Rapid-Sturm

2:0 (1:0)

Zur Aufstellung

Bei den Grazern fehlt Lukas Spendlhofer, bei Rapid Jan Novota, Thomas Murg, Thanos Petsos, Stefan Stangl.

Nächste Mitgliederversammlung Ende August. Details werden hier bekanntgegeben. Auskunft 0677-1899 5070 (Franz)

Eine Gelbsperre droht bei Sturm Donis Avdijaj, Daniel Offenbacher, Michael Esser und bei Rapid Thanos Petsos, Stefan Schwab, Srdjan Grahovac, Matej Jelic. Srdjan Grahovac zog in der 51. Minute nach einem Trikot-Vergehen seine Sperr-Option und ist daher gegen Grödig gesperrt.

Kein Spieler der Kampfmannschaft war beim Samstagspiel von Rapid II beteiligt (zuletzt waren im Einsatz Kuen, Prosenik, Schrammel und Schimpelsberger) aber sie waren auch am Sonntag nicht im Kader.

Das Vorspiel

…fand in Meidling statt. Wir aßen in der Wilhelmsdorfer Stube und fuhren erst danach zum Stadion.

Zum Spiel

Ein hoch verdienter Sieg von Rapid mit tollen Torraumszenen, mit dem schon bekannten Nebeneffekt, dass eben der Ball nicht und nicht ins Tor will. Dass es dann ein überraschender Distanzschuss von Srdjan Grahovac ist,wenige Millimeter an der Torstange vorbei ins Tor hüpft, ist auch wieder so eine Besonderheit des Fußballs. Srdjan war offenbar durch diesen Erfolg ziemlich motiviert, es später noch ein paar Mal zu versuchen. Ja, wenn das so leicht wäre, würde es immer wieder gelingen. Aber es war nicht so. Alle seine folgenden Versuche, diesen Traumschuss zu wiederholen, schlugen fehl.

Na, Spezialisten! Kann er jetzt was, oder kann er nix?

Es war das zweite Tor für Srdjan, das erste gelang ihm durch Freistoß im Heimspiel gegen Altach am 29.11.2015.

Tomi war sehr auffällig im Spiel. Immer wieder gelang es ihm den Ball noch vor den Verteidigern zu ergattern. Übrigens ist das auch dem später eingewechselten Matej Jelic gut gelungen, besser jedenfalls als in vielen Spielen zuvor. Dass er zwei Top-Chancen an die Stange setze, spricht sehr für sein Talent. Beim ersten dieser Stangenschüsse hat er den gegnerischen Tormann in eine Art überhoben, wie wir das schon seit vielen Jahren nicht bei Rapid gesehen haben.

Durch diese Fast-Tore ist die Torquote von Tomi etwas gesunken, die Minuten pro Tor sind von 90 auf 107 Minuten pro Tor angestiegen.

Beim ersten Vorstoß von Florian Kainz in der zweiten Halbzeit, schoss er, allein vor dem Tor, den Ball noch direkt in die Hände des Tormanns. Er war offenbar schon zu nahe am Tor gewesen. Bei zweiten Mal passte die Distanz zum Tor besser und der Schuss drehte sich elegant am Tormann vorbei zum 2:0, und so blieb es.

Sturm kam zwar gegen Spielende besser ins Spiel aber Richard Strebinger hielt das Tor teilweise durch sehenswerte Paraden sauber. Auch mit ein bisschen Glück, das muss man zugeben.

Konkurrenz verbessert das Produkt

Die Konkurrenz zwischen den beiden gesetzten Stürmern Jelic und Tomi ist kein Nachteil. Jeder der beiden sucht seine Nominierung durch gutes Spiel zu rechtfertigen.

Was für die Stürmer gilt, passt auch für die Arbeit der Fangruppen, von denen Rapid genug hat.

Bereits am Samstag arbeiteten die Lords an ihrer riesigen Choreografie vor dem Sektor E des Happel-Stadions.

Wir haben heuer schon ganz prächtige Choreografien der Tornados und der Ultras gesehen. Diesmal sind also die Lords dran. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Andy Marek nennt die Größe des Bildes mit 4.500 m2.

Der erste Teil des Bildes war ein vier Meter hohes Spruchband mit dem Motto der Choreografie: „Anders zu leben, kam für uns nie in  Frage, Lords Rapid“, das bis zum ersten Rang gereicht hat. Das große Transparent, das den ganzen ersten und zweiten Rang bedeckt hat, trug die Aufschrift „LORDS“.

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Nach dem Hochziehen dieses Transparents kam die darunter versteckte Fahnen/Poster-Choreografie „Rapid“ zum Vorschein. Beachtlich!

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Die Choreografien der großen Rapid-Fanklubs sind in Österreich unerreicht und finden auch international große Beachtung.

Im Verlauf des Spiels gab es dann auch das Transparent „Freiheit für die Jungs aus Kloten! GL“ zu lesen.

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Was heißt das schon wieder? Kloten heißt der Flughafen von Zürich. Für Fußball ist der Ort nicht bekannt. Dafür gibt’s dort aber einen Eishockey-Verein mit schlagkräftigen Fans, die am 11.3. einen Fan des gegnerischen Vereins aus Davos krankenhausreif geschlagen haben. Hier zwei von zahlreichen Berichten darüber.

Wenn also dieser Zusammenhang der im Transparent angesprochene ist, dann soll es also straffrei sein, jemanden zu verprügeln, weil er einen andersfarbigen Schal um den Hals trägt.

Der Flitzer

Das Spiel bot auch für einen Flitzer eine attraktive Bühne. Mit einem Vollbart maskiert lief er geschickt den Ordnern davon. Es ist ihm aber nicht gelungen, seine Botschaft zu präsentieren; er wurde vorher abgeführt. Man kann daher nur mutmaßen, was sein Anliegen war. Der aufgeklebte Vollbart deutet darauf hin, dass es mit Muslimen zu tun gehabt haben könnte.

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2 Kommentare
  1. FranzF
    FranzF sagte:

    Mail von Christoph:

    Angesichts der Vielzahl an Chancen, die auch diesmal von “uns” sonntags wieder verjuxt worden sind, gerieten wir Abo-Kollegen im E-Sektor fast in Streit   –  es bildeten sich nämlich die Fraktion Derjeniger, die Deiner (rechtfertigenden) “Theorie” anhängen, und eine Gegenpartei, die der activitas “Sonderschichten zum drillmäßigen Üben” verordnen wollen!

    Für “Selbstdarstellungen” und Kundmachungen von “Insider-Botschaften ohne Rapid-Bezug” am Rang habe ich genauso wenig über wie für “Flitzer” am Feld  –  in der “Sozialarbeit” wird Unterstützung jederzeit dringend gebraucht…

  2. FranzF
    FranzF sagte:

    Lieber Christoph!

    Nimm einmal nicht ein Spiel von Rapid sondern ein ganz anderes. Eines, das ein gutes Spiel ist (Bei Spielen von Rapid ist man zu viel Partei). Zum Beispiel das das von gestern: Villarreal-Liverpool.

    Wenn wir schon der Meinung sind, dass Rapid „Schwǻchmatiker“ als Spieler beschäftigt; bei diesen beiden Teams von gestern sind unbestritten Profis am Werk und jeder der beiden Teams wäre gut für den Titel.

    Wäre es leicht, das Toreschießen, dann hätte doch Villarreal dieses Tor schon früher und natürlich auch mehr davon schießen können, oder?

    Aber es ist nicht leicht. Und die, die am Platz stehen, machen das ganze Jahr nichts anderes. Sie sind Spezialisten. Wirkliche Spezialisten auf ihrem Gebiet. Aber es ist ein sehr unsicheres Gebiet, eines der Chancen.

    Wenn unser Alltag so wäre wie ein Fußballspiel, wir bräuchten viel Baldrian. Jeder Vergleich mit unseren eigenen Berufen ist völlig verfehlt. Unsere Berufe sind so aufgebaut, das mit möglichst hoher Wahrscheinlichkeit das passiert was man will. Alles ist determiniert und das beginnt schon beim Frühstück und bei der Fahrt mit den Öffis. Man kommt mit 95% Wahrscheinlichkeit im Büro an; die restlichen 5 Prozent sind Schneechaos oder irgendeine Panne.

    Anhänger beider Teams können sich darüber beklagen, warum diese Stangenschüsse nicht auch Tore sein können.

    Warum bei jedem Schussversuch unbedingt noch jemand das Bein dazwischen haben muss.

    Usw.

    Warum gelingt dann das Tor von Villarreal in der Schlussphase? Keiner weiß!

    Übrigens kann Rapid nicht so schlecht sein, denn wir haben dort auch nur 0:1 verloren.

    Wir erleben so etwas wie es am Spielfeld stattfindet sehr, sehr selten. Dass es nämlich von einer Distanz von wenigen Zentimetern abhängt, ob ein Tor gelingt oder eben nicht.

    In diesen Tagen entscheidet Wien über den Einkauf der Garnituren für die neue U5. Das ist es, was ich meine. Zwei Bewerber stehen zur Auswahl. Tonnenweise Material wurde übergeben. Niemand weiß aber genau, was schließlich den Ausschlag geben wird, ob Bombardier oder Siemens den Zuschlag erhalten wird. Es kann ja sein, dass die übergebenen Unterlagen überhaupt keine Rolle spielen und das Rennen schon gelaufen ist. Ich tippe auf Bombardier.

    Aber das ist genau so ein Bauchgefühl wie der Tipp, ob heute Rapid oder Grödig gewinnt. Es ist nicht voraussagbar, weil die Anzahl der Einflussgrößen ins völlig Unberechenbare anwächst.

    Es ist das Schöne am Fußball, dass er diese Unwägbarkeit in sich trägt, der wir im Alltag eigentlich entkommen wollen. Am Spielfeld können wir diesen Kampf mit dem unbarmherzigen Zufall erleben, ständig auch „den Tod“ vor Augen, und dennoch kann man nachher ein Bier trinken und wurde von keiner Granate getroffen, höchstens von einem Ball.

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