Donetsk-Rapid

„Wir rocken jetzt die Europa-League“,
Michael Krammer, Präsident des SK Rapid beim Interview nach dem Spiel.

Inhalt

Hinflug

Wir parken am Parkplatz C auf K75, ca.10 Gehminuten zum Flughafengebäude. Frühstück im kleinen Cafe beim Terminal 1.
Nach und nach treffen die Rapid-Mitarbeiter und- Spieler ein…

Nächste Mitgliederversammlung 2.Dezember. Eingeladen wurden Zoran Barisic und Christoph Peschek. Auskunft 0677-1899 5070 (Franz)
Die Spieler treffen ein

…und werden gleich von den Presseleuten umringt.

Christopher Dibon beim Interview

Man benutzt die Pressepräsenz für ein Gruppenphoto mit Michael Landau, dem Präsidenten der Caritas und unterstützt die Gurkenglasaktion „Caritas und Du“.

Präsentation der Gurkenglasaktion der Caritas. Michael Landau, Christoph Peschek, Steffen Hofmann, Michael Krammer

Nur die beiden Langzeitverletzten Andreas Kuen und Thomas Schrammel bleiben – wie schon in Amsterdam – zu Hause. Alle anderen Spieler fahren mit.

Unsere Ausbeute, zwei tolle Aufnahmen:

Florian, Zoran Barisic
Florian Kain, Florian, Stefan Stangl
Los geht’s!

Bilder(Abflug 58)

Hotel Dnister 

Die Rapid-Delegation war auf vier Hotels aufgeteilt. Unser Hotel Dnister steht auf einem Hügel am Rand eines großen, alten Parks. Es ist neun Stockwerke*) hoch und vom Panoramarestaurant am Dach hat man einen prächtigen Blick auf die Stadt. Das Baujahr ist 1981 und es wurde (wahrscheinlich für die EURO 2012) runderneuert und ist heute in einem perfekten Zustand. Speisen und Getränke sind deutlich billiger als in Österreich.

*) Der Lift beginn mit der Stockwerkszählung nicht bei „E“ sondern bei „1“.

Hotel Dnister
Blick von der Dachterasse des Hotels Dnister auf Lemberg. Um in die Innenstadt zu gelangen, muss man den im Vordergrund sichtbaren Park durchqueren.
Der Bereich der Dachterasse ist mit Klimt-Bildern dekoriert.
Vor dem Check-In.
Peter, Janine, Florian

Bilder(Ankunft und Hotel 35) 

Unabhängigkeitstag 

Der Zufall wollte es, dass am Montag ukrainischer Staatsfeiertag war. Die Stadt war voll mit feiernden Menschen. Blau-gelbe ukrainische Flaggen überall. 
Begrüßung zum „Independence Day of Ukraine“.
Links im Bild ein typisches Muster, das auch auf den Trachten zu finden ist.
Auch die Blume ist typisch für slawische Ornamentik.
Fahnenschmuck auf den Balkonen. Bemerkenswert ist, dass hier auch eine EU-Fahne angebracht worden ist. Wir befinden uns eben in dem westlich orientieren Teil der Ukraine.
Balkone im ersten Stock der Häuser sind allgegenwärtig. 

Viele Menschen mit ukrainischer Tracht. Weiße, langärmlige Hemden mit verschiedensten Mustern bestickt. Sehr hübsch. Schaut Euch die Online-Bilder an, ich habe versucht, einige dieser bunten Trachten einzufangen.

Auch der ORF-Analytiker, Peter Hackmair war im Fernsehen in der ukrainischen Nachtionaltracht zu bewundern.

Niemand will es sich nehmen lassen, in der landesüblichen Tracht zu erscheinen. 
Männer tragen diese Tracht ebenso.
Alles Tracht

Bilder(Lemberg 51)

Lemberg

Wer die Ukraine bereisen will, kann mit einem Besuch von Lemberg 50 Prozent der ukrainischen Kunstschätze besichtigen. Zumindest hat uns das der Audio-Guide des kleinen Bummelzugs verraten.

Mit dem Bummelzug durch die Altstadt von Lemberg.

Diese Stadt war in den letzten 1000 Jahren in sechs verschiedenen Staaten eingegliedert: Russland (93 Jahre), Polen (423 Jahre), Donaumonarchie (146 Jahre), Polen (21 Jahre), Deutsche Besatzung (4 Jahre), Sowjetunion (46 Jahre). Seit 1991 gehört Galizien mit der Hauptstadt Lemberg zur Ukraine.

Den Eindruck der Innenstadt könnte man als ein Art Klein-Wien um 1900 beschreiben. Die Hausfassaden der Gründerzeithäuser sind sehr gut erhalten, die Bauhöhe ist überwiegend zwei-geschossig. Typischerweise haben die Häuser Balkone; manche davon in einem bedenklichen Bauzustand. Alle Innenstadtstraßen sind mit Kopfsteinpflaster ausgestaltet. Mit dem Bummelzug merkt man das ganz besonders.

Man fühlt sich in die Zeit des Romans Radetzkymarsch von Joseph Roth zurückversetzt. Joseph Roth stammt aus Brody und hat in Lemberg und Wien studiert.

Eine weitere interessante Gemeinsamkeit von Lemberg und Wien sind die Kaffehäuser. Georg Franz Kolschitzky war beim Entsatz von Wien 1683 beteiligt und bekam wegen seiner Verdienste eine der ersten Konzessionen zum Ausschank von Kaffee. Und er hat auch in Lemberg das erste Kaffeehaus eröffnet.  Kaffehäuser in Lemberg  Die Spezialität hier sind die vielen Kaffeesorten.
Aus Lemberg stammt auch der berühmte Philosoph und Science-Fiction-Autor Stanislaw Lem.

Lemberg hat heute fast eine Million Einwohner, es gibt eine Straßenbahn und umweltfreundliche O-Busse. In den Außenbezirken dominieren die Plattenbauten aus der kommunistischen Ära und auch die Infrastruktur kann diese Zeit – wie bei allen Städten des ehemaligen Ostblocks – nur sehr langsam ablegen.

Man ist beim Spazieren immer irgendwie mit dem Entschlüsseln der kyrillischen Aufschriften beschäftigt. Glaubt man das geschafft zu haben, versucht man das Wort im slawischen Wortschatz einzuordnen. Im Anhang findet Ihr eine Transkriptionstabelle der ukrainischen Schrift.

Spielankündigung auf einem City-Light..
Die Namen der beiden Vereine kann man gleich zu einer Transkriptionsübung mit der Buchstabentabelle im Anhang verwenden.

Weitere Hinweise zu Lemberg

Abschlusstraining 

Das Stadion, die Arena Lviv ist eines der Stadien der EM 2012. Es liegt an einem Autobahnkreuz im Süden der Stadt. und fasst ca. 33.000 Zuschauer. Die Bestuhlung ist wie auch in Kiew, Kharkiv und Donetsk in den Landesfarben gelb und blau ausgeführt. Das Stadion hat zwei Ränge und ein abgehobenes, teilweise transparentes Dach.

Arena Lviv

Bewacht von mindestens 10 Stewards beobachteten wir das Training des gesamten Rapid-Kaders. Ganze zwei Rapid-Mannschaften trainieren. 

Symbolisch für den starken Zusammenhalt der Mannschaft.
Alle Spieler tragen gemeinsam ein Tor auf das Spielfeld.

Abendprogramm

Nach dem Training gibt es ein gemeinsames Abendessen in einem alten Restaurant. Es gibt Pasteten und Gemüseplatten als Vorspeise, einen Mixed Grill mit gegrilltem Gemüse als Hauptspeise und eine Karamel-Muffin  als Nachtisch. Großes Bier ist hier ein Maß.
Unsere gemütliche Runde wird zunehmend feucht-fröhlich. Wir spazieren um Mitternacht durch die immer noch pulsierende Stadt zu unserem Hotel.

Pepi, Peter, Florian und Andreas am Nachhauseweg durch die Altstadt.

Peter, der Gärtner mit zwei Ukrainerinnen in der Altstadt.

Da das Panorama-Restaurant bis ein Uhr geöffnet hat, nutzen wir das aus. Dass „Wodka“ „Wässerchen“ bedeutet, darf man – wie der Schreiber dieser Zeilen – nicht ganz so wörtlich nehmen. Daher überspringen wir jetzt einige Stunden, die nicht so berichtenswert sind.

Bilder(Abendessen 32)

Donetsk-Rapid 2:2

Man kann so viele Berichte zu den einzelnen Spielen in der Linkliste lesen, dass ein weiterer dazu nicht viel mehr sagen kann.

Wir alle wissen, wie wenige Zentimeter zu einem Aufstieg in die Champions-League gefehlt haben. Wir haben gesehen, wie sich die Mannschaft für Rapid und für die Fans zerfetzt hat. Wir haben ein großes Spiel erlebt, dessen Bedeutung durch die Stellungnahmen des gegnerischen Trainers und auch durch durchaus wohlwollende Gratulationen des violetten Lagers noch zunimmt.

Unsere „Delegation“ in der Arena Lviv:

Pepi, Andreas und Peter, die „Gärtner“
Janine, Peter, Florian, Franz
Hannes wird als „Zuschauer des Abends“ auf der Vidiwall gezeigt.

In diesen Krisenjahren der Ukraine mit Krieg in den östlichen Landesteilen muss die Mannschaft von Donetsk alle Spiele entweder in Lemberg oder Odessa austragen. Wie bekommt man dann aber das Stadion voll? Es wurde kolportiert, dass der gute Besuch der Arena auf eine Gratiskartenaktion des Schachtar-Eigentümers zurückzuführen ist.

Und es waren auch viele Fans des lokalen Fußballvereins Karpaty Lviv anwesend, dessen Vereinsfarben zufällig auch grün-weiß sind. Zumindest in unserer Sitzumgebung haben diese Fans spontan Rapid unterstützt. Man ist eher in Oppostion mit den Vereinen der östlichen Landeshälfte.

Der intensive Support durch die mitgereisten Fans ist etwas, das in der Ukraine nicht so selbstverständlich ist.

Ein grün-weißes Fahnenmeer.
Eindrucksvoller Auftritt der mitgereisten Rapid-Fans.
Spielbeginn. Im Hintergrund sichtbar, eine ganz kleine Gruppe von Shakhtar-Fans.
Euphorie pur nach dem Führungstreffer durch Steffen Hofmann.
Frust pur nach dem Schlusspfif. Hier „zum Ausdruck“ gebracht durch Thanos Petsos.

Robert Beric schenkt sein Trikot einem mitgereisten Fan aus Maribor.

Bilder(Spiel 100)

Rückflug

Es war wie ein Sieg!
Für fünf Minuten in der Königsklasse:

Mit dem 2:1 hätten wir es geschafft. Für 5 Minuten waren wir „Champions League“.
(Auszug aus der EwkiL-Statistik)

Jeder Spieler wird bei der Ankunft in der Abflughalle mit Applaus begrüß.

Riesenapplaus für jeden einzelnen Spieler. Hier Robert Beric.
Was wir alle nicht wissen, ob das nicht vielleicht das letzt Foto von Robert im Rapid-Outfit ist.
Phänomenaler Empfang am Flughafen. Etwa 350 Fans warten am Terminal 3 auf die Mannschaft.
Der erste ist Thomas Hickersberger, der mit den Fans etwas zaghaft abklatscht.

Bilder(Rückflug 26) 

Links

90minutenKommentar
BundesligaBericht
DiePresseBericht
DonetskBericht
HotelHomepage
YouTube: Video

Hinweise

Unser Homepages http://ewkil.rapid.iam.at und http://kdf.rapid.iam.at haben kürzere Namen bekommen: http://ewkil.at und http://kdfsrc.at. Es können beide Schreibweisen verwendet werden, aber in Zukunft wird bei Links die kürzere Schreibweise bevorzugt.
Die Bilderzahlen beziehen sich auf die Bilder von Franz. Es sind aber während der Fertigstellung dieses Berichts noch Bilder von Hannes und Peter dazugekommen. Es sind jetzt insgesamt ca. 580 Bilder. 

Ukrainisches Alphabet

BuchstabeTransliteration Transkription
А аA aA a
Б бB bB b
В вV vW w
Г гH hH h
Ґ ґG gG g
Д дD dD d
Е еE eE e
Є єJe jeJe je
Ж жŽ žSch sch
З зZ zS s
И иY yY y
І іI iI i
Ї їÏ ïJi ji
Й йJ jJ j
К кK kK k
Л лL lL l
М мM mM m
Н нN nN n
О оO oO o
П пP pP p
Р рR rR r
С сS sS s1
Т тT tT t
У уU uU u
Ф фF fF f
Х хCh chCh ch
Ц цC cZ z
Ч чČ čTsch tsch
Ш шŠ šSch sch
Щ щŠč ščSchtsch schtsch
Ю юJu JuJu ju
Я яJa jaJa ja

Wenn einer eine Reise tut…*)

Ein Sitznachbar im Happelstadion besucht mit seiner Frau jedes Heimspiel. Sie wollten mit dem Bus nach Lemberg fahren und haben sich mehrfach auf der ukrainischen Botschaft in Wien erkundigt, wie das mit der philippinischen Staatsbürgerschaft der Frau wäre und bekamen immer die Auskunft, das sei kein Problem.
Unser Sitznachbar ist ein Video-Freak und besitzt ein großes Archiv von Rapid-Spielen
Es war dann aber an der polnisch-ukrainischen Grenze doch ein Problem, und den beiden wurde die Weiterfahrt verwehrt.

Sie mussten teils zu Fuß, teils per Anhalter in die nächst gelegene polnische Stadt, während der Bus nach Lemberg weiterfuhr. Von dort versuchten Sie über Fernsehen das Spiel mitzuverfolgen, was aber nicht gelang. Schließlich bekamen sie von einem weiteren mitgereisten Freund über ein Handy bruchstücksweise Bilder und Zwischenstände vom Spiel übermittelt.

In den Nachtstunden gaben sie dem Busfahrer bekannt, wo ungefähr sie sich befinden. Zu Fuß gingen sie dem Bus über unbekannte Landstraßen entgegen, hoffend, dass sie die richtige erwischt haben.

Sie wurden schließlich gefunden und schließlich mit dem Bus Nummer 2 wieder wohlbehalten in Wien an.

*) Matthias Claudius Gedicht »Urians Reise um die Welt« aus dem Jahr 1786. 

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