2015-12-29 Rapidler investieren in Rapid

Rapid leiht sich Geld von seinen Mitgliedern. „Schwarmfinanzierung“ (Crowdfunding) nennt man das. Bisher (Stand 29.12.) haben 1.306 Personen 2,237.400,- Euro investiert, das sind durchschnittlich 1.713,- Euro pro invesTOR. Da die jeweils letzten Investoren auf der Webseite aufscheinen (man kann das für sich ausschalten) ist es interessant zu beobachten, wie rasch die Zahlungen aufeinander folgen.

Rapid hat noch 61 Tage Zeit, um 760.000,- Euro (von insgesamt 3.000.000,- Euro) einzusammeln. Wer also noch beim invesTOR mitmachen will, muss sich beeilen. Nicht, weil die Zeit knapp wäre, nein, weil das Geld knapp wird; das „Negativ-Geld“, man kriegt ja keins, man investiert; in Rapid.  Aber auch das kann knapp werden, weil das Crowdinvesting an das vorher vereinbartes Investitions-Maximum von 3 Millionen Euro gebunden ist.

Die 5-jährige Laufzeit ist überhaupt schon ausgebucht. Man kann sich aber noch beim 7-jährigen oder beim 9-jährigen Darlehen beteiligen.

investor0

Es funktioniert so: Hier ist die Startseite: https://skrapid.conda.at/

Man kann sich einmal rechts oben anmelden und einen Account erstellen. Mit dem Account legt man auch ein Anlegerprofil an.

Dann wählt man einen der beiden verbleibenden Modelle 7 oder 9 Jahre und legt den Investitionsbetrag fest. Man lädt zwei PDF-Dokumente (für Interessierte im Anhang) auf den eigenen Rechner und bestätigt danach sehr viele Risiken.

Zum Abschluss erfährt man die IBAN auf die man den gewünschten Betrag überweisen muss.

Schließlich bleibt die Investition im System gespeichert und man kann sie während der nächsten 5/7/9 Jahre einfach anschauen; und danach – hoffentlich nicht wie seinerzeit die Rapid-Aktie – bekommt man das Geld wieder zurück.

Es wird zwar im Anmeldevorgang nicht abgefragt, aber das Feld dazu ist vorhanden und man kann es auch ausfüllen: das eigene Konto. Denn irgendwohin müssen ja letztlich auch die Auszahlung und die Zinszahlungen erfolgen. Aber dazu ist noch Zeit.

Im heurigen Jahr liegen die Zinsen schon einmal ganz gut: 2,5% + 1% (Gruppenphase EL) + 0,5% (Valencia).

investor

Der Rapid-invesTOR ist zwar unübersehbar grün gestylt aber investieren kann natürlich jeder, nicht nur Mitglieder. Rapid weiß daher gar nicht, wie groß der Anteil der Mitglieder ist. Das liegt daran, dass es die Rapid-EDV nicht zustande bringt, einen Zusammenhang zwischen den sich anmeldenden Personen und der Rapid-Datenbank herzustellen. Das gilt nicht nur in diesem Fall sondern für alle anderen Arten von Mitglieder-Kleininvestments, seien es Tickets oder Merchandising. Na ja, es wird immerhin daran gearbeitet; seit Jahren…

2015-12-28 Bundesliga im ORF

Bundesliga im ORF

Die Hälfte der Meisterschaft ist vorbei und man stellt sich die Frage, wie oft ein Team und ein Spielort im ORF übertragen wurde. In der Tabelle weiter hinten ist die Anzahl der Übertragungen pro Mannschaft und die Anzahl der Übertragungen pro Spielort angegeben.

Wie oft wird ein Verein im ORF gezeigt?

Wenn die Anzahl der Übertragungen im ORF vorteilhaft für einen Verein und dessen Sponsoren ist, dann hat die Austria das Medien-Rennen mit 8 Übertragungen für sich entschieden, danach folgen Rapid und Sturm mit je 7 Übertragungen. RedBull ist mit 4 Übertragungen abgeschlagen auf Platz 4. Am Ende dieses Rankings sind Grödig und Ried mit nur einer Übertragung.

Wie oft wird ein Stadion im ORF gezeigt?

Beim Übertragungsort teilen sich das Happelstadion und das Horr-Stadion mit je drei Übertragungen Platz 1. Altach, Grödig, Ried und die Südstadt sind die Schlusslicher mit nur einer Übertragung.

Runde
Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18

austria
AUS
8 1 1 1 1 1 1 1 1

rapid
RAP
7 1 1 1 1 1 1 1

sturm
STU
7 1 1 1 1 1 1 1

rb
RBS
4 1 1 1 1

admira
ADM
2 1 1

altach
ALT
2 1 1

svm
MAT
2 1 1

wac
WAC
2 1 1

5029[1]
GRÖ
1 1

ried
RIE
1 1
Spielort
Favoriten 3   1   1                           1
Prater 3                 1   1   1          
Liebenau 2         1   1                      
Mattersburg 2               1           1        
Siezenheim 2           1                   1    
Wolfsberg 2 1                     1            
Altach 1     1                              
Grödig 1                             1      
Ried 1                                 1  
Südstadt 1                   1                

Die Daten wurden dem Spielplan der Bundesliga entnommen. Da es in den ersten Runden oft mehr als nur ein Spiel am Sonntag um 16:30 gab, wurde das ORF-Spiel aus jeweiligen Vorschau der Bundesliga ermittelt, die einige Tage vor der Runde versendet wird.

orf-liga

You’ll walk alone

Bei vielen Entscheidungen, die wir treffen, geht es um die Abwägung von Einzel- und Gruppeninteressen. Allen kann man es nicht Recht machen; aber man kann Modelle definieren, die so gestaltet sind, dass sie von allen akzeptiert werden können und zwar dann, wenn mit erreichten Vorteilen auch Nachteile in Kauf genommen werden.

Bei weihnachtlichen Aufräumungsarbeiten ist mir wieder ein Programm in die Hände gefallen, das ich zur Simulation der Warteschlangen für den Abo-Vorverkauf formuliert habe.

Bereits im Mai 2015 wurde ein Vorschlag zur fairen Reihung von Abo-Anwärtern gemacht: Die besten Plätze für die besten Fans. Aber dabei wurden wohl zu viele Dinge berücksichtigt; es war zu kompliziert.

Rapid hat daher ausschließlich die bisherige Abo-Vergangenheit als „Vordienstzeit“ herangezogen.

Das Problem ist, dass derzeitige Sitzgemeinschaften durch die Art der Vergabereihenfolge zerrissen werden, weil die Abodauer nicht bei allen dieselbe ist.

Eine Sitzgemeinschaft hat zwei Möglichkeiten:

  • Das Modell „Einsamer Wolf“: jeder kauft sein Abo an dem ihm zugewiesenen Tag: die Gruppe wird zerrissen
  • Das altruistische Modell: die Gruppe kauft am Einkaufstag des jüngsten Abonnenten: die älteren Abonnenten verzichten auf bessere Plätze zu Gunsten der Gemeinschaft

Nehmen wir zunächst an, dass jede Sitzgemeinsschaft beisammen bleiben will und dass jede dieser Sitzgemeinschaften ein neues Mitglied „mitnehmen“ möchte. Dann wird es am 4. April ein ziemliches Gedränge geben, denn das ist der Einkaufstag für „frischgfangte“ Abonnenten.

Mein Vorschlag war, den Sitzgemeinschaften jenen Einkaufstag zuzuweisen, der der mittleren Abodauer der Gruppe entspricht. Treten also ein Vater (10-Jahres-Abonnent) und sein Sohn (2-Jahres-Abonnent) als Sitzgemeinschaft auf, dann können sie am Tag für 6-jährige Abonnenten einkaufen. (10+2)/2=6

In meiner Sitzumgebung gibt es praktisch nur solche Sitzgemeinschaften. Immer ist auch jemand dabei, der nicht ein „Ewig-Abonnent“ ist.

Das Problem dieser Mittelung für Rapid ist (das wurde bei der Weihnachtsfeier der Fanklubs kommuniziert): es ist kompliziert und kaum administrierbar.

Man muss das aber gar nicht besonders administrieren. Jemand kommt für seine Gruppe einkaufen und hat den Mittelwert vorher ausgerechnet und weiß also, an welchem Tag er kommen kann. Das einzige, was der Mitarbeiter im Fancorner tun muss: diese Rechnung an Hand der zugesendeten  Verlängerungs-Briefe nachvollziehen.

Weil aber offenbar „der Zug abgefahren ist“, hat diese Beschreibung nur den Sinn einer Dokumentation. Vielleicht kann man ja eine solche Simulation in einem anderen Zusammenhang wieder einmal brauchen.

Darum geht es also: fördert man die Gemeinschaft im Sinne eine „You’ll never walk alone“ oder muss man das „never“ streichen, so wie das jetzt der Fall zu sein scheint.

groups

Das Problem solcher „Gerechtigkeitsüberlegungen“ ist, dass wir nicht wissen, wie die Sitzgemeinschaften (=Gruppen) zusammengesetzt sind. Wir wüssten es, wenn wir alle einladen würden, sich per E-Mail als Sitzgemeinschaft zu deklarieren aber dazu fehlt wahrscheinlich das Personal – wenn man es händisch macht, natürlich.

Es gibt aber anerkannte Verfahren, die der populären Namen „Monte-Carlo-Simulation“ haben, die gewisse Rückschlüsse liefern, auch wenn wir diese Gruppen nicht kennen.

Das funktioniert so: alle Festlegungen erfolgen zufällig. Man legt eine Anzahl von Gruppen fest (man kann das wählen, im Bild sind es 100). Jeder Gruppe wird eine zufällige Anzahl von Mitgliedern (von 2 bis 10) und dann für jedes Mitglied eine zufällig Laufzeit zugeordnet. Jede Gruppe hat eine mittlere Abo-Laufzeit und das ist auch ihr gemeinsamer Einkaufstag. Die längeren Abonnenten verzichten auf Abozeiten, jüngere Abonnenten bekommen Zeiten dazu. Ein Mittelwert eben.

Diese Gruppen findet man in der Online-Version der Simulation im Anschluss an die Zusammenfassung. Der Mittelwert jeder Gruppe ist grün hervorhehoben.

Hier gibt es diese Simulation. Man kann an den Parametern „drehen“: http://ewkil.at/abogruppen.aspx

einkauf

Das Programm simuliert Abonnenten mit verschiedenen Abodauern und ordnet sie zehn verschiedenen Einkaufstagen zu. Man kann die Anzahl der Abojahre von 2 bis 10 einstellen.

Gleichzeitig definiert das Programm Gruppen mit bis zu 10 Abonnenten, die verschiedene Abolaufzeiten haben. Wie diese Gruppen ausschauen, sieht man nach den zusammenfassenden Zeilen. Der grün markierte Zeitpunkt ist der Mittelwert der jeweiligen Gruppe.

Kauftag ist Abotag

Der Abschnitt „Kauftag ist Abotag“ zeigt, an welchem der neun Verkaufstage (2…10) wie viele Abonnenten einkaufen werden, wenn es keine Gruppenbildung gibt.

Andy Marek kennt die Verteilung der „Abo-Vordienstzeiten“ sehr genau und hat erzählt, dass es viel mehr Langzeit-Abonennten gibt als Jung-Abonennten. Diesen Umstand kann man unter „Abozahl pro Jahr“ berücksichtigen. Die Voreinstellung ist daher „ältere häufiger“.

Die ersten beiden Zeilen zeigen, an welchem Tag, wie viele von den 769 simulierten Abonnenten  einkaufen werden. Erste Zeile in absoluten Zahlen, die zweite Zahl in Prozenten.

Die dritte und vierte Zeile zeigt, wie viele Käufer an diesem Tag bereits eingekauft haben.

Man sieht, dass (wegen der größeren Anzahl älterer Abos) sich an den ersten Einkaufstagen mehr Einkäufer einstellen werden.

Kauftag ist jüngstes Abo

Im blauen Abschnitt „Kauftag ist jüngstes Abo“ wird gezeigt, was passiert, wenn eine Gruppe solidarisch ist und sich an dem jüngsten Abonnenten orientiert (das Rapid-Modell). Dann drängen sich die Käufer an den späteren Tagen zusammen.

Kauftag ist Gruppenmittelwert

In diesem Modell, wenn also die Gruppe an einem mittleren Tag einkauft, rücken die Käufer eher in die Mitte, die ersten und letzten Einkaufstage werden seltener frequentiert.

Wichtig ist bei diesen Zahlen anzumerken, dass es hier nur um den Einkauf von Gruppen geht, Real wird es immer eine Kombination aus „Kauftag ist Abotag“ (entsolidarisierte Gruppen und „einsame Wölfe“) und eines der beiden anderen Modelle geben.

Das Mittelwertmodell hat sehr hübsche Eigenschaften: Nehmen wir das Beispiel, dass drei Uralt-Abonnenten mit 10 Jahren Abodauer einen jungen Freund mitnehmen wollen, der noch keinen Aboplatz hatte.

Mit dem Rapid-Modell kommen die nur so zusammen, indem die drei pokern. Sie kaufen zwei nebeneinander liegende Plätze, lassen dann einen Platz frei und kaufen den übernächsten dazu. Jetzt müssen sie hoffen, dass niemand diesen einen Platz kauft und ihr junger Freund kauft sich dann diesen Platz am letzten Einkaufstag. Nicht sehr kultiviert, wenn Ihr mich fragt.

Beim Mittelwertsmodell rechnen wir: (10+10+10+0)/4 = 7.5~=8. Sie können daher entspannt und ganz ohne pokern am Einkaufstag für 8jährige Abonennten wählen.

 

2015-12-23 Grüne Weihnachten

1604445_923912520997833_7457670183413686024_nRapidler sind ziemlich leicht zu beschenken. Abgesehen von den vordergründigen grün-weißen Devotionalien aus dem Fanshop, werden Grün-Weiße auch während des Jahres reichlich beschenkt. Ein paar Siege und Hunderttausende sind im Freudentaumel. Da vergisst man dann sogar die Krawatten oder Socken, die sich zu Weihnachten als Geschenke getarnt haben.

Ranking in den Sozialen Netzen

12376012_1086374298049164_1279335454565703463_nEin solches Geschenk für alle Grün-Weißen ist zum Beispiel das Ranking in den sozialen Medien. Unser letzer Bericht ist vom Oktober. Damals lag Rapid hinter RedBull an zweiter Stelle. Das hat sich inzwischen gedreht und Rapid hat erstmals RedBull überholt. Nicht durch die Anzahl der Likes, denn hier liegt RedBull nach wie vor mit 340.000 an erster Stelle, danach Rapid mit 190.000. Der Unterschied liegt aber im der Interaktion der Fans mit der Marke. Hier wird die angewendete Form der Bewertung beschrieben. Die zahlreichen „Fans“ von RedBull-Salzburg sind offensichtlich (ansonsten inaktive) Gefälligkeits-Likes der weltweit agierenden Dosen-Marke. Der Stand am 24.12. ist

  • 29 Rapid
  • 39 RedBull
  • 74 Austria
  • 98 Sturm

Mörderische Weihnachten

10426805_1026580934050774_6592118255436078329_nDass die Christbäume grün sind, erinnert zwar an Rapid, dass man aber einen jungen Baum absägt, der genau so gut hätte 200 Jahre alt werden können und ihn dann zu Hause mit Glitzerkugeln behängt und vor sich hinsterben sieht, ist nicht ganz mein Geschmack. Daher wenden wir uns gleich wieder dem kommenden Grün-weißen Programm zu:

  • Sa 2016-01-09 15:00 Testspiel Rapid-Neusiedl (Happel-Stadion)
  • Fr 2016-01-15 15:00 Testspiel Rapid-FAC (Happel-Stadion)
  • Mi 2016-01-20 15:00 Testspiel Rapid-Horn (Happel-Stadion)
  • So 2016-01-24 15:00 St. Pauli-Rapid (Side)
  • Sa 2016-01-30 Bohemians Prag-Rapid (Side)

Die erste drei Runden 2016 sind fixiert:

  • Sa 2016-02-06 18:30 H WAC
  • Mi 2016-02-10 18:00 H Admira (Cup)
  • So 2016-02-14 16:30 A Austria
  • So 2016-02-21 16:30 A Sturm

Inflationäre Weihnachtswünsche

Das Schöne an der elektronischen Kommunikation ist, dass gleichzeitig der Briefkasten nicht mehr ganz so voll ist wie früher. Interessant sind dabei nicht die klassischen Meldungen, sondern die „etwas anderen“. Hier eine Auswahl aus Facebook-Meldungen:

Etwa die Geschichte von den zwei Blondinen die im Wald nach einem Christbaum suchen. Nach zwei Stunden meint eine: „Komm, nehmen wir eben einen ohne Christbaumkugeln.“

Zum Beispiel die Frage, wer an einer typischen Weihnachtskrippe übrig bleibt, wenn man Afrikaner, Araber, Juden und Flüchtlinge weglässt. Richtig, der Esel und der Ochs. Der sonderbare Kontrast ist, dass man einem Brauch huldigt, dessen soziologischen Hintergrund und dessen Botschaft man im Alltag gerne vergisst.

Karl Valentin hat einmal gemeint: „Wenn die stille Zeit vorbei ist, dann wird es auch wieder ruhiger.“

Von Roland Giersigs Timeline:

Alle Jahre wieder …
Kommt das Christuskind
Auf die Erde nieder,
Wo wir Menschen sind.
Die da rennen, raffen, kaufen
Und von Habsucht fast zerfressen
Sich um Macht und Mammon raufen,
Auf das Mensch-Sein ganz vergessen.

Alle Jahre wieder …
Brennt der Lichterbaum:
Brennen Häuser, Städte, Dörfer
Doch wir merken’s kaum.
Uns’re Herzen sind versteinert
Zuviel Leid ist rings geschehen
Stumpf sind uns’re Sinne
Dass wir nichts mehr sehen.

Alle Jahre wieder .
Kommt die Stille Zeit:
Wenn ein Mensch erfriert, verhungert
Hört man seinen Schrei nicht weit.
Fauna, Flora sterben leise
Öde werden Flur und Hain
Uns’re Enkel werden fragen:
DAS soll unser Erbe sein?

Alle Jahre wieder …
Müssen wir uns traun:
Heiß im Herzen, kühl im Kopfe
Uns’re Welt neu zu erbaun!
Aufrecht, frei, voll Optimismus,
Ohne Hass und ohne Neid,
Dass wir endlich singen können:
Freue Dich, O Menschenheit!
Friedrich Giersig

Jesus, der Weihnachtsmann und eine Gans am Wirtshaustisch.
Jesus: „Wisst Ihr, was total nervt? Wenn man zu Weihnachten Geburtstag hat.“
Weihnachtsmann: „Du musst wenigsten am Heiligen Abend nicht arbeiten.“
Die Gans: „Eure Probleme möchte ich haben!“

Im Integrationsministerium bewirbt sich eine alte Dame um die Aufnahme von Flüchtlingen. Der Hinweis des Beamten: „Und bedenken Sie, wenn Sie über die Feiertage Flüchtlinge aufnehmen, haben Sie keinen Platz für Ihre Familie“. Die Dame in Gedanken: „Wie geil ist das denn!“

*
bit
byte
kilobyte
megabyte
terabyte
in
for
matik

12376610_10154382800017802_8190699045263130332_n
Was wäre geschehen, wenn die heiligen Drei Könige heilige Drei Königinnen gewesen wären?

  • Sie hätten einfach nach den Weg gefragt.
  • Sie wären rechtzeitig angekommen.
  • Sie hätten bei der Geburt geholfen.
  • Sie hätten den Stall sauber gemacht.
  • Sie hätten nützliche Geschenke gebracht
  • und auch was zu essen.

Fragt eine Gans die andere: „Glaubst Du an ein Leben nach Weihnachten?“

Heute werden die Waagen um 10 kg vorgestellt: auf Wintergewicht.

christbaum


Wir werden zu Silvester noch schnell ein Konzert (Vivaldi, Die Vier Jahreszeiten) in der Karlskirche besuchen, bevor sie von Verteidigern der wahren Lehre abgerissen wird: Bericht im Standard vom 13.12.

 

Bilder mit Rapid-Bezug stammen aus Facebook-Berichten der Seite „SK Rapid“.

In diesem Sinne GWUVSINJ

„Grüne Weihnacht und viele Siege im Neuen Jahr“

2015-12-18 Weihnachtsfeier Fanklubs

Die Weihnachtsfeier der Fanklubs fand – wie im Vorjahr – im VIP-Klub des Sektors E im Happel-Stadion statt; das letzte Mal, so wie vieles, das in der kommenden Zeit „das letzte Mal“ sein wird. Jedes der kommenden Heimspiele wird ein „letztes“ Spiel seiner Art sein. Das letzte Heim-Derby zum Beispiel am 14. Februar.

Etwa um 18:15 war Einlass und Hannes, Florian und Franz von „EwkiL:Rapid“ saßen am ersten Tisch vor dem Rednerpult, ideal fürs Fotografieren:

IMG_4913[1]

An diesem ersten Tisch sitzen üblicherweise auch der Präsident und der Geschäftsführer, so auch heute:

IMG_4916[1]

Weiters war auch Christoph von den „Disteln“ an unserem Tisch.

IMG_4918[1]

In Kurzvorträgen fassten Präsident Michael Krammer, Geschäftsführer Christoph Peschek und Direktor Klubservice Andy Marek das abgelaufene Jahr 2015 zusammen und gaben auch punktuell eine Vorschau auf 2016.

Da saßen auf der einen Seite die Spitzen der Fanszene (ca. 150 Teilnehmer);

IMG_4921[1]

auf der anderen Seite die „Armeeführung“, die den Marschplan für die nächste Etappe verlautbart.

IMG_4979[1]

Bedenkt man, dass das Gros der Fanszene den Kommerz als etwas Unerwünschtes im Fußball betrachtet, ist es der Vereinsführung sehr gut gelungen, die Notwendigkeit eines größeren finanziellen Rahmens zu vermitteln. Schließlich will man europäisch bestehen, was ja schon im Herbst bravourös gelungen ist, und mit der „Mission 33“ als Ziel vor den Augen, kann man jeden Rapidler auf Linie bringen.

Im abgelaufenen Finanzjahr (gilt immer von 1.7.-30.6.) hat man schon Brutto-Einnahmen von 24 Millionen erwirtschaftet, im kommenden Jahr wird man sich (dank Beric-Verkauf und Europa-Pokal-Saison) sogar Richtung 40 Millionen bewegen.

Wegen der massiven Schwierigkeiten beim Online-Ticket-Verkauf ist Rapid aus dem Vertrag mit dem bisherigen Partner für den Ticket-Verkauf ausgestiegen und wird ab 2016 mit einem neuen Partner zusammenarbeiten.

Der Mitgliederstand (inklusive Jugend-Mitglieder) hat sich seit Beginn der Präsidentschaft Krammer von 5.200 auf 10.550 (inklusive „Mein Leben lang“-Mitglieder) erhöht. Im Jahr tragen also die Mitglieder mit etwa einer Million zum Gesamtbudget bei.

Die laufende Saison wird wieder an die beste Saison (2010/11) anknüpfen und diese mit 3, 8 Millionen Umsatz vielleicht sogar überholen.

Das Rapideum wird auf fast doppelter Fläche neu errichtet.

Die Teilnehmer der Weihnachtsfeier werden auch beschenkt und erhalten

  • einen Schal der Europa-League
  • ein Häferl „Tasse Mauer“
  • einen Rapid-Kalender 2016
  • zwei Poster

Das Menü bestand aus

  • Wein am Tisch, Bier
  • Suppe
  • Erdäpfelgulasch
  • Faschierter Braten mit Erdäpfelpürree
  • Kaiserschmarrn mit Zwetschkenröster und Vanillesauce
  • Weintrauben

Standing Ovations für Andy Marek und sein Team

IMG_4991[1]

Informationen

Für weitere Details siehe Bildersammlung

  • 2016-01-09 15:00 Testspiel Rapid-Neusiedl (Happel-Stadion)
  • 2016-01-11 Vorverkaufsinformationen für das 16.-Finale
  • 2016-01-21 Verkaufsbeginn Auswärtsabo Frühjahr 2016 (Fancorner)
  • 2016-01-24 15:00 St. Pauli-Rapid (Side)
  • 2016-01-30 Bohemians Prag-Rapid (Side)
  • 2016-02-10 18:00 Rapid-Admira (Cup)
  • 2016-03-08 Vorverkauf Abo 2016/17 C/D1, C/D2-Abonennten
  • 2016-03-14…18 Vorverkauf Abo 2016/17 >10-Jahres-Abonnenten
  • 2016-03-19…22 Vorverkauf Abo 2016/17 >7-Jahres-Abonnenten
  • 2016-03-23…26 Vorverkauf Abo 2016/17 >5-Jahres-Abonnenten
  • 2016-03-29…31 Vorverkauf Abo 2016/17 >2-Jahres-Abonnenten
  • 2016-04-01…02 Vorverkauf Abo 2016/17 2-Jahres-„Happel“-Abonnenten
  • 2016-04-04…10 Vorverkauf Abo 2016/17 Mitglieder ohne bisheriges Abo
  • 2016-04-11 Vorverkauf Abo 2016/17 freier Verkauf
  • 2016-05-19 Verkaufsstart Eröffnungs-Package
  • 2016-05 (Ende) Präsentation Auswärtstrikot
  • 2016-07-15…20 Eröffnungsspiel

Bilder

2015-12-14 Weihnachtsfeier Teil II

Das Anstellen im November hat sich gelohnt, wir hatten den besten Tisch, gleich neben dem der Chefetage. Am Nachbartisch saßen Minister für Kunst und Kultur Josef Ostermayer, Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Präsident Michael Krammer, Geschäftsführer Christoph Peschek.

IMG_4678[1]

Unser Tisch war nicht minder prominent besetzt mit dem Grünen Franz, Janine, Hannes, Marcela, Peter, Gerti, Ferdinand, Florian, Franz.

IMG_4613[1]

Das Programm

(bitte schaut Euch die 268 Bilder in der Bildersammlung an)

  • Die Band „Take Tree“ spielt am Beginn, während der Pause und am Ende des Programms
  • Couvert und Vorspeisenvariation: Das Beste aus österreichischen Flüssen & Seen: Carpaccio vom Gewürzlachs mit geräuchertem Mousse vom Wels, dazu Forellenkaviar, bunte Kresse und ein knuspriger Chip
  • Begrüßung (Andy Marek)
  • Weihnachtslied (Andy Müller, Christoph Peschek, Harry Gartler, Michael Krammer, Zoran Barisic, begleitet von Andy Marek)
  • Kamingespräch (Michael Krammer, Andy Marek)
  • Zoe mit „Quel Filou“
  • Kamingespräch (Christoph Peschek, Andy Müller)
  • Verleihung des Goldenen Mikrofons an Andy Marek für die 500 Moderation von Rapid-Spielen ohne Unterbrechung
  • Seiler & Speer mit „Ham Kummst“ (gemeinsam mit Philipp Prosenik, Max Hofmann, Philipp Schobesberger, Mario Sonnleitner, Florian Kainz)
    Letzte Nocht, woa a schware Partie fia mi
    Das i ned glei hamkum, woa vu aufaung au kloa
    Letzte Nocht, woa a schware Partie fia mi
    I kau mi ned erinnern wos gestan woa
    Und sie sogt: Waunst amoi nu so ham kummst, sama gschiedane Leid
    Waunst amoi nu so ham kummst, host die Scheidung mei Freind
    Letzte Nocht, woa a schware Partie fia mi
    Olle haums mi eiglondt, und do sogt ma ned na, na, na
    Letzte Nocht, woa a schware Partie fia mi
    Hau mi guad unterhoitn, und na do geht ma ned ham, ham, ham
    Und sie sogt: Waunst amoi nu so ham kummst, sama gschiedane Leid
    Waunst amoi nu so ham kummst, host die Scheidung mei Freind
    Letzte Nocht, woa ka schware Partie fia mi
    Bin um 8e daham gwen, mit Bluman und Sekt
    Letzte Nocht, woa doch a schware Partie fia mi
    Wei aum Tisch is a Briaf gleng, und mei Frau de woa weg, weg, weg
    Und sie schreibt: Waunst amoi nu so ham kummst, daun is ma des wuascht
    Waunst amoi nu so ham kummst, daun vü spaß, wei i bin fuat
    Jetzt host wos du wuitast, wia san gschiedane Leid
    Die Kinda griagst du, ned in nächster Zeit
    Den Hund den griagst du a ned, und des Haus des gheat mia
    Und waunst das ned glaubn kaust, des steht aum Scheidungspapier-ier-ier
    Schwoaz auf weiß
    Waunst amoi zu mia ham kummst, ruaf i di Polizei
    Waun du amoi zu mia ham kummst, daun sperrns di ei und es geht
    Tatü Tata, Tatü Tata, es geht Tatü Tata, wos wü der Pücha da
    Tatü Tata, es geht Tatü Tata, es geht Tatü Tata, wos wü der Pücha da
  • Scheck an „Kindertraum“, überreicht von Steffen Hofmann und Mario Sonnleitner. Steffen erhöht die Summe von 10.000,- um einen weiteren Tausender.
  • Florian Scheuba und Robert Palfrader spielen Szenen aus ihrem Programm Flügel.
  • Verabschiedung von Frau Gaby Fröschl durch Rudolf Edlinger, Ernst Dokupil, Zoran Barisic, Christoph Peschek, Werner Kuhn und Michel Krammer
  • Übergabe einer Bilderfolge „Team des Jahrhunderts“ an die Sponsoren
  • Die Echten, ein tolles  A-capella-Quartett
  • Pause
  • Suppe und Hauptspeise (Sellerieschaumsüppchen mit Specksegel, in Rotwein geschmorte Rindsbackerl mit La Ratte Kartoffelpüree und glasiertem Gemüse an Buntem Stroh)
  • Tombola, Peter gewinnt den zweiten Platz
  • Versteigerung: zwei Originalspielbälle, eine Collage und eine Ausfahrt mit Spielern gelangen zur Versteigerung und erzielen über 10.000,- Euro
  • Desservariation: „Omas“ ofenwarmer Lebkuchenauflauf mit Ragout von Baby-Orangen und Glühwein-Espuma
  • 25 Hoppalas, teilweise als Filme, teilweise auch vorgetragen
  • Steffen Hofmann, Florian Kainz und Christopher Dibon an der Gitarre
  • Die „Goscherten“ müssen eine Mutprobe bestehen und ihre Angst überwinden. Stefan Schwab schultert eine riesige Python und an Thanos Petsos‘ Hand krabbelt eine Vogelspinne.
  • Andy Müller als Robbie Williams
  • Stefan Stangl und Tobias Knoflach als Sido
  • Philipp Schobesberger bekommt eine Pokal für das beste Hoppala, das Siegestor in Pilsen
  • Andy Müller gibt zum Abschluss einen Elvis
  • Gemeinsam in die Weihnachtsfeiertage mit „Feliz Navidad“ mit Andy Müller, Harry Gartler, Zoran Barisic, Andy Marek, Michael Krammer

Bilder von Weihnachtsfeiern

2015-12-14 Unser Gegner: Valencia

16tel-Finalgegner: Valencia

397px-FC_Valencia.svg[1]Was dieser Zufall alles kann!

Ausgesucht hätten wir uns Valencia wahrscheinlich nicht, denn Paela kennen wir schon vom Villareal-Spiel, Valencia als Stadt auch, also hätten wir uns eher etwas anderes gewünscht. Anderseits sind uns weniger attraktive (und eventuell sogar stärkere) Gegner erspart geblieben.

Rapid hat schon einmal gegen Valencia gespielt und zwar im Achtelfinale des Messecup in der Saison 1963/64. Rapid ist damals ausgeschieden:

1963-11-06 H 0:0 (0:0) Praterstadion, 15.000
1963-11-27 A 2:3 (1:1) Mestalla, 35.000

Trainer war Robert Körner.

Aufstellung Heim: Flögel, Gießer, Glechner, Halla, Hanappi, Hasil, Höltl, Milanovic, Schmid, Seitl, Veres

Aufstellung Auswärts: Flögel, Glechner, Halla, Hanappi, Höltl, Rehnelt, Seitl, Veres, Wolny, Zaglitsch

Das Mestalla-Stadion

Florian und ich haben bei unserer Villarreal-Fahrt auch einen Stadtrundgang durch Valencia unternommen und das Mestalla-Stadion von Valencia besucht. Here it is:IMG_20151125_163802[1]

Hier kann man die Steilheit der Tribünen erahnen:

IMG_3947[1]

Die Tickets kosten zwischen 20 und 100 Euro.

IMG_3949[1]

Das Stadion liegt mitten in einer Wohngegend. Damit die Betonfassade nicht gar so trostlos ausschaut, hat man sich was einfallen lassen und die ganze Rückseite mit Bildern bespannt, gekrönt von der Fledermaus, dem Wappentier des FC Valencia. Man sieht auch die als Wendeltreppe ausgeführten Aufgänge.

IMG_3938[1]

 

2015-12-13 RB-Rapid

0:2 (0:1)

Auf der Heimfahrt war es ziemlich still im Autobus. Totenstill, könnte man fast meinen.

„Alesia? Ich kenne kein Alesia! Ich weiß nicht, wo Alesia liegt! Niemand weiß, wo Alesia liegt!“ (Asterix-Band 11, Asterix und der Avernerschild)

Wir wissen auch nicht so genau, wo wir da waren. Man muss das rasch verdrängen – so wie die Gallier. Wir erinnern uns lieber an Gergovia, also zum Beispiel an Pilsen oder Minsk und weniger an dieses Alesia.

13.12.

Es war der Tag „Bullen“. Die einen, sogar im Datum verewigt, die anderen am Rasen. Eindringlich wurde vom Fanblock gleich drei Mal darauf hingewiesen, dass man mit Bullen nichts zu tun haben will.

Gleich zu Beginn bei der hübschen Choreografie die Botschaft ACAB:

IMG_2875[1]

Und danach in zwei etwas holprigen Spruchbändern:

A wenn da Winter OasCh ist, gschissAna is da HerBst!

und

HAuptsaChe die MessAge Bleibt!

Den beliebten Reibebaum, die Polizei, lassen diese Sprüche unbeeindruckt, leider haben zwei Bullen – andere zwar aber doch Bullen – zugeschlagen: Soriano und Keita.

Im Rapid-Bus

…chauffierte uns Nemo, ein sehr guter und freundlicher Fahrer, die Reiseleitung und Verpflegung übernahmen professionell Maria und Hans.

Jasmin macht uns klar, dass es ziemlich Unterschiede gibt, was „Liebe zum Verein“ bedeutet:

IMG_2817[1]

Die Fahrt verlief ruhig und unspektakulär. Spektakulärer waren die Preise im Rasthaus Mondsee.

IMG_20151213_140731[1]

Es blieb uns nur, die billigste Speise zu wählen. Die Schinkenfleckerln waren gut, das Bier mit 5 Euro nicht gerade ein Schnäppchen.

Traditions(un)bewusste Fans

Irgendwie ist dieses Bild symbolisch für überholte Ideen. Im Hintergrund die Idee „Zielpunkt“ und darauf die schon in aktiven Zeiten überholte Idee vom „Weststadion“. (Bild vom Zielpunkt-Parkplatz in der Keisslergasse)

IMG_2815[1]

Ein Verein und seine Anhänger, die beide so stolz sind auf Tradition und einmalige Leistungen, würden es fertig bringen, ihr neues Stadion mit einem Namen zu versehen, der in jeder beliebigen größeren Stadt genau so heißen könnte: Weststadion.

Beispielsweise heißt ein Stadion in Freiburg genau so: Weststadion:
http://www.europlan-online.de/weststadion/verein/8617

Ich verstehe schon, dass man mit dieser Erfindung „Weststadion“ weniger für diesen wenig attraktiven Namen als vielmehr gegen ein „Allianz-Stadion“ ist aber wenn unser Sportdirektor in der kommenden Transferzeit wohl aktiv werden muss, dann wird er sich mit den Einnahmen aus diesem Titel leichter tun.

Links

Saisonabschluss

Erinnern wir uns zum Abschluss dieser Herbstsaison an die Leistungen. Das folgende Bild zeigt eine Art Leistungsbarometer. Wir sehen deutlich, dass im Sommer ein Höhenflug von Rapid zu verzeichnen war, während im zweiten Quartal die Leistung in der Liga deutlich abgenommen hat.

img01[1]

Eine weitere interessante Grafik stammt aus der Stadionzeitung des heutigen Spiels, die das Auf und Ab in der Tabelle bis zur 19. Runde zeigt.

img02[1]

Rapid-Viertelstunde vom 11.12.

  • Der Euroball im Härtetest
  • Vorschau zur Weihnachtsgala
  • Christoph Peschek zieht Bilanz
  • Philipp Prosenik im Wordrap

2015-12-12 Frankreich, wir kommen

Es ist soweit, wir kennen unsere Gegner in Gruppe F:

  • 2016-06-14 18:00 Ungarn, Bordeaux, 42.000
  • 2016-06-18 21:00 Portugal, Paris, Parc des Princes, 48.000
  • 2016-06-22 18:00 Island, Paris, Stade de France, 80.000

Bilanz

Spi  S  U  N To+ To- Gegner (Spiele im Zeitraum)
136 40 30 66 252 297 Ungarn (1902-2006)

 10  3  5  2  19  11 Portugal (1936-1995)
  3  1  2  0   3   2 Island (1989-2014) 

Dass wir Ungarn als Gegner gezogen haben, ist ein schöner Zufall, denn Ungarn ist jener Gegner, gegen den Österreich in der 113-jährigen Geschichte der Nationalmannschaft am häufigsten gespielt hat. Das erste Spiel im Jahr 1902 wurde von Österreich zwar mit 5:0 gewonnen aber die gesamte Bilanz ist derartig zugunsten der Ungarn, dass wir noch viele Jahrzehnte brauchen werden, diesen Rückstand aufzuholen.

Über Portugal ist nicht viel zu sagen. Geht es Ronaldo gut, geht es Portugal gut. Können wir Ronaldo irgendwie neutralisieren, haben wir eine Chance.

Island ist ein schwieriges Los. Zwei Siege gegen Holland und ein Sieg gegen die Türkei sprechen eine deutliche Sprache. Der Grund für diese Stärke sind überdachte und daher ganzjährig bespielbare Fußballfelder in Island, die ähnliche Trainingsbedingungen wie am Kontinent bieten bei sonst unwirtlicher Umgebung.

Sollten wir nach dieser Gruppenphase noch weiter im Bewerb sein und am 26.6. um 21:00 in Toulouse spielen, hätten wir diese Gruppe gewonnen, als Zweiter wäre es der 27.6. um 21:00 in Nizza. Eine Option als Dritter ist noch zu spekulativ, da gibt es zu viele Möglichkeiten.

Alle Gruppen

Euro-Auslosung01[1]

Tickets

Während Trainer und Spieler die Gegner studieren, studieren wir die Möglichkeiten, nach Frankreich zu kommen.

Ab Montag 14.12. 12:00 startet der Verkauf von 800.000 Tickets. Hier sind die Informationen dazu:

Dann braucht man auch noch etwas Glück und viel Urlaub.

Dieser Newsletter

ist eine „Einstiegsinformation“ in das Rapid-Universum.

Wir begrüßen Andreas, BerndEscobar, Franz, Karl und Margit als neue Leser in dieser Liste. Somit besteht unsere Gruppe aus: Andreas(5), Angela, Angelo, Benjamin, Bernd, Christian, Christoph, Clemens, Corinna, Dieter, Elnaz, Escobar, Evelyn, Fanclub, Ferdinand(2), Florian(2), Franz(6), Gabriela, Gerald, Gernot, Gottlieb, Gregor, Günter, Gunther, Günther, Hannes, Heinz, Herbert, Herwig, Ilse, Janine, Jasmin, Joachim, Johannes, Josef, Josef Maria, Karl(3), Katharina, Kersten, Lea, Liana Sanda, Magdalena, Marcel, Marcela, Margit, Mario(2), Markus(2), Martin(2), Michael, Miguel, Milada, Peter(5), Raphaela, Richard, Robert, Roland, Rositta, Sabrina, Silvia, Sonja, Stefan(3), Steffy, Susanne, Sven, Thomas(2), Tom, Tuncay, Walter(3) 

Motivation: Es macht mir persönlich Spaß, Informationen und Wissen zu sammeln und zu verbreiten aber darüber hinaus suchen wir, Florian und Franz, Freunde und Gleichgesinnte. Dieser Newsletter ist ein Anfang.

EwkiL:Rapid

Wer näher an Rapid heranrücken will, kann auch Mitglied bei Ewkil:Rapid werden. Diese Mitgliedschaft kostet nichts. Sollte jemand aus dem Leserkreis noch nicht Bezieher des Rapid-Journals sein, kann er/sie diese Rapid-Publikation kostenlos ins Haus geliefert bekommen, indem er/sie sich uns als Mitglied anschließt. Was wir dazu brauchen ist: Name, Vorname, Straße, PLZ, Ort, Telefon, E-Mail, Geburtsdatum. Jedes Mitglied erhält von Rapid alljährlich außerdem eine Fanklubkarte. (EwkiL ist ein Akronym, dessen Bedeutung man am besten auf der Hompage http://ewkil.at sucht).

Die Grundlage für Ewkil sind Internetprojekte rund um Rapid als ein Service für die Mitglieder. Diese Projekte sind

  • http://ewkil.at ist unsere Homepage, deren Grundlage ein abonnierbarer Kalender ist. Wenn jemand von Euch Interesse an einem automatischen Kalender (am PC oder am Android-Handy) hat, der alle wichtigen Termine von Rapid, Rapid II und der österreichischen Nationalmannschaft mit allen Terminänderungen anzeigt, dann kann ich ihm gerne bei der Installation behilflich sein.
  • http://rapid.iam.at, ist eine ziemlich große Statistik-Seite
  • https://picasaweb.google.com/rapidfranz ist unsere Bildersammlung.
  • http://tagebuch.ewkil.at ist unser Tagebuch. Dieser Text ist die derzeit letzte Seite. Hier berichten wir über unsere Erlebnisse rund um Rapid.
  • Dieser Newsletter. Das Online-Tagebuch wird auch als Newsletter versendet. Das erspart den Besuch der Seite und man bekommt die Information im Posteingang. Dieser Newsletter ist die Basis der losen Kameradschaft. Für die Teilnahme genügt Name, Vorname und E-Mail-Adresse. Ein Anmeldeformular gibt es auf der Homepage (links unten). Eine Mail an newsletter{at}ewkil.at ist auch gut.

KdF

Wer aber in direkten Kontakt mit Spielern und Trainern des SK Rapid treten will, dem empfehlen wie die Mitgliedschaft beim ältesten Anhängerverein von Rapid, dem „Klub der Freunde des S.C. Rapid“ (seit 1951), bei dem viele Leser dieser Runde bereits Mitglied sind. Wir treffen uns einmal im Monat an einem Montag und immer sind drei bis vier Spieler anwesend, die in einer informativen Podiumsdiskussion mit unserem Obmann Gerhard Niederhuber vorgestellt werden.

IMG_3489[1]

Der Klub der Freunde publiziert auch eine monatliche Information über Ereignisse bei Rapid, das Grünzeug. Das wichtigste Ziel des Vereins ist (neben den Leistungen gegenüber seinen Mitgliedern) die Förderung der Mannschaften aus dem Rapid-Nachwuchs. Was also aus dem Mitgliedsbeitrag von ca. 45.- Euro pro Jahr überbleibt sowie der Erlös von Sammlungen und einer großen Tombola zum Jahresabschluss im Rahmen des gemütlichen Krampuskränzchens wird dem Rapid-Nachwuchs gespendet. Wer mitmachen will, kann gerne bei einer der Mitgliederversammlungen schnuppern kommen. Die Nächste wird im Februar sein. Anmeldungen an ewkil{at}iam.at.

2015-12-11 Gruppensieger

Gruppensieger

RAPID-UEFA-Logo[1]

Es geht ums Geld für Rapid und auch um Prestige für den österreichischen Fußball.

Jeder Sieg, auch der gestrige gegen Minsk, bringt 500.000,- Euro. Im Zuschauerranking liegt Rapid immerhin an 7. Stelle. Bei den gestrigen 35.000 Zuschauern hat Rapid Brutto-Einnahmen von immerhin etwa einer Million Euro und je nach Gegner im Sechzehntel-Finale können es beim nächsten Spiel auch mehr sein.

Für den österreichischen Fußball geht es aber auch noch um den 5. Startplatz im europäischen Bewerb und um diesen zu erreichen benötigen wir nur noch einen Sieg.

Das folgende Bild postete Christoph Peschek in Facebook und es ist ein treffender Aufmacher, auch für diesen Beitrag!

Gruppensieger[1]

Durch den Ausrutscher in Spanien – möglicherweise hätten wir gewonnen, wären wir nur nicht mitgefahren (das Warum ist aber eine andere Geschichte) – waren wir auf die Schützenhilfe von Pilsen angewiesen – und bekamen sie. Das 3:3, das die Pilsner gegen Villarreal erkämpft haben, half uns zum Gruppensieg. Danke, wir werden beim Biereinkauf darauf Rücksicht nehmen!

Und da wir eine solche Punktetabelle noch nie erlebt haben, hier die Anzeigetafel im Stadion mit dem Endstand in der Gruppe E:

IMG_4601[1]

Diese Situation, den Aufstieg in das internationale Frühjahrsgeschäft, haben wir in unserer 15jährigen Rapid-Gefolgschaft noch nie erlebt! Es gab zwei Meistertitel, punktuelle Highlights in der Qualifikation aber über die diversen Gruppenphasen konnte man nicht zufrieden sein, denn mehr als 6 Punkte konnten nicht erspielt werden. Länger dienende Rapid-Fans wissen von dem Europacupfinale 1996 zu berichten, bei dem Rapid knapp unterlegen ist. Aber seit dieser Zeit gab es kein internationales Überwintern.

Es wären noch 8 Spiele bis Basel, 10 Spiele wurden bisher inklusive Qualifikation gespielt. Wenn wir das mit der Zeit vor zwanzig Jahren vergleichen, sehen wir erst, wie schwierig es heute ist, dort anzukommen, wo Rapid vor zwanzig Jahren schon einmal war. Damals benötigten die Mannen von Ernst Dokupil 8 Spiele, um im Finale anzukommen (Ploesti, Sporting Lissabon, Dynamo Moskau, Feyenoord Rotterdam), heute sind es 18.

Da dieses internationale Überwintern etwas so Besonderes ist, hier eine Darstellung der Saisonen seit 1996:

Saison Rang Spiele CL UC/EL UI
2015/16 61 (bis Basel) 4 8+ CL: Quali (Ajax, Donetsk), EL: 16-Finale(min) (Villarreal, Minsk, Pilsen)
2014/15 2 46 2 EL: Quali (Helsinki)
2013/14 2 47 10 EL: Gruppe (Tripolis, Dila Gori; Thun, Kiew, Genk)
2012/13 3 50 10 EL: Gruppe (Vojvodina, PAOK; Trondheim, Charkiv, Leverkusen)
2011/12 2 39
2010/11 5 53 12 EL: Gruppe (Suduva, Beroe, Aston Villa; Porto, Besiktas, Sofia)
2009/10 3 52 12 EL: Gruppe (Shkoder, APOP, Aston Villa; HSV, Celtic, Hapoel)
2008/09 2 41 2 CL: Quali (Famagusta)
2007/08 1 44 4 4 UI-Cup: Sieger(Slovan Bratislava, Kazan), EL: Quali (Tiflis, Anderlecht)
2006/07 4 37
2005/06 5 48 10 CL: Gruppe (Düdelingen, LokMoskau; Bayern, Juventus, Brügge)
2004/05 1 44 4 UC: 1. Runde (Kazan; Sporting)
2003/04 4 40
2002/03 4 38
2001/02 8 43 6 UC: 2. Runde (Cosoms; Partizan, PSG)
2000/01 2 46 6 UC: 2. Runde (Durres; Örgryte, Osijek)
1999/00 3 43 4 2 CL: Quali (Valetta, Galatasaray), UC: 1. Runde (Inter Bratislava)
1998/99 2 45 4 UC: 1. Runde (Nikosia; Bordeaux)
1997/98 2 47 8 UC: Achtelfinale (Brünn; Hapoel, 1860, Lazio)
1996/97 2 46 10 CL: Gruppe (Kiew; Manchester, Juventus, Fenerbahce)
1995/96 1 48 9 UC: Finale (Ploesti, Sporting, Dynamo Moskau, Feyenoord, PSG)

Das Resultat dieses Gruppensieg sind nun folgende Gegner: FC Sevilla, Valencia, Galatasaray Istanbul, Schachtjor Donezk, Fenerbahce Istanbul, FC Sion, Borussia Dortmund, Midtjylland, Olympique Marseille, St. Etienne, Sporting Lissabon, Fiorentina, Anderlecht, Sparta Prag, FC Augsburg

2015-12-10 Rapid-Minsk

2:1 (1:0)

Wir waren natürlich gespannt, wie der Trainer den Ausfall von Schobesberger, Schaub, Stangl (wurde kurz eingesetzt), Huspek, Novota, Dibon ausgleichen würde und ob das dann für das Spiel gegen Minsk reichen wird.

Ja, wir haben schließlich gewonnen aber ausgemacht war das nicht. Ein Stangenschuss auf der Seite der Weißrussen und weitere gefährliche Angriffe aber das Glück auf unserer Seite; das Pech auch, denn wäre der Elfer von Steffen Hofmann verwandelt worden, wäre das Spiel möglicherweise klarer ausgegangen. Hier die Abwehr des Elfers durch den weißrussischen Tormann Aleksandr Gutor.

IMG_4577[1]

Rund um das Spiel

Die Ultras sammelten für einen guten Zweck und brachten die stolze Summe von fast 24.000 Euro auf. Beachtlich! Gaby Fröschl wurde nach 30 Jahren Rapid mit großem Applaus verabschiedet.

Der Block-West startete mit einem Sprechchor zu Beginn des Spiels, um dann in der 12. Minute mit einer eindrucksvollen Fahnen-Parade mit dem Untertitel „immer vorwärts Rapid Wien“ überraschen:

IMG_4571[1]

Es folgten aufmunternde Worte an den einsitzenden „Suppe“: „Mach Dir keine Sorgen, es ist gar nicht so schlimm, wir schicken Dir einen Kuchen mit einer Feile drin! Frohe Weihnachten & alles Gute zum Geburtstag, Suppe“

Ausklang

Die Einstimmung zum Spiel und der feucht-fröhliche Ausklang fand in der Essbar statt:

2015-12-10%252520Rapid-Minsk[1]

Links

Newsletter

Diese Texte werden auch als Newsletter versendet. Der Vorteil: man muss nicht in Webseiten suchen, sondern bekommt Spielberichte und andere Informationen rund um Rapid in den Posteingang geliefert.

Wir begrüßen Karl, den wir beim gestrigen Ausklang in der essbar kennen gelernt haben, in dieser Runde der Newsletter-Leser.

Alle Newsletter bleiben in einem Archiv zum Nachlesen gespeichert: http://tagebuch.ewkil.at/newsletter. In jedem Neswetter ist auch ein Abmeldelink vorhanden.

Um Dich zu dem Newsletter anzumelden, schreibe an ewkil{at}iam.at. Weitersagen erwünscht.

 

 

 

Grün-weiße Weihnachtsgeschenke

Am leichtesten sind Rapid-Fans zu beschenken.

Selbstverständlich auch alles andere aus dem Fanshop.

2015-12-05 Rapid-Ried

2:1 (1:1)

Alle schauten besorgt Richtung Richard Strebinger, wie er mit seiner Unsicherheit aus dem Admira-Spiel umgehen würde, und es lief ganz gut, denn es gab für ihn praktisch nur zwei gefährliche Situationen.

1 HZ: Das Führungstor für Ried. Dieses Gurkerl aus kürzester Distanz wurde durch eine Unachtsamkeit im Mittelfeld (Florian Kainz) eingeleitet.

2.HZ: Ein gefährlich zur Mitte (statt zur Seite oder zum Corner) weggefausteter Ball; aber der Rieder Stürmer war von dieser unerwarteten Vorlage so überrascht, dass er das leere Tor nicht traf. Da hatten wir echt Glück, dass da nicht mehr passiert ist.

Schließlich gab es einige tolle Paraden von Richard Strebinger, die uns, den Zuschauern, wieder Mut machen, dass er seine Unsicherheiten vielleicht doch wird überwinden können.

Guat is‘ gangen, nix is gschen!

Dennoch gab es – besonders in der 2. Halbzeit und in der Schlussphase – Drangperioden der Rieder, die aber glücklicherweise erfolglos blieben, weil die Rieder kaum in den Strafraum kamen und sich mit eher harmlosen Weitschüssen versuchten. Dafür sind die Rieder mit vier Gelben Karten aufgefallen (keine für Rapid).

Dass Philipp Prosenik mit diesem geringen Anteil am Spiel (die Rapid-Statistik zählt einen Torschuss)  volle 90 Minuten am Spielfeld und Matej Jelic nur zu einem Proforma-Einsatz kommt, ist nicht nachvollziehbar. Philipps Torvorlage war eher vom Typ „unbeabsichtigt“, es sollte wohl eher ein Torschuss werden. Nicht, dass man von seinem Konkurrenten Matej mehr erwarten könnte, aber Spielpraxis können wohl beide brauchen.

Eigentlich muss man dem Trainerteam gratulieren. Die Spielweise von Rapid ist so, dass alle aus dem Kollektiv für ein Tor gut sind und die Abhängigkeit von den Stürmern dadurch nicht so groß ist.

Waldorf und Statler

Zwei Einige älteren Herren beobachten das Geschehen von ihrer Loge (im zweiten Rang, gleich hinter uns) aus und kommentieren jeden und alles mit sarkastischen Äußerungen, da ihnen kein Auftritt gefällt. Obwohl sie sich benehmen, als sei die Muppet Show (das Rapid-Spiel) das Allerletzte, sind sie Stammgäste und haben keine Show (kein Spiel von Rapid) versäumt. Dank ihrer Sprüche – vor allem ihrer Schlussworte nach dem Abspann – wurden sie zu den (unseren) heimlichen Stars der Show, obwohl sie ihre Loge nur selten für kurze Bühnenmomente verließen.“

Der obige Text stammt mit Ausnahme der in Klammern gesetzten fett gedruckten Ergänzungen aus der Wikipedia, Artikel „Die Muppet Show“ und beschreibt die zwei älteren Herren, die das Geschehen auf der Bühne kommentieren.

Auch in der Reihe hinter uns sitzen seit Jahren einige ältere Herren, die das Spiel kommentieren. Anfangs waren ihre Anmerkungen für uns ärgerlich, mittlerweile erscheinen sie uns kabarett-reif. Man hat den Eindruck, als wollten sie eine Art „Tipp-Kick“ mit den Spieler spielen. Sie geben den Spielern genaue Anweisungen, in der Art wie es Schutzengel tun würden. Sie wissen genau, was in welcher Szene zu tun gewesen wäre, nicht dabei beachtend, dass jede Entscheidung, die man vordergründig als vorteilhaft ansieht, dann auch den Realitätstest bestehen würde, denn jede Aktion hat auch eine Reaktion des Gegners zur Folge und die weiß man nicht – auch als Schutzengel weiß man das nicht. Wüssten wir nicht, dass wir über eine der besten österreichischen Mannschaften verfügen, man könnte aufgrund der Kommentare meinen, wir wären in einer Schülerliga. Und das nicht nur bei verlorenen Spielen, nein auch bei tollen Siegen. Es gibt immer was zu meckern…

Transparente, unverständlich …

Mangels Griechischkenntnissen bin ich bei der Interpretation des Transparents – wie die meisten Stadionbesucher – auf Vermutungen angewiesen.

IMG_4503[1]

Am 30. November sollte Panathinaikos gegen Olympiakos spielen. Aber es gab Krawalle, einen Platzsturm des Panathinaikos-Anhangs bereits vor Anpfiff und das Spiel wurde abgesagt. Bericht und Bild in weltfußball.at. Als erste Interpretation deute ich also die Schrift als eine Art Solidaritätsadresse mit den griechischen Brüdern im Geiste.

In einem ORF-Bericht erfährt man mehr. Die Meisterschaft darf in Griechenland erst dann wieder fortgesetzt werden, wenn die Vereine Maßnahmen für die Sicherheit getroffen haben. Dazu zählen Überwachungskameras ebenso wie elektronische Eintrittskarten und darauf dürfte sich die grün durchgestrichene Eintrittskarte im Transparent beziehen.

Aus Bemerkungen aus meinem Sitzumfeld entnehme ich, dass niemand den Text, die Botschaft und den Hintergrund dieses Transparents verstanden hat. Das Transparent ist daher sinnlos – zumindest für die 12.700 Stadionbesucher, genau so wie eine türkische oder arabische Aufschrift auf einem Firmenschild in Favoriten oder Ottakring. Dort aber, in Favoriten und Ottakring wird der Text in deutscher Sprache wiederholt.

Bitte liebe Freunde: wenn Ihr wollt, dass Eure Botschaft nicht nur in Griechenland sondern auch hier verstanden wird, dann bitte zweisprachig! Wir verlangen das (mit Recht) von ausländischen Unternehmen, also sollte das auch für uns selbst gelten.

…und drohend

IMG_4521[1]

Etwas archaisch muten diese drohenden Transparente an. Wer das Akronym „SVAS“ nicht parat hat: es handelt sich um die krisengeschüttelte „Sportvereinigung Austria Salzburg“.

Beide Transparente sind irgendwie drohend. Einerseits stellt man sich klar auf die Seite von Platzstürmern in Griechenland, anderseits muss jede Situation auch gleich einen Schuldigen haben, der auch „zu bezahlen“ hat.

Wie beim Fußballspiel. Aber auch beim Fußballspiel ergeben sich Situationen, die einfach passieren und die nicht notwendigerweise einen klaren Schuldigen haben. Entscheidungen aus einer gegeben Situation sind vordergründig vorteilhaft, können sich einige Spielzüge später als fatal erweisen, wie zum Beispiel der Rückpass von Florian Kainz, die später zum 0:1 führte. Wer kann das im Vorhinein wissen? Wir, die Zuschauer meinen, das zu wissen, wie unsere Freunde. Aber wir täuschen uns, denn wir beurteilen etwas, nachdem wir den ganzen Film gesehen haben. Es hätte genau so gut passieren können, dass einer der Verteidiger den Ball weggeschlagen hätte – und wir könnten uns an die Szene gar nicht mehr erinnern.

Ungerecht

IMG_4492[1]

Gemeinsam, Essen, Trinken, so etwa ist unser Fußball-Motto. Ein Fußballspiel ist für uns sowohl eine unterhaltsame als auch kulinarische Angelegenheit. Ich bewundere unseren 12jährigen Benjamin, der beim Don Camillo eine Riesen-Pizza verdrückt und dann im Stadion ein Popcorn (im Bild musste es sein Vater halten, weil gerade eine wichtige Szene im Computer-Spiel zu absolvieren war) und Schaumbecher und dennoch ist er extrem schlank. Ich selbst mühe mich mit Salat ab aber egal, was ich auch wähle, ich nehme zu. Ungerecht das alles. Man müsst‘ halt noch einmal Zwanzig sein.

Links

Krampuskränzchen

Am Freitag fand das alljährliche Krampuskränzchen beim „Klub der Freunde“ mit Riesentombola für den Rapid-Nachwuchs statt. Die schon traditionellen Fleischlaberln von Margit durften ebenso wenig fehlen wie die Gulaschsuppe. Mit ein bisschen Glück gewann man einen Koffer vom Kofferdoktor Mosovsky, um die vielen Gewinne verstauen zu können, zum Beispiel die vielen Blumen der Gärtnerei Schiffinger & Schuster.

Krampus Walter hätte auch ganz gut zur Nachbesprechung der Mannschaft nach dem Admira-Spiel gepasst.

Ein Dortmunder Ehepaar, welches schon das zweite Jahr beim Krampuskränzechen zu Gast ist, hat versprochen, auch im nächsten Jahr wieder nach Wien zu kommen.

Rapid-Viertelstunde vom 4.12.

  • Rapid macht Lehre
  • InvesTOR-Rekord
  • Verletzungspech
  • Diplom für Barisic
  • Barisic im Interview
  • Multitasking Stangl

2015-12-02 Admira-Rapid

Dass Rapid ohne einen klar erkennbaren Sturm auf Platz drei liegt, ist ohnehin ein kleines Wunder und dem tollen Kollektiv zu danken, bei dem jeder für ein Tor gut ist.

Wie wir es aber im kommenden halben Jahr schaffen wollen, mit einem schwachen und dazu noch ziemlich verunsicherten Tormann, diesen Platz zu halten, das ist mir unklar.

1:2 (1:0)

Dabei begann alles ganz entspannt. Kalorien für einen ganzen Tag, verpackt in einer schmackhaften Leberkässemmel, warmes Wetter, beste Aussichten, zumindest RB in dieser Runde überholen zu können.

Nach dem Schock der ersten Hälfte der ersten Halbzeit als Admira die tonangebende Mannschaft war und wir von einigem Glück reden konnten, nicht in Rückstand geraten zu sein, kam zuerst ein Stangenschuss von Deni Alar und dann sein erlösendes Tor. Überhaupt war Deni auffällig und hatte auch in der 2. HZ noch eine gute Möglichkeit auf das 2:0. Sehr erfreulich!

Nachdem der Stadionsprecher vor Beginn des Spiels eine Statistik zitiert hat, nach der Rapid in der zweiten Halbzeit die meisten Tore erzielt, konnte man beruhigt auf diese zweite Halbzeit warten.

Aber es kam anders.

Zwei ziemlich geschenkte Tore mit starker Beteiligung des Tormanns und wir fuhren wieder einmal punktelos aus der Südstadt nach Hause.

Der Tormann

Es gab die eine oder andere Kritik an Helge Payer und manchmal auch an Ján Novota. Aber angesichts der gestrigen Pleite (der schon einige andere vorangegangen sind) ist man ein bisschen ratlos.  Wir können uns nicht erinnern, jemals so viel Geduld mit einem Tormann gehabt haben zu müssen.

Ganz stimmt das nicht, denn in der Saison 2008/09 hat die sportliche Leitung nicht Raimund Hedl vertraut, sondern hat stattdessen Georg Koch engagiert. Das kostete uns eine mögliche Teilnahme bei der Champions League. Nach 9 Spielen war der Spuk vorbei.

Lukas Königshofer (immerhin 56 Spiele) wurde nach einem schweren Patzer in Ried (den er sich aber mit Mario Sonnleitner geteilt hat) nicht wieder eingesetzt. (Es dürfte nicht nur dieser Patzer Schuld gewesen sein.)

So ganz unähnlich ist die Situation in diesem Jahr nicht, denn statt in einer Art „natürlichen Nachfolge“, Tobias Knoflach nach Marko Maric als Zweier-Goalie aufzubauen, verpflichtete man Richard Strebinger als Quereinsteiger. Irgendwie will man bei Rapid den eigenen Torleuten nicht vertrauen. Eventuell war das Disco-Abenteuer von Tobias Knoflach mit ein Grund für seine Zurückreihung. Aber mich erinnerte die Situation wieder an das Jahr 2008.

Und es geht ja nicht nur um das gestrige Spiel, da waren auch noch die Niederlagen gegen Mattersburg und gegen Violett, beide mit massiver Tormannbeteiligung.

Tor zum 1:1

Leute, die das besser wissen als ich, meinen, dass ein durchschnittlicher Tormann einen Ball, der dann im gestrigen Spiel schließlich zum Ausgleich geführt hat, halten muss. Eine identische Situation (ein zu fangender Ball springt wieder zurück ins Feld) gab’s auch im Altach-Spiel, dort aber ohne Folgen.

Tor zum 1:2

Und beim zweiten Tor darf ein Tormann zur Einschätzung der Situation nicht nachdenken müssen, so wie wir das tun, wenn wir uns eine Situation in der Wiederholung anschauen und dann natürlich immer gescheiter sind. Diese Reaktionen müssen – aus meiner Sicht – ganz automatisch ablaufen. Eine „Nachdenk-Sekunde“ kann sich ein Tormann nicht leisten.

Wenn der Tormann keine Chance auf den Ball sieht, muss er im Kasten bleiben, da hat er immer noch die Möglichkeit, dass er den Schuss abwehren kann oder dass der Verteidiger doch noch stören kann. Läuft er aber raus, muss er den Ball haben. Die Situation im Mattersburg-Spiel war nicht unähnlich. Wer der letzte Mann ist, muss klären, nicht spielen.

Das Spiel gegen die Admira war insgesamt kein Ruhmesblatt. Nicht nur der Tormann steht in der Kritik. Man hat viel zu viele Zweikämpfe verloren und dem Gegner das Handeln überlassen. Gut. Aber wie man am 1:0 gesehen hat, muss man auch so unrühmliche Spiele nicht unbedingt verlieren, speziell nicht durch so schwere Fehler.

Das eigentliche Drama ist aber, dass das jetzt ein halbes Jahr so weiter gehen kann, denn von wo soll ein 23jähriger Tormann Ballsicherheit beim Fangen oder das Einschätzen einer Situation wie beim zweiten Tor her bekommen? Die muss er in seiner Jugend erarbeitet haben – oder eben nicht.

Wir können uns nur wünschen, dass es so ist, wie Helge Payer in seinem Kommentar gemeint hat, dass Richard Strebinger extrem angespannt ist und sich daraus diese ansonsten unerklärlichen Fehler ergeben.

Der Trainer wird einzelne Spieler vor der Kamera nicht kritisieren und immer sagen, das Team hätte verloren. Und das ist auch in Ordnung. Aber ganz so entspannt sind wir, die Zuschauer, nicht. Und wenn nach diesem Spiel beim Sportdirektor nicht die Alarmglocken klingeln, wann sonst?

Wäre Tobias Knoflach in diesem Spiel mit denselben Fehlern angetreten, könnte man sagen, Rapid wäre eben ein „Ausbildungsverein“ und da könne das schon einmal passieren. Wenn aber Rapid Spieler kauft, dann sollten sie Liganiveau haben. Es ist ja nicht grundsätzlich unrühmlich, in einer unteren Liga zu spielen. Wir alle spielen in den meisten Fällen in einer „unteren Liga“.

IMG_4427[1]

Die Fans waren ob des Eintrittspreises etwas ungehalten:

IMG_4418[1]

Links

Bundesliga: Fehleranfällige Rapid stolperte bei der Admira Wacker Mödling in 1:2-Pleite  ·  Zahlen und Fakten zur 18. Runde der tipico Bundesliga

DerStandard: Unerwartet – Admira triumphiert gegen Rapid · Bundesliga – Admira triumphiert gegen Rapid ·  Bundesliga – Durchwachsene Ligaleistung: (K)eine Ausredensuche bei Rapid

EwkiL: Bilder · News vom Tage ·Statistik · Tagebuch

Krone: Rapid-Pleite bei Admira, weil Goalie 2-mal patzt! ·  Video: Hier patzt Rapids Goalie zweimal – Pleite! · Rapid: Kommt jetzt Knoflach statt Strebinger?

Kurier: Ersatz für Dibon? Rapid wartet ab · Rapid verliert bei der Admira

Laola1: Rapid verliert bei der Admira

Rapid: Bericht · Statistik

Sportnet: Admira Wacker vs. SK Rapid Wien: Live-Stream und TV-Übertragung · Admira Wacker 2 Rapid Wien 1: Grün-Weiß verschenkt die Tabellenführung · Keine Interviews nach Patzer: Rapid stellt sich vor Goalie Strebinger

Weltfußball: Admira Wacker schlägt Rapid · Bittere Rapid-Pleite bei Admira Wacker · Spielbericht