Fußball und Krieg

Gerade noch die Kurve gekratzt
20. September 2010
Glück, für wen?
27. September 2010

Die Parallelen zwischen kriegerischen Auseinandersetzungen und einem Fußballspiel sind augenscheinlich. Schließlich sind beide ein Kampf mit einer hohen Zufallskomponente auf den sich die Kontrahenten systematisch mit taktischen Vorgaben vorbereiten. Diese Vorbereitungen für einen Krieg sind die soldatische Ausbildung und Manöver und für ein Fußballspiel das Training, Freundschaftsspiele und Trainingslager.

Der folgende Text entstand in Anlehnung an einen realen historischen Text aus dem 17. Jahrhundert; ein künstliches Szenario vor einem aussichtslosen Spiel, wo man – wie so oft – auf ein Wunder hofft:

Mitgliederversammlung am 20.5.2019 mit:
Präsident Michael Krammer, Geschäftsführer Christoph Peschek und Präsidiumsmitglied Josef Kamper
Nur für Mitglieder!

Wenn wir also auf die Salzburger treffen, wird Gott die Dinge so lenken, dass wir in die Zweikämpfe gehen und für uns entscheiden können. Doch wenn Gott uns nicht durch ein Wunder hilft, werden die Salzburger, die die schnelleren und wendigeren Mittelfeldspieler und auch die gefährlichere Schützen in ihren Reihen haben, diese Vorteile ausnutzen und uns nicht ins Spiel kommen lassen. So fahren wir nach Salzburg in festem Vertrauen auf ein Wunder.

Das Original stammt aus den Schriften der Führung der spanischen Armada angesichts der kommenden Auseinandersetzung mit den Engländern. Sie sahen klar ihren Nachteil darin, dass sie nur dann eine Chance hätten, wenn sie im Nahkampf die feindlichen Schiffen entern könnten, doch die Schnelligkeit der feindlichen Schiffe würde das eben verunmöglichen. Nur ein Wunder konnte die spanische Armada noch retten. Ein gar nicht so unwahrscheinliches Szenario, auch im Fußball. Hier der Originaltext:

Wenn wir also auf die Engländer treffen, wird Gott die Dinge so lenken, dass wir in den Nahkampf gehen und entern können. Doch wenn uns Gott nicht durch ein Wunder hilft, werden die Engländer, die schnellere und wendigere Schiffe als wir und mehr weittragende Geschütze haben und sich dieses Vorteils wohl bewusst sind, uns nie aufschließen lassen, sondern Abstand halten und uns mit ihren Geschützen zu Stücken schlagen, ohne dass wir sie in nennenswerter Weise beschädigen können. So segeln wir nach England in festem Vertrauen auf ein Wunder.

aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Spanische_Armada

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