Rapid gewinnt durch Kondition

Nachlese zum Spiel Sturm-Rapid

Dieses Spiel hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Mannschaft während der zweiten Spielhälfte stärker spielt.
Die RAPID-Viertelstunde ist sehr oft spielentscheidend.

00-15 15-30 30-45 45-60 60-75 75-90 Minute
6 4 9 9 6 10 RAPID-Tore heuer


Mein Eindruck ist, dass die Kondition der Gegner nachlässt und RAPID nachlegen kann. Vielleicht mit ein Verdienst des Konditionstrainers Cannestrini?

Wehret den Anfängen

Informationsblatt der Ultras Rapid Block West 1988 Nr. 1/08


Bereits im Frühjahr dieses Jahres wandten wir uns angesichts des Einstieges der OMV als Sponsor des SK RAPID mit folgendem Text im GO WEST! 01/08 an Euch:

Der SK RAPID präsentierte sich gerade in den letzten`Jahren immer als traditionsbewusster Fußballklub, bei dem die Fans das größte Mitspracherecht im ganzen Land genießen. Man bildete damit einen Gegenpol zum FK Magna (vor langer Zeit Austria Wien) und Red Bull-Salzburg (vormals Austria Salzburg). Doch seit einigen Wochen halten auch bei uns gewisse Tendenzen inne, die dem kritischen Fan nicht entgehen.

In der offiziellen Vereinszeitschrift „Rapid Magazin“ wird unser glorreiches Wappen plötzlich vom Konterfei des Sponsor WIEN ENERGIE untermalt und erinnert damit schon leicht an das Wappen des Stadtrivalen. Bei der offiziellen Weihnachtsfeier das selbe Bild: Kein RAPID-Logo ohne Sponsorlogo.

Mitte Jänner dann schließlich wird mit OMV ein neuer Sponsor an Land gezogen, der einige Millionen in den Verein buttert und im Gegenzug wird die Nordtribüne in „OMV-Familientribüne“ umbenannt.

Selbst uns Fundamentalisten ist klar, dass ein schon fast chronisch finanzmaroder Klub wie der unsere froh über jeden Sponsorencent sein muss, allerdings fragen wir uns wohin der jetzt eingeschlagene Weg führt, zumal die OMV Millionen (rund 5,4 in drei Jahren) ja Großteils nur dazu dienen werden, jetzige und zukünftige Budgetlöcher zu stopfen. Wird, bzw. muss in drei Jahren der Stadionname verkauft werden um die Lizenz zu bekommen, oder wird der Block West zur WIEN ENERGIE-Tribüne? Unsere Kritik richtet sich nicht gegen die Sponsoren an sich, ohne die es wie gesagt unseren Verein schon lange nicht mehr geben würde. Mit der Umbenennung der Nordtribüne wurde unserer Meinung nach aber ein Schritt in die leider Gottes falsche Richtung gesetzt. Die Klubführung muss damit in Kauf nehmen, dass der selbst so oft gepriesene Traditionsklub SK RAPID ein wenig von seinem Glanz verliert und sich ein wenig in die Richtung aller anderen Bundesligaklubs entwickelt. 

Durch den nunmehr erfolgten Einstieg des nächsten Großsponsors ORANGE werden diese Zeilen wieder aktueller denn je. Beim vergangenen Heimmatch gegen Sturm Graz, sowie im aktuellen RAPID-MAGAZIN wurde, bzw. wird der sehr professionellen Marketingabteilung von ORANGE unserer Meinung nach zu viel Raum für die eigene Selbstdarstellung gelassen. Das Trikot wird immer mehr zur Litfaßsäule. RAPID ist ein Fußballverein und wir Fans wollen im Stadion Fußball sehen und erleben, aber nicht vor, während und nach dem Match das Gefühl haben einem Werbeevent bzw. einem Vortrag über die „MARKE“ RAPID beizuwohnen. Unsere Sorge ist, dass gewisse Szenarien, wie es sie in Deutschland oder bei Red Bull Salzburg schon längst gibt, eintreten könnten. Bei den Heimspielen des 1. FC Nürnberg werden beispielsweise bei jedem Eckball der Heimmannschaft automatisch Werbejingles über die Lautsprecheranlage eingespielt: „Dieser Eckball wird präsentiert von der Brauerei.. Prost allen Fußballfans“). Da dies natürlich einige Zeit dauert, kommt es oft genug vor, dass der Eckball schon längst ausgeführt wurde und der eventuelle Torjubel von der Werbung übertönt wird. PROST!

Wir appellieren daher an den Verein, dass er weiterhin den gemeinsamen Weg mit den Fans geht. Die Identität des Vereins beruht auf dem Bewahren seiner Tradition und des Miteinander. Nicht umsonst spricht man immer von der RAPIDfamilie. Der sehr schwierige Drahtseilakt des Wahrens der Tradition auf der einen Seite und des gleichzeitigen sportlichen Führungsanspruches auf der anderen Seite, was natürlich nur durch eine gewisse Kommerzialisierung möglich ist, hat in den letzten Jahren zu zwei Meisterschaften und einer Champions League Qualifikation geführt. Dies gelang ohne dass die wesentlichen Parameter, die den Verein und dessen Tradition ausmachen, verkauft wurden. Der Name des Vereins, die Farben, das Wappen und auch der Name des Stadions und des Block West müssen weiterhin unangetastet bleiben.

Die Grenzen sind mit dem Wien Energie Logo unter dem Wappen und der Umbenennung der Nordtribüne erreicht. Der nächste Schritt wäre die Integrierung eines Sponsorlogos in unser Wappen bzw. die Umbenennung des Stadions. Dann würde dieses vom Verein und auch uns jahrelang aufgebaute und gelebte Konstrukt aus Tradition, Leidenschaft und dem Kampf gegen den modernen Fußball wie ein Kartenhaus in sich selbst zusammenstürzen.

Wie schon erwähnt, solange der Name des Vereins, die Farben, das Wappen und auch der Name des Stadions und des Block West nicht angegriffen werden, wird es keinerlei Protestaktionen geben. Das Treiben rund um die aus Sponsorensicht gesehene „goldene Kuh“ RAPID werden wir jedoch weiter mit Argus-Augen verfolgen.

Es liegt an uns Fans das zu bewahren, was RAPID wirklich ausmacht: TRADITION, KAMPFGEIST & LEIDENSCHAFT!

– ULTRAS RAPID BLOCK WEST 1988 – Wien, Oktober 2008 

Sponsor im Vereinsnamen

Dass der Vereinsname mit einem Sponsornamen verunziert wird, dürfte eine österreichische Spezialität sein:

Werbefrei sind nur LASK Linz, SK RAPID Wien und FK Austria Wien (noch nicht so lang)

Sponsorbehaftet sind alle anderen: Cashpoint SCR Altach, KSV Superfund, SK Austria Kelag Kärnten, SV Josko Fenster Ried, SK Punktigamer Sturm Graz, FC Red Bull Salzburg

In Deutschland ist es eigentlich nur Bayer Leverkusen, das aber eigentlich immer schon, denn die Mannschaft hat sich aus der Firma entwickelt, ähnlich wie seinerzeit VOEST-Linz oder Chemie-Linz. In Tschechien haben zwei Vereine einen verdächtigen Namen: Tescoma Zlin, Sigma Olomouc. Bei den großen Ligen fällt mir nichts derartiges ein.

Es dürfte eine Folge der vergleichsweise geringen Reichweite einfacher Werbung in Österreich sein, sodass die Firmen den Vereinen dieses Zugeständnis abpressen können. Mit Ausnahme von Red Bull wird das ja kein Verein gerne tun.

Auf einer der letzten Mitgliederversammlungen wurde der Kompromiss vorgestellt, der mit Wien Energie geschossen wurde: das Wien-Energie-Logo wird nur bei Schriftstücken des Vereins unterhalb des RAPID-Wappens angebracht, nicht aber auf den Dressen oder auf der Homepage. Ich habe den Eindruck, dass diese Abmachung von Wien Energie bisher nicht erweitert wurde und hoffe, dass die Vereinsführung diese Linie beibehalten kann.

Die Frage wird sich ja erst stellen, wenn man trotz all dieser Werbeaktivitäten mit dem Geld nicht das Auslangen findet und man den Mitglieder die Gretchenfrage stellen muss: „Was wollt Ihr? Weiter vorne an der Tabellenspitze mitmischen und den Namen verkaufen oder ins Mittelmaß absacken?“ Und auf diesen Fall wird man sich vielleicht vorbereiten müssen. Firmen und Vereine melden ja positive Botschaften und bis einen Tag vorm Konkurs. Es ist daher von außen schwer zu beurteilen, wie es denn tatsächlich um den Verein steht.

Hoffentlich wollte der Flyer nur uns und den Verein vor diesem Szenario warnen.

In den Jahren 1974-1982 hieß RAPID tatsächlich RAPID-Wienerberger. Soweit ich mich erinnern kann, stand das auch so in den Tabellen der Tageszeitungen. In der gedruckten RAPID-Chronik ist das nicht unmittelbar sichtbar, weil immer nur die Gegner angegeben sind aber nicht die Paarungen. Es gibt aber Bilder in der RAPID-Chronik, hier jenes aus dem Jahr 1977/78:

Rapid-Wienerberger Mannschaftsfoto

Rapid-Wienerberger Logo

Man sollte das aber nicht dramatisieren, Finanzprobleme kommen in den besten Familien vor. Man hat ja nicht immer einen Finanzminister im Präsidentenamt.

Für Sponsoring

Heute, am 25.10.2008 wurde von den Rapid-Ultras ein Flyer verteilt, der die Werbung im Stadion kritisiert und eine Grenze erreicht sieht.

Ich frage mich, ob Rapid aus einem gegebenen System ausbrechen kann ohne gleichzeitig die Mitglieder zu einem bedeutenden Beitrag aufzufordern, um die Verluste auszugleichen? Bedeutet nicht ein Verzicht auf Sponsorgelder auch einen Abstieg in die Bedeutungslosigkeit?

Das Finanzierungskonzept moderner Fußballklubs ist durch das mediale Umfeld vorgegeben. Sponsorangebote, die man selbst ausschlägt, bekommt der jeweils unmittelbare Konkurrent.

Wir können nicht erwarten, Sponsorgelder zu bekommen, ohne dem Sponsor die Öffentlichkeit zu bieten, die er sich erwartet. Und die besteht eben in der Präsenz im Stadion und damit indirekt auch in den Medien.

Ob diese Präsenz zu groß oder gerade vertretbar ist, ist natürlich von der persönlichen Einstellung abhängig.

Anlässlich des 32. Meistertitels wurde in deutschen Medien das Finanzierungskonzept von Rapid mit den vielen Kleinsponsoren belächelt. Aber dieses Konzept dürfte sich aus der Kleinheit des österreichischen Wirtschaftsraums ergeben. Da in Österreich nur etwa ein Zehntel der Zuschauerzahl der Deutschen Bundesliga erzielbar ist, sind auch die Sponsorgelder entsprechend geringer, daher braucht man mehr davon.

Wenn wir jetzt zu den Großen schauen, die lediglich eine einzige Marke auf den Trikots haben (zum Beispiel AIG oder Gazprom), dann sollten wir uns über unser kleinteiliges Konzept mit der geringeren Anhängigkeit von einem einzelnen Großsponsor eher freuen, denn wenn – so wie jetzt AIG – dieser Sponsor abspringt, kann das auch einen Großverein ganz schön treffen, und die Rezession kommt ja erst.

Die Diskussion erinnert an den Benzinpreis. Der Benzinpreis sind in unserem Fall die Betriebskosten des Vereins, in erster Linie die Personalkosten für die Spieler. Diese Kosten entstehen auf einem Markt. Die Regierung hier und die Vereinsführung da sind in ihrem Bemühen, diese Kosten zu verringern, auf verlorenem Posten. So, wie uns die Regierung nicht versprechen kann, etwas gegen den Benzinpreis zu unternehmen, kann auch die Vereinsführung nicht den Marktpreis unserer Spieler beliebig festlegen. Und diese Abhängigkeit vom Markt zwingt die Vereinsführung auch dessen Regeln zu befolgen.

Rapid hat zusätzlich einen Vorteil aber auch einen Nachteil zu tragen: einerseits ist Rapid eine begehrte Marke, sowohl bei den Spielern als auch bei den Sponsoren, sodass vielleicht junge Spieler nicht nur durch das Geld sondern durch den Namen angezogen werden; anderseits muss aber Rapid einen vergleichsweise großen Aufwand als Großklub bestreiten, braucht daher das Geld nicht nur für die Kampfmannschaft sondern auch für das Drumherum.

Übrigens sind Kirchen praktisch werbefrei (sieht man von der Verpackung des Stephansdoms während der Renovierungsarbeiten ab). Wenn Rapid eine Religion ist und wir das Finanzierungskonzept der Kirche, das uns aus unsäglicher Zeit erhalten geblieben ist (wie auch die in Österreich offenbar unausrottbare Ideologie) übernehmen, dann müssen wir „nur“ erreichen, dass Rapidler Farbe bekennen. Nicht nur in der Diskussion, sondern auch durch Zahlung. Nehmen wir die kolportierte Zahl von 600.000 Rapid-Sympathisanten ernst, dann brauchen wir nur mehr dafür zu sorgen, dass alle diese Sympathisanten ihren Beitrag zu ihrer Religion liefern. Wenn nur jeder Zehnte Mitglied wird und die 100 Euro einzahlt, gibt das ein zusätzliches Jahresbudget von 6.000.000.

Das ist aber natürlich nur eine Milchmädchenrechnung, weil man genau das nicht schafft. Die Kirchen bekommen das Geld auch nicht freiwillig sondern durch Verordnung erreicht.

Ich freue mich daher darüber, dass ich durch meine Anwesenheit im Stadion, durch meine Mitgliedschaft, durch meine Einkäufe ein wenig dazu beitragen kann, dass die Marke Rapid jene Stellung hat, die es der Vereinsführung erlaubt, Geld aus dieser Beliebtheit zu schlagen und populäre und stabile Sponsoren an die Marke Rapid zu binden. Das notwendige Übel der Werbeaufschriften kann man durch die Einsicht abschwächen, dass eine Werbeaufschrift auf einer Leistung der Fans, der Mannschaft, der Vereinsführung beruht. Ein werbefreies Stadion hieße auch, dass es für Sponsoren unattraktiv wäre, zu werben. Rapid, unattraktiv?

Eine aktive Bekämpfung der Werbetätigkeit im Stadion ohne eine brauchbare Finanzierungsalternative sehe ich als riskantes Vorgehen und wünsche es nicht.

Fallweise Hinweise auf die Unantastbarkeit des Namens und den Stadion-Namen sind aber sicher gut, damit die Vereinsführung nicht die Richtung aus den Augen verliert. Aber schon beim Stadionnamen haben wir das Problem mit der Eigentümerschaft. Denn wenn die Gemeinde als Eigentümer draufkommt, dass man aus dem alten Gemäuer durch Umbenennung auch noch Geld herausholen kann, dann wird wohl nur ein Sternmarsch der Rapidler zum Rathaus als letzter Widerstand übrig bleiben.

Noch ein Nachtrag zum Flyer:

Wenn die Überschrift „Wehret den Anfängen“ nur gewählt worden ist, um Aufmerksamkeit zu erregen, gut.

Was mir aber mehr Sorge macht, ist, dass sich ehrliche Anhängerschaft zur Idee RAPID mit einer weniger ehrenhaften Anhängerschaft zu längst vergangen geglaubten Idealen vermengt, und das gerade an einem Ort, wo das nicht erwünscht ist: im Stadion.

Man kann den Titel des Flugblatts daher auch in diesem Doppelsinn verstehen.

Man fragt sich, warum ein „Negermusik“ verachtender Schiedsrichter gerade ein Spiel pfeift, das sich gegen den Rassismus wendet.

Man fragt sich, warum am Rasen gegen Rassismus agitiert wird und auf den Tribünen eine Ideologie laut wird, die gerade dafür eintritt und das gerade in einem Stadion eines Arbeiterfußballklubs.

Die Zahlen sprechen gegen Plautz

Vorschau Rapid:Mattersburg

Die Zahlen sprechen gegen Plautz:

RAPID gewann im Schnitt der letzten Jahre etwa 63% der Heimspiele, doch wenn Plautz pfeift, dann nur etwa 46%.

RAPID gewann im Schnitt der letzten Jahre etwa 35% der Auswärtsspiele, doch wenn Plautz pfeift, dann nur etwa 26%.

Davon gegen Mattersburg

2008-03-14 A 0:1 Niederlage
2007-07-25 A 2:3 Niederlage
2006-02-18 H 2:0 Sieg
2004-11-06 A 0:0 Unentschieden
2003-11-29 A 1:1 Unentschieden

Daher auch die Bilanz gegen Mattersburg mit Plautz-Beteiligung insgesamt negativ.

Jetzt zum Kaffeesudlesen: Der 25.10. ist ein guter Tag für RAPID: An einem 25.10. gab es 16 Spiele (8 Heim, 8 Auswärts). Nur ein Heimspiel war unentschieden, alle anderen gewonnen. Auswärts wurde nur ein Spiel verloren (gegen Fiorentina 1961), 2 waren unentschieden.

Seien wir zuversichtlich, Plautz kann ja an seiner negativen Bilanz arbeiten. Vielleicht stört ihn ja auch die RAPID-Tormelodie und er hätte lieber den Radetzkymarsch.

Wenn man Cup und Meisterschaft rechnet, fand das erste Spiel bereits am 12. 09. 1998 statt.

Die letzten 5 Heimspiele wurden nicht verloren (letztes Heimspiel am 10.11.2007 wurde mit 3:1 gewonnen).

Gesamt: 50% Siege, 21% Unentschieden, 29% Niederlagen
Heim: 80% Siege, 10% Unentschieden, 10% Niederlagen
Auswärts: 29% Siege, 10% Unentschieden, 43% Niederlagen

Interessant ist der Zuschauerschnitt in allen diesen Spielen, er ist nämlich auswärts höher als in Hanappi:

Zuschauerschnitt Heim: 12.370
Zuschauerschnitt Auswärts: 13.536

Also der Heimschnitt wird sich morgen sicher erhöhen, hoffentlich auch die Gesamtbilanz.

Wie pfeift Brugger?

Da Herr Brugger das morgige Spiel pfeift, hier die letzten Ergebnisse mit Brugger als Spielleiter (Ergebnisse aus der Sicht von RAPID):

A 1:2 (0:1) 24.02.2008 25. Runde SCR  Altach 
H 1:5 (0:3) 15.09.2007 10. Runde Sturm Graz
H 4:0 (2:0) 08.08.2007 4. Runde Austria Kärnten
H 3:0 (2:0) 08.05.2007 33. Runde Austria Wien
H 2:1 (1:1) 14.04.2007 28. Runde FC Wacker Innsbruck
H 1:1 (0:0) 11.11.2006 17. Runde SV Pasching
H 1:1 (1:1) 23.09.2006 10. Runde FC Wacker Innsbruck
A 0:1 (0:0) 19.07.2006 1. Runde SV Mattersburg
A 0:0 (0:0) 06.05.2006 35. Runde SV Mattersburg
H 1:2 (0:0) 20.08.2005 7. Runde SV Mattersburg
A 1:1 (0:1) 16.04.2005 29. Runde Sturm Graz
H 3:0 (2:0) 14.11.2004 17. Runde SV Pasching
H 2:1 (1:0) 19.09.2004 9. Runde GAK
H 1:2 (0:2) 02.05.2004 33. Runde Austria Wien
A 1:2 (0:1) 28.03.2004 27. Runde GAK
H 3:1 (0:1) 01.11.2003 16. Runde SV Mattersburg
A 0:2 (0:1) 21.09.2003 10. Runde GAK
A 4:1 (2:1) 24.08.2003 6. Runde SV Mattersburg
A 0:3 (0:1) 16.04.2003 29. Runde SV Pasching
H 1:1 (1:1) 09.03.2003 24. Runde Austria Wien
A 0:2 (0:0) 19.10.2002 14. Runde SV Pasching
A 1:0 (0:0) 27.08.2002 1. Runde SC Schwanenstadt
H 2:0 (0:0) 09.03.2002 25. Runde FC Kärnten
H 2:2 (2:2) 28.11.2001 19. Runde SC Schwarz-Weiß Bregenz
H 0:1 (0:1) 09.05.2001 Semifinale FC Wacker Innsbruck
A 0:2 (0:1) 20.10.2000 15. Runde GAK
H 2:1 (0:0) 27.08.2000 9. Runde FC Wacker Innsbruck
A 1:1 (1:0) 26.07.2000 4. Runde SC Schwarz-Weiß Bregenz
A 1:1 (0:0) 25.03.2000 26. Runde LASK
H 1:0 (0:0) 22.05.1999 35. Runde SV Ried
A 3:3 (3:0) 10.04.1999 27. Runde Vorwärts Steyr
A 1:2 (0:1) 11.11.1998 16. Runde Sturm Graz
H 0:2 (0:1) 17.10.1998 12. Runde GAK
H 1:0 (1:0) 26.09.1998 10. Runde Austria Lustenau
A 1:0 (1:0) 08.05.1998 34. Runde Sturm Graz
A 0:5 (0:1) 29.03.1998 27. Runde LASK
A 1:0 (0:0) 03.12.1997 21. Runde Admira/Wacker/Mödling
H 0:0 (0:0) 16.07.1997 2. Runde Admira/Wacker/Mödling
H 4:2 (1:0) 18.05.1996 34. Runde SV Ried
A 3:0 (2:0) 10.04.1993 3. Runde Altheim


das sind 40% Siege, 25% Unentschieden und 35% Niederlagen.

Brugger liegt damit unter dem Schnitt der letzten Jahre und der liegt bei etwa 47% / 24% / 29% und neigt daher dazu, eher gegen RAPID zu pfeifen.

Gegen Ried ist die Bilanz so (Auswärts+Heim, unabhängig vom Schiedsrichter): 51% / 33% / 16%

Gegen Ried hat Brugger erst zwei Spiele gepfiffen, die beide von RAPID gewonnen wurden (1:0, 4:2, beides Heimspiele).

Brugger und Einwaller

RAPID gewinnt im Schnitt der letzten Jahre etwa 48% der Spiele (Heim 60%, Auswärts 37%); in der letzten Saison waren es sogar 57%, wenn es heuer so weitergeht, wären wir bei 75%!

Interessant ist jetzt, wie jene Spiele ausfallen, die Einwaller und Brugger pfeifen.

Brugger hat 40 RAPID-Spiele gepfiffen, von denen 40% gewonnen wurden, also etwas schlechter für RAPID.

Einwaller hat 18 Spiele gepfiffen, von denen 56% gewonnen wurden, also etwas besser für RAPID.

Der RAPID-‚Freund‘ schlechthin ist aber Messner, denn bei ihm waren es 42 Spiele mit 62% RAPID-Siegen.

Die RAPID-‚Hasser‘ sind aber Plautz und Stuchlik, bei dem es nur 34% bzw. 32% RAPID-Siege gegeben hat.

Psychologisch stelle ich mir das so vor, dass Schiedsrichter bestrebt sind, ihre Unparteilichkeit unter allen Umständen unter Beweis stellen zu wollen. Und das wirkt umso glaubwürdiger, je „gerechter“ sie einen prominenten Kontrahenten behandeln. Bei Spielen in der Bundesliga ist daher RAPID möglicherweise immer ein bisschen benachteiligt. Aber in der Psychologie ist alles möglich und erklärbar, auch das Gegenteil.

Einwaller ist also nicht so schlecht – statistisch gesehen.

Letzte Spiele gegen Ried

Hier eine Übersicht über die letzten 15 Spiele gegen Ried:

1:0 (1:0) 2007/08 36. Runde A  7600 Eisner Fill-Metallbau-Stadion
4:0 (1:0) 2007/08 18. Runde H 13300 Einwaller Hanappi-Stadion
3:0 (1:0) 2007/08 8. Runde A 7200 Krassnitzer Fill-Metallbau-Stadion
5:2 (3:1) 2006/07 31. Runde H 15200 Steindl Hanappi-Stadion
2:1 (1:0) 2006/07 21. Runde A 7000 Plautz Fill-Metallbau-Stadion
0:1 (0:0) 2006/07 3. Runde A 7600 Steiner Fill-Metallbau-Stadion
0:0 (0:0) 2005/06 26. Runde A 7200 Einwaller Fill-Metallbau-Stadion
2:2 (2:2) 2005/06 18. Runde H 10700 Mostböck Hanappi-Stadion
2:2 (0:1) 2006/07 13. Runde H 11600 Krassnitzer Hanappi-Stadion
2:2 (0:1) 2005/06 8. Runde A 7600 Steiner Fill-Metallbau-Stadion
3:2 (2:1) 2002/03 33. Runde H 3500 Messner Hanappi-Stadion
0:0 (0:0) 2002/03 23. Runde A 5000 Hofmann Rieder Stadion
1:3 (0:0) 2002/03 10. Runde A 4500 Messner Rieder Stadion
0:0 (0:0) 2002/03 9. Runde H 6300 Falb Ernst-Happel-Stadion
2:1 (1:1) 2001/02 30. Runde H 4200 Messner Hanappi-Stadion

7 Siege, 6 Unentschieden und 2 Niederlagen
Die Wahrscheinlichkeit für einen Sieg ist demnach 47%, für eine Niederlage nur 13%.

Alle Spiele gegen Ried seit 1995 sind so ausgegangen:
42 Spiele, davon 21 Siege, 14 Unentschieden, 7 Niederlagen.

Nach dieser Gesamtstatistik ist die Wahrscheinlichkeit für einen Sieg bei 50%, für eine Niederlage bei 17%.

Berücksichtigt man aber nur die Heimspiele seit 1995, dann ergibt sich folgendes Bild:
20 Spiele, davon 14 Siege, 6 Unentschieden und keine (!) Niederlage.

Alles spricht für einen Sieg!

Punkteberechnung nach dem 3:1 gegen Frankreich

Laut FIFA-Reglement bekommen wir für das Frankreich-Spiel folgende Punkte

P = M*I*T*C*100

M Sieg = 3 Punkte
I WM-Quali = 2,5 Punkte
T Stärke des Gegners = (200-Ranglistenposition/100) = (200-12)=188/100= 1,88 Punkte
C Stärke der Liga (UEFA=1,00)

P = 3*2,5*1,88*1,0=100 = 1410

Wir haben am 3. September einen FIFA-Punktstand von 354.

Die Punktezahl, die wir nach dieser Qualirunde Anfang Oktober bekommen werden, ist nun nicht 354+1410 (denn dann wären wir Weltranglistenerster) sondern diese Punkte werden mit allen Spielen des laufenden Jahres gemittelt, d.h. alle Punkte des laufenden Jahres dividiert durch die Anzahl der Spiele. Außerdem werden die Punkte der vergangenen vier Jahre mit 50%, 30% und 20% abgewertet und ebenfalls dazugezählt.

Weil das alles nicht ganz leicht nachzurechnen ist, hier ein Beispiel: wenn wir im laufenden Jahr fünf Spiele ausgetragen und davon vier verloren und dieses eine mit 1410 Punkten gewonnen hätten, bekommen wir ein Fünftel, d.h. 285 Punkte dazu. Und das wäre ein Sprung auf 354 + 285 = 639 Punkte und das wäre derzeit Platz 44!

Natürlich machen gleichzeitig auch andere Länder Punkte, sodass man den Platz nicht unabhängig bestimmen kann und es kann schlussendlich Platz 60 oder 70 werden. Aber es gibtbis zum nächsten Ranking Anfang Oktober auch noch ein Spiel in Litauen, also mit einer vergleichbaren Leistung und auch mit ähnlich viel Spielglück kann es mit den FIFA-Platz 50 hinkommen!

Wenn wir also doch unter die ersten 50 der Weltrangliste rutschen, bitte das Bier in der Runde verteilen!

Weltrangliste

Punkteberechnung

Absolute und relative Zuschauerzahlen

Ich freue mich auf jedes Match in Hütteldorf. Es ist eine unvergleichliche Atmosphäre. Und es ist auch erfreulich, dass das Stadion bei fast jedem Match voll ist, denn es war ja nicht immer so.

Die Besucherzahlen der anderen Vereine muss man aber auch an deren Einzugsgebiet messen. Wenn es Mattersburg im Schnitt auf 10.000 Karten schafft, bei einer Einwohnerzahl von 300.000 (Burgenland), dann müssten wir in Wien mit 1.800.000 Einwohnern auf etwa 60.000 Zuschauer kommen und das wäre auch im internationalen Vergleich beachtlich.

Vielleicht wäre dann auch der österreichische Fußball dort, wo wir ihn haben wollen.

Jedenfalls ist RAPID am besten Weg dorthin, auch wenn man Rückschläge wie Famagusta einstecken muss.

Wer ist stärker?

Folgende Beobachtung habe ich beim ersten Einsatz von Koch im Hanappi-Stadion (Spiel gegen Salzburg) gemacht: Beim Aufwärmen stand Zajicek sehr lange, wenigsten 5 Minuten lang, an der Strafraumgrenze mit Blick auf den Spielertunnel. Er schaute immer wieder auf die Uhr. Mir kam es vor wie ein Art Machtprobe zwischen Trainer und Spieler. Hier ist ein Bild:

Tiger wartet auf Koch

In den darauf folgenden Spielen war es dann nicht mehr so auffällig aber kameradschaftlich war die Begrüßung nie.

Verpflichtung von Koch

Also für mich wirft die Verpflichtung von Koch ein sonderbares Licht auf das Vertrauen der Vereinsführung in den eigenen Nachwuchs. Es fehlt ein bisschen der Druck seitens junger Spieler auf die gestandenen Profis.

Auf der einen Seite werden die Erfolge der Nachwuchsmannschaften und der Amateure mit Recht gewürdigt, wenn dann aber Spieler in die Kampfmannschaft aufrücken sollten, werden die eigens dafür angekauften „Zuckerpüppchen“ vorgezogen. Und der Trainer fühlt sich dann genötigt, die teuren Spieler einzusetzen, insbesondere, wenn er sie selbst gewünscht hat.

RAPID leistet sich drei, jetzt vier Torleute. Der Einsatz von Hedl wäre nach dem Ausfall von Payer nahe liegend gewesen. Wenn er bei den ersten Spielen vielleicht nicht so sicher erschienen wäre wie sein Vorgänger, sagt das ja noch nichts, denn er hat ja noch nicht dessen Routine. Einem Hedl hätte man ein Tor, wie das erste von Koch in Graz nachsehen müssen aber einem altgedienten Profi nicht.

Das Kalkül des Vereins, mit einem professionellen Tormann in die Championsleague zu kommen, ist nicht aufgegangen und hat sich geradezu als Bumerang erwiesen. Daraus sollten rasch die richtigen Schlüsse gezogen werden.

Ich hätte mir auch etwas mehr Ehrgeiz von einem Zweier-Tormann erwartet, der dem Verein etwa signalisiert, dass – so er nicht zum Einsatz kommt – eben anderswo sein Glück versuchen würde.

Da das kurze CL-Gastspiel aber auch finanzielle Konsequenzen für den Verein hat, verstehe ich nicht, warum man die Spieler nicht an diesem Risiko beteiligt, denn die Spielergehälter sind in einer Höhe, in der Risikobeteiligung nicht ganz ungewöhnlich wäre. Die CL dürfte mit 500.000 Euro Einnahmen veranschlagt worden sein, die aber jetzt fehlen. Solche Risikoposten im Budget, die vom Spielerfolg abhängig sind, sollten Verein und Mannschaft gemeinsam tragen.

Nach dem Famagusta-Debakel

Zwei Stellungnahmen in ATV von Helge Payer beim Gespräch mit Volker Pieszek, die zeigen, wie wenig Konkretes auch die Spieler selbst und mit ihnen wahrscheinlich auch die Trainer über das Spiel wissen: Auf die Frage, warum der Sturm so wenig ins Spiel findet, sagt er nur: „Schwer zu sagen!“ und auf die Frage, warum Steffen Hofmann so wenig in Erscheinung tritt, antwortet er gleich gar nicht direkt sondern erzählt ganz etwas anderes.

Ich glaube nicht, dass Spieler von einem Tag auf den anderen das Fußballspiel verlernen. Die unsichtbare Instanz „Mannschaft“ folgt einer Psychologie, die stärker ist als eine Tagesverfassung einzelner Spieler. Die Frage ist nur: Wie denkt die Mannschaft? Was ist ihre Einstellung? Wie bringt man die Mannschaft dazu, einen Gegner ernst zu nehmen? Einfach indem man es sagt? Sicher nicht!

Die Spielweise von RAPID während der ersten Minuten war so überlegen, dass ich mich einfach nur zurücklehnte und auf das erste Tor wartete. Ich war beruhigt, wie gut RAPID aufspielt. Der Sager vom Kantersieg war zwar überheblich schien aber gar nicht so abwegig.

Vermutlich ging es der Mannschaft ganz ähnlich.

Wenn das eine geplante Taktik des Famagusta-Trainers war, dann Hut ab. Den Gegner zuerst in Sicherheit wiegen und ihn dann überrumpeln. Dagegen spricht aber die Zufälligkeit des ersten Tores, das ja keineswegs eine geplante Meisterleistung war aber auch keine totale Fehlleistung der Abwehr, weil der Ball in dieser Situation ganz besonders den Zufälligkeiten des Abprallens gefolgt ist.

Diese Szene war der Knackpunkt. Ganz ähnlich wie im ersten Spiel gegen Sturm.

Der Wandel vollzieht sich im Kopf der Mannschaft, nicht einmal dem der Spieler. Ausgegangen von einem Kantersieg und dann das Gegentor, dann eine Art Zusammenbruch, eine Art Panik. Und wer in Panik ist, der denkt nicht mehr, der vergisst, was er gelernt hat, der macht Fehler, stürmt blind voran, dem kann man auch viel leichter den Ball abjagen, weil eben etwas ganz und gar Unerwartetes eingetreten ist.

Das unterscheidet nun unsere Spieler von qualifizierteren Profis. Diese sind weniger von Stimmungen abhängig und können ihre Leistung auch bei Gegenwind abrufen und nicht nur, wenn eine Welle der Euphorie sie trägt und die Mannschaft positiv motiviert.

Wie viele Interviews mit Spezialisten zeigen, wissen wir viel zu wenig über die Motive der Mannschaft bei einem Spiel und wie man sie gezielt steuert. Mentaltrainer wären gefragt. Nur wer sind die?

Ich fürchte manchmal, das bei RAPID wir das sind, das Publikum. Und wir unterliegen ebenso diesen schwer greifbaren Motivatoren und Demotivatoren des „Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt“. Kaum verloren, neigen wir schon zur Aufgabe und drohen mit Liebesentzug.

Obwohl jeder gesagt hat: „die Zyprioten dürfen nicht unterschätzt werden“, seien wir ehrlich, hat jemand an dem Aufstieg gezweifelt? Wie sonst ist ein Aussage über einen mögliche Kantersieg zu werten? Leider kann man eine solche Einstellung nicht einfach aus dem Kopf bekommen, indem man es nur sagt.

An den (unbegründeten) Hoffnungen und dem Zuwenig an Realismus sind wir gescheitert. Und im Zeitraffer haben wir das in den ersten 30 Spielminuten erfahren. Es sagt sich einfach leichter, man muss ein dummes Tor „wegstecken“, denn leider graviert sich das Tor in den Köpfen ein und ein durchaus offenes und sogar Spiel kippt.

Ein Pass ist eine unbewusste, in Hundertstel Sekunden ablaufende Entscheidung. Ich stelle mir das so vor, dass unter Druck – egal ob durch eine mental falsche Einstellung oder durch einen attackierenden Spieler – die Entscheidung falsch getroffen wird und sogar von Spielern, von denen wir solche Fehlleistungen nicht kennen.

Jeder einzelne unserer Spieler kann sich durchaus mit den Zyprioten messen und daher ist der Grund nicht in individuellen Fähigkeiten zu suchen sondern dem unsichtbaren Wesen der Mannschaft.

Jetzt haben wir noch dazu den Nachteil, dass die anfängliche Euphorie vor dem ersten Spiel verflogen ist und einer Ernüchterung Platz gemacht hat. Wie man aus dieser Einstellung eine Höchstleistung für das Rückspiel abrufen könnte, ist mir unklar. Ein „Wunder von St. Hannapi“ wäre wieder einmal gefragt.

Wir vier sind jedenfalls mit dabei. Milada, Florian, Franz, Marcel

Spielt Geld Fußball?

Spielt Geld Fußball? Wenn ja, dann wäre die „natürliche“ Reihung am Ende der Meisterschaft folgende:

Mio
40.0 RedBull
14.0 Austria
11.0 RAPID
7.2 LASK (2007, 2008 keine Angabe)
6.5 Mattersburg
6.0 Kärnten
6.0 Sturm
4.6 Ried
4.5 Altach
4.0 Kapfenberg


Auf dass wir die beiden Reichen überholen (und wir nicht selbst überholt werden).

Chancen eines Hanappi-Neu

Derzeit füllt sich das Hanappi bei praktisch jedem Meisterschaftsspiel mit ca. 17.000 Zuschauern. Bei den Spitzenspielen könnte man 5000 Karten mehr verkaufen. bei internationalen Spielen wäre auch das zu wenig.

Man weiß aber nicht, welche Eigendynamik ein neuer Bau hat, ein Bau mit ordentlicher Infrastruktur. Möglicherweise kann man mit einem weniger spartanischen Ambiente mehr der bisher Passiv-Fußball-Fans anlocken. Und wenn es einmal nicht ganz so voll ist, kann man sich mit Dekorationen behelfen. In Zeiten der Arbeiten an der Überdachung*), als man im Happel-Stadion spielte, wusste man sich auch mit Riesendekorationen quer über die Ränge zu helfen, was im eigenen Stadion viel einfacher zu realisieren wäre.

Man kann es auch so sehen: In einem auf sozialen Ausgleich bedachten System, muss man jenen Hilfe angedeihen lassen, die es aus eigener Kraft nicht schaffen. Und was für Menschen gut ist, wird ja auch für hilfsbedürftige Fußballklubs recht sein. Nur ist aber Sport kein Sozialsystem und, man kann es auch übertreiben. Es gibt – wie man sieht – in Wien offenbar kein sichtbares Konzept für die Entwicklung des Fußballsports, weil man die Entwicklung der Zuschauerzahlen offenbar nicht als Anlass zum Handeln wahrgenommen hat.

*) Ich fand es damals eher mickrig, dass die Gemeinde für einen solchen Klub wie es RAPID ist, nicht mehr als nur ein längst überfälliges Dachl spendiert. Das kriegen die VTKler ganz nebenbei, auch ohne Jubiläum, wie man sieht. Man muss ja bedenken, was RAPID in diesen 100 Jahren für das Ansehen der Stadt geleistet hat. Ich bin ja neugierig, mit welchem Geburtstagsgeschenk sich der Herr Bürgermeister – so er es dann noch ist – 2011 in Favoriten präsentieren wird.