug von CR7

Kaum jemand polarisiert so stark wie unsere Fußballstars es tun, allen voran Cristiano, Lionel oder – für uns Österreicher – Marco. Mansche mögen sie, andere hassen sie. Wie sie wirklich sind, wissen wir eigentlich nicht, wir kennen nur das Bild, das die Medien von ihnen zeichnen.

Stell Dir vor, Dein Name stünde auf einmal in allen Zeitungen und alle rund um Dich bewundern etwas an Dir und Du kannst Dich praktisch nicht mehr frei bewegen, ohne dass jemand um ein Foto oder Autogramm fragt. Dein Konto ist chronisch im Plus und Du brauchst professionelle Hilfe, um die Geldflüsse zu regeln – vor allem die Einnahmen. Wie kann man in einem solchen Szenario derselbe bleiben?

Jeder verarbeitet das anders. Lionel kapselt sich ab, wirkt bescheiden – und hinterzieht gleichzeitig mit Hilfe seiner Familie Millionen. Ronaldo verwandelt sich in die Kunstfigur CR7 und richtet alle seine Handlungen danach aus, der Öffentlichkeit diese Figur vorzuspielen und deren Wert zu steigern. Mich erinnert CR7 an Falco, den jeder kennt, aber nur Wenige kennen den Hans Hölzl dahinter. Aber es geht auch anders, oder, wie Marco es auszudrücken pflegt: „i kaun Dei Lebn kaufn“. Da hat es doch jemanden ganz nach oben in den Geldadel katapultiert ohne dass auch gleichzeitig seine Sozialisierung diesem atemberaubenden Aufstieg hätte folgen können.

Ronaldos Ruhm und Reichtum sollen Anlass sein, zu überlegen, woher das alles kommt.

2007

Florian und ich verfolgen den Werdegang dieses CR7 seit seinen Anfängen bei Manchester. Wir unternahmen 2007 eine Osterreise in die Midlands und buchten bereits im Jänner ein Ligaspiel in Old Trafford am Osterdienstag (probier‘ das einmal in Österreich). Wie es dem Zufall gefällt, wurde dieses Ligaspiel auf später verschoben und stattdessen musste Manu an diesem Dienstag im Viertelfinale der Champions-League gegen AS Roma antreten. Wir konnten die Karten vom Ligaspiel auf diesen Kracher mit einer Aufzahlung umbuchen und erlebten eine durchschnittliche Hospitality-Bewirtung (wer mehr will, muss mehr zahlen) in der RedBar, gemeinsam mit vielen Roma-Fans, die keine anderen Karten mehr bekommen haben. Die Ausgangslage war, dass AS Roma das Spiel in Rom mit 3:1 gewonnen hatte und sich berechtigte Hoffnungen auf einen Aufstieg gemacht hat. Aber es kam anders. Manu gewann 7:1 mit zwei Ronaldo-Toren. Dieses Schlüsselspiel wird auch in der Ronaldo-Biografie in der Wikipedia erwähnt. Ronaldo wurde danach als erster Portugiese zum Fußballer des Jahres in England gewählt und sein Aufstieg zum Weltstar begann. Und wir waren dabei. Kein Wunder, dass wir diesen Fußballer mehr als andere medial verfolgen.

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Bild vom 10.4.2007 CR7 beim Aufwärmen vor dem Spiel Manchester United-AS Roma CL-Viertelfinale. 7:1 für Manu, 2 Ronaldo-Tore. Aufnahmeabstand ca. 80 Meter.

2016

Heuer wollte es das Los, dass Österreich mit Portugal in eine Gruppe gelost wurde. Ein weiterer Zufall war, dass das Spiel Österreich-Portugal gerade auf Florians Geburtstag fiel und wir eine gemeinsame Fußballfahrt zu diesem Spiel unternommen haben und Florian die Gelegenheit hatte, sein Idol wieder einmal live zu sehen.

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Bild vom 18.6.2016. CR7 beim Aufwärmen vor dem Spiel Portugal-Österreich 0:0. (X = Ronaldo)

Die Achtung vor unseren österreichischen Kickern ist in diesem Spiel gestiegen, weil es dem späteren Europameister Portugal inklusive Ronaldo nicht gelungen ist, Österreich zu besiegen. Sogar einen Elfer hat der Meister verschossen.

So müssen sich Altacher fühlen, wenn sie Rapid ohne Sieg nach Hause schicken.

Von Cristiano zu CR7

In diesen Jahren ist unsere Beziehung zum Superstar etwas abgekühlt. Wegen seiner theatralischen Auftritte ist unsere frühere Verehrung einer eher nüchternen und fast schon distanzierten Betrachtung gewichen. Als Fußballer ist er top, aber die Vermarktung der Marke CR7 gefällt uns weniger.

Der öffentliche Ronaldo ist dieser CR7, das Bild, das er von sich zeichnet, der private ist weitgehend unbekannt, auch wenn er sich hin und wieder mit seiner „ganz normalen“ Familie darstellt. Nichts in diesen Dimensionen ist „normal“.

Spendenfreudig

Viele werden einwenden, dass ja dieser CR7 viele Sozialprojekte fördert, wie zum Beispiel im folgenden Facebook-Eintrag (unmittelbar nach der EURO) gezeigt wird:

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Ja, ist schön von ihm! Aber nicht schöner als eine 200-Euro-Spende von einem von uns.
 
Bitte mitrechnen und vergleichen.
Was braucht der Mensch zum Leben? Das Minimum in Österreich liegt irgendwo bei 15.000,- Euro pro Jahr, gegeben durch die Mindestsicherung. Ich selbst verfüge über etwa 30.000,- Euro und davon bleibt nichts übrig. Ein Urlaub ist da nicht dabei aber einige Auswärtsfahrten mit Rapid als Urlaubsersatz.
CR7 hat einen geschätzten Jahresverdienst von 42 Millionen Euro (->Links). Ronaldo bleibt nach Abzug durchschnittlicher Lebenshaltungskosten praktisch genau so viel am Konto, nämlich 42 Millionen. (Seine 21 Automobile zähle ich nicht zu Lebenshaltungskosten.)
Wenn Ronaldo 275.000 Euro spendet, dann sind das etwa 0,6 Prozent seines Jahresverdiensts. 
 
0,6 Prozent meines Jahreseinkommens wären 180 Euro. Viele von uns spenden daher durchschnittlich eben so viel wie Ronaldo, viele auch mehrin Relation natürlich. Ich spende 120,- Euro an die Caritas und ebenso viel an die Wikipedia und natürlich an Ján unseren grün-weißen Augustin-Verkäufer.
Wo liegt der Unterschied? 
Der Unterschied ist, dass 180 Euro für jeden von uns ein nicht zu vernachlässigender Betrag sind. Es ist etwa so viel wie ein Abo für Mitglieder auf der Südtribüne im neuen Stadion. Es ist ein wesentlicher Faktor in unserer Beziehung zu Rapid. Weil unsere Spende das Einkommen schmälert, das wir zum Leben brauchen und wir es anderswo einsparen müssen, aber reiche Menschen wie Ronaldo nicht.
Daher leistet jeder von uns, der 0,6 Prozent seines Jahreseinkommens spendet viel mehr als Ronaldo.

Ronaldo wird durch die Spende sogar reicher!

Wie das? Das funktioniert so: der „Gehalt“ von Ronaldo als Fußballspieler ist etwa 12 Millionen Euro pro Jahr. Der Rest sind Einnahmen aus Werbeverträgen. Die Höhe eines Werbevertrags hängt aber von der Popularität des Protagonisten Ronaldo ab. Mit jeder Pose am Fußballfeld, mit jedem Tor, mit jedem Titel und mit jedem (inszenierten) Auftritt steigt der Wert der Marke CR7. Wenn nun Ronaldo 0,6 Prozent seines Jahreseinkommens spendet, dann tut er das nicht so wie Du und ich anonym, per Zahlschein; nein, er macht das mit großem Bahnhof in Form eines Auftritts an einem publikumswirksamen Augenblick, zum Beispiel am Ende der EURO. Das bringt ihm Hunderttausende „Gefällt mir“ in Facebook ein und die Bezeichnung „Ehrenmann“. Und ganz nebenbei steigt der Werbewert der Marke CR7. Beim nächsten Werbevertrag kann er die durch diese Spende gestiegene Popularität so viel mehr verlangen, dass diese Spende eine gewinnbringende Investition ist.
Die eigentliche Bedeutung dieser publikumswirksamen Spendenaktionen liegt also in der Stärkung der Marke „Ronaldo“. Daher wird die Spende auch medial kommuniziert.
Wenn Ronaldo 0,6 Prozent seines Jahreseinkommens spendet, applaudiert der Fan; wenn das einer von uns tut, dann ist das zwar eine vergleichbare Leistung aber es ist egal. Übrigens erbringen 1.400 Personen, die ebenso 0,6 Prozent ihres Jahreseinkommens spenden, dieselbe Spendenleistung wie Ronaldo.
Ronaldo kann für all das nichts. Es ist eine Eigenschaft der Wirtschaft, dass öffentliche Bekanntheit einen Werbewert nach sich zieht. Auch wenn Ronaldo exakt dieselbe Absicht beim Spenden hat wie Du und ich, wirkt sich das bei ihm anders aus.

Ronaldo als Rapid-Fan?

Schauen wir, was Ronaldo in Relation aufwenden müsste, um einen ähnlich hohen Einsatz aufzubieten wir ein engagierter Fan bei Rapid das tut.
Rapid ist ein gemeinnütziger Verein. Jeder Anhänger, der sich zum „harten Kern“ der Anhänger zählt, und „alles mit Rapid mitmacht“, leistet für seinen Verein eine ganze Menge. Leider kommen die größten Beträge für die Reisen nur zu einem kleinen Teil dem Verein zugute. Ein Beispiel mit autobiografischen Zügen:
  100,- Euro Mitgliedschaft
  400,- Euro Abo
  200,- Euro weitere Heimspiele
2.000,- Euro Auswärtsfahrten international
2.000,- Euro Auswärtsfahrten inland
  200,- Euro Fanartikelkauf
------------
4.900,- Euro
Das ist natürlich nur eine Überschlagsrechnung. Vermutlich geben manche Fans auch noch mehr aus. Dieser Betrag sind etwa 17 Prozent des ursprünglich erwähnten Jahreseinkommens von 30.000,- Euro. In der heurigen Saison kommt auch noch die Konsumation im Stadion dazu, denn die floss in den letzten Jahren in die lokale Gastronomie.
Was müsste ein CR7 tun, um dieselbe Leistung zu erbringen wie es ein Hardcore-Fan gegenüber Rapid erbringt?
Damit ein CR7 in diese Dimensionen vordringt, müsste er immerhin 7 Millionen pro Jahr aufwenden. Er investiert natürlich schon solche Summen, etwa in sein Hotelprojekt oder in seinen Fahrzeugpark. Aber wie gesagt, nicht in ein ideelles Projekt wir das ein Rapid-Fan tut.
Bei allen diesen Vergleich müssen wir bedenken, dass die 30.000,- Euro eines Durchschnittsverdieners am Jahresende praktisch weg sind und daher die 20 Prozent Ausgaben für Rapid einen wesentlichen Anteil am Haushalt haben und daher andere Aktivitäten wie eben einen Urlaub verunmöglichen, während es bei Ronaldo ziemlich egal ist, wie viel er wem spendet. Das hat überhaupt keinen Einfluss auf sein Leben. Und wie wir gesehen haben, investiert er diese wesentlichen Vermögensanteile nicht – wie ein Fan – in ein gemeinnütziges Projekt sondern ausschließlich in persönliche Projekte.

Was ist der Wert eines Fußballers?

Wer über die Superstars spricht, kommt nicht um die Frage herum, ob die denn ihr Geld wert sind und warum sie so viel kosten. Oft hört man, man solle diese Transfersummen beschränken. Aber wer soll das tun? Und mit welchem Recht?

Kann ein Fußballer 12 Millionen pro Jahr Wert sein? Oder spielt dieser Fußballer doppelt so gut als ein anderer, der 6 Millionen verdient?

Für einen Fußballfan gibt es nur eine Ideologie: ein Titel muss her, koste es was es wolle. Und wenn das mit einem Spieler um 12 Millionen möglich wird, dann war er uns das wert. Wenn nicht, wars ein Reinfall. Und genau dieses „koste es was es wolle“ ist es, das die Kosten für gute Spieler so explodieren lassen.

Du kannst einen beliebigen bürgerlichen Beruf haben. Immer wird es jemanden geben, der das, was Du machst besser macht, schneller macht und eventuell auch etwas mehr verdient als Du selbst. Aber keiner in diesen Niederungen wird so reich werden wie Ronaldo es ist. Warum? Weil uns niemand bei der Arbeit zuschaut und damit Werbewert generiert. Aber viele träumen davon, reich zu sein – und spielen Lotto.

Unsere Gesellschaft (zumindest die große Masse) ist ziemlich ausgeglichen aber es gibt so etwas wie die Liga der Superreichen. Wir alle können dort nicht hingelangen – jedenfalls nicht durch Arbeit und Fleiß – aber wir investieren in Fußball, in ein Spiel, das es ermöglicht, indirekt dort oben zu stehen. Nicht wir, sondern der von uns favorisierte Verein ist es, der mit unserer Hilfe einmal ganz oben stehen soll – und wir mit ihm.

Und weil wir so viele sind, die das wollen und weil wir alle die Spiele besuchen, die Fernsehübertragungen anschauen, Fanbekleidung kaufen, weil durch unsere große Zahl das Interesse der Werbewirtschaft steigt, sind die Vereine reich.

Aber eigentlich sind ja bei jedem Verein nur etwa 25 Spieler und der Trainerstab zu finanzieren. Und es findet ein Wettbewerb um die besten Spieler statt, wie in einer Auktion im Dorotheum. Man kann Glück haben und eine Rarität günstig bekommen, nur weil zufällig kein anderer Interessent mitbietet. Man kann aber auch ganz daneben liegen und viel zu viel bezahlen. Und je mehr Geld verfügbar ist, desto länger kann ein bietender Verein an der Spielerbörse mit anderen mithalten.

Der Wert eines Spielers ist der, den jemand bereits ist, für ihn zu bezahlen. Nicht mehr und nicht weniger. Und diese Begehrlichkeit wächst mit mit der Zahl der Anhänger und mit dieser Zahl das Budget. Je größer das Budget eines Vereins ist, desto mehr Wert hat auch dessen Team. Warum? Weil alles Geld in dieses Team investiert wird. Ob das Team auch gleichzeitig eine höhere Klasse hat, ist eine andere Frage. Das kann sein, wenn der Sportdirektor und die Spielerbeobachter die Spieler richtig einschätzen. Aber man kann sich irren.

Und wer den Ronaldo will, muss bis zum Schluss mitbieten, dann wenn alle anderen schon ihren Abnehmer gefunden haben und nur mehr die Reichsten der Reichen am Bietertisch sitzen.  Und wie viel der Gewinner der Auktion aufbieten muss, bestimmt derjenige, der ebenfalls fast bis zum Schluss mitgeboten hat. Der Sieger der Auktion bekommt mit diesem 100 Millionen einen der besten Spieler der Welt. Würden aber nur halb so viele Fans Fußballspiele besuchen, dann wäre es derselbe Ronaldo aber man würde ihn um 50 Millionen bekommen, einfach weil nicht mehr Geld da ist.

Schließlich könnte auch sein, dass auf einer Wiese im Marchfeld ein außergewöhnlich begabter Spieler kickt aber niemand entdeckt ihn. Interessant war das Interview mit David Alaba als er erzählte, wie es bei ihm war als er durch einen Motorschaden fast das entscheidende Probetraining zum Einstieg in die Akademie verpasst hätte. Es ist sich gerade noch ausgegangen und er hat Karriere gemacht.

Wer bestimmt den Marktwert?

Wenn wir es als Rapid mit einer unbekannten Mannschaft zu tun bekommen, dann ist das Erste ein Vergleich der Marktwerte auf Transfermarkt. Bei TORPEDO-BELAZ ZHODINO sind es 4 Millionen und bei Rapid 25 Millionen. Man könnte meinen, Rapid wäre 6mal so „gut“. Hier ist große Vorsicht geboten, denn diese Zahl hängt davon ab, in welchem „Auktionshaus“ man das Personal einkauft.

Unter der Annahme, dass das eher isolierte Weißrussland hauptsächlich im Inland auf der Suche nach Spielern ist, schlage ich vor, diese Zahlen durch eine zweite Zahl, nämlich das BIP pro Kopf zu relativieren. Daraus ergibt sich:

  • 8:50 BLR:AUT BIP
    4:25 BLR:AUT Marktwert

Es ist also kein Wunder, wenn in Weißrussland weniger Geld in die Vereinskasse fließt, weil man dort weniger reich ist. Die Relation der Kaderwerte entspricht ganz genau der Relation der Bruttoinlandsprodukte pro Kopf. In Weißrussland kauft man auf einem anderen Spielermarkt ein, auf dem Spieler billiger sind. Sie müssen auch nicht in einem Hochpreisland wie Österreich leben. Beide Vereine sind also wertberichtigt durchaus auf Augenhöhe trotz des großen Unterschiedes der absoluten Zahlen.

Fußballvereine investieren in Erfolg

Ganz im Gegensatz zu unserem eigenen Leben ist jenes eines Fußballers ein Leben ohne Netz. Es ist geradezu ein perfektes Abbild einer Gesellschaft ohne soziale Absicherung. Es gibt ein paar, die ganz oben stehen, es gibt viele lokale Größen und ein Heer von Verlierern, die sich in den unteren Ligen tummeln. Sie alle haben es versucht, in dieser Disziplin ganz nach oben zu kommen und sind eigentlich alle gescheitert. Schlecht ausgebildet und schlecht vorbereitet auf den Übergang zu einem Zivilberuf.

Was ist Dein Beruf? Bist Du Büroangestellter, Redakteur, Mistkübler, Verkäufer, Kellner oder Koch? Egal, es wir immer bessere in Deinem Beruf geben. Aber honoriert wird das in der Regel nicht. Der Vorteil der Einheitsbezahlung: ein Unternehmen wird viel leichter berechenbar, weil man die Personalkosten kennt. Du bekommst Sicherheit, das Unternehmen Planbarkeit. Mit einem solchen festen Beruf verzichten wir auf die theoretische Möglichkeit des Reichtums zugunsten einer langfristigen Sicherheit.

Stell Dir vor, Deine Firma hätte einige Millionen Gewinn pro Jahr und würde dieses Geld unter den Angestellten verteilen. Toll nicht? (Achtung, gilt auch bei ebenso großen Verlusten!) Aber das passiert nicht. Das Geld wird in in der Regel zum Teil durch die Aktionäre/Eigentümer abgeschöpft und zum anderen Teil investiert.

Ein Fußballverein hingegen, investiert den kompletten Überschuss in diese etwa 30 Personen, Fußballer und Trainer. Es bleibt nichts über. Gewinne gibt es nicht, nur sportliche Erfolge; wenn Tore fallen, Spiele und Titel gewonnen werden.

[An dieser Stelle könnte man sich ein Beteiligungsmodell zwischen Anhängern und Verein vorstellen. Der Verein erwirtschaftet ein jährliches Vermögen, das entweder in Spieler investiert oder an die Mitglieder ausgezahlt wird. Wenn – wie im Falle von Real – der Verein auf die Idee kommt, 100 Millionen für einen Spieler zu investieren, könnten die beteiligten Mitglieder mitbestimmen, ob man das auch machen soll oder nicht etwa die Hälfte an die Mitglieder ausschüttet. Durch ein solches Modell könnte man diesem derzeit nahezu ungebremsten Preisanstieg mit einem entgegengerichteten Interesse begegnen. Beide, Verein und Mitglieder entscheiden, wo es lang geht. Aus diesem Beteiligungsmodell können vielleicht auch gleichzeitig mehr Mitglieder gewonnen werden, weil ihr Einsatz in den Verein – je nach sportlichem Erfolg aus zurückfließen kann. Insbesondere könnten Mitglieder von Retortenklubs durch ein Beteiligungsmodell anderer Vereine bewogen werden, die Fahnen zu wechseln, was das Interesse der Superreichen an Fußballklubs schwächen könnte, denn wer will schon zu einem Fußballspiel, bei dem niemand zuschaut, außer vielleicht die Gästefans.]

Von Zwergen und Riesen

Zwischen den Zwergen in der Bundesliga wie Altach und Mattersburg und den Top-Klubs RB, Rapid und Austria klaffen finanzielle Welten. (Link) Beim Umsatz ein Faktor 15 zwischen Altach und RB.

Und der Unterschied ist, dass eben RB in einem anderen „Geschäft für Fußballer und Trainer“ einkauft als das Altach tun kann. Altach kauft bei „Hofer“ und RB beim „Meinl am Graben“. Aber die Anzahl der Kalorien pro Leberkässemmel ist dieselbe. Sicher, die Waren am Graben sind besonders ausgewählt, manche Sachen schmecken vielleicht ein bisschen besser aber sonst gibt es keinen Unterschied.

Auch im Fußball hilft es nicht viel, „Rapid“ zu sein, wenn man dann nicht einmal gegen Altach gewinnen kann. Weil eben die Kicker nicht so viel mehr können als sie mehr kosten.

Ronaldo rechnet sich

Es scheint irrwitzig zu sein, für einen Spieler 100 Millionen Euro auszugeben wie seinerzeit Real Madrid für Ronaldo. Wenn man aber die jährlichen Erlöse aus den Merchandising-Produkten betrachtet, dann ist das möglicherweise für Real sogar ein einträgliches Geschäft. Link

Wert kontra Können

Geradezu skurril mutete das Gespräch zwischen den Experten des ORF bei einem der Spiele der EURO an, bei dem sinngemäß gesagt wurde, dass die 40 Millionen, die ein Spieler mehr Wert wäre als ein anderer, durch die dargebotene Leistung auch gerechtfertigt wäre. Allen Ernstes wurde das dort so gesagt. Die Unterschiede im Kaufpreis deuten nur auf eine unterschiedlich hohe Begehrlichkeit hin, nicht auf einen bedeutenden Klassenunterschied.

Es wird schon so sein, dass der um 40 Millionen teurere Spieler gewisse Qualitäten hat, die ihn in einer Qualitätsreihung vor andere Spieler stellt. Aber die sich dann aus dieser ziemlich subjektiven Einschätzung ergebenden gigantischen Kaufpreise ergeben sich aus der geringen Anzahl von Spielern in dieser Leistungsklasse und der gegenüberstehenden großen Nachfrage potenter Vereine mit gefüllter „Kriegskasse“, eine Kasse, die wir Jahr für Jahr auffüllen.

Wenn man einen Spieler begehrt, der ein bisschen besser spielt, muss man nicht ein bisschen mehr zahlen. Man muss aberwitzig mehr bezahlen, weil man nicht der einzige Käufer ist, das Angebot beschränkt und der Erwartungsdruck groß sind.

Und Gott ist Mensch geworden

Wir wissen nicht, was alles hätte sein können, wenn Ronaldo mitgespielt hätte, in diesem Finale gegen Frankreich. Bei seiner Verletzung hat niemand mehr auf Portugal gesetzt, speziell angesichts der großen Überlegenheit der Franzosen. Es kann aber sein, dass allein dieser Qualitätsverlust bei den Portugiesen ein „jetzt erst recht“-Gefühl erzeugt hat oder ein „wir machen das für Dich, Ronaldo“-Gefühl. Auffällig ist, dass die erste Spielphase den Franzosen gehört hat aber mit längerer Spieldauer die Portugiesen immer sicherer wurden. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass Frankreich kein Tor gelungen ist und dadurch die schwächere Mannschaft mehr Selbstvertrauen getankt hat und wer es bis zur 70. Minute ohne Gegentor schafft, der kann es auch bis zur 90. Minute ohne Gegentor schaffen.

Mich erinnert der Ausfall von Ronaldo an die Ausfälle unseres Kapitäns Steffen Hofmann bei Rapid. Allein seine Anwesenheit am Feld gibt der Mannschaft Sicherheit, die dann plötzlich fehlt. Auch heuer ist das gleich zu Saisonbeginn wieder der Fall aber wir wollen doch hoffen, dass unser Team schon so gefestigt ist, dass uns das nichts mehr ausmacht. (Es war schon einem in einem Spiel gegen Ried als der schon sehnsüchtig erwartete Steffen in seinem damals ersten Spiel nach der München-Pause unter Zellhofer für Rapid aufgelaufen und prompt wurde das Spiel 1:2 verloren.)

Jeder will Europameister werden aber keiner hat es vor dem Bewerb so deutlich ausgesprochen wie Ronaldo. Dann liegt er da, verletzt und unfähig weiter zu spielen. Die Tränen sind echt. Weg ist der Nimbus des Torjägers und er ist nicht mehr in der Lage, höher als alle anderen zu springen, um Tore zu schießen. Heruntergestoßen vom Olymp des Fußballstars. Er ist nicht mehr dieser kraftvolle CR7, nein es ist nur mehr Cristiano himself.

Eigentlich hat man bei seiner Verletzung die Felle für Portugal schon davon schwimmen sehen. Doch anders als andere Spieler, die nach einer Auswechslung mehr oder weniger gelangweilt auf der Ersatzbank sitzen, bekommt Portugal in der zweiten Hälfte mit Ronaldo einen zweiten Coach, der die Mannschaft allein durch seine Anwesenheit an der Linie vorwärts treibt.

Ich hatte den Eindruck, als erlebten wir hier Ronaldo selbst und nicht diese Kunstfigur der heldenhaften Posen, die wir sonst von seinen Auftritten gewohnt sind.

Durch diese unglückliche Verletzung ist Ronaldo für mich zum Held des Spieles geworden, obwohl er im Spiel nur wenige Ballkontakte hatte. Er ist in dieser Tragik Mensch geworden, einer von uns, und von seinem Star-Olymp abgestiegen. Man konnte mit ihm mitfühlen, was in allen anderen Situationen eher nicht der Fall war.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ronaldo nicht als Fußballer des Jahres gekrönt wird, auch wenn er im Finale der EURO nicht mehr mitgewirkt hat.

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Bild von Ruben Ortega – Wikimedia Commons, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=48550566


Abschließend fällt mir dazu eine Szene aus „My Fair Lady“ ein, in der Eliza sagt, dass eine Prinzessin nicht jemand ist, der sich so bezeichnet, sondern der, den man so behandelt.

Links

Der ursprüngliche Link zur Information über Ronaldos Vermögen existiert leider nicht mehr (http://www.vermoegen.org/cristiano-ronaldo-vermoegen/) aber Patrick aus Linz hat uns dazu eine aktuelle Quelle genannt:

Danke, Patrick!

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Domenicos Geschichte von Rapid

Domenico Jacono kennt die Geschichte von Rapid wie kein anderer, und wenn er über Rapid erzählt, dann hat man das Gefühl, als hätte er seine Erzählungen alle erlebt, auch wenn sie sich vor Hundert Jahren ereignet haben. Das liegt an seiner genauen, wissenschaftlichen Arbeitsweise.

Domenico ist auf den Geschichte-Seiten des Wien-Web sehr aktiv und arbeitet dort unter anderem auch an den Fußballseiten über Rapid. Seine Artikel über das Gerhard-Hanappi-Stadion und über die Pfarrwiese wurden hier schon vorgestellt. Heute ist ein Artikel über die Geschichte von Rapid dazugekommen, den ich Euch, wie auch die beiden anderen als Lektüre empfehle. Hier eine Zusammenfassung von Artikeln, die alle die Geschichte von Rapid zum Thema haben:

Wir brauchen diesen ständigen historischen Rückblick, denn nur dadurch wird unseren Spielern bewusst, was unser Anspruch ist. Dort wollen wir hin, wo unsere Vorfahren durch ihre Erfolge den Weg vorgezeichnet haben. Durchschnitt genügt nicht.

Ich möchte Euch daher nicht einfach nur den Link zu dem Rapid-Artikel von Domenico weitergeben sondern seine Artikel durch einen grafischen Eindruck von 118 Jahren Fußballgeschichte ergänzen. Dazu wurden alle Mannschafts-Bilder aus der Rapid-Chronik und aus anderen Publikationen ausgeschnitten und zu einem Gesamtbild geformt, das einen Eindruck vermittelt, was diese nunmehr 118 Jahre Rapid-Geschichte bedeuten. Jedes Bild entspricht einem Jahr (manche Jahre sind mit zwei Bildern vertreten, die letzten 6 Jahre sind unvollständig).

Ich selbst habe nur die letzte Zeile der Bilder bewusst miterlebt, es gibt aber aktive Fans die die Mannschaftsaufstellungen der unteren Hälfte dieser Bilder aufsagen können.

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Dieses Bild symbolisiert also den Werdegang von Rapid und durch die 32 errungenen Meistertitel auch den ständigen Anspruch an die Mannschaft und die verantwortlichen Funktionäre und Trainer, diese Tradition fortzusetzen.

 

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Rapid-Chelsea, Eröffnungsspiel

2:0 (1:0)

Man kann annehmen, dass im Vorfeld von Freundschaftsspielen zwischen den beiden Teams der Charakter des Spiels abgesprochen wird; etwa, wie viele Wechsel möglich sein sollen, dass es sich um ein Testspiel handelt und man eine harte Gangart vermeiden will usw. Aber unterm Strich ist es ein Spiel wie alle anderen, und Tore sind ein seltenes Glück.

Sportlich betrachtet ist Rapid am Ende der intensiven Saisonvorbereitung und Chelsea erst am Beginn, also ein klarer Vorteil für Rapid.

Dann ist da der Umstand, dass Rapid eine Einladung ausgesprochen hat und – anders als bei Pflichtspielen – Rapid dem prominenten Gast eine ordentliche Stange Geld bieten muss, damit der in den Niederungen des Wiener Fußballs Station macht. Am 16. Juli war Chelsea sicher „preiswert“ zu haben, weil sich Chelsea ab morgen in Kärnten auf Trainingslager aufhält und daher die Kosten für An- und Abreise sowie Unterbringung wegfallen. Aber auch wenn der Gegner vergleichsweise „billig“ war, das Spiel ist „gekauft“ und daher darf man das Ergebnis nicht überbewerten. Aber man darf sich dennoch freuen, dass man deutlich gezeigt hat, wer der Herr im Haus ist und dass jedem unserer beiden Stürmer ein Tor gelungen ist. Ein toller Einstand in die neue Ära.

Ein gekauftes Spiel muss aber nicht unbedingt ein gewonnenes Spiel sein, denn man muss bedenken, dass das Spiel vor der Augen des Chelsea-Geldgebers Roman Abramovich und unter der Leitung des neuen Trainers Antonio Conte stattgefunden hat und es durchaus Ausgleichschancen für Chelsea gegeben hat.

Die Seite von Chelsea bietet einen sehr ausführlichen Bericht, denn man über diesen Link in einer deutschen Übersetzung lesen kann.

Die Bewertung dieses Resultats ist also schwierig aber nach einer weiteren Woche sind wir klüger, denn Ried wird sich kampfstärker präsentieren aber auch das Stadion und seine Zuschauer werden den Riedern mit einer bisher nicht bekannten Intensität ordentlich einheizen. Wir können gespannt sein.

Hier sieht man, wie die Buchmacher das Spiel gegen Ried heute einschätzen:

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Die Anreise

Wir kamen mit einer Museumsstraßenbahn aus Speising:
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Siehe eigenen Bericht „Anreise oldstyle“. Danke an Johann Janda. Im Bild Johann in seinem Rapid-Refugium: (Bild Facebook)

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Am Eingang

Man kann das Stadion bei allen Eingängen betreten, egal welcher Sektor. Wir kamen von der Linzerstraße. Kurzer Stau beim Eingang. Kameradschaftliche Sicherheitskontrolle. Gleich beim Eingang begrüßt uns Charly Wendtner in einer neuen Rolle mit einer 40-seitigen Ausgabe der Stadionzeitung. (Du findest einen Download-Link zur Zeitung bei den Links weiter hinten.)

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Einen ersten Blick vom Spiel der Special-Needs-Teams erhaschen wir von der Nord-Tribüne.

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Über den Umgehungsweg gelangen wir zur Osttribüne. Der Block-West ist bereits dicht gefüllt, die sonstigen Tribünen halb voll.

Es wurde uns berichtet, dass die Anreise mit der S80 für Zusteiger aus Meidling nicht möglich war, der Zug war völlig überfüllt. Benjamin und Dieter mussten mit dem Taxi kommen. Die Garnituren der S80 waren unterdimensioniert.

Zu den bisherigen Standard-Menüs der Stadionbesucher kommen bei Rapid auch Nudeln, Salate, Wraps, Kuchen uvam. Im Bild Josef „Pepi“ Schuster mit einer Nudel-Box. Die Nudeln waren nach dem Spiel restlos ausverkauft.

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Festprogramm

Das Spiel der Special Needs Teams von Chelsea und Rapid auf verkleinertem Spielfeld endete 3:2 für Rapid. Es folgten

Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Clemens Helsberg. Die wertvollen Instrumente werden durch Regenschirme geschützt. Die Philharmoniker spielen die Rapid-Hymne und der Jazz-Walzer von Dmitri Schostakowitsch. Erkennen konnte man die Melodien aber nur mit größter Aufmerksamkeit. Die Lautsprecher auf der Osttribüne waren generell zu leise eingestellt.

50 Harley Davidson des gleichnamigen Clubs fahren eine Runde im Stadion

Die Begrüßung von Vizebürgermeisterin Renate Brauner wird von einem Pfeifkonzert begleitet, das von Andy Marek durch geschickte Überleitung zu Rapid-Themen abgedreht wird.

Eine „Logo-Parade“ ist der nächste Programmpunkt. Legenden tragen weiße Transparente mit alten Logos. Gesehen habe ich Rene Wagner, Mich Hatz, Markus Katzer, Christian Keglevits, Rudi Flögel, Enrst Dokupil, Walter Skocik, Werner Walzer, Franz Hasil, Funki Feurer uva. Bei allen diesen Events, auch beim Legendenturnier erinnert man sich durch sein Fehlen, dass Hans Krankl, der dem Verein endgültig den Rücken gekehrt zu haben scheint.

Die Wiener Sängerknaben bringen zwei Lieder, die Tritsch-Trasch-Polka und den Donauwalzer.

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Der Technische Direktor von Chelsea, Michal Emenalo überreicht Michael Krammer ein Gastgeschenk, einen Silberteller.

Der Höhepunkt der Eröffnungsfeier ist aber der Auftritt von Kurt Ostbahn, der unter großer Beteiligung des Publikums gemeinsam mit zwei Gitarristen drei seiner bekannten Lieder darbietet.

Unter der musikalischen Leitung von Alfred Körner und Pianobegleitung von Andy Marek wird die alte Rapid-Hymne abgesungen (geht scho besser als vo einer Woche).

Die eigentliche Eröffnung wird von Michael Krammer, Renate Brauner, Alfred Körner, Christoph Peschek, Harry Gartler, Hans Peter Doskozil, Andreas Müller, Andreas Mailath-Pokorny, und der Bundespräsident a.D. Heinz Fischer vorgenommen.

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So präsentierte sich das Stadion vom Sitzplatz von Andreas Fink (OMS) fotografiert als Panoramabild:

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Danke für die Erlaubnis, das Bild verwenden zu dürfen!

Und dann kommen sie, die Gladiatoren der Neuzeit, um eine neue Ära von Rapid einzuläuten.

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In der Pause stellt Andy Marek den Neuzugang aus Island, Arnor Ingvi Traustason vor, der dann noch mit dem ältesten lebenden Rapid-Fan, Otto Philipsky, dem 103-jährigen Retzer vor der Kamera posiert.

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Fanblock

Ein Slogan, der uns wohl die nächsten 10 Jahre begleiten wird, ist das allgegenwärtige „Weststadion“, das auch Thema der Eröffnungschoreografie ist.

Auf die Idee, dass das Stadion „Allianz-Stadion“ heißt, kommt man als Zuschauer eigentlich nicht. Den „Allianz“-Aufschriften am Stadion in luftiger Höhe werden durch die Weststadion-Plakate in Augenhöhe die Show gestohlen.

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Nicht nur die Choreografie trägt den Text „Weststadion“, auch vom Stadiondach wurde ein gleichnamiges Transparent abgehängt, dessen Botschaft sogar durch das Rapid-Logo verstärkt wird.

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Die mitgebrachten Botschaften waren:

„Auf ewig gezeichnet sind wir Deinen Namen zu ehren, das schwören wir Dir.“ Ist ein bisschen unverständlich, gemeint war wohl Gerhard Hanappi. Begleitet war das Transparent durch grünen Rauch.

„Fußball muss bezahlbar sein!“ Ja, die Preise steigen, Fußball ist kein billiges Vergnügen. Die Zeiten des Fußballs „old-style“ sind mit dem neuen Stadion endgültig Geschichte.

„wankers in blue“  (Doppelhalter) Englisch-Unterricht weniger Gebräuchliches. „wankers“ heißt „Wichser“. Das hätten wir jetzt auch gelernt.

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An den Rauch werden wir uns wohl gewöhnen müssen. Durch das Abbrennen von Fackeln am Beginn der zweiten Halbzeit und später am Beginn der Rapid-Viertelstunde legte sich ein Nebel über das Geschehen, sehr zur Freude der Fotografen. Aber es soll ja Spezialfilter geben, die das Grau aus den Bildern herausrechnen…

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Der Gästesektor war auch fast voll, viele englische Fans verbringen vielleicht einen Teil ihres Urlaubs in Kärnten bei ihrer Mannschaft. Das Bild zeigt die mitgebrachten Transparente nach dem Einlass.

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Die Bauarbeiter der Strabag haben sich etwas Besonderes einfallen lassen. Ihre Sitzplätze formten in den Sitzplatzreihen ein großes X, vielleicht ein Symbol für „erledigt“, und damit man das auch erkennt, kamen sie alle mit gelber Arbeitsbekleidung.

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Andenken und Ausklang

Der hübsche Karton des Fan-Package mit dem Stadionplan, der Eintrittskarte und dem Schal wird wohl in so mancher Sammlung landen. Ihr findet Fotos in der Bildersammlung. Aber es gab auch eigens bedruckte Becher, die natürlich auch in der Rapid-Sammlung landen.

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Was außergewöhnlich positiv auffällt: praktisch alle Kioske sind nach dem Ende des Spiels in Betrieb. Es wird eifrig diskutiert.

Wir treffen überraschenderweise Gregor und seinen Sohn von den Grün-Weiß-Disteln. „Überraschend“, weil er noch am Vortag aus Kroatien via Facebook schreibt, dass die Fähre aufs Festland wegen anhaltenden Schlechtwetters nicht in Betrieb war. Dann ist es sich aber schließlich nach 5-stündiger Wartezeit auf Rab doch ausgegangen, dass er das Eröffnungsspiel miterleben konnte.

Der Andrang bei den Kiosken war so groß, dass der eine oder andere Artikel nicht mehr verfügbar war. Ein Zeichen, dass das Angebot gut ankommt. Im Bild die „Asia-Box“, Nudeln ausverkauft.

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Wer sich an Spiele im Ausland erinnert, weiß, dass zum Beispiel in England alle Kioske bei Spielend geschlossen haben.

Lange Schlangen am Hütteldorfer Bahnhof. Um zur S45 und zu den Zügen Richtung Westbahnhof zu gelangen, musste man sich anstellen. Die S80 um 20:37 Richtung Hauptbahnhof war gesteckt voll. Es war zwar eine Doppelgarnitur aber das war zuwenig.

Schön wars! Hier ein Bild zu später Stunde von Peter Klinglmüller (Facebook):
RapidByNight

Am Nachhauseweg fanden wir in der Nähe des Haupbahnhofs wieder eines der Rapid-Kirchenfenster. Die 32 goldfarbenen „Butzenscheiben“ symbolisieren die 32 Meistertitel von Rapid.

Kirchenfenster


Gerade berichtet Weltfußball, dass der Wechsel von Ivan Močinić zu Rapid fixiert worden ist. Über die Ablösesumme schweigt man; es wird wohl irgendwo zwischen 1,5 und 3 Millionen Euro gelegen sein.

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Anreise „oldstyle“

Im Vorfeld des Eröffnungsspiels wurde bei Rapid eifrig am Verkehrskonzept mitgearbeitet, vieles wurde bedacht. Aber wie erfinderisch Fans sein können, das zeigt dieser Bericht. Kein Stau, keine Überfüllung, bequeme Fahrt wie anno dazumal; „oldstyle“ eben.

Ich glaube, dass Pumuckl Christian mir verraten hat, dass der Fanklub Speising anlässlich der Stadioneröffnung eine Fahrt mit einer Museumsstraßenbahn nach Hütteldorf plant und tatsächlich hat uns Johann Janda zwei Plätze reserviert. So ganz selbstverständlich war das nicht, die Straßenbahngarnitur war voll belegt.

Treffpunkt war um 11:00 bei der Remise des 62ers, die so gut versteckt ist, dass wir sie zuerst glatt übersehen haben, weil wir einfach einem Rapidler „in Kriegsbemalung“ nachgegangen sind unter dem Motto „der weiß schon, wo das Treffen ist“. Hier ist er, der „Krieger“:

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Der war aber auf der Suche nach einem Bankomaten. Hier also unsere Ankunft und Begrüßung durch Hans mit Megaphon beim Cafe Per Du in der Wattmanngasse 111.

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Eine tolle Veranstaltung, die Johann Janda da auf die Beine gestellt hat. Zahlreiche Rapid-Größen waren anwesend. Beispielsweise Jürgen Hartmann mit Maria Alt, Roland Holzinger (Autor der Rapid-Chronik), Werner Tomanek (Anwalt), Kersten Bogner („Manager“ Forza Rapid) und Gregor Labes („Sportdirektor“ Forza Rapid) aber auch „Rocky“ von Grün-Weiß-Favoriten und eine Gruppe von Chelsea-Fans; insgesamt etwa 70 Rapid-Anhänger. Hier ein Fanfoto „Speising-Chelsea“:

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Forza Rapid (Kersten und Jürgen) gratuliert dem Fanclub Speising mit einer Plastik zu „35 Jahren original Speisinger Oldstyle“.

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Den Gesprächen haben wir entnommen, dass sich viele in dieser Gruppe seit Jahrzehnten kennen und Florian und ich gewissermaßen „Frischgfangte“ waren.

Kistenfleisch

Eine echte Spezialität war das Mittagessen, das man ohne Kenntnis der Zubereitung als Schweinsbraten hätte bezeichnen können, Aber dieser Schweinsbraten wurde als „Kistenfleisch“ zubereitet. Exzellent!

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Man lernt nie aus…

An diesem Tag haben wir aus dem reichhaltigen Erfahrungsschatz von HansRoland und Jürgen (im Bild) einige lautstark und emotional vorgetragene Gesänge „old style“ gelernt.

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  • „Auf die Grünen, wir stürmen die Tribünen!“
  • „Austria Wien, ewig Zweiter, immer weiter…“
  • „Austria und WAC, ihr könnts alle scheißn gehn“
  • „Panzer rollen durch Afghanistan, Panzer rollen durch Madrid und Wien . Seht Euch diese grüne Armee an, ALLES ZITTERT VOR RAPID!“
  • Ein Rapidler sieht einen Austrianer am Rad: „gib‘ die Kettn obe, dann gehts leichter.“
  • „Rapid, Rapid, Rapid….“

Das letze ist ein langsam begonnenes „Ra-pid“ mit starker Betonung der beiden Silben, das mit jedem weiteren „Ra-pid“ aber schneller wird. Kurzvideo bei den Bildern.

Hier eine Szene als Video, aufgenommen von Christian:

Straßenbahnfahrt

Die Straßenbahngarnitur bestand aus einem Triebwagen Baujahr 1929 und zwei Beiwagen. Im Bild die Abfahrt vom Bahnhof Speising mit den Mitgliedern des Fanklubs Speising:

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Wir fuhren von Speising über die Kennedybrücke zum Westbahnhof, Urban-Loritz-Platz und dann auf der Hütteldorfer Straße, entlang der früheren Spielstätten von Rapid, Schmelz und Selzergasse, unter dem Motto: „I‘ fahr‘ nach Hütteldorf, heut‘ spielt Rapid“.

Hier die Ankunft in der neuen Station „Deutschordenstraße“ des 49ers:

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Wir bedanken uns bei Johann Janda und seinem Fanklub für die Möglichkeit, bei diesem tollen Ereignis dabei sein zu dürfen, mit etwa 160, teilweise urigen Bildern und diesem Bericht.

 

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Fußball-Splitter

Mehr Parkraum

Die Park&Ride-Anlage am Gelände des Hütteldorfer Bahnhofs wird um eine Etage aufgestockt. Das Parken wird während der Bauzeit nicht eingeschränkt sein, nur der Club Danube im letzten Stock, muss eine Betriebspause einlegen.

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Noch eine Attraktion im neuen Stadion

Im oberen Teil der „Röhre“ wird es ein ganztägig bewirtschaftetes Cafe geben, das auch frei zugänglich sein soll.

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Fenster und Türen von windows1

Zufälle bestimmen unser Leben – zumindest ist das meine Ansicht. Andere vermuten Schicksal oder Fügungen. Egal, überraschend ist es allemal, weil man es nicht voraussagen kann – wie ein Fußballspiel.

Wir gründeten EwkiL-Rapid. Zufällig. Wir suchten nach Gleichgesinnten, natürlich zuerst unter unseren Sitznachbarn, auch Hannes hat mitgemacht.

Als Fanklub wird man von Rapid zu Treffen eingeladen, Hannes ist zu einem dieser Treffen mitgegangen und an diesem Abend begann eine Erfolgsstory für Rapid und windows 1 (die Firma von Hannes).

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Seit diesen Tagen kann sich Hannes darüber freuen, alle Fenster und Türen (außer Spezialkonstruktionen) im neuen Stadion und auch im kleinen Betriebsgebäude geliefert zu haben.

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Im Bild ist gerade Ivica bei der Arbeit. Interessant sind aber die eingezeichneten Fenster. Ihre Spezialität sind Jalousien, die von innen freie Sicht nach außen erlauben aber von außen die Sicht nach innen versperren.

EwkiL-Hochzeit

Unsere EwkiL-Mitglieder Raphaela und Marcel haben in Ottakring geheiratet.

Marcel und Raphaela

Derzeit sind sie in Deutschland auf Hochzeitsreise. Wir wünschen ihnen einen einträchtigen Lebensweg.

Forza Rapid 9

Gerade rechtzeitig zur Stadioneröffnung erscheint die neunte Ausgabe von Forza Rapid. Solltest Du noch kein Abo haben, findest Du die Verkäufer und um Gregor und Kersten vor dem Stadion in der Keisslergasse. Ein tolles Heft mit 108 Seiten um 5,- Euro.

ForzaRapid9

Bahöö

Eigentlich wollte ich ja vor der Eröffnung des Rapideums des Stags-Head nur einen Kaffee trinken, als ich von einem Gast im Stags-Head ziemlich unfreundlich attackiert wurde. Hier ist der Stein des Anstoßes, eine Facebook-Meldung vom 18. Dezember. Es geht um die gewählte Formulierung „auf ebener Erde und im ersten Stock“.

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Es ist eigenartig, dass eine 150 Jahre altes Synonym für überraschenden Reichtum heute für Aufruhr sorgen kann. Man muss ja irgendwie formulieren können, dass jemand einfach reich ist und dass dieser Reichtum ihm ermöglicht, mehr für Rapid zu tun als andere oder Feste zu feinern, die anderen verschlossen sind. Als VIP-Gast sitzt man in allen Lebenslagen in einer selbst gewählten Loge, abgetrennt „von der ebenen Erde“. Selten, dass uns das in einer Alltagssituation so bewusst wird, wie auf einem Fußballplatz.

Unser neues Stadion (egal, ob West- oder Allianz-) symbolisiert durch seine deutliche Trennung in eine VIP-Zone und den Bereich für alle anderen diese Zweiteilung der Besucher in betuchte und weniger betuchte. Wir können diese Notwendigkeiten des modernen Fußballs nicht ändern aber es muss erlaubt sein, sich darüber Gedanken zu machen  Schließlich soll es auch meinungsbildend sein, in dem Sinn, ob wir die Gesellschaft im Allgemeinen oder Rapid im Besonderen so haben wollen oder nicht.

Im Finish

Als wir am Eröffnungstag gesehen haben, dass die Wellenbrecher und die Nummern auf den Sitzreihen noch nicht angebracht waren, war das noch nicht beunruhigend. Da das aber gestern auch noch nicht geschehen ist, können wir nur hoffen, dass die Montagemannschaften diese Arbeiten noch bis morgen erledigen und wir ein Eröffnungsspiel ohne Behinderungen erleben können.

EL-Qualifikation

Unser Gegner in der EL-Qualifikation ist: Debrecen (Hun) oder Torpedo-Belaz Zhodino (BLR). Da Debrecen das erste Spiel zu Hause 1:2 verloren hat, wird es wahrscheinlich Weißrussland werden. Erstes Spiel auswärts.

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Heute eine Religion zu haben, heißt auch viel Konkurrenz. Die Krone schreibt wegen dieses Fensters sogar etwas von „Gotteslästerung“. Na, hoffentlich fällt da niemandem ein, den Blasphemie-Paragrafen aus dem Mittelalter zu aktivieren. Wäre interessant zu hören, was Richter dazu sagen würden.

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Eröffnung Rapideum

Heute gab es zwei Eröffnungen

  • „Gerhard-Hanappi-Platz“
  • Neues „Rapideum“

Die frühere „Garage Gerhard Hanappi-Stadion“ wurde schon früher in „SK Rapid Garage“ umbenannt.

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Der Wind machte Probleme. Das grüne Kuststofftuch drohte weggerissen zu werden aber Robert konnte schließlich das neue Schild ordentlich verhüllen.

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Wegen des drohenden Regens gab es nur kurze Ansprachen und Fotos für die Presse.

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Im Bild vlnr. Christoph Peschek, Michael Krammer,Andreas Müller, Steffen Hofmann und der Bezirksvorsteher-Stellvertreter von Penzing. So schaut die neue Ortsbezeichnung aus:

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Der Rest der Veranstaltung fand im Foyer der „Röhre“ statt:

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Im ersten Teil kamen neben dem Präsidenten und dem Geschäftsführer der Bezirksvorsteher-Stellvertreter von Penzing und Michael Hanappi, der Sohn unserer Fußball-Legende zu Wort. Allerdings konnte ihm Andy Marek nicht entlocken, wie sein Vater so als Privatperson war. Im Bild Michael Hanappi im Gespräch mit Andy Marek.

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Das Museums-Team mit Thorsten Leitgeb (im Bild links) und Laurin Rosenberg (im Bild rechts) erklärten die Philosophie des Rapideums.

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Das Museum versucht, die vielen kontroversiellen Aspekte bei Rapid zu zeigen. Ein mutiges und überaus sehenswertes Projekt. Auf einer fast doppelt so großen Fläche wird das Konzept des Architekten Eric Philipp, das weiße Band, das sich durch alle Räume zieht konsequent durchgezogen. Es sind nunmehr zwei frühere Stadien von Rapid im Modell zu sehen: die Pfarrwiese und das Gerhard-Hanappi-Stadion. Im Bild die Eröffnung des Rapideums durch Präsident Krammer:

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Zwei Eindrücke aus dem Museum:

Das Museums-Team beim Modell der Pfarrwiese:

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Die „Granden“ beim Modell von St. Hanappi:

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Schaut Euch die Bilder an!

Die Öffnungszeiten für Fancorner, Fanshop, Rapideum

Montag-Mittwoch: 10-18:00 Uhr
Donnerstag-Freitag: 10-20:00 Uhr
Samstag: 10-18:00 Uhr
An Spieltagen: 10:00 Uhr bis 1,5 Stunden vor Spielbeginn geöffnet.
(Stand Juli 2016. Bitte zur Sicherheit die Öffnungszeiten auf der Seite des Rapideums im Rapid-Web kontrollieren)

Links


Das Geheimnis der fehlenden Kette beim Weg von Bahnhof zum Station ist geklärt: sie wurde nicht wegen des Zuschauerandrangs abmontiert sondern weil sie frisch gestrichen wurde:

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Florian Sturm, Dein Versicherungs-Partner

florian-sturm-foto.1024x1024Florian Sturm spielte von 2002 bis 2005 bei Rapid und war Teil der Meistermannschaft von 2005. Er beendete 2013 seine Fußballerkarriere beim SV Wörgl. Das Bild stammt von Florians XING-Profil.

Aber Florian bleibt Rapid verbunden. Er ist heute das Bindeglied zwischen dem Premiumpartner „Allianz“ und uns, den Anhängern von Rapid.

Florian ist Allianz-Berater geworden und berät uns, die Anhänger von Rapid wenn es um Versicherungsfragen geht; seine Produkte sind „grün-weiß verpackt“, denn sie nützen direkt dieser Partnerschaft zu Rapid. Bei Abschluss von Verträgen gehen zusätzlich 18,99 Euro an den Rapid-Nachwuchs.

Ich stelle Euch hier aktuelle Angebote vor, die besonders für Rapidler von Interesse sein können.

Allianz Drive im Rapid-Look

Es ist etwa so wie damals beim Sicherheitsgurt. Anfangs konnte man ihn optional einbauen, irgendwann wurde er Pflicht.

Für neuere Fahrzeuge wird ein im Auto fest verbautes Sicherheitssystem mit GPS und integriertem Handy verpflichtend, für alle anderen kann man den „Allianz Drive“ nachrüsten. Einfach in den Zigarettenanzünder stecken, fertig.

Der Vorteil für Rapidler: es gibt diesen „Drive“ im exklusiven Rapid-Design:

Rapid Allianz Drive

…und wenn ich es richtig verstanden habe, bis zum Jahresende ohne Gebühr.

Aber richtig spannend wird dieser Zusatz in Verbindung mit der Allianz Drive App, mit der alle Fahrten am Handy aufgezeichnet werden, natürlich auch eventuelle unautorisierte Fahrten. Mit einem SOS-Knopf kann man im Falle einer Panne auf Knopfdruck Hilfe anfordern. Weil ein Crashsensor eingebaut ist, wird bei einem Unfall ein Notruf ganz automatisch abgesetzt. Und anders als bei fest verbauten Geräten, kann man ihn einfach ausschalten: rausziehen, weg ist das Auto! Aber nicht ganz, denn der Drive hat einen Akku eingebaut und sendet auch dann, wenn der Drive zum Beispiel durch einen Aufprall aus der Steckdose geschleudert wird. Wenn man jede Aufzeichnung unterbrechen will, muss man den Drive schon Hause lassen)

Aktion bis Ende Juli

Drei moderne Versicherungsverträge nennen sich „Assistancen“, die noch bis Ende Juli für Rapidler kostenlos für ein Jahr erworben werden können. Man kann im nächsten Jahr ohne Probleme drei Monate vor Ablauf kündigen. Diese „Assistancen“ sind:

3 Monatsprämien geschenkt

… für Rapidler, die sich zum Erwerb vom TOP-Jahres-Reiseschutz entschließen. Florian betont, dass es besonders für Vielfahrer zu Auswärtsspielen und für Mehr-als-einmal-Urlauber interessant ist.


Das alles hat mir Florian Sturm bei einem Treffen im Columbus Center erzählt. Ich hoffe, alles richtig beschrieben zu haben. Wenn nicht, schaut auf diese Webseite, ich hänge eventuelle Korrekturen in einem Kommentar an.

Und so könnt Ihr Florian Sturm erreichen

Allianz Elementar Versicherungs AG
Kunden Center Wien VBR 3
Hietzinger Kai 101 – 105
1130 Wien
florian.sturm{at}allianz.at
059009-88736
+43-664-2231093

Präsentation bei einem Clubabend

Für Herbst ist eine Vorstellung des Allianz Drive im Rahmen eines Clubabends geplant. Wer sich also diesen „Allianz Drive“ vor dem Kauf anschauen will, kann an diesem Abend vorbeischauen. Der Termin steht noch nicht fest. Schaut auf diese Seite: https://clubcomputer.at. Derzeit ist dort der Abend für den 24. November eingetragen. Da aber an diesem Donnerstag eine Euro-League Runde stattfindet, bei der Rapid hoffentlich beteiligt sein wird, könnte dieser Abend auf einen Dienstag verschoben werden.

Persönliche Anmerkung

Unser Tagebuch soll keineswegs zu einem Werbemedium werden aber da über alles berichtet werden soll, das mit Grün-Weiß zu tun hat, gehören auch kommerzielle Belange dazu.

Ich selbst werde mir den Allianz Drive kaufen, weil ich insbesondere das automatische Fahrtenbuch verwenden will und ich doch für den Fall besorgt bin, dass einmal etwas passiert und alle panisch durch die Gegend rennen. Und weil ich noch ein paar Jahre mit meinem praktischen Auto fahren will.

Im Grunde sind wir alle Rapid-Mikro-Sponsoren. Angefangen von der Mitgliedschaft, den Abos, dem Würstel am Kiosk, dem Trikot aus dem Fanshop – und schließlich dem Versicherungsvertrag bei der Allianz. Die Kommerzialisierung greift immer mehr um sich, aber ohne sie wird es nicht gehen.

Da wir uns bezüglich der Eigentumsverhältnisse unseres Lieblingsvereins einig sind (Keinem Scheich, keinem Oligarchen, keiner Marketingabteilung gehört Rapid sondern uns, den Mitgliedern.), liegt es eben an uns, unternehmerisch zu handeln; einerseits durch unsere große Zahl und durch gleichzeitig rapid-bezogenes Einkaufsverhalten.

Es war immer so, dass der Fußball in das jeweilige politisch-wirtschaftliche System eingebunden war, denn dieses kann der Fußball nicht ändern. Er kann das System nur zu einem Vorteil optimal nutzen.

Wir wollen doch alle mit Rapid nach oben und nicht immer nur Zweiter sein. Jeder Rapid-Schal (sofern nicht als Plagiat am Viktor-Adler-Markt gekauft), jede Rapid-Torte (sofern vom Cafe Landtmann und nicht selbst gemacht), jede Versicherung (sofern durch Florian Sturm vermittelt), hilft Rapid auf diesem Weg nach oben. Helfen wir alle mit!

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