Wir kriegen ein Glasdach!

RB-Rapid 1:2
2. August 2015
W24 bei EwkiL
4. August 2015

Man muss mitschreiben, wenn man so viele Details erzählt bekommt wie zuletzt bei der Stadionführung. So langsam fallen mir wieder die Dinge ein, die ich mir eigentlich merken wollte!

Betreiber von Fußballstadien kämpfen mit dem Problem der Erhaltung des Rasens. Fußballrasen will gepflegt, belüftet, lichtdurchflutet sein und bitte kein Frost. Der wirtschaftliche Druck nach mehr Sitzplätzen erzwingt eine geschlossene Bauweise, die wieder der Rasenerhaltung entgegen steht.

Mitgliederversammlung am 11.3.2019 mit:
Stephan Auer, Andrei Ivan, Tobias Knoflach, Manuel Martic
Gäste sind willkommen, Voranmeldungen erbeten. Wenn Du als Nichtmitglied teilnehmen möchtest, rufe bitte 0677-1899 5070 (Franz).

Man nimmt daher in Kauf, dass man den Rasen öfter komplett erneuern muss.

Belüftung

Fehlende Belüftung durch geschlossene Bauweise ist ein Problem großer Stadien, unter dem der Rasen leidet.

In Augsburg, Siezenheim und St. Pölten begünstigt man den Luftzug durch ein abgehobenes Dach. Für den Zuschauer ist es ein bisschen zugig, für den Rasen aber wohltuend.

Der Vorteil der offenen Bauweise (hier das Stadion in St. Pölten) ist die Belüftung des Rasens.

Diese Option eines abgehobenen Dachs haben wir in Hütteldorf nicht und zwar wegen der maximal zulässigen Bauhöhe, die durch die Dachfläche gegeben ist. Ein Abstand zwischen dem Daches und den obersten Sitzreihen würde den Verlust von Sitzreihen darunter bedeuten, weil man das Dach nicht anheben darf.

Wahrscheinlich ist die geschlossene Bauweise aber auch ein Faktor zur Eindämmung der Lärmbelästigung der Anreiner. Unser zukünftiges Stadion ist daher völlig geschlossen.

Belichtung

Je mehr Sitzreihen die Ränge haben, desto höher ist das Dach und der praktisch gleich große Dachausschnitt wirft mehr Schatten, daher bleibt für den Rasen bei höheren Stadien insbesondere an der Südseite zu wenig Licht.

Ich erinnere mich an unsere ersten Besuche in England 2007, wie düster uns manche ältere Stadien vorgekommen sind, hier eine Tribüne im OldTrafford:

Schattenspiele im OldTrafford

Dann wollte es der Zufall wieder, dass Florian, Marcel und ich nach Leverkusen gefahren sind und dieses prächtige Stadion, die BayArena, besucht haben. Das damalige Spiel gegen Werder war an einem Nachmittag und man merkt zu dieser Tageszeit gleich, was an diesem Stadion so besonders ist: es hat ein „Glas“dach. Die lichtdurchfluteten Ränge schaffen eine sehr freundliche Atmosphäre.  Eine weitere Besonderheit in Leverkusen ist, dass die VIP-Tribüne auf einer Breitseite angeordnet ist.

BayArena vor dem Spiel gegen Werder am 14. August 2011

Der damalige Traum war: dieses Stadion abbauen und in Wien wieder aufbauen (grün lackiert, versteht sich), das wär’s! Wer hätte gedacht, dass dieser Wunsch in Erfüllung gegen könnte?

Bei der Stadionführung in Hütteldorf wurde demonstriert, dass etwa die Hälfte der Dachfläche aus durchsichtigem Kunststoff bestehen wird. Der geschlossenen Bauweise will man daher mit mehr Licht begegnen.

Der hellere Innenteil der Dachflächen wird transparent sein.

Aber nicht nur dem Rasen wird das gut tun, auch der Eindruck auf den Rängen wird dadurch deutlich freundlicher, wie man am Bild der BayArena in Leverkusen sieht.

Wenn man das Dach auf der West-Tribüne des neuen Stadions betrachtet, fällt die kleine Stufe auf. Sie kommt durch das zweite, nachträglich aufgesetzte Logen-Stockwerk E4 zustande. Die Stockwerke E0 bis E3 erlauben durch die „Röhre“ einen Blick auf die Keisslergasse, das letzte Stockwerk E4 nicht mehr. Die Westtribüne ist daher etwas höher als die anderen Tribünen geworden.

Was dem kleinen Maxi dazu (im Nachhinein) einfällt, warum man die anderen Tribünen nicht auch gleich auf diese Höhe vereinheitlicht hat. Wahrscheinlich hat das mit den Grundstücksabständen zu tun, die sich dadurch verkleinern würden, weil ja dann die Fläche des Stadions zunehmen würde.

Wie es uns schließlich wirklich empfangen wird, das neue Stadion? Wir können gespannt sein, wie auf den Ausgang eines Fußballspiels.

Wie seinerzeit die Selzergasse, die Pfarrwiese und das Hanappi-Stadion ist auch unsere neue Heimat ein überlebenswichtiger Meilenstein in der Rapid-Geschichte und dieses gemeinsame Projekt hat einen spürbaren Schulterschluss zwischen Vereinsführung und Anhängern gebracht, eine wirkliche Aufbruchsstimmung, die unsere Mannschaft hoffentlich beflügeln wird.

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