Stadionführung

Heute, um 15:00 war die erste von zwei Stadionführungen mit Bauhelm und Warnweste im neuen Stadion. Damit alle wissen, welches Stadion gemeint ist: „Allianz-Stadion“, wenn man eher Anhänger von Rapid ist, „Weststadion“ wenn man Anhänger des BlockWest ist.

Präsentation in der Bauhütte

Vor Beginn des Rundgangs sahen wir in der Bauhütte eine Präsentation des Stadions mit Videos. Auch die Strabag baut nicht jeden Tag ein neues Stadion und man hatte den Eindruck, als würden die spektakulären Abbruch-Phasen, wie zum Beispiel der Domino-Day der Nordtribüne, oder der Fall des Dachs bei der Südtribüne oder der Fall des letzten Scheinwerfermasten absichtlich und im Sinne einer „Weiterverwendung“ inszeniert worden. Besonders deutlich war es beim Fall des letzten Scheinwerfermasten, den man vorher sogar besonders präparieren musste, damit er wie ein Baum umfällt.

Im Zuge der Bauarbeiten haben sich Details der Ausführung gegenüber den ersten Bildern im Geschäftsbericht 2013 verändert. Interessant st zum Beispiel der „Allianz-Schriftzug“ im Dachbereich. Dieser wurde so abgeändert, dass bei Beleuchtungseffekten dieser Schriftzug nicht auf das Spielfeld projiziert wird. Wäre das bei internationalen Spielen der Fall, würde man gegen eine UEFA-Bestimmung verstoßen und müsste dann für dieses Vergehen eine UEFA-Strafe bezahlen. In München zum Beispiel ist so eine Projektion gegeben und die Bayern zahlen auch bei jedem internationalen Spiel eine UEFA-Strafe.

EwkiL baut mit

Wenn man auf den Bildern unseres Rundgangs Fenster- oder Türöffnungen sieht (speziell bei der Außenseite der neuen Westtribüne), dann werden später die zugehörigen Fenster und Türen vom Rapid-Hoflieferanten Hannes kommen, denn er hat sich bei der Ausschreibung durchgesetzt.

Diese Fenster werden im Stadion eiigebaut.

Wenn Du also als Leser dieser Liste einen Neu-, Um- oder Ausbau planst und dazu Fenster brauchst: Du kannst auch die gleichen Fenster wie in Deinem Stadion haben, warum nicht? Die Sitze aus dem Hanappi-Stadion haben wir zu Hause, warum nicht auch die Fenster des neuen Stadions?

Unsere Gruppe

Helm und Warnweste sind Pflicht, ebenso feste Schuhe,
die der Herr Fotograf prompt vergessen hat. Gut, dass er nicht im Bild ist.

Wenn man das Stadion (als Nicht-VIP-Gast) an der Süd-Ost-Ecke betritt befindet man sich unterhalb der Tribünen in einem Gang, der unterbrechungslos unterhalb der Süd-, Ost- und Nord-Tribüne verläuft. Man kann also problemlos Bekannte auf anderen Tribünen besuchen. Nur die VIP-Gäste sind von dieser Kommunikation ausgeschlossen.
Das wird aber nicht bedeuten, dass man irgendwo sitzen kann; bei dein Einstieglöchern werden die Karten (vermutlich) noch einmal kontrolliert.

Der Rundgang beginnt an der Nord-West-Ecke. Die erste Tribüne ist die neue Nord-Tribüne. Hier einmal eine Außenansicht. Derzeit sind nur etwa 2/3 der Tribüne fertiggestellt und links, im ersten Drittel wird die Zufahrtsstraße zur Baustelle unterhalten. Erst wenn alles andere fertig ist und das schwere Baugerät vom Spielfeldbereich abgezogen ist, wird dieses Loch geschlossen.
Neue Nordtribüne von der Ost-Tribüne gesehen.
Links ist die Zufahrt zur Baustelle. Dieser fehlende Teil wird ganz zum Schluss errichtet.

Und jetzt gehen wir unterhalb der Ränge, entlang der neuen Nord.

Neue Nordtribüne, gesehen von der Nord-West.Ecke, Familiensektor.
Links sind die Kioske und rechts die WC-Anlagen.
In diesem Bereich werden sich die Besucher bewegen.
Meine ursprüngliche Sorge, dass es zu wenig WC-Anlagen geben würde, scheint unbegründet, denn beim Stadion in Augsburg, das dieses Problem hat, müssen sich die WC-Anlagen und die Kioske den Platz rechts teilen. Außen ist dort nichts. Aus unserer nach außen geschlossenen Bauweise ist viel mehr Platz für Kioske und WC-Anlagen.
Nord-Ost-Ecke, Aufgang in den Gästesektor
Die Gäste werden unsere Stadion-Promenade nicht stören, weil ihr Zugang unterirdisch geführt wird.
Neue Ost-Tribüne, gesehen von der Nor-Ost-Ecke.
Links Kioske, praktisch durchgängig, rechts die WC-Anlangen, unterbrochen von den Ausgängen zur Tribüne.
In den Kiosken wird teilweise schon die Elektroinstallation verlegt.
Nach der Fertigstellung wird der Blick von außen an dieser Stelle wohl nicht möglich sein, weil an der Stelle der Ausgänge wohl Notausgänge sein werden.
Ansicht der neuen Ost-Tribüne von außen.
Die ersten drei Dachträger sind schon montiert.

Warum ist die Stahlkonstruktion für das Dach außen?
Der Grund ist die zulässige Bauhöhe, die nicht überschritten werden darf. Die Stahlkonstruktion fürs Dach zählt nämlich nicht zur Bauhöhe. Wäre nämlich diese Konstruktion wie beim Hanappi-Staion unterhalb des Dachs, würde man innen einige Sitzreihen des Fassungsvermögens verlieren. Damit gibt es im Stadion auch nirgendwo eine Stütze, die die Sicht beeinträchtigen könnte.

Dieses Einhalten der Bauweise hat eine Umweltverträglichkeitsprüfung erspart. Inklusive der außen angebrachten Dachträger ist also das Stadion höher.

Jetzt gehen wir durch ein Einstiegsloch auf die Tribüne und hinauf bis zur obersten Sitzreihe. Es sind 29 Reihen und 87 Stufen. d.h. pro Sitzreihe sind es drei Stufen. Im Hanappi-Stadion waren es zwei Stufen pro Sitzreihe. Die Sitzreihen im neuen Stadion sind also deutlich steiler angeordnet.

Aufgang zu den Tribünen.
Diese Ansicht erweckt den Eindruck einer Bergbesteigung.
Und die 87 Stufen von Einstiegsloch zur höchsten Sitzreihe haben es in sich.
Oben werden die schlankeren sitzen.
Vom Einstiegsloch nach unten sind es (glaube ich) drei Reihen und 9 Stufen
Blick von der neuen Ost-Tribüne auf die neue West-Tribüne.
Das Erdgeschoß ist im Rohbau fertig, der erste Stock wird gerade errichtet.

Die unterirdischen Zugänge zum BlockWest auf der neuen Süd-Tribüne werden gerade fertiggestellt.

Blick auf die unterirdischen Aufgänge zur neuen Süd-Tribüne.
Hier kommen die Besucher auf die neue Südtribüne raus.
Das besondere an der Südtribüne: es gibt keine Einstiegslöcher, die eine Choreografie stören könnten.

Hier ein Rundblick etwa auf Strafraumhöhe, Heimtor:


rundblick allianz-stadion by ffiala on photosynth
+- Hinein- und hinauszoomen

Neue West-Tribüne, etwa höhe Mittelauflage. Erdgeschoß.
Blick nach Süden, Bereich der Spielerkabinen von Rapid.

Gleichbehandlung

Die im Erdgeschoß der Westtribüne untergebrachten Mannschaftsräume sind für die Heim-Mannschaft und für die Auswärtsmannschaft gleich ausgestattet. Das entspricht einer Vorschrift der Bundesliga.

Wir erinnern uns an einige Stadionführungen in England, wo man geradezu betont hat, dass man die Räume für die Gäste nur mit vorgeschriebenen Minimum an Inventar ausrüstet. Irgendwie unenglisch!

Die Raumhöhe dieser ersten Etage ist etwa 5,30 Meter. Die spätere Raumhöhe wird aber nur etwa 3,3 Meter sein, weil zwei Meter von oben der Installationsbereich abgehängt wird.

Neue West-Tribüne, etwa Höhe Mittelauflage.
Wir stehen außen beim Trainingsplatz West 1.
Man erkennt, dass der obere erste Stock und dann der zweite darüber breiter sind,
entsprechend der späteren Röhrenform

Die West-Tribüne ist größer (einen Stock höher) als ursprünglich geplant.

Wegen der hohen Nachfrage für die Logen hat man einen zusätzlichen Stock mit weiteren 10 Logen aufgesetzt. Damit ist die Dachkonstruktion etwas ungleich gegenüber den anderen Tribünen geworden.

Links

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Rapid-Ajax 2:2

Es war eine imposante Kulisse und unser Dieter hatte bei diesem Geräuschpegel Probleme, den Audio-Kommentar über die Kopfhörer mithören zu können.

Was doch so ein großer Name ausmacht.
Nur im dritten Rang im Sektor A hätte es noch Karten gegeben.
43.200 für ein Qualifikationsspiel liegt sicher weit oben im europäischen Zuschauerranking.

Dass dann das Spiel nicht den von den Optimisten gewünschten Verlauf nahm, ist zwar betrüblich, aber dass nach diesem 0:2 zur Pause noch ein Ausgleich möglich sein würde – wer hätte das gedacht! Unsere Mannschaft tritt in die Fußstapfen ihrer großen Vorbilder, könnte man fast sagen.

Tolle Choreografie des BlockWest…
…und ein paar Festnahmen bei den Ajax-Fans

Gut, dass uns das gegen Salzburg gelungen ist, einen großen Pausenrückstand aufzuholen, das war wohl einmalig – hätte man gemeint. Aber nein, es hat sich wiederholt. Wieder hat die Mannschaft aus der Kabine einen Turbo mitgebracht und Unmögliches vollbracht.

Anders als bei Bundesliga-Spielen sind Videos bei internationalen Spielen rar. Hier gibt es aber dennoch eine Zusammenfassung der Tore, und hier die Attacke von Stefan Schwab. Interessant auch ein Video aus der Sicht von Ajax. Weitere Videos in der Link-Liste.

Man muss sich gut vorbereiten auf so ein Spiel. Auch unser Gastgeber, die „seebar“ hat einen strategisch gut positionierten Stand an der Wehlistraße aufgestellt:

Filiale der „essbar“ in der Wehlistraße

Man hat viele Rapidler in „Kriegsbemalung“ gesehen:

Unser Klubkollege Walter im „Kampfanzug“

Rapidlerinnen kommen mit subtileren „Waffen“.

Alles grün-weiß, mit einem Schönheitsfehler: falsches Handy!

und haben damit „Jagdglück“:

Die Jägerin und der zweifache Torschütze Davy Klaassen

Übrigens trainierte Ajax am Tag nach dem Spiel am Elektra-Platz. Die „Jägerin“ war dabei:

Alax-Training am Elektraplatz, Donnerstag 12:40

Daten zum Spiel

Links

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Neue Freunde

Seit Anfang Juli lesen bei diesem Newsletter auch Andreas, Corinna, Franz, Gunther, Lea, Liana und Michael mit. Andreas und Lea seit heute. 

Wir begrüßen sie herzlich!

Insgesamt lesen 73 Personen unsere Liste: Andreas (4) . Angela . Angelo . Benjamin . Christoph . Clemens . Corinna . Dieter . Elnaz . Evelyn . Ferdinand (2) . Florian . Franz (5) . Gabriela . Gerald . Gottlieb . Gregor . Günter . Gunther . Günther . Hannes . Heinz . Herbert . Herwig . Ilse . Janine . Jasmin . Joachim . Johannes . Josef . Josef Maria . Karl . Katharina . Kersten . Lea . Liana Sanda . Marcel . Marcela . Mario (2) . Markus . Martin . Michael . Miguel . Milada . Peter (4) . Raphaela . Richard . Rositta . Sabrina . Silvia . Sonja . Stefan (3) . Steffy . Susanne . Sven . Thomas (2) . Tom . Tuncay . Walter (3)

Davon sind 30 Mitglieder bei EwkiL:Rapid.
Durch die Publikation des Newsletters als Blog sind die Leserzahlen bei manchen Texten recht hoch von 50..300..1000, je nachdem, ob sich ein Link zum Text in ein anderes Forum verirrt.
Wenn Du als Leser dieser Liste eventuell kein Bezieher des Rapid-Magazins bist (Abonnenten und Rapid-Mitglieder erhalten es automatisch), dann schreib‘ eine E-Mail an ewkil{at}iam.at und melde Dich als Mitglied bei EwkiL:Rapid an. Kostet nichts, außer Deine Adresse, Telefonnummer und Geburtsdatum. Diese leiten wir an Rapid weiter. Du bekommst umgehend eine Fanklubkarte und dann vier Mal pro Jahr das Rapid-Magazin.

Wer sind wir?

So schau’n wir aus (und unsere Mannschaft), gereiht nach den Vornamen.
EwkiL-Visitenkarte 2014/15, die neue ist in Arbeit.

Was können wir für Euch tun?

Wir, das ist eine Art „Kern von EwkiL“ besuchen (fast) alle Spiele und – soweit für uns zugänglich – auch alle sonstigen Rapid-Veranstaltungen. 
Für jedes dieser Events legen wir ein Fotoalbum an. Du findest alle diese Alben hier: http://picasaweb.google.com/rapidfranz. Ältere Bilder gibt es auf Wunsch bis etwa zum Jahr 2001, davor auch aber diese sind entweder gescannte Originale oder Dokumente. Nur die letzten Jahre sind aber online.
Wenn Du an Dokumenten interessiert bist, die gibt es hier: http://ewkil.rapid.iam.at/Rapid.aspx?Id=docs. Ändere das Pull-Down-Menü von „Verein“ auf „Alles“ um alle Dokumente zu sehen.
Schon seit 2007 verfasst Franz einen Blog http://ewkil-rapid.blogspot.com aber seit einem Jahr wurde daraus ein echtes Tagebuch, bei dem die Bildersammlungen auch durch einen Text begleitet werden. 
So schaut er aus, der Franz, im „Kriegszustand“. Im Unfrieden steht er mit der Sehkraft, weil er soviel vor dem Computer sitzt und das grüne Tuch soll also dieses „Rapid“ symbolisieren.
Dass das ein Pirat sein könnte, das hat noch niemand gesagt- eher ein Chirurg, meint man.
Vermutlich fehlt die Augenklappe. Die hatten aber nur die Navigatoren. Das bin ich noch nicht.
Wenn Du Deine Rapid-Woche planen willst, kannst Du unseren „ewigen“ Kalender http://ewkil.rapid.iam.at benutzen. Gezeigt werden immer die Ereignisse der laufenden Woche aber man kann zurück bis ins Jahr 1902 navigieren, weil dort die ersten Spiele der österreichischen Nationalmannschaft stattgefunden haben. Gezeigt werden: Spiele von Rapid, Rapid II, Nationalmannschaft, Rapid-Termine (Trainings, Veranstaltungen), Mitgliederversammlungen des „Klub der Freunde“, Geburtstage von Spielern, Trainern und Rapid-Mitarbeitern sowie Jahrestage besonderer Spiele oder Ereignisse. Was an Terminen bekannt ist, wird hier eingetragen, derzeit alle Spiele bis Ende Mai 2016.
Wenn Du etwas ganz Spezielles suchst, kannst Du auch unsere Statistik-Seite http://rapid.iam.at besuchen. Dort dominieren Zahlen und Grafiken rund um Rapid.
Diese Mail hier ist ein Newsletter und wird an mehrere Personen gesendet. Die meisten dieser Texte sind auch Teil des Tagebuchs. Der Newsletter hat für Dich den Vorteil, dass Du nicht wo nachschauen musst, Du bekommst die Information auf Dein(en) Desktop/Laptop/Tablet/Handy mit allen Links. Der Betreff des Newsletters beginnt mit „EwkiL:“, d.h. es ist leicht zu erkennen und auch leicht automatisch zu filtern, zu ordnen oder zu löschen – je nachdem. Abmelden kannst Du Dich auch, schreib an ewkil{at}iam.at. An einem Online-Formular wird gearbeitet.
Was dieses „EwkiL“ bedeutet, musst Du auf der Homepage nachlesen, alles wird nicht verraten.
Hier noch zum Abschluss ein paar Aussagen, die unser Tun charakterisieren:
Ein Leben ohne Rapid ist möglich, aber sinnlos. 

(Frei nach Loriot, Humorist, 1923-2011, „Rapid=Mops“)


Es gibt Leute, die denken bei Rapid ginge es um Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich kann ihnen versichern, dass es noch sehr viel ernster ist. 

(Frei nach Bill Shankly, schottischer Spieler und Trainer, 1913-1981, „Rapid=Fußball“)


Das meiste, was ich vom Leben weiß, verdanke ich Rapid

(Frei nach Albert Camus, französischer Philosoph, 1913-1960 „Rapid=dem Fußball“)

Je mehr ich mich mit Rapid beschäftige, desto wahrer werden diese Sätze. Aber das wichtigste Motto ist: auch wenn wir das heutige Spiel verlieren: es ist nur ein Spiel.

Und ich wünsche mir, dass das auch im ganzen Leben so sein könnte. Das ist aber noch ein weiter Weg. Leider wird noch immer, 200 Jahre nach der Aufklärung im Zeichen von Symbolen das „Schlechtmenschentum“ ideologisch gerechtfertigt. „Mehr Fußball ins Leben“, könnte man sagen. 

Wer einen schönen Film über das Wesen des Fußballs sehen will, dem kann ich sie gerne borgen: 
  • „Fewer Pitch“, ein Jahr aus dem Leben eines Arsenal-Fans, mit Rückblenden in seine Jugend.
  • „Das Wunder von Bern“, wie ein kleiner Bub seinen Vater bekehrt und erzieht und schließlich zum Teil dieses Fußballwunders wird. Irgendwie kommt mir das alles bekannt vor.

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„Weststadion“?

Als Kind habe ich ein- oder zwei Mal zwischen 1958 und 1966 den Ausnahmefußballer Ferenc Puskás im Fernsehen gesehen. Faszinierend! Das war in einer Zeit, die in der Zeit des Fußball-oldstyle angesiedelt war. Aber wie wir gleich sehen werden, war auch schon damals Geld ein wichtige Größe; noch nicht so wichtig wie heute, aber doch.

Mein Fußballfreund Herwig Getterwe aus Neunagelberg hat mir erlaubt, Teile seiner umfangreichen Sammlung zu digitalisieren. Von ihm stammt diese Autogrammkarte.

Autogrammkarte von Ferenc Puskás aus 1957
Der Text lautet etwa „In wirklicher Freundschaft“
(Bild Sammlung Herwig Gatterwe, März 2010)

Vor einigen Jahren hat Domenico Jacono erzählt, dass Ferenc‚ Entscheidung zu Real Madrid zu gehen, eine Entscheidung gegen Rapid war, welches aus rein sportlicher Sicht damals am Ende der 1950er Jahre durchaus eine Alternative war; auch die Nähe Wiens zu seiner Heimat Ungarn könnte dabei eine Rolle gespielt haben. Aber schon damals war klar, dass man in Madrid mehr verdienen konnte. Schon damals spielte eben Geld im Fußball eine große Rolle.

Wir groß diese sportliche Nähe zu Rapid war, das zeigt, dass sich Ferenc Puskás zum Abschiedsspiel zu seinen Ehren ausgerechnet Rapid als Gegner ausgesucht hat. Das habe ich beim Sammlerabend für das Rapideum am 23. Februar 2010 auf einem Plakat gefunden, das ein Sammler Rapid geschenkt hat. Ich habe es damals fotografiert und kann Euch das hier zeigen:

„Homenaje“=“Gewidmet“ Ferenc Puskás.
Spiel der Meister von Österreich und Spanien am 26. Mai 1969
Foto vom 23. Februar 2010

Interessant ist, dass Puskás nie in einem Bewerbspiel gegen Rapid gespielt hat. Im ersten Duell Rapid-Real in der Saison 1956/57 (Ohne Auswärtstorregel; Rapid schied im Entscheidungsspiel dieses Achtelfinales aus, vermutlich war auch damals schon das Geld schuld, denn man verkaufte das Recht auf neutralem Boden zu spielen an Real und verlor) war er noch nicht bei Real, damals war Di Stefano der „Leitwolf“, Puskás kam erst später zu Real. Im zweiten Duell zwischen Rapid und Real in der Saison 1968/69 war er nicht mehr dabei. Dieses zweite Duell (Mit Auswärtstorregel; Achtelfinale im EC der Meister) entschied Rapid für sich, schied aber im Viertelfinale gegen Manchester aus.

Immer, wenn es um Kommerzialisierung geht, denke ich an den Spruch des großen Ferenc Puskás:

Kleines Geld, kleines Spiel – großes Geld, großes Spiel

Diese Begegnungen von Real mit Rapid markierten einerseits das Ende der Zeit des großen mitteleuropäischen Fußballs (bei der WM1954 waren von den 8 Mannschaften im Viertelfinale fünf mitteleuropäische (A, CH, D, H, YU) sowie England, Brasilien und Uruguay), anderseits waren diese Jahre die Begründung des „Weißen Balletts“. In dieser Zeit steuerte Real Madrid schon dem großen Geschäft im europäischen Fußball zu, während Rapid seit dieser Zeit mit der Geldbeschaffung so seine liebe Not hatte.

Mein Eindruck ist, dass Rapid damals die Zeit davongeeilt ist und die früheren Spielerreservoire der Gstetten und Fußballfelder rund um Wien im Zuge des Wiederaufbaus verschwanden und das gesamte fußballerische Umfeld sich verändert hat, ohne, dass der Verein ausreichend darauf reagiert hätte. Vielleicht war man damals schon ein bisschen nostalgisch (was bei dieser tollen Vergangenheit gar nicht so verwunderlich wäre), so wie heute der BlockWest, wenn er meint, die wirtschaftlich begründeten Entscheidungen der Vereinsführung bremsen zu können.

——

Wir saßen gerade in der Meierei als der BlockWest lautstark durch den Prater zog und es sich natürlich die Frage stellt: „Sollen wir da mitmachen?“ „Wollen wir, dass man das neue Stadion ‚Weststadion‘ nennt?“

Es geht um diesen Schriftzug auf der Westseite: „Allianz Stadion“

Die kurze Antwort ist „nein“ aber wir wollen es uns nicht leicht machen, sondern den Dingen auf den Grund gehen.

——

Eigentlich muss man sich nur vorstellen, was passiert, wenn sich die Idee vom „Weststadion“ durchsetzt und alle, auch die Medien, nur mehr vom „Weststadion“ reden.
Dann ist die Absicht, dass der Name „Allianz-Stadion“ popularisiert wird und damit den Wert und die Bekanntheit der Marke „Allianz“ steigert, zunichte gemacht und der 12-Jahres-Vertrag wird wohl nicht weiter verlängert werden. So ganz nebenbei bedeutet die Verbreitung des Namens „Allianz-Stadion“ über die Allianz-(Werbe-)Kanäle auch eine Stärkung der Marke „Rapid“ und die Erschließung weiterer Zuschauer- und Mitgliederschichten.

In diesem Sinne ist also diese Demonstration des BlockWest im Prater für unser Rapid ziemlich geschäftsschädigend.

Es wird nun sicher nicht so weit kommen, dass wegen einer Demo dieser Vertrag aufgelöst wird und Gewöhnung wird bei den Fans einsetzen, aber woher kommt die plötzliche oppositionelle Haltung? Vor allem, warum und

warum erst jetzt?

Am 6. Juni 2014 berichtete die Rapid-Homepage erstmals über den neuen Stadionnamen „Allianz-Stadion“. Niemand regte sich darüber auf, alle haben es gewusst, das Gerhard-Hanappi-Stadion ist Geschichte.

Wir haben alle gewusst, dass ein Teil der Finanzierung auf der Verpachtung des Stadionnamens sein wird.

Nach einer mehr als einjährigen Schrecksekunde wird es dem BlockWest klar, was damals am 6. Juni verlautbart wurde und besinnt sich des Feindbilds „Kommerz“ und meint, dass die Verpachtung des Stadionnamens ein zu großer Tribut an die Geldgeber wäre.

Ein Feind stärkt die Gruppe

Manchmal habe ich das Gefühl, dass eine so heterogene Gruppe wie die des BlockWest (das sind ja viele verschiedenartige Gruppierungen, die erst durch den gemeinsamen Platz im Stadion diesen Namen angenommen haben) ein starkes Bindemittel braucht, um nicht zu zerfallen. Und wenn das Gemeinsame, „Rapid“, als Kitt nicht ausreicht, braucht man einen äußeren Feind, der den Zusammenhalt besorgt. Normalerweise ist das der jeweilige Gegner.

Aber wer beim Spiel gegen Ried in den F-Sektor geschaut hat, weiß, dass nur zwei unserer neun Gegner in der Bundesliga, die Violetten und die Schwarz-Weißen fantechnisch dem BlockWest etwas entgegenstellen können. Alle anderen Vereine sind in diesem Sinne keine ernst zu nehmenden Gegner. Und weil das eben so ist, ist ein ideologischer Reibebaum ein guter Behelfskitt und dazu eignet sich die (für das Empfinden der Fans) bedrohlich zunehmende Kommerzialisierung von Rapid.

Kommerzialisierung

Die Organisationsformen von Fußball reichen vom geldbefreiten Kick auf der Donauinsel bis zu den amerikanischen Profi-Ligen, wo ausschließlich das Geld regiert und die Mannschaft nicht über einen Verein geführt wird, sondern über ein Franchise (das sind alle Partner, die das Team co-finanzieren). Dort, in den USA, wäre also der Eigentümer von Rapid ein Franchise, gebildet aus den Sponsoren. Diese hätten das Sagen, wohl auch in sportlicher Hinsicht; eine Art Stronach-Modell.

Betrachtet man unsere bisherigen internationalen Gegner, können wir bei diesen verschiedene Kommerzialisierungsgrade feststellen. Rapid scheint jetzt – aufgerüttelt durch das neue Stadion und durch die neue Führung – aus einem Dornröschenschlaf des Zuschussfußballs zu erwachen und sich erstmals diesen neuen Herausforderungen zu stellen.

Kommerzialisierung ist keineswegs neu. Sie reicht zurück bis in die Anfänge des Fußballs im 19. Jahrhundert und beginnt, wenn Menschen ihren Lebensunterhalt durch den Fußball zu bestreiten, sei es als Spieler oder Trainer oder als Angestellter des Vereins. Trotz dieser kommerziellen Interessen der Akteure kann ein Verein immer noch als gemeinnützig gelten, wenn er nur darauf abzielt, diese Kosten zu decken und nicht mehr.

Wäre also Rapid ein normaler, gemeinnütziger Verein und ginge es nur darum, die Unkosten von Spielen und des laufenden Betriebs zu decken, müsste ein Spiel daher mit steigender Zuschauerzahl billiger werden. Rapid-Ried (15.000 Besucher): 20 Euro. Rapid-Ajax (30.000 Besucher): 10 Euro. Das Gegenteil ist aber der Fall, das Ajax-Spiel kostet 28,- Euro. Und warum? Weil wir bereit sind, diesen Betrag für ein „großes Spiel“ zu zahlen.

Wie es weitergeht, hat uns Andy Marek beim Fanklubtreffen auch erzählt, denn in der Amsterdam-Arena kosten Plätze wie wir sie im Sektor B um 28,- Euro bekommen, 220,- Euro (ohne Bewirtung). Und das ist auch gleichzeitig der Ausblick auf die Preise im neuen Stadion, egal, wie wir es nennen. Denn dieser Preis von 220,- Euro für einen Sitzplatz auf der Haupttribüne, der auch den Pauschalpreis für den Flug nach Amsterdam in die Höhe getrieben hätte und über den wir uns entrüstet haben, den werden wir im nächsten Jahr von Gästen, die sich einen Platz auf der Haupttribüne wünschen, selbst verlangen. Weit sind wir also nicht mehr davon entfernt.

Dieses große kommerzielle Interesse am Fußball kommt also von uns selbst, weil wir eben nicht „kleines Spiel“ sondern „großes Spiel“ sehen wollen.

Statt zu Hause zu bleiben, weil der Preis vom 28,- Euro kein gemeinnütziger Kostendeckungspreis sondern gewinnorientiert kalkuliert ist, sind wir bereit, diesen Preis um des „großen Spiels“ willen zu zahlen. Dazu kommt, dass auch alle, die aus Protest über den Preis Daheimgebliebenen am Fernseher mitgezählt werden und den Preis für die Fernsehrechte allein durch die Wahl des Fußballkanals hinauf-lizitieren.

Rapid ist als längst kein gemeinnütziger Verein mehr sondern muss den Regeln folgen, die der Markt vorgibt, und Überschüsse erwirtschaften, um am Spielermarkt mitmischen zu können, sonst können wir uns von den (ohnehin seltenen) „großen Spielen“ verabschieden.

Ein Fußballverein braucht Geld, viel Geld. Und warum? Weil die Dachverbände keine oder nur wenige diesbezügliche Auflagen machen. Daher bleiben die Regeln des wirtschaftlichen Systems, der sehr freie Markt des Fußballgewerbes, in dem es keinen Kollektivlohn, keine allzu großen Auflagen für die Gebarung gibt (wie man an den spanischen Verhältnissen sieht) sondern nur volles Risiko. Wenige gehören zu den Gewinnern, die meisten sind Verlierer. Das System „Fußball“ ist ziemlich ungeregelt.

Was an der Demo gefällt

Diese Demo ist eigentlich eine der wenige Aktivitäten der Jugend (seit den Opernball-Demos), die sich gegen die zunehmende Kommerzialisierung der Welt wendet. Zunächst zeigt sich das nur vordergründig in einem Stadionnamen. Aber alle diese Aktivitäten, zu denen wir auch noch durch unsere eigene kommerzielle Teilnahme beitragen, stärken Konzerne, machen Reiche reicher und Arme ärmer. Dieser Trend macht beim Sport keine Ausnahme, denn der Sport ist auch nur ein Teil der Wirtschaft und will er erfolgreich sein, dann muss er die Musik des Marktes spielen. Rapid beginnt seine Instrumente zu stimmen, um vorne mit dabei zu sein.

Pragmatiker

Pragmatiker sehen in der Verpachtung des Stadionnamens kein Problem, denn immerhin muss ein Kredit zurückgezahlt werden und immerhin steht auf der Haben-Seite, dass Rapid nicht zu Ebener Erde des „Weststadions“ residiert sondern im Ersten Stock. Rapid ist also nicht der Untermieter, Rapid ist der Hausherr. Also ein durchaus akzeptabler Interessensaustausch. Wir können die Auswärtsfahrer nach Amsterdam beauftragen herauszufinden, wie die Stellung von Ajax bezüglich ihres Stadions ist. Mein Tipp: sie sind Untermieter. Und es ist ihnen sicher egal. Holländer gelten als weltoffen und weniger rückwärtsgewandt.

Fundamentalisten

Fundamentalisten meinen, dass man mit dem Verkauf des Stadionnamens zuviel an eigener Identität aufgibt. Ich meine, dass es zuerst nur eine Aufgabe auf Zeit ist, denn nach 11 Jahren ab heute kann man sich erneut für oder gegen eine Verlängerung der Namensverpachtung entscheiden. Mein Tipp: man wird verlängern, sofern das dann eine Option sein wird, denn „non olet“, wie der der Lateiner weiß. Und es macht süchtig, das Geld, man kann nie genug davon haben.

Man kann auch stolz sein! 

Man kann sich darüber freuen, dass der Stadionname an ein prominentes Unternehmen vergeben wurde, denn daraus ergibt sich – ähnlich wie auch bei den anderen Sponsoren wie Wien-Energie, Ottakringer, Lyoness usw. – dass umgekehrt neue Sportinteressierte ins neue Stadion kommen, dass es also Synergien gibt, die auch Rapid nützen. Und wir werden sie brauchen, denn es sind 28.000 Plätze zu füllen! Alle diese Sponsoren nutzen einerseits die Popularität von Rapid auch in ihren eigenen Werbungen und das stärkt automatisch auch die Marke Rapid ohne dass Rapid auch nur eine einzige Werbeeinschaltung zahlen muss.

Sport muss sich im politisch-wirtschaftlichen System einordnen 

Für die Frühzeit des Fußballs fehlt uns die Erinnerung aber spätestens seit der Zeit des Nationalsozialismus weiß man, dass sich nicht nur die Wirtschaft sondern auch das politische System des (Fußball-)sports bemächtigen kann. Es gibt also keinen großen Unterschied zwischen dem Staats-Sport des ehemaligen Ostbocks oder den der Nazis oder den von Oligarchen gelenkten Fußballklubs. Nur betrifft der Staats-Sport alle Vereine und der oligarchische eben nur einen. Aber anders als beim Staats-Fußball im ehemaligen Ostblock bilden Fußballvereine heute einen Markt für Oligarchen, Konzerne und große Marken. Und Oligarchen können auf diese Weise sogar Tradition kaufen, indem sie einen traditionsreichen Klub übernehmen. Seit 2003 sind die Sportverantwortlichen bei Chelsea alle ihre Sorgen los, denn Roman Abramowitsch kaufte damals den Klub im Bausch und Bogen.

Rapid ist anders und seit den 1960er Jahren nicht mehr ganz im Zentrum der Fußballwelt. Aber aus der Sicht einer Übernahme durch Oligarchen vielleicht gar nicht so schlecht, denn wer weiß, wie die Rapid-Geschichte verlaufen wäre, wenn Rapid 1994 beim Absturz der Rapid-Aktie nicht durch die Bank-Austria sondern durch einen unterbeschäftigten Ölscheich aufgefangen worden wäre…

Übergang in die wirtschaftliche Autonomie

Rapid dringt in neue wirtschaftliche Dimensionen vor. Das neue Stadion ist noch nicht einmal in Betrieb, man hat im Vorjahr den internationalen Bewerb verpasst und trotzdem vermeldet man ein Rekordbudget von 24 Millionen und einen nur kleinen Verlust. Das ist wohl schon eine Folge der ersten Teilzahlung der Allianz für den Stadionnamen, vielleicht auch schon von Lyoness, jedenfalls aber eine Folge der Fokussierung des Präsidiums auf die wirtschaftlichen Belange.

Rapid ist Herr im eigenen Stadion und nicht mehr die Gemeinde. Die Finanzierung des Baus erfolgt durch drei Komponenten:

  • Die erste ist die Förderung der Gemeinde, 
  • die zweite ist ein Kredit, der durch die zu erwartenden Mehreinnahmen abgedeckt ist und 
  • die dritte kommt aus der Vergabe des Stadionnamens an Allianz für den Zeitraum von 12 Jahren, bezahlt wird aber schon ab 2014.

Wie man sieht, ist Rapid wegen der Kreditrückzahlungen vermutlich erst etwa im Jahr 2026 wirklich eigener Herr im eigenen Stadion. Erst dann kommen wirklich alle Mehreinnahmen dem Sportbetrieb zugute.

Diese Finanzierungsform bedeutet natürlich, dass man eben den Stadionnamen opfern muss, um das Unternehmen „Stadion“ stemmen zu können.

Für die Traditionsbewussten Fans hat man ein kleines Trostpflaster in Form der Stadion-Adresse, die der Gerhard-Hanappi-Platz 1 sein wird.

Seit Februar 2015 steht der Name der Stadion-Adresse fest.

Den Fans, genauer dem Block-West, genügt das aber nicht. Man will, dass man im Sprachgebrauch den Namen „Weststadion“ verwendet.

Mehr Phantasie bitte

Also da hätte ich den Fans ein bisschen mehr Phantasie zugetraut! Denn nehmen wir an, Rapid wäre wirklich frei von Finanzierungszwängen und man wäre auch frei in der Wahl des Stadionnamens, warum sollte man dann einen verstaubten Namen verwenden, den die Gemeinde seinerzeit ohne viel Emotion einfach aus geografischen Gründen festgelegt hat? Man könnte doch das Stadion nach einem verdienstvollen Spieler oder Funktionär oder besser „Rapid-Stadion„, „Playground Rapid“ oder „Heimat Rapid“ nennen, weil es uns dann nicht darum geht einen künstlichen Begriff „Weststadion“ zu pushen sondern die Marke „Rapid„, nach dem Motto Wer ko der ko“.

An diesem emotionslosen Namensvorschlag „Weststadion“ lese ich ab, dass es mehr um die Opposition zum Kommerz geht, als um eine besondere Bedeutung dieses Namens für die Fans.

Man will also

Fußball oldstyle

Das ist, was die Fans wollen. Einen Fußball frei von Einflussnahme, frei von fremden Symbolen.

Aber der österreichische Fußball ist im internationalen Vergleich unterfinaziert und ist daher zu wenig konkurrenzfähig. Das zeigen uns die Ergebnisse in internationalen Bewerben, das zeigt uns die Aufstellung der Nationalmannschaft. Man findet nicht mit einem Textilponsor das Auslangen, Trikots und Hosen sind voll mit Sponsoraufklebern.

Man wundert sich, dass sich die Fans dort, wo man es auf Spielerabbildungen besonders sieht, weniger irritiert fühlen als beim Stadionnamen. Man hat sich wahrscheinlich schon an die Pickerln gewöhnt, wogegen der Name „St. Hanappi“ der Vergangenheit angehört und jetzt die Gewöhnung an das neue Gemäuer und an den neuen Namen erfolgen muss.

Es gibt viele Vereine (oder besser Stadionerhalter), viele davon durchaus mit langer Tradition, die auf diese Form der Mitfinazierung nicht verzichten wollen oder können. Beim kleinen Regionalligisten Weiz heißt der Sportplatz „Siemens Energy Stadion“, bei den großen Bayern „Allianz Arena“.

Da wäre einmal die Frage:

Wie alt meint eigentlich „oldstyle“?

Vermutlich geht es einmal um unbeliebtes Sponsoring, bei dem Teile der „Seele“ verkauft werden, also zum Beispiel um Trikot-Aufkleber, Werbebanner im Stadion und natürlich auch um den Stadionnamen.

Man muss weit in der Geschichte zurückgehen, nämlich in die 1960er-Jahre, wo Fußball noch oldstyle war, sofern man eben werbefreien Fußball meint.

Eine Blütezeit des österreichischen Fußballs geht Hand in Hand mit einer ganz großen Ära von Rapid und das war die Nachkriegszeit bis in die 60er Jahre. Die heute noch lebenden Vertreter dieser etwa zweier Spielergenerationen werden heute genau so gefeiert wie damals.

Wenn man sich an alte und erfolgreiche Zeiten zurück erinnert, dann müsste das die Zeit zwischen 1945 bis 1968 sein. Da ist die Zeit von Binder, Körner, Dienst, Hanappi, Happel, Merkel, Flögel, Glechner, Bjerregaard uva., die uns heute noch so geläufig sind – zumindest uns älteren – als wären keine 45-70 Jahre dazwischen gewesen. Damals war also „oldstyle“.

Aber dieser Erfolg schwand. Der letzte Titel dieser Ära war das Double 1968, im Bild die Mannschaft mit neutralem Trikot.

Meister und Cupsieger 1968 in neutralen Dressen. (Aus dem Sonderdruck 25x Meister)

In den 1970er Jahren begann die Zusammenarbeit mit der Zentralsparkasse und das Bild aus 1975 zeigt Werner Walzer bereits im Rapid-Wienerberger-Trikot. Da war Rapid also schon durch „Wienerberger“ vereinnahmt.

Werner Walzer im Wienerberger-Trikot (1975)

Damals, in den 1970er Jahren, hat also die Kommerzialisierung mit dem Verkauf der Fläche am Trikot und sogar mit einer Änderung des Vereinsnamens in „Rapid-Wienerberger“ eingesetzt. Es war auch die Zeit des Avery Brundage, der sich – vergeblich wie wir wissen – gegen die „neuen Zeiten“ gestemmt hat und „unseren Karl“ bei den olympischen Spielen 1972 in Sapporo aus dem Rennen genommen hat. Der Skisport dürfte also in Österreich damals schon einen Schritt weiter gewesen sein. Der Fußball hinkte nach.

Damals war ganz Sport-Österreich offenbar auf einem deutlichen Pro-Kommerz-Kurs, denn hierorts wird man kaum Befürworter der Brundage-Entscheidung getroffen haben.

In diesen 1970er und 1980er Jahren erfolgten also die ersten Gehversuche in der Kommerzialisierung des Fußballsports und gerade in dieser Phase macht Rapid sportlich keine gute Figur. 14 Jahre lang musste Rapid zwischen 1968 und 1982 auf den 26. Meistertitel warten. Irgendwie hat man sich – so scheint es – an die neuen Gegebenheiten im Fußballsport nicht ausreichend angepasst. Ob das stimmt, müsste man die Spielen der 70er und 80er Jahre fragen.

Wenn wir also diesen Fußball der erfolgreichen Nachkriegszeit wollen, dann müssen wir uns auch Gegner aussuchen, die diesen Fußball pflegen. Da man die Zeit nicht zurückdrehen kann, müsste man in der Wiener Landesliga kicken, dort kann man vielleicht noch die eine oder andere Parallele vorfinden, dort, wo Geld noch nicht an allererster Stelle steht, um Träume zu verwirklichen. Aber aus der Bundesliga müsste man sich wohl verabschieden, denn die 24 Budgetmillionen wären dann natürlich nicht mehr verfügbar

Wenn also irgendwo steht, man wolle Fußball „oldstyle“ pflegen, dann ist das eine nostalgische Phantasie, aber weit wird man mit diesem Fußball sicher nicht kommen, man wird ein „kleines Spiel“ sehen.

Erstes wirtschaftlich handelndes Präsidium

Ich selbst verfolge Rapid seit etwa 15 Jahren und erlebte gerade noch den Abgang der Bank Austria als Sponsor. Auch in Erinnerung – allerdings nur als Zeitungsleser – sind mir die Turbulenzen rund um die Rapid-Aktie und vielleicht waren diese negativen Erfahrungen der Grund, warum man eine wirtschaftliche Neuorientierung des Vereins nicht früher in Angriff genommen hat, vielleicht hat auch die Expertise dazu gefehlt.

Diese Zeiten hat Rapid wohl nur überlebt, weil immer wieder gemeindenahe Betriebe als Sponsor eingesprungen sind. Es war ein wirtschaftliches Reagieren ums Überleben.

Erstmals haben wir ein Präsidium, das klar zum Ausdruck bringt, dass man nur dann erfolgreichen Fußball spielen kann, wenn der wirtschaftliche Background solide aufgestellt ist. Das Präsidium sorgt dafür, dass die Rahmenbedingungen für den Spielbetrieb passen, und man hat den Eindruck, dass schon jetzt, nach nur einer Saison unter neuer Führung, diese solide Grundlage geschaffen ist. Zumindest wird es so kommuniziert.

Der Vereinsführung wurde von den Spielern bei einer Umfragen unter allen Bundesliga-Klubs die beste Note unter allen Bundesliga-Vereinen ausgestellt.

Da wir alle das neue Stadion wollen, müssen wir auch akzeptieren, dass man das dafür ausgeliehene Geld auch wieder zurückzahlen muss. Und Präsident Krammer hat deutlich gemacht, dass derzeit drei Wege zur Geldbeschaffung bekannt sind:

  • Oligarch (Chelsey, PSG)
  • Marketingbetrieb (RedBull)
  • Mitgliederverein (Rapid)

Ich erlaube mir noch ein viertes Modell anzuhängen:

Man muss dazu anmerken, dass es diese Vereinsformen zwar alle gibt, dass sie aber bei Rapid nicht als Option zur Verfügung stehen. Wer wirklich viel Geld hat, will auch in der europäischen Spitze mitmischen und daher zählt Rapid nicht zu den potentiellen Übernahmekandidaten. Die Gemeinde hat in der Vergangenheit ausgeholfen aber für die Zukunft heißt es, dass Rapid auf eigenen Beinen stehen muss.

Daher muss man bei Rapid aus dem Mangel an Möglichkeiten eine Tugend machen und den „Mitgliederverein“ als jene Vereinsform annehmen, die am besten zu Rapid und seinem großen Anhang passt.

Die Anhänger haben das von Präsident Krammer propagierte Modell des Mitgliedervereins auch mit großer gefühlter Mehrheit angenommen. Das aber heißt, dass wir alle dafür sorgen müssen, dass sich mehr Anhänger von Rapid auch als Mitglied zu Mikrosponsoren werden. Denn 10.000 neue Mitglieder sind so wie ein Großsponsor und hätten wir sie, wäre die Forderung, das Rapid-Stadion „Weststadion“ zu nennen, nicht einmal so unrealistisch.

Unsere Aufgabe

Irgendwie gehört Rapid uns Mitgliedern aber unsere 100 Euro pro Jahr sind nur ein ganz kleines Aktienpaket. Daher müssen wir viele sein, um auch Gewicht zu haben. Jeder von uns müsste sich bemühen, als Multiplikator für die Rapid-Mitgliedschaft zu werben. Das ist unsere Hausaufgabe. Erst wenn die erledigt ist und die Rapid-Mitgliedschaft einen ähnlichen Verbreitungsgrad hat wie die Kronenzeitung im Pressesektor, dann wären wir in der Position, darüber zu befinden, wie unser Stadion heißen soll. Vorher nicht. Denn dann, mit beispielsweise 20.000 Mitgliedern und 1.000 Mitgliedern „Mein Leben lang“ besäße der Verein einen guten Anteil an Eigenfinanzierung, die es ermöglichen, auch einmal ein Sponsor-Angebot auszuschlagen.

Daher wäre es viel konstruktiver, wenn sich der BlockWest zu einer Mitglieder-Werbeaktion zusammenrotten würde, statt sich in illusionären Oldstyle-Phantasien zu ergehen.

Anhänger und Kommerz

Es mutet seltsam an, dass einerseits die Anhänger von Rapid (und da waren sicher auch viele aus dem BlockWest dabei) viel Geld in die Hand nehmen und mit sieben Großraumfliegern, fünf Autobussen und vielen Einzelreisenden nach Amsterdam fahren aber dieselben Anhänger den Verein ermahnen, doch Fußball-old-style zu pflegen und auf die Vermarktung des Stadionnamens zu verzichten. Was wir in den Fußball investieren, das ist doch eigentlich ein Wahnsinn. Und gerade diese Begeisterung steigert die Begehrlichkeit der Sponsoren, sich an dieser Euphorie zu beteiligen.

In den 1920er Jahren spielten die Fußballer für ein warmes Essen, in den 1950er Jahren für gewisse Vergünstigungen, die sie durch ihre Popularität, zum Teil bei ihrem Arbeitgeber genossen haben. Und die Eintrittspreise waren leistbar. Heute funktionieren diese „oldstyle“-Modelle nicht mehr. „I will pinke-pinke see“ (aus „Black and White“ von Armin Eichholz, genial vorgetragen von Otto Schenk auf der Burg Finkenstein), das ist es, was Spieler heute wollen. Und warum können sie das? Weil das Geld da ist. Wenn nicht bei Rapid, dann eben woanders, dort wo die Menschen viel Geld hintragen, damit es in die Taschen der Akteure fließe.

Diese Beweglichkeit moderner Fußballer erinnert ein bisschen an die Beweglichkeit von Kapital, das beim Anziehen der Steuerschraube einfach ein Häuschen weiter zieht. Nur ist die treibende Kraft nicht die Steuer sondern der lukrativere Vertrag.

Heute muss Rapid seine ganze Attraktivität als Traditionsverein, seine tolle Anhängerschaft auch noch viel Geld aufbieten, um den Fans jenen Fußball zu bieten, der den Hütteldorfer Ansprüchen gerecht wird. Trotz großer Konkurrenz aus der Marketing-Filiale in Salzburg und ohne gleichzeitig deren Budget aufbieten zu können.

Wir sagen: Geld spielt keinen Fußball. Die anderen sagen: Tradition spielt keinen Fußball. Aber beides stimmt nicht, beides spielt immer und überall mit.

Eigentlich sind wir die Modernisierungsverlierer, nicht der BlockWest

Eigentlich sollten wir, die ehemaligen Süd-Tribünen-Sitzer, diesem Demonstrationszug gegen das Allianz-Stadion vorangehen, denn wir sind die eigentlichen Verlierer in der neuen Stadion-Herrlichkeit. Nicht wegen des Namens aber wegen unserer doch einzigartigen Sitze auf der Fernsehseite von St. Hanappi.

Das alte Hanappi-Stadion hat es dem Mann von der Straße ermöglicht, beste Plätze zum leistbaren Preis zu erwerben. Damit ist es jetzt Schluss. Nichts bringt es besser auf den Punkt als die Exklusivität der neuen Haupttribüne, wie sich die Einkommensverhältnisse des Vereins ab der nächsten Saison vom Fußball.org (oldstyle) zum Fußball.com verändern werden.

Ich müsste für diesen ehemaligen Platz auf der Süd im neuen Stadion den zehnfachen Preis bezahlen. Ich wünsche es uns, dass sich genügend Leute finden, die sich das leisten können, denn es muss eben auch einen Markt für Betuchte geben.

Weil wir gegen diese Preisentwicklung nicht auf die Barrikaden gehen, zeigt, dass wir schon resigniert haben und das Kommando des Kapitals als gegeben hinnehmen.

Rapid verpachtet also nicht nur den Stadionnamen, Rapid nimmt den langjährigen Abonnenten auch ihre Plätze, weil mit diesen Plätzen mehr „Kohle“ zu machen ist.

War Rapid bis heute ein echter Mitgliederverein, so wird er ab dem nächsten Jahr einerseits zu einer Marketingmaschine und teilt die Mitglieder in eine Zwei-Klassengesellschaft, die Gesellschaft der betuchten West-Sitzer und der Gesellschaft auf den Volkstribünen. Wenn wir „großes Spiel“ sehen wollen, dann müssen wir eben akzeptieren, dass dieses nur bei „großem Geld“ geboten wird.

Und dass der Verein damit richtig liegt, zeigt folgende (ziemlich grobe) Schätzung der Jahreseinnahmen:
West-Tribüne
20 Logen a 60.000 Euro = 1.2 Mio,
dazu 2500 Business-Seats mit 2.500,- Euro=6.25 Mio,
zusammen 7.45 Mio
Volks-Tribünen
Das „Volks“-Stadion sind 20.000 Plätze, davon 15.000 Abos à 250,- Euro = 3.75Mio

Alle diese Plätze sind noch lange nicht verkauft, weder die Business-Seats noch die Abos auf dern „Volks“tribünen aber man sieht schon, warum man das Stadion so konzipiert hat und dass tatsächlich die neue West der eigentliche Bringer ist.

Was können wir tun?

Um an den Anfang zurückzukommen.

Seit den 1960er Jahren hat Rapid seine liebe Not mit der Finanzierung des Spielbetriebs. Man hatte immer sehr gute Trainer und Präsidenten aber trotz aller Bemühungen ist das letzte Drittel des 20. Jahrhunderts sportlich nicht so toll gelaufen und möglicherweise ist es dieser Übergang vom Fußball.org in den 1950er Jahren zum modernen Fußball.com, der bei Rapid nicht so glatt gelaufen ist.

Auch Präsident Edlinger war noch voll damit beschäftigt, die Turbulenzen nach dem Ausscheiden der Bank-Austria als Sponsor zu bewältigen. Er bereitete aber in seiner letzten Amtszeit alles für den Neubau des Stadions vor. Nur die Umsetzung, die wollte er einer neuen Generation überlassen. Diese Übergabe hat perfekt funktioniert, alle Vorarbeiten wurden praktisch unverändert weitergeführt und bravourös zu einem bereits jetzt absehbaren positiven Ausgang geführt.

Die Kraft und die wirtschaftliche Expertise, die unser neues Präsidium ausstrahlt, lässt doch Hoffnung aufkommen, dass wir uns einer ganz neuen Phase in der Rapid-Geschichte zuwenden, in der mehr das Sportliche Schlagzeilen macht und nicht rote Zahlen im Budget oder Unruhe bei den Fans. Im Hintergrund sind Wirtschaftsspezialisten am Ruder, die die Voraussetzungen dafür schaffen.

Was unser Verein jetzt nicht besonders brauchen kann, wären interne Querelen über die zu verfolgende Finanzierungs-Ideologie, denn ein wichtiger Punkt stand auf den Plakaten nicht zu lesen, wie man gedenkt, einen eventuellen Ausfall des Namenssponsors fürs Stadion, zu kompensieren. Eine Sammlung würde da nicht genügen, 10.000 neue Mitglieder müssten her.

Und genau darauf, auf das Werben neuer Mitglieder, können und sollen wir uns aber auch ganz unabhängig vom Stadion-Sponsor konzentrieren.

—–

Will der Fußballsport bestehen, muss er sich in jedem System den jeweiligen wirtschaftlichen und politischen Randbedingungen anpassen, weil er eben nur „die schönste Nebensache der Welt“ ist.

Und weil wir „große Spiele“ (von Rapid) sehen wollen, müssen wir auch die Beschaffung von „großem Geld“ akzeptieren!

Und wir können stolz darauf sein, dass wir dieses Geld nicht irgend wessen Gnaden verdanken, sondern allein unser aller Bemühung um Rapid.

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Rapid-Ried

Weststadion

Im Vorfeld des Spiels fand eine Demonstration des Block-West für den Gebrauch des Namens „Weststadion“ statt.

Dank der zahlreichen Aufkleber wissen jetzt alle, dass Wien wieder ein „Weststadion“ hat.

Getrennter Bericht zum „Weststadion“ folgt.

Sturm im Wasserglas

Rapid-Charly geht auf die Barrikaden, weil ihn die Ordner mit seinem Equipment nicht ins Stadion lassen.
Wegen seiner „Geräte“ darf Rapid Charly nicht ins Stadion
Eine eigene Facebook-Gruppe mit bereits 180 Anhängern hat sich gebildet, um den ausgesperrten Rapid-Charly zu unterstützen.
Da ich selbst mit meiner Kamera Ähnliches erlebt habe, rate ich Charly, sich von der Fanbetreuung einen „Persilschein“ für sein Outfit ausstellen zu lassen. Es hängt ein bisschen vom Ausbildungsstand und vom Fingerspitzengefühl der Ordner ab, wie eine Regel auszulegen ist. (Na, ist das nicht wie bei Spiel selbst?). Clemens Pieber hat mit ein solches Schreiben ausgestellt und bei Problemen weise ich es vor; das funktioniert.

Aber diesen Rat kann ich mir sparen, denn Andy Marek hat an Charly bereits sehr ausführlich geschrieben. Und weil viele der Leser hier Facebook nicht benutzen, füge ich seinen Brief ein, weil man sieht, was alles rund um so ein Ereignis wie es ein Fußballspiel ist, im Hintergrund abläuft und dass man immer auch beide Seiten hören muss:

Hallo lieber Charly!
Seit über 20 Jahren kenne ich den Rapid-Charly nun schon, und in diesen Jahren haben wir uns sehr oft getroffen bzw. warst du sehr oft bei uns und ich habe dir immer wieder bei dem einen oder anderen Anliegen sehr gerne geholfen. Manchmal waren herausfordernde Themen dabei, aber es gab immer wieder eine Lösung, und eigentlich hatte ich das Gefühl, dass es für dich keine mangelnde Fanbetreuung gab. Ganz im Gegenteil, oft hatte ich den Eindruck, wir vom Klubservice (Astrid, Ivo, Martina, …) übertreiben ein bisschen mit der Hilfe, aber es war OK, es war ja „für unseren Rapid-Charly“!
Umso mehr ärgert mich jetzt diese Angelegenheit. Ende Mai rufst du mich an, und sagst du brauchst dringend einen Termin, denn du lässt dir das nicht gefallen. Kein Problem, ich lade dich in unsere Geschäftsstelle ein. Hier teilst du mir, neben einigen Dingen die du benötigst, mit, dass dich ein Ordner beim letzten Spiel im Frühjahr nicht mit deinen Geräten, dem Zylinder, den Batterien, etc. in das Stadion lassen wollte. Ich erklärte dir daraufhin, dass wir eine andere Sicherheitsfirma hätten, diese dich vielleicht nicht so gut kennt, ich aber sofort den Supervisor der Firma informieren werde, dass es hier kein Problem mehr beim Einlass gibt. Außerdem werde ich ein Schriftstück aufsetzten, in dem genau angeführt und bestätigt wird, dass Hr. Finding sein Equipment (aufgezählt) ohne Probleme ins Stadion mitnehmen darf. Ich teilte dir mit, dass du die Bestätigung bereits in wenigen Tagen bei mir abholen kannst. Leider hast du dies nicht gemacht. Beim Fanklubtreffen am vergangenem Montag habe ich dich daran erinnert, am Tag der offenen Tür wieder, aber auch da kamst du nicht in die Geschäftsstelle, um den Brief abzuholen. Auch am Mittwoch nicht. Am Freitag, ich war in Amsterdam, erschienst du dann in einem überfüllten Fancorner und meine Mitarbeiter (schwer gestresst vom Kartenverkauf) teilten dir mit, dass ich nicht da bin, und sie leider nicht wissen wo das Schriftstück liegt.

Charly, du hattest fast 2 Monate Zeit dies abzuholen, du kennst meine Telefonnummer (du hast sie schon hundertmal gewählt, wenn du was brauchtest), warum hast du mich jetzt am Samstag nicht angerufen? Wie ich gehört habe, dass du vor dem Stadion wartest, habe ich sofort Ivica zu dir geschickt, dass er dich reinbringen soll. Du hast gesagt du gehst nicht hinein. Für mich war überraschend, dass du ein vorgefertigtes Transparent mit hattest, obwohl du gar nicht wusstest, ob dich der Ordner hinein lässt oder nicht. Aber das ist jetzt egal.


Charly, ich verspreche dir, du wirst kein Problem beim Einlass haben, du bist ein Teil des SK Rapid, es wird dir niemand den Eintritt verweigern. Es wurden heute von mir alle Verantwortlichen der Sicherheitsfirma über dieses Thema informiert. Es gibt nach wie vor das Schriftstück, das du jederzeit abholen kannst, um ganz auf Nummer sicher zu gehen. Eines möchte ich aber noch anmerken, ich finde es nicht gut den „armen ausgestoßenen Fan“ dazustellen, du weißt immer wenn du was brauchst wo du mich findest, es wäre auch gestern kein Problem gewesen. Du hättest auch Astrid, oder Ivo kontaktieren können, aber du wolltest sicher lieber deinen Weg wählen.


Es wird dir in Zukunft kein Ordner den Einlass versperren wenn du mit deinen Utensilien, die du schon über 2 Jahrzehnte mithast, kommst, nur wähle bitte nicht dieses Protestszenario, das ist nicht fair und bringt Unruhe in die Rapid-Familie. Du weißt sonst auch immer gleich wo du mich findest, wenn du was brauchst. 

Ich stehe dir jederzeit sehr gerne für Unterstützung oder ein Gespräch zur Verfügung.

Liebe Grüße, Andy Marek


PS: Charly hatte, wie bei einem Posting geschrieben, in Europa keine Probleme, weil wir im Vorfeld die Verantwortlichen der Vereine immer informiert haben, den Eintritt, trotz unerlaubter Gegenstände, zu gewähren. Von alleine geht dies nicht.

Choreografie

Dem Thema des Tages entsprechend präsentierte der Block-West sein Motto des Tages für die Verwendung des Namens „Weststadion“.
„Die neue Heimat ‚Weststadion‘ nennen“

Rapid-Viertelstunde

Wir hoffen für unsere Vereinskasse, dass diese Fackeln angemeldet waren

Das Spiel 

Mannschaftsaufstellung dekoriert mit grün-weiß-rot-blauen Luftballons.

Der Niveau-Unterschied zwischen den beiden Mannschaften war schon ziemlich ekklatant. Die Bundesliga spricht von 80 Prozent Ballbesitz für Rapid. Natürlich hat der Spielstil der Rieder, die „ultimative Defensive“, diesen Prozentsatz in diese Höhen getrieben. Die Rieder haben die eigene Hälfte selten verlassen und den Rapidlern das Spiel in ihrer Hälfte praktisch interventionslos überlassen.

Spektakulärer Vorstoß von Max Hofmann, den Gebauer auf der Linie retten kann.

Daten zum Spiel

Ich sammle diese Daten seit 2007 als Grundlage zu der Statistikseite rapid.iam.at. Aus diesen Detaildaten werden Mittelwerte gebildet, die den Erfolg besser beschreiben als es ein einzelnes Spiel kann. Hinweis: „Wechselquote“ nenne ich hier den Anteil jener Spieler, die im Vergleich zum vorigen Pflichtspiel neu in der Mannschaft sind. Diese Spieler werden in der Mannschaftsaufstellung mit einem „+“ gekennzeichnet.

In diesem Spiel wurden 29% neue Spieler (gegenüber dem Spiel gegen Weiz) aufgeboten.

Am Durchschnittsalter von ca. 25 Jahren merkt man, dass Rapid nicht mehr die jüngste Mannschaft hat, dafür aber gereifte Spieler; laut Zeitungsberichten sind das in dieser Saison die RB-Spieler.

Zoran Barisic ist im ewigen Trainervergleich der Trainer mit den jüngsten Spielern und er verändert den Kader auch am häufigsten. Wir verfügen daher über einen sehr homogenen Kader und sind dadurch „krisensicherer“.

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Saisonstart-Pressekonferenz

Saisonstart-Pressekonferenz der Bundesiiga

Die Pressekonferenz der Bundesliga ist gut dokumentiert. Hier Infos zum Nachlesen und auch Nachhören:

Kapitäne der Bundesliga

 (v.l.n.r.): Patrick Farkas (SVM), Steffen Hofmann (SCR), Robert Almer (AUS), Robert Strobl (SVG), Thomas Gebauer (SVR), Michael Sollbauer (WAC), Christoph Schösswendter (ADM), Michael Madl (STU), Jonatan Soriano (RBS), Philipp Netzer (ALT)

Trainer der Bundesliga

(v.l.n.r.): Ivica Vastic (SVM), Helgi Kolvidsson (SVR), Peter Schöttel (SVG), Dietmar Kühbauer (WAC), Hans Rinner (Bundesliga-Präsident), Damir Canadi (ALT), Zoran Barisic (SCR), Thorsten Fink (AUS), Ernst Baumeister (ADM), Christian Ebenbauer (Bundesliga-Vorstand), Franco Foda (STU), Peter Zeidler (RBS)

Bester Schiedsrichter der abgelaufenen Saison: Harald Lechner

(v.l.n.r.): Christian Ebenbauer (Bundesliga-Vorstand), Harald Lechner (Schiedsrichter der Saison 2014/15), Severin Moritzer (Play Fair Code Geschäftsführer)

Audio-Aufnahme

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Saisonstart

Letzte Meldungen, bevor es losgeht

Ungeänderte Texte des Bundesliga-Newsletters, auszugsweise, soweit Rapid betroffen ist.

Mit der offiziellen Saisoneröffnungsfeier startet diesen Samstag beim Meisterschaftsspiel der tipico Bundesliga SV Mattersburg gegen FC Red Bull Salzburg die Österreichische Fußball-Bundesliga in ihre 42. Saison.

Vor dem Spiel wird Renate Pertl, die Lead-Sängerin der Band EGON7, die Bundeshymne zum Besten geben. Anschließend wird Bundesliga-Präsident Hans Rinner die neue Meisterschaft eröffnen, der in seiner Ansprache die einleitenden Worte zur Saison 2015/16 verkünden wird.

Spielplakat

SK Rapid Wien – SV Josko Ried

Samstag, 25.07.2015, 18:30 Uhr, Ernst Happel Stadion (live bei Sky), Schiedsrichter Alexander Harkam

 
Der SK Rapid Wien hat die letzten sechs Bundesliga-Begegnungen gegen die SV Josko Ried allesamt gewonnen (Toverhältnis: 12:3). In Wien sind die Grün-Weißen in bisher 36 Meisterschaftsspielen gegen die Innviertler noch ungeschlagen. Zuletzt verloren die Innviertler bei den Wienern sieben Mal in Folge und erzielten in neun der jüngsten zehn Auswärtspartien keinen Treffer. Lediglich am 1. Dezember 2012 gelangen in Hütteldorf drei Treffer, dennoch gab es eine 3:4-Niederlage.

Im Ernst-Happel-Stadion ist der SK Rapid im Jahr 2015 noch unbesiegt. Seit der 2:3-Derbyniederlage gegen FK Austria Wien am 9. November 2014 feierten die Hütteldorfer sieben Heimsiege und erreichten drei Remis. Die SV Josko Ried holte aus den letzten vier Auswärtspartien einen Punkt (0:0 bei SK Puntigamer Sturm Graz am 31. Mai 2015).

  • Der SK Rapid Wien und die SV Josko Ried trafen bislang 2-mal an einem 1. Spieltag in der tipico Bundesliga aufeinander (1995/96 und 1997/98). Ried blieb dabei ungeschlagen (ein Sieg, ein Remis).
  • Die SV Josko Ried hat in den letzten 4 Saisonen kein Auftaktspiel verloren (2 Siege, 2 Remis).
  • Der SK Rapid Wien erzielte in der vergangenen Saison 7 Tore gegen die SV Josko Ried. 5 davon fielen nach Standardsituationen – so viele wie gegen kein anderes Team.
  • Die SV Josko Ried hat in der Sommerpause die 3 besten Torschützen der Saison 2014/15 abgegeben.
  • Deni Alar erzielte in 19 Spielen 14 Tore gegen die SV Josko Ried. So häufig traf er in der tipico Bundesliga gegen kein anderes Team.
  • Gesamtbilanz:  72 Spiele / 41 S / 18 U / 13 N – Tore: 134:74
  • Heimbilanz: 36 Spiele / 28  S / 8 U / 0 N – Tore: 86:23
  • Erstes Spiel gegeneinander: 02.08.1995 (1:2)
  • Erstes Heimspiel: 06.10.1995 (4:1)
  • Höchster Sieg: 6:0 (16.11.1996/13.05.2006) 
  • Höchster Heimsieg: 6:0 (16.11.1996/13.05.2006)
  • Höchste Niederlage: 0:3 (22.03.1997)
  • Höchste Heimniederlage: –
  • Die letzten Spiele gegeneinander:
  • 1:0 (A/18.04.2015)  –  3:0 (H/14.02.2015)  – 2:1 (A/05.10.2014) –  1:0 (H/26.07.2014)

Neues von der Homepage

Im Zuge von Aufräumung- und Reparaturarbeiten wurden einigen neue alte Seiten in die Homepage integriert.

-> Fußball -> Quiz

Ein paar Fragen, die eher zur Erheiterung als zum Wissenserwerb dienen.

-> Fußball -> Zitate

Was kleine oder große Fachleute so zum Fußball sagen.

-> Fußball -> Links

Sammlung von Links zu Fußballthemen. Geordnet nach Kategorien.

-> Rapid -> Quiz

Bei diesem Quiz geht es eigentlich darum, für die richtige Antwort eine Statistik-Seite zu bemühen

-> Rapid -> Bilder -> Kader14

Der Kader 2014/15 in einem Bild. Diese Bild war auch auf unserer Visitenkarte dieses Jahres.

-> Rapid -> Bilder -> Kader1911

Die Bilder aller Spieler seit 1911, die im Rapid-Archiv gesammelt worden sind. Jüngere Bilder sind selbst gemacht.

-> Rapid -> Bilder -> AM45

Collage aus Bildern von Andy Marek zwischen 2004 und 2007 zu Andys 45. Geburtstag.

-> Rapid -> Bilder  -> AM50

Collage aus Bildern von Personen aus dem Rapid-Umfeld zu Rapid Andys 50. Geburtstag.

-> Rapid -> Bilder  -> Hanappi

Vielfach verfremdetes Panoramabild vom Hanappi-Stadion, gesehen von der Süd-Tribüne.

-> Rapid -> Bilder  -> ~vogel

Luftaufnahmen vom Hanappi-Stadion von Google-Maps und von Bing-Maps.

-> Rapid -> Bilder  -> ~pano

Panoramabild vom Hanappi-Stadion gesehen von der Süd-Tribüne.

-> Rapid -> Bilder -> -baustelle

Panoramabild von der Baustelle, schwenkbar, zoombar

-> Suche

Diese Suche ist eine Google-Suche mit Rapid-Bezug. Es wird nicht im gesamten Internet gesucht sondern in Seiten, die sich speziell auf österreichischen Fußball, speziell eben auf Rapid beziehen.

Rapidviertelstunde 25.7.

Link zum Video

  • Interview mit Zoran Barisic
  • Wordrap Richard Strebinger
  • Das Saisonstartfest 2015/16
  • Das Leitbild des SK Rapid
  • Chef-Masseur Wolfgang Frey
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Saisoneröffnung

15:00 noch ist alles ruhig

Die letzten Vorbereitungen laufen

Während vor dem Stadion die letzten Vorbereitungen für den Ansturm getroffen werden, trainiert die Mannschaft am Trainigsplatz. Während die Spieler den schattigen Teil vor dem Stadionbad ausnutzen, über die Torleute Flachpassspiel und hohe Flanken mit der Schussmaschine in der vollen Sonne.

Raimund Hedl liefert präzise Flanken mit der Sschussmaschine;
der jeweils aktive Torman wird von den anderen behindert.

16:00 Das Vorprogramm beginnt

Andy Marek führt durch das Programm. 

17:00 Leo Aberer

Leo Aberer, ein toller Gitarrist und Sänger

18:30 Die Mannschaftsvorstellung

Den Anfang der Mannschaftsvorstellung machten Ján Novota (1) und Thomas Schrammel (4).


Den Abschluss bildete der Trainer Zoran Barisic. Und da waren sie auch, die „Zoki“-Rufe, die man dem Trainer schon im Vorjahr geüwnscht hätte:


Die „Taufe“ der Neuen wurde in Form eines Stagediving an Philipp Huspek und an Tomi zum Gaudium des Publikums durchgeführt.

Danach folgen noch die Autogrammstunde und die Tombola-Verlosung.

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Ticketshop

Nachdem ich in der letzen Stunde für fünf Abonnenten die Ajax-Karte über das Online-Bestellsystem gekauft habe, möchte ich Euch von dieser Prozedur berichten.

Mit diesem Bild wird eine durchgeführte Bestellung per E-Mail bestätigt.

Man geht auf die Seite

Sofern man dort noch nie Karten bestellt hat, gibt es auch noch kein Konto und man muss eines anlegen. Wenn man schon Kunde ist, werden die Anmeldedaten – sofern man Cookies zugelassen hat – vorausgefüllt und man muss die Anmeldung nur bestätigen.

Man muss angeben

  • Anrede, 
  • Benutzername (das kann auch die E-Mail-Adresse sein, dann vergisst man das nicht), Vorname, 
  • Nachname, 
  • E-Mail-Adresse (2x), 
  • Passwort, 
  • Telefon oder Mobiltelefon, 
  • SCR-Nummer, 
  • Geburtsdatum, 
  • Adresse.

Die SCR-Nummer findet man sowohl auf der Abokarte als auch auf der Mitgliedskarte.

Durch diese Nummer weiß das System, dass man berechtigt ist, diesen Platz für das Spiel gegen Amsterdam zu buchen, und es weiß auch, m welchen Platz es sich handelt.

Es fällt auf, dass das System keinerlei Bestätigung für die Richtigkeit der E-Mail-Adresse anfordert. Normalerweise erfolgt in solchen Systemen die Bestätigung der E-Mail-Adresse durch einen Backlink. Es wird eine Bestellbestätigung an die angegebene E-Mail-Adresse versendet.

Die Bestätigung, dass man der ist, den man da gerade eingetragen hat, erfolgt über die SCR-Nummer. ich bin also derzeit fünf Personen:-)

Nach erfolgter Registrierung meldet man sich erstmals an.
Das System bietet dann im Punkt „Meine Reservierungen“ an, die Karte für das Spiel gegen Ajax zu kaufen. Man muss auf „Reservierung bestätigen“ klicken.

Die Bezahlart kann zwischen

  • Sofortüberweisung, 
  • Mastercard, 
  • Visa und 
  • PayPal 

gewählt werden.

Ich verwende bevorzugt PayPal, weil man dabei die Kreditkartendaten nicht weitergeben muss.

Danach folgt ein üblicher Dialog zur Bezahlung. Man muss die AGBs bestätigen und kann danach zahlungspflichtig bestellen. Nach der Bestellung kann man eine Bestellbestätigung ausdrucken.

Im Ordner „Meine Bestellungen “ findet man die Bestellung, allerdings zunächst mit dem Hinweis „Bestellung wurde noch nicht bearbeitet“. Bis dann das Ticket im Ordner „Meine Print@Home-Tickets“ aufscheint, wird es wohl noch eine Weile dauern. Nach einer Stunde tut sich noch nichts.

Früher war es möglich, die Abokarte mit dem Spiel aufzuladen aber man ist von dieser Möglichkeit abgekommen, weil bei einem Eintrittsproblem der Abobesitzer keinen weiteren Beleg für seine Berechtigung hatte. So, mit Print@Home, hat er eine gültige Karte und auch, wenn die Karte Leseprobleme hat, kann ein Ordner das Problem beheben.

Neu ist auch, dass für die Bestellung mit Print@Home keine Gebühr verrechnet wird (früher 1 Euro).

Zeitschriftenhinweis

Als regelmäßiger Leser des „ballesterer“ sende ich hier den Ballesterer-Newsletter mit einigen Links zu Artikeln aus der aktuellen Ausgabe,

Ausgabe 103 des Ballesterer, „scouting“

Sommerzeit ist bekanntlich Transferzeit: Zahlreiche mal mehr, mal weniger überteuerte Spieler wechseln Jahr für Jahr im Juli und August den Verein. Mit frühzeitigem und gutem Scouting können sich Klubs jedoch oft große Ablösesummen sparen. Wie weit die heimischen Bundesligisten in dieser Hinsicht sind, untersuchen wir im aktuellen Schwerpunkt.

ballesterer-Chefscout Benjamin Schacherl und sein Team haben für den Hauptartikel die Arbeit der Schattenmänner im österreichischen Fußball ein wenig ins Licht gerückt. Dazu haben sie mit Scouts, Spielerberatern und Videoanalysten gesprochen und die in der Bundeliga gängigste Scouting-Software getestet. Im Doppelinterview mit den Sportdirektoren der Wiener Großvereine, Andreas Müller und Franz Wohlfahrt, haben wir uns über die Professionalisierung der jeweiligen Scoutingstrukturen unterhalten. Dass dies ein langfristig angelegtes Projekt ist, das erst nach Jahren Früchte trägt, stand dabei außer Frage.
Schnelle Veränderungen sind auch auf einer anderen Baustelle eher nicht zu erwarten: in der Fußballstadt Essen. Wie es um Rot-Weiss und Schwarz-Weiß steht, erfahrt Ihr ebenfalls in der aktuellen Ausgabe. Darüber hinaus sprachen wir mit Ex-US-Teamchef Bob Bradley und Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer. Auch der aktuelle Stand in der endlosen Pyrotechnikdebatte wird ergiebig beleuchtet.
Eine erhellende Lektüre wünscht
eure ballesterer-Redaktion

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Fanklubtreffen am Gerstenboden

Eingang zum historische Gerstenboden in Ottakring
Rapid lud am historischen Gerstenboden der Ottakringer-Brauerei zum Fanklubtreffen ein. Es gab Würstchen mit verschiedenen Senfsorten und steirischem Kren. Bier gab’s nur aus der Flasche, weil alle Zapfeinrichtungen bei den gleichzeitig stattfindenden „Ottakringer Braukultur-Wochen“ in Verwendung waren. (Übrigens ein toller Ausflugstipp für die Sommerwochen, dieses Bierfest vor den Toren der Brauerei ist von Montag bis Samstag von 15-24:00 geöffnet). 
Geschätzt 150 Personen fanden sich zum Treffen ein.
Bei einem Rundgang zwischen den historischen Gebäuden findet man auch einen Hopfenboden einen „Darreturm“ (Turm zum Trocknen). Toll ist auch das „Goldfassl-Magazin“. (siehe Bildersammlung).
Die wohl wichtigste Botschaft des Abends ist wohl folgende:

„Rapid ist ein Mitgliederverein“

Wir alle wollen das so haben. „Wir wollen weder eine ausgelagerte Marketingabteilung eines Großkonzerns sein, noch wollen wir von einem Oligarchen dirigiert werden.“ Die meisten Anwesenden stimmten wohl mit diesen Aussagen von Michael Krammer überein. Die (Finanz-)Kraft der Vereins fußt daher auf einer großen Anzahl von Anhängern.

Die Anhänger verschaffen dem Verein eine große Popularität, mit der indirekt Sponsoren gewonnen werden, wie wir bei dem Vertrag mit Lyoness gesehen haben.

Aber mit (zahlenden) Mitgliedern verschafft sich der Verein eine solide Ausgangsbasis, um aus eigener Kraft im Kampf um die besten Spieler und um die beste Ausbildung zu bestehen. Wenn es also gelingt, 10.000 neue Mitglieder für Rapid zu werben, ist soviel wie das Gewicht eines Großsponsors. Je mehr Mitglieder, desto unabhängiger wird Rapid.

Da wir alle wollen, dass Rapid solide aufgestellt ist, geben wir diese Botschaft an alle direkten Leser (Newsletter) als auch an die indirekten Leser (Blog) weiter und fordern sie auf, ihren Mitglieds-Status bei Rapid zu überprüfen.

Du bist Mitglied eines Fanklubs; aber bist Du auch Mitglied bei Rapid?

Wir, der „harte Kern“ von EwkiL sind ohnehin auch alle Mitglieder bei Rapid, aber alle anderen, die vielleicht dem ganzen Geschehen noch nicht so nahe stehen, sind doch auch mit Rapid verbunden, sonst würden sie ja diese Zeilen gar nicht lesen.

Michael Krammer wirbt für mehr aktive Rapid-Mitglieder und wir geben seinen Wunsch gerne weiter

„Bitte meld dmich an“ ,

würde die GIS-Stimme sagen und genau das war die Botschaft von Michael Krammer: je mehr aktive Mitglieder Rapid hat, desto besser wird es in Zukunft möglich sein, Spieler zu verpflichten und Spieler zu halten.

Vielleicht sind der Geburtstag oder Weihnachten geeignete Anlässe, sich selbst oder anderen eine Rapid-Mitgliedschaft zu schenken. Der Preis: 100 Euro pro Jahr. Mit der Mitgliedschaft gibt es deutliche Ermäßigungen bei der Abokarte und im Fanshop.

Derzeit gibt es 8.600 Vollmitglieder (2013: 4.800). Wir sollten doch die 10.000er Marke knacken können! Ach ja, es sind etwa 9.500 Abos verkauft. Es gibt also noch genügend Abonnenten, die noch Mitglied werden können!

Die fünf Neuen

Andy Marek begrüßt die neuen Spieler

Später wird der Trainer zu der Frage Stellung beziehen, ob und wann die Neuen zum Zug kommen werden. Seine kabarettreife Antwort: „Da diese jungen Spieler erst lernen müssen, dass in einer Stadt um 21:00 noch alle Lichter brennen, müssen sie eben auch lernen, mit der Rolle umzugehen, sich mit guten Trainingsleistungen in das Team zu spielen.“  Stephan Auer hat jedenfalls bei seinem ersten Einsatz im Team schon auf sich aufmerksam gemacht. Richard Strebinger wird wohl noch einige Zeit brauchen, um dem erfahrenen Ján Novota das Einser-Leiberl abzujagen.

Christoph und Andy pro Rapid-Fankultur

Eine Fanszene wie Rapid sie hat, ist im Rest der Bundesliga unbekannt; zumindest in dieser Größenordnung. Daher stehen die Vertreter bei Rapid bei der Bundesliga oft ziemlich alleine da; sowohl gegen die gleichrangigen „Häuptlinge“ der anderen Vereine als auch gegenüber den ziemlich szeneunkundigen Juristen der Bundesliga. Man spricht dort locker Strafen in einer Höhe aus, für die das Team des Rapid-Merchandising mehrere Monate arbeiten muss und das ist sicher unverhältnismäßig und geradezu ruinös.

Andy Marek hat in allen diesen Angelegenheiten mit Christoph Peschek einen engagierten Mitstreiter gefunden, „der weiß, was FrauenFans wünschen“ und der auch gesetzeskundig genug ist, um den Fans legale Freiräume zu verschaffen.

Christoph, einer von uns.

Man hat den Eindruck, als trete Rapid der Bundesliga mit neuem Selbstbewusstsein entgegen, sodass es hoffentlich in Zukunft mehr konstruktive Vereinbarungen und weniger belastende Strafen geben wird.

Trainer und Sportdirektor mit großem Applaus empfangen

Schon lang ist es her, dass eine sportliche Leitung so herzlich empfangen wurde. Auch „Bravo“-Rufe waren dabei. Vielleicht wird man bald auch „Zoki“-Rufe vernehmen wie zuletzt vor 10 Jahren „Hicke“-Rufe zu hören waren.

Das Trainerteam hat im vergangenen Jahr Tolles geleistet und man will beweisen, dass das keine Eintagsfliege war.

Andy Müller ließ aufhorchen als er erste Brocken der Wiener Mundart einfließen ließ, für die er umgehend Szenenapplaus erntete. Er fühlt sich sichtlich wohl und seine vorausschauende Kaderplanung ist für alle Beteiligten eine große Hilfe und trägt zur Ruhe im Team bei.

Andy Müller hat sich seine Entscheidung, zu Rapid zu gehen, gut überlegt und fühlt sich in seine Rolle sichtlich wohl. Rapid ist mit ihm in der Rolle des Agierenden und nicht des Reagierenden; sowohl bei der Kaderplanung als auch am Spielfeld.

Viele Fans mit weiter Anreise

Wir, die Wiener, haben es vergleichsweise leicht. Aber Rapid-Fanklubs gibt es im ganzen Land.
Franz Steiner mit seinem Vize von den Podersdorfer Störchen

Alle 65 Fotos vom Fanklubtreffen

Baustelle

Dieser Querträger ist genau oberhalb des Haupteinganges und wurde am 9. Juli nach millimetergenauer Justage montiert und wird wegen der Schräglage bis zur Ergänzung des „Kartenhauses“ gestützt. (Bild vom 15. Juli)
Weitere 40 Bilder von der Baustelle vom Juli.

Rapid-Viertelstunde vom 17.7.

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  • Neue Köpfe im Rapid-Dress
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  • Rapid macht Schule
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Ein fußballerischer Hammermonat

Unsere Gegner bis Ende August

Bei der Planung der Spiele im nächsten Monat war ich verblüfft. 9 Bewerbspiele! Gab’s das schon einmal? Nein! Die folgende Tabelle zeigt, dass es in der Rapid-Geschichte zwar 16 Monate mit genau 8 Spielen gab aber der August 2015 ist der erste Monat mit 9 Bewerbspielen. Dazu kommen dann noch 4 Spiele von Rapid II, also volles Programm.

Anzahl der Spiele pro Monat
Spiele Jahr Monat
9 2015 August
8 1972 Mai
8 1976 Mai
8 1984 März
8 1985 Mai
8 1988 September
8 1990 August
8 1995 Mai
8 1996 April
8 1996 September
8 1998 August
8 2005 Mai
8 2007 August
8 2009 August
8 2010 August
8 2012 August
8 2013 August
Hier sind die kommenden Aufgaben für Fans und Team bis Ende August:

Mo-20 19:00   Fanklubleitertreffen Ottakringer Brauerei

Di-21 16:00   Saisonstartfest beim Happelstadion
Di-21=Do-23   Vorkaufsrecht für Aboplätze Ajax-Heimspiel
Mi-22 12:00   Buchungsbeginn Fanreise Amsterdam

Do-21=Fr-24   Vorkaufsrecht für Vereinsmitglieder Ajax-Heimspiel
Sa-25         Freier Verkauf Ajax Heimspiel
Sa-25 18:30 H Ried(H)0:0
Mi-29       H Ajax Amsterdam
Fr-31 19:00 A Austria Amateure (Rapid II)
Sa-01 16:00 A Red Bull Salzburg
Di-04       A Ajax Amsterdam

Fr-07 12:00   Auslosung PlayOff
So-09 16:00 H Horn (Rapid II)
So-09       H WAC (bei Aufstieg von WAC, sonst Sa-08)
Mi-12 20:30 A Austria Wien

Sa-15 17:30 A Stadlau (Rapid II)
So-16 16:30 A Sturm Graz
Di-Do-18-20 ? CL/EL
Sa/So-22/23 H Grödig

So-23 16:00 H Sportklub (Rapid II)

Di-Do-25-27 ? CL/EL

Do-27         Auslosung CL-Gruppenphase

Fr-28         Auslosung EL-Gruppenphase
Fr-28 20:00 A Sollenau (Rapid II)

Sa/So-29/30 H Mattersburg

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Erste Cup-Runde in Weiz

Wir waren rechtzeitig im Stadion, etwa eineinhalb Stunden vor Spielbeginn, und das war auch dringend nötigt, wenn man einen Sitzplatz haben wollte. Wenige Minuten danach gab’s dann nur mehr Stehplätze. Die Sportanlage zeigte uns gleich, wie man auf der zukünftigen Osttribüne in der Keisslergasse in die Sonne schauen wird, so sie scheint. Glücklicherweise wollte auch eine Gewitterwolke das Spiel sehen und daher war alles nicht so schlimm.
Hannes, Thomas, Florian und Franz
Für Weiz war es das „Spiel des Jahres“, und mit 2500 Zuschauern war das „Siemens-Energy-Stadion“ ausverkauft. Dass wir überhaupt Karten bekommen haben, verdanken wir dem Sektionsleiter-Stellvertreter Christian Moser, dem wir an dieser Stelle herzlich danken. Eigentlich gab es den Kartenvorverkauf für die Haupttribüne nur am Abend im Stadion und man hätte persönlich dort erscheinen müssen; zumindest war das die erste telefonische Auskunft. Aber Herr Moser hat uns die letzten Karten unbürokratisch per Post zugeschickt. Daanke!

Eintrittskarte
Wir sahen ein faires Spiel, bei dem Rapid zunächst den Eindruck erweckt hat, man wolle den Gegner mit einem Kantersieg vom Platz fegen, denn nach 7 Minuten stand es schon 3:0. 
Doch dann folgte der Ehrentreffer für die Weizer und die anfängliche Spritzigkeit der Rapid-Angriffe war vorbei. Ob das nun das gestärkte Selbstvertrauen der Weizer, das heiße Wetter (es gab keine Trinkpause) oder auch eine Art Beschränkung auf das Notwendigste war, kann ich nicht sagen. Jedenfalls dauerte es bis zur 68. Minute bis wieder ein Rapid-Angriff von Robert Beric durch einen Abstauber erfolgreich abgeschlossen werden konnte.
Nicht zurück geschaltet hat jedenfalls unser erster Gegner in der Meisterschaft, denn Ried feierte mit einem 15:0 Auswärtserfolg gegen den Viertligisten SV Innsbruck ein eindrucksvolles Schützenfest. 
Andy Marek in seltener Rolle als Zaungast. Hier beim Wechsel von Florian Kainz und Steffen Hofmann
Damit das Spiel in die lokale Stadtchronik eingehen kann,
dafür sorgte ein von einem Ordner nur mit Mühe eskortierter Flitzer


Trikotsponsor von Weiz, der Discostadl „Tollhaus

Fanblock

Mit gewohnt eindrucksvoller Kulisse trat der Rapid-Fanblock auf – auch irgendwie ein Tollhaus.

Spielbeginn: Rapid-Fanblock mit vielen neuen Transparenten und Doppelhaltern
Spielbeginn zweite Halbzeit: Die Fotografen kümmern sich eher um die spektakuläre Inszenierung als um das Geschehen am Spielfeld.
Beginn der Rapid-Viertelstunde wird mit einem Hinweis auf „Weststadion“  eingeläutet. 

Im Happel-Stadion hat man eher einen Gesamteindruck von der Fahnenparade aber hier in Weiz kann man einzelne Transparente lesen. Ganz ohne Wörterbuch geht’s aber nicht.

Der Rapid-Fanblock wartete mit einigen neuen Transparenten auf. Eine Dame hinter mir rätselte über das „A“, „C“, „A“, „B“ auf einem Transparent und ich über das „S“, „A“, „F“ auf einem anderen. Von den 23 Erklärungen, die Wikipedia für „SAF“ anbietet, passt mir keine, also tippe ich (wegen des Rucksacks auf einem der SAF-Transparente) auf „Sektion Auswärts-Fahrer“. Neuerdings gibt es das „A“, „C“, „A“, „B“ auch als „Wiener Symphonie“, in Notenschrift. Die Dame hinter mir habe ich bezüglich der Abkürzung nicht aufgeklärt, sie soll unsin positiver Erinnerung behalten.
Ein weiteres Rätsel ist die „Sektion Snus“. Hier hilft Wikipedia: „Snus“ ist eine aus den nordischen Ländern stammende Form des Orals-Tabaks
Die Inszenierung des Fanblocks hat den Charakter einer Rapid-Messe, die das jeweilige Spiel seinerseits als Choreografie verwendet. Die „Predigt“ dieser „Messe“ war „Freundschaft mit Nürnberg“. Daher gab es auch in der „Liturgie“ einige Bezüge auf diese Fanbeziehung inklusive Fahne „Max Morlock-Stadion“, einen Namen, den sich die Nürnberg-Fans ebenso wünschen wie eben jetzt unser Fanblock „Weststadion“.

Religiöse Anspielungen auf Violett durften auch nicht fehlen: „Und erlöse uns von dem Übel…“.

Heimfahrt

Das Navi tut, was es will. Während es uns bei der Hinfahrt über Gleisdorf-West gelotst hat, meinte es, dass der Heimweg durch zwar herrliche aber ziemlich kurvenreiche Landschaften über Hartberg der bessere wäre.

Und nicht einmal die Sendung „Kontext“ (17.7., 22:15) mit Wolfgang Ritschl, macht vom Fußball halt, wenn auch nur sehr indirekt. Sie gibt eine Erklärung für Phänomene wie das auffällige und manchmal provokante Verhalten unseres Fanblocks. Man erfährt vom Autor des Buches „Das Lachen der Täter“ (das nun überhaupt nichts mit Fußball zu tun hat aber wenn man die dortigen Aussagen aus Fußball anwendet:), dass gewisse Phänomene nur dadurch stattfinden, dass es die modernen Medien gibt, wie zum Beispiel auch diesen Blog oder unsere Bilder. Fernsehen oder Presse allein sind es nicht, denn die blenden das Fangeschehen (siehe UEFA-Bildregie) eher aus. Es sind vielmehr private Homepages, Blogs und Bildersammlungen. Gäbe es sie nämlich nicht, dann würde es auch nicht die spektakulären Fackeln in dieser Intensität benötigen. Aber diese neue Öffentlichkeit gibt den Bildern der Fanszene ein höheres Gewicht und daher gibt es sie. 

Training nach dem Spiel

Öffentliche Trainingseinheiten an Samstagen sind selten und daher beschlossen wir, das für Samstag, 11 Uhr angesetzte Training zu besuchen.
Dieses Bildschirmbild ist vom Samstag, 12:30
Aber ein Zerberus verwehrte uns den Zutritt, das Training wäre nicht öffentlich.
„Ich darf nicht rein“; nur Robert ist eine Ausnahme
Vielleicht könnte man das, was unter „Hinweis“ zu lesen steht, dass man kurzfristige Änderungen auf der Homepage nachschauen soll, auch bis zum Webmaster weitersagen.
Außer Richard Strebinger waren alle Spieler zum Training erschienen. 
Zu Orgelklängen der Zeugen Jehovas aus dem Prater-Oval, die dort einen dreitägigen Kongress veranstalten, machten wir uns auf den Heimweg.

Links zum Spiel gegen Weiz

Wir sind „die Fenster zum Allianz-Stadion“

Der programmatische Firmenname „WindowsOne“ unseres EwkiL-Mitglieds Hannes wird zukünftig auf der Liste der am Bau des Allianz-Stadions beteiligten Firmen zu sehen sein.
Unsere Fenster in unserem Stadion
Wer also Fenster wie im zukünftigen Stadion haben möchte, Hannes macht es möglich, schreib‘ an ewkil{at}iam.at.
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Rapid-ESV_Frankfurt 2:0

Der Gastgeber

ASK Lisec Hausmening spielt in der 2. Klasse Ybbstal, also ziemlich im fußballerischen Nirgends. Aber die Organisation, die Fußballbegeisterung, die Sportanlage, insbesondere der Rasen können sich sehen lassen. Nicht weniger als 16 Mannschaften spielen hier.

Wappen des ASK Lisec Hausmening

Wahrscheinlich war es dieses professionelle Umfeld, das Rapid bewogen hat, diesen Spielort auszuwählen und auch, dass hier, um Amstetten mit Neuhofen nicht nur österreichisches Kernland sondern auch eine Rapid-Hochburg ist.
Österreichisches Kernland und Rapid-Hochburg
Rapid wird enthusiastisch empfangen. Alle kommen in Grün-Weiß. Dass man hier 120 Kilometer von Wien entfernt ist, merkt man nicht. 
Fußballbegeisterung in Hausmening
Rapid ist auch mit seinem mobilen Fanshop vertreten. Wir kaufen die „Europäische Weltklasse“. Im Bild: Florian und Thomas; Hannes ist schon am Platz
Wir sind zwei Stunden vor Spielbeginn auf der Tribüne. Um die Plätze an der Mittelauflage zu bekommen, muss man so früh kommen, denn bei Spielbeginn dürften an die 2500 Zuschauer versammelt sein. Die Lokalmatadoren Charly Wendtner, Rapidwirt und Gernot Lechner, Bürgermeister vom Nachbarort Winklarn waren natürlich auch anwesend. 
Das Wetter war allerfeinst, nicht allzu heiß, wir, die Zuschauer im Schatten des Tribünendachs. Die Gladiatoren mit zwei Trinkpausen.
Kaiserwetter in Hausmening

Ich vermute, dass das Navi schuld war, dass das Spiel mit einer Viertelstunde Verspätung angepfiffen wurde. Die Frankfurter haben sich einfach verfahren und steuerten die Stadionstraße in Amstetten an und nicht die in Hausmening, kamen aber dann doch mit Polizei-Eskorte an.

Die Gemeinde heißt nämlich „Ulmerfeld-Hausmening“ und daher findet man bei Eingabe von „Hausmening“ im Navi nichts und sucht dann in der Umgebung, also Amstetten weiter.

Die Gastmannschaft

Warum man gerade den Zweitligisten FSV-Frankfurt als Testgegner gewählt hat, hat wohl auch sportliche Gründe, vor allem aber hatte der FSV-Frankfurt sein Trainingslager in Österreich aufgeschlagen, nämlich im Schloss Mühldorf in Feldkirchen an der Donau. Das letzte Testspiel gegen Grödig wurde mit 2:1 gewonnen.
Aber, dass Rapid schon einmal gegen den FSV-Frankfurt gespielt hat und noch dazu im Deutschen Cupfinale 1939, darüber wusste der Platzsprecher nichts zu berichten. 
Daten zum Cupfinale am 1. August 1939
FSV Frankfurt beendete die Meisterschaft in der 2. Deutschen Bundesliga am 13. Platz. In der Vereinsgeschichte werden die 20er Jahre als die Goldenen bezeichnet. Auch das Highlight des Cupfinales am 8. Jänner1939 wird erwähnt: „…Ein Höhepunkt war sicherlich das Erreichen des Pokalendspiels im Januar 1939. Dort sei der FSV betrogen worden, so eine Zeitzeugin. Denn der damalige Gegner Rapid Wien stammte aus der „Heimat des Führers“ und sollte den Pokal in das annektierte Österreich holen. Obwohl der FSV gegen die klaren Favoriten in Führung gehen konnte, reichte es nicht zur Sensation. Übereinstimmend wird berichtet, der Schiedsrichter habe die Wiener bevorteilte, während er das Spiel der Frankfurter störte, wo er nur konnte. Die gut 3.000 mitgereisten Fans taten ihren Unmut nach Abpfiff – und drei Toren für Rapid – kund und stürmten erbost den Platz.“
Auszug aus der Wikipediaseite „SK Rapid“: Im ersten Pokalwettbewerb konnte Rapid sich für das Finale qualifizieren, wo sie am 8. Jänner 1939 im Berliner Olympiastadionauf FSV Frankfurt traf. Die Frankfurter konnten schon früh mit 1:0 in Führung gehen und hielten diese bis zur 80. Minute. In der Rapidviertelstunde sicherte sich Rapid mit Treffern von Georg Schors, Johann Hofstätter und Franz Binder mit einem 3:1 den Pokalsieg.“

Tagespresse am folgenden Montag 9.1.1939:

Riesenaufmacher auf Seite 1: „Wiener Monbtagblatt“ vom 9. Jänner 1939
Illistrierte Kronenzeitung, Seite 13.
Interessant ist, dass man damals die Minutenzählung in der zweiten Halbzeit wieder bei „1“ begonnen hat (siehe zweite Spalte, unten).


Ihr könnt Euch alle Tageszeitungen von diesem Tag bei der österreichischen Nationalbibliothek anschauen:
http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?datum=19390109&zoom=33

Hier zum Beispiel der Text in der Freien Presse vom Montag, in dem die Ankunft der Mannschaft angekündigt wird: „Die Mannschaft trifft heute Montag um 19:25 mit der Ostbahn in Wien ein und wird auf dem Bahnhofe voraussichtlich vom Vizebürgermeiter SA-Brigadeführer Kozich*) im Namen der Stadt Wien und von den Vertretern des NSRL Gaues 17 offiziell begrüßt werden. Zur Heimholung der Rapid-Elf wird auch ein Musikzug des SA aufgeboten.“
*) Auch so ein Aushilfsgermane. „Kožich“ ist tschechisch und heißt „Pelz“.

Das Spiel

Wie wir das schon von den vorigen Testspielen kennen, sahen wir zwei verschiedene Mannschaften in den zwei Hälften aber die Aufstellung war wieder anders wie am Mittwoch in Wels. Der Trainer bietet alle erdenklichen Kombinationen auf. Die hohe Variabilität ist ein echtes Markenzeichen dieser Mannschaft. Dass Schrammel und Auer während des Spiels einfach die Seiten tauschen, zeigt die Flexibilität dieser Mannschaft. 
Wir saßen genau auf Höhe der Mittelauflage. In der ersten Hälfte schauten wir meist Richtung Westen (auf das Frankfurter Tor) und in der zweiten Hälfte meist nach Osten (auf das Frankfurter Tor). Die spielerische Überlegenheit war also sehr deutlich. Und es ist auch kein wesentlicher Unterschied im Trainigsfortschritt zwischen den beiden Mannschaften, denn auch für Frankfurt startet noch im Juli der Ligabetrieb und zwar mit einem Heimspiel gegen RB Leipzig.
Die beiden Hälften waren hinsichtlich der Chancen, der Überlegenheit sehr ähnlich. In beiden Hälften gab es einen Stangenschuss, in beiden Hälften gab es ein Tor und viele weitere Möglichkeiten. Die weiten Einwürfe von Thomas Schrammel werden zu einem echten Markenzeichen. Die Flügelläufe von Schrammel und Auer sind immer toll anzuschauen. Wie aber Louis Schaub, Florian Kainz und Philipp Schobesberger ihre Gegner überspielen ist echt sehenswert.

Man hat insgesamt das Gefühl, dass das Trainerteam die Mannschaft bestens vorbereitet.

Die Wahrheit werden wir in den kommenden Wochen erfahren. Man kann gespannt sein!

Alle stürmen das Feld

Links

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Rapid-Jablonec

Cafe Hütteldorf

Man ist schon gut unterwegs, wenn man in Wien auf der Höhe der Linzerstraße 200A stadtauswärts Richtung Hütteldorf fährt.

In Wels aber ist man auf der Linzerstraße bei dieser Hausnummer schon angekommen, nämlich im Café Hütteldorf.

Logo des Cafe Hütteldorf

Das Cafe ist am östlichen Stadtrand von Wels gelegen, direkt am Zubringer zur Autobahnabfahrt Wels Ost. Als gelegentlicher Besucher von Wels findet man das Cafe nicht zufällig, denn die mehrspurige Stadtautobahn lädt nicht gerade zum Spazieren ein. Es ist ein Geheimtipp.

Es ist 13:40 und die Bude ist voll. Alle warten auf das Team von W24, das in einer der nächsten Folgen eine Reportage vom Alltag in diesem Rapid-Geheimtipp in Wels aussenden wird.

Gerald und Liane (mitte) mit zwei Stammgästen
Stromanschluss unter dem Tisch, freies WLAN, PC-Freak, Chili à la Columbo aber mit Salzstangerl.
Rapidler, was willst Du mehr?

Gerald Rosenwirth, der Wirt, ist ein ziemlich intensiver Rapidler. Er besucht  als VIP-Gast jedes Heimspiel – aber aus Wels. Er steht heute mit seinen Gästen im Mittelpunkt des Interesses des Teams von W24.

Gerald Rosenwirth im Gespräch mit Gunther von W24.

Überraschenderweise kommt auch der halbe Rapid-Vorstand auf ein Bier vorbei:

Ein Gast, Josef Kamper, Gerhard Höckner, Peter Klinglmüller, Erich Haider, Christoph Peschek

Aber mein heimlicher Star des Cafes ist Liane, die sich charmant um ihre Gäste bemüht.

Liane, der heimliche Star des Cafe Hütteldorf. Sie tippt auf ein 3:0 für Rapid, was sonst!

Eintrag in Google-Maps
Solltest Du als Rapidler nach Wels kommen, versäume nicht, dem Cafe Hütteldorf einen Besuch abzustatten. Liane und Gerald kümmern sich um Dein leibliches Wohl (Chili habe ich getestet, tolles Gericht). Und als Nicht-Rapidler erklären sie Dir gerne die zahlreichen Andenken an Spieler und Spiele, die das Lokal schmücken.

Rapid-Jablonec 0:0

Ankündigung des Spiels
Beide Mannschaften beim Aufwärmen

Mit etwa 10 Minuten Verspätung wird das Testspiel angepfiffen und man sieht gleich, dass Rapid hier ein durchaus ebenbürtiger Gegner gegenüber steht.

Spielbeginn vor 1500 Zuschauern, vorwiegend Rapid-Fans aus Oberösterreich

Rapid hat zwar den etwas systematischeren Spielaufbau, vielleicht auch etwas mehr Ballbesitz aber die Konter der Gäste sind gekonnt vorgetragen und es gibt Chancen auf beiden Seiten. Es ist auch der erste Testspiel, bei dem eine gelbe Karte (gegen einen Verteidiger von Jablonec) gezeigt wird.

Rapid spielt die beiden Spielhälften mit zwei verschiedenen Teams. Der Rapid-Angriff der ersten Halbzeit mit Prosenik, Hofmann, Huspek, Kainz erzeugt etwas weniger Druck als dann Beric, Schobesberger, Schaub, Nutz. Sehenswert waren einige Soli von Louis Schaub und das Zusammenspiel von Thomas Schrammel, Philipp Schobesberger und Louis Schaub auf der linken Seite. Thomas Schrammel ist Kapitän in der zweiten Halbzeit.

„Montage“ der Kapitäns-Schleife

Beide Mannschaften kamen in der zweiten Halbzeit zu zwei Großchancen aber sowohl den perfekt herausgespielte Kopfball von Beric als auch einen Schuss aus kurzer Distanz auf der Gegenseite konnten die Torleute parieren.

Was mir auffällt, ist das Verhalten nach Fouls, von denen es doch einige auf beiden Seiten gegeben hat. Selten bleibt ein Spieler am Feld liegen. Es wird gleich weitergespielt. Entweder wird also nicht mit letzter Konsequenz gespielt, man will ja nur testen oder/und es wird bei Testspielen kein Theater gespielt.

Wolfgang Frey verarztet Brian Behrendt an der Outlinie

Links zum Tage

Nur mehr ein Testspiel am Samstag, dann wird es ernst!

Korrektur

Ich habe in einer der letzten Mails den örtlichen Verein versehentlich als „Hartha“ statt „Hertha“ bezeichnet. Der aufmerksame Christoph das gleich bemerkt. Die Online-Version ist korrigiert. Danke, Christoph für Deine netten Kommentare zu den Postings!

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Lyoness

Nächste Spiele

Mi 2015-07-08 18:30 Rapid-Jablonec 

                    Mauth-Stadion, Wels
Sa 2015-07-11 17:00 Rapid-FSV Frankfurt 
                    Stadionstraße 2, Hausmening
Fr 2015-07-17 19:00 Weiz-Rapid 
                    Weiz

Ich kaufe am Mittwoch unsere Karten in Hausmening und versuche auch Karten für das Spiel in Weiz zu bekommen. Bei Interesse, bitte Mail an franz{at}fiala.cc

Neuer Sponsor Lyoness

Lyoness ist neuer Premium-Partner von Rapid und zahlt dem Verein 1.8 Millionen Euro pro Jahr für den am Rücken der Trikots angebrachten Namen. Darüber hinaus ist für Oktober eine Rapid-Lyoness-Einkaufskarte (Cash-Back-Card) angekündigt. Wer eine solche Karte besitzt, bekommt bei Einkäufen bei Partner-Firmen eine Rabatt.
Schaut Euch einmal die Partner-Seite von Lyoness an:
Es sind dort sehr viele der großen Produktanbieter vertreten. ein beachtlicher Mehrwert für die Besitzer dieser Karte. Wir, als Enduser und Rapid-Fans sollten die Karte durchaus zu unserem Nutzen verwenden können. Die Rabatte betragen 1 bis 5%, manchmal gibt es auch zusätzlich einen festen Betrag bei einem Mindesteinkaufswert.

Die Rabatte betragen 1 bis 5%, manchmal gibt es auch zusätzlich einen festen Betrag bei einem Mindesteinkaufswert.
Hier ein kleiner Auszug der Partnerfirmen: Leider, Kika, Betten Reiter, Skinny, Wein&Co, Steifelkönig, Vögele, Inspire, Takko, Profi-Reifen, Nordsee, BauMax, ToysRUs, Müller, Landzeit, OMV, Hartlauer, Forstinger, Palmers, ATU, Medion, Humanic, Pagro, Adidas, Europcar, Libro, Lidl, Lugar, ELV, Puma, Otto-Versand, Neckermann, Quelle. Ebay, Kastner-Öhler und viele, viele andere (einige davon nur im jeweiligen Online-Shop). 
Die Händlersuche ergibt 2259 Händler. Man kann die Suche auf den eigenen Standort eingrenzen. Für „Favoriten“ findet man mit 1 km Umkreis 15 Anbieter, bei 12 km 479 Anbieter.

Es dürfte aber bei dieser Rieseninvestition von Lyoness in Rapid nicht nur um uns, die Endkunden gehen, sondern sie dürfte auch Teil einer Image-Kampagne sein, die Lyoness wegen anhängiger Gerichtsverfahren in Österreich, in der Schweiz und sogar in Australien dringend notwendig hat.

Wäre also Lyoness nur diese Einkaufskarte, gäbe es kein Problem, doch Lyoness bietet weitere Geschäftsmodelle an, denen man den Charakter von Pyramidenspielen nachsagt. Details dazu:

Dieses Sponsoring erweckt den Eindruck, als wolle man (neben dem durchaus gewünschten Effekt der vergrößerten  Einkaufsgemeinschaft) ein beschädigtes Image durch den überwiegend positiv wahrgenommen Fußballsport wieder aufpolieren, etwa so wie bei Gazprom und dem Jugendturnier in Berlin.

Wenn das nur gut geht!

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