Rapid-Besiktas

Ich finde, dass der Gegner aus der Türkei ein sehr interessanter Gegner ist, insbesondere wegen der großen Zahl türkischer Immigranten in Wien.

Die Partie erinnert an Zeiten des Mitropacups (und davor) als österreichische, tschechische und ungarische Mannschaften aufeinander trafen und gleichzeitig bei RAPID zahlreiche Tschechen gespielt haben (Schedivy, Uridil…).

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Etwas Besonderes wäre natürlich ein RAPID-Sieg. Man muss sich in die Lage junger Türken versetzen, die keine wirklichen Türken mehr sind aber auch noch keine Österreicher. Und da gibt es mit RAPID eine Mannschaft mit Kayhan, Kavlak, Pehlivan, die eine türkische schlägt. Es ist eine Identifikationsmöglichkeit.

Das Ein-Mann-Kabarett „Cordoba, das Rückspiel“ von Florian Scheuba, vorgetragen von Cornelius Obonya zeigt diese Konstellation in der Figur eines jungen deutschen Immigranten, der als RAPID-Fan auftritt und gerade dadurch ein Beispiel geglückter Immigration darstellt.

In diesem Sinne wäre ein Sieg gegen Besiktas sogar ein wichtiger Beitrag zur Integrationsproblematik. Daher sollten sich das Spiel durchaus einige türkisch-stämmige Wiener anschauen. Auch könnten sich mehr dieser Gruppe in die österreichischen Stadien verirren; in Deutschland ist das viel stärker der Fall; zumindest hatte ich als Zuschauer dort den Eindruck.

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