2015-11-25 Valencia und Abschlusstraining

Anreise

Die Abreise ist für uns fast schon zur Routine geworden. Wir frühstücken beim Hebeber am Hauptbahnhof

Nächste Mitgliederversammlung Ende August. Details werden hier bekanntgegeben. Auskunft 0677-1899 5070 (Franz)

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und fahren mit der Schnellbahn. Ist preiswert und schnell.

Am Flughafen treffen wir einen gute Bekannten, Herwig und seinen Freund aus dem Waldviertel.

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Und trotz der Routine gibt es immer wieder Dinge, die so noch nicht beobachtet wurden. Hat zum Beispiel schon wer einmal Andy Marek beim Essen gesehen? Wir kennen ihn nur von den Ansagen. Er isst nicht! Hier ist aber der Gegenbeweis, Andy hat auch Hunger:

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Wir hatten einen angenehmen Flug mit einem vornehm präsentierten Menü-Plan.

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Der Landeanflug gestaltet sich wie die Fahrt auf einer Hochschaubahn, ziemlich turbulent. Wir landen am Flughafen Castelon nördlich von Villarreal. Die Mannschaft gastiert in Villarreal und wir in Valencia. Die einstündige Busfahrt nach Valencia führt uns durch eine tolle Gartenlandschaft. Oliven-, Orangen-, Mandarinen und Zitronen-Plantagen säumen die Autobahn.

Die vielen Schlangen zwischen den Bäumen werden bei näherem Hinsehen zu Bewässerungsschläuchen. Viele dieser Plantagen sind von Bewässerungskanälen durchzogen.

Unser Hotel ist ein Vier-Sterne-Tempel mit einer eigenen Wohlfühloase, einer Dachterrasse und -bar (die allerdings nur im Sommer geöffnet ist). Bei windigen 20 Grad unternehmen wir einen Stadtspaziergang.

Stadtspaziergang

Unser Stadtspaziergang führt uns zunächst mit der Autobuslinie 19 um 1,50 Euro zum Hafen. Jemand springt von der Kaimauer ins Wasser. Ich bin erstaunt, wie gut ich Spanisch verstehe. Es stellt sich aber heraus, dass es ein mitgereister Fan ist, der sich diese kühle Dusche nicht hat nehmen lassen.

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Der Strand ist ca. 100 Meter breit und alles ist hier fein geregelt. Man hat Matten für Spaziergänger ausgelegt, damit man nicht durch den Sand waten muss. Restaurants säumen den Strand. Leider müssen wir weiter. Wir haben uns ein Ziel gesteckt, das Stadion von Valencia: Mestala.

Dazu müssen wir aber durch ein Gebiet, dass man in Wien als eine Glasscherbengegend bezeichnen würde. Keine 100 Meter hinter der Strandpromenade schaut alles gleich ganz anders aus. Slums könnte man sagen. Menschenleere Straßenzüge, Polizeipräsenz, Armut.

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Nach etwa einem Kilometer, Erleichterung man erreicht wieder die Neustadt mit den vielstöckigen Wohnahausbauten. Viel Grün, die autobahnartigen Hauptstraßen sind von vierreihigen Baumreihen und Parks durchzogen. Alles sehr diszipliniert und geordnet.

Es fällt uns auf, dass die Radwege überwiegend zweispurig sind, sehr gut in die Infrastruktur eingebunden sind und dass sie an neuralgischen Punkten (wie in Wien) grün markiert sind.

Mestala-Stadion

Schließlich erreichen wir das Mestalla-Stadion, eingebettet in einem Wohngebiet mit vielstöckigen Wohnhaus-Burgen. Die Außenfassade ist mit bedruckten Großplakaten bespannt, wohl, um die nicht ganz so vorteilhafte und spartanische Betonplatten-Architektur zu verdecken.

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Der Aufgang in die höheren Ränge erfolgt ähnlich wie in einem Parkhaus über wendeltreppenartige Aufgänge, wie sie seinerzeit von den französischen Fürsten in den berühmten Loire-Schlössern auch zu sehen sind. Auch das City-Stadion in Manchester benutzt diese Zugangstechnik.

Das bei den Kassen angekündigte Spiel gegen Barcelona ist restlos ausverkauft. Ein Mann weist uns gleich darauf hin, dass wir keine Chance hätten, eine Karte zu bekommen. Es aber hätte welche. Nachdem wir ihm andeuten, dass wir aus Wien sind und eigentlich wegen Villarreal kommen, sieht er seine Geschäftschancen schwinden und lässt uns in Ruhe.

Die Euro-League-Spiele kosten zwischen 20,- und 100,- Euro, das Schlagerspiel gegen Barcelona zwischen 30,- und 150,- Euro.

Wir kehren zum Hotel zurück und essen einen Kebab, der sich als eine Art Wrap entpuppt. Sehr schmackhaft jedenfalls. Gerade rechtzeitig kommen wir auch zum Bus, der uns zum Abschlusstraining abholt.

Estadio El Madrigal, Abschlusstraining

Nach einstündiger Autobahnfahrt erreichen wir das 1935 erbaute Stadion El Madrigal in Villarreal. So wie in Valencia ist auch dieses Stadion von engen Straßenzügen in einem Wohngebiet eingebettet.

Das Stadion ist mit 22.000 Plätzen dem zukünftigen Rapid-Stadion nicht unähnlich. Die Rapid-Fans werden auf einer Querseite, „am Juchee“, überhalb einer Zeile von VIP-Boxen stehen. Wir, die VIP-Gäste, bekommen Plätze auf der Längsseite etwa in der 8. Reihe in Richtung der Gästefans.

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Alle Rapid-Spieler sind mitgereist, auch jene, die keine Chance auf einen Startplatz haben. Der Trainer wird enthusiastisch begrüßt, als er am Platz erscheint.

Das Abschlusstraining ist ein Routineprogramm und wird von einem Kleinfeldturnier abgeschlossen, bei dem schöne Spielzüge zu tollen Torabschlüssen führen, leider aber nur beim „Manöver“. Thomas Schrammel bekommt von Alexander Steinbichler ein Sonderprogramm verordnet.

Zum Abschluss muss Andy Marek noch einige Bälle des Trainers stoppen, was zum Gaudium des Publikums nicht immer gelingt.

Nach der Heimfahrt, verbringen wir noch eine Stunde an der Bar mit einem Rioja-Rotwein.

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