F4F Tag des Fußballs und der Freundschaft

Am Kunstrasenplatz West 2, vor der imposanten Kulisse des neuen Rapid-Stadions, übergaben heute Spieler der Kampfmannschaft (Grahovac, Knoflach, Pavelic und Schwab), blau-grüne Freundschaftsbänder an die Spieler der U13/14-Mannschaft, die Österreich beim international besetzten Turnier in Mailand im Vorfeld des Champions-League-Finales vertreten wird.

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Im Bild bindet Srdjan Grahovac einem Spieler der Jugendmannschaft das Freundschaftsband um das Handgelenk.

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Dieser heutige Tag wurde vom Veranstalter dieser Aktion zum “Internationalen Tag des Fußballs und der Freundschaft” erklärt.

Im Anschluss an die Übergabe und die Interviews spielte die U13 ein Kleinfeld-Match gegen ihre Kollegen von der Vienna.

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W24, vertreten durch Alex, Rapid-TV und Sportnet waren vor Ort (und natürlich EwkiL:Rapid).

Sabine Pöhacker (comm:unications) interviewte einen der Spieler und es war erstaunlich, wie ruhig der 13jährige das Interview in Englisch absolvierte.

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Christian Wiesmayr erzählte mir über die Hintergründe von F4F: Franz Beckenbauer ist der Botschafter dieser Veranstaltung und in allen Ländern werden Agenturen damit betraut, eine Mannschaft des Landes auszuwählen. In Österreich fiel diese Wahl auf Rapid. Und diese Wahl war ein voller Erfolg, denn Rapid machte beim Turnier im Vorjahr nicht nur eine gute Figur, sondern war bei dieser ersten Teilnahme auch gleich Turniersieger.

Im Vorjahr haben 24 Mannschaften teilgenommen, heuer werden es sogar 32 Mannschaften sein.

Es wurde schon mehrfach über diese für uns Fans wenig geliebte Verbindung zwischen Sport und Kommerz berichtet. Aber das war schon seit den Anfängen des Fußballs so. Die erste Meisterschaft in Wien nannte sich “Tagblatt-Pokal”, weil sie mangels eines Dachverbands der Fußballvereine unter der Patronanz des “Neuen Wiener Tagblatts” veranstaltet wurde.

Wir wünschen den jungen Rapidlern eine interessante Auslandsreise. Ob es wieder für einen Spitzenplatz reicht, werden wir vor dem Champions-League-Finale erfahren.

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Fanklubtreffen bei GWF

Die Kurparkdiele am Laaerberg

Seit vielen Jahren sind wir Gäste in der Kurparkdiele beim Nordeingang des Kurparks Oberlaa, und wir können besonders die interessante Küche empfehlen, denn wo sonst gibt es Karfiol mit Brösel?

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Wer nach einem Essen einen Verdauungsspaziergang benötigt, dem liegt der Kurpark Oberlaa zu Füßen, ein liebevoll gepflegter und fast einen Quadratkilometer großer Park. Und wem das nicht genügt, kann durch die Weingärten von Oberlaa, die interessanter Weise eher bei Simmering als in Oberlaa liegen, ein noch viel größeres Revier durchstreifen, Hasen, Rehe und Fasane inklusive. Eine Freude für Hunde.

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Die Kurparkdiele in grün-weißer Hand

Wer hätte gedacht, dass diese Diele ein grün-weißes Geheimnis hat? Heute stand die Diele exklusiv für den Fanklub Grün-Weiß-Favoriten (kurz GWF) zur Verfügung. Auch die Gruppierung Unikat 1899 war mit dabei.

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Und wir zwei, Florian und Franz, waren von Christian (“Pumuckl on Tour”) eingeladene Gäste. (Danke!)

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Wenn der Treffpunkt in der Wildnis liegt, kann es schwierig werden, dass die Rapid-Delegation auch hinfindet. Wobei hier mit “Wildnis” nicht der Großstadtdschungel gemeint ist sondern eine Adresse “im Grünen”: Genau wäre der Treffpunkt hier: 48°09’04.7″N+16°24’04.8″E. Aber allein “Filmteichstraße” war für Ivica Viskup zu wenig. Schließlich hat er uns aber doch gefunden und dem Treffen zwischen Fanklub und Spielern stand nichts mehr im Wege. Pünktlich um 19:00 erschien Ivica mit seinen Schützlingen.

Bereits vorher waren Gunther und Niko von W24 vor Ort und hielten die Szenerie in einigen Interviews mit typischen grün-weißen Favoritnern, fest. Die Aussendung erfolgt am 6. Mai.

Stargäste Deni und Max

Wir erlebten eine entspannte Diskussion mit den beiden Stargästen Deni Alar und Max Hofmann. Sie halten im Bild ein Transparent von GWF in den Händen, das in der Mitte das Landeswappen von Wien, welches allerdings nicht das typische rot-weiße Wappen sondern das Bezirkswappen von Favoriten ziert. Ein Jahr habe es gedauert, bis man die Genehmigung seitens der Gemeinde erhalten hat, dieses Wappen verwenden zu dürfen.

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Der Vertrag von Max Hofmann läuft noch bis Juni 2017 und der Wettbewerb um einen Platz im Team wird durch den neuen 5. Innenverteidiger in der kommenden Saison noch härter. Da Max selbst ein Favoritner ist, war sein Besuch ein echtes Heimspiel.

Das etwas Betrübliche an diesem Abend war der Abschied von Deni Alar. Seine Leistungskurve hat durch seine schwere Verletzung einen deutlichen Knick erfahren und Rapid bot ihm keine Vertragsverlängerung an, sodass er sich in der kommenden Saison einen neuen Verein suchen muss. Deni ist mit 160 Minuten pro Tor der nach Tomi effektivste Stürmer. (Prosenik 283 und Jelic 354 Minuten pro Tor) Seit 2011 absolvierte Deni 138 Pflichtspiele und schoss dabei 46 Tore.

Gerüchte über bevorstehende Spielertranfers können die Gäste auch nicht weiter bestätigen, denn sie kennen sie selbst nur aus der Presse.

Dafür erfuhren wir einige Details aus dem wöchentlichen Training, vom Klima in der Mannschaft und wie schon bei ähnlichen Anlässen, dass die oft unterschätzten kleineren Gegner bei einem Spiel gegen Rapid eine enorme Motivation an den Tag legen, die es schwer macht, gegen sie zu bestehen.

Wir erfuhren, wer aus Sicht der Rapid-Verteidigung der unangenehmste Angreifer ist und welche Spiele sich am stärksten in ihrer Erinnerung eingeprägt haben, wohin Spieler auf Urlaub fahren und viele andere Details, die wir hier aber nicht verraten.

Melde Dich einfach zum nächsten Treffen bei Grün-Weiß Favoriten an. Der Klub veranstaltet auch gemeinsame Ausflüge.

Zum Abschluss gab es noch Autogramme und jede Menge Bilder mit den Spielern. Stellvertretend ein Bild mit Thomas, dem Obmann von Grün-Weiß Favoriten und Max Hofmann. Alle 61 Bilder.

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Wir bedanken uns bei Grün-Weiß Favoriten, dass wir dabei sein durften.

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Rapid-Sturm

2:0 (1:0)

Zur Aufstellung

Bei den Grazern fehlt Lukas Spendlhofer, bei Rapid Jan Novota, Thomas Murg, Thanos Petsos, Stefan Stangl.

Eine Gelbsperre droht bei Sturm Donis Avdijaj, Daniel Offenbacher, Michael Esser und bei Rapid Thanos Petsos, Stefan Schwab, Srdjan Grahovac, Matej Jelic. Srdjan Grahovac zog in der 51. Minute nach einem Trikot-Vergehen seine Sperr-Option und ist daher gegen Grödig gesperrt.

Kein Spieler der Kampfmannschaft war beim Samstagspiel von Rapid II beteiligt (zuletzt waren im Einsatz Kuen, Prosenik, Schrammel und Schimpelsberger) aber sie waren auch am Sonntag nicht im Kader.

Das Vorspiel

…fand in Meidling statt. Wir aßen in der Wilhelmsdorfer Stube und fuhren erst danach zum Stadion.

Zum Spiel

Ein hoch verdienter Sieg von Rapid mit tollen Torraumszenen, mit dem schon bekannten Nebeneffekt, dass eben der Ball nicht und nicht ins Tor will. Dass es dann ein überraschender Distanzschuss von Srdjan Grahovac ist,wenige Millimeter an der Torstange vorbei ins Tor hüpft, ist auch wieder so eine Besonderheit des Fußballs. Srdjan war offenbar durch diesen Erfolg ziemlich motiviert, es später noch ein paar Mal zu versuchen. Ja, wenn das so leicht wäre, würde es immer wieder gelingen. Aber es war nicht so. Alle seine folgenden Versuche, diesen Traumschuss zu wiederholen, schlugen fehl.

Na, Spezialisten! Kann er jetzt was, oder kann er nix?

Es war das zweite Tor für Srdjan, das erste gelang ihm durch Freistoß im Heimspiel gegen Altach am 29.11.2015.

Tomi war sehr auffällig im Spiel. Immer wieder gelang es ihm den Ball noch vor den Verteidigern zu ergattern. Übrigens ist das auch dem später eingewechselten Matej Jelic gut gelungen, besser jedenfalls als in vielen Spielen zuvor. Dass er zwei Top-Chancen an die Stange setze, spricht sehr für sein Talent. Beim ersten dieser Stangenschüsse hat er den gegnerischen Tormann in eine Art überhoben, wie wir das schon seit vielen Jahren nicht bei Rapid gesehen haben.

Durch diese Fast-Tore ist die Torquote von Tomi etwas gesunken, die Minuten pro Tor sind von 90 auf 107 Minuten pro Tor angestiegen.

Beim ersten Vorstoß von Florian Kainz in der zweiten Halbzeit, schoss er, allein vor dem Tor, den Ball noch direkt in die Hände des Tormanns. Er war offenbar schon zu nahe am Tor gewesen. Bei zweiten Mal passte die Distanz zum Tor besser und der Schuss drehte sich elegant am Tormann vorbei zum 2:0, und so blieb es.

Sturm kam zwar gegen Spielende besser ins Spiel aber Richard Strebinger hielt das Tor teilweise durch sehenswerte Paraden sauber. Auch mit ein bisschen Glück, das muss man zugeben.

Konkurrenz verbessert das Produkt

Die Konkurrenz zwischen den beiden gesetzten Stürmern Jelic und Tomi ist kein Nachteil. Jeder der beiden sucht seine Nominierung durch gutes Spiel zu rechtfertigen.

Was für die Stürmer gilt, passt auch für die Arbeit der Fangruppen, von denen Rapid genug hat.

Bereits am Samstag arbeiteten die Lords an ihrer riesigen Choreografie vor dem Sektor E des Happel-Stadions.

Wir haben heuer schon ganz prächtige Choreografien der Tornados und der Ultras gesehen. Diesmal sind also die Lords dran. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Andy Marek nennt die Größe des Bildes mit 4.500 m2.

Der erste Teil des Bildes war ein vier Meter hohes Spruchband mit dem Motto der Choreografie: “Anders zu leben, kam für uns nie in  Frage, Lords Rapid”, das bis zum ersten Rang gereicht hat. Das große Transparent, das den ganzen ersten und zweiten Rang bedeckt hat, trug die Aufschrift “LORDS”.

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Nach dem Hochziehen dieses Transparents kam die darunter versteckte Fahnen/Poster-Choreografie “Rapid” zum Vorschein. Beachtlich!

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Die Choreografien der großen Rapid-Fanklubs sind in Österreich unerreicht und finden auch international große Beachtung.

Im Verlauf des Spiels gab es dann auch das Transparent “Freiheit für die Jungs aus Kloten! GL” zu lesen.

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Was heißt das schon wieder? Kloten heißt der Flughafen von Zürich. Für Fußball ist der Ort nicht bekannt. Dafür gibt’s dort aber einen Eishockey-Verein mit schlagkräftigen Fans, die am 11.3. einen Fan des gegnerischen Vereins aus Davos krankenhausreif geschlagen haben. Hier zwei von zahlreichen Berichten darüber.

Wenn also dieser Zusammenhang der im Transparent angesprochene ist, dann soll es also straffrei sein, jemanden zu verprügeln, weil er einen andersfarbigen Schal um den Hals trägt.

Der Flitzer

Das Spiel bot auch für einen Flitzer eine attraktive Bühne. Mit einem Vollbart maskiert lief er geschickt den Ordnern davon. Es ist ihm aber nicht gelungen, seine Botschaft zu präsentieren; er wurde vorher abgeführt. Man kann daher nur mutmaßen, was sein Anliegen war. Der aufgeklebte Vollbart deutet darauf hin, dass es mit Muslimen zu tun gehabt haben könnte.

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Rapid II-Schwechat

1:2 (0:2)

Gerade, wenn man die Punkte dringend brauchen würde, fährt man die vierte Niederlage in Serie ein. Sogar ziemlich unverdient. Wenigstens ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf durchaus entsprochen. Und jetzt kommt die Zeit, in der unbedingt gewonnen werden muss, um nicht abzusteigen.

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Wir sahen drei Tore von Rapid II, leider wurde aber nur eines anerkannt; dazu kam noch Aluminium. Bei zwei Treffern von Rapid II hatten Schiedsrichter oder Linienrichter etwas dagegen und ließen das Tor nicht gelten.

Wie man in einer Freistoßsituation vor dem Schwechater Tor in einem Gedränge, bei dem die Spieler dicht vor dem Tor stehen, erkennen will, dass da einer im Abseits steht und vor allem welchen Vorteil hätte er dadurch?

Dass der höchst verdiente Ausgleich in der Schlussphase der zweiten Halbzeit aberkannt wurde, wahrscheinlich wegen eines Fouls, bei dem der Schwechater sogar vergessen hat, umzufallen, ist den Zuschauern ein Rätsel. Die Schwechater wussten wahrscheinlich auch nicht, wie ihnen geschah und sie mit drei Punkten nach Hause fahren konnten.

Cheftrainer Zoran Barisic und Tomanntrainer Raimund Hedl waren auch am Elektraplatz.

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Christian verdrückte seine gewohnt große Ration an (wirklich hervorragenden) Schnitzelsemmeln.

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Leider neigt sich die Zeit am Elektra-Platz auch dem Ende entgegen. Wir würden Gottlieb, den Wirt von der Essbar, und sein Team am liebsten mit nach Hütteldorf nehmen.

Was uns schon in Obergrafendorf abgegangen ist, waren die Hornissen und die Hütteldorfer Jungs. Irgendwie stimmen die Aufschriften auf ihren Transparenten nicht mit ihren Taten zusammen. Außerdem verwechseln offenbar auch sie Leistung mit Erfolg.

Es ist besonders für Gerechtigkeitsfanatiker schmerzlich zu sehen, dass manche Menschen Erfolg haben, die dafür gar keine besondere Leistung erbringen mussten (Besser kann man das gar nicht ausdrücken als in dem Telefon-Mitschnitt von Maischberger: “Wo woa mei Leistung?”) und umgekehrt, dass die meisten Menschen sehr viel leisten, ohne dass dem auch gleichzeitig ein messbarer Erfolg über den Durchschnitt hinaus gegenüber steht.

Und so ist es auch beim Fußball.

Erfolg geht nicht notwendigerweise mit Leistung im Gleichschritt.

Wenn man vier Mal hintereinander verliert, so wie eben jetzt Rapid II, wird von fehlendem Einsatz und mangelndem Kampfgeist gesprochen; aber wenn ein Schuss auf die Stange geht, war das optimal geschossen, denn genau diese Zone visiert der Schütze an.

Eigentlich müsste unser Support steigen, um einem momentanen Abwärtstrend entgegenzuwirken. Auch wenn eine Niederlage nur knapp ist und meinetwegen unverdient, letztlich nagt diese Niederlage am Selbstvertrauen und beim nächsten Spiel gelingt noch weniger.

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Berichtigung

Transparente in den Stadien interessieren mich sehr. Wenn man von einer solchen Fußballschlacht wie dem Derby vom letzten Wochenende nach Hause kommt, wird man mit all den anderen Fans in einem Atemzug genannt. Und daher ist es nützlich zu wissen, was die Kurve so von sich gibt, wenn man dann darauf angesprochen wird.

Im letzten Blogeintrag über das erfolgreiche Derby berichtete ich über das folgende Bild und kommentierte mit:

Ein weiterer Text im Rapid-Fan-Sektor: “Wien X., 14.2.2016 unvergessen”.

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Vielleicht hat man sich verschrieben und es hätte eigentlich “unvergesslich” heißen sollen, als eine Art Nachgesang für die verbotene Austria-Fangruppe “Unvergesslich”?

So eindimensional, also einfach als Erinnerung an den 3:0-Auswärtssieg, ist das Transparent nicht zu verstehen, wie mir Martin heute am Elektra-Platz erklärt hat. (Daher wurde der ursprüngliche Text auch im Originalbeitrag durchgestrichen.)

Dieses Transparent hatte eine Vorgeschichte. Am 14. 2. 2016, am Tag des Auswärtsderbys, gab es im Austria-Fansektor ein Transparent, das sich eindeutig auf den 14.2.1945, einen der drei Tage der Bombardierung von Dresden im Zweiten Weltkrieg bezogen hat. (Siehe dazu den sehr differenzierten Abschnitt “Zeit des Nationalsozialismus” im Wikipediaeintrag über Dresden.) Da man nun den Zweiten Weltkrieg nur schwer mit dem heutigen Fußballgeschehen in Zusammenhang bringen kann, handelte es sich dabei um eine Botschaft einer ziemlich rechten Fangruppierung der Austria. Und auf dieses Transparent wurde nun seitens der Rapid-Fans eher ironisch Bezug genommen.

  • 2016-02-14 Transparent im Austria-Sektor ~“14.2.1945 unvergessen” (sinngemäß)
  • 2016-04-17 Transparent im Rapid-Sektor “14.2.2016 unvergessen”

Danke Martin für die Erklärung! 

Rapid-Viertelstunde vom 22.4.

  • Spieler besuchen Allianz-Stadion (Hofmann, Sonnleitner)
  • Stangl verletzt
  • Tomi Torquote *)
  • Besuch beim Special Needs Team
  • Geschenke für ältesten Rapidfan in Retz
  • Link zum Video

*) Hier hat der Bericht aus diesem Blog Eingang in die aktuelle Ausgabe von W24 gefunden. Der Vergleich mit dem “Schwammerlsuchen” die Berechnung der Torquote im Bericht über das Derby hat dem Fernsehteam so gut gefallen, dass sie ihn im Beitrag “Tomi-Torquote” verwendet haben. Originaltext nachzulesen hier.

Rapid-Austria

1:0 (0:0)

Wenn man nur auf das Ergebnis schaut: Knapp!

Wir sahen eine deutlich feldüberlegene Rapid und eine auf Konter lauernde Austria. Und wie effizient die Austria dabei ist, zeigt ein Blick auf die Tabelle: Platz 3 mit der Tordifferenz 0. Das heißt, höchste Effizienz, knappe Siege. Heute hat es nicht gereicht. Im Vergleich: Rapid hat die Tordifferenz 20. Irgendwie sind diese beiden Zahlen bezeichnend für den aktuellen Spielstil der beiden Mannschaften.

Die Erwartungshaltung des Publikums ist hoch in Anbetracht des hohen Ballbesitzanteils von Rapid. Aber wie man dann sieht: nicht alles, was eine Chance ist, wird auch ein Tor. Zoran Barisic hat es im Interview deutlich angesprochen: die Leistung war in Ordnung. Nicht nur heute, auch in den vergangenen Spielen. Tore sind eine Krönung der Leistung aber leider gelingen sie nicht immer, mehr noch, Tore sind ein seltenes Ereignis.

Fußball ist wie Schwammerlsuchen!

Bist Du ein Schwammerlsucher? Was ist die dabei Leistung? Das mühevolle Streifen durch Wälder, Schluchten und vermeintlichen Schwammerlplätze oder die Anzahl der gefundenen Schwammerln? Es ist das Erstere! Denn wenn zum Beispiel die Wetterlage nicht passt und gar keine Schwammerln da sind, die gefunden werden könnten, dann stimmt die Leistung aber nicht das Ergebnis. Fußball ist wie Schwammerlsuchen in einer Trockenperiode. Es gehört eine Portion Glück zu Erfolg, auch wenn die Leistung stimmt!

Zurück zu Spiel

Wenn man den Spielverlauf betrachtet, war sie fast ein bisschen peinlich, die spielerische Überlegenheit der Grün-Weißen. Peinlich deshalb, weil nicht mehr an Zählbarem dabei herausgeschaut hat. Dafür sorgte eine kompakte Austria-Abwehr. Viel mehr als Standardsituationen waren zwar für die Austria nicht drinnen aber wie es halt so ist: Jede Standardsituation ist gefährlich, und es ist eine Frage des Glücks, wie der Ball fällt.

Und so hätte kurz nach der Pause schon das Führungstor für die Austria fallen können, nachdem Strebinger einen Schuss nicht bändigen konnte und den Ball des Austria-Stürmers gerade noch zum Corner ablenken konnte. In solchen Szenen, wenn der Stürmer zu Boden geht, schweift der Blick des besorgten Zuschauers immer in Richtung Schiedsrichter, denn bei der großen Entfernung kann man die Szene nicht so gut erkennen. Aber es scheint alles korrekt gewesen zu sein.

Dieser Strebinger hat sich zu einem sicheren Rückhalt entwickelt. Wer hätte das im Herbst gedacht. Die Verletzung von Ján Novota dürfte doch schwerwiegender gewesen sein. Ursprünglich wollte Ján schon im April spielen aber wer weiß, ob das in der laufenden Saison überhaupt noch möglich sein wird. Und es wird nicht so leicht sein, am immer sicherer werdenden Strebinger vorbei zu kommen.

Das Führungstor fiel in der 58. Minute durch Tomi nach kurioser Vorarbeit von Auer und Schaub. Auer hatte den Ball schon verloren, der Verteidiger versuchte zu klären, traf aber Schaub, von dem der Ball (zufällig) in den leeren Raum vor dem Tor abgeprallt ist. Tomi steht dort, wo ein Mittelstürmer stehen soll und nutzt diese Chance.

Der Abgangsapplaus für Tomi bei seiner Auswechslung für Matej Jelic hat gezeigt, dass er vielleicht jetzt endlich bei Rapid angekommen ist. Dieses Wechselspiel der beiden Stürmer ist gar nicht so schlecht. Auch Jelic hat sich in der restlichen Spielzeit durchaus respektabel gezeigt.

Die Schlussoffensive der Austria, mit dem Ziel, doch einen Punkt mitzunehmen (und besser noch, Rapid deren zwei abzunehmen) führte zu tollen Konterchancen von Rapid, bei deren Vernebelung man fast den Eindruck hatte, es gibt eine Prämie für jede dieser versäumten Chancen.

Nach diesem Spiel können wir wieder über die Torquote von Tomi berichten. Tomi hatte 8 Einsätze und spielte im Schnitt 45 Minuten pro Spiel. Dabei hat er 4 Tore erzielt, das sind genau 90 Minuten pro Tor. Ich habe mir erlaubt ein kommentiertes Bild der Rapid-Facebook-Seite zu verwenden, die Tomis Torquote auf spaßige Weise illustriert: “I spü jo net oft, oba wenn, donn schias i a Tor”.

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Sollte jemand der Meinung sein, dass dieses Tor durch Tomi ein Zufall war, dann stimmt das zum Teil aber nicht zu dem Teil, dass der Stürmer dort auch stehen muss, wo er stehen muss. Fairerweise muss man sagen, dass jedes Tor mehr oder weniger viele Zufallskomponenten hat. Wenn eine Minute vorher der Austria der Führungstreffer gelungen wäre, kann man auch nichts dagegen sagen, möglich wäre es ja gewesen. Und dann hätte sich eben bei Rapid die Krise vertieft.

Choreografie

Erstmals bei einem Bundesliga-Heimspiel wurde der dritte Rang in der Fankurve geöffnet. Andy Marek berichtete über 6.000 verkaufte Abos im neuen BlockWest und über 12.000 Abos insgesamt. Großes Spiel, große Kulisse!

Die Ultras zeigen eine beeindruckende Choreografie am Beginn des Spiels. Großes Fußballtheater! Die Choreografie war zweiteilig. Am Beginn sah man im zweiten Rang das weiße “ULTRAS” auf grünem Grund, danach im ersten Rang das grüne “RAPID” auf weißem Grund. Abgehängt war das Spruchband “EIN LEBEN FÜR DIE KURVE – EIN LEBEN FÜR RAPID”.

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Wenn Du Dich als Leser wunderst, dass der Bildtext, im Text wiederholt wird. Das ist speziell an unsere blinden Leser Dieter, Ilse und Marcel gerichtet, die mit dem Bild so ihre Schwierigkeiten haben.

Dass die Choreografie des Austria-Fanblocks weniger wahrgenommen wurde, liegt am dürftigen Lichteinfall im 3. Rang. Wir wollen aber auch diese Bilder nicht vergessen:

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Schließlich werden wir im nächsten Jahr diese Spiele mit umgekehrten Rollen im Happel-Stadion erleben.

Nicht minder eindrucksvoll die Begrüßung von Steffen Hofmann in der zweiten Halbzeit zu seinem 500. Spiel für Rapid. Es fehlen ihm nur mehr 26 Spiele auf den Spitzenwert von Peter Schöttel.

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Es ist seltsam ruhig geworden um die mehr oder weniger angemeldeten Rauch- und Leuchtfackeln geworden. Es gibt mehrere Möglichkeiten:

  • Es gibt ein Agreement zwischen den Klubs und der Bundesliga (praktisch betrifft es nur Rapid) und es werden Augen zugedrückt oder
  • es gibt kein Agreement, und Rapid zahlt Strafen für nicht angemeldete Feuerwerkskörper.

Ich tippe auf Ersteres, denn zahlen ohne die Zahlung bekannt zu geben, hätte nur Nachteile ohne einen gewissen Lenkungseffekt zu haben.

Markenzwist  “Ultras Rapid” kontra “Ultrà Wien”

Wer nicht in der Kurve steht, muss die vielen sonstigen Transparente erst einmal in Klartext übersetzen. Zum Beispiel jenes zu einer Bewegung, die “Ultra Wien” heißt. Der Text: “Ultra-Wien: Pseudo-Ultras nach dem Schema F(acebook)”.

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“Ultra-Wien” ist eine Fangruppierung der Austria die hier ihre Homepage hat.  Viel violetter Text.

Nun, ärgerlich ist das schon, wenn ein Markenname (hier Vereinsbezeichnung) in einer ähnlich und noch dazu vereinnahmenden Form verwendet wird, der Anlass für Verwechslungen sein könnte. (Man nennt sich nämlich nicht “Ultra-Austria” sondern “Ultra-Wien”, also mit einen eher künstlichen Überbegriff.) Wenn das den “Ultras-Rapid” wert ist, könnte eine Beeinspruchung des Namens “Ultra-Wien” vielleicht sogar erfolgreich sein, auch wenn “Ultras-Rapid” nicht eine eingetragene Marke ist.

Ein weiterer Text im Rapid-Fan-Sektor: “Wien X., 14.2.2016 unvergessen”. Vielleicht hat man sich verschrieben und es hätte eigentlich “unvergesslich” heißen sollen, als eine Art Nachgesang für die verbotene Austria-Fangruppe “Unvergesslich”?

So eindimensional, wie ich den Text ursprünglich interpretiert habe, also einfach als Erinnerung an den 3:0-Auswärtssieg, ist das Transparent nicht zu verstehen, wie mir Martin am Elektra-Platz erklärt hat. (Daher wurde der ursprüngliche Text durchgestrichen.)

Dieses Transparent hatte eine Vorgeschichte. Am 14. 2. 2016, am Tag des Auswärtsderbys, gab es im Austria-Fansektor ein Transparent, das sich eindeutig auf den 14.2.1945, einen der drei Tage der Bombardierung von Dresden im Zweiten Weltkrieg bezogen hat. Da man nun den Zweiten Weltkrieg nur schwer mit dem heutigen Fußball in Zusammenhang bringen kann, handelte es sich dabei um eine Botschaft einer ziemlich rechten Fangruppierung der Austria. Und auf dieses Transparent wurde nun seitens der Rapid-Fans eher ironisch Bezug genommen.

2016-02-14 Transparent im Austria-Sektor “Dresden 1945 unvergessen”
2016-04-17 Transparent im Rapid-Sektor “14.2.2016 unvergessen”

Danke Martin für die Erklärung! 

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Hier ein Bild des Austria-Sektors vom 14.2.2016 (Quelle: http://www.around-the-ground.com/fotos2016/austriarapid.html Veröffentlichung genehmigt von Thomas K. Danke!):

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St. Pölten Juniors – Rapid II

2:0 (0:0)

Es war der erste Fußballnachmittag im heurigen Jahr, an dem kurze Hose angebracht war, und wir nutzten das auch.

Warum das Spiel der Juniors gerade in Obergrafendorf stattfand, konnten wir nicht herausfinden. Obergrafendorf besitzt ein hübsches Stadion mit moderner Holzdachkonstruktion und perfekter Lautsprecheranlage. Das wär was für Leo!

Über Spielort und Spielzeitpunkt sind sich verschiedene Internetportale nicht immer ganz einig. Richtig war jedenfalls die Angabe auf SK Rapid. Christian Wiesmayr, als Chronist von Rapid II immer vor Ort, empfiehlt bei Nicht-Rapid-Spielen auch die gut gewartete Seite http://fussballoesterreich.at. Im Bild macht Christian ein Foto für die Rapid-Webseite.

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Ich empfehle für die Nachlese des Spielverlaufs auch seinen Bericht auf der Rapid-Homepage.

Im Bild der Anpfiff zur ersten Halbzeit.

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Rapid II konnte die Überlegenheit der ersten Spielhälfte nicht über die Pause retten. Ein Foulelfer an Christian Prosenik in der ersten Halbzeit wurde uns vorenthalten und prompt kam es nach einer Drangphase der Juniors am Beginn der zweiten Halbzeit zu einem Doppelschlag innerhalb weniger Minuten. Alle weiteren Bemühungen, den Rückstand aufzuholen schlugen fehl. Der Rapid-Sturm schien etwas zahnlos zu sein.

Das heimische Publikum bekrittelte den hohen Anteil an Spielern der Rapid-Kampfmannschaft (Kuen, Prosenik, Schimpelsberger) aber dass diese Spieler als Verstärkung aufgefallen wären, kann man nicht gerade sagen.

Die größere Gefahr als von einer einzelnen Niederlage geht von der Tabellensituation aus. Ein Abstieg in die Wiener Liga scheint möglich. Bei den Fans geht auch die Befürchtung um, dass die schwächste Amateurmannschaft mit einem Aufsteiger der Burgenlandliga eine Relegation spielen muss aber unser mitgereister Spezialist Walter (Absolvent eines Schiedsrichterkurses und seit Februar aktiver Schieds- und Lininenrichter) hat unsere Befürchtungen zerstreut.

Warum letztlich Rapid II trotz Betreuerwechsel am Saisonbeginn noch schlechter dasteht als im vergangenen Jahr, ist nicht ganz klar.

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An die Unzufriedenen

Wir hören oft, dass die Ergebnisse von Rapid die Folge von “Unfähigkeiten” der Akteure wären, und das käme anderswo nicht vor. (So hört sich das bei den Zuschauern an.)

Nachdem in den Sozialen Netzen Spieler und Trainer von Rapid nach dem Unentschieden in Wolfsberg (nach 2:0 Führung zur Pause) wieder einmal schlecht weggekommen sind, kann ich es mir nicht verkneifen, nach diesem Fußballfest vom Donnerstag (Liverpool-Dortmund 4:3) eine Parallele zu ziehen:

Schaut Euch einmal folgendes Bild an:

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Es ist der Torjubel nach dem frühen Tor in Wolfsberg durch Tomi.

Wer hätte bei dem Pausenstand von 2:0 für die Auswärtsmannschaft noch an ein Erfolgserlebnis der Heimmannschaft geglaubt? Dieses Gefühl hatten nicht nur die Zuschauer.  Spieler und Trainer von Rapid und Dortmund haben das wahrscheinlich auch so empfunden. Und Hier wie Dort war man sicher auf der Hut und Hier wie Dort hat es nichts genützt. Man entkommt diesem Gefühl, dass man schon “durch” ist, nicht. Und dieses kollektive Verständnis einer Situation hat wahrscheinlich mehr Einfluss auf das Geschehen, als man es glauben würde.

Weder im Lavanttal noch an der Anfield Road hätte das jemand geglaubt. Aber die Unwägbarkeiten des Fußballs machen das möglich.

Und nach Abpfiff waren die Spieler von Dortmund am Donnerstag genau so fassungslos wie die Spieler von Rapid am Samstag.

Ich schlage vor, weder die einen noch die anderen zu beschimpfen – wie das leider in unseren Breiten oft geschieht.

Die Leistung besteht – wie wir hoffentlich alle wissen – nicht im Ergebnis, das liegt allein schon das der Definition von “Leistung”.

Ein Tor ist keine Leistung

Leistung ist der Aufwand an Energie in einer bestimmten Zeit. Das ist zum Beispiel das Laufpensum der Spieler oder unser Einsatz bei einem Stadionbesuch. Aber die Spieler würden sich nicht um den Hals fallen, nur weil sie zehn Lauf-Kilometer abgespult haben. Es verfällt ja auch niemand in Euphorie, wenn er sich einen Tag lang für eine Prüfung vorbereitet hat.

Aber schauen wir auf den Tag der Prüfung. Wir haben uns vorbereitet, so gut es möglich war (das war die Leistung) und dennoch kann es jedem von uns passieren, dass er die Prüfung nicht besteht oder aber auch sehr gut besteht. Trotz identischer Vorbereitung.  Das hat viel mit Glück zu tun; mit der Zufälligkeit der Fragenauswahl, mit kleinen Irrtümern bei den Antworten, die als Fehler geahndet oder nicht geahndet werden, mit Nervosität usw.

So ist das auch bei einem Fußballspiel. Eine Mannschaft greift an, bis sich die Gelegenheit zu einem Torschuss ergibt. Aber wir wissen schon aus dem gut reproduzierbaren Training, dass es nur eine gewisse Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg gibt, auch bei Ronaldo.

Es ist wie beim Würfeln, es gibt vor jedem Wurf (Torschuss) eine vorgegebene Wahrscheinlichkeit, zu reüssieren. Der Unterschied zum reinen Zufall des Würfelns ist aber, dass es – um im Fußball “würfeln” zu können (also in einem Spiel probieren zu können, ein Tor zu schießen) man vorher eine enorme Leistung hat zeigen müssen, bevor man überhaupt in diese Situation des Torschusses kommt. Und ob dieser Einsatz an Leistung vom König Zufall belohnt wird, das steht sozusagen “in den Sternen”.

Darum ist es eine große Freude, eine Prüfung zu bestehen oder ein Tor zu erzielen! Und daher dieser spontane Torjubel der Spieler und Trainer nach einem Torerfolg. Weil eben der Erfolg keine ausgemachte Sache ist, trotz größter vorangegangener Anstrengung.

Was ist das Tor dann?

Beobachten wir einmal Spieler beim Training. Der Trainer gibt eine Situation vor, die mit einem Torschuss abzuschließen ist. Ohne Gegner. Das Ziel ist immer, ein Tor zu erzielen. Und wie viele der Schüsse fängt der Tormann, wie viele gehen daneben oder an die Stange. Nur ganz wenige Schüsse landen im Tor.

Allein diese Situation “ohne Feindeinwirkung” zeigt uns, dass nur ein kleiner Teil der zahlreichen Versuche, zum Erfolg führt. Niemand weiß, welcher. Die Wahrscheinlichkeit für ein Tor in einer gegebenen Situation ist sogar unter Übungsbedingungen eher gering.

Ist ein Tor Zufall?

Ja, und nein.

Ja, weil dieser Vorgang des Toreschießens in unvorhersagbarer Weise zum Erfolg führt.
Nein (oder nicht nur), weil man bei diesen Versuchen auf Grund der messbaren Torquote sehr wohl zwischen Laie, Anfänger oder Profi unterscheiden kann. Aber der Umstand der Unwägbarkeit gilt für den Profi genau so wie für den Anfänger, weil er sich immer mit Teams derselben Leistungsstufe misst. Zahlreiche Hoppalas mit den Bestern der Guten zeigen das eindrucksvoll. Und niemand würde auf die Idee kommen, einem Ronaldo oder Messi Unfähigkeit vorzuwerfen, bei Rapid aber schon.

Tore passieren zufällig

Egal, ob Hobbymannschaft oder Profimannschaft; Tore kann man weder planen noch erzwingen, sonst wäre es ein Leichtes, eine einmal gelungen Aktion zu wiederholen. Aber genau das funktioniert nicht, weil alle folgenden Situationen anders sind und wieder dieser Faktor Zufall jeder Planung und Wiederholung einen Riegel vorschiebt.

Es ist unbestritten, dass manche Spieler deutlich mehr Tore schießen als andere aber dem Umstand der Zufälligkeit des Geschehens entkommen auch sie nicht, denn dazu ist der Ball “zu rund”.

Auch unser Sportdirektor dürfte Nachholbedarf im Fußball-1mal1 haben, denn er sagte im Interview vom 12.4. “So etwas wie in Wolfsberg darf nie wieder passieren.”

Man ist im Fußball immer wieder überrascht und das hat mit den Unwägbarkeiten zu tun. Und daher kann man wenig voraussagen. Und ein “nie wieder” ist vielleicht plakativ für die Kamera aber bereits morgen kann es eine Neuaflage dieses “nie wieder” geben, denn es ist ein Fußballspiel und keine ausrechenbare Sache. Und das hat nichts mit der Leistung zu tun, die durchaus ansehnlich sein kann, so wie im Lavanttal und auch an der Anfield Road.

Rapid-Viertelstunde vom 15.4. auf W24

  • Chelsea kommt nach Wien
  • Hofmann und Derby-Bilanz
  • Vollfan statt Vollfett-Aktion
  • Ankündigung Greenie-Tag
  • Lauftraining zu gewinnen
  • Prosenik und die “Blues”
  • Fanumfrage zu Chelsea
  • Link zum Video

Letzte Worte

Meine Tante Milada war seit ihrer Jugend Rapid-Anhängerin. Sie besuchte mit uns vier Jahre lang, zwischen 2008 und 2012 jedes Heimspiel. Und auch nachdem sie wegen einer Venenerkrankung nicht mehr ins Stadion kommen konnte, verfolgte sie die Aktivitäten von Rapid über unsere Berichte, Bilder und auch über das Rapid-Magazin.

Ich begleitete meine Tante während der letzen Jahre und erzählte ihr immer wieder, wie es ihrer Mannschaft erging, ein Thema, das sie bis zuletzt interessierte.

Nun ist diese Zeit vorbei und ich verabschiede sie mit einem Text, der ihre Nähe zu Rapid illustriert.

Letzte Worte


Wenn ein Mensch stirbt, versinkt mit ihm eine ganze Welt und nur wenige können darüber berichten. Ich berichte hier über Milada, die letzte, meiner Verwandten, die noch die Welt meiner Kindheit gekannt hat.

Meine Tante Milada und mein Onkel Ludwig waren in den 50er Jahren regelmäßige Besucher der Pfarrwiese. Hier ist ein Bild von ihrer Hochzeit aus dem Jahr 1957:

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Sie waren beide begeisterte Volleyball-Spieler (meine Tante schaffte es sogar in die österreichische Nationalmannschaft) und Miladas Schulfreund Walter Zeman war einer der Stars der damaligen Rapid-Mannschaft, ein wichtiges Motiv für ihre Besuche auf der Pfarrwiese. Sie erzählte mir, dass Walter als Schüler täglich von einem Bus aus dem Süden Wiens (Vösendorf) in die tschechische Schule gebracht wurde. Walter Zeman gehörte wie auch die Fialas der tschechischen Minderheit in Wien an. Die Tschechen betreiben in Wien für ihre Kinder seit mehr als 100 Jahren Schulen mit tschechischer Unterrichtssprache.

Es war nicht untypisch für die damalige Wiederaufbaugeneration, dass die junge Familie ihre Besuche am Fußballplatz nach und nach einstellte und sich mehr den eigenen sportlichen Aktivitäten und dem Beruf zuwandte.


Es war um das Jahr 2008. als neben unseren Abositzen in St. Hanappi ein Platz frei geworden ist und Florian und ich beschlossen, diesen Platz unserer Tante zu schenken, weil wir wussten, dass sie eine besondere Nähe zu Rapid hatte. Und so war es. Wenigstens vier Jahre lang besuchte sie mit uns jedes Heimspiel von Rapid. Sie fühlte sich in dieser Umgebung wirklich in ihre Jugend zurückversetzt. Hier ein Bild vom 1. August 2010 vom Spiel Rapid-RedBull (2:1) auf den Stiegen vom Abgang 4 im Hanappi-Stadion. (vlnr.: Franz, Milada, Florian)

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Eine schwere und für asketische Sportler völlig untypische Venenerkrankung beendete im Sommer 2012 unsere gemeinsamen Besuche. Immer wieder brachte ich sie ins Spital und versorgte sie seither.


Um den ersten April 2016 besuchte ich sie im Pflegeheim Obezellergasse. Sie war nach einem Oberschenkelhalsbruch und einer Beinamputation schon sehr geschwächt und hat mich nicht mehr erkannt. Ich wusste nicht recht, was ich ihr sagen sollte.

In diesen Tagen arbeitete ich auch an meiner Bildersammlung und dazu gehören auch historische Bilder von Rapid-Spielern.

Ich suchte daher bei meinem Besuch auf meinem Handy die Bilder-Seite und dort ihren ehemaligen Mitschüler Walter und zeigte ihr das Bild. Hier ist der direkte Link zu dieser Seite.

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Sie erkannte ihn sofort und sagte wie aus einem Traum: “Ja, das ist der Walter Zeman.” Sonst sagte sie nichts mehr. Es war das letzte, was ich von ihr gehört habe.


Ich habe versucht, ihre Zugehörigkeit zur Tschechischen Minderheit in Wien und ihre Nähe zum Sport (sie war aktives Mitglied beim tschechischen Turnverein Sokol und Rapid-Anhängerin) auf der Parte festzuhalten:

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Parte als PDF_Dokument


Die Tschechen in Wien kommunizieren über die Zeitung “Vídeňské Svobodné Listy” (“Wiener freie Blätter” des Minderheiterats der Tschechen und Slowaken in Österreich). Die Redaktion war so freundlich, mein nicht mehr so ganz vorhandenes schriftliches Tschechisch aufzupolieren und hat die Formulierung der Parte übernommen, die ich dann ins Deutsche übertragen habe. Der obige Text hat ihnen aber so gefallen, dass sie ihn in den redaktionellen Teil der aktuellen Ausgabe übernommen haben. Hier dieser Text in der tschechischen Übersetzung:

Poslední slova

Když zemře člověk, ztratí se s ním celý svět a jen někteří mohou o tom mluvit.
Píši zde o Miladě, poslední z mých příbuzných, kteří znali ještě svět mého dětství. Moje teta Milada a můj strýc Ludvík byli v 50 letech pravidelnými návštěvníky Pfarrwiese. Zde je obrázek z jejich svatby v roce 1957:

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Oba byli nadšenými volejbalisty (moje teta to dotáhla dokonce do rakouského národního družstva) a Miladin spolužák Walter Zeman byl hvězdou tehdejšího mužstva Rapidu. Bylo to důležitým motivem k návštěvám Pfarrwiese. Vyprávěla mi, že Walter jezdil denně autobusem z jihu Vídně (Vösendorfu) do české školy. Walter Zeman patřil stejně jako Fialovi k české menšině ve Vídni. Češi provozují ve Vídni pro své děti více než 100 let školy s českým vyučovacím jazykem. Nebylo to netypické pro tehdejší generaci, že mladá rodina postupně přestala chodit na fotbalové hřiště a věnovala se více vlastním sportovním aktivitám a povolání.


Mohlo to být někdy v roce 2008. Vedle našich abonentních míst na stadionu Hanappi se uvolnilo jedno místo. Florian a já jsme se rozhodli, že ho věnujeme tetě. Věděli jsme, že je jí Rapid obzvláště blízký. A taky to tak bylo. Minimálně čtyři roky tam chodila s námi na každý domácí zápas Rapidu. V tomto prostředí se cítila jako za mlada.
Fotografie z 1. srpna 2010 na schodišti východu číslo 4 na stadionu Hanappi (hrál Rapid-RedBull 2:1) zachycuje zleva mně – František, Miladu a Floriana.

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Těžké a pro sportovce netypické cévní onemocnění ukončilo v létě 2012 naše společné návštěvy stadionu. Stále častěji jsem tetu odvážel do nemocnice a pečoval o ni.


Někdy kolem 1. dubna 2016 jsem ji navštívil v pečovatelském domě Obezellergasse. Po zlomenině nohy a amputaci byla již slabá a už mne nepoznávala. Nevěděl jsem, co jí mám říct. V tom období jsem zpracovával moji sbírku fotografií a k ní patří i historické fotografie hráčů Rapidu.
Při mé opětovné návštěvě jsem na svém mobilu vyhledal sadu fotografií a ukázal jsem jí obrázek jejího bývalého spolužáka Waltera. Tady je jeho fotografie.

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Poznala ho okamžitě a řekla jako ze snu: „Ano, to je Walter Zeman.“ Pak už neřekla nic. Byla to poslední slova, která jsem od ní slyšel.

F4F (Football for Friendship)

Wie auch im Vorjahr veranstaltet Gazprom im Vorfeld des Champion-League-Finales ein Fußballturnier mit Teilnehmern aus 32 Ländern, das “Internationale Kinderforum”. Der Sieger im Vorjahr war die U13 von Rapid. Bericht

Turniere dieser Art sind für die Jugendlichen sehr wichtig und und für die Vereine ist eine Nominierung sehr ehrenvoll.

Wichtiger als dieses Turnier scheint aber den Veranstaltern der Sonderpreis, der hier abgebildete “Nine Values Cup”, zu sein, bei dem Kinder darüber abstimmen sollen, welches Team die folgenden Werte am besten verkörpert: Freundschaft, Gleichberechtigung, Gerechtigkeit, Gesundheit, Frieden, Treue, Sieg, Traditionen und Ehre.

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Liebe Erwachsene, jetzt bitte erkläre mir jemand, wie man diese Werte mit einer konkreten Mannschaft verbinden soll und – vor allem – wie Kinder im Alter von 12 Jahren das tun sollen.

Es ist meiner Ansicht nach völlig unmöglich, das zu beurteilen, wie viel Freundschaft (um nur den ersten dieser Werte zu nennen) in einem Team steckt. Das kann in der Kampfmannschaft von Unter-Siebenbrunn eher gegeben sein als einer konkurrenzbeladenen Profimannschaft. Wie sollten wir uns über ein so intimes Detail in einem Team, wie es Freundschaft ist, informieren? Wenn wir Spieler im Interview hören (eine der wenigen Gelegenheiten, wo wir so etwas beurteilen könnten), dann müssen wir bedenken, dass hier jemand spricht, der dazu geschult ist, seine Worte im Sinne des Vereins wählen. Ein Außenstehender wird das kaum je erfahren.

Zu dieser Fragestellung gab es bereits im Vorjahr einen Bericht, den man nicht weiter ergänzen muss.

Und da Außenstehende diese Frage nach “Freundschaft” in einem Team bicht wirklich beantworten können, wird schließlich für einen der weltweit populärsten Vereine, für Barcelona gestimmt. Das ist weiter nicht verwunderlich und hat – so meine ich – mit der eigentlichen Frage über diese neun Werte gar nichts zu tun. Womit es aber sehr wohl zu tun hat, ist, dass man Jugendliche vor einen (Werbe-)karren spannt.

Unsere Rapid-Jugendmannschaft mag daher das Turnier zehn Mal hintereinander gewinnen; einen Chance auf diesen Pokal hat Rapid nicht, auch wenn es wahr wäre, dass Rapid diese Werte am besten verkörpern würde.

Hier der Original-Pressetext:

Nine Values Cup: Wer wird Nachfolger des FC Barcelona? 

07.04.2016. Moskau, Wien. In der vierten Saison des von Gazprom unterstützten internationalen Kindersozialprojekts FOOTBALL FOR FRIENDSHIP wurde nun die Abstimmung für den einzigartigen Nine Values Cup angekündigt. Jeder in aller Welt kann an dem Auswahlverfahren teilnehmen.

Der Nine Values Cup ist ein besonderer Preis des Programms FOOTBALL FOR FRIENDSHIP, welcher jedes Jahr an den weltweit besten Fußballverein verliehen wird, der sich am meisten für alle Werte des F4F-Programms einsetzt: Freundschaft, Gleichheit, Fairness, Gesundheit, Frieden, Hingabe, Erfolg, Tradition und Ehre.

Der Gewinner wird von den Teilnehmern des F4F-Programms gewählt, die als junge Botschafter für die Werte des Programms auftreten. Alle Teilnehmer stimmen über denjenigen Verein ab, der ihrer Meinung nach die größten Erfolge sowohl im Sport als auch im sozialen Bereich aufweisen kann.

Der erste Nine Values Cup wurde im Jahr 2015 beim dritten Internationalen Kinderforum FOOTBALL FOR FRIENDSHIP in Berlin an den FC Barcelona verliehen. Die Kinder, die für den Verein gestimmt haben, hoben die Initiativen zur Unterstützung und Entwicklung des Jugendfußballs sowie die Unterstützung junger Fußballer aus Entwicklungsländern hervor. Der Preis wurde von den jungen Teilnehmern des  Internationalen Kinderforums F4F an Ramon Pont, Vizepräsident der FC Barcelona-Stiftung, übergeben.

In der neuen Saison des F4F-Programms können sich nicht nur junge F4F-Teilnehmer, sondern auch alle anderen Menschen weltweit an der Abstimmung über den verdienstvollsten Verein beteiligen. Aufgrund dessen wurde der Auswahlprozess für den Gewinner des Nine Values Cup in zwei Phasen unterteilt.

In der ersten Phase bis zum 25. April kann jeder denjenigen Verein vorschlagen, der seiner oder ihrer Meinung nach den einzigartigen Preis am meisten verdient hat. Dazu sollte man eine Veröffentlichung der offiziellen F4F-Seite bei Facebook teilen (https://www.facebook.com/FootballForFriendship) und einen Hashtag mit dem Namen des nominierten Vereins hinzufügen.

Auf Grundlage der Ergebnisse aus der ersten Abstimmungsphase wird eine zusammengefasste Liste der Top-25-Vereine erstellt. Aus dieser Liste wählen dann diejenigen Kinder, die Teilnehmer der vierten Saison des F4F-Programms sind, den ihrer Meinung nach verdienstvollsten Verein aus. Vertreter des Gewinnervereins werden im Mai zum F4F-Forum in Mailand eingeladen, um den Preis aus den Händen der Kinder entgegenzunehmen.

Bei der Pressekonferenz zum Start der vierten F4F-Saison in München rief der globale Botschafter des F4F-Programms, Franz Beckenbauer, alle Kinder dieser Welt dazu auf, sich an der Abstimmung zu beteiligen: „Der Nine Values Cup ist eine tolle Idee. Nicht nur für die Jugendlichen, die sich an dem Projekt FOOTBALL FOR FRIENDSHIP beteiligen, sondern auch für alle, die von dieser Initiative erfahren. Sie alle können sich daran beteiligen. Dies ist eine Einladung von meiner Seite, für alle, denen es möglich ist. Macht einfach mit!

In jedem Jahr wird der Nine Values Cup als Unikat speziell für das Programm FOOTBALL FOR FRIENDSHIP von dem bekannten deutschen Bildhauer Achim Ripperger gestaltet.

Die Skulptur zeigt die Figur eines jungen Fußballspielers, der in seinen Händen eine Weltkugel in Form eines Fußballs hält. Sie symbolisiert die Zukunft, die in den Händen der nächsten Generation liegt und von den Werten abhängt, an die diese Generation glaubt und für die sie steht.

Das Programm FOOTBALL FOR FRIENDSHIP wird von der UEFA sowie führenden Fußballvereinen und -akademien unterstützt, dazu gehörten in verschiedenen Jahren z. B. Atletico Madrid, Beşiktaş, Chelsea, Galatasaray, Inter Milan, Lazio, Schalke 04, West Ham United, usw. Im Jahr 2016 wird der Gewinner des Nine Values Cup von Kindern aus 32 Ländern ermittelt, die an der vierten Saison des F4F-Programms teilnehmen: Algerien, Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Belgien, Brasilien, Bulgarien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kasachstan, Kirgistan, Kroatien, Niederlande, Österreich, Polen, Russland, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Syrien, Tschechische Republik, Türkei, Ukraine, Ungarn, Vietnam und Weißrussland.

 

Hintergrundinformation

Das Internationale Kindersozialprojekt FOOTBALL FOR FRIENDSHIP wird von Gazprom im Rahmen des Programms Gazprom für Kinder realisiert. Ziel des Projekts ist die Förderung des Kinderfußballs, Erziehung von Toleranz und Achtung gegenüber verschiedenen Kulturen und Nationen bei Kindern aus verschiedenen Ländern. Die Schlüsselwerte, die von den Teilnehmern unterstützt und gefördert werden, sind Freundschaft, Gleichberechtigung, Gerechtigkeit, Gesundheit, Frieden, Treue, Sieg, Traditionen und Ehre.

Hauptveranstaltung des Projekts ist das alljährliche Internationale Kinderforum FOOTBALL FOR FRIENDSHIP, bei dem Spieler führender Fußballklubs im Alter zwischen 12 und 14 Jahren ihre Kräfte messen. Das erste Forum fand am 25. Mai 2013 in London statt.

Ein Sonderpreis des Projekts FOOTBALL FOR FRIENDSHIP ist der Pokal der neun Werte. Diese in ihrer Art einmalige Trophäe wird jedes Jahr einem Profi-Fußballklub für Mitwirkung an sozialen Initiativen verliehen, mit denen die Werte dieses Projekts in die Tat umgesetzt werden. Der Sieger wird von jungen Projekt-Botschaftern durch Abstimmung in allen Teilnehmerländern des Projekts Football for Friendship bestimmt.

Während des Forums FOOTBALL FOR FRIENDSHIP haben junge Sportler die Möglichkeit, mit Altersgenossen aus anderen Ländern sowie mit bekannten Sportlern und Kulturschaffenden zusammenzutreffen. Nach Abschluss des Forums besuchen die Projektteilnehmer traditionell das Finale der UEFA Champions League.

Gazprom ist ein globales Energieunternehmen. Hauptbereiche ihrer Aktivitäten sind geologische Erkundung, Förderung, Transport, Lagerung, Verarbeitung und Absatz von Gas (darunter auch als Motorkraftstoff), Gaskondensat und Erdöl sowie Erzeugung und Vertrieb von Wärme- und Elektroenergie. Das Unternehmen ist auf dem Territorium Russlands sowie in Ländern Afrikas, Europas, Lateinamerikas, des Nahen Ostens, Mittel, Süd- und Südostasiens tätig.

Gazprom ist mit seinen Vorräten an Erdgas und dem Umfang seiner Förderung das weltweit größte Unternehmen; Erdgas wird an russische Abnehmer und nach mehr als 30 Ländern geliefert. Gazprom gehört zu den vier führenden russischen Erdölproduzenten und verfügt über große Energieerzeugungskapazitäten auf dem Territorium Russlands und behauptet den ersten Platz in der Welt in der Erzeugung von Wärmeenergie.

Neben aktiver Entwicklung ihrer Produktionstätigkeit widmet Gazprom sozialen Projekten große Beachtung. Die Gesellschaft unterstützt viele Sportorganisationen und Sportveranstaltungen von internationalem und nationalem Format. Gazprom ist unter anderem offizieller Partner der UEFA Champions League, fördert die Austragung des UEFA-Superpokals sowie mehrere Fußballklubs von Weltruf wie den russischen Zenit, den deutschen Schalke 04 und den serbischen Crvena Zvezda.

WAC-Rapid

2:2 (0:2)

Wir unternehmen diese Fahrt mit dem Rapid-Bus unter der Leitung Hans (Speising), am Steuer “Käptn Nemo” in einem (noch) nagelneuen Bus, Internet und Steckdosen inklusive. Abfahrt 13:30, Rauchpause in Loipersdorf, längere Pause in Kaiserwald.  Zwischendurch wird gemeldet, dass Mikl-Leiter vom Chef “back to the roots”, nach Niederösterreich beordert wurde. Man kann spekulieren für wen das ein Vor- oder Nachteil ist… Wir werden etwa um 17:45 ankommen. Jetzt geht’s einmal hinauf auf die Pack. So fühlt er sich an, der Rapid-Bus:

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Die Lage ist klar: alles spricht gegen Rapid. Die Bilanz der bisherigen Auswärts-Spiele gegen den WAC, die Bilanz der letzen 5 Spiele, die Tabellensituation, die RB klar voran zeigt, der verletzte Petsos, eventuell auch der Druck des Umfelds und der Fans.

Alle Mitreisenden sind auf der Fantribüne, Florian und ich auf der Haupttribüne. Anders wäre es auch nicht möglich, die 81 Bilder, viele davon von der Fantribüne zu zeigen. Wir sind die einzigen Rapidler und “genießen”

Das Spiel

Eigentlich war es ein gutes Spiel von Rapid, doch das entscheidende 3:0 wollte und wollte nicht gelingen. Wem will man da die Schuld geben? Barisic hat (endlich) Tomi aufgeboten und nach 13 Spielminuten bedankte sich dieser mit dem 1:0. Und gleich darauf hätte derselbe Tomi schon die Chance auf das 2:0 gehabt, das dann schließlich – erst kurz vor der Pause – durch Louis Schaub fiel.

Tomi

Wer von uns weiß schon, warum dieser Tomi nicht mehr eingesetzt wird? Immerhin hat Tomi 3 Tore in seinen 7 Einsätzen geschossen (Jelic 5 Tore bei 31 Einsätzen). Berechnet man nicht die Einsätze sondern die (kurze) Einsatzzeit ein, dann ergibt das eine tolle Torquote von 93 Minuten pro Tor (zum Vergleich Beric 118 Minuten, Jelic 346 Minuten!), die beste aller derzeitigen Spieler seit dem Abgang von Beric. Mir persönlich gefallen das Stellungsspiel und die Einsatzfreude von Tomi viel besser als jene von Jelic. Warum genau Tomi praktisch nie eingesetzt wurde, konnte mir bisher niemand sagen; ich zähle nur die Tore und die Einsatzminuten und das ist ziemlich unangreifbar. Und in dieser Disziplin ist Tomi Spitze! Vermutlich ist es das Alter, das den Trainer abhält, Tomi öfter einzusetzen, denn er will möglicherweise Jelic die Gelegenheit geben, sich nach vorne zu spielen. (Andere müssen diese aber diese Lernphase beim Nachwuchs absolvieren.)

Zurück zum Spiel.

Die zweite Halbzeit bestand zunächst in einem Verschleppen des Spiels durch Rapid, das einen Höhepunkt in der extrem lang dauernden Auswechslung von Steffen Hofmann hatte. Im Bild sieht man Steffen nach einem Laufduell am Boden sitzen. Die Einwechslung dauerte extrem lange. Erschöpfung/Verletzung oder Kalküll? Wer weiß das schon…IMG_6683

Bis zur 75. Minute plätscherte das Spiel dahin, der WAC kam zu keinerlei nennenswerten Chancen. Dass der für Tomi eingewechselte Jelic mit einem Flugkopfball nur die Latte traf, der Nachschuss in die Wolken ging, schien uns zu dem Zeitpunkt noch verkraftbar, doch nach einem Eckball fiel der Anschlusstreffer in der 83. Minute und sogar während der Kärntner Schlussoffensive hatte Rapid noch die Entscheidung durch einen Konter mit Kainz und Alar allein vor dem Tor am Fuß, doch Alar vergab nach idealem Zuspiel von Kainz; und Dobnik wird ob seiner Heldentat von den Kärntnern zum “Man of the Match” gewählt.

Das bittere Ende war der nicht unverdiente Ausgleichstreffer als Höhepunkt der Schlussofensive durch den WAC in der Nachspielzeit.

Man kann nicht alle Tore verhindern. Und Rapid hatte als dominierende Mannschaft ausreichend viele Chancen auf einen deutlichen Sieg aber vielleicht spielte man zu lange auf “Halten des Ergebnisses” und nutzte nicht die spielerische Überlegenheit zu einem weiteren Treffer aus.

4 Minuten Nachspielzeit

Üblicherweise wird pro Einwechslung eine halbe Minute eingerechnet. Da beide Teams je drei Spieler eingewechselt haben, ergibt das im Normalfall 3 Minuten. Aber Schiedsrichter Harkam bestimmte die Nachspielzeit mit vier Minuten. Andere Verzögerungen gab es nicht, daher wurde diese vierte Minute offenbar wegen der Spielverzögerungen durch Rapid eingerechnet. Und diese – eigentlich bei Rapid sonst nicht beobachtete – Taktik war schließlich die Ursache für die – wieder einmal – gefühlte Niederlage, denn der Ausgleichstreffer fiel genau in der 94. Minute.

Fußball ist interpretierte Realität – in Nachhinein

Bei allem Ärger über das Ergebnis, das von unseren mitreisenden “Fans” teilweise auch in eine Beschimpfung der Spieler ausartete, muss man bedenken, dass allein durch einen Abpfiff einige Sekunden vorher, dasselbe Spiel in einem ganz anderen, nämlich durchaus heroischen Licht erschienen wäre. So beenden wir das fünfte Spiel in Folge ohne Sieg; die längste derartige Serie unter Zoran Barisic.

Das Ergebnis eines Fußballspiels hat eine Auswirkung auf das Befinden der Fans, klar, die sind jetzt ziemlich frustriert; aber es beeinflusst auch die Einschätzung des Gesehenen in einem Ausmaß, das jede Objektivität vermissen lässt.

Die Tore sind nicht die Leistung, Tore passieren einfach – oder eben nicht, warum auch immer. Die Leistung ist das, was sie ist: die Summe der Aufwendungen (“Arbeit”) pro Zeiteinheit. Dass also ein Spieler in 90 Minuten 10 Kilometer abspult ist eine größere Leistung als die eines anderen, der um selben Spiel nur 8 Kilometer “leistet”. (Aber es muss natürlich nicht heißen, dass der Dauerläufer unbedingt deshalb mehr Tore erzielt.) Wenn 500 Fans mitreisen, ist die Leistung höher als bei 400 Fans, usw.  Aber wir wissen, dass alles das nur im Schnitt eine höhere Torquote ergibt, nicht in einem einzelnen Spiel.

Geld hat eine den sonstigen Einsätzen gleichartige Qualität. Mit mehr Geld, könnte man einen weiteren Stürmer halten und damit die Torquote zu seinen eigenen Gunsten erhöhen. Aber das hat Rapid nicht, Rapid hat Jelic, für mehr reicht es nicht.

Wenn wir nun eine kurze Zwischenbilanz des Spitzetrios (vor dem gestrigen Spiel) ziehen, dann gibt es einen deutlichen Vorteil bei der Tordifferenz für RB.

         T TG TD
RB      59 29 30
Rapid   55 36 19
Austria 45 42  3

Rapid schießt im Schnitt um ein paar Tore weniger und kassiert ein paar Tore mehr. Und das ist eben ein bisschen zu wenig für einen Meistertitel. Es heißt überhaupt nicht, dass ein Meistertitel nicht dennoch möglich wäre, aber man hat einfach die schlechteren Karten.

Wir können ins Treffen führen, was immer wir wollen. Zum Beispiel die unglückliche Verletzung von Jan Novota in Villarreal, die uns 6 Punkte gekostet hat oder die Doppelbelastung im Herbst, die RB nicht hatte, die gestrige 94. Minute, was auch immer. In Summe ist unsere Tordifferenz etwas schlechter und das kostet dann eventuell den Meistertitel und das nicht einmal unverdient, wie man am Vergleich der Tordifferenzen sieht. Würde man trotz schlechterer Tordifferenz Meister werden, dann wäre es statistisch gesehen ein solcher, der mit “etwas Glück” erspielt wurde. Was aber uns Fans ziemlich egal wäre.

Was wäre es erst für eine Blamage, würde man das Derby am kommenden Sonntag nicht klar für sich entscheiden.

Die Lavanttal-Arena

Der Stadionsprecher in Wolfsberg gehört zu der bemühteren Sorte seiner Zunft. Er hat bei seiner Moderation keinen der zahlreichen Sponsoren vergessen. Er versuchte durch eine enthusiasmierte Ansage die 6.580 Zuschauer von den Sitzen zu reißen. Was ihm zu Spielbeginn nicht gelang, gelang der Mannschaft des WAC. Fast konnte man den Eindruck haben, als hätte sich der WAC sein Pulver für den Schluss aufgehoben, auf einen Zeitpunkt, bei dem keine Ergebniskorrektur mehr möglich ist.

Support

Der Block bedankte sich bei den mitgereisten Fans aus Nürnberg mit einer tollen grün-weiß-roten Choreografie; zuerst mit Fahnen

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dann mit Rauch

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Unsere Plätze genau gegenüber dem Rapid-Fanblock erlaubten uns, schöne Bilder zu machen. Ihr könnt Euch die Bilder auf unser neuen Bilderseite anschauen.

Ein mitfahrender Fan kritisierte den völlig vom Spiel losgelösten Support des Blocks. Nicht einmal das Führungstor konnte den Sprechgesang anlassbezogen unterbrechen.

Die Fans sind so mit sich selbst beschäftigt, dass sie das Geschehen am Spielfeld offenbar eher stört. Sie erscheinen wie ein Opernorchester, das übersieht, dass die eigentliche Handlung auf der Bühne stattfindet und nicht im Orchestergraben und daher spielt das Rapid-Fan-Orchester an den Sängern vorbei. Und dabei wäre ein Synchronismus zwischen Orchester und der Bühne wohl die wichtigste Aufgabe des Dirigenten.

Im Stadion, das sich Lavanttal-“Arena” nennt, ist aber alles das kaum zu hören. Das “Arena” bezieht sich wohl eher auf die umschließenden Berge als auf die Bauform der Ränge. Die Fangesänge verlieren sich in der Weite des Platzes.

Links

Rapid II-Parndorf 3:8

Leider ist zeitgleich zum Wolfsberger Spiel Rapid II 3:8 gegen Parndorf untergegangen.

Rapid, der Verein mit den meisten Zuschauern in der höchsten Spielklasse hat gleichzeitig die wenigsten bei den Nachwuchsspielern. Dass das niemandem zu denken gibt? Auch der Besuch von Präsident Krammer beim letzten Spiel konnte daran nichts ändern. (Ehrenpräsident Edlinger ist ohnehin fast immer anwesend.)

Dort, bei Rapid II, könnte aber Einiges an der Organisation verbessert werden. Es sind ja nicht allein die Spieler, die verlieren. Die Spieler haben vielleicht einfach zuwenig das Gefühl für jemanden zu spielen, finde ich. Es ist ja niemand da. Und diese Wenigen werden durch unzweckmäßig angesetzte Spieltermine noch gekonnt minimiert.

Bereits das Spiel gegen Sollenau wurde deutlich zu spät angesetzt, denn wenn man rechtzeitig zum Spiel der Nationalmannschaft kommen wollte, musste man das Spiel vorzeitig verlassen, Viele werden daher gleich gar nicht gekommen sein.

Es wird auch geworben. Beispielsweise konnte man als Besucher des Länderspiels kostenlos das Spiel von Rapid II besuchen. Aber niemand hat’s gewusst.

Es kommt immer wieder vor, dass Spieltermine von Rapid II kurzfristig verschoben werden. Das heutige Spiel gegen Parndorf war ursprünglich für Sonntag angesetzt und ist auf einmal am Samstag. (Ich habe die Termine vor einiger Zeit kontrolliert, kann das aber nicht jeden Tag machen.)

Weiters ersuchen wir die Webmaster der betroffenen Seiten mehr Einigkeit bei den Terminen zu zeigen. Beispiel (Stand 9.4.): Spiel gegen Schwechat: Ligaportal meldet Samstag 24.4., Rapid-Seite meldet: Sonntag 25.4. Wer soll sich da auskennen.

Man nimmt die Spiele von Rapid II bei Rapid nicht ernst, meine ich.

Es gibt keinerlei Kommunikation, wie zum Beispiel einen Newsletter. Das wäre ja heutzutage keine große Sache. Es würde die wenigen Besucher zusammenrücken lassen. Die etwas verstaubte, wenig professionelle und ein bisschen autoritäre Ansage durch Leo Gartler ist irgendwie symbolisch für den unzeitgemäße Unterstützung des Teams.

Was das alles mit der Niederlage von Rapid II zu tun hat? Vordergründig nichts, weil man ja gerne sagt, dass das alles keine Tore schießt, aber alle diese Details sagen der Mannschaft, dass Erfolge nicht so wichtig ist. Ich denke schon, dass man das als Spieler mit der Zeit spürt. Für Rapid II ist es motivierender, in Dornbach, auf der Hohen Warte oder in Horn zu spielen, dort erhalten sie mehr Aufmerksamkeit.

Und man ist schon wieder bedrohlich nahe der Abstiegszone!

Links

Rapid-Viertelstunde vom 8.4.

  • Forza Rapid auf Beisltour
  • Maxi Wöber hat verlängert
  • Saisonende Thanos Petsos
  • Gaberln mit Joghurt-Snack
  • Der Verkauf der VIP-Plätze
  • Die Titelträume der Fans
  • Link zum Video

Rapid-RB

1:1 (0:0)

Es war ein tolles Spiel von Rapid. Und wenn man zu einem Sieg oft auch ein Quäntchen Glück braucht; an diesem Tag war einfach zu viel Pech dabei – und Schiedsrichter Hameter.

Wir kennen diese Kunstschüsse, die von Stange zu Stange pendeln und dann doch nicht ins Tor gehen – aber muss das gerade bei einem so wichtigen Spiel sein? Für solche Zufälle wäre auch im Derby noch Zeit genug. Steffen Hofmann war nicht nur der unglückliche Kunstschütze, er war auch der unermüdliche Kämpfer, der vom Gegner ganz schön abgeklopft wurde und ziemlich oft am Boden lag. Steffen wurde in der 67. Minute mit riesigem Abgangsapplaus verabschiedet.

Bis zur 40. Minute kam es seiten RB zu einem Foul nach dem anderen. Unmut im Publikum, weil Hameter seine gelben Karten offenbar nicht finden konnte. Dann in der 40. Minute das erste Foul von Rapid. Ach ja, da waren sie wieder, die Gelben Karten. Da ich als Lehrer oft genug diese Situation erlebt habe, bei Beurteilungen Einzelner besonders fair gegenüber der Klasse sein zu müssen, kann ich diese Situation zwar verstehen aber da man dabei viel verlieren kann, zum Beispiel einen Meistertitel, ist bei uns, den Rapid-Fans kein Verständnis für eine solche Übergenauigkeit.

Hameters Situation (und die anderer Schiedsrichter) ist: nur keine Schwäche gegenüber dem gelb-fordernden Heimpublikum zeigen, denn man will ja bei der eigenen Beurteilung bei der Bundesliga am Montag gut dastehen.

Dass Hameter dann noch auf eine Schwalbe/Abseits von Reyna hereingefallen ist, was unangenehmer Weise zum einzigen Torschuss von RB und leider auch zum Gegentor führte, ist besonders tragisch, denn aus dem sonstigen Spielverlauf kann man dieses Tor nicht zwingend ableiten.

Rapid mit 90 Prozent unterwegs

Und dabei hat Rapid nur mit 90 Prozent gespielt, denn gerade in diesem Spiel konnte man wegen einer ähnlichen Spielanlage die beiden Stürmer Jelic/Rapid und Reyna/RB gut vergleichen. Dieser Vergleich geht deutlich zu Gunsten von RB aus. Während Reyna unsere Verteidiger Dibon und Sonnleitner  durchaus zu beschäftigen wusste, konnte man das auf der anderen Seite nicht wahrnehmen. Jelic war meist viel zu weit vom Geschehen und vom Ball entfernt. Das Spiel lief meist ohne seine Beteiligung – zumindest erschien uns das so.

  • Jelic 2.7 Minuten/Ballkontakt (Vergleich Reyna 2.2 Minuten/Ballkontakt)
  • Kainz 1 Minuten/Ballkontakt
  • Schaub 1,2 Minuten/Ballkontakt
  • Schobersberger 0.93 Minuten/Ballkontakt (Spitzenwert)

Und das Prachttor von Lous Schaub und das sehenswerte Zusammenspiel mit Florian Kainz war nicht untypisch für unser stürmerloses Spiel. Prosenik bei Rapid II, Tomi – ja wer ist dieser Tomi? Rein statistisch gesehen ist Tomi der Stürmer mit der besten Torquote. Klingt verrückt, ist aber durch Tomis geringe Einsatzzahlen bedingt.

Hier kann man das nachforschen: http://123.ewkil.at/default.aspx?id=player&id1=details&p=aktuell

Tomi schoss zwei Tore in 6 Einsätzen und 223 Spielminuten. Das ergibt 111 Minuten pro Tor, dann kommen Deni Alar mit 159 und Philipp Schobesberger mit 218 Torminuten.

Diese Zahlen sind alle sehr weit von den Führenden in dieser Disziplin entfernt, die alle unter 100 Minuten pro Tor lieben (Franz Binder, Josef Uridil, Robert Dienst, Hamdi Salihi). Robert Beric kam auf 118 Minuten, Matej Jelic liegt weit abgeschlagen bei 341 Minuten. http://123.ewkil.at/default.aspx?id=player&id1=details&p=goalgetter

Aus der Sicht eines Laien ist das völlig unverständlich, dass man Spieler holt und diese dann auf der Bank verkümmern lässt. Es ist uns nicht erklärlich, wo genau die Vorzüge von Jelic gegenüber Tomi wären. Sogar ein Spieler aus der aktuellen Rapid II-Mannschaft käme uns auf dieser Postion besser eingesetzt vor.

Dass die sportliche Führung auf Matej setzt, ist verständlich, beschwört man doch die Möglichkeit, dass sich dieser besser in die Mannschaft einfügen werde, um nicht eingestehen zu müssen, dass er für diese Aufgabe doch (noch) nicht geeignet ist (und daher ein Fehltransfer). Das Publikum will nicht darauf warten, dass Matej Jelic zufällig gut steht und dann auch zufällig ein Ball in seine Richtung kommt, man will ihn kämpfen sehen, wie die anderen; dann ergeben sich solche Situationen ganz von allein; er hätte durch seine zentrale Position die besten Voraussetzungen dafür.

Auf unseren Sturm kann man derzeit nicht bauen.

Dafür muss man die Leistung unserer beiden Verteidiger Mario Sonnleitner und Christopher Dibon und auch des davor agierenden Srdjan Grahovac besonders hervorheben. Immerhin war mit Thanos Petsos (dem wir eine baldige Genesung nach dem Seitenbandeinriss wünschen) ein Defensivspieler zu ersetzten, der die meisten Ballkontakte in der Liga hat, der also wie kein anderer das Spiel lenkt. Und das ist unserem Defensivtrio sehr gut gelungen. Wie so manche Vorstöße von RB ohne Foul gestoppt wurden, war einfach – frei nach Mario Sonnleitner – “Wiener Weltklasse”.

Zusammenfassung

Abgesehen von Details des Spiels, hat RB ziemlich effektiv gespielt. Ein Unentschieden genügte und allen war das bewusst. RB begann mit etwas mehr Spielanteilen aber Rapid kam immer besser ins Spiel. Das war auch notwendig, Rapid musste ja unbedingt ein Tor erzielen. Das tolle Spiel von Rapid vor der Pause ist also auch eine Folge der abwartenden Haltung von RB.

Der furiose Beginn von Rapid am Beginn der zweiten Hälfte mit dem Führungstor gab den Fans Mut. Aber die Einwechslung von Reyna bei RB belebte das eher müde Angriffsspiel von Soriano und das führte tatsächlich zum Ausgleichstreffer.

Trotz Chancen auf eine nochmalige Führung, zum Beispiel durch Deni Alar, blieb es bei diesem unerfreulichen Unentschieden. Ein sichtlich deprimierter Andy Marek verabschiedete die Besucher. Die mitgereisten RB-Fans veranstalteten kleine Vor-Meisterfeier.

Aber es ist noch nicht alles verloren. Und wenn, dann wurde sicher nicht wegen RB verloren. Verloren wurde schon gegen Ried, gegen die Admira, gegen den WAC und wie sie sonst noch alle heißen, die wahren Stolpersteine.

Choreografie

Das Spiel war auch durch die tolle Choreografie der Tornados als Spitzenspiel erkenntlich. Ein riesiges Rapid-Banner erstreckte sich von der Laufbahn über Rang 1 und Rang 2 und wurde durch blaue Fahnen in der Mitte und grüne und weiße um dieses Banner umrahmt. Fünf Fahnen zeigen den Schriftzug “RAPID”.

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Noch ein imposantes Foto aus dem Block:

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Schade, dass man für das neue Stadion “Am Gerhard-Hanappi-Platz 1” noch immer keinen besseren Namen gefunden hat als das traditionsarme “WESTSTADION”. Es würde ja nichts dagegen sprechen, das Stadion weiterhin “Gerhard-Hanappi-Stadion” zu nennen, so wie die Nürberger Blutsbrüder ihr Stadion “Max-Morlock-Stadion” nennen.

BWE #36 (Block West Echo)

Gerade noch konnte ich den Verkäufer des BWE#36 erreichen und bekam für 5 Euro 200 Seiten fein gemachte Rapid-Lektüre. Ich kann es jedem Rapid-Fan empfehlen.

Über die sonderbare und ziemlich entlegene Meinung im “Impressum”, es würde sich um “kein Erzeugnis im presserechtlichen Sinne” handeln, muss man ebenso hinweglesen wie über den Umstand, dass es gar kein Impressum gibt, auch wenn der obige Text diese Überschrift hat. (Das trifft übrigens auch für die Internet-Seite der Ultras zu.) Na ja, Wo kein Kläger…

Abgesehen von Sagern wie “Unser Stadion, unsere Regeln”, die eventuell schon Unangenehmes vorausahnen lassen, gewinnt man in der Ausgabe doch einen Einblick in die beachtlichen Aktivitäten der Fanszene ohne auch gleich Mitglied sein zu müssen. Auf praktisch jeder Seite gibt es prächtige Bilder von den Choreografien, einen historischen Rückblick auf das Europacup-Finale vor 20 Jahren und Abschnitte über die befreundeten Vereine in Venedig, Athen und Nürnberg.

Gut gemacht!

Links

Ritzing-Rapid II

3:1 (1:1)

Wir sind erstmals mit Rapid II in Ritzing. Wo ist dieses Ritzing? Burgenland-Schnellstraße und nach Kobersdorf nach Osten abzweigen. Fahrzeit etwa eine Stunde.

Ritzing

Das Sonnensee-Stadion ist in der Feldgasse 5. Ein Prachtstück von einem Stadion in dieser Liga und man fragt sich, wer das wohl finanziert hat, denn die 150 Zuschauer dieses Spiels werden’s wohl nicht gewesen sein. Als Entschuldigung kann das zeitgleich stattfindende Bundesligaspiel in Mattersburg dienen.

Ritzing1

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Tolle Bedingungen für Spieler und Zuschauer in Ritzing. Stadion 5.000 Zuschauer, Ritzing: 900 Einwohner.

Am selben Tag fand in Dornbach das Lokalderby gegen die Vienna bei 8.000 Zuschauern statt, also mehr als bei so manchem Heimspiel unseres Stadtrivalen.

In der Regionalliga gibt es enorme Unterschiede beim Interesse an den Spielen.

Während man in der Bundesliga zwischen den Spielen mit dem geringsten Zuschauerzahlen (überwiegend Grödig) mit etwa 1.000-2.000 Zuschauern und den höchsten Zuschauerzahlen, meist bei Rapid zwischen 10.000-20.000 einen Größenordnungsunterschied von etwa 10 registriert, ist es in der Regionalliga fast ein Faktor 100 (90 Zuscheuer bei einem Spiel in Schwechat und eben 8.000 beim Bezirke-Derby Dornbach-Döbling in Wien).

Leider ist Rapid II sowohl für die höchsten Zuschauerzahlen in der Bundesliga aber auch für die geringsten Zuschauerzahlen in der Regionalliga Ost zuständig. Daran können auch die stets bemühten Hütteldorfer Jungs nichts ändern, heute auch mit Fahne.

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An der Qualität der Spiele liegt es nicht. Das Spiel in Ritzing war durchaus ansprechend und schnell.

Während Rapid II durch Philipp Prosenik, Thomas Schrammel und Andreas Kuen verstärkt wird, sehen wir bei Ritzing mit Szabolcs Sáfár (früher Austria, Innsbruck) einen alten Bekannte aus der Bundesliga. Auch Thomas Jun spielt derzeit bei Ritzing, war aber in diesem Spiel nicht im Einsatz.

Rapid II konnte die erste Halbzeit durch den Ausgleich durch Philipp Prosenik in der 45. Minute noch offen halten aber nach der Pause setzen sich die routinierteren Spieler von Ritzing mit zwei schönen Toren durch. Wie so oft kann man über Details des Schiedsrichterentscheidungen hadern, aber so ist eben Fußball. Bericht von Rapid.

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Rapid-Viertelstunde vom 1. April

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