Rapid-Grödig

3:2 (1:1)

Die Statistik spricht eine klare Sprache:

Rapid Grödig
79% 23% Ballbesitz
63% 38% Zweikämpfe
8 2 Eckbälle
12 4 Torschüsse
3 1 Torschüsse außerhalb Strafraum
9 3 Torschüsse innerhalb Strafraum
3 2 Kopfballchancen
3 0 Abseits
8 22 Fouls

Aber so klar wie die Statistik ist das Ergebnis keineswegs. Niemand in unseren Reihen hat bis zu 85. Minute an einen Sieg gedacht. Eigentlich hat man sich schon mit einer Niederlage abgefunden. Aber wir Zuschauer haben in unseren Bürosesseln diesen elementaren Kampf  irgendwie verlernt und können froh sein, dass unser Team trotz des ziemlich frustrierenden Ausscheidens aus der Euro-League die Rapid-Viertelstunde dazu benutzt hat, einen Teil des Frusts hinter sich zu lassen. Wir freuen uns mit dem Goldtorschützen Matej Jelic, der immer besser ins Spiel findet.

Spielanteile

Ich verfolge gerne die Spielanteile der einzelnen Spieler aus der Rapid-Statistik-Seite. Sie zeigt, wie stark die Defensive im Spiel gefordert ist und wie ungerecht oft das Publikum einzelne Spieler beurteilt.

Aber die Statistik zeigt auch das Ungleichgewicht zwischen der linken Seite mit Florian Kainz und der rechten Seite mit Philipp Schobesberger (ganz anders als beim Spiel in Graz). Und daher ist die Auswechslung auch eine logische Folge.

Aktionen Spielminuten
126 90 Petsos
109 90 HofmannM
100 90 Kainz
 99 90 Stangl
 95 77 Grahovac
 94 90 Dibon
 68 68 Nutz
 60 90 Pavelic
 37 68 Schobesberger
 33 90 Jelic
 24 22 Murg
 20 22 HofmannS
 17 13 Schwab

Das Siegestor in der 90. Minute war einer der seltenen Glücksfälle, die sich wie ein Märchen anfühlen. Matej Jelic hat verhindert, dass sich RB an der Spitze absetzen kann.

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Links

So muss Fußball

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Jan, immer für Grün-Weiß

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Maria und Jürgen

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Links Valencia Nachwehen

Dass sich die beiden Valencia-Funktionäre wegen der beiden persönlich gehaltenen Spruchbänder beleidigt fühlen, könnte ich ja noch verstehen; dass aber der Verein Valencia sich von einem Spruchband so gekränkt fühlt, dass man bei der UEFA vorstellig wird, ist für mein Empfinden ein bisschen kindisch. So, als könnte eine Stadt oder ein Verein sich wegen einer pauschalen Beschimpfung betroffen fühlen.

Was die Texter der Spruchbänder betrifft, muss man ihnen eine gewisse Phantasielosigkeit vorwerfen, denn man kann bei einiger Kreativität (die im Block sicher verfügbar sein wird) Texte ersinnen, die beides erreichen: den Ärger über das Verhalten von Valencia zum Ausdruck bringen und gleichzeitig dem eigenen Verein nicht schaden.

Diese Plakataktionen gegen Valencia sind ja nicht der erste Zwischenfall, bei dem der eigene Verein und alle anderen Fans im Stadion in Geiselhaft genommen werden. Und es läuft immer darauf hinaus, dass man sich selbst wichtiger nimmt als das, wofür man vorgibt zu sein: für Rapid. Ich höre zwar ebenso oft, dass das nicht der Fall wäre, aber was zählt, ist die Wirkung der Aktionen, die man als Außenstehender wahrnimmt. Und diese Wirkung ist eben so. Es heißt nicht umsonst: „Wir sind Rapid“. (Nicht der Verein, nicht die Mannschaft, nein „wir“).

Rapid-Viertelstunde vom 26. 2.

  • Eine Grün-Weiße beim FC Valencia
  • Keine Verschnaufpause für Rapid
  • Großer Erfolg für Rapid InvesTOR
  • Autogrammstunde im Friseursalon
  • Mit Sportfotografen auf Torjagd
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Rapidler zu Gast…

… beim „Klub der Freunde des S.C. Rapid“. Wir begrüßen am Montag, 7. März um 19:00 (Einlass ab 18:30)

  • Christopher Dibon
  • Srdjan Grahovac
  • Steffen Hofmann 
  • Mario Sonnleitner

rapid

Wer noch nicht Mitglied beim „Klub der Freunde“ ist, ist als Gast willkommen. Interessenten schreiben an ewkil{at}iam.at.

Gerhard Niederhuber, der Obmann des „Klubs der Freunde“ ist der professionelle Interviewer unserer Gäste. Nach den ausführlichen Gesprächen gibt es eine Fragestunde und danach Autogramme und Erinnerungsfotos.

Spielerdaten

rapid1

Einladung zum Clubabend „Windows Phone 10 & Band 2“

ClubComputer, der Hoster dieser Liste, veranstaltet einen Clubabend, bei dem das neue Betriebssystem „Windows Phone 10“ an einem Lumia 950 XL vorgestellt wird.

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Außerdem wir auch das „Band 2“ von Microsoft vorgestellt.

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Das „Band 2“ ist ein idealer Begleiter für alle, die sich fit halten wollen. Abgesehen von Trainings für Spezialisten, zeichnet das Band die täglichen Aktivitäten auf. Ich habe mir zum Beispiel 10.000 Schritte als Tagespensum als Ziel gesetzt. Wenn ich am Abend bei 7.000 angelangt bin, ersetze ich das Fernsehkastel durch einen Spaziergang. Natürlich kann das Band viel mehr aber das werden wir Euch beim Clubabend alles erzählen. Band zwei funktioniert übrigens gleich gut mit Windows Phone, Android und IOS.

Anmeldung ist ganz ähnlich wie beim „Klub der Freunde“: Gäste sind immer willkommen. Termin: Dienstag, 1. März ab 18:00 im „Kulturschmankerl“, Simmeringer Hauptstraße 152 (Endstation U3, Straßenbahn 6, 71 „Fickeystraße“, Parkhaus unter dem Lokal, Einfahrt Kaiserebersdorferstraße).

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Rapid-Valencia

0:4 (0:0) Gesamtscore 0:10

Das letzte Europacupspiel von Rapid im Happel-Stadion, hier diese letzte Mannschaftsaufstellung:

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Eventuell könnte eine Qualifikationsrunde noch im Juli vor der Eröffnung zu spielen sein und in diesem besonderen Fall würde es doch noch ein Spiel in der kommenden Europacupsaison geben. Aber alle anderen Runden werden nur mehr ausschließlich im neuen Stadion gespielt werden.

Der Spielwitz, den man in den Spielen der Herbstsaison in einzelnen Spielen noch erkennen konnte, war in der Partien gegen Valencia nicht mehr zu bemerken. Fast eine Art Müdigkeit war zu spüren, möchte man meinen.

Aber immerhin ist Rapid 2016 unter den besten 48 europäischen Mannschaften gelandet. Mehr war nicht drinnen.

Augsburg,  Fiorentina,  Galatasaray,  Krasnodar,  LokMoskau,  Marseille,  Midtjylland,  Molde,  Napoli,  Olympiakos,  Porto,  Schalke,  Sion,  Sporting,  St. Etienne? Gemeinsam mit diesen Mannschaften ist Rapid im 16tel-Finale ausgeschieden. Aber keine andere Mannschaft wurde derart deklassiert. Ein Negativrekord.

So wirklich gescheiter bin ich aus den Presse-Stimmen nach dem 0:6 in Valencia nicht geworden. Nicht eine Analyse, die helfen könnte, einen Hebel anzusetzen und zu sagen: da war der Wurm! Da steht zum Beispiel, dass die Rapid-Spieler zu passiv waren! Sie wären in jeder Aktion einen Schritt zu spät gekommen. Jemand sagte, das wäre Arbeitsverweigerung. Alle diese Erklärungen sind unbefriedigend. Am besten hat es Ferdinand auf den Punkt gebracht: er meint, dass die Erwartungshaltung einfach zu groß war. Ferdinand liest viele Tageszeitungen und der in den Kolumnen verbreitete Optimismus geht sicher auch an den Akteuren nicht vorbei. Ferdinand meint, dass man bereits das Hinspiel hätte viel defensiver anlegen sollen.

Also haken wir das Geschehene ab und hoffen auf die letzte Titelchance, den Meister; die erste Hürde ist bereits am Sonntag zu nehmen. Es kommt der krasse Außenseiter Grödig, eine Mannschaft, die im Abstiegskampf um jeden Punkt ringt. Und danach, am Mittwoch geht es gegen Mattersburg, um Revanche für die unglückliche Niederlage im Herbst zu nehmen.

Gleichzeitig spielt in diesen Runden unser direkter Konkurrent gegen die Austria und gegen Sturm, es gibt also durchaus die Chance, dass Rapid sich an der Tabellenspitze festsetzen kann.

Choreografie

Nicht gerade freundlich empfing der BlockWest die Gäste aus Spanien. Laut dem Bericht einer spanischen Webseite wird Valencia bei der UEFA Protest einlegen.

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Es folgten noch zwei nicht minder unfreundliche Spruchbänder:

„Todo el mundo debe conocer Damia Vidagany y Julian Suescum eso son hijos der putas“ = „Jeder muss wissen, dass Damia Vidagany und Julian Suescun Hurensöhne sind“. Offenbar handelt es sich bei den beiden um jene Manager von Valencia, die letztlich verfügt haben, dass die Ultras mit ihren Trikots und Transparenten nicht das Mestalla-Stadion betreten durften. Im spanischen Bericht wird auch die beschmierte Hotelwand in Wien gezeigt.

Wenn man schon einmal beim Aufrechnen der Unfreundlichkeiten ist, muss man doch festhalten, dass die Spanier die Ultras als „Los radicales“ bezeichnen und sie (ausschließlich wegen des Wortlauts „Ultras“) nicht ins Stadion gelassen haben. Allein dafür gehört der Gastgeber Valencia zur Ordnung gerufen, denn es ist ein außergewöhnlich unfreundlicher Akt gegenüber seinen Gästen eine unbescholtene Gruppe von Fans ohne besonderen Grund vom Spiel auszuschließen.

Das allgemein gehaltene Transparent bei Spielbeginn scheint mit weniger problematisch als das zweite, in dem zwei Personen konkret beschimpft werden. Wir werden sicher noch von dieser Angelegenheit hören.

Christoph Peschek wird in einem Krone-Bericht zitiert: „Wir müssen analysieren, wie das passieren konnte“. Ein sonderbarer Satz, was gibt es das zu analysieren? Wenn ein Verein, Plakate ungelesen ins Stadion lässt, muss er sich nicht wundern, dass der von Ultras so eroberte rechtsfreie Raum für solche Aktivitäten genutzt wird. Die Schuld liegt insofern bei Rapid als man solchen Dingen zu wenig Beachtung schenkt und die Fangruppen einfach gewähren lässt.

Links EwkiL+Rapid

Links vom Vortag

Vor dem Spiel

Nach dem Spiel

 

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Sturm-Rapid

0:2 (0:1)

Man kann es den Sturmfans nicht wirklich verdenken, dass sie eigens das Lied „Viva-España“ einstudiert und am Spielbeginn angestimmt haben. Hier ist eine hübsche Version davon. Zwar heißt es im Sprichwort, dass Schadenfreude die schönste Freude wäre, doch ist es besser, wenn man – wie in diesem Spiel – zuletzt lacht und nicht zu früh.

So, wie sich das Spiel in den ersten Minuten angefühlt hat, stand Rapid unter Druck. Aber so beschäftigt, dass sich nicht immer auch ein Konter ausgeht, war man doch nicht. Ein bisschen hat Philipp Schobesberger seinem Kollegen im Sturm die Show gestohlen, den von der Art der Aufstellung wäre es eher die Rolle des zentralen Stürmers, diese Konter vorzutragen. Das kann uns aber egal sein.

Wir glauben beobachtet zu haben, dass sich sowohl die Mitspieler als auch der Trainer sehr um Matej Jelic bemühen, damit er in seiner Position mehr Spielanteile bekommt.

Für den Spielverlauf verwende bitte die zahlreichen Links.

Wegen des schönen Abendrots zur Pause, hier ein stellvertretendes Bild vom Spiel:

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Ballaktionen

Die Statistik-Seite bei Rapid ist nicht sehr übersichtlich, denn man muss mühsam jeden einzelnen Spieler anwählen, um schließlich einen Gesamtüberblick zu bekommen. Bei dieser Tabelle kann man gut ablesen, wie wichtig etwa Thanos Petsos für das Team ist, und dass das linke Duo Stangl – Schobesberger deutlich mehr Spielanteile hat als das rechte Pavelic – Murg.

88 Petsos
77 Stangl
67 Grahovac
59 Schobesberger
58 Pavelic
54 Hofmann M.
47 Schwab
41 Sonnleitner
29 Jelic (74 Minuten)
29 Murg (70 Minuten)
10 Alar (20 Minuten)
8 Prosenik (16 Minuten)
3 Tomi ( 2 Minuten)

Choreografien

Die Grazer hüllen das Spielfeld zu Beginn in eine graue Wolke.

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Der Rapid-Block verzichtet diesmal auf Fackeln, davon hat man nach dem Derby genug.

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Der BlockWest vermeldet: „Willkommen zurück, Suppe“ und Sturm betont: „Im übrigen sind wir der Meinung, dass Sturm-Graz für professionelle Strukturen, Karriereplattform und attraktiven Fußball stehen muss“. Das hatten wir schon einmal bei einem Spiel im Prater. Schließlich hatte Sturm noch einen Text mit Bezug zum Verhalten der Ultras in Valencia zu bieten: „Im Universum sind viele gleich und manche gleicher. Die Capos im Stadion, das Fußvolk draußen aber alle um eine Blamage reicher“. (siehe Bilder)

Links

Nachlese „Schwarzer Donnerstag“

Ein ziemliches Echo hatte der letzte Tagebucheintrag „Schwarzer Donnerstag“ in der Facebook-Version. Zu dem Thema, warum die Ultras nicht ins Stadion gekommen sind, gibt es eine Original-Stellungnahme der Ultras, die zwar die Situation etwas detaillierter beschreibt aber an dem Umstand nichts ändert, dass der Gruppe ein Tuch wichtiger ist, als der Besuch im Stadion.

Es geht nicht darum, die Leistungen der Ultras zu schmälern. Die Rapid-Ultras genießen bei Rapid besonderes Ansehen und jeder hier weiß, dass sie sich als Gruppe unpolitisch präsentieren und dass sie darüber hinaus immer wieder durch tolle Aktionen für sozial Schwache und anderswie Hilfsbedürftige auftreten. Vom Support und den tollen Choreografien ganz abgesehen.

Das alles ist aber in Valencia völlig unbekannt und dort gibt es aus ganz anderen lokalen Gründen eben ein Verbot, das Wort „Ultras“ im Stadion zu affichieren. Also mit einem Sitzstreik vor dem Stadion wird man diese Herren nicht umstimmen können. Anderer Verein, andere Regeln.

So, und statt das Wort „Ultras“ bei diesem Spiel ausnahmsweise nicht zu zeigen, weil das eben beim Gastgeber nicht erlaubt ist, bleibt man lieber vor den Toren, vielleicht hat ja wer Mitleid. Wegen solcher Haltungen, die mit „Ehre“ zu tun haben, wurden in unserer Geschichte schon Kriege angezettelt. Und gerade deshalb wäre in solchen Situationen ein gewisser Pragmatismus angebracht.

Hier ein paar Originalzitate (die weniger freundlichen zensuriere ich). Es beginnt damit, dass man als Außenstehender weder ausreichende Kenntnis vom „Wesen der Ultras“ hätte, dass man also ahnungslos wäre. „Wer nicht versteht, was UR bedeutet, wird auch in einer Diskussion eure Argumente nie verstehen wollen oder können.“ Es wird behauptet: „dass die Ultrabewegung Rapid mehr gebracht als geschadet hätte“. „Und wieso haben die 2.000 im Stadion gar nix zsammbracht an Support?“ „Ich würde die Herrn, die hier auf die UR und ihre Überzeugung hinhauen, bitten die Fotos von den diversen Choreos von ihren Seiten zu löschen.“ „Komisch das sich Leute aufregen die nicht mal im Auswärtsblock stehen um Rapid zu unterstützen?“

Die gute alte Guter-Fan-Schlechter-Fan-Diskussion beginnt wieder von vorn. Es kann nicht jeder Ultra sein aber jeder Rapidler will, dass mehr Menschen zu Spielen von Rapid kommen, egal, wo sie dann sitzen.

Es wird immer wieder gesagt, wie großartig der Support der Ultras wäre. Und man kann dazu immer nur wiederholen, dass niemand das in Abrede stellt. Niemand sonst im Stadion kann eine so große Gruppe zusammenhalten und zu einem konzertierten Aktion führen. Das erfordert Qualitäten, die sich weder jemand anders zutraut, noch gibt es jemanden auf den anderen Tribünen, der sich einer solchen Gruppe unterordnen würde. Einer Gruppe, die ihre Mitglieder quasi aus „religiösen Gründen“ dazu zwingt, nicht ins Stadion zu gehen, weil das Tuch nicht da hängen darf. Das kann man vielleicht einem Schüler einreden oder jemanden, der das mit der Muttermilch aufgesaugt hat aber was auch immer dazugehört, ich habe das nicht. Ich habe nicht das Zeug zum tragischen Helden.

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Schwarzer Donnerstag

Im Fußball können auch die Donnerstage schwarz sein. Nach diesem schwarzen Donnerstag für Rapid fragen man sich, wie es möglich war, dass Rapid so eine klare Abfuhr erlebt hat.

Wann fallen Tore?

Wir wissen nicht, wann und warum Tore fallen. Bei einem Tor muss alles passen. Die Verteidigung muss aus irgendeinem Grund zu spät kommen, dem Stürmer muss alles gelingen, der Ball darf das Tor nicht verfehlen. Und weil da so viel zusammenpassen muss, und im Regelfall immer irgendwo ein Bein dazwischen ist oder eine Zehntelsekunde fehlt und der Ball nie ganz richtig getroffen wird und auch der Tormann etwas dagegen hat und das Tor nicht breit und hoch genug ist, darum fallen beim Fußball wenig Tore. Und wenn es dann doch einmal gelingt, dann ist die Freude groß. Es hat etwas mit Glück zu tun und es hat auch damit zu tun, dass man unterm Strich nicht genau weiß, warum alles so gut gepasst hat, denn auf die meisten Dinge hat man selbst zum Beispiel als Schütze oder gar nur als Zuschauer nur wenig bis gar keinen Einfluss. Es muss einfach alles passen.

Das Spiel am Rasen wird durch eine Fülle von Kleinigkeiten beeinflusst, die mit dem Spiel nur sehr lose in Verbindung stehen.

Ich erinnere mich an ein Bundesligaspiel, bei dem ein Eichhörnchen dafür gesorgt hat, dass das Spiel kurz angehalten werden musste. Egal, wie das Spiel ausgegangen ist, es wäre anders wie verlaufen, hätte es das Ereignis mit dem Eichhörnchen nicht gegeben.

Kommt es zu einem Outeinwurf, Eckball oder Anstoß, hängt der weitere Spielverlauf davon ab, wie schnell der Ball von den Ballkindern wieder ins Spiel gebracht wird. Das geht heutzutage sehr schnell und fast unterbrechungslos. Beim Spiel Montenegro-Österreich gab es sonderbarer Weise keine Ballkinder. Und tatsächlich hatte das Spiel dadurch einen anderen Charakter, weil viel Zeit verging, bis sich jemand des Balls annahm oder ein neuer Ball besorgt wurde. Das Spiel verläuft anders, wenn aufmerksame Ballkinder da sind oder nicht.

Publikum spielt mit

Auch wir, die Anhänger, haben unseren Einfluss auf das Spiel. Schiedsrichter werden durch das Heimpublikum durch Pfiffe unter Druck gesetzt. Man will die Entscheidungen zum eigenen Vorteil beeinflussen – und erreicht möglicherweise das gerade Gegenteil, weil der immer unter Beobachtung stehende Schiedsrichter ganz besonders darauf achten muss, dem Publikumsdruck nicht nachzugeben.

Kurz: der Verlauf eines Spiels wird von mannigfaltigen Kleinigkeiten beeinflusst und jede noch so kleine und vordergründig unbedeutende Kleinigkeit hat einen Einfluss auf das, was in kommenden Spielverlauf passiert, allein wir wissen nicht, was es ist. Es kann zu unserem Vorteil sein – oder auch nicht.

Support ist wichtig

Für die Mannschaft von Rapid gehört es zum Ritual eines Spiels, dass man praktisch während des ganzen Spiels, egal ob zu Hause oder auswärts vom Fanblock unterstützt wird.

Spielbeginn in Spanien – und alles ist still.

Uns, auf der Haupttribüne ist das auch gleich aufgefallen, dass man den Fanblock nicht gehört hat. Aber wir dachten zuerst, dass unsere besondere Sitzposition unter dem zweiten Rang die Ursache wäre.

Ist das nicht gespenstisch? Die Mannschaft schaut zum Fanblock, dort ist aber eine Leere in den ersten Reihen. Warum? Möglicherweise wusste das die Mannschaft zu dem Zeitpunkt nicht – und ist verunsichert. Nicht bewusst, denn die Spieler sind Profis und sagen beim Interview, dass das keinen Einfluss hätte. Aber das gewohnte Stimmungsbild ist einfach nicht da.

Eine dieser mannigfaltigen Kleinigkeiten, die einen Einfluss haben.

Taktisches Foul der Valencia-Führung

Im November, in Villarreal, konnten wir das Ultras-Transparent noch sehen:

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Diesmal, gegen Valencia, fehlte das Transparent und es fehlten auch die Ultras.

Die Vereinsführung von Valencia hat die Transparente der Ultras nicht zugelassen mit der Begründung, dass es sich bei den Ultras um Rechtsradikale handeln würde. Das ist eine ziemliche Beleidigung von Rapid, denn sie unterstellt pauschalierend, dass alles, was „Ultras“ heißt automatisch rechtsradikal wäre und dass also Rapid als Heimatverein dieser Gruppierung mit rechtsradikalen Fans unterwegs ist.

Die Ultras wieder wollten ihre Identität nicht verleugnen und verzichteten auf den Besuch.

In einem Facebook-Bericht konnte man lesen, dass sich die Delegation von Rapid sehr für die Ultras eingesetzt hätte und schließlich das gemeinsame Abendessen beendet habe, weil es seitens der Führung von Valencia kein Entgegenkommen gab.

Einige Minuten vor Spielbeginn wird die UEFA-Werbung „Respect“ ausgestrahlt, die zum Ausdruck bringt, dass es nicht erwünscht ist, Menschen nach ihren Herkunft, Hautfarbe, Einstellung usw. zu beurteilen sondern nur in ihrer Eigenschaft als Fußballer.

Sinngemäß lässt sich dieses Credo auf viele unserer täglichen Bewertungen anwenden.

Ein kurzer Blick ist diverse Publikationen zeigt, dass man mit dem Etikett „rechts“ der Vielfalt der Ultras-Gruppierungen nicht gerecht wird.  Link Ultrabewegung. Es mag sein, dass es rechte Ultras-Gruppierungen gibt. Aber das berechtigt eigentlich nicht dazu, pauschalierend alle Ultras als rechte Gruppierung (noch dazu als „radikale“) zu bezeichnen.

Dass dann als Reaktion der Block (im Hinblick auf den „Indianer im Logo“) draußen bleibt, statt auf Transparente und Bekleidung zu verzichten, kann man als ein von den szenekundigen Valencia-Verantwortlichen kalkuliertes Verhalten unterstellen, sodass man die Argumentation „Ultras sind rechtsradikal“ nur als vorgeschobenes Argument sehen muss.

Gruppeninteressen gegen Mannschaftsinteressen

Ich kann verstehen, dass eine Gruppierung sich einem solchen Diktat des Veranstalters, Transparente und eventuell sogar Kleidung nicht benutzen zu dürfen, nicht beugt.

Gehen wir aber davon aus, dass der akustischer Support der Gruppe ein Spiel durchaus positiv beeinflussen kann. Die Ultras wissen das, verweigern aber ihrer Mannschaft diese Unterstützung, weil gleichzeitig ihre „Indianer-Ehre“ dadurch gekränkt wurde.

Es wäre ja auch eine Option gewesen, ausnahmsweise ohne das Transparent „Ultras-Rapid“ aufzutreten und eventuell mit Hilfe von Rapid bei der UEFA für dieses Aussperren Protest einzulegen, denn es ist nicht bekannt, dass die UEFA Ultras im Allgemeinen oder die Rapid-Ultras im Besonderen mit einem Bann belegt hätte.

Wenn aber dieser dann fehlende Support tatsächlich einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis gehabt hat (niemand weiß es, möglich ist es aber schon), dann hätte sich wieder einmal bewahrheitet, dass den Ultras das eigene Befinden wichtiger ist als jenes der Mannschaft, die sie (vorgeben zu) unterstützen. Die Mannschaft dient als ideologischer Kitt für die Gruppe aber wenn eine Situation, wie zum Beispiel die Nicht-Zulassung der Transparente die Gruppe durch Verweigerung die Gruppe mehr stärkt als die Mannschaft, wird die Mannschaft einfach sitzen gelassen. Es scheint mehr um den Zusammenhalt die Ultras-Gruppe und weniger um das Wohl der Mannschaft zu gehen.

Man kann nicht sagen, dass wir verloren haben, weil der Support gefehlt hat. Niemand kann das beweisen. Aber da alle diese Kleinigkeiten in einer ziemlich unbewussten Art zum Gesamtergebnis beitragen, kann auch das ein (negativer) Beitrag gewesen sein.

Die Nichtzulassung von ganz normalen Transparenten verstößt gegen die eigenen Regeln, die auf den Eintrittskarten von Valencia aufgedruckt sind. Dass Ultras rechtsextrem sind, ist pauschalierend und völlig unrichtig. Man sollte diese Haltung bei der UEFA anzeigen.

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Die Angst vor der Schrift

Es ist irgendwie paradox, dass man eine Gruppe als rechtsradikal bezeichnet aber dann trotzdem ins Stadion lassen würde, wenn sie nur das Trikot mit der Aufschrift „Ultras-Rapid“ ausziehen. Erstaunlicherweise fürchtet man also die Schrift mehr als die Träger. Und das wieder zeigt, dass es sich nur um einen vorgeschobenen Grund gehandelt hat, um den Gegner zu irritieren.

Ich finde, dass man seitens des Gastgebers bewusst auf diese harte Linie gesetzt hat, wissend, dass es „das Naturell des Indianers“ ist, in  solchen Dingen einfach stur zu sein und nicht nachzugeben. Man hat sich damit eines als stark bekannten und daher unbequemen gegnerischen Supports entledigt und wer weiß, ob das schließlich nicht sogar ein wesentlicher Grund der Niederlage (in dieser Höhe) war.

Man kann das Ergebnis also auch so lesen, dass es einen moralischen Sieg der Ultras gegeben hat, zum Preis einer heftigen Niederlage von Rapid.

Es hätte auch noch eine weitere Möglichkeit gegeben. Die Rapid-Delegation hätte die Nicht-Zulassung der mitgereisten Fans zum Anlass nehmen können, das Spiel zu verweigern. Was das aber für weiterreichende Folgen gehabt hätte… (außer einer 3:0-Strafverifizierung, mit der wir sogar besser ausgestiegen wären). Da es aber darüber hinaus eventuell auch weitergehende Sanktionen geben hätte können (wie zum Beispiel Ausschluss aus dem Bewerb), kann man das nur als theoretische Möglichkeit in Betracht ziehen. Interessierte am Regelwerk können hier weiterlesen (Rund um Punkt 24, 25). Behandlung von Zuschauern ist aber nicht wirklich Teil dieser Bestimmungen und kann wahrscheinlich auch nicht als akzeptierter Anlass zur Spielverweigerung angesehen werden.

Es ist keine Kleinigkeit, dass ein Team wie Rapid mit 2.600 Fans im Tross angereist kommt. Ich denke, dass dieser kollektiven Kraftanstrengung in dem Paket „Auswärtsspiel“ seitens der UEFA eine gewisse Beachtung geschenkt werden sollte, damit die Reisenden – wie in diesem Fall – nicht der taktischen Willkür des Gastgebers ausgeliefert sind. Wenn eine Fan-Gruppierung seitens des Gastgebers nicht toleriert wird, dann müsste das vor dem Spiel bekannt gegeben werden und nicht, wenn Anhänger vor dem Stadion stehen.

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Valencia-Rapid

0:6 (0:5)

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Lospech

Es begann mit dem Los „Valencia“. Es war ein unglückliches Los. Kaum hatten wir die Hürde des einen spanischen Klubs, Villarreal, überwunden, kam auch schon der zweite, der ebenso gut ein Finalgegner hätte sein können.

Das Leben und der Fußball sind kein Wunschkonzert. Alle wären uns willkommen gewesen, nur nicht Valencia. Und es wurde Valencia. Trotzdem wurde das Projekt Valencia mit großem Elan angegangen und die Zuversicht war groß.

Fußball ist ein Lernprozess

Die „Meldung“ eines Sitznachbarn, der Spruch des Tages: „Und ich hab schon drei Karten für das Rückspiel gekauft. Egal, das Kind muss da durch.“ Er hat zum Ausdruck gebracht, was mir bei allen diesen Situationen in den Sinn kommt: Fußball ist ein lebenslanger Lernprozess. Und man lernt gerade bei Niederlagen am meisten.

Viele andere haben diesen Lernprozess noch nicht ganz geschafft, weil sie schon beim 0:4 ihren Sitzplatz verlassen haben.

Mestalla ist kein guter Boden

Schon 1963 schied Rapid gegen Valencia im Messe-Cup im Mestalla aus. Viel knapper (1:3 und 3:0) und Rudi Flögel erzählte, dass man damals viel aus dieser Niederlage gelernt hätte. Das konnten wir heute doch deutlich verbessern: wir haben mehr gelernt als uns lieb war.

Dann folgte wieder im Mestalla die 0:9-Niederlage der Nationalmannschaft 1999, bei der Toni Pfeffer zur Pause beim Stand von 0:5 gemeint hat, man würde die Partie nicht mehr hoch gewinnen.

Und heute hat sich Rapid in der zweiten Hälfte ein bisschen besser gehalten als seinerzeit die Nationalmannschaft, wohl auch, weil Valencia einen Gang zurückgeschaltet hat.

Ich kann gar nicht sagen, dass Rapid irgendwie schlecht gespielt hätte aber die Spielzüge der Spanier waren uns einfach eine Nummer zu schnell vorgetragen und die Verteidigung war den schnellen Angriffen nicht gewachsen.

Schuld ist die Austria

Natürlich spielte Rapid und Rapid hat verloren. Aber mit Rapid haben auch die Gegner verloren, die Rapid zu Rapid machen. Zum Beispiel die Austria im Derby. Nach diesem 3:0-Derby-Sieg ging Rapid voll Selbstvertrauen in das Valencia-Spiel. Zu Unrecht, denn Valencia ist ein anderes Kaliber.

Gegen Villarreal hat Rapid die starke Anfangsphase des Gegners überstanden und hat auch die erste Hälfte bravourös zu Ende gespielt. Das ist gegen Valencia leider nicht gelungen. Der frühe Führungstreffer erleichterte den Spaniern das Spiel bedeutend.

Das Mestalla

Im Bild eine Nachtansicht des Mestalla. Links oben der helle Fleck ist auch noch eine Tribüne in luftiger Höhe.

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Vor dem Spiel, vor dem Stadion vlnr: ?, Andy, Florian, Pepi, Peter, Josef.

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Unsere Sitzplätze befanden sich rund um die 20. Reihe im unteren Rang der Haupttribüne. Diese Reihen waren unterhalb des darüber befindlichen oberen Rangs, sodass man nur eine eingeschränkte Sicht auf das Stadion hatte. Etwa sahen wir den Auswärtssektor von unseren Sitzen her nicht.

Und wir hörten ihn auch nicht. Und das war außergewöhnlich, denn bei den bisherigen Auswärtsfahrten glänzte der Rapid–Fanblock mit seiner großer Lautstärke. Der Grund war einerseits, dass es kein Dach gibt, sich also der Schall nicht gebündelt wird.

Aber wir erfuhren nach dem Spiel, dass etwa ein Viertel der Auswärtsfahrer gar nicht im Stadion war,  weil sie aus Protest, dass sie die Transparente nicht mitnehmen durften, vor den Toren geblieben sind.

Natürlich kann man auf den Eintrittskarten nicht die ganze Stadionordnung abdrucken aber es steht dort explizit zu lesen, dass man keine xenophoben Transparente mitnehmen darf. Was das aber mit einem „Ultras“-Transparent zu tun hat, ist einem Laien unklar.

Die Reaktion, draußen zu bleiben, hat etwas mit dem unbeugsamen Indianer, dem Logo der Ultras zu tun, erinnert aber auch ein bisschen an ein trotziges Kind, das den im Leben oft sehr nützlichen Pragmatismus noch nicht mitbekommen hat.

Die Stimmung in spanischen Stadien

Zwischen der allgemeinen Fuballbegeisterung in den Medien und der Stimmung im Stadion besteht ein gewisser Widerspruch. Was wir zum Beispiel vor einem Bundesligaspiel zu Spielbeginn durch die sehr kameradschaftliche Ansprache von Andy Marek erleben, ist in Spanien völlig unbekannt. Es wir lediglich die Mannschaftsaufstellung bekannt gegeben und sonst nichts.

Der Tormann der Heimmanschaft kommt aufs Spielfeld; keine Reaktion des Publikums.

Das Spiel geht zu Ende, nach einem doch deutlichen Sieg nach einer langen erfolglosen Zeit. Aber die Heimmannschaft geht keinen Schritt zum Fanblock, sondern geht einfach in die Kabine.

Während des Spiels gibt es vom heimischen Fanblock doch einigen Support, jedenfalls viel mehr als damals in Villarreal.

Es gab auch keine Stadionzeitung.

Das liebe Geld

Dass Rapid einmal in die Situation käme, ein Team halten zu können, das 282 Millionen Euro wert ist, also den 10-fachen Wert des heutigen Rapid-Kaders hat, wird nie passieren.  Vielmehr werden wir immer wieder bei den internationalen Gehversuchen in eine Begegnung geraten, für die unser Kader einfach nicht vorbereitet ist. Manchmal können wir in einer solchen Begegnung gut abschneiden, wie zum Beispiel gegen Villarreal, in der Regel aber nicht.

Links

Weitere Links werden am Wochenende hier ergänzt.

 

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Valencia 2. Tag

Ein geschichtsträchtiger Tag!

Wenn Rapid hier gut abschneidet, dann ist das natürlich geschichtsträchtig aber dieser zweite Tag war – auch ganz abgesehen von einer solchen Sensation – durch einen Ausflug nach Sagunto geprägt, einer 60.000-Einwohner-Stadt ca. 30 km nördlich von Valencia. Und diese Stadt war schon in vorrömischer Zeit ein strategisch wichtiger Ort, denn ein gut zu verteidigender Burghügel mit einer fast einen Kilometer langen Burganlage liegt inmitten der Altstadt. In der Altstadt wohnen etwa 20.000 Einwohner, 40.000 leben aber in der Gegend um den Hafen.

Schon bei der Fahrt nach Sagunto lernten wir Details des spanischen Lebensstils kennen. Entlang der Küste gibt es immer wieder große Wohnsiedlungen, die den Valencianern als Feriendomizil dienen. Der Grund ist, dass hier in Spanien die Kinder drei Monate Schulferien haben und es daher für die Eltern ein wichtiges Problem gibt: „wie beschäftigt man die Kinder?“ Die es sich leisten können, kaufen eine solche Wohnung und quartieren dort zum Beispiel die Großeltern ein, die dann einen Teil der Kinderbetreuung übernehmen.

Überall begegnet man den Folgen der Immobilienblase aus 2008. Das Wort, das damals geprägt wurde, heißt „disponible“, das man auch heute an so manchem Gebäude entdecken kann. Dieses Gebäude steht also „zur Verfügung“.

Auch in Sagunto (und wahrscheinlich auch in vielen anderen Küstenorten) hat die Krise voll zugeschlagen. Riesige Areale wurden vor 2008 von der Gemeinde aufgeschlossen und man erwartete Bautätigkeit; es kam aber die Bauflaute und daher stehen die Flächen auch heute noch unbenutzt und werden durch ein gespenstisches und ebenso unbenutztes Straßennetz durchzogen. (Im Bild im Hintergrund)

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Auch das Stadion Mestalla, besser der geplante Nachfolger am Rande der Stadt ist ein Opfer der Immobilienblase geworden. Das neue Stadion ist im Rohbau seit 8 Jahren fertig aber die damals dem Projekt zugrunde liegende Spekulation, dass man den Neubau aus den Erlösen für das wertvolle Grundstück des innerstädtischen alten Mestalla finanzieren würde können, ist nicht aufgegangen. Niemand scheint zu wissen, wie es in dieser Sache weiter gehen wird. Es wird von einem weiteren, kleineren Neubau für die beiden Vereine Valencia und Levante gedacht. Bis es aber soweit ist, wird es an Spieltagen weiterhin zu einem Verkehrsinfarkt kommen, denn weite Teile der Innenstadt werden dann für den Verkehr gesperrt.

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Im Bild sieht man die Bauruine des Mestalla-Neu , dessen in den Himmel ragenden Tribünen an das alte Stadion erinnern.

Das ist heute. Aber wie war das vor 2500 Jahren? Damals kannte Valencia noch niemand, denn es war damals wichtig, Gebiete zu besiedeln, die gut zu verteidigen sind und das war eben Sagunto. Bereits die Iberer, dann die Kelten benutzten den imposanten Hügel als Wehranlage. Erste tragische Berühmtheit erlangte die Stadt durch eine 8-monatige Belagerung durch die Truppen von Hannibal im Zweiten Punischen Krieg. Die Stadt galt als Grenze der Einflusssphären zwischen Rom und den Phöniziern. Und diese Grenze hat dann Hannibal überschritten. Es ging unterm Strich nicht gut aus für ihn uns seine Elefanten aber die Sagen erzählen, dass die Bewohner nach dieser Belagerung einen kollektiven Selbstmord begangen haben, statt sich zu ergeben. Dass sie es überhaupt so lange ausgehalten haben, verdankten sie der Anlage riesiger Zisternen in der Anlage. Wie es wirklich war, dürfte nicht bekannt sein aber nach der Sieg der Römer in diesem Krieg wurde die Stadt wegen der Tapferkeit ihrer Bürger zu einer vollwertigen römischen Provinzstadt mit einem Forum und einem imposanten Theater ausgestattet.

Die Bedeutung der Stadt war bis in die jüngere Geschichte so groß, dass man sie um 1900 als erstes hervorragendes historisches Ensemble benannt hat, lange von der Alhambra und anderen heutigen Sehenswürdigkeiten.

Wenn man zum Burghügel  hinaufgeht, gelangt man zuerst zum Römischen Theater, das durch 4.000 Personen Platz geboten hat. Die damaligen Gepflogenheiten waren nicht ganz so unterschiedlich wie die heutigen im Stadion. Auf den besten Plätzen saß der Senat und Ehrenbürger, danach das gehobene Bürgertum, danach die Beamten und Soldaten, danach die gewöhnlichen Bürger. Als Unterscheidungsmerkmal galt das tragen einer Toga. Ganz zuletzt durften Sklaven zuschauen. Im Bild sieht man das imposante Theater etwa aus der Sicht der einfachen Bürger.

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Dass damals nur Männer Theater spielen durften ist nur eines der Dinge, die uns heute in einem anderen Zusammenhang noch aufregen aber sie haben auch in unseren Wurzeln Tradition.

Die Burganlage selbst hat eine 2500 Jahre alte Geschichte. Die letzte aktive Nutzung erfolge im Spanischen Bürgerkrieg in den 30er Jahren. Die größte Zerstörung erfolgte in den napoleonischen Kriegen. Heute hat man vom Hügel eine hervorragende Aussicht auf das fruchtbare Umland.

Hier in der Gegend um Valencia ist das Zentralland des Orangenanbaus in Spanien und jetzt im Februar ist die Ernte schon vorbei und die Bäume beginnen wieder neue Blüten zu tragen.

Blieben noch Details zum Nebeneinander der drei Religionen der Juden, Christen und Moslems, die man in der Stadtanlage von Sagunto noch findet. Gleich hinter der kleinen Bar gegenüber dem Stadtmuseum beginnt das Judenviertel, gegenüber ist das maurische Viertel. Nicht heute, sondern damals vor mehr als 1000 Jahren. Als Schlüsselereignis dieses Kräftemessens zwischen Islam und Christentum gilt die Schlacht bei Tours und Poitiers im Oktober 732. Seit diesem Zeitpunkt war der islamische Einfluss auf die iberische Halbinsel beschränkt. Aber diese Jahrhunderte bis etwa 1500 werden als durchaus partnerschaftlich zwischen diese Bevölkerungsgruppen beschrieben.

Erst die Zeit nach 1500 bedeutete für Nicht-Christen entweder die Bekehrung oder die Ausweisung. So wurden praktisch alle Mauren nach Afrika zurückgeschickt, mit schwerwiegenden Nachteilen für den lokalen Handel, der überwiegend von diesem Bevölkerungsanteil abgedeckt wurde. Schon damals (und nicht erst beim Schicklgruber) traute man konvertierten Juden nicht über den Weg, und verfolgte auch jene, die nicht den Christen bis zur Großmutter nachweisen konnten. Schutz fanden sie anfangs in dem durch Mauern eingeschlossenen Judenviertel.

Ein interessantes Detail aus dem Stadtmuseum sind die dort ausgestellten Amphoren. Die Frage ist, wozu der Spitz an ihrem Boden gedient hat. Diesen brauchte man beim Transport auf Schiffen. Das Schiff wurde mit Sand befüllt und die Amphoren steckte man in den Sand. Durch den Spitz konnten sie bei Seegang nicht umkippen.

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Valencia 1. Tag

Es war ein neues Anfahrtserlebnis: in nur 17 Minuten ohne Halt vom Hauptbahnhof zum Flughafen, und das zwei Mal pro Stunde.

Im Flieger erwartete uns ein grünes Turnsackerl mit der Aufschrift „Ich bin ein Rapidler“. Sehr praktisch für Kleinigkeiten. Das Menü im Flugzeug: Cäsar-Salat mit Gebäck und Buttter, Fleischlaberln mit Erdäpfelpüree und eine Erdbeercreme. Dazu Bier und Saft. Die Gruppe rund um uns ist die Sache gleich direkter angegangen und ihr bevorzugtes Getränk war Wodka mit Sprite. Entsprechend ausgelassen war auch die Stimmung.

Während des Flugs wurden auch schon die Tickets zum Spiel und die Boarding-Pässe für die Rückfahrt verteilt.

Die logistische Herausforderung für das Rapid-Klubservice (man hatte insgesamt 9 Flugzeuge zu betreuen) ist beachtlich und man kann es den Organisatoren eigentlich nicht ausreichend zu verstehen geben, wie reibungslos sie das alles absolvieren. Danke Andy und Lukas!

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Kleine Rätselfrage: wer kennt diesen Jung-Rapidler?

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Die Mannschaft wohnt im Hotel Barcello bei der Oper (dort waren wir bei der Villarreal-Reise untergebracht) und wir wohnen im 5-Sterne-Tempel Valencia-Palace.

Lang konnte man sich nicht ausruhen, denn es stand eine Segway-Rundfahrt am Programm. Bus-Linie 2 zum Hafen. Schwarzfahren gibt es nicht, alle müssen beim Fahrer einsteigen und brav zahlen. Eine Fahrt kostet 1.50 Euro. Diesel kostet zwischen 80 und 90 Cent, ist also etwas billiger als bei uns.

Es hat etwa 12 Grad, wie vorausgesagt aber der Wind lässt es kälter erscheinen. Es sei der kälteste Tag des Winters, erzählt man hier.

An dieser Stelle bedanken wir uns auch beim zweiten Organisationshelden dieser Fahrt: Andy „der Gärtner“ hat aus Wien eine geführte Segway-Tour durch den Hafen von Valencia organisiert und pünktlich um 16:00 startet die Fahrt. Im Bild Andy bei der Abfahrt:

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Man sieht aber nicht nur den Hafen, sondern fährt auch auf großen Teilen der seit 2012 stillgelegten Formel-1-Strecke, auch über die Start-Ziel-Gerade und die Boxengasse.

Es ist nicht einfach nur ein Verleih wie im Wiener Prater, denn unsere Gruppe wird von insgesamt drei Ortskundigen eskortiert.

Das Anstrengende an der Segway-Fahrt – so berichten die Mitfahrenden – ist das Stehen und das etwas zu kalte Wetter. Aber ansonsten war die Fahrt ein Erlebnis der Extraklasse.

Die nicht Mitfahrenden vergnügten sich in der Zwischenzeit bei einem Bier in einem Strandrestaurant.

Zurück gings mit dem Bus-Linie-2 zum Hotel und von dort gleich weiter zum Abschlusstraining.

Es ist ein imposanter Bau inmitten einer Wohngegend. Wegen dieser Enge sind die Tribünen extrem steil, um den etwa 50.000 Zuschauern Platz zu bieten. Man erwartet für morgen etwa 30.000. Auf dem folgenden Bild kann man die Steilheit der Tribünen erahnen:

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Geschätzt 1500 Rapidler nahmen am Abschlusstraining teil und motivierten das Team mit Sprechchören. Mit Ausnahme von Michael Schimpelsberger nahmen alle Spieler am Training teil, auch Louis Schaub und Christopher Dibon. Jan Novota absolvierte ein leichtes Training mit dem Physiotherapeuten. Im Bild das Team beim Aufwärmen:

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Interessant war ein Schusstraining ins lange Eck des Tormanns, zuerst von links, dann von rechts, ohne Gegner. Ball wird vom Trainer aufgelegt, Spieler versucht die Ecke zu treffen. Von den zehn Schüssen von der linken Seite gehen 2 auf die Stange, 4 gehen daneben, 4 sind Treffer. Je nach Laune (oder Grundeinstellung), kann man dem Spieler Unvermögen oder Können, Pech oder Glück unterstellen. Wahrscheinlich haben Ronaldo und Messi bessere Trefferquoten. Ich sage, es ist nicht leicht, sonst würde es ja im Training immer gelingen, denn es ist ja kein störender Gegner da.

Begleitet vom Applaus der Zuschauer verlassen die Spieler nach einer Stunde den erstklassigen Rasen, der uns wie ein Teppich erscheint.

Dann gehts zum gemeinsamen Abendessen in ein Restaurant am Strand. Wir kennen es schon von der Fahrt im November. Getränke, vor allem Bier, sind frei. Salatplatte, Käse-Schinken-Platte, Tintenfisch, Sardinen und kleine Garnelen?. Als Hauptspeise kommt Paella und als Nachtisch Früchte und Kaffee.

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Freikarten für Fanklub-Mitglieder

freikartenaktion

Für das

Sonntagsspiel am 28.2. um 14:00
gegen Grödig

bietet der SK Rapid seinen Fanklubs Freikarten an.

Als Mitglied bei EwkiL:Rapid (Fanklubkarten sind morgen bei Euch in der Post), schreib bitte an ewkil{at}iam.at und gib an: Vorname, Name und die Anzahl der Karten, die Du benötigst. Zur Wahl stehen: B/2. Rang, E/1. Rang, E/2. Rang, CD/2. Rang, A/1. Rang, A/2.Rang.

Als Nicht-Mitglied gib zusätzlich zum Namen auch Straße, PLZ, Ort, Tel., GebDat., E-Mail an. Du wirst dann gleichzeitig als EwkiL-Mitglied aufgenommen und erhältst auch zusätzlich eine Fanklubkarte sowie das Rapid-Magazin – sofern das nicht ohnehin der Fall ist. Die Mitgliedschaft ist kostenlos.

Termin

Bitte alle Bestellungen bis Donnerstag, 18.2. an ewkil{at}iam.at absenden.

 

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Austria-Rapid

0:3 (0:2)

So klar wie schließlich das Ergebnis, war unsere Zuversicht vor dem Spiel nicht. Wir saßen etwa auf der Höhe des 16ers auf der Sindelar-Tribüne. Alles roch ein bisschen violett. Mit einem Glühwein verkürzten wir uns die Wartezeit zum Spielbeginn. Die Auslosung des Cup-Halbfinales war für das Publikum nicht gut vorbereitet. Man hat nicht mitbekommen, wer eigentlich diese Auslosung vorgenommen hat. Und mit dem Los begann für die Veilchen der Tag nicht gut und er sollte noch schlechter für sie enden. Andy Müller hat seine Verpflichtung beim Fernsehinterview erledigt:

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Für die durchwegs violetten Zuschauer rund um uns war es natürlich reines Glück und Bevorzugung durch den Schiedsrichter; uns wieder schienen die vielen Umfaller von Kayode mehr Täuschungsmanöver zu sein, was auch der Schiedsrichter mehrheitlich so gesehen hat.

Dass Thomas Murg nach diesem herrlichen Lochpass von Steffen Hofmann nach der Zeitlupe um eine Fußbreit im Abseits gestanden ist, das kann durchaus im Rahmen der dem Linienrichter zugestandenen Toleranz „im Zweifel für den Angreifer“ gewertet werden.

Der Elfer wurde auch vom Tormann der Austria, Osman Hadžikić im Interview nicht in Zweifel gestellt.

Da die Austria nach der Pause nicht den Anschlusstreffer geschafft hat, flachte das Spiel etwas ab und aus einer der zahlreichen Konterchancen für Rapid entstand das 3:0 durch den frei heranbrausenden Matej Jelić nach Vorlage von Philipp Schobesberger.

In der Verteidigunsschlacht der zweiten Hälfte konnte sich auch Mario Sonnleitner auszeichnen, als er den Ball in einer kritischen Eckball-Szene auf der Linie wegköpfeln konnte.

Zu einer kuriosen Freistoßgelegenheit für die Austria kam es. als Schiedsrichter Harkam auf Freistoß innerhalb des Strafraums gegen Rapid entschieden hat, offenbar, weil Richard Strebinger den Ball zu lang gehalten hat.

Warum ist also das Derby so klar für Rapid ausgegangen? Was genau war besser? Rapid war zu einer Wiedergutmachung nach dem blamablen Cup-Out aufgerufen. Noch am Samstag trainierte man unter Ausschluss der Öffentlichkeit und bereitete sich offenbar akribisch auf diese Aufgabe vor.

Während das Spiel der Austria auf die schnellen Spitzen Kayode und Venuto ausgerichtet war, erschien Rapid als geschlossenes Kollektiv, bei dem das sichere Kombinationsspiel zu einem Torerfolg führt, durch wen auch immer.

Dass gerade Thomas Murg in seinem ersten vollen Einsatz auch das erste Tor gegen seinen Ex-Verein schießt, ist natürlich emotional kaum zu toppen. Thomas fühle sich während seiner Zeit bei der Austria (2012-2014) bei den Einsätzen benachteiligt. Wir sollten aber bedenken, dass alle diese jungen Spieler eine enorme Entwicklung durchmachen und er bei der Austria diese heutige Reife noch nicht hatte.  Jedenfalls ist sein Transfer ein großes Plus in den Aktivitäten unseres Sportdirektors.

Seit dem medialen Ausraster von Franz Wohlfahrt auf eine eher harmlose Frage von Rainer Pariasek halte ich die Ohren offen, wenn die Sportdirektoren etwas von sich geben. Ich schätze die rationale und auch sparsame Art unseres Andy Muller sehr. Das wird sich längerfristig im Vergleich zu unseren violetten Freunden sicher zu unseren Gunsten auswirken, wenn nicht schon das aktuelle Derby eine dieser Auswirkungen ist.

aktuell

Diese Tabelle zeigt eine Einsatzstatistik der laufenden Saison. Der Führende in der Torschützenliste ist Florian Kainz mit 5 Treffern und danach folgen Steffen Hofmann, Philipp Schobesberger, Stefan Schwab und Stefan Stangl mit je 4 Treffern sowie Deni Alar, Robert Beric und Philipp Prosenik mit je drei Treffern. Die beste Torquote hat übrigens Thomas Murg mit 1.03 Toren pro Spiel aber das wäre eine typische Fehlinterpretation solcher Tabellen, die dadurch zustande kommt, dass die Beobachtungszeit einfach zu kurz ist. (Thomas war nicht ganze 90 Minuten im Spiel und hat ein Tor geschossen.)

Choreografie

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Die grün-weißen Krieger zeigten sich wieder von ihrer flammenden Seite. Offenbar alles angemeldet, denn der Stadionsprecher hat sich nicht besonders beschwert.

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Dass hier am Fußballplatz ein rauer Ton herrscht, das bekommt man zu Hause am Fernseher nicht so mit. Die beiden Fangruppen schenken sich nichts. Warum man aber bei den Austria-Fans noch immer nicht auf NS-Bezüge verzichten kann, ist mir ein Rätsel. Das Wienerische ist ja nicht gerade arm an geeigneten Wortschöpfungen, die man in diesem Zusammenhang verwenden könnte.

Es ist jetzt schon viele Jahre her, dass ich das in einem Mail-Verkehr dem damaligen Fanbeauftragten mitgeteilt habe und diesem die Problematik bewusst war und er versprochen hat, sich diesem Thema anzunehmen. In diesen Jahren hat man sich bei der Austria vom damaligen Fanbetreuer und auch von gewissen Fangruppen getrennt, allein der Geist bleibt. Dass es das Publikum nicht stört, wenn da gerufen wird „Rapid verrecke“, na gut, der Schulunterricht ist schon lange her; dass aber die Vereinsführung sich damit abfindet ohne sich einzumischen, das verstehe ich nicht.

Ich glaube mich nicht verhört zu haben, dass der Rapid-Fanblock mit dem Ruf „Rapid“ begonnen hat und der Austria-Fanblock mit „verrecke“ geantwortet hat. Eine seltene Einigkeit. Beim Lernpotential ist bei beiden Gruppierungen „Luft nach oben“. Es muss ja nicht immer so bleiben, dass am Fußballplatz nach unten nivelliert wird. Eine wichtige Aufgabe für die Fanverantwortlichen der Vereine.

Die Dame neben mir meinte, die Rapidler sollen doch in Hütteldorf bleiben, man könne mit so einem Gesindel ja nicht spielen. Das Problem der Dame und auch der Sprechchöre: dann gibt es kein Spiel. Die Vernichtung des jeweiligen Gegners ist gut, wenn man das aktuelle Spiel meint, aber schlecht, wenn man es allgemein meint, denn dann fehlte ja das Wichtigste am Fußballspiel: der Gegner.

Mein Rat an die Sprechchöre: man sollte sich bei diesen Slogans auf die eigenen Stärken beschränken und den Gegner mit seinem Unglück allein lassen, der hat bis zur Revanche ohnehin genug zu tun.

Erinnerungen

Heute war das letzte Spiel auf diesem Platz wie wir ihn heute kennen. Für mehr als zwei Jahre werden wir unsere Auswärtsspiele gegen die Austria im Happel-Stadion bestreiten. Daher zeige ich Euch noch ein Erinnerungsfoto aus der der Frühzeit dieses Platzes aus dem Jahr 1962. Damals hieß der Platz noch „Tschechisches-Herz-Platz“ (Hřiště České Srdce).

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Die Veranstaltung war das letzte große internationale Schauturnen der Wiener Tschechen auf eigenem Platz. Danach wurde der Platz verkauft und die Tschechen mieteten sich je nach Bedarf in anderen Stadien ein, zum Beispiel 1982 im Hanappi-Stadion. Ich selbst war damals als 14jähriger auch auf der Tribüne. Mein Vater war der Fotograf.

Diese persönliche Nähe zu dem Areal war auch der Grund, warum ich mit dem dem 12jährigen Florian die ersten Besuche auf diesem Platz absolvierte. Aber Kinder lernen bekanntlich schnell und es kam bald der Tag, dass Florian sein Interesse den Hütteldorfern zuwandte. Zwar erzählt Erwin Gruber, der Stadionsprecher immer etwas vom „gepflegten Fußball“, der in Favoriten gespielt würde, aber nach dem heutigen Spiel sollte er das eher aus der Ansage heraus nehmen. Wer Gemeinschaft sucht, ist in Hütteldorf sicher besser aufgehoben.

Exakt so wie im Bild oben präsentierte sich das Horr-Stadion auch bei seiner Eröffnung am 16. August 1973, als die Austria, der neue Mieter des Areals, gegen die Vienna vor 11.000 Zuschauern 4:1 gewann. Bericht und Bild.

Links

Meldungen vom Montag

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Fanreise Valencia

Für alle, die mit der Mannschaft fliegen, hier ein paar Links zu unseren Zielen in Valencia.

Flug Valencia

  • Wien – Valencia 09:30 – 12:10 mit Fly Niki, HG 9860
  • Valencia – Wien 11:00 – 13:40 mit Fly Niki, HG 9861

Zugfahrplan (vom Hauptbahnhof)

2016-02-17 Flughafenverbindung

Zugfahrplan (von Floridsdorf)

2016-02-18 Fahrplan1t

Hotel Valencia Palace

  • Passeig de l’Albereda, 32, 46023 València, Valencia, Spanien
  • Homepage

Mestalla-Stadion

Lageplan

2016-02-18 Valencia-Rapid Landkarte

Die Entfernung vom Hotel zum Mestalla-Stadion beträgt etwa 800 Meter.

2016-02-18 Valencia-Rapid Landkarte1

Wetterbericht

  • Tag 15 Grad, Sonnig, kein Wind, kein Niederschlag.
  • Nacht bis 5 Grad

2016-02-18 Wetterbericht

 

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Rapid-Admira

0:1 (0:0)

Nach so einem verunglückten Spiel, das typisch nach dem Motto abgelaufen ist, dass man die Tore, die man nicht schießt, dann als Gegentore kassiert, fragt man nach dem „warum“.

Also dass der Elfer von Stefan Schwab ziemlich halbherzig geschossen war, lässt uns auch nichts Gutes für ein dann doch nicht stattgefundenes Elfmeterschießen ahnen. Dass der Freistoß von Steffen Hofmann unbedingt an die Latte gehen muss, muss man aber auch abhaken können.

Aber ich denke, bei Rapid glaubt einfach niemand mehr an den Cup.  Es kamen exakt genau so viele Zuschauer wie beim Heimspiel der Austria, nämlich 5.500. Und was sagt uns das? Nachdem der Zuschauerschnitt bei den Veilchen bei Meisterschaftsspielen deutlich geringer ist als bei Rapid, müsste das auch bei Cup-Spielen so sein. Da das aber nicht der Fall ist, bedeutet den Rapid-Fans der Cup offensichtlich nichts.

Die Pfiffe bei Spielende waren zwar gegen die Mannschaft gerichtet, man kann sie aber auch so interpretieren, dass es Pfiffe für diejenigen Fans waren, die einfach zu Hause geblieben sind.

Links

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Rapid-WAC

3:0 (0:0)

Nach der ersten Halbzeit hatte man den Eindruck, als hätten sich die Buchmacher ziemlich getäuscht mit ihrer Einschätzung, denn die Quoten standen 1,35 : 4,5 : 7. Und der Spielverlauf zeigte dominante Wolfsberger und eher zaghafte Rapidler, die nicht in ihr Kombinationsspiel finden konnten.

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Man sah starke Wolfsberger und nur wenige Aktionen von Rapid. Aber ein überragender Richard Strebinger in der ersten Halbzeit verhinderte ein Gegentor. In einer Szene wehrte er drei aufeinanderfolgende Schüsse aus nächster Distanz ab.

Sieben Minuten in der zweiten Halbzeit genügten, um den Endstand von 3:0 zu fixieren.

Aber es hätte auch ganz anders kommen können, denn ohne die Heldentaten von Richard Strebinger in der ersten Hälfte wäre dann die zweite ganz anders verlaufen und man hätte einem Rückstand nachlaufen müssen. Aber so war es nicht und unser Zweier-Tormann hat in diesem Spiel keinerlei Unsicherheiten gezeigt, sodass wir mit einiger Zuversicht in die nächsten Spiele gehen können.

Der Besuch war mit 13.700 Zuschauern eher unterdurchschnittlich. Unser Gast war Julian, hier im Bild mit Florian.

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Griechen zu Gast in Wien

Der BlockWest hatte Gäste aus Griechenland und feierte diesen Umstand eindrucksvoll.

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Endlich hat man sich seitens Rapid entschlossen, den kleinen Haufen der mitgereisten Fans nicht im dritten Rang sondern an einer exponierten Stelle im zweiten Rang des Sektors B unterzubringen.

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Das erlösende 1:0

…fiel nach einem perfekten Konter durch Philipp Schobesberger, wobei die Abwehr der Kärntner wahrscheinlich zu hoch gestanden ist. Bemerkenswert ist, dass sowohl dieses erste und auch dann das zweite Tor nach einer Vorlage von Stefan Nutz gefallen ist.

Sensationelles 3:0

Die Sensation war aber der Fallrückzieher zum 3:0 durch Matej Jelic, nach einem Pass von Philipp Schobesberger. Welche Emotionen ein solcher Erfolg auslösen kann, zeigt, als der Schütze schnurstraks zur Trainerbank gelaufen ist.

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Wir alle haben es ja erhofft, dass der Rapid-Sturm besser ins Spiel kommt. Und dann so ein Treffer!

Dabei hat man bis zur 56. Minute nicht ahnen können, dass das Spiel so klar ausgehen würde.

Es folgten noch drei Wechsel, wobei nach Andreas Kuen nach zwei Jahren bei Rapid überhaupt das erste Mal an einem Bewerbspiel teilnahm.

Das sagt die Bundesliga

  • Philipp Schobesberger erzielte sein 12. Tor in der tipico Bundesliga. Alle 12 Treffer erzielte er von innerhalb des Strafraums und aus dem Spiel heraus.
  • Stefan Nutz lieferte erstmals seit dem 22. November 2014 in einem Spiel der tipico Bundesliga 2 Assists ab. Damals lieferte Nutz sogar 3 Assists ab, der Gegner hieß SK Rapid Wien (SVG-SCR; 3:1).
  • Matej Jelic erzielte seinen 3. Treffer in der tipico Bundesliga – erstmals traf er nicht als Wechselspieler.
  • Schobesberger lieferte seinen 8. Assist in der tipico Bundesliga ab. Alle 8 Assists lieferte er in der 2. Hälfte und aus dem Spiel heraus ab.
  • Peter Tschernegg gab in diesem Spiel 5 Schüsse ab. Das gelang ihm zuvor in seinen 50 Spielen in der tipico Bundesliga nie.

Erstaunlich ist auch die Mittelfeldarbeit von Thanos Petsos. Er kam auf 102 Ballkontakte, sein Gegenüber Joachim Standfest nur auf 60. Die beste Zweikampfquote bei Rapid hatte Stefan Schwab mit 71%. Alle anderen Angaben sind bei beiden Teams ziemlich ausgeglichen.

Links

 

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Rapid-Investor

1500 Rapidler investieren 3.000.000 Euro

1494 Investoren brachten insgesamt 3.000.000,- Euro auf, eine durchschnittliche Investitionssumme von 2.000,- Euro pro Investor.

Etwa 200 dieser Investoren trafen sich um 16:00 im Presseraum des Ernst-Happel-Stadions.

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Andy Marek begrüßte die Gäste und erklärte in einem Interview mit Mag. Raphael Landthaler (Direktor Finanzen und Organisationsentwicklung) die Motive für dieses Investment.

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Die Staffelung in drei Laufzeiten hat mit der Rückzahlung zu tun, die man dadurch besser bewältigen wird können. Interessant ist auch, dass zuerst die kürzeste, 5-jährige Variante vergeben war, dann die 9-jährige und erst zum Schluss die 7-jährige Variante.

Nach diesen Erklärungen übernahm Ján Novota die Übergabe der Investitionsbestätigung. Ján war überigens ganz sicher, dass wir die drei Punkte an diesem Tag holen würden, und er sollte recht behalten. Im Bild übergibt Ján das Dokument an Florian.

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Im Bild meine Bestätigung mit einem leicht übertriebenen Investitionsbetrag.

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Jeder Investor bekam auch ein T-Shirt mit dem Investor-Logo.

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Links

Verteilung der Investoren (Nachtrag am 9.2.)

So ganz genau weiß man das ja nicht aber die folgende Tabelle ist eine Schätzung der Investoren pro Investitionsstufe:

Schätzung der Investorenzahlen Gesamt
Betrag 100 500 1000 5000 10000 50000 3038675
Investoren 690 358 276 143 110 14 1591

Ausgangspunkt ist die Menge der Anwesenden beim Event, ca. 200-250. Ich glaube, dass es jene waren, die 5.000 oder 10.000 investiert haben.

Die Annahme für die obige Tabelle ist, dass die Anzahl der Investoren mit sinkender Investitionssumme entsprechend (exponentiell) ansteigt und zwar um den Faktor 1.3 für eine Halbierung der Investitionssumme.

Dieser Faktor k=1.3 ergibt dann in Summe etwa die 3 Millionen Gesamtinvestitionssumme und etwa 1500 Investoren.

Damit aber das Gesamtbild auch passt, muss man auch noch annehmen, dass es 14 Investoren gibt, die 50.000 Euro investieren.

Wer sich mit diesen Zahlen weiter beschäftigen will, kann die das zugehörige Excel-Sheet downloaden: 2016-02-06 Investor.

 

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Forza Rapid Release Party

So etwa präsentierte sich heute, Freitag, die neue Heimat von Rapid:

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Am Abend stellten Kersten Bogner, „Manager“, Gregor Labes, „Sportdirektor“ und Jürgen Zacharias, „Trainer“ von Forza Rapid, die druckfrische Ausgabe der Zeitschrift vor. Gleich vier Mal pro Jahr wird zukünftig die 100-seitige Ausgabe erscheinen. Hier das Cover der neue Ausgabe 7:

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Es gibt ab sofort auch eine neue Homepage: http://www.forzarapid.at/

Jan Novota

Jürgen Zacharias, der Chefredakteur von Forza Rapid interviewte Jan Novota. Jan brachte zum Ausdruck, wie sehr ihm seine Zugehörigkeit zu Rapid am Herzen liegt. Seine Verletzung wird ihn wohl noch bis zum April am Einsatz hindern.

Im Bild: Ján Novota im Interview mit Jürgen Zacharias

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Rudi Flögel

Die Geschichten, die Rudi Flögel immer wieder gerne erzählt, tun dem Publikum sichtlich gut. Zum Beispiel der Sager, dass zu seiner Zeit es keine Frage war, ob man gegen einen Gegner gewinnt sondern nur wie hoch man gewinnt.

Oder dass nach einer der seltenen Niederlagen gegen den Stadtrivalen eine ziemlich depressive Arbeitswoche zur Folge hatte.

Eigentlich spielte Rudi als Jugendlicher bei der Mannschaft Weißgerber und wollte eigentlich bei der Austria einsteigen. Doch dort wies man ihn wegen seiner schmächtigen Figur zurück mit dem Hinweis, er möge noch zwei Jahre warten.

Doch warten wollte er nicht und durch einen zufälligen Umstand fand er Gnade beim Jugendtrainer von Rapid. Und diese damalige Entscheidung hat er nie bereut und er genießt es sichtlich, dass er auch in der heutigen, so völlig anderen Fußballzeit mit großem Applaus bejubelt wird.

Wie man damals gespielt habe, will Gregor von ihm wissen. Rudi schmeckt das heutige 4-4-2 so gar nicht. Zu seiner Zeit wurde mit 5 Stürmern, zwei Mittelfeldspielern und drei Verteidigern extrem offensiv gespielt, was dem Publikum sichtlich gefällt.

Im Bild: Rudi Flögel im Interview

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Besonders betont Rudi, dass man oft bis in die Dunkelheit Spieldetails, wie zum Beispiel das Passspiel geübt hat. Dutzende Male immer denselben Pass, bis man sich dem angenähert hat, was man eigentlich erreichen wollte. Man machte das, weil es Spaß gemacht hat und nicht, weil um 10:00 Trainingsbeginn war. Rudi erscheint das heutige Training ziemlich „verschult“ und mit weniger Begeisterung begleitet.

Er erinnerte sich auch an die damalige Begegnung gegen Valencia, bei der man knapp ausgeschieden ist. Für ihn war aber dieses Spiel ein große Quelle für neue Ideen, die man sich bei den Spaniern abgeschaut hat.

Eine weitere Besonderheit war die Begegnung mit dem Trainer Gerd Springer, der durch seine vorherige Karriere als Eishockeyspieler ziemlich eigenwillige Trainingsmethoden einsetze.

Aber eine Top-Geschichte war wohl die, als er bereits im fortgeschrittenen Spieleralter im Nationalteam aufgeboten wurde. Er verbrachte als Arbeitsloser viele Tage Billard spielend im früheren Cafe Nizza Ecke Taborstraße-Heinestraße, als er bei einem dieser Tage aus dem Extrazimmer gerufen wurde. Eine Runde eher zwielichtiger Damen und Herrn begrüßte ihn und sagte, dass man sich über seine Besuche freue. Gleichzeitig fragte man, ob er nicht Regiekarten für das kommende Länderspiel besorgen könne.

Rudi konnte und besorgte die Karten.

Am Tag des Spiels saßen auf der Spieler-Bank auf der Laufbahn der Pfarrwiese Karl Decker und dessen Frau und daneben Rudi Flögel (als Ersatz).

Das Spiel wollte nicht so recht zugunsten der Österreicher verlaufen, als man von hinten eine laute Männerstimme hörte: „Decker, stö den Rudi auf!“ Und tatsächlich saßen die Damen und Herrn aus dem Cafe auf der Tribüne hinter der Spielerbank.

Frau Decker war wohl diese ziemlich direkte Anrede nicht gewöhnt, drehte sich um und ermahnte die Zurufer, worauf sich diese mit „Kusch du Hua“ revanchierten. Schließlich hatte es aber doch zur Folge, dass Rudi Flögel aufgestellt wurde.

Schließlich wurde Rudi auch gefragt, welche Chancen er für die aktuelle Mannschaft sieht. Bei dieser Gelegenheit konnte es sich Rudi nicht verkneifen, darauf hinzuweisen, dass eine Mannschaft mit einer positiven Stimmung viel erreichen kann und dass die mehr gehässigten als kritischen Zurufe aus dem Publikum wenig zu einem positiven Klima beitragen.

Hennersdorf 1979

Eine Gruppe Hennersdorfer Rapid-Fans berichtete über ein Cupspiel 1979 zwischen Hennersdorf, Südburgenland und Rapid.

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Ein Dorf mit 500 Einwohnern im Südburgenland, alle Rapid-Fans. Und dann kommt Rapid.

Es war schon eine Sensation, dass dieser kleine Ort es bis auf den zweiten Platz der Landesliga geschafft hat und damit einen Startplatz im Cupbewerb erspielt hat. Als erster Gegner kam Slovan und man gewann dieses Spiel 1:0. Slovan hat den Gegner unterschätzt und erreichte sogar eine Neuaustragung mit dem Hinweis auf einen Formfehler. Es wäre ihnen eine falsche Beginnzeit mitgeteilt worden. Das Wiederholungsspiel wurde von Hennersdorf 0:2 verloren aber das angerufene Schiedsgericht gab den Hennersdorfern Recht und man kam in die zweite Runde und dort wartete eben Rapid.

Man stelle sich vor, dass zu diesem Spiel fast 5000 Zuschauer erschienen sind, also zehn Mal so viel als der Ort Einwohner hat. Viele der Dorfbewohner hatten in ihrem Leben noch nie so viele Menschen auf einem Haufen gesehen.

Es war eigentlich ein Skandalspiel. Verschiedene Zwischenfälle durch angeheiterte Besucher wurden in den Montagszeitungen kolportiert. Aber die drei Erzähler der damaligen Ereignisse meinten, dass die Situation in keiner Weise für irgend  jemand bedrohlich war.

Der Einsatz von Ordnungskräften beschränkte sich auf zwei Gendarmen, die aber bald nicht mehr gesehen wurden.

Den Höhepunkt der „Fanausschreitungen“ war ein losgelassener Saubär, der grün-weiß angemalt und im Ort freigelassen wurde. Eine Aktion, die lustig klingt aber gar nicht so einfach umzusetzen ist. Immerhin kann so ein Tier 400 kg auf die Waage bringen und ziemliche Kräfte freisetzen.

Johann Janda

Ein Veteran der Auswärtsfahrten berichtete über zwei sehr gefährliche Auswärtsfahrten. Die eine war die Auswärtsfahrt 1983 nach Nantes, wo man sich die Karten erst vor Ort besorgt hat und schließlich mit 39 Rapid-Fans mitten in einem Nantes-Fanblock mit etwa 2.500 Nates-Fans gelandet war.

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Das Heimspiel hat Rapid 3:0 gewonnen, auswärts stand es 3:0 für Nantes und bis zu diesem Zeitpunkt war die Situation noch ruhig. Als aber Antonín Panenka aus einen Freistoß das Auswärtstor für Rapid schoss und damit den Aufstieg fixierte, war es mit dem Frieden vorbei. Der ganze Block ging mit Flaschen und Dosen auf das „Fähnlein der 39 Aufrechten“ los und ohne irgendeine Unterstützung seitens der Ordner musste die Delegation aus dem Stadion flüchten und rannte im um ihr Leben zum Parkplatz, wo zwar der Bus stand, leider aber versperrt.

In letzter Sekunde kam dann aber doch die Polizei und verhinderte Schlimmeres.

Auch die Auswärtsfahrt nach Saloniki schildert Hans als ziemlich gefährlich und die Strafe für Rapid war für ihn ziemlich unverständlich.

Jürgen Hartmann

Für Jürgen, der schon mehr als 2000 Pflichtspiele en suite verfolgt hat, muss es ein ziemlicher Schock gewesen sein, dass er durch eine Erkrankung drei Spiele aussetzen musste. Trotz seiner damals kritischen Gesundheitssituation habe ich den Eindruck, dass er sich mehr darüber ärgert, diese drei Spiele versäumt hat als dass er sich über seine Genesung freut. Aber so sind sie, die Fußballfans.

Im Bild: Jürgen Hartmann im Interview

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Als sein schönstes Erlebnis berichtet Jürgen über das 1:1 1985 in Moskau, ein Unentschieden, das den Weg ins Europacup-Finale ebnete, weil das Heimspiel mit 3:1 gewonnen wurde.

Jürgens persönliches Ziel: er möchte in den nächsten Jahren seinen früheren Rekord, mehr als 2000 Rapid-Spiele en suite zu besuchen, brechen. Wir wünschen ihm viel Erfolg bei dem Vorhaben und sofern wir das erleben, werden wir ihn dabei unterstützen und begleiten.

Im Bild: Johann Janda, Florian Sturm und Jürgen Hartmann

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Wir begrüßen einen prominenten Leser in unserer Runde: Johann Janda, Obmann des Fanklubs Speising.


 

W24 vom 5. Februar

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