Leeres Hanappi beim nächsten Heimspiel

Diesen Slogan „Leeres Hanappi beim nächsten Heimspiel“ kann man in einem Forum lesen.

Wir sind im internationalen Bewerb in eine ziemliche Blamage geschlittert. Rapid ist zwar der einzige österreichische Verein, der international vertreten ist aber was für eine Presse haben wir! Diese Sieg gegen Saloniki scheint ja geradezu ein Danaer-Geschenk gewesen zu sein. Nicht nur einmal wird über eine Niederlage berichtet, nein, gleich fünf Mal in Folge. Es kommen ja schon Leute auf einen zu, die sonst mit Fußball gar nichts am Hut haben aber diese Niederlagenserie spricht sich halt herum.

Nächste Mitgliederversammlung 26.August. Eingeladen wurde die sportliche Führung Didi, Jürgen und Zoki. Auskunft 0677-1899 5070 (Franz)

„Wir wollen Siege sehen“, ja, wer mit einem solchen Slogan in jedes Spiel geht, der wird bitter enttäuscht.

Wären wir heute ebenso enttäuscht, wenn wir gar nicht in die Gruppenphase gekommen wären? Wir wären vielleicht Zweiter in der Liga und niemand würde sich echauffieren, das Ausscheiden gegen Saloniki wäre längst vergessen.

Was wäre denn gewesen, wenn ein paar Unbesonnene ausnahmsweise einmal „besonnen“ gewesen wären und in Saloniki keine Leuchtstifte abgefeuert hätten? Vielleicht hätten wir jetzt ein paar Punkte in der Euroleague und niemand würde gegen den Vorstand ins Feld ziehen. Es gäbe eine gute Million mehr am Rapid-Konto, alles wäre entspannter.

Was wäre gewesen, wenn sich nicht alle Leistungsträger gerade in der dichtesten Wettbewerbsphase verletzt hätten?

Warum beschimpft man Spieler und Funktionäre öffentlich und trägt damit zu einem immer verkrampfteren Klima bei? Glaubt denn wirklich jemand, ein Spieler mache absichtliche Fehler? (Weniger mach er sicher nicht, wenn er die Schreie von den Rängen hört.)

Ich möchte mit diesen „was wäre wenn“-Möglichkeiten aufzeigen, dass eine bestimmte Situation nicht unbedingt von jemand „verschuldet“ werden muss. Sie ist einfach. Und in allen diesen Fällen, wäre dasselbe Präsidium im Amt gewesen, dieselben Spieler und dieselben Trainer.

Die paranoide „Suche nach dem Schuldigen“ ist kein guter Ansatz, weil die Beispiele zeigen, dass die Dinge mit nur wenigen Änderungen ganz anders laufen könnten; es sind einfach Dinge, auf die  die Mannschaft, der Präsident… keinen Einfluss haben, die aber einfach (zu unserem Nachteil) passiert sind. Sie zeigen aber auch, dass unser eigenes Verhalten die Situation eher verschärft.

Es ist praktisch, wenn man jemanden benennen kann, der Schuld trägt. Und wenn der weg ist, zum Beispiel, weil er den Hut draufhaut, was dann? Wie stellt sich denn das pt Publikum vor, dass man einen neuen Präsidenten findet, so auf die Schnelle? Inserat?

„Vielseitig qualifizierter, finanziell unabhängiger, fußballbegeisterter (und -kundiger), medial versierter, mit allen reden könnender, mit allen Wassern gewaschener, mit Beziehungen ausgestatteter Volltrottel mit dicker Haut, die er im Falle immer wieder vorkommender Publikumsbeschimpfungen dringend braucht, für das Ehrenamt des Präsidenten des SK Rapid gesucht“ unter „Wunderwuzzi“ an den Verlag 

Ja, ich muss auch bei jeder Gelegenheit den weniger Fußballbegeisterten erklären, was da bei Rapid los ist. Aber es ist nichts los. Es wurden nur ein paar Spiele verloren. Und wer das Admira-Spiel gesehen hat, der weiß, dass es sogar mehr hätten sein können.

Ich bin jedenfalls am Samstag an meinem Platz, weil ich zu einer Verbesserung des Klimas beitragen will. Und ja, ich leide auch, wenn es Niederlagen gibt aber ich bin ebenso überzeugt davon, dass die, die es in der Hand haben, etwas zu verändern, auch daran arbeiten. Spieler, Trainer, Vorstand. Warum? Weil das alle tun, die ihre Arbeit mögen.

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