Es geht bergab

Das gestrige Spiel gegen den Vorletzten in Mattersburg lässt nichts Gutes ahnen. Ein mit Mühe gerettetes Unentschieden zeigte deutlich wie schlecht die derzeitige Verfassung von Rapid ist.

Am Abgang von Boskovic allein kann es nicht liegen, denn der wurde während der Zeit seines Armbruchs eine lange Zeit ohne besondere Probleme ersetzt. Kann daher die derzeitige Unform allein am fehlenden Hofmann, Jelavic/Vennegoor liegen oder an einer Auswärtsschwäche?

Nächste Mitgliederversammlung 28.Oktober. Eingeladen wurden Grahovac, Greiml, Murg, Sonnleitner. Auskunft 0677-1899 5070 (Franz)

Dass im Hanappi einfach besser Fußball gespielt wird dürfte stimmen. Die Kulisse motiviert RAPID und leider oft auch die Gegner. Es scheint fast so, als würden die Spieler durch die prächtige Heimkulisse etwas verwöhnt. Aber natürlich würde keiner der Spieler das zugeben.

Die Mannschaft scheint eher einen Mentaltrainer zu brauchen. PP erklärt sich ja in Interviews für die Spiellaune der Spieler nicht zuständig (das müssten sie mitbringen), daher muss das jemand anders machen. Ob ein Manager sich das erlauben kann, irgendetwas, was für das Funktionieren des Teams wesentlich ist, als „nicht in seinem Zuständigkeitsbereich gelegen“ abtun darf, ist eine andere Frage.

Beobachter der RAPID-Trainings berichten oft, dass die Trainings, vielleicht mit Ausnahme des Konditionstrainings stereotyp und wenig abwechlungsreich sind – ähnlich wie das Spiel der Mannschaft derzeit.

Schaut Euch einmal die Seite der Trainer auf der RAPID-Homepage an: http://www.skrapid.at/9642.html

Bis hinunter zum kleinsten Mitarbeiter gibt es einen persönlichen Steckbrief, wo man Details zur Person, der Laufbahn und Privates erfährt; nur nicht bei den Ko-Trainern. Sind die so unwichtig? Wenn sie so unwichtig sind, warum hat man sie dann getauscht? Also sind sie wichtig! Warum gibt man dann nichts über sie bekannt? Ist ihnen das egal? Haben sich die schon je die Homepage angeschaut?

Warum bedienen wir uns nicht mehr der Quellen des eigenen Nachwuchses. Gerade heute haben wir wieder eine Lektion von einem Mattersburger Eigenbaustürmer Bürger, 22 Jahre bekommen. Die zeigen es uns vor, wie das geht.

Das wäre alles egal, wäre man erfolgreich. So aber hinterfragt man jedes Detail, dessen man habhaft wird, natürlich auch den Trainer. Der ist auch irgendwie ratlos. Er hat in seiner Verzweiflung die ganze Offensivabteilung getauscht und Trimmel und Nuhui haben in letzter Minute einen Punkt gerettet. Glück für RAPID, Glück für den Trainer.

Ich hoffe, dass das so ist, denn wenn das Trainer-Umfeld die Ursache ist, dann werden wir wegen der Aussage des Präsidenten, dass Pacult den Karren aus dem Schlamm ziehen soll, noch ein bisschen weiter nach unten abrutschen müssen, bis man Handlungsbedarf sieht.

Vielleicht ist die Verweildauer eines Trainers bei einer Mannschaft einfach durch einen mehr oder weniger deutlichen Abnützungseffekt limitiert, der allein nichts über seine Qualität aussagt. Der Erfolg war ja da, es ist aber im letzten Jahr deutlich schlechter geworden; durch ein neues Trainerteam, durch Abgänge, durch Angst vor Neuerungen, durch Abnützung eben.

Wir werden vermutlich morgen auf Platz 7 abrutschen und mit ein bisschen Pech (LASK gewinnt gegen Rapid und Kapfenberg gegen Ried), dann in der nächsten Woche weiter auf Platz 8 und dann sind wir auf Tuchfühlung mit der Abstiegszone. Dann kommt ein Derby mit einem extra motivierten Gegner und wir können die Weihnachtsfeier in die Nähe des Zentralfriedhofs verlegen; die Geier warten schon.

Ist vielleicht ein bisschen übertrieben aber im Fußball ist alles planbar, nur nicht das Ergebnis eines Spiels.

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